Erlebnis-Zoo Hannover und Panorama Amazonien


Tierische Freude: Zoo geöffnet – mit Schutzkonzept und Onlineanmeldung

Zooteam freut sich tierisch auf seine Besucher

Online-Anmeldung und -Ticketkauf ist erforderlich

Das Zooteam freut sich tierisch auf seine Besucher und hat für den verantwortungsbewussten, geregelten Besuch umfangreiche Maßnahmen zur Wahrung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt. Zudem gibt es acht festgelegte Einlass-Zeitfenster, die jeder Besucher (auch für Kinder bis 3 Jahre) vorab im Zoo-Onlineshop-Internetseite buchen muss. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass nur so viele Menschen im Zoo sind, dass der notwendige Abstand auch schon vorne im Eingangsbereich gewahrt werden kann,“ so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Damit alle Besucher bei ihrem Zoospaziergang entspannt die Tiere beobachten können und Erfahrungen mit der Einhaltung der Abstandsregelungen gewonnen werden können, erhalten 375 Besucher Zutritt. Dafür ist der Zoo aber eine Stunde länger, bis 19 Uhr, geöffnet. „Je umsichtiger und verantwortungsvoller auch unsere Besucher mit der neuen Situation umgehen, desto weniger benötigen wir Vorgaben,“ so Casdorff.

Auch im Erlebnis-Zoo gibt es Abstandsmarkierungen, besondere Wegeführungen, Hinweisschilder, verstärkte Reinigungsrundgänge vom „Team Sauber“ sowie Plexiglasscheiben im Service-Center und im Zoo-Shop. Dem Erlass der Landesregierung folgend, bleiben die Tierhäuser zunächst geschlossen. Auch auf kommentierte Fütterungen, Führungen und Blicke hinter die Kulissen, Tierpräsentationen, müssen die Besucher noch etwas länger warten.

Auch die Bootsfahrt über den Sambesi, eines des Highlights im Erlebnis-Zoo, können Besucher genießen: Um den Sicherheitsabstand zu wahren, werden in den Booten immer nur die erste und letzte Reihe mit zwei Personen besetzt.

Auf seiner Website erlebnis-zoo informiert der Erlebnis-Zoo über alles rund um die Wiedereröffnung.

Tagestickets sowie Jahreskarten können ausschließlich online erworben werden, die Tageskassen sind gechlossen. Aktuell ist der Zoobesuch ohne gebuchtes „Einlass-Zeitfenster“ nicht möglich. Gemeinsam mit dem gültigen Tagesticket beziehungsweise der Jahreskarte wird diese zeitliche „Zutrittsberechtigung“ am Eingang vorgezeigt. 

„Wir freuen uns riesig auf unsere Besucher und dass wir Ihnen – wenn auch mit einigen Einschränkungen – wieder die Möglichkeit zu einem Zoospaziergang mit spannenden Tierbeobachtungen bieten können“, so Zoo-Geschäftsführer Casdorff.

Zoo Hannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Bezaubernder Late-Zoo

Zoo Hannover in den Sommerferien dienstags und donnerstags bis 21 Uhr geöffnet

In den niedersächsischen Sommerferien, vom 16. Juli bis 25. August, bleibt der Erlebnis-Zoo Hannover immer dienstags und donnerstags bis 21 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 20 Uhr). Eine verzaubernde Stille legt sich abends über die Steppe am Sambesi, die Wildnis Kanadas in Yukon Bay und die verwunschene Ruine des indischen Dschungelpalastes. Die Pfauen rufen, ein kleiner Präriehund bellt, in der Ferne heult ein Wolf und aus dem Hafenbecken von Yukon Bay ertönt ein leises Plätschern – ist vielleicht gerade eine Robbe aufgetaucht?

Beim Late-Zoo können Zoobesucher mit dem Boot über den Sambesi fahren (bis 20.30 Uhr), durch die einzigartig gestalteten Themenwelten spazieren und sich kulinarisch an den verschiedenen Gastronomie-Outlets verwöhnen lassen. Viele Tiere sind noch auf ihren Anlagen zu sehen. Andere Arten benötigen ihren gewohnten Tagesablauf und verabschieden sich schon früher in ihr Nachtquartier. Spätestens in der Dämmerung werden dann die nachtaktiven Tiere wach: Die Stachelschweine, die quirligen Waschbären, die seltenen Wombats.

Der Late-Zoo kann mit dem günstigen Feierabendticket (oder mit der ZooCard!) besucht werden – jeder Besucher benötigt zusätzlich eine gültige Zutrittsberechtigung. Tickets und Zutrittsberechtigung sind ausschließlich online buchbar unter shop.erlebnis-zoo.de.

Zoo Hannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo



Junger Wilder auf Meyers Hof

Nachwuchs beim gefährdeten Harzer Rotvieh im Erlebnis-Zoo Hannover

Auf dem Zoobauernhof erkundet der jüngste Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich: Harzer Rotvieh Kälbchen Karl kam in der Nacht zum 20. Juli auf dem Zoobauernhof zur Welt. Seinen Namen haben dieses Mal die Tierpflege-Azubis ausgewählt. Sie suchten nach schönen, altdeutschen Namen für den Nachwuchs von Kuh Irma – ganz nach der Tradition des Zoobauernhofs, der bedrohte, altdeutsche Haustierrassen beherbergt.

Denn Karl zählt als Rotes Höhenvieh zu den seltenen Haustierrassen und steht als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Gab es ursprünglich im Jahr 1896 noch über 134.000 Tiere, schrumpfte der Bestand dieser Rasse bis 1936 auf nur noch 44.000. Heute leben etwa 2.323 dieser Rinder auf Bauernhöfen sowie in Zoos und Tierparks, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aktiv zum Erhalt dieser Haustierrasse beizutragen.

Kälbchen Karl stand schon wenige Minuten nach der Geburt, wenn auch etwas wackelig, auf seinen Beinen. Allerdings schien er doch nicht direkt den Weg zum Euter zu finden. Kurzerhand halfen die Tierpfleger ihm bei den ersten Trinkversuchen und zeigten ihm, wo er sich an der Milchbar von Mutter Irma satt trinken kann.

Wirbelwind Harzer Rotvieh-Kälbchen. Foto Erlebnis-Zoo Hannover

Inzwischen ist Karl so fit und munter, dass er täglich die große Koppel auf Meyers erobert. Besonders am frühen Morgen tobt der junge Wilde mit großen Bocksprüngen ausgelassen über die Wiese – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Irma, die gut auf ihr Kalb aufpasst.

Dass Haustierrassen vom Aussterben bedroht sind, klingt zunächst erstaunlich, aber obwohl viele alte Rassen, wie die von Meyers Hof, robust und vielseitig sind, können sie in der modernen Viehwirtschaft mit spezialisierten Hochleistungsrassen nicht mehr mithalten. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Landwirt halten – sie werden nicht mehr gezüchtet und sind daher leider vom Aussterben bedroht.

Zoo/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Mich, PreDiNo


Artenschutz – Made in Hannover

Erlebnis-Zoo Hannover stellt bedrohte Tierarten auf Großplakaten vor

Artenschutz – Made in Hannover: Mit drei ausdrucksstarken Bildmotiven macht der Zoo auf die bedrohte Tierwelt aufmerksam – und betont die wichtige Aufgabe der modernen Zoos: den Artenschutz. In der Wildbahn leben nur noch etwa 26.000 Eisbären, 500 Sibirische Tiger und weniger als 100 Wüstenantilopen Addax. Nachkommen aller drei Arten sind kürzlich im Erlebnis-Zoo geboren. Auf die  Kampagne macht der Erlebnis-Zoo mit großformatige Bildmotiven auf weißem Hintergrund. Nichts lenkt von dem Tier ab, das den Betrachter direkt anschaut.

Die Botschaft ist einfach, aber markant. „Wir möchten auf die Bedrohung der Tierwelt, den dramatischen Schwund der Artenvielfalt und den Verlust der Lebensräume aufmerksam machen“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Gleichzeitig zeigen wir, dass es Hoffnung gibt, dass der Erlebnis-Zoo mit Hilfe seiner Besucher und Unterstützer gegen diesen Artenschwund kämpft.“

Bei der Auswahl der Tiere, die stellvertretend für alle bedrohten Tiere stehen, hat sich der Zoo neben dem beliebten Eisbär- und Tigerjungtier bewusst für die Wüstenantilope Addax entschieden. „Antilopen bekommen leider nicht viel Aufmerksamkeit, dabei spielen sie eine immens wichtige Rolle im Ökosystem ihres Lebensraumes“, erklärt Casdorff. Der Erlebnis-Zoo führt das Zuchtbuch für die vom Aussterben bedrohte Addax und hat bereits wiederholt die Ansiedelung von zoogeborenen Addax in bewachten Nationalparks in Nordafrika organisiert. Ende letzten Jahres wurden Nachkommen dieser Zoo-Antilopen erstmals in die Sahara zurückgebracht, um den schwindenden Bestand dort zu verstärken: „Für uns ist damit nach der jahrzehntelangen Vorarbeit ein Traum wahr geworden – und es zeigt den Erfolg der Artenschutzarbeit unserer international vernetzten Zoos“, erklärt Casdorff.

Der Slogan „Made in Hannover“ weist zum einen auf die Tiere hin, die im Rahmen der Europäischen Zuchtprogramme in Hannover geboren wurden. „Zugleich möchten wir zeigen, dass die Menschen in Hannover und Region stolz auf die Artenschutz-Erfolge sein können, die wir mit ihrer Hilfe bislang erreichen konnten.“

Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume wird auch durch die herrschende Corona-Krise aktueller denn je: Gerade erst stellte der WWF den direkten Zusammenhang von Waldrodungen und der Entstehung von Pandemien dar. Bei der Zerstörung von Wäldern und anderen Lebensräumen verändere der Mensch die gewachsenen Strukturen der Ökosysteme tiefgreifend. Werde das Ökosystem zerstört, verlören Krankheitserreger ihren Wirt und suchten sich einen neuen – den Menschen. Durch den immer enger werdenden Kontakt zum Menschen werde es immer leichter, dass Erreger von Wildtieren auf Menschen überspringen. Quelle: wwf/themen-projekte/

Die bedrohten Tierarten sowie seine verschiedenen Artenschutzprojekte stellt der Erlebnis-Zoo auf zoo-hannover.de/ und in den sozialen Medien näher vor.

ZOO Hannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo



Der Kauf von ZooCards mit und ohne Abonnement sind ein Hilfe für den Zoo

ZooCard sind erhältlich für Familien (zwei Erwachsene und deren Kinder), ZooCard Single mit Kind (ein Erwachsener und seine Kinder), ZooCard Erwachsener ab 25 Jahre, ZooCard Kind 3 bis 16 Jahre, ZooCard Hund.

Auch gibt es Karten für Gruppen, Schulen, Kindergärten.



Panorama Amazonien unter Auflagen geöffnet

Das 360-Grad-Panorama „Amazonien" fasziniert die Besucher.

Weithin sichtbar: Der grüne Zylinder, Eingang zu dem Panorama am Rande des Zoos (Foto W. Feege).

Es begeistert, es fasziniert und es strahlt ungeheuer viel Harmonie aus, „Amazonien“ vom Künstler Yadegar Asisi, das erste Naturpanorama in Deutschland ist am Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen und erleben.

Im Inneren des 360-Grad-Panoramas sind riesige Bäume, die weit in den Himmel hineinragen, mächtige Wurzeln und Lianen, die scheinbar aus der Luft herabhängen, farbenfrohe Schmetterlinge, Nasenbären, Gürteltiere, exotische Vögel und ein Brüllaffe, der neugierig aus dem dichten Geäst hervorlugt zu sehen. Im grünen Dämmerlicht vor der Geräuschkulisse aus prasselndem Regen und dem vieltausendstimmigen Konzert der Tiere eröffnet sich bei Sonnenaufgang ein einzigartiger Blick, der den Besucher in Staunen versetzt und zugleich fasziniert.

Der Tag im Regenwald dauert ca.15 Minuten – es ist ein Eintauchen in eine uns ganz und gar fremde Welt, in eine Welt, für die sich der Besucher Zeit nehmen sollte. „Ich sehe in den Panoramen auch einen Gegenentwurf zu der allgemeinen Bilderflut“, die uns jeden Tag überrollt, sagt Yadegar Asisi. Der in Berlin lebende Künstler will mit seinen Rundumbildern die Intensität des Bildes wecken und schärfen, zum genauen Hinsehen verführen.

Stets erfasst der Blick Neues, es schieben sich weitere Details nach vorne untermauert wird der Eindruck durch sphärische Musik, die sich mit den Umweltgeräuschen verbindet. Man ist geneigt, Bewegungen zu sehen, Lichtreflexe lassen die Illusion so richtig lebendig werden – doch das Bild ist starr. Der Künstler hat eine Art Collage erstellt, aus Fotos und Gemälden.

Rund 1 000 Motive, die  Asisi am Computer zu einem Gesamtwerk zusammensetzte – eine 13 Gigabyte große Datei. Sie wurde auf 37 Stoffbahnen ausgedruckt, das ergibt eine Bildfläche von 3 200 Quadratmetern.

Die ganze Komplexität und Schönheit des Regenwaldes am Amazonas wollte Asisi in einem Bild erfahrbar machen. Das ist ihm voll und ganz gelungen. 30 000 Fotos hat der Künstler angefertigt, dafür ist er viermal an den Amazonas gereist. Dem Besucher empfiehlt der Künstler vor allem die Plattform in sechs Metern Höhe. Dort sei der räumliche Effekt hundertprozentig.  Bewegende Ausblicke allerdings erlebt der Besucher auch auf den beiden anderen Ebenen auf zwölf und sogar auf 15 Metern Höhe.

Was für ein Erlebnis – es ist traumhaft schön in dem Zylinder und es kehrt eine innere Ruhe und große Freude ein, die  schlecht zu erklären ist. Hingehen und selber erleben!

Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo