Erlebnis-Zoo ist geschlossen!

Über Neuigkeiten wird auf der Internetseite und in den sozialen Medien berichtet

Dem Erlass der Landesregierung Niedersachsens zur Eindämmung des Coronavirus COVID-19 entsprechend, schließt der Erlebnis-Zoo Hannover vom 17. März bis auf Weiteres.

„Wir werden unsere Besucher sehr vermissen, aber mit dieser Maßnahme geht es darum, einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.  Über alle Neuigkeiten bei den Tieren im Erlebnis-Zoo wird in dieser Zeit verstärkt auf der Zoo-Internetseite und in den sozialen Medien berichtet: „Auf diese Weise möchten wir den Zoo ein wenig zu allen nach Hause zu bringen.“

Die Versorgung der Tiere hat der Zoo durch ein besonderes Schichtsystem der Tierpfleger sichergestellt.

Über weitere Entwicklungen informiert der Zoo auf seiner Website erlebnis-zoo.

ZOO Hannover, Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

16.03.2010


„Hoflokal“ bietet Abholservice an

Restaurant am Erlebnis-Zoo verwöhnt mit lokalen Köstlichkeiten

Frisch vom Hof für Zuhause: Das Hoflokal bietet jetzt einen Abholservice an. „Auch wenn das Hoflokal zurzeit geschlossen ist, kann jeder weiterhin unsere saisonal-regionalen Gerichte genießen“ erklärt Küchendirektor Fabian Bückner. „Auf diese Weise möchten wir auch unsere Lieferanten hier in der Region unterstützen.“

Für den Abholservice hat das Hoflokal-Team eine besondere Speisekarte zusammengestellt. 

Da gibt es die wärmende Gulaschsuppe, den vegetarischen Linseneintopf, Tolles von der Knolle – als Ofenkartoffel mit Pilzen oder Hähnchenstreifen, mit hausgemachtem Kräuter-Pesto oder Jogurt-Quark-Dip, auch in der veganen Variante mit saisonalem Ofengemüse und veganer Bärlauch-Creme.  Als Hauptgerichte stehen zum Beispiel die Vitalschüssel, das beliebte Hühnerfrikassee, Wildbratwurst mit Sauerkraut, Kartoffelstampf und Holunder-Fichten-Soße, zart geschmorte Schweinebäckchen von Gramann, Schweinekrustenbrate mit Kartoffelklößen und Rotkohl oder hausgemachte Veggie-Puffer mit Apfelkompott zur Auswahl. Dazu gibt es natürlich die passenden Getränke.

Die Gerichte können verzehrfertig „to-go“ oder vakuumverpackt für den späteren Verzehr abgeholt werden. Täglich von 11-18:30 Uhr kann von der „Abholkarte“ telefonisch bestellt werden, die Gerichte sind zwischen 12 und 19 Uhr abholbereit.

Die besondere Abhol-Speisekarte steht auf www.hoflokal.de. Bestellt wird telefonisch unter 0511 – 280 74 203.

„Wir freuen uns, unsere Gäste auf diese Weise weiterhin verwöhnen zu können“, so Fabian Bückner. „Besonders freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen!“


Bäriger Badespaß in Yukon Bay - Unter Ausschluß der großen Öffentlichkeit!

Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover ist eine echte „Wasserratte“

Der Erlebnis-Zoo ist zurzeit aufgrund der aktuellen Situation geschlossen ist. Damit alle Tierfreunde trotzdem an der Entwicklung des Eisbär-Jungtiers teilhaben können, veröffentlicht der Zoo regelmäßig Neuigkeiten von der kleinen Eisbärin (*20.11.2019) und ihrer Mutter Milana.

Seit einer Woche erkundet der Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich in Yukon Bay. Mit jedem Tag wird die Kleine mutiger und kräftiger, rennt den Hügel hinauf (und rutscht oder kugelt ihn wieder hinunter), jagt Krähen (bislang erfolglos) und springt mit Hechtsprüngen ins Wasser. Nach den anfangs eher zaghaften Schwimmversuchen, zeigt sich jetzt schon: Milanas Tochter ist eine echte „Wasserratte“. 

Spielt Milana mit großen Ästen im Wasser, schnappt sich ihre Tochter kleine Stöckchen, beißt beherzt zu und schleppt die Beute schließlich an Land. Ganz die Mutter eben. Wenn die mal keine Lust zum Toben hat, zwickt ihre Tochter sie so lange in Füße, Schnauze, Beine, Po, bis Milana nachgibt und mit der Kleinen im Wasser kämpft.

Ein weiteres Hobby: Grassbüschel erlegen. Das Jungtier hat schnell gemerkt, dass es mit seinen langen Krallen Grassoden ausgraben kann, die sich dann herrlich durch die Gegend schleudern lassen. Auch das duldet Mutter Milana stoisch, selbst wenn sie hin und wieder ein Grasbüschel im Gesicht hat.

Wenn das Jungtier irgendwann genug erlebt hat, ziehen sich Mutter und Tochter gerne in ihre Höhle zurück, wälzen sich darin, bis beide eher Braunbären gleichen, um dann ausgiebig zu schlafen.

Noch trinkt das Jungtier übrigens überwiegend die sehr fetthaltige und nahrhafte Muttermilch. Es probiert aber auch schon Milanas Futter, nagt an gekochtem Fleisch, Fisch und Obststückchen. „Wir beobachten die Futteraufnahme genau“, berichtet Eisbären-Kurator Fabian Krause. „Wenn wir merken, dass das Jungtier zunehmend an der festen Nahrung interessiert ist, erhöhen wir die Portionen.“ Aber das hat noch Zeit.

Der Erlebnis-Zoo Hannover freut sich sehr, dass der GVH die Patenschaft für Hannovers ersten Eisbär-Nachwuchs übernimmt. Gemeinsam mit dem Paten wird nach einem passenden Namen für die kleine Eisbärin gesucht, wenn der Zoo wieder geöffnet ist.  

Erlebniszoo-Hannover, Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo/Fotos © 2020 Erlebnis-Zoo Hannover


Der große Wurf von Gerda & Gerd

Zehnfacher Nachwuchs bei den Bunten Bentheimer Schweinen im Zoo Hannover

Gerda & Gerd haben wieder einen großen Wurf gelandet.  Gleich zehn schwarz-weiß gepunktete Ferkel quieken im Heu auf Meyers Hof!

Geboren am 17. Februar, ist es der zweite Nachwuchs der stark gefährdeten Bunten Bentheimer Schweine im Erlebnis-Zoo Hannover, die seit März 2018 auf „Meyers Hof“ leben. Die genügsamen, robusten Schweine wurden ab Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr gezüchtet, weil damals fettarmes Fleisch gefragt war. Mit einem kleinen Bestand wurde in den 1980er Jahren wieder eine Zucht aufgebaut, bis heute gilt das Bunte Bentheimer Schwein dennoch weiterhin als gefährdet. Aber die von Meyers Hof landen nicht in der Pfanne!

Berühmt sind die Bunten Bentheimer für ihre guten Muttereigenschaften: Auch Gerda lässt ihre wilden Zehn auf sich herumklettern und nach Herzenslust trinken. Vater Gerd zeigt sich übrigens ebenso gelassen wie die Mutter, schon weil er mit der Aufzucht nichts zu tun hat – er hört dem Gewusel aus dem Nachbarstall zu.

Zu sehen ist der große Wurf von 9 bis 16 Uhr im Stall „Mügge“ auf Meyers Hof.

Dass Haustierrassen vom Aussterben bedroht sind, klingt zunächst unlogisch. Und obwohl viele alte Rassen, wie die von Meyers Hof, robust und vielseitig sind, können sie in der modernen Viehwirtschaft mit spezialisierten Hochleistungsrassen nicht mehr mithalten. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Landwirt halten – sie werden nicht mehr gezüchtet und sind daher leider vom Aussterben bedroht.

Viele Zoos und Tierparks, wie der Erlebnis-Zoo, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese bedrohten Nutztierrassen zu erhalten und ihre ganz eigenen Besonderheiten den Besuchern vorzustellen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

27.02.2020 


Gut gepanzertes Jungtier

Freude über seltenen Schildkröten-Nachwuchs im Zoo

Sie sorgen seit geraumer Zeit sehr zuverlässig für riesige Freude im Erlebnis-Zoo Hannover: Die Pyxis arachnoides oder auch Madagassischen Spinnenschildkröten. Am 15. Februar schlüpfte ein winziges Jungtier nach etwa acht Monaten Brutzeit, pro Gelege legt ein Weibchen nur ein einziges Ei, das es im Sand vergräbt. Es ist ein bedeutender Beitrag zum Arterhalt: Madagassische Spinnenschildkröten sind extrem selten und stehen als „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN, ein Grund, stolz und glücklich zu sein über die erneut erfolgreiche Nachzucht dieser bedrohten Tiere.

Die kleine Spinnenschildkröte war gerade mal etwas größer als ein Gummibärchen! Foto Erlebnis-Zoo Hannover  

Das Jungtier mit dem spinnennetzartigen Muster auf dem Rücken war bei seinem Schlupf ungefähr so groß wie ein Gummibärchen und wog 10 Gramm. Das Geschlecht ist noch ein Geheimnis und lässt sich erst nach ungefähr fünf Jahren bestimmen. Seit 2017 bekamen die sieben erwachsenen Spinnenschildkröten aus dem Biologiezimmer regelmäßig Nachwuchs: Jedes Jahr schlüpfte ein Jungtier aus dem Ei und bereicherte den Schildkröten-Kindergarten im wohlig-warmen Terrarium.  

Madagassische Spinnenschildkröten zählen zu den kleinsten Landschildkröten der Welt, und sind deswegen bei Terrarienbesitzern besonders beliebt. In ihrer Heimat Madagaskar werden sie zuhauf an den Stränden illegal eingesammelt und für viel Geld auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Außerdem bedroht der Verlust ihres Lebensraums den Bestand der Tiere: die Fläche ihres Habitats wird für Plantagen zum Anbau von Bananen, Ölpalmen und Soja genutzt.

Die ersten Tage verbringt das frisch geschlüpfte Jungtier hinter den Kulissen des Erlebnis-Zoos, bis sein Panzer ganz ausgehärtet ist. Die Tierpfleger protokollieren die Entwicklung, nimmt der Nachwuchs zuverlässig an Gewicht zu, wird er bald zu seinen drei Geschwistern in den Spinnenschildkrötenkindergarten des Erlebnis-Zoo ziehen.

Besucher haben bei der Führung „Blick ins Biologiezimmer“ die Chance, diese besonders seltenen Tiere aus der Nähe kennenzulernen.

Erlebnis-Zoo/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

17.02.2020


ZooCards

ZooCards mit und ohne Abonnement:

ZooCard erhältlich für Familien (zwei Erwachsene und deren Kinder), ZooCard Single mit Kind (ein Erwachsener und seine Kinder), ZooCard Erwachsener ab 25 Jahre, ZooCard Kind 3 bis 16 Jahre, ZooCard Hund.

Karten für Gruppen, Schulen, Kindergärten.


Wenn einem Star sein Talent zum Verhängnis wird

Der Beo ist das „Zootier des Jahres“ 2020

Es ist ihre Stimme, die den Vögeln das normale Leben schwermacht: Weil Beos sogar besser sprechen und imitieren können als so mancher Papagei, sind die Tiere besonders im asiatischen Raum vielgehandelte Objekte. Meist fristen sie ihr Dasein als Haustiere alleine in kleinen Käfigen. Hinzu kommt, dass Beos in manchen Ländern als Delikatesse gelten. Somit sind die Bestände in den vergangenen Jahren deutlich eingebrochen, einige Arten stehen heute kurz vor der Ausrottung. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) den Beo zum „Zootier des Jahres 2020“ ernannt.

„Beos verschwinden sowohl in ihrem asiatischen Lebensraum, als auch in Europäischen Zoos still und leise. Mit der Ernennung zum „Zootier des Jahres 2020“ möchten wir zusammen mit der Unterstützung unserer Kampagnenpartner und der Zoogemeinschaft Lobbyarbeit und ganz konkreten Artenschutz für diesen besonderen Vogel betreiben“, sagt Dr. Sven Hammer, 1. Stellvertretender Vorsitzender der ZGAP. 

Die monogam lebenden Beos sind sehr anspruchsvoll bei der Wahl eines Partners. Daher ist es selbst für erfahrene Zoos und Züchter eine Herausforderung, die intelligenten Vögel nachzuzüchten, weshalb die talentierten Stare auch in zoologischen Gärten eine Seltenheit geworden sind. Um zu ihrem Erhalt aktiv beizutragen, wird im Zuge der „Zootier des Jahres“- Kampagne im Vogelpark Marlow ein Zentrum für die Beo-Partnervermittlung, ein „Beo-Dating-Center“, aufgebaut. Im Vogelpark Marlow wird das Europäische Ex situ-Programm (EEP) für die Erhaltungszucht von Beos koordiniert – es ist also der ideale Ort, um partnerlosen Beos die Chance zu bieten, ihre „große Liebe“ zu finden. Die so entstandenen Paare werden an teilnehmende Zoos übergeben und sollen dort für Beo-Nachwuchs sorgen.

Neben der Partnervermittlung in Deutschland wird die „Zootier des Jahres“- Kampagne 2020 auch zwei Beo-Schutzprojekte in Indonesien finanziell unterstützen. Die Voraussetzungen für den Schutz in der Wildbahn sind jedoch schwierig, daher wird auf der Insel Java zunächst ein Zuchtvolierenkomplex gebaut. Hier erhalten die stark gefährdeten Tenggara-Beos und die von der Ausrottung bedrohten Nias-Beos die Chance auf ein Fortbestehen ihrer Art.

Auf der Insel Nias wollen das örtliche Museum, die Kirchengemeinde und die Bewohner der Insel eine Erhaltungszuchtstation aufbauen, um die Vögel, die ein Kultursymbol ihrer Insel sind und sogar ihren Namen tragen, zu retten. Die Artenschutz-Kampagne wird das Anlegen spezieller Baumschulen fördern, um den Beos mit heimischen Baum- und Straucharten für eine spätere Auswilderung ausreichend Futterpflanzen zu sichern.

„Mit der „Zootier des Jahres“- Kampagne möchten wir beide Artenschutzprojekte im Lebensraum der Beos direkt und vor allem zeitnah finanziell unterstützen, um die Beoarten vor der Ausrottung zu bewahren und ihnen eine Perspektive für ein langfristiges Überleben in der Wildbahn zu geben“, sagt Viktoria Michel, Projektkoordinatorin der „Zootier des Jahres“- Kampagne.

Schön und bedroht: Ein Nias Beo. Foto N. Brusland

Seit Beginn der Kampagnen im Jahr 2016 unterstützt auch der Verein der Zoofreunde Hannover e.V. aktiv die Bemühungen um das jeweilige Zootier des Jahres. Zum Schutz der Beos hat der Verein auch für 2020 wieder eine Spende in Höhe von 2.500 € zugesagt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

08.01.2020


Erlebnis-Zoo Hannover als gemeinnützig anerkannt

Generationsübergreifender Ort für Bildung, Forschung und Artenschutz

Die offizielle Bestätigung kam mit der Post: Der Erlebnis-Zoo Hannover mit seinen zahlreichen generationsübergreifenden Bildungsangeboten, seinen Artenschutzprojekten, Forschungsbeteiligungen und dem tagtäglich gelebten Tierschutz ist ab diesem Jahr gemeinnützig. Ab jetzt firmiert der Erlebnis-Zoo als gGmbH.

„Wie wir mit dem Schreiben vom Finanzamt bestätigt bekommen haben, sind wir mit Beginn dieses Jahres als gemeinnützige Gesellschaft anerkannt!“, freute sich Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff (Foto lks. Zoo). 

„Der Zweck der Gesellschaft, den die heute über 480 Mitarbeiter genau wie die Zoo-Gründer vor 155 Jahren hochengagiert leben, bekommt durch diese Anerkennung noch einmal einen neuen Impuls. Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung unserer Arbeit!“ 

Der Zweck, so heißt es im überarbeiteten Gesellschaftervertrag, ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens als Bildungsstätte für alle Kreise der Bevölkerung zur Förderung des Natur- und Umweltschutzes, des Tierschutzes und der Tierzucht, der Förderung von Forschung und Bildung, speziell auf dem Gebiet der Ökologie und Zoologie. Dabei dient die Einrichtung auch der Erholung.

Der Erlebnis-Zoo verwirkliche dies, indem er Menschen aller Altersstufen auf vielfältige Weise für Tiere begeistere, so Casdorff. Jährlich werden weit über eine Million Besucher bei beeindruckenden Tierbegegnungen, kommentierten Fütterungen, informativen Tiershows, Ausstellungen und Edutainment-Stationen für den Umwelt-, Natur- und Artenschutz sensibilisiert. Sie werden angeregt, ihr eigenes Handeln zu reflektieren und nachhaltiger zu gestalten. „Damit wir möglichst viele Menschen erreichen, haben wir die Eintrittspreise seit 2013 stabil gehalten und durch weitere Angebote ergänzt“, betonte der Geschäftsführer.

In dem anerkannten und ausgezeichneten außerschulischen Lernort Erlebnis-Zoo fanden allein im vergangenen Jahr 638 Unterrichtseinheiten von Grundschule bis Sekundarstufe II statt. In diesem Jahr verstärkt der Zoo sein schulisches Engagement nochmals und bietet den Zoobesuch für nur 3,50 €* pro Schüler und Lehrer an: „Wir möchten es damit noch mehr Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Biologie live zu erleben “, erklärte Casdorff.

Auch sein Engagement im Artenschutz wird der Erlebnis-Zoo weiter ausbauen und mit seinen Projekten zum Schutz der bedrohten Tiere von der Wüstenantilopen Addax bis zu heimischen Nutztierarten zum Arten- und Umweltschutz beitragen und für die wichtige Arbeit sensibilisieren. „Wir geben Beispiele, was jeder Besucher für den Arten- und Umweltschutz tun kann“, erläuterte der Zoo-Geschäftsführer, „wir bieten aber auch wissenschaftliche Vorträge an und unterstützen die Forschung.“ Für ein Forschungsprojekt des San Diego Zoo Global in den USA stellt der Erlebnis-Zoo aktuell sämtliche Aufzeichnungen aus der Eisbären-Wurfhöhle zur Verfügung.  Dr. Megan Owen untersucht dort, wie Eisbären-Mütter ihren Nachwuchs in der Wurfhöhle versorgen.

Durch die Gemeinnützigkeit wird es wesentlich einfacher, den Zoo bei seiner Arbeit finanziell zu unterstützen: Alle Erträge aus Spenden helfen weitere Gehege zu modernisieren, Artenschutzprojekte in der Wildbahn zu fördern und die Bildungsangebote auszuweiten. Mit einer Spendenbescheinigung kann der Zoo sich jetzt bei seinen bisherigen und neuen Förderern bedanken.  „Der Erlebnis-Zoo bietet aber auch nach wie vor geradezu tierisch viele Möglichkeiten für Kooperationen,“ so Casdorff, „wir freuen uns auf alle Gespräche für eine Zusammenarbeit.“

Zoo/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.01.2020



Panorama Amazonien bis auf weiteres geschlossen

Das 360-Grad-Panorama „Amazonien" fasziniert die Besucher.

Weithin sichtbar: Der grüne Zylinder, Eingang zu dem Panorama am Rande des Zoos (Foto W. Feege).

Es begeistert, es fasziniert und es strahlt ungeheuer viel Harmonie aus, „Amazonien“ vom Künstler Yadegar Asisi, das erste Naturpanorama in Deutschland ist am Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen und erleben.

Im Inneren des 360-Grad-Panoramas sind riesige Bäume, die weit in den Himmel hineinragen, mächtige Wurzeln und Lianen, die scheinbar aus der Luft herabhängen, farbenfrohe Schmetterlinge, Nasenbären, Gürteltiere, exotische Vögel und ein Brüllaffe, der neugierig aus dem dichten Geäst hervorlugt zu sehen. Im grünen Dämmerlicht vor der Geräuschkulisse aus prasselndem Regen und dem vieltausendstimmigen Konzert der Tiere eröffnet sich bei Sonnenaufgang ein einzigartiger Blick, der den Besucher in Staunen versetzt und zugleich fasziniert.

Der Tag im Regenwald dauert ca.15 Minuten – es ist ein Eintauchen in eine uns ganz und gar fremde Welt, in eine Welt, für die sich der Besucher Zeit nehmen sollte. „Ich sehe in den Panoramen auch einen Gegenentwurf zu der allgemeinen Bilderflut“, die uns jeden Tag überrollt, sagt Yadegar Asisi. Der in Berlin lebende Künstler will mit seinen Rundumbildern die Intensität des Bildes wecken und schärfen, zum genauen Hinsehen verführen.

Stets erfasst der Blick Neues, es schieben sich weitere Details nach vorne untermauert wird der Eindruck durch sphärische Musik, die sich mit den Umweltgeräuschen verbindet. Man ist geneigt, Bewegungen zu sehen, Lichtreflexe lassen die Illusion so richtig lebendig werden – doch das Bild ist starr. Der Künstler hat eine Art Collage erstellt, aus Fotos und Gemälden.

Rund 1 000 Motive, die  Asisi am Computer zu einem Gesamtwerk zusammensetzte – eine 13 Gigabyte große Datei. Sie wurde auf 37 Stoffbahnen ausgedruckt, das ergibt eine Bildfläche von 3 200 Quadratmetern.

Die ganze Komplexität und Schönheit des Regenwaldes am Amazonas wollte Asisi in einem Bild erfahrbar machen. Das ist ihm voll und ganz gelungen. 30 000 Fotos hat der Künstler angefertigt, dafür ist er viermal an den Amazonas gereist. Dem Besucher empfiehlt der Künstler vor allem die Plattform in sechs Metern Höhe. Dort sei der räumliche Effekt hundertprozentig.  Bewegende Ausblicke allerdings erlebt der Besucher auch auf den beiden anderen Ebenen auf zwölf und sogar auf 15 Metern Höhe.

Was für ein Erlebnis – es ist traumhaft schön in dem Zylinder und es kehrt eine innere Ruhe und große Freude ein, die  schlecht zu erklären ist. Hingehen und selber erleben!

Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo