Erlebnis-Zoo Hannover und Panorama Amazonien


Tierische Freude: Zoo geöffnet – mit Schutzkonzept und Onlineanmeldung

Zooteam freut sich tierisch auf seine Besucher

Online-Anmeldung und -Ticketkauf ist erforderlich

Das Zooteam freut sich tierisch auf seine Besucher und hat für den verantwortungsbewussten, geregelten Besuch umfangreiche Maßnahmen zur Wahrung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt. Zudem gibt es acht festgelegte Einlass-Zeitfenster, die jeder Besucher (auch für Kinder bis 3 Jahre) vorab im Zoo-Onlineshop-Internetseite buchen muss. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass nur so viele Menschen im Zoo sind, dass der notwendige Abstand auch schon vorne im Eingangsbereich gewahrt werden kann,“ so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Damit alle Besucher bei ihrem Zoospaziergang entspannt die Tiere beobachten können und Erfahrungen mit der Einhaltung der Abstandsregelungen gewonnen werden können, erhalten 375 Besucher Zutritt. Dafür ist der Zoo aber eine Stunde länger, bis 19 Uhr, geöffnet. „Je umsichtiger und verantwortungsvoller auch unsere Besucher mit der neuen Situation umgehen, desto weniger benötigen wir Vorgaben,“ so Casdorff.

Auch im Erlebnis-Zoo gibt es Abstandsmarkierungen, besondere Wegeführungen, Hinweisschilder, verstärkte Reinigungsrundgänge vom „Team Sauber“ sowie Plexiglasscheiben im Service-Center und im Zoo-Shop.

Auch die Bootsfahrt über den Sambesi, eines des Highlights im Erlebnis-Zoo, können Besucher genießen: Um den Sicherheitsabstand zu wahren, werden in den Booten immer nur die erste und letzte Reihe mit zwei Personen besetzt.

Auf seiner Website erlebnis-zoo informiert der Erlebnis-Zoo über alles rund um die Wiedereröffnung.

Tagestickets sowie Jahreskarten können ausschließlich online erworben werden, Tageskassen sind geschlossen. Aktuell ist der Zoobesuch ohne gebuchtes „Einlass-Zeitfenster“ nicht möglich. Gemeinsam mit dem gültigen Tagesticket beziehungsweise der Jahreskarte wird diese zeitliche „Zutrittsberechtigung“ am Eingang vorgezeigt. 

„Wir freuen uns riesig auf unsere Besucher und dass wir Ihnen – wenn auch mit einigen Einschränkungen – wieder die Möglichkeit zu einem Zoospaziergang mit spannenden Tierbeobachtungen bieten können“, so Zoo-Geschäftsführer Casdorff.

Zoo Hannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Rendevous mit dem Lieblingstier - eine tolle Zoo-Attraktion

zoo-erleben/rendezvous-beim-lieblingstier


Flotte Schritte für gemächliche Schildkröten

Der erste „Tierische Nachtlauf“ im Zoo war ein voller Erfolg.

Rund 300 Läufer*innen traten am 1. Oktober von 20 bis 23 Uhr zum Tierischen Nachtlauf an. Gestartet wurde im Abstand von etwa 30 Sekunden, so dass jeder Teilnehmer praktisch alleine durch den dunklen Zoo lief und die nächtliche Atmosphäre auf der teils durch Kerzenschein illuminierten Strecke für sich genießen konnte.

Um Laufbegeisterten in dieser schwierigen Zeit das Erlebnis eines ganz besonderen Laufes zu ermöglichen, hatte der Erlebnis-Zoo gemeinsam mit der Agentur eichels:Event das neue Aktionsformat mit viel Abstand und einem umfangreichen Hygiene-Konzept auf die Beine gestellt.

Mini-Maus war auch am Start! Foto Zoo Hannover

„Wir wollten den Läuferinnen und Läufern mit dem Tierischen Nachtlauf eine kleine Freude machen“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff (Foto r.), „auch wenn es mit 2 km nur eine kurze Strecke ist, ist es aufregend, Hannovers Wildnis im Dunkeln zu erleben.“ Und: „Wir werden ihn gerne nächstes Jahr wiederholen!“

Das bestätigten auch die Teilnehmer des Nachtlaufs: „Es war super. Ich kenne den Zoo in- und auswendig bei Tag und war überrascht, wie toll es im Dunkeln ist. Ich habe während des Laufs sogar ein paar Tiere gesehen, es hat wirklich Spaß gemacht“, berichtet eine Läuferin, als sie im Ziel ankommt. Ein weiterer Teilnehmer freute sich ebenfalls tierisch über das echt andere Laufevent: „Es war toll, dass der Lauf stattgefunden hat, wo doch so viele andere Veranstaltungen abgesagt werden. Und dass man gleichzeitig etwas Gutes tut, ist eine tolle Sache!“

Die Läufer taten mit jedem Schritt auch noch Gutes für den Artenschutz: Sie unterstützten das neue Riesenschildkröten-Projekt des Zoos. 2008 musste sich der Erlebnis-Zoo schweren Herzens von den beliebten Riesenschildkröten verabschieden, weil ihr Warmhaus in die Jahre gekommen war und das Gehege zudem mitten im Baugebiet für die heutige Themenwelt Yukon Bay lag. Jetzt möchte der Erlebnis-Zoo seinen Traum und den lang gehegten Wunsch vieler Zoobesucher erfüllen und die Seychellen Riesenschildkröten zurückholen. Das geplante Glashaus soll begehbar sein und einen spannenden Einblick in die Futterküche ermöglichen. Außerdem wird das Haus Heimat für diverse Insekten, die in ihren Terrarien zu sehen sein werden. „Wir danken allen Läuferinnen und Läufern herzlich für ihren Einsatz und hoffen, die bedrohten Riesenschildkröten bald schon wieder im Erlebnis-Zoo zeigen zu können“, so Casdorff.

Der erste Tierische Nachtlauf wurde unterstützt von den langjährigen Zoo-Partnern eichels:Event, Gehrke Econ, Lotto Niedersachsen und Einbecker Brauhaus.


Ein löwenstarkes Gemälde hilft dem Zoo

Pop-Art-Star stiftet dem Erlebnis-Zoo  Auktionserlös  

Bei einer beeindruckenden Livepainting-Aktion im Erlebnis-Zoo Hannover ließ der internationale Pop-Art-Star Niko Nikolaidis im Juli ein wahrhaft tierisches Kunstwerk auf der Elefantenanlage entstehen. Vor den Augen der Besucher erschuf er mit Acrylfarben, Öl und Neon sein neues Werk: Inspiriert von der besonderen Atmosphäre im Zoo, Musik und Licht entstand auf der Leinwand der Kopf eines imposanten Löwen, begleitet von Wörtern wie „King“, „Power“, „Wild“ und „Fear“.

Nikolaidis präsentierte das fertiggestellte Bild der Öffentlichkeit an dem Ort, an dem es entstand: im Dschungelpalast im Zoo. Nachdem das 1,50 x 1,50 Meter große Werk fertiggestellt war, bot es der Künstler auf der Auktionsplattform „United Charity“ zur Versteigerung für einen guten Zweck an. Prompt suchte er sich den Erlebnis-Zoo aus, um ihn bei seinen vielfältigen Aufgaben rund um die Themen Artenschutz, Bildung, moderne Tierhaltung und seinem Ziel, Menschen für Tiere zu begeistern, zu unterstützen. Im Rahmen der Bild-Präsentation im Prunksaal des Maharadscha überreichte der Künstler den Scheck in Höhe von 10.000 Euro an Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Asterios Kakoulis, Niko Nikolaidis und Zoo-Chef Andreas M. Casdorff (v.lks.) - ein gutes Team in Sachen Zoo-Unterstützung. Foto M. Falk.

Als Spendenziel hat sich Nikolaidis das Herzensprojekt des Erlebnis-Zoo ausgesucht: die Rückkehr der Riesenschildkröten nach Hannover. „Die Riesenschildkröten tragen in meinen Augen nicht nur Weisheit, sondern auch Ruhe, Gelassenheit und Faszination. Sie erinnern mich als großen Dinosaurier-Fan an die Giganten der damaligen Zeit“, erklärte der Künstler seine Entscheidung. Denn der Erlebnis-Zoo finanziert den Neubau des Schildkrötenhauses in Mullewapp aus eigener Kraft und mit Hilfe vieler Schildkrötenfreunde.

Ersteigert hat das Kunstwerk Asterios Kakoulis, der seinerseits die Gelegenheit nutzte, Gutes zu tun: „Die Geste von Niko, den Erlös an den Hannover Zoo, zu spenden und in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten zu unterstützen, hat meine Aufmerksamkeit geweckt, um daran teilhaben zu wollen“, betonte der Kunst-Fan. Daher entschied sich der Ersteigerer dazu, das Kunstwerk als Dauerleihgabe dem Zoo zu übergeben, um es auch den Besuchern zugänglich zu machen und überraschte damit das Zoo-Team rund um Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Es ist wundervoll, dass sich nun viele, viele Besucher an diesem beeindrucken Werk erfreuen können, für das wir einen tollen Platz finden werden!“

Zoo Hannover/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha,PreDiNo


Liebenswert: Lucifer und Lilly

Hübscher Zebra-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover

Der eine ist teuflisch schnell unterwegs, die andere tänzelt noch etwas schüchtern herum. Im Zoo Hannover erkunden gleich zwei Zebrajungtiere ihre Welt am Ufer des Sambesi. Lucifer und Lilly folgen auf gestreiften Beinen ihren Müttern Lucia und Moni durch die Steppe. Sie wagen schon einige Sprünge und starten durch zum Galopp – bis sie umfallen und schlafen. Zebrastute Lucia brachte ihren Lucifer am 14. August zur Welt, am 7. September wurde Monis Tochter Lilly geboren. Den ersten Tag verbrachten die Mütter mit den Neugeborenen hinter den Kulissen, aber jetzt toben die Jungtiere zwischen den Gazellen, Impalas und Antilopen auf der Außenanlage herum. Und bald wird es noch wilder: Auch Zebrastute Ela ist tragend.

Lucifer animiert Lilly zum Spielen. Foto Zoo Hannover

Jedes Zebra hat seine ganz eigene Streifenzeichnung. Wenn ein Zebrafohlen geboren wird, vertreibt die Mutter zunächst alle Mitglieder ihrer Herde aus ihrer Nähe. Dann stellt sie sich vor ihr Neugeborenes, damit es sich ihre Zeichnung gut einprägen kann, etwa 20 Minuten später weiß das Kleine genau, welche Streifen zu seiner Mutter gehören und erkennt sie dann in der Herde immer wieder.

Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 30 Kilo, es wird 6-8 Monate gesäugt. Erst nach einem Jahr wird sich der Nachwuchs von seiner Mutter trennen und eigene Wege gehen.

Von allen (Wild-)Pferdearten ist das Steppenzebra am weitesten verbreitet. Trotzdem wird diese Art von der Weltnaturschutzunion IUCN als „potentiell gefährdet“ eingestuft, da die Bestände immer weiter abnehmen. Ein Problem sind beispielsweise die Weidezäune, die den Tieren bei ihrer Wanderung den Weg versperren oder den Zugang zu Trinkwasser verhindern.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Ein ganz lieber Jakob

Dülmener Pferd auf Meyers Hof angekommen

Dülmener Pferde gelten als ausgesprochen robust, gleichzeitig als freundlich, gutmütig, genügsam und lernbegierig. Und als extrem gefährdet!

Seit einer Woche lebt Jakob, ein Vertreter einer weiteren bedrohten Haustierrasse auf dem Bauernhof im Erlebnis-Zoo Hannover. „Jakob ist ein ganz Lieber“, charakterisieren ihn die Tierpfleger. 

Der zwölfjährige Wallach hat graufalbes Fell und eine dichte Mähne. Exmoor-Pony Mona war vom ersten Augenblick an begeistert von ihrem neuen Gesellschafter. Kaum wurde Jakob in den Stall geführt, macht sie mit allen Exmoor-Pony-Mitteln auf sich aufmerksam. Nachdem Jakob seine neue Umgebung erforscht hatte, waren die beiden beim ersten Treffen auf der Weide ein Herz und eine Seele.

Mona, die in diesem Jahr ihren langjährigen Partner Bruno verloren hatte, gesellte sich sofort zu dem eher schüchternen Wallach, nur beim Fressen zeigt sie, dass sich der Neuling gerne zurückhalten darf. Tut er dann auch.

Auf Meyers Hof teilen sich die Ponys die Weide mit einem Altdeutschen Schwarzbunten Niederungsrind und einem Harzer Rotvieh – beides ebenfalls stark bedrohte Haustierrassen. „Kühe kannte Jakob vorher noch nicht“, erzählt Tierpfleger Carsten Heinß, „jetzt muss erst einmal die Rangordnung festgestellt werden.“ Und so beschnuppern sich Kuh und Pferd zurzeit ausgiebig.

Seit 1994 steht das Dülmener Pferd auf der Roten Liste der der GEH (Gesellschaft zum Erhalt alter und gefährdeten Nutztierrassen) als „extrem gefährdet“. Nur noch etwa 400 Tiere leben im „Merfelder Bruch“, heute ein Naturreservat, geschützt seit Mitte des 19. Jahrhunderts von der Familie Herzog von Croÿ.

„Wir freuen uns sehr, mit Jakob eine weitere stark bedrohte Haustierrasse vorstellen und auf ihren dringend benötigten Schutz aufmerksam machen können“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Zoo/S.Lappe/U.Micha

26.08.2020


Junger Wilder auf Meyers Hof

Nachwuchs beim gefährdeten Harzer Rotvieh im Erlebnis-Zoo Hannover

Auf dem Zoobauernhof erkundet der jüngste Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich: Harzer Rotvieh Kälbchen Karl kam in der Nacht zum 20. Juli auf dem Zoobauernhof zur Welt. Seinen Namen haben dieses Mal die Tierpflege-Azubis ausgewählt. Sie suchten nach schönen, altdeutschen Namen für den Nachwuchs von Kuh Irma – ganz nach der Tradition des Zoobauernhofs, der bedrohte, altdeutsche Haustierrassen beherbergt.

Denn Karl zählt als Rotes Höhenvieh zu den seltenen Haustierrassen und steht als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Gab es ursprünglich im Jahr 1896 noch über 134.000 Tiere, schrumpfte der Bestand dieser Rasse bis 1936 auf nur noch 44.000. Heute leben etwa 2.323 dieser Rinder auf Bauernhöfen sowie in Zoos und Tierparks, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aktiv zum Erhalt dieser Haustierrasse beizutragen.

Kälbchen Karl stand schon wenige Minuten nach der Geburt, wenn auch etwas wackelig, auf seinen Beinen. Allerdings schien er doch nicht direkt den Weg zum Euter zu finden. Kurzerhand halfen die Tierpfleger ihm bei den ersten Trinkversuchen und zeigten ihm, wo er sich an der Milchbar von Mutter Irma satt trinken kann.

Wirbelwind Harzer Rotvieh-Kälbchen. Foto Erlebnis-Zoo Hannover

Inzwischen ist Karl so fit und munter, dass er täglich die große Koppel auf Meyers erobert. Besonders am frühen Morgen tobt der junge Wilde mit großen Bocksprüngen ausgelassen über die Wiese – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Irma, die gut auf ihr Kalb aufpasst.

Dass Haustierrassen vom Aussterben bedroht sind, klingt zunächst erstaunlich, aber obwohl viele alte Rassen, wie die von Meyers Hof, robust und vielseitig sind, können sie in der modernen Viehwirtschaft mit spezialisierten Hochleistungsrassen nicht mehr mithalten. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Landwirt halten – sie werden nicht mehr gezüchtet und sind daher leider vom Aussterben bedroht.

Zoo/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Mich, PreDiNo


Die Bedrohung fängt vor der Haustür an

Zoos starten Zuchtprojekt zugunsten bedrohter Nutztierrassen

Die Mitglieder des Verbandes der Zoologischen Gärten bündeln künftig ihre Kräfte, um einheimische Rinder, Ziegen und Schweine vor dem Aussterben zu bewahren. „Viele Menschen denken beim Artenschutz zuerst an Wildtiere, dabei sind auch 64 Prozent aller einheimischen alten Haustierrassen gefährdet“, sagt Andreas M. Casdorff, Vorstandsmitglied des Zooverbandes und Geschäftsführer des Zoos Hannover. „Und wenn wir Zoos mit unserem wertvollen Tierbestand und unserer Expertise nicht dazu prädestiniert sind, das Verschwinden dieser biologischen Vielfalt aufzuhalten, wer dann?“

Projektleiterin Julie Drews, Kai Frölich und Andreas M. Casdorff. Foto Zoo Hannover  

Beim vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf drei Jahre geförderten Projekt soll die wissenschaftliche Erhaltungszucht optimiert und die bedrohten Tiere nachgezüchtet werden. Außerdem soll das Thema des Aussterbens einheimischer Nutztiere fest in den Unterrichtsangeboten der Zooschulen verankert werden.

Warum ist die Bewahrung  alter Nutztierrassen so wichtig? Sie seien genügsam, wetterhart und hätten eine bessere Immunabwehr als klassische Hochleistungsrassen. Deswegen seien sie in der Lage, bei der extensiven Weidehaltung, also einer nachhaltigen und schonenden Form der Bewirtschaftung, eine Schlüsselposition einzunehmen, sagt Prof. Dr. Dr Kai Frölich, Direktor von Europas größtem Zentrum für alte Haus- und Nutztierrassen, dem Tierpark Arche Warder.

Kai Frölich, seit vielen Jahren im Verband der Zoologischen Gärten aktiv: „Unsere alten Rassen sind an bestimmte Standorte angepasst und somit auch kulturhistorisches Erbe ihrer jeweiligen Region. Diese robusten Tiere durchgängig auf extensiv genutzten Weiden zu halten ist sinnvoll, da sie auch mit energiearmen Futter zurechtkommen und somit zur nachhaltigen Pflege von Kulturlandschaften beitragen. Letztlich sind die alten Rassen auch eine Antwort auf künftige Herausforderungen: Durch ihre größere genetische Variabilität können sie besser auf Veränderungen in puncto Klima oder Produktion reagieren.“


Artenschutz – Made in Hannover

Erlebnis-Zoo Hannover stellt bedrohte Tierarten auf Großplakaten vor

Artenschutz – Made in Hannover: Mit drei ausdrucksstarken Bildmotiven macht der Zoo auf die bedrohte Tierwelt aufmerksam – und betont die wichtige Aufgabe der modernen Zoos: den Artenschutz. In der Wildbahn leben nur noch etwa 26.000 Eisbären, 500 Sibirische Tiger und weniger als 100 Wüstenantilopen Addax. Nachkommen aller drei Arten sind kürzlich im Erlebnis-Zoo geboren. Auf die  Kampagne macht der Erlebnis-Zoo mit großformatige Bildmotiven auf weißem Hintergrund. Nichts lenkt von dem Tier ab, das den Betrachter direkt anschaut.

Die Botschaft ist einfach, aber markant. „Wir möchten auf die Bedrohung der Tierwelt, den dramatischen Schwund der Artenvielfalt und den Verlust der Lebensräume aufmerksam machen“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Gleichzeitig zeigen wir, dass es Hoffnung gibt, dass der Erlebnis-Zoo mit Hilfe seiner Besucher und Unterstützer gegen diesen Artenschwund kämpft.“

Bei der Auswahl der Tiere, die stellvertretend für alle bedrohten Tiere stehen, hat sich der Zoo neben dem beliebten Eisbär- und Tigerjungtier bewusst für die Wüstenantilope Addax entschieden. „Antilopen bekommen leider nicht viel Aufmerksamkeit, dabei spielen sie eine immens wichtige Rolle im Ökosystem ihres Lebensraumes“, erklärt Casdorff. Der Erlebnis-Zoo führt das Zuchtbuch für die vom Aussterben bedrohte Addax und hat bereits wiederholt die Ansiedelung von zoogeborenen Addax in bewachten Nationalparks in Nordafrika organisiert. Ende letzten Jahres wurden Nachkommen dieser Zoo-Antilopen erstmals in die Sahara zurückgebracht, um den schwindenden Bestand dort zu verstärken: „Für uns ist damit nach der jahrzehntelangen Vorarbeit ein Traum wahr geworden – und es zeigt den Erfolg der Artenschutzarbeit unserer international vernetzten Zoos“, erklärt Casdorff.

Der Slogan „Made in Hannover“ weist zum einen auf die Tiere hin, die im Rahmen der Europäischen Zuchtprogramme in Hannover geboren wurden. „Zugleich möchten wir zeigen, dass die Menschen in Hannover und Region stolz auf die Artenschutz-Erfolge sein können, die wir mit ihrer Hilfe bislang erreichen konnten.“

Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume wird auch durch die herrschende Corona-Krise aktueller denn je: Gerade erst stellte der WWF den direkten Zusammenhang von Waldrodungen und der Entstehung von Pandemien dar. Bei der Zerstörung von Wäldern und anderen Lebensräumen verändere der Mensch die gewachsenen Strukturen der Ökosysteme tiefgreifend. Werde das Ökosystem zerstört, verlören Krankheitserreger ihren Wirt und suchten sich einen neuen – den Menschen. Durch den immer enger werdenden Kontakt zum Menschen werde es immer leichter, dass Erreger von Wildtieren auf Menschen überspringen. Quelle: wwf/themen-projekte/

Die bedrohten Tierarten sowie seine verschiedenen Artenschutzprojekte stellt der Erlebnis-Zoo auf zoo-hannover.de/ und in den sozialen Medien näher vor.

ZOO Hannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Der Kauf von ZooCards mit und ohne Abonnement sind ein Hilfe für den Zoo

ZooCard sind erhältlich für Familien (zwei Erwachsene und deren Kinder), ZooCard Single mit Kind (ein Erwachsener und seine Kinder), ZooCard Erwachsener ab 25 Jahre, ZooCard Kind 3 bis 16 Jahre, ZooCard Hund.

Auch gibt es Karten für Gruppen, Schulen, Kindergärten.



Panorama Amazonien unter Auflagen geöffnet

Das 360-Grad-Panorama „Amazonien" fasziniert die Besucher.

Weithin sichtbar: Der grüne Zylinder, Eingang zu dem Panorama am Rande des Zoos (Foto W. Feege).

Es begeistert, es fasziniert und es strahlt ungeheuer viel Harmonie aus, „Amazonien“ vom Künstler Yadegar Asisi, das erste Naturpanorama in Deutschland ist am Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen und erleben.

Im Inneren des 360-Grad-Panoramas sind riesige Bäume, die weit in den Himmel hineinragen, mächtige Wurzeln und Lianen, die scheinbar aus der Luft herabhängen, farbenfrohe Schmetterlinge, Nasenbären, Gürteltiere, exotische Vögel und ein Brüllaffe, der neugierig aus dem dichten Geäst hervorlugt zu sehen. Im grünen Dämmerlicht vor der Geräuschkulisse aus prasselndem Regen und dem vieltausendstimmigen Konzert der Tiere eröffnet sich bei Sonnenaufgang ein einzigartiger Blick, der den Besucher in Staunen versetzt und zugleich fasziniert.

Der Tag im Regenwald dauert ca.15 Minuten – es ist ein Eintauchen in eine uns ganz und gar fremde Welt, in eine Welt, für die sich der Besucher Zeit nehmen sollte. „Ich sehe in den Panoramen auch einen Gegenentwurf zu der allgemeinen Bilderflut“, die uns jeden Tag überrollt, sagt Yadegar Asisi. Der in Berlin lebende Künstler will mit seinen Rundumbildern die Intensität des Bildes wecken und schärfen, zum genauen Hinsehen verführen.

Stets erfasst der Blick Neues, es schieben sich weitere Details nach vorne untermauert wird der Eindruck durch sphärische Musik, die sich mit den Umweltgeräuschen verbindet. Man ist geneigt, Bewegungen zu sehen, Lichtreflexe lassen die Illusion so richtig lebendig werden – doch das Bild ist starr. Der Künstler hat eine Art Collage erstellt, aus Fotos und Gemälden.

Rund 1 000 Motive, die  Asisi am Computer zu einem Gesamtwerk zusammensetzte – eine 13 Gigabyte große Datei. Sie wurde auf 37 Stoffbahnen ausgedruckt, das ergibt eine Bildfläche von 3 200 Quadratmetern.

Die ganze Komplexität und Schönheit des Regenwaldes am Amazonas wollte Asisi in einem Bild erfahrbar machen. Das ist ihm voll und ganz gelungen. 30 000 Fotos hat der Künstler angefertigt, dafür ist er viermal an den Amazonas gereist. Dem Besucher empfiehlt der Künstler vor allem die Plattform in sechs Metern Höhe. Dort sei der räumliche Effekt hundertprozentig.  Bewegende Ausblicke allerdings erlebt der Besucher auch auf den beiden anderen Ebenen auf zwölf und sogar auf 15 Metern Höhe.

Was für ein Erlebnis – es ist traumhaft schön in dem Zylinder und es kehrt eine innere Ruhe und große Freude ein, die  schlecht zu erklären ist. Hingehen und selber erleben!

Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo