LAND- und FORSTWIRTSCHAFT - Verbraucherschutz


Weiterer Ausbruch von Geflügelpest im Kreis Cloppenburg

In einem Putenmastbetrieb im Kreis Cloppenburg ist ein weiterer Fall der Geflügelpest nachgewiesen worden. Wie der Landkreis am Sonntagmitteilte, sei der Erreger H5N8 in einem Stall in der Gemeinde Garrel aufgetreten.

Betroffen waren 14 500 Tiere, die bereits getötet wurden. Damit steigt die Zahl der getöteten Puten auf rund 185 000 an. Nach Informationen handele es sich um den 15. Ausbruch der für die Tiere hochansteckenden, tödliche Krankheit im Kreis Cloppenburg.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo - 13.01.2021


Das sieht nicht nur gut aus – das hört sich auch gut an

Auszeichnung für Studenten: Wir posten Wald!

Das hat was - drei Forstwirtschafts-Studenten Jan Hüsing, Simon Delkeskamp und Felix Sahlmann von der Gochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft erklären in ihrem Blog den Wald,posten auf Facebook und Instagram und bei „Willkommen bei ForstErklärt!“ werden Besucher auf diversen Plattformen von „ForstErklärt“ im Internet empfangen (www.forsterklaert.de). Dafür erhielten drei Studenten vom Landwirtschaftsministerium die Niedersächsische Forstmedaille.

Die Frage lautet: Wem gehört der Wald? Warum sind tote Bäume wichtig? Was kann man mit Bärlauch machen? Die drei erklären anschaulich und verständlich, beantworten Fragen ihrer Follower. Felix Sahlmann: "Je weniger Berührungspunkte Menschen mit dem Wald haben, umso weniger wissen sie Bescheid."

Die Preisträger Simon Delkeskamp, Jan Hüsing und Felix Sahlmann

Forstministerin Barbara Otte-Kinast beglückwünschte am 3.Dezember die Preisträger*in zu der renommierten Auszeichnung, die insgesamt mit 3.000 Euro dotiert ist. Die Entscheidung hat eine siebenköpfige Fachjury getroffen.

Durch das posten des Waldes wird sich ja nun einiges ändern...

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo 


Es gibt weniger „Rote Gebiete“ in Niedersachsen

Gebiete sollen nach einer einheitlichen Vorgehensweise ausgewiesen werden 

Die im Frühjahr in Kraft getretene Düngeverordnung verpflichtet die Bundesländer, nitrat- und phosphatsensible Bereiche – die sogenannten „Roten Gebiete“ – auszuweisen. Im September dieses Jahres haben Bund und Länder darüber hinaus die Allgemeine Verwaltungsvorschrift verabschiedet, um sicherzustellen, dass die Roten Gebiete von den Ländern nach einer einheitlichen Vorgehensweise ausgewiesen werden.

Und Niedersachsens Umweltministers Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbera Otte-Kienast haben es geschafft: die ‚Roten Gebiete‘ konnten von vormalig 39 Prozent auf rund 26 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen verringert werden. 

                                                                                                          MU/HaWo/PreDiNo 

12 Millionen Euro für nachhaltigere Landwirtschaft

Land fördert Investitionen in Klima- und Gewässerschutz

12 Millionen Euro stellt die Niedersächsische Landesregierung für das Jahr 2020 bereit, um Betriebe bei Investitionen zu unterstützen, die zur Reduzierung von Nährstoffausträgen aus Düngemitteln beitragen.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Wir möchten mit der Förderung eine ökologisch nachhaltigere Landwirtschaft unterstützten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ziel ist es, die Emissionen aus der Lagerung und dem Einsatz organischer und mineralischer Düngemittel zu verringern. Auch die Nutzung smarter Landtechnik sowie die Stärkung der Fachkompetenzen der Landwirte im Bereich des Nährstoffmanagements sollen dazu beitragen, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen.“

Weniger Düngen für den Wasserschutz © Eckhard Pieper

Der größte Teil der Mittel steht für die Förderung verschiedener Investitionen zur Verfügung – nämlich für zusätzliche Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten, Abdeckungen für bestehende Wirtschaftsdüngerlager, Gülleaufbereitungsanlagen und bestimmte digitale Landtechnik (Nahinfrarot-Sensoren, Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung, Stickstoff-Sensoren, elektronische Mineraldüngerstreuer). Neben der Förderung dieser Investitionen sollen aus den 12 Millionen Euro darüber hinaus auch Beratungsangebote zur Nährstoffoptimierung des Ackerbaus gestärkt werden.

Anträge konnten bis zum 16.11.2020 gestellt werden. Von 700 fristgerecht eingegangenen Anträgen konnten 666 Anträge mit Zuwendungen von 10,322 € bewilligt werden.

ML/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Verleihung des ersten Digitalisierungspreises Agrar und Ernährung

Drei innovative Preisträger wurden ausgezeichnet 

In diesem Jahr hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) erstmals einen „Digitalisierungspreis Agrar und Ernährung“ ausgelobt. Mit dem Preis zeichnet das ML Unternehmen, Verbände oder Institutionen aus dem Agrarsektor aus, die zukunftsgerichtete digitale Projekte entwickeln und umsetzen.

Aus den insgesamt 15 Bewerbern wurden durch ein Expertengremium drei innovative Preisträger ausgewählt.

Ministerin Barbara Otte-Kinast ehrte die Preisträger am 1. Oktober:   Auf den ersten Platz setzte sich der „Agrirouter“ – eine Entwicklung im Bereich des Ackerbaus der Firma DKE-Data GmbH & Co. KG aus Osnabrück – bei der vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) einberufenen Fachjury durch. Diese neue Datenaustauschplattform überwindet vielfältige Hürden bei der Digitalisierung in der Landwirtschaft: So ermöglicht sie etwa Landwirten und Lohnunternehmern den Austausch von Daten zwischen Maschinen- und Agrarsoftware-Anwendungen ganz unterschiedlicher Hersteller.

Für ihre Innovationen im Bereich Tierwohl wurden mit „Silber“ und „Bronze“ ausgezeichnet: Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Echem (Landkreis Lüneburg) und die dort entwickelte „Tierbrille“sowie die eduToolbox@Bri-C GmbH aus Sarstedt (Landkreis Hildesheim) mit dem System „SOL3D" zusammen mit dem Kooperationspartner Firma Brand Qualitätsfleisch GmbH & Co KG (Lohne, LK Vechta).

Mit der Brille der 3D-„Tierbrille“ können Nutztierhalter*innen mit den Augen ihrer Tiere sehen und werden so für deren Wahrnehmung sensibilisiert.

Das „SOL3D“-System sichert mit 3D-Sensorik eine tierschutzkonforme Schlachtung und Betäubung – erkennt die künstliche Intelligenz bei den Tieren Eigenbewegungen, Atmung oder Wahrnehmungsanzeichen, schlägt das System Alarm.

 „Die drei Gewinner-Projekte adressieren Probleme aus der täglichen Praxis. Sie erleichtern Arbeitsprozesse, fördern das Tierwohl beziehungsweise den Tierschutz oder steigern die Wirtschaftlichkeit mittels modernster digitaler Anwendungen. Dass das Bewerberfeld durchgehend ein hohes Niveau aufwies, zeigt: In Niedersachsen geht die Landwirtschaft in Sachen Digitalisierung voran“, sagte Prof. Dr. Clasen, Vorsitzender des Arbeitskreises Digitalisierung am ML und Jurymitglied des Digitalisierungspreises.


Ökolandbau in Niedersachsen wächst zweistellig

Fördermaßnahmen tragen Früchte

Der Ökolandbau ist ein zentrales Thema in der Strategie des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums - mit Erfolg, denn die aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zeigen eine positive Entwicklung des Ökolandbaus in Niedersachsen.

Der Ökolandbau wächst hier schneller und stärker als die bundesdeutsche Öko-Fläche. 2019 wurden in Niedersachsen knapp 13.000 Hektar auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Die Öko-Fläche beträgt jetzt 120.675 Hektar (2018: 107.694 Hektar), das ist ein Wachstum von 12,1 Prozent. Die Wachstumsrate in Deutschland lag 2019 bei 7,7 Prozent! Dazu sagt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Das ist eine sehr gute Nachricht. Das starke Wachstum zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere vielfältigen Fördermaßnahmen Früchte tragen!“

Die aktuellen Daten und Zahlen zum Ökolandbau in Niedersachsen werden in den „Marktdaten 2020“ ergänzt durch Karten, die die Sitze der neuen Betriebe zeigen oder den Anteil der Ökofläche im Landkreisvergleich.

Der Anteil der Ökofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen liegt jetzt bei 4,7 Prozent, im Vorjahr waren es 4,2 Prozent. 162 landwirtschaftliche Betriebe kamen 2019 in Niedersachsen neu dazu, die Gesamtanzahl der Betriebe betrug am 31.12.2019 damit 2.115. Der Anteil der Bio-Betriebe an allen landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen ist sechs Prozent.

Niedersachsen stärkt den Ökolandbau durch verschiedene Maßnahmen. In 2020 wurden die ersten drei Öko-Modellregionen Holzminden, Goslar und Uelzen gestartet. Sie haben sich mit ihren Konzeptvorschlägen zur Weiterentwicklung und Ausweitung des Ökolandbaus durchgesetzt. Vorrangige Projektansätze sehen die Steigerung der Nachfrage nach heimischen Ökoprodukten vor, indem zum Beispiel die Kooperation zwischen Landwirten und der Ernährungswirtschaft bis hin zum Einzelhandel gestärkt und die Unternehmen bei der Umstellung auf ökologische Erzeugnisse unterstützt werden. Das Ziel ist, das Bio-Angebot mit innovativen individuellen Konzepten zu steigern. Über drei Jahre werden die drei Regionen deshalb mit jeweils bis zu 60.000 Euro pro Jahr vom Land Niedersachsen unterstützt. Im „Niedersächsischen Weg“, einer Vereinbarung zwischen der Niedersächsischen Landesregierung (vertreten durch das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium), Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden, wurde vereinbart, den Ökolandbau bis zum Jahr 2025 auf zehn Prozent zu steigern, 2030 sollen in Niedersachsen 15 Prozent Ökolandbau etabliert sein.

Das Land fördert den Ökolandbau durch zahlreiche Projekte, wie zum Beispiel auch durch das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). Die Projektinhalte des KÖN und anderen Verbänden sind zum Beispiel „Bio in der Schulverpflegung“, die „Aktionstage Ökolandbau Niedersachsen“ sowie die Beratung von Landwirten, die gerne umstellen möchten. Weitere Projekte sind „Ökolandbau in der Berufsschule“ sowie Praxisforschungsvorhaben zu ökologischen Wirtschaftsweisen in der Pflanzen- und Tierproduktion.

Zahlen zum Ökolandbau in den niedersächsischen Landkreisen 2020 hat das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen unter: oeko-komp veröffentlicht.

ML/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Zwölf Millionen für Umwelt- und Klimaschutz aus dem Landwirtschaftsministerium

Investitionen zur Reduzierung von Nährstoffausträgen aus Düngemitteln

Die Landesregierung stellt für dieses Jahr 12 Millionen Euro bereit, mit denen Vorhaben unterstützt werden, die zur Reduzierung von Schadstoffen aus Düngemitteln führen, so sollen Emissionen aus der Lagerung und dem Einsatz organischer und mineralischer Düngemittel gedrosselt werden.

Auch durch die Nutzung smarter Landtechnik sowie durch die Stärkung der Fachkompetenzen der Landwirte im Bereich des Nährstoffmanagements sollen eine ökologisch nachhaltigere Landwirtschaft und ein Beitrag zum Klimaschutz erreicht werden.

Gefördert werden verschiedene Investitionen: Die Beschaffung bzw. Errichtung folgender Gegenstände und Maßnahmen wie zusätzliche Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten, d.h. förderfähig sind Baukörper zur Lagerung von Gülle, Jauche oder Festmist, wenn die Kapazitäten nicht bereits gesetzlich vorgeschrieben sind.

Weitere Förderungen: Gülleaufbereitungsanlagen, Digitale Landtechnik, Nahinfrarot-Sensoren (NIRS), Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung, Stickstoff-Sensoren, Düngerstreuer u.v.m.

Die Zuwendung wird landwirtschaftlichen Unternehmen mit Sitz in Niedersachsen gewährt; gewerbliche Unternehmen wie Lohnunternehmen oder Biogasanlagen sind ausgeschlossen. Auch Betriebe mit mehr als 3 Großvieheinheiten je Hektar (GV/ha) werden nicht gefördert.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss in Höhe von 35 Prozent das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro netto. Maximal förderfähig ist ein Investitionsvolumen von 200.000 Euro. Liegt das Einkommen über 180.000 Euro (bzw. 150.000 Euro bei Ledigen), wird die Förderung nicht gewährt.

Voraussichtlich werden im September die detaillierten Förderbedingungen auf der Homepage der Bewilligungsbehörde Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu finden sein und die Anträge gestellt werden können. Die Bewilligung erfolgt noch in diesem Jahr, die Auszahlung dann nach Beschaffung bzw. Baufertigstellung im Jahr 2021.

Neben der Förderung dieser Investitionen sollen aus den 12 Millionen Euro auch Beratungsangebote zur Nährstoffoptimierung des Ackerbaus gestärkt werden.

ML/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Landvolk fordert mehr Planungssicherheit

Investitionsförderung in Höhe von 300 Millionen Euro ist in Gefahr 

Nach der Verschiebung einer Bundesratsentscheidung über neue Regeln für die Haltung von Schweinen fordert das Landvolk Rechts- und Planungssicherheit. "Das Vertagen der dringenden Entscheidung im Bundesrat bringt die zugesagte Investitionsförderung in Höhe von 300 Millionen Euro wieder in Gefahr", sagte Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers. Die Schweinehalter bräuchten  eine Perspektive für die Zukunft. Die Verordnung soll Sauen mehr Platz garantieren. Ärger gab es um eine Übergangsfrist für Bauern.

Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, HaWo


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Landwirte und Ingenieure bekommen kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

PreDiNo/HaWo


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden erhalten mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, HaWo 


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

PreDiNo/HaWo