LANDWIRTSCHAFT


Gefahr für den Grünkohl

Schädlinge und Trockenheit könnten zur Grünkohl-Krise führen    

Es besteht Gefahr für den Grünkohl: Schädlinge und die Trockenheit setzen dem grünen Gemüse heftig zu, so das Landwirtschaftsministerium auf eine Grünen-Anfrage.

Demnach gibt es nur ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen den Befall der Kohlmottenschildlaus (Weiße Fliege), so dass der Grünkohl derzeit "die in ihrem Anbau am stärksten gefährdete Kultur" sei. 

Im Prinzip kann Kohl auch dann verzehrt werden, wenn er von der Weißen Fliege befallen ist

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe Hannover Woche

23.02.2020


Niedersachsen bietet Landwirten Hilfe an

Feldmausplage vernichtet Grünland

Mit bis zu 150 000 Hektar zerstörten Grünlands durch Feldmäuse bietet das Land den geschädigten Landwirten Hilfe an. Betriebe aus allen Regionen Niedersachsens und in Bremen können Anträge auf Grünlanderneuerung stellen, teilte das Umweltministerium mit.

Mit einem gesonderten Formular können Anträge auf Wiederherstellung der Grünlandnarbe im Rahmen außergewöhnlicher Umstände bzw. höherer Gewalt stellen. Das Antragsformular stellt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) als Bewilligungsbehörde unter lwk-niedersachsen/portal bereit.

Sie sehen so putzig aus....

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

13.02.2020


Landwirte und Verbraucher sollen sich noch besser verständigen / 20. März

Zweites Barcamp „Stadt Land Food“ Niedersachsen

Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lädt nach Oldenburg ein: Was kommt auf den Tisch? Am Freitag, 20. März, wird ab 9 Uhr genau hingeschaut. Im Glaswerk Oldenburg findet das zweite Barcamp „Stadt Land Food“ Niedersachsen statt. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) lädt ein, dabei mitzumachen. „Mir geht es darum, dass sich Landwirte und Verbraucher noch besser verständigen. Unser Barcamp soll wie ein Katalysator wirken“, betonte Ministerin Barbara Otte-Kinast.

Im Glaswerk sollen sich Landwirte und Verbraucher näher kommen!

Wie will ich leben, einkaufen und essen? Wer macht unser Essen? Wie soll Landwirtschaft aussehen? Wie viel Geld ist mir das Tierwohl wert? – Um diese und andere Fragen geht es bei dem offenen Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Landwirten und Verbrauchern.

Das Barcamp lebt von seinen Teilnehmern. Für die rund 70 Plätze kann sich jeder Interessierte registrieren lassen. Das Anmeldeformular gibt es unter stadtlandfoodcamp. Die Gebühr für die Tagesveranstaltung beträgt 10 Euro.

Wie läuft das Barcamp ab? Zu Beginn der Veranstaltung wird der Tagesablauf von den Teilnehmern selbst geplant. Jeder kann ein Thema für eine sogenannte Session anbieten, durch Handaufheben wird über den „Stundenplan“ entschieden. Es gilt das Prinzip der Open Doors: Wenn ein Thema nicht mehr interessiert, kann der Raum jederzeit gewechselt werden.

ML/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.02.2020


Startschuss für drei Öko-Modellregionen

Niedersächsische Landwirte haben Nachholbedarf beim ökologischen Landbau

Bei den Landwirten besteht Nachholbedarf beim ökologischen Landbau. Denn der Anteil liegt bei ökologisch bewirtschafteten Fläche laut Agrarministerium zufolge in Niedersachsen bei 4,1 Prozent, bundesweit sind es im Schnitt 9,1 Prozent. Auch sei der Anteil der Ökobetriebe mit landesweit 5,4 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund zwölf Prozent.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast (CDU) gab aus gegebenen Anlass den Startschuss für drei Öko-Modellregionen, die das Land in den nächsten drei Jahren mit jeweils bis zu 60 000 Euro pro Jahr fördern will. Eine Fachjury hatte den Landkreis Holzminden mit dem Weserbergland, die Heideregion bei Uelzen sowie den Landkreis Goslar mit Harz und Harzvorland ausgewählt.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast will niedersächsische Öko-Bilanz befeuern.

Die Landesregierung möchte den Anteil der Ökobetriebe bis 2025 auf zehn Prozent anheben - also verdoppeln. "Der Bio-Markt wächst - nimmt dabei aber leider die regionalen Betriebe und Unternehmen oftmals nicht mit", sagte die Agrarministerin. Nach Angaben des Ministeriums übersteigt  die Nachfrage nach Bio-Produkten das Angebot!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.02.2020 


Neuer Digitalpreis – Jetzt bewerben!

Landwirtschaftsministerin lobt „Digitalisierungspreis Agrar & Ernährung“ aus

Innovative und kreative Ideen in Sachen Digitalisierung gesucht! Erstmals schreibt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) einen „Niedersächsischen Digitalisierungspreis Agrar und Ernährung“ aus. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Es gibt großartige Projekte und Ansätze im Bereich der Digitalisierung in Niedersachsen. Ich möchte dieses Engagement weiterhin fördern und auch der Öffentlichkeit ins Bewusstsein rufen. Die Digitalisierung ist eine Riesenchance für die Landwirtschafts- und Ernährungsbranche. Wir sollten sie sinnvoll nutzen!“

Um diesem Ziel näher zu kommen, lobt das Landwirtschaftsministerium den mit 10.000 Euro dotierten Preis aus. Eine Fachjury wird die Auswahl des Gewinners sowie der Zweit- und Drittplatzierten vornehmen. Diese erhalten ein Preisgeld von 3.500 beziehungsweise 1.500 Euro.

Um den Digitalisierungspreis bewerben können sich landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen der ihnen vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, Existenzgründer (Startups) sowie nichterwerbswirtschaftliche Organisationen mit Bezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Sitz in Niedersachsen, die nach dem 1. Januar 2017 innovative, über den Branchenstandard hinausgehende digitale Lösungen (Software, Hardware, Systemlösungen, Netzwerkanwendungen usw.) eingesetzt haben, um Fortschritte im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Tierwohl, Verbraucherschutz, Wettbewerbsfähigkeit, Transparenz der Wertschöpfungsketten oder Datenschutz zu realisieren.

Bewerbungen können bis zum 31. März 2020 unter Beifügung aussagekräftiger Unterlagen per E-Mail gereicht werden an: Digitalisierungspreis@ml.niedersachsen.de.

Informationen unter ml.niedersachsen_digitalisierungspreis.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Vorbereitungen auf den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest

Niedersachsen plant Eingreifeinheit

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) plant mit einer schnellen Eingreifeinheit den befürchteten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Niedersachsen rasch und effektiv eingrenzen zu können. Mit der Wildtierseuchen-Bekämpfungsgesellschaft  würde es in Niedersachsen eine spezielle Einrichtung geben, die sich an einem Modell in Nordrhein-Westfalen orientiert.

ml.niedersachsen.de/informationen-zur-afrikanischen-schweinepest

Das wäre dann eine landesweit arbeitende Einheit für den Fall, dass irgendwo  ein  krankes  oder an ASP verendetes Wildtier gefunden wird. Und damit sollen die Vorbereitungen auf den möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen intensiviert werden. Ziel sei es, insbesondere die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Einzäunung gefährdeter Gebiete, der Suche und der Bergung von verendeten oder erlegten Wildschweinen auf eine verbindliche Grundlage zu stellen, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

24.01.2020


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Seit Oktober 2019 bekommen Landwirte und Ingenieure kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden erhalten mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche