Soziales - Medizin - Gesundheitswesen


Stadt und Region mit Angebot für obdachlose Menschen

Projekt „Plan B – OK“ bietet Wohnplätze, soziale Beratung und Perspektiven

Am 20. Januar startet das von Stadt und Region Hannover initiierte und finanzierte Projekt „Plan B – OK“.

Es bietet eine auf drei Monate befristete Unterbringung wohnungsloser Menschen kombiniert mit intensivierter sozialpädagogischer Beratung und Unterstützung.

Ziel ist es, die Wohn- und Lebenssituation Wohnungsloser dauerhaft zu verbessern. Plan B – OK (OK steht für Orientierung und Klärung) richtet sich zunächst an Personen im Stadtgebiet Hannover, die aufgrund von sozialen Schwierigkeiten nicht aus eigener Kraft aus ihrer Wohnungslosigkeit herausfinden können.

Thomas Vielhaber, Dr. Andrea Hanke, Uwe Thomas Carstensen, Ricarda und Udo Niedergerke und OB Belit Onay stellen das Projekt vor (v. lks). Foto M. Falk

„Mit Plan B – OK können wir gemeinsam mit der Region die Situation obdachloser Menschen in Hannover nachhaltig verbessern. Wir freuen uns, dass sich mit den Familien Niedergerke und Carstensen im Rahmen ihrer Stiftungen zudem Personen aus der Stadtgesellschaft engagieren und das Vorhaben mit einem Anteil finanziell unterstützen“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Für den Start des Modellprojektes stellt die Landeshauptstadt Hannover (LHH) 21 Plätze in sieben Wohnungen in einem Mehrparteienhaus in Döhren zur Verfügung.  Die sozialpädagogische Beratung und Unterstützung der Bewohner*innen übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Die Wohnungen verfügen über je drei Einzelzimmer und gemeinschaftlich zu nutzende Bäder und Küchen.

Auch für Menschen mit einem ungeklärten Leistungs- oder Aufenthaltsstatus sind Plätze vorgesehen: Sie haben zunächst 30 Tage Zeit, gemeinsam mit den Sozialarbeiterinnen und -arbeitern ihren ausländer- und sozialrechtlichen Status zu klären und weitere Schritte zu planen.

Die Wohnungen verfügen je über 3 Einzelzimmer, eine Küche und ein Bad . Foto M. Falk 

Plan B – OK“ ist kein Angebot, Menschen dauerhaft aufzunehmen, sondern ist eine Clearingstelle, in der daran gearbeitet wird, die Situation der Menschen dauerhaft zu verbessern.

Die LHH plant für das Projekt – Immobilien und den Betrieb – Kosten von rund 2,25 Millionen Euro für drei Jahre ein. Die Region hat für die Finanzierung des sozialpädagogischen Beratungs- und Unterstützungsangebot und einem Teil der Unterbringungskosten rund 600.000 Euro für die drei Jahre eingeplant.

Zudem unterstützen die Niedergerke-Stiftung des Ehepaars Ricarda und Udo Niedergerke sowie die MUT-Stiftung des Ehepaars Maria und Uwe Thomas Carstensen das Projekt mit einer Spende von 50.000 Euro.

Udo Niedergerke betont: „Menschen, die auf der Straße leben, sind vielfältig krank, körperlich und seelisch. Deshalb ist es unverzichtbar, dass sie betreut, begleitet und beschützt werden, wie es in diesem Projekt vorbildlich geschieht. Das ist für uns Ärzte eine Herzensangelegenheit.“

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt und der Region ein weiteres Angebot für Obdachlose zu realisieren. Damit verbinden wir die nachdrückliche Hoffnung, dass sich die prekäre Situation für Obdachlose vom Herbst 2020 nicht wiederholt, sondern von den politischen Gremien ein ganzjähriges Konzept der Unterbringung vorbereitet und umgesetzt wird: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“, so Maria und Uwe Thomas Carstens von der MUT-Stiftung.

Geplant ist eine Ausweitung auf 70 Plätze in einer größeren Immobilie. Hierzu hat die LHH, die für die Unterbringung von Obdachlosen zuständig ist, eine geeignete Immobilie in Aussicht. 

Das Ziel der jetzt dreijährigen Erprobungsphase ist, ein Regelangebot für wohnungslose Menschen in der gesamten Region Hannover zu schaffen.

LHH/Region Hannover/S. Lappe/U. Micha


Start der Bewerbungen für den FÖJ-Jahrgang 2021/22

Landesweit 325 Plätze im Freiwilligen Ökologischen zu vergeben

Es wird ein erweitertes Digital-Angebot  geben

„Es ist toll, dass so viele Lust haben, sich zu engagieren“, lobt Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Bewerber*innen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Niedersachsen. Denn bereits nach wenigen Tagen sind für die insgesamt 325 Plätze rund 100 Bewerbungen bei der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, dem Träger des FÖJ in Niedersachsen, eingegangen. „Gerade in Zeiten von Corona bietet ein Freiwilligenjahr eine gute Möglichkeit, sich einzubringen und den eigenen Horizont zu erweitern – auch ohne eine Auslandsreise“, so der Minister. „Ich bin überzeugt, dass wir damit auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Fachkräften leisten. Viele der ehemaligen FöJlerinnen und FÖJler sind auch beruflich im Bereich Umwelt- und Naturschutz geblieben.“

FÖJ - Die Alfred Toepfer Akademie freut sich auf neue Freiwillige!

Ob auf einem Bauernhof oder im Nationalparkhaus, im Büro einer Klimaschutzagentur oder mit Kindern im Gelände: Auch dieses Jahr gibt es eine breite Auswahl an Einsatzbereichen. Dazu gehören FÖJ-Plätze u.a. im Wildpark Müden, dem Bildungs- und Aktionsnetzwerk Wandel e. V., dem Zoo Hannover sowie dem Arbeitskreis Eine Welt in Nordhorn, in zahlreichen außerschulischen Lernorten und im Bereich des Klimaschutzes.  Auch die Plätze bei den Sonderprojekten FÖJ an Ganztagsschulen sowie FÖJ im Sport werden 2021/22 wieder angeboten. 

„Für das FÖJ, das stark vom sozialen Miteinander der Jugendlichen – z. B. in Seminargruppen – lebt, war das letzte Jahr natürlich eine Herausforderung“, so Dirk Schuricht, Fachbereichsleiter FÖJ an der Naturschutzakademie. Die Situation habe aber Veränderungsprozesse angestoßen, die das FÖJ auch zukünftig bereichern können. So wurde ein vielfältiges Angebot an Online-Workshops entwickelt, aus dem die Teilnehmenden wählen können. Aktuell stehen in der Zeit bis Ostern 63 Workshops zur Auswahl: „Die Visionswerkstatt – für Dich und eine nachhaltige Welt“, „Wie geht gute Klimakommunikation?“ oder „Fair Food“ sind nur drei davon.

Informationen zur Bewerbung, den Einsatzstellen und allen wichtigen Fakten rund um das FÖJ finden sich auf der Website der Naturschutzakademie nna.niedersachsen.

MU/HaWo/PreDiNo - 16.01.2021


Wüstenrot Stiftung hat Platzprojekt ausgezeichnet

Ein gebauter Ort für Demokratie und Teilhabe in Deutschland

Das Platzprojekt an der Fössestraße wurde von der Wüstenrot Stiftung als einer der sechs vorbildlichsten "gebauten Orte für Demokratie und Teilhabe in Deutschland“ ausgezeichnet. Der Trägerverein erhält dafür ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro!

Mit ihrem bundesweiten Wettbewerb hatte die Wüstenrot Stiftung nach Beispielen dafür gesucht, wie gebaute Orte Demokratie konkret erfahrbar machen und die Teilhabemöglichkeiten unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen unterstützen. Beworben hatten sich insgesamt 455 Projekte, eine Jury unter Vorsitz des ehemaligen Verfassungsrichters Udo di Fabio wählte dann auch die Sieger aus.

Das seit 2014 bestehende Platzprojekt ist ein Bauwagen-und Containerdorf für Kleinunternehmer, Vereine und Initiativen mit einem angrenzenden Skaterpark sowie einem Garten erhielt den zweiten Platz.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche – 17.01.2021 


Wärmestube für Obdachlose in der Propstei St. Clemens

Ab 11. Januar finden  obdachlose Menschen eine Wärmestube in der Propstei St. Clemens in der Calenberger Neustadt nahe der Innenstadt. Dieser geschützte Rückzugsraum ergänzt das Angebot des benachbartenTagestreffpunkts für Obdachlose der Caritas Hannover. Nutzer*innen finden nicht nur einen Platz zum Ausruhen, sondern erhalten auch warme Getränke, Brötchen oder eine einfache Mahlzeit. Das neue Angebot wird von Ehrenamtlichen aus der Katholischen Kirche Hannovers getragen, unterstützt durch eine Sozialarbeiterin der Caritas.

Die Tagesschlafplätze sind im Keller der Propstei St.Clemens (Platz an der Basilika 2) eingerichtet.

Das Angebot kann genutzt werden:montags von 8.30 bis 13 Uhr, dienstags von 13 bis 16 Uhr, mittwochs von 8.30 Uhr bis 17 Uhr, donnerstags von 8:30 bis 13 Uhr und Freitag von 8:30 bis 13 Uhr.


HaWo/PreDiNo


Ein Angebot für Einsame und Wohnungslose

Fünf Tage in der Woche eine warme Mittagsmahlzeit

Die Corona-Pandemie ist besonders für die wohnungslosen und einsamen Frauen und Männer eine große Herausforderung. Unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen bietet die ökumenische Essenausgabe für Wohnungslose auch in diesem Jahr wieder eine kostenlose warme Mahlzeit an. Für viele ist die Ökumenische Essenausgabe ein wichtiger Anlaufpunkt in der kalten Jahreszeit.

Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hannover stellt ihren Gemeindesaal mit Küche und Foyer in der Lavesallee 4 für die kostenlose Mahlzeit zur Verfügung. Hilfebedürftige erhalten bis Ende Februar montags bis freitags von 11 bis 13 Uhr dort eine kostenlose warme Mahlzeit.

S.Lappe, HaWo/U.Micha PreDiNo - 07.01.2021


Landkreis Goslar hat Telenotarzt eingeführt

Notarzt muss nicht mehr zwingend am Einsatzort sein. 

Der Landkreis Goslar hat einen Telenotarzt eingeführt: Und das geht so: Die Notfallsanitäter verbinden sich per Telefon und Video mit einem Arzt in der Zentrale. Ein Notarzt müsse dann nicht mehr zwingend am Einsatzort sein.

Die Telenotfallmedizin biete dank einer Software die Möglichkeit, Daten von Notfallsituationen in Echtzeit an Experten zu übertragen, die den Sanitätern bei der Diagnostik und Therapie helfen. Das Projekt startet im April 2021. Je nach Verlauf könnte es dann auf ganz Niedersachsen ausgeweitet werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Foto Ärzteblatt


18 Appartments für Wohnungslose

Kirche und hanova bauen Ein-Zimmer-Wohnungen in Kirchrode

Im Grünen, auf einem Grundstück der Jakobi Gemeinde Kirchrode (Jakobi), baut die hanova Wohnraum für Wohnungslose, betreut vom Diakonieunternehmen Soziale Wohnraumhilfe Hannover (SWH).

Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei in Hannover-Kirchrode an der Bleekstraße soll dieses Wohnhaus mit 18 Ein-Zimmer-Appartments entstehen. Die SWH betreibt auf dem ca. 5.000 qm großen Grundstück bereits ein Haus mit sechs Wohneinheiten. Dort soll auch ein alter Obsthain verjüngt und wieder von einem ökologischen Gartenbauunternehmen bewirtschaftet werden. In das öffentlich geförderte Projekt investiert hanova mehr als zwei Millionen Euro, das Belegrecht liegt bei der Stadt. Zwecks Realisierung hat die Kirchengemeinde einen neuen Erbbaurechtsvertrag bis 2070 mit hanova geschlossen.

Ein eigener Wohnraum hilft ehemals Wohnungslosen erwiesenermaßen, den gesellschaftlichen Wiedereinstieg zu schaffen und das Leben auf der Straße hinter sich zu lassen, da sind sich hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus und Erik Haß von der SWH einig.

Die Ein-Zimmer-Wohnungen sind rund 30 qm groß, haben ein Bad, eine Pantryküche und einen kleinen Abstellraum. Zwei der 18 Appartments sind rollstuhlgerecht.

Nach Fertigstellung Ende 2021 soll hanova den Neubau an die SWH übergeben. Der Mietvertrag mit der SWH hat eine Laufzeit von 30 Jahren, der Mietpreis pro Quadratmeter liegt bei sozialverträglichen 5,60 Euro kalt pro Quadratmeter.

PreDiNo/HaWo - 22.12.2020


Obdachlose Menschen in Hotels untergebracht

Die Corona-Krise hat die schwierige Lebenssituation der obdach- und wohnungslosen Menschen in Hannover verschärft. Eine Privatinitiative von engagierten Bürgern und Bürgerinnen konnte gemeinsam mit Partnern der Diakonie, des Caritasverbandes, des Selbsthilfe für Wohnungslose e.V. und der Arbeiterwohlfahrt einen gemeinsamen Lösungsansatz entwickelnAngemietet wurden 31 Hotelzimmer, in denen 34 Obdachlose untergebracht und von Sozialarbeiter*innen betreut werden. Die Niedergerke-Stiftung finanziert die Zimmer, betreut werden die 28 Männer und 6 Frauen von Diakonie, AWO und Caritas.

Hilfe für 34 Obdachlose. Foto M. Falk

Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes sagt: „Wenn wir uns zusammentun und gemeinsam an einem Strang ziehen, kommt etwas Wunderbares dabei heraus“.

Bereits im Frühjahr waren obdach- und wohnungslose Menschen von der Stadt Hannover unter anderem in einer Jugendherberge untergebracht worden, das Ende dieses Projekts im Oktober hatte Kritik ausgelöst. Das Ehepaar Niedergerke, Gründer der Niedergerke-Stiftung, die seit mehr als zehn Jahren Menschen in Not unterstützt, sammelten daraufhin Spenden für eine menschenwürdige Unterbringung der Obdachlosen. Udo Niedergerke erinnert sich: „Eine Flut der Hilfsbereitschaft kam auf uns zu.“ So entstand der Kontakt zu dem Stifterehepaar Carstensen (MUT-Stiftung), das die Spendensammlung der Niedergerkes großzügig aufstockte. Uwe Thomas Carstensen sagt: „Mir war klar, dass jetzt die Notwendigkeit besteht, vorzupreschen und eine Lücke zu füllen, die die Stadt Hannover gelassen hat.“ Carstensen betont jedoch, dass die Stadtgesellschaft diese Zwischenlösung langfristig nicht tragen könne.

Mit Unterstützung der Sozialarbeiter sollen Wohnungen und Arbeitsplätze für die obdach- und wohnungslosen Menschen gefunden werden. Axel Fleischhauer, Selbsthilfe für Wohnungslose e.V., sagt: Die Menschen können jetzt zur Ruhe kommen. Dies ist im täglichen Kampf um das Überleben draußen auf der Straße nicht möglich“. Gabriele Schuppe, Fachbereichsleiterin der Arbeiterwohlfahrt, ergänzt: „Menschen, die stabilisiert sind, sind zugänglich. Das Entscheidende ist, aus den Ferien von der Straße eine nachhaltige Perspektive zu entwickeln.“

Der aktuelle Spendenstand beträgt 150.000 Euro. Die Unterbringung der obdachlosen Menschen ist für die kommenden vier Monate gesichert. Die Obdachlosenhilfe Hannover e.V. hat zugesagt, die untergebrachten Menschen mit Lebensmittelspenden zu versorgen. „Das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit ist das schönste Weihnachtsgeschenk für mich“, sagt Ricarda Niedergerke.  


Bereits vor Corona litten viele Niedersachsen an chronischen Erkrankungen

Rund die Hälfte der Niedersachsen leidet an chronischen Erkrankungen  

In 2018 hätten rund 46 Prozent der befragten Menschen in Niedersachsen angegeben, chronisch krank zu sein, teilte das Landesamt für Statistik mit. Der Anteil der chronisch Kranken lag in 2015 bei 42,1 Prozent. Fast ein Viertel (24 Prozent) litt seit mindestens einem halben Jahr unter gesundheitlichen Problemen, die bei der täglichen Aktivität einschränkten. Die genannten Zahlen basieren auf einer EU-weiten Befragung, an der jährlich bundesweit rund 14 000 Haushalte teilnehmen. Die Daten zur Gesundheit beantworten in Niedersachsen etwa 2 200 Menschen ab 16 Jahren. Insgesamt schätzen rund  63 Prozent den Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein, mehr als ein Viertel als mittelmäßig und knapp ein Zehntel (neun Prozent) als schlecht oder sogar sehr schlecht.

Keine erfreuliche Bilanz! Grafik Ärzteblatt

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche – 14.01.2021


Pilot-Projekt „Babylotsen“ gestartet

Hilfe von Anfang an für (werdende) Eltern

Babylotsin berät im Klinikum Neustadt

Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft: Ein Kind verändert das Leben junger Mütter und Väter von Grund auf. Viele von Ihnen fühlen sich aufgrund der neuen Situation verunsichert. Kommen dann noch gesundheitliche, soziale oder finanzielle Belastungen hinzu steigen die Herausforderungen für die jungen Familien. Hier setzt das Projekt „Babylotsen“ an, das die Region im Klinikum Neustadt gestartet hat. Die Babylotsin der Region, Andrea Hauenschild, nimmt schon in der Geburtsklinik Kontakt zu den Eltern auf, steht beratend zur Seite und vermittelt auf Wunsch der Familien an Angebote vor Ort weiter. „Die Babylotsin der Region ist stationär vor Ort und kann frühzeitig mit den Eltern in Kontakt kommen – damit schließt das Programm die Lücke zwischen der Gesundheitshilfe und den Frühen Hilfen“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.

Babylotsin Andrea Hauenschild von der Region Hannover berät Mütter und Väter im Klinikum Neustadt. Foto Region

Das Pilot-Projekt wird zunächst im Regionsklinikum Neustadt am Rübenberge umgesetzt, weil es dort neben der Geburtsstation eine Kinderheilkunde- und Jugendmedizinstation gibt. Darüber hinaus gehören die Kommunen in dem Einzugsgebiet der Klinik zu den geburtsstarken in der Region Hannover: In diesem Jahr gab es in der Klinik bis zum 13. November 936 Geburten!

Um möglichst frühzeitig unterstützen zu können, werden die Eltern schon beim ersten Kontakt mit der Klinik über das Beratungsangebot der Babylotsin informiert.

Die Sozialpädagogin Andrea Hauenschild ist als Babylotsin in der Klinik  montags und mittwochs bis freitags auf der Wochenbettstation von 9 bis 15 Uhr ansprechbar für alle Eltern, in enger Absprache und Einbindung des Krankenhauspersonals.

„Die Bedarfe der Mütter und Väter sind völlig unterschiedlich: Ich bespreche dann mit den Eltern, welche Angebote und Hilfen für sie am besten sind, um einen möglichst sorgenfreien Start in das neue Leben mit dem Baby zu haben.“ Die Beratung der Babylotsin ist vertraulich und kostenlos.

Alle Informationen zum Projekt „Babylosten“ sowie den Flyer gibt es im Internet auf der Seite hannover/Babylotsen.


„zusammenHÖREN“ im Bundeswettbewerb erfolgreich

Hörregion-Projekt mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen ausgezeichnet

In dem bundesweiten Wettbewerb „Gesellschaft der Ideen“ wurde das Projekt „Hören für alle Pflegebedürftigen: zusammenHÖREN“ von Hörregion Hannover und dem Branchennetzwerk Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen ausgezeichnet. Das Projekt zählt damit zu den besten 30 Vorschlägen, die sich Hoffnung machen können, nach einer weiteren Konzeptionsphase mit Mitteln des Bundes umgesetzt zu werden. Insgesamt wurden für den Wettbewerb mehr als 1.000 Ideen eingereicht!

Mit „zusammenHÖREN“ soll pflegebedürftigen Menschen gutes Hören ermöglicht werden und damit eine Grundlage für Kommunikation und zwischenmenschliche Austausch geschaffen. Um das zu erreichen, soll zunächst in drei Einrichtungen in der Region die Versorgung von Pflegebedürftigen mit technischen Hörhilfen überprüft und verbessert werden. Auch soll der Zugang zu HNO-Praxen und Hör-Akustikern erleichtert werden, das Pflegepersonal für den Umgang mit Hörgeräten geschult sowie für die besonderen Bedürfnisse von Hörbeeinträchtigten sensibilisiert werden. Nach erfolgreicher Erprobung soll das Konzept auch auf andere Pflegeeinrichtungen übertragen werden.

„Gut hören zu können, ist eine Voraussetzung für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Daher ist es wichtig, dass jeder Mensch mit einer Hörminderung auch bis ins hohe Alter eine angemessene Versorgung erhalten kann. Die Auszeichnung für ‘zusammenHÖREN‘ mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen honoriert diesen Ansatz. Unser Dank gilt all denen, die für das Projekt im Laufe des Wettbewerbs abgestimmt haben“, so Jagau.

Mit dem Wettbewerb „Gesellschaft der Ideen“ hat das BMBF dazu aufgerufen, Ideen zu skizzieren, die soziale Innovationen vorantreiben. Aus über 1.000 Vorschlägen wurden 30 Vorhaben ausgewählt und prämiert.

Mit dem Preisgeld von je 12.500 Euro haben die Projektträger nun bis zum 30. Mai 2021 Zeit, ihre Idee zu einem konkreten Konzept weiter zu entwickeln. Im Anschluss werden zehn Vorhaben ausgewählt, die für die Umsetzung eine Bundesförderung erhalten. Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.gesellschaft-der-ideen.de.

Region/HaWo/PreDiNo - 30.11.2020


Medizinische Hochschule Hannover immer für eine Überraschung gut

MHH-Präsident Prof. Michael Manns ist weltweit führender Hepatitis-Forscher

Wie schon in den vergangenen Jahren steht der Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Professor Michael Manns Foto hannover.de),  auf der Liste der am häufigsten zitierten Wissenschaftler*innen und weltweit. Von den rund 6 200 Namen in 22 Disziplinen umfasst die Aufzählung der "Highly Cited Research 2020" des US-amerikanischen Unternehmens Clarivate Analytics. auch den des MHH-Präsidenten, Prof. Michael Manns, zu den einflussreichsten  Köpfen in der Forschung. Manns ist Internist und Gastroenterologe und war schon 2019, 2018 und 2017 als "Highly Cited Reaearcher" gelistet. Ich freue mich über die Auszeichnung als Anerkennung meiner Forschungsarbeiten", sagte Manns.

Professor Michael Manns wird in der Kategorie "Cross Field" geführt. Sie erfasst Forschende, die interdisziplinär Einfluss auf die Wissenschaft haben. Als Basis für die Bestenliste dient das "Web of Sience", in dem alle Zitate  wissenschaftlicher  Untersuchungen gesammelt werden. Es wurden die Veröffentlichungen von 2009 bis 2019 untersucht und analysiert, wie oft die Arbeiten der Forscher  von Kolleginnen und Kollegen aus der Wissenschaft in deren Veröffentlichungen zitiert wurden. Doch nicht nur die Anzahl der Zitate ist Gradmesser für den wissenschaftlichen Einfluss auch das Ansehen der Fachzeitschrift, in der publiziert wurde, fließt in die Bewertung mit ein.

Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, HaWo 


Corona gefährdet auch das Tierwohl

Fünf Millionen Euro für Tierheime bundesweit   

Im Rahmen seiner „Bereinigungssitzung“ hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für den kommenden Haushalt im Jahr 2021 fünf Millionen Euro coronabedingte Hilfen für Tierheime bundesweit beschlossen. Diese werden in Form einmaliger Betriebskostenzuschüsse gezahlt. So wird vielerorts die Arbeitsfähigkeit der häufig ehrenamtlich organsierten Heime während der Corona-Pandemie gestützt.

Die finanzielle Situation vieler Tierheime, die nicht selten 50 Prozent weniger Spendeneinnahmen zu verzeichnen haben und sich um das Wohl ihrer Tiere sorgen müssen, ist prekär und damit leidet der Tierschutz auch massiv“. 

Die SPD-geführte Landesregierung hat bereits Anfang Oktober vermeldet, 485.000 Euro für in Not geratene Tierheime und tierheimähnlichen Einrichtungen bereitzustellen, um diese während der Corona-Pandemie zu unterstützen.

HaWo/PreDiNo


Nach Corona-Abbruch: Reha unkompliziert neu beantragen

SoVD hilft beim Ausfüllen

Viele Betroffene konnten aufgrund der Corona-Pandemie ihre Reha-Maßnahmen nicht antreten oder mussten sie abbrechen. Mit einem vereinfachten Kurzantrag können diese nun erneut beantragt werden.

 Wer Unterstützung beim Ausfüllen benötigt oder Fragen hat, kann sich an den Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hannover wenden. Aufgrund der Pandemie haben viele Reha-Kliniken Neuaufnahmen ausgesetzt, außerdem konnten Patientinnen und Patienten die Maßnahme von sich aus abbrechen. Wer seine Reha jetzt nachholen möchte, kann die Leistungen über einen Kurzantrag der Deutschen Rentenversicherung neu beantragen. „Wichtig ist dabei, dass der Antrag nur für Einrichtungen der Rentenversicherung gilt. Wenn die Klinik zu einem anderen Träger gehört, sollte vorab geklärt werden, ob der Antrag auch akzeptiert wird oder wie stattdessen verfahren werden sollte“, rät Matthias Muik vom SoVD-Beratungszentrum Hannover.

Der Kurzantrag gilt auch für Kinder- und Jugend-Rehabilitationen sowie für Eltern, die ihre Reha abbrechen mussten, um die Betreuung ihrer Kinder zum Beispiel aufgrund einer coronabedingten Schul- oder Kitaschließung zu gewährleisten.

Bei Fragen zu dem Kurzantrag oder rund um das Thema Reha hilft der SoVD in Hannover unter: (0511) 70148-21 und 65610720 und info.hannover(at)sovd-nds.de. Kontakt und Öffnungszeiten - sovd-hannover-stadt.

SoVD/S. Lappe/U. Micha


Johanniter-Kältebus ist in der Wintersaison unterwegs

Hilfe für Wohnungslose in Hannover

Seit fast zwanzig Jahren ist das Johanniter-Kältebus-Team zwischen November und März unterwegs, um obdachlose Menschen in Hannover mit Essen, heißem Tee, Hygienemitteln, Kleidung und warmen Decken zu versorgen.

Die ehrenamtlichen Helfer kennen viele ihrer Kunden, nehmen Anteil an Schicksalen und Lebenswegen, helfen bei den Treffen am Kältebus mit Tipps und Informationen, können kleine Verletzungen versorgen.

Der Kältebus geht in den kommenden Monaten in Hannover montags, mittwochs und freitags auf Tour. Die Route: Gegen 18 Uhr an der Nikolaikapelle (Goseriede), dann zum Kröpcke.

Auch können besorgte Bürger unter der kostenfreien Tel.-Nr. 0800 0848488 Hilfebedarfe und Notlagen von obdachlosen Personen melden. Der Kältebus steuert während seiner Einsatzzeiten die angezeigten Orte an. An die Johanniter-Kleiderkammer „Nahtstelle“ in Langenhagen werden gespendete Sachen wie Isomatten, Schlafsäcke und wärmende Winterkleidung weitergeleitet. Aktuell ist die „Nahtstelle“ (Am Pferdemarkt in Langenhagen) aufgrund der Corona-Zahlen bis Ende November geschlossen. An Spenden benötigt werden aktuell: Decken, Schlafsäcke, Isomatten, Winterschuhe ab Größe 40, Jogginghosen, Pullover, Hoodies, Gürtel, Rücksäcke, Taschen, Hygienemittel, Wollsocken.

Besonders freuen würden sich die ehrenamtlichen Helfer über Verstärkung ihres Teams. „Wir kochen, packen den Wagen, fahren die Tour, kümmern uns um die Menschen, kehren zurück, räumen auf, alles gemeinsam“, sagt Dana Jörk, Leiterin der Verpflegungsgruppe. „Spontane Aktionen wie Keksebacken zu Nikolaus gehören ebenso dazu wie das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.“

Erreichbar ist das Kältebus-Team per E-Mail unter einsatz.hannover(at)johanniter.de oder Tel. 0800 0848488.

Informationen zu Spenden für den Kältebus unter: johanniter/spenden-stiften/projekte/retten-helfen/kaeltebus-hannover/

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo



Angebot „Gutzureden“

Allein zu Hause – und niemand der sich meldet?

Die Einschränkungen in der Corona-Krise stellen besonders Menschen, die allein leben, vor psychische Herausforderungen. Der tägliche „SmallTalk“, das kurze zwischenmenschliche Gespräch beim Einkaufen, auf der Straße, im Treppenhaus birgt eine Ansteckungsgefahr und muss vermieden werden. Das Diakonische Werk Hannover hat daher die Aktion „gutzureden“ ins Leben gerufen.

Beteiligte aus der #nachbarschaftschallenge, ebenfalls ein Projekt des Diakonischen Werkes, haben sich bereit erklärt mit „Nachbarn“, die aus ganz Hannover kommen können, sich auszutauschen und auch einmal einander gut zuzureden. Mögliche Gesprächspartner werden über die Hotline des Diakonischen Werkes unter der Rufnummer 0511 3687-108 vermittelt.

In der #nachbarschaftschallenge können Einkäufe für Nachbarn mitgebracht und benötigte Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke geholt werden. Ehrenamtliche und Mitarbeitende im Diakonischen Werk und in vielen Kirchengemeinden Hannovers können bei Bedarf notwendige Botendienste übernehmen.

Auch die TelefonSeelsorge Hannover, bietet Bürger*innen der Region in schwierigen Zeiten die Möglichkeit, mit einfühlsamen und kompetenten Gesprächspartnern, unter den Rufnummern 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 zu sprechen.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht der ÄKN bieten Hilfestellung

Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. med. Martina Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, dass Ehe- oder Lebenspartner oder Eltern eines volljährigen Kindes im Falle einer Erkrankung oder Behinderung ohne zuvor erteilte Vollmacht nicht ohne weiteres die Betreuung des Erkrankten übernehmen können.

„Die ÄKN begrüßt ausdrücklich die Initiative des Niedersächsischen Justizministeriums, auf diesen wichtigen Sachverhalt aufmerksam zu machen“, erklärt Wenker.

Die ÄKN bietet als Unterstützung eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht an, die auf dem aktuellsten Stand der Rechtsprechung sind. „Wir empfehlen, über die eigenen Wünsche und Einstellungen zu medizinischen Maßnahmen sowohl mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens als auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten zu sprechen“, betont ÄKN-Präsidentin Wenker. Neben dem Abfassen einer Patientenverfügung sollte mithilfe der sogenannten Vorsorgevollmacht auch gleich eine Vertrauensperson festgelegt werden. Diese Person kann dann im Fall der Fälle unmittelbar die Vertretung des Erkrankten übernehmen und dem in der Patientenverfügung festgelegten Willen Geltung verschaffen.

Ein PDF-Dokument von Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht steht als kostenloser Download auf aekn zur Verfügung. Auf dem Postweg ist die Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro unter folgender Adresse zu bestellen: Hannoversche Ärzte-Verlags-Union GmbH, Karl-Wiechert-Allee 18-22, 30625 Hannover.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo/Region Hannover


Engagement bei Bewältigung der Corona-Krise

SoVD- Aktion „Helfende Hände“ in Niedersachsen

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen startet die Aktion „Helfende Hände“ und engagiert sich so bei der Bewältigung der Corona-Krise. Egal ob Einkaufhilfe, „Wohlfühlanrufe“ oder Unterstützung im Alltag – zahlreiche SoVD-Ehrenamtliche zeigen, dass Niedersachsens größter Sozialverband sich auch in schwierigen Zeiten um diejenigen kümmert, die Hilfe benötigen und sich so für andere stark macht.

„Da die derzeitige Situation dafür sorgt, dass wir weitestgehend auf persönliche Kontakte verzichten müssen, wird auch unsere Arbeit vor Ort auf den Kopf gestellt“, sagt SoVD-Landesvorsitzender Bernhard Sackarendt (Foto). „Mit unserer niedersachsenweiten Aktion ‚Helfende Hände‘ zeigen wir aber, dass uns auch das Corona-Virus nicht davon abhält, für andere da zu sein und sie zu unterstützen.“

In ganz Niedersachsen sind die „Helfenden Hände“ des SoVD unterwegs. Foto: Martin Bargiel

Deshalb hat der SoVD eine Aktionsfibel entwickelt, die allen Ehrenamtlichen und Interessierten Tipps und Anregungen für ihr Engagement gibt. In ganz Niedersachsen haben sich bereits Initiativen gegründet, die zum Beispiel für Seniorinnen und Senioren Einkäufe erledigen, Atemschutzmasken nähen und diese an Arztpraxen spenden oder auch mit „Wohlfühlanrufen“ gegen die Einsamkeit kämpfen.

Mehr Informationen zu den „Helfenden Händen“ unter sovd-helfendehaende.

Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNord 


Telefonberatung für Eltern, Kinder und Jugendliche

Krise und Co.: Region bietet Unterstützung für Familien an

Wie lässt sich jetzt der familiäre Alltag meistern? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen, Spannungen abbauen und Konflikte lösen? Wie können wir kindgerecht über die Coronakrise reden? Auch in diesen angespannten Zeiten gibt es Beratungsbedarf zum Zusammenleben in der Familie, zu Erziehungsfragen, zu Konflikten oder emotionalen Problemen.  

Die Familien- und Erziehungsberatungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region Hannover bieten montags bis donnerstags von 9 bis 16.30 Uhr und freitags von 9 bis 12.30 Uhr telefonische Beratungen an. Sollten die Berater*innen im Gespräch sein, kann man einen Telefontermin vereinbaren. Persönliche Beratungsgespräche werden aufgrund der aktuellen Situation derzeit nicht angeboten.

Familien- und Erziehungsberatungsstelle Neustadt, Tel: 0511-6162 6300, E-Mail: FEB.Neustadt@region-hannover.de; Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. 0511-6162 3630,  E-Mail: FEB.Ronnenberg@region-hannover.de; Familien- und Erziehungsberatungsstelle Burgdorf, Tel.  0511-6162 1590, E-Mail: FEB.Burgdorf.@region-hannover.de

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Wohnen Sie Zuhause!

Telefonberatung zu Pflege und barrierefreiem Wohnen
Region bietet Unterstützung für ältere Menschen und ihre Angehörigen an

Wie beantrage ich einen Pflegegrad, und wann gibt es Unterstützung zur Finanzierung der Pflege? Auch in der Corona-Krise gibt es bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen viele offene Fragen. Die drei Senioren- und Pflegestützpunkte der Region Hannover bieten montags bis freitags von 8.15 bis 12 Uhr, montags von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr telefonische Beratungen an.
Auch der Wohnberater der Region Hannover, Theo Piltz, ist telefonisch erreichbar. Der Experte beantwortet Seniorinnen und Senioren, pflegenden Angehörigen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen alle Fragen zum Thema sicheres und selbstständiges Wohnen zu Hause und gibt Tipps zur Planung, Umsetzung und Finanzierung von Umbaumaßnahmen.
Senioren- und Pflegestützpunkt Burgdorfer Land, Tel. (0511) 700 201-16
E-Mail : SPN.BurgdorferLand@region-hannover.de
Senioren- und Pflegestützpunkt Unteres Leinetal, Tel. (0511) 700 201-14
E-Mail: SPN.UnteresLeinetal@region-hannover.de
Senioren- und Pflegestützpunkt Calenberger Land, Tel. (0511) 700 201-18
E-Mail: SPN.CalenbergerLand@region-hannover.de

Wohnberatung der Region Hannover, Theo Piltz, Tel.: (0511) 616 22 507
E-Mail: 
wohnberatung@region-hannover.de

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo



Wie erkläre ich meinen Kindern die Corona-Krise?

Das Netzwerk Familienberatung unterstützt beim Umgang mit der Situation

Enges Zusammenleben, emotionaler Stress, wirtschaftliche Sorgen: Die Corona-Krise ist auch für das familiäre Miteinander eine besondere Belastung. Die Beratungsstellen im Netzwerk Familienberatung geben Tipps, wie der Alltag zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung trotzdem konfliktfrei gelingen kann.

Kinder stellen sich in der aktuellen Situation viele Fragen: Was ist da los mit den Erwachsenen? Warum verhalten sich alle so seltsam? Habe ich etwas falsch gemacht? „Schon Kleinkinder haben ein sehr feines Gespür für Veränderungen und Anspannung innerhalb der Familie“, erklärt Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Sebastian Uhlig. Der Experte rät: „Eltern sollten über das Virus und die daraus folgenden Einschränkungen des Alltags unbedingt mit ihren Kindern sprechen. Entlastung geschieht oftmals durch Aufklärung.“
Den Nachwuchs teilhaben lassen ohne zu überfordern oder Angst zu machen – eine echte Herausforderung. Als Hilfestellung hat das Netzwerk Familienberatung unter 
hannover/netzwerkfamilienberatung eine kurze Vorlesegeschichte von Prof. Dr. Björn Enno Hermans bereitgestellt. Sie eignet sich gut, um Kindern im Kita- und Kindergartenalter die Lage zu erklären. Für Kinder im Grundschulalter empfehlen die Beratungsstellen einen Trickfilm der Stadt Wien. Dieser lässt sich auf YouTube über die Suche „Das Coronavirus Kindern einfach erklärt“ aufrufen.
Betroffene Eltern können sich mit ihren Fragen per Mail an netzwerkfamilienberatung@region-hannover.de wenden. Zum Netzwerk Familienberatung gehören neben den Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region Hannover auch die Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt sowie Beratungsstellen freier Träger. Die Kontaktdaten aller Einrichtungen für eine telefonische Beratung sind ebenfalls unter hannover/netzwerkfamilienberatung gelistet.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Antworten auf Fragen rund um das Thema Pflege

Notruf-Telefon des SoVD bietet Hilfe zum Thema Pflege

Gerade während der Corona-Krise gibt es zahlreiche Fragen rund um das Thema Pflege. Deshalb steht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen nicht nur in seinen rund 60 Beratungszentren im Land, sondern auch über das PflegeNotruftelefon unter der Servicenummer 0180 2000872 bei Fragen zur Seite und gibt nützliche Tipps und Hilfestellungen. Birgit Vahldiek vom SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. beantwortet am PflegeNotruftelefon montags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr alle Fragen zum Thema Pflege.

Darüber hinaus ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Betroffene werden zeitnah zurückgerufen. Der Anruf kostet sechs Cent. Nicht nur Pflegebedürftige, sondern auch Angehörige und Pflegekräfte nutzen das Angebot des SoVD. Sie erfahren von Vahldiek, welche Hilfen ihnen zustehen und welche Lösungswege es bei Konflikten geben kann. „Die Möglichkeit, Probleme erst mit einer dritten Person besprechen zu können, entlastet viele Betroffene“, sagt Vahldiek, die außerdem Leiterin der Abteilung Sozialpolitik ist. Das sei besonders in der derzeitigen Situation besonders wichtig, da es viele offene Fragen und auch Unsicherheiten gebe. Das Pflege-Notruftelefon ist schon seit 1999 eine neutrale und von Behörden unabhängige Anlaufstelle für Hilfesuchende. Alle Anrufe werden vertraulich und anonym behandelt.

PreDiNo/HaWo


Programm zur Gesundheitsförderung

Landesweit Projekte an Schulen in Hannover

Thema Sucht: Kommunen zur Nutzung der Fördermöglichkeiten aufgerufen
Unter dem Dach „GKV-Bündnis für Gesundheit“ haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr ein neues Förderprogramm für Kommunen aufgelegt: Landkreise und kreisfreie Städte können hierbei Unterstützung für die Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen beantragen. Die ersten zwei dieser Projekte laufen in Hannover.

Beide Maßnahmen drehen sich um das Thema Sucht und richten sich an Schüler*innen an weiterführenden Schulen in der Stadt Hannover. Träger der Projekte ist die Landeshauptstadt Hannover. Die Laufzeit beträgt jeweils drei Jahre, die Fördersumme jeweils 90.000 Euro. Die Krankenkassen rufen auch andere Kommunen in Niedersachsen auf, von den Fördermöglichkeiten Gebrauch zu machen.

„Aktuell sind Cannabis und Alkohol die beliebtesten Drogen bei Jugendlichen. Die Fachstellen Sucht und Suchtprävention leisten einen wichtigen Beitrag für die Prävention zu diesen Stoffen. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass die Präventionsarbeit in Hannover finanziell durch das GKV-Bündnis für Gesundheit unterstützt wird“, sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Stadt Hannover.

Jede Kommune in Niedersachsen kann für ein Projekt eine finanzielle Förderung von bis zu 110.000 Euro über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren erhalten. Für das besondere Thema der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus sucht- und/oder psychisch belasteten Familien stehen zusätzliche Mittel zur Verfügung:

Kontakt für Antragstellende: Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Niedersachsen. c/o Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Landesvertretung Niedersachsen, Schillerstr. 32, 30159 Hannover, Tel.: 05 11 / 3 03 97 – 52, Fax: 05 11 / 3 03 97 – 99, hanna.holst@vdek.com

Weitere Informationen: gkv-buendnis/programmbuero und gkv-buendnisaktivitaeten/niedersachsen/projektfoerderung/


Erweiterte Hilfe zur Erziehung in der Region Hannover

Jugendhilfeausschuss gibt grünes Licht für neues Versorgungskonzept

Rund 4,3  Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren eingeplant

Schnelle Hilfe bei Problemen und Konflikten:Seit 2016 hat die Region Hannover gemeinsam mit den freien Trägern die Beratungsangebote für junge Menschen und ihre Familien flächendeckend in der Region ausgebaut. Die Familien- und Erziehungsberatungsstellen (FEB) sind hierbei zentraler Bestandteil der  Grundversorgung. 

Das bisherige Versorgungskonzept läuft zum Jahresende 2020 aus, aber der Jugendhilfeausschuss der Region hat grünes Licht für ein erweitertes Versorgungkonzept gegeben, das die Hilfen künftig in allen Kommunen der Region noch stärker bündelt und vernetzt. Für die nächsten fünf Jahre sollen dafür zusätzlich rund 850.000 Euro jährlich im Haushalt der Region Hannover bereitgestellt werden.

„Mit dem neuen und erweiterten Konzept reagieren wir auf die Entwicklung der Bedarfe der Kinder, Jugendlichen und ihren Familien in den Kommunen. Die freien Träger beteiligen sich künftig noch stärker, sodass wir ein umfassendes und vor allem vernetztes Angebot der lokalen Beratungsleistungen sichern können“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region.

Das neue Versorgungskonzept sieht auch vor, Fachberatungsstellen mit einem spezialisierten Angebot einzubinden und damit die FEB-Grundversorgung zu ergänzen.

Sofern nicht die Region die Hilfeversorgung übernimmt, werden dafür Förderverträge mit den freien Trägern geschlossen. Burgdorf, Laatzen und Lehrte haben eigene Jugendämter, die Organisation und Steuerung der Beratungsleistungen der Region Hannover übertragen haben. Die Kommunen Hannover und Langenhagen übernehmen diese Aufgabe selbst und erhalten dafür die finanzielle Förderung. 

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Antworten auf Fragen zu Rente, Pflege & Co.

SoVD Hannover berät jetzt auch per Chat

Fragen rund um Rente, Pflege, Gesundheit, Behinderung, Hartz IV und Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht beantwortet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in persönlichen Gesprächen über WhatsApp oder per Telefon und E-Mail. Dieses Angebot wird jetzt um eine Chat-Beratung ergänzt. Dort beantworten Berater*innen schnell und unkompliziert Fragen rund um das Sozialrecht. Das geht ganz einfach: Klicken Sie auf der SoVDInternetseite www.sovd-nds.de auf das Icon mit den Sprechblasen und stellen Sie Ihre Frage. „Mit unserer Chat-Beratung wollen wir einen zusätzlichen Service schaffen, damit Ratsuchende schnell und unkompliziert mit uns in Kontakt treten können, ohne einen persönlichen Termin in einem unserer Beratungszentren machen zu müssen“, erläutert SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke.

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. steht er seinen Mitgliedern bei Themen wie Rente, Pflege, Hartz IV, Behinderung, Gesundheit und Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht zur Seite, vertritt sie gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten.

Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Depressive Menschen erleben Behandlungsdefizite in der Corona-Pandemie

Laut einer Umfrage erlebt jeder zweite an Depression Erkrankte massive Einschränkungen in der Behandlung. So berichten rund 48 Prozent der Befragten, dass Behandlungstermine beim Facharzt oder Psychotherapeuten ausgefallen seien, teilte die Stiftung Deutsche Depressionshilfe in ihrem in Leipzig veröffentlichten vierten "Deutschland-Barometer Depression" mit.

Allerdings seien für einen Teil der Patienten Telefon- und Videosprechstunden eine gute Alternative. An der Online-Befragung  nahmen im Juni und Juli mehr als 5 000 Betroffene zwischen 18 und 69 Jahren teil.

  Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, HaWo


Qualität der ambulanten Suchtberatung ist von Unterfinanzierung bedroht

Die Qualität der ambulanten Suchtberatung in Niedersachsen ist  nach Ansicht von Verbänden akut durch eine Unterfinanzierung bedroht. Das Land und Kommunen müssten ihre Zuweisungen deutlich erhöhe, forderte die Vorsitzende der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen, Evelyn Popp anlässlich des Aktionstages Suchtberatung.

"Wir brauchen einen Zuwachs der Mittel von rund einer Million Euro jährlich, um die Arbeit der Suchtberatungsstellen auf dem derzeitige Niveau sicherzustellen."

predihawo


Wenn Eltern psychisch erkranken

Region verlängert Projekt zur Unterstützung betroffener Kinder 

Etwa jedes sechste Kind in Deutschland wächst mit einem psychisch erkrankten Elternteil auf – so der Bericht der Bundesarbeitsgruppe Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern von 2019. Gelingt es den Eltern nicht, Erziehung und Versorgung zu gewährleisten, müssen diese Kinder häufig sehr früh Verantwortung übernehmen. Ihr Risiko, später selbst eine psychische Erkrankung zu entwickeln, liegt um ein Drei- bis Vierfaches höher.

Zur Unterstützung betroffener Kinder und Jugendlicher setzt das Jugendamt der Region seit 2017 im Zuständigkeitsbereich ihrer 16 Kommunen fachübergreifend das Projekt „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ um. Das Konzept: Angebote sowohl für Kinder psychisch erkrankter Eltern als auch für die Eltern und Familien zu entwickeln. Dazu gehören regelmäßige Gruppenangebote an den Standorten Barsinghausen und Garbsen.

Im Jahr 2019 waren 15 Kinder in diese Gruppenangebote des Caritasverbandes Hannover e.V. eingebunden, derzeit sind es zwölf. Angestrebt wird zudem die Umsetzung eines Patenprojektes zu Jahresbeginn 2021 mit Unterstützung der Pestalozzi-Stiftung. Dabei sollen außerfamiliäre Patinnen und Paten die Resilienz der Kinder als verlässliche Bezugsperson stärken. Geplant sind weiterhin eine stetige Sensibilisierung für das Thema in den vorhandenen Netzwerken sowie Kooperationen mit den Kliniken der Erwachsenenpsychiatrie.

Der Jugendhilfeausschuss hat eine weitere Verlängerung des Projektes bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen, rund 300.000 Euro werden dafür vom Fachbereich Jugend eingeplant.

Region/S. Lappe/U.Micha


Bike-Benefit-Programm: 3000 Euro für Aktion Sonnenstrahl

Radfahrer*innen legen für einen guten Zweck 433.200 Kilometer zurück

Wer Rad fährt, tut nicht nur etwas für Klima und Gesundheit, er wird auch noch belohnt – das ist die Idee des Bike-Benefit-Programms. Bei der Premiere in der Region Hannover  legten Radfahrer*innen 433.200 Kilometer zurück und sammelten mehr als 31.000 „Finneros“, eine virtuelle Währung, die bei beteiligten Partnern aus der Wirtschaft gegen kleine Vergünstigungen eingelöst oder gespendet werden konnten. Die Volksbank Hannover wandelt die gespendeten „Finneros“ jetzt in echtes Geld um, so konnten Freitag 3000 Euro an die Aktion Sonnenstrahl e.V. übergeben werden.

Volksbanksprecher Marco Volck, Sigrid Schubach Kasten, Geschäftsführerin der Aktion Sonnenstrahl e.V, und Sina Wenning, Radverkehrskoordinatorin der Region Hannover, freuen sich über den Erfolg des Bike-Benefit-Programms. Foto: Rehbock.

„Die Bike Benefit Kampagne hat Hannover im wahrsten Sinne bewegt und viele Radler haben ihre Finnero-Belohnung gespendet. Eine tolle Aktion, die wir gern unterstützt haben“, sagt Marko Volck, Pressesprecher der Hannoverschen Volksbank. Sigrid Schubach Kasten, Geschäftsführerin der Aktion Sonnenstrahl e.V., freut sich über die Spende: „Wir sind froh und glücklich, dass die Bike-Benefit-Aktion zu Gunsten unseres Vereins durchgeführt wurde und der super Betrag von 3.000 Euro zusammengekommen ist. Gerade jetzt, wo wir in den letzten Monaten über 25.000 Lunchpakete für die Kinder vorbereitet haben, ist jede Spende ein Segen für den Verein. Deshalb danke ich auch im Namen aller Sonnenstrahlkinder.“

Vom Bike-Benefit-Programm profitiert aber auch die Region: Seit Anfang der Sommerferien bis zum Ende der Herbstferien haben die Teilnehmer*innen die Strecken, auf denen sie unterwegs waren, mit der kostenlosen Fahrrad-Navigations-App „Bike Citizens“ aufgezeichnet und hochgeladen – insgesamt 72.000 Uploads. Die aufgezeichneten Streckendaten der App fließen anonymisiert in die Verkehrsplanung der Region Hannover ein.

„Wir danken der Volksbank Hannover für ihren Beitrag zur Bike Benefit Kampagne sowie allen anderen Benefit-Partnerinnen und –Partnern“, sagt Sina Wenning, Radverkehrskoordinatorin der Region Hannover.“

Das Bike-Benfit-Programm wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert, die Umsetzung in der Region lag in den Händen der Soulstyle GmbH.

Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Gemeinsames Projekt von MHH und Ubilabs

Software KADOIN hilft beim Aufspüren von Infektionsketten

Steigende Infektionszahlen, viele Menschen halten sich  n i c h t  an die Corona-Regeln!  Umso wichtiger ist es, dass Infektionsketten unterbrochen, mögliche infizierte Kontakte zudem schnell gefunden werden.

Dabei hilft die Software KADOIN (Kartenbasierte Dokumentation von Indexpatienten), die Forscher an der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gemeinsam mit der Firma Ubilabs entwickelt haben.

Dr. Gernot Beutel von der MHH sagte: "KADOIN ist keine neue App, sondern ein System, das Gesundheitsämter nutzen sollen. "Die sind nämlich für die Verfolgung von Kontaktpersonen zuständig, geraten dabei aber immer öfter an ihre Grenzen.

Jens Wille (Geschäftsführer Ubilabs), Dr. Gernod Beutel (Projektleitung) und Denis Medefind (Projektmanagement der MHH, von links nach rechts) mit einer schematischen Darstellung der Funktionsweise von KADOIN. Foto Karin Kaiser

Im Unterschied zur bisherigen telefonischen Befragung werden die  Betroffenen per Mausklick auf einer Karte an ihre letzten Aufenthaltsorte geführt, die Befragten sollen sich so leichter an die Situationen und Kontaktpersonen erinnern. Benutzer von Internetkönnen auf das System zugreifen. Selbstverständlich sind die Daten geschützt, erst der Nutzer gibt seine Informationen für die Gesundheitsämter frei, die dann damit arbeiten können.

Die Software wird nun an der MHH getestet. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Projekt mit 510 000 Euro.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Tierärztliche Hochschule Hannover sucht Probanden für Hunde-Schnüffel-Test

Verdachtsfälle sollen früh identifiziert und gezielt getestet werden 

Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) trainieren Hunde darauf, an Covid-19 erkrankte Menschen noch vor dem  Auftreten von Symptomen zu erschnüffeln.

In einem Pilotprojekt hätten Hunde bereits gezeigt, dass sie Proben von Menschen, die mit dem Sars-CoV2-Virus infiziert seien, von anderen Proben mit einer hohen Trefferquote unterscheiden könnten, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit. Nun suchen die Experten infizierte Freiwillige mit und ohne Symptome. Mit deren Speichelproben sollen die Hunde weiter sensibilisiert werden. Dazu würden auch Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen wie Grippe oder Bronchitis gesucht, um zu klären, ob es den Hunden möglich ist, die Infektionen  zu unterscheiden. "Wenn wissenschaftliche Belege einen Einsatz der Hunde beispielsweise an Flughäfen ermöglichen, könnten mögliche Verdachtsfälle früh identifiziert und gezielt getestet werden", so Gesundheitsministerin Carola Reimann.

Interessierte möchten sich bitte per Mail unter vae.kleintierklinik@tihohannover.de melden.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Deutschlands größter privater Krankenhausbetreiber rüstet auf

1 000 weitere Intensivbetten will Fresenius für seine Kliniken bereitstellen

Deutschlands größter privater Krankenhausbetreiber Fresenius rüstet seine Kliniken für mehr Corona-Patienten auf. Denn man habe bei der Tochter Fresenius Helios hierzulande rund 1 300 Intensivbetten in Betrieb und könne kurzfristig weitere 1000 bereitstellen, teilte Fresenius mit. Das seien 700 Intensivbetten mehr als im Frühjahr.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei hoch, was aber auch an umfangreicheren Testes als im Frühjahr liege, betonte Fresenius Helios. "Derzeit sind die positiv  Getesteten in der Regel jünger als im Frühjahr und haben einen milderen Krankheitsverlauf." Viele Infizierte könnten in häuslicher Quarantäne bleiben und müssten nicht stationär versorgt werden. Die Neuinfektionen allein seien nicht aussagekräftig für die Lage in den Kliniken, sondern die Auslastung.

Ein generelles Aufschieben planbarer und nicht zwingend nötiger Operationen will Fresenius Helios in seinen 86 deutschen Krankenhäusern möglichst vermeiden.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Familienhebammen-Sprechstunde in Barsinghausen

Offene Beratung für werdende und junge Eltern jetzt alle zwei Wochen

Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft – ein Kind verändert das Leben junger Mütter und Väter von Grund auf. Viele fühlen sich aufgrund der neuen Situation verunsichert: Wie verhalte ich mich, wenn mein Baby nur schwer zu beruhigen ist? Gehe ich richtig mit meinem Kind um? Was tun, wenn ich andere Bedürfnisse habe als mein Baby? Werdende und junge Eltern können sich zweimal im Monat unkompliziert rund um die Entwicklung, Versorgung und Pflege des Kindes, zu Anträgen oder bei Unsicherheiten und Sorgen beraten lassen: Jeden ersten und dritten Mittwoch von 15 bis 16 Uhr bietet die Familienhebamme Sindy Safarik der Region Hannover eine offene Sprechstunde in der Kinder- und Jugendarztpraxis von Dr. Karin und Ralf Heiming in der Marktstraße 11 in Barsinghausen an – unkompliziert und kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, auf Wunsch können sich Eltern auch anonym beraten lassen. 
Seit 2017 bietet die Region Hannover die Familienhebammen-Sprechstunde in Barsinghausen an. Neu seit 2020 ist der 14-tägige Rhythmus, um der starken Nachfrage nach diesem Beratungsangebot nachzukommen.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo