POLITIK


Haushalt 2019 wurde vom Landtag beschlossen

Geld für Bildung, Soziales, Digitales, Infrastruktur und Familien

Für das kommende Jahr hat der Niedersächsische Landtag den 32,9 Milliarden Euro schweren Landeshaushalt beschlossen. Mit der Stimmenmehrheit der rot-schwarzen Landesregierung marschierte das gewaltige Zahlenwerk nach mehrtägigen Debatten durch das Landesparlament.

Vorgesehen ist mehr Geld für Bildung, Soziales, Digitales, Infrastruktur und Familien, das hat die Koalitionsregierung in dem Haushaltsplan vorgesehen. Der Bildungssektor ist das größte Kuchenstück mit 8,7 Milliarden Euro.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Liegt Ihre Miete im im Mietspiegel-Bereich?

Stadtentwicklungs- und Bauausschuss berät über den Mietspiegel 2019 für Hannover 

Am 5. Dezember fand die erste politische Beratung des neu aufgelegten Mietspiegels 2019 statt. Der Mietspiegel wird erst durch den Beschluss im Rat der Landeshauptstadt Hannover  (LHH) anerkannt, der für die Sitzung am 20. Dezember angesetzt wird. Durch diesen Beschluss wird der Mietspiegel ab dem 1. Februar 2019 rechtskräftig, bis zum 31. Januar 2019 gilt der bisher vorliegende Mietspiegel 2017.

Die aktuell ermittelte ortsübliche Vergleichsmiete liegt für Hannover bei 6,91 Euro, damit liegt sie 6,1 Prozent über dem Wert des Mietspiegels 2017. Aus der 2018 durchgeführten Erhebung liegen für das Gebiet der LHH 5.708 Mieten vor, die für die Neuauflage des Mietspiegels auswertbar waren. Hiervon sind 2.256 Mieten bei MieterInnen sowie 3.452 bei VermieterInnen erhoben worden.

Die Vergleichsstädte weisen 2017 eine ortsübliche Vergleichsmiete von durchschnittlich 7,29 Euro/Quadratmeter aus. Der Vergleichswert für Hannover liegt danach 2017 bei 6,30 Euro.

Damit liegt Hannover auf Platz elf des Großstädtevergleichs im Quadratmeterpreis, der angeführt wird von München mit 10,22 Euro, gefolgt von Stuttgart (9,92 Euro), Köln (8,43 Euro) und Hamburg (8,39 Euro).  Niedriger als in Hannover liegt der Mietspiegelindex in Dresden mit 6,10 Euro, Duisburg (5,74 Euro), Dortmund (5,47 Euro) und Leipzig (4,86 Euro).

Die Mietspiegeltabelle für die LHH wird im Rahmen der Broschüre Mietspiegel 2019 veröffentlicht, die auch Hinweise zur Handhabung der Mietpreisübersicht enthält.
Unter dem Suchbegriff „Mietspiegel“ werden nach dem erfolgten Beschluss des Mietspiegels 2019 im Rat der LHH alle aktualisierten Informationen online unter www.hannover.de zur Verfügung gestellt.  Die Mietspiegelbroschüre wird dort als PDF-Datei herunterladbar sein und auch zur kostenfreien Mitnahme in den Bürgerämtern der LHH ausgelegt werden.

LHH / Sigrid Lappe, Hannover-Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Positiver Rekord bei der Arbeitslosenstatistik

Arbeitslosenquote in Niedersachsen sinkt auf unter fünf Prozent

Das gab es schon lange nicht mehr: Eine stabile Wirtschaftslage und meine spürbare Herbstbelebung haben die Arbeitslosenquote in  Niedersachsen unter fünf Prozent purzeln lassen. Das ist zum ersten Mal nach der Wiedervereinigung passiert.  Damit ist die Arbeitslosenquote im November auf 4,9 Prozent gesunken, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit und sprach von einem „historischen Tief". Landesweit waren in Niedersachsen 212 441 Menschen ohne Arbeit gemeldet  - 1,1 Prozent weniger als im Vormonat.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Weltweite Lesung für Pressefreiheit am Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte

Erinnerung an ermordete Journalistinnen und Journalisten

Anlässlich des 70. Jahrestages der Erklärung der Menschenrechte, dem 10. Dezember, hat das Internationale Literaturfestival Berlin (ilb) zu weltweiten Lesungen in Gedenken an den getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi aufgerufen. Auch das Schauspiel Hannover beteiligte sich an diesem Tag mit einer Lesung in der Cumberlandschen Galerie.

Es lasen u. a. Rania Mleihi, Dramaturgin Schauspiel Hannover (Foto oben lks.), Christina Végh, Kestner Gesellschaft (Foto unten lks.) und Ulrika Engler, Landeszentrale für politische Bildung (Foto r.) Texte von Jamal Khashoggi und Ján Kuciak.

In dem von zahlreichen Literaturnobelpreisträger*innen, wie Elfriede Jelinek, Herta Müller und Margaret Atwood unterzeichneten Aufruf für die weltweite Lesung, wird „die vollständige und transparente Aufklärung des Falls“ gefordert. Die Ermordung Khashoggis sei der Höhepunkt einer Reihe von unaufgeklärten Morden an Journalist*innen in den letzten Jahren, wie auch andere Beispiele, etwa aus Mexiko oder Malta zeigten.

Die Initiatorinnen und Initiatoren sowie Unterzeichner*innen weisen darauf hin, dass die Presse- und Meinungsfreiheit überall bedroht ist. Vor diesem Hintergrund wurden die Texte Khashoggis sowie anderer ermordeter oder verfolgter Journalistinnen und Journalisten gelesen.

Montag, 10. Dezember, 19 Uhr, Cumberland, Eintritt frei. Zählkarten gibt es an den Kassen der Staatstheater

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bund und Länder wollen Digitalpakt zügig umsetzen

Den Digitalpakt Schule wollen Bund und Länder zügig umsetzen

Die Länder beschlossen bei einer Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK)  in Berlin mehrheitlich eine entsprechende Erklärung. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sprach sich ebenfalls dafür aus, dass der Digitalpakt Schule „schnell" auf den Weg kommt. Und als Folge der Vereinbarung sollen rund 40 000 Schulen in der Bundesrepublik Deutschland mit digitaler Technik wie WLAN bestückt werden.

Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder die Schulen digital besser ausstatten. © Thinkstock

Die Schulen sollen mit einem Teil der vorgesehenen fünf Milliarden Euro vom Bund auch Tablets oder Laptops für die Schüler erwerben können. Doch grundsätzlich sollen die Schüler die Geräte aber selbst mitbringen. Uneins sind sich die Länder allerdings darüber, ob der Digitalpakt wie von Bund und Bundestag vorgesehen im Zusammenhang mit einer Grundgesetzänderung beschlossen werden soll. Zu einem bereits vom Bundestag beschlossenen Gesetz für so eine Grundgesetzänderung wollen die Länder am 14. Dezember im Bundesrat den Vermittlungsausschuss beider Kammern anrufen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auszeichnung für Hannover

Stadt Hannover erhält Ehrenfahne des Europarates
Am 27. November wurde Hannover für das Engagement in Europa geehrt. Oberbürgermeister Stefan Schostok nahm die Ehrenfahne des Europarates aus den Händen von Marlene Rupprecht von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates entgegen. Hannover lebe die europäische Idee mit großer Überzeugung, sagte Rupprecht bei der Übergabe der Fahne und „es ist hervorragend, wenn Städte ihre Aufgabe so verantwortungsvoll und engagiert wahrnehmen."
 

Hannover erhält Ehrenfahne des Europarates: Andrea Imker*, Sharam Oskuoi*, André Golinski*, Stefan Schostok, Marlene Rupprecht, Astrid Bennewitz* und Marco Leitschuh* (v.l.) (* Beschäftigte in den städtischen Jugendzentren) © LHH

Die Auszeichnung bekommt Hannover unter anderem für die langjährigen Partnerschaften mit Bristol, Rouen, Poznan und Perpignan, für die Teilnahme am Bündnis Mayors for Peace und für die Organisation länderübergreifender Jugendtreffen im Rahmen des Jugend-Ferien-Services durch den Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Hannover.
Die Ehrenfahne sei eine besondere Würdigung der hannoverschen Verbindungen in Europa, sagte der Oberbürgermeister in seiner Dankesrede. „Zugleich spornt sie uns an, uns auch zukünftig für Europa, für Vielfalt und für Verständnis einzusetzen", sagte Schostok. Die Ehrenfahne ist eine von insgesamt vier Auszeichnungen des Europarates. Bereits 1990 wurde der Stadt das Europa-Diplom verliehen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Das Boris - Doppel

Tennislegende Becker trifft auf Innen- und Sportminister Pistorius
Sie sind Vornamenvettern, der niedersächsische Innen- und Sportminister Boris Pistorius (SPD) und Tennislegende Boris Becker (Foto rechts).            Sie trafen sich auf dem Tennis Bundesstützpunkt Hannover, einem von vier Stützpunkten.
Dort trainieren 22 Kader-Athleten, mit ihnen absolvierte der dreifach Wimbledonsieger und Olympia-Goldmedaillengewinner eine Übungseinheit. Im Anschluß diskutierten Boris und Boris über die Zukunft des Tennissports.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


In den Wohnungsbau soll mehr Geld investiert werden

Drängendes Thema für die Politik bleibt der Kampf gegen die Wohnungsnot

Der Bauausschuss in Hannover hat im Rahmen der Haushaltsplanberatungen auf Initiative des Ampelbündnisses eine Aufstockung der Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau um weitere drei Millionen Euro in den Jahren 2019 und 2020 beschlossen.

Zudem soll künftig durchgehend eine Sozialwohnungsquote von 30 Prozent durchgesetzt werden. Bislang lag dieser Korridor bei 25 bis 30 Prozent. Verlangt wurde aber meist nur die untere Grenze.

Außerdem soll die städtische Wohnungsgesellschaft Hanova noch mehr Freiheiten beim Wohnungsbau bekommen. Gewinnrücklagen in Höhe von 9,7 Millionen Euro, von denen die Stadtkasse hatte profitieren können, sollen als Kapital im Unternehmen bleiben, damit dieses mehr Wohnungen bauen kann.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Druckfrisch: 41. Schulferienkalender mit Thema „Alkohol“

Schulferienkalender 2019 zeigt was Jugendliche bewegt

Jedes Jahr gibt das Sachgebiet Jugendschutz/Straßensozialarbeit der Stadt Hannover einen Schulferienkalender heraus, dessen Motive zeigen, was Jugendliche bewegt und der von Jugendlichen gestaltet wird. Inhaltlich geht es um eine Sensibilisierung im Umgang mit Alkohol im Vereinsleben. Junge Menschen im Alter von zwölf bis 18 Jahren erarbeiten zum Beispiel eigene Verhaltensregeln zum Umgang mit Alkohol im Sportverein.

Seit 2009 kooperieren der Jugendschutz der Landeshauptstadt Hannover, das Team Jugendarbeit der Region und der Stadt- und Regionssportbund mit dem Präventionsprojekt „Alkohol im Sport“ für Jugendmannschaften. Mit diesem 41. Schulferienkalender und dem dazugehörigen Plakat macht das Sachgebiet Jugendschutz/Straßensozialarbeit auch auf sein niedrigschwelliges Beratungsangebot aufmerksam.

Die cartoonartige Gestaltung des Kalenders wurde von Spielern der Fußball-A-Junioren vom DJK TuS Marathon Hannover und Verantwortlichen des Vereins gestaltet.

Plakate und Kalender können unter der Telefonnummer 168-44364 oder per Mail 51.52@hannover-stadt.de bestellt werden. Außerdem werden die Kalender an hannoversche Schulen, Jugendeinrichtungen und Sportvereine verteilt.

Sigrid Lappe, Hannover Woche und Ute Micha, Presse Dienst Nord 


Ja oder Ja! Oder doch nicht?

Scheitert etwa der Marienburg-Deal?

Die Landesregierung legt den  Ankauf erst einmal auf Eis. Ein Streit zwischen dem Erbprinzen Ernst August von Hannoverund seinem Vater soll der Grund dafür sein.  Denn nach einem Bericht der HAZ habe Ernst August von Hannover sen. über einen Juristen erklären lassen, dass der von seinem Sohn geplante Verkauf des Schlosses Marienburg an die Klosterkammer unwirksam sei.

Ernst August sen. fordert die Schenkung der Burg an seinen Sohn wegen "groben Undanks" zurück. DieLandesregierung will laut einer Sprecherin nun erst einmal abwarten, wie der Streit innerhalb der Familie geklärt wird. Und ob sich das Land trotzdem noch an einer Sanierung des Schlosses beteiligt, ist fraglich. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Jetzt ist es offiziell: NordWestBahn übernimmt S-Bahn

Ab Ende 2021 wird die NordWestBahn das S-Bahn-Netz in der Region übernehmen

Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Celle. Die Region hat in dieser Woche den Zuschlag für die NordWestBahn verkündet. Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, sagte: „Die Kriterien sind im Vorfeld definiert, am Ende bekommt der Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag."

Der bisherige Betreiber des S-Bahn-Netzes, die DB-Region, war gegen die Vergabekammer in Lüneburg und vor dem Oberlandesgericht Celle vorgegangen. Doch vergeblich.

Die zehn S-Bahn-Linien sollen aufgewertet werden: Alle Züge werden barrierefrei sein. Auf den stark nachgefragten Linien S1, S2 und S5 soll es mehr Sitzplätze geben, alle Züge werden mit WC und WLAN ausgestattet sein und einen Zugbegleiter an Bord haben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Ehemaliger Truppenübungsplatz wird von Umweltstiftung erworben

Der DBU sichert die Fläche für den Naturschutz

Der ehemalige Truppenübungsplatz Holtenser Berg bei Hameln wird für den Naturschutz gesichert. Das DBU-Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), habe die knapp 130 Hektar große Fläche erworben, teilte die Stiftung mit.

Die große Streuobstwiese auf der DBU-Naturerbefläche Holtenser Berg wird von Schafen und Kühen beweidet. © Denstorf/DBU Naturerbe 

Vorwiegend sei der Holtenser Berg durch naturnahe Laubwälder geprägt. Eine große Streuobstwiese mit wertvollem alten Baumbestand werde aktuell mit Kühen und Schafen beweidet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Land investiert in Hochschulstandorte

12 Millionen Euro für neue Hochschulgebäude in Leer und Göttingen

Niedersachsen investiert weiter in seine Hochschulstandorte: Die Hochschule Emden/Leer erhält ein neues „Maritimes Technikum“, und am Göttinger Standort der Hochschule Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen (HAWK) entsteht ein neues Forschungsgebäude für angewandte Plasma- und Lasermedizin. Mit der Zustimmung hat der Niedersächsische Landtag grünes Licht für Baumaßnahmen im Umfang von über 12 Millionen Euro gegeben.

Leer ist ein Standort mit Tradition: Seit 1854 besteht die nautische Ausbildungsstätte, an der heute mehr als 400 junge Menschen im Fachbereich Seefahrt ausgebildet werden. Um im maritimen Bereich auf der Höhe der Zeit zu bleiben, erhält die Hochschule mit dem „Maritimen Technikum“ neue Versuchsanlagen und Laboreinrichtungen. „In Leer als bedeutendem Reedereistandort in Deutschland werden zukünftige Kapitäne, Schiffsoffiziere oder Reedereimanager ausgebildet. Praktisches Training sowie die Simulation von Abläufen im Schiffbetrieb sind dabei ein wesentlicher Bestandteil“ so Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultu. Diese Maßnahme sei wichtig für die Studierenden, die Hochschule und die Region“.

Die Nutzfläche des neuen Technikums wird rund 1000 Quadratmeter betragen. Die Finanzierung in Höhe von knapp sechs Millionen erfolgt mit fünf Millionen Euro (HP INVEST) aus Sondermitteln des Landes Niedersachsen sowie Eigenmitteln der Hochschule.

In Göttingen soll der neue Forschungsbau räumliche Voraussetzungen für anwendungsorientierte Forschung im Bereich Plasma- und Lasermedizintechnik schaffen. Damit kann die HAWK einen ihrer Hauptforschungsschwerpunkte weiter ausbauen und zugleich die Planungen für einen Göttinger Gesundheitscampus in Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen sinnvoll ergänzen. Neben diversen Speziallaboren und Büroarbeitsflächen soll auch ein Hörsaal mit Platz für bis zu 120 Menschen für die Fakultät Naturwissenschaften und Technik entstehen.

So soll der HAWK-Neubau aussehen. Quelle: Hidde Timmermann Architekten

„Die zusätzlichen räumlichen Kapazitäten ermöglichen es, die bestehenden Forschungsaktivitäten der HAWK in Göttingen auszubauen und zu intensivieren“, betont Thümler. Das geplante Forschungsgebäude soll auf den Zietenterrassen, einem ehemaligen Kasernengelände im Göttinger Ortsteil Geismar errichtet werden und insgesamt 679 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Die Kosten für das Forschungsgebäude belaufen sich auf insgesamt rund 4,6 Millionen Euro – 50 Prozent der Mittel stammen aus der EFRE-Finanzierung und weitere 40 Prozent sind Landesmittel, 10 Prozent kommen von der HAWK. Den Bau des Hörsaalgebäudes mit Gesamtkosten in Höhe von mehr als 1 Million Euro trägt die HAWK vollständig aus eigenen Mitteln.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannnover Woche, Sigrid Lappe


Niedersachsen will mehr Ökolandbau

 Landesregierung will Modellregionen und Pilotprojekte einrichten

Wenn es nach den Plänen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) geht, soll es in Niedersachsen bis 2025 doppelt so viele Ökolandbau Betriebe geben wie bisher. Das kündigte die Politikerin nach einer Sitzung des Fachbeirats zur Förderung des ökologischen Landbaus an. Ende des vergangenen Jahres gab es 1 793 Bio-Höfe, macht einen Anteil von 4,9 Prozent. Sie bewirtschaften rund 100 000 Hektar. Um die Zahl der Ökobetriebe zu steigern, sollen Modellregionen und Pilotprojekte eingerichtet werden.

Die Vertreter der Landesvereinigung Ökologischer Landbau beim Antrittsbesuch mit der Ministerin (Mitte): Friedemann Wecker (Demeter), Andreas Jessen (Naturland), Harald Gabriel (Bioland) und Jörg Quast (ÖON)

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


"Spurwechsel" für gut integrierte Asylbewerber

Pantazis und Schröder-Köpf fordern Spurwechsel

Der Sprecher für Migration und Teilhabe im Niedersächsischen Landtag, Christos Pantazis (Foto), gibt sein Statement zur Diskussion über den 'Spurwechsel für gut integrierte Asylbewerber ab: „Die SPD-Fraktion teilt ausdrücklich die Ansicht unseres Ministerpräsidenten Stephan Weil, dass Abschiebungen von Menschen, die hier in Deutschland eine Berufsausbildung absolviert haben und gut integriert sind, dem gesunden Menschenverstand zuwiderlaufen. Wer die deutsche Sprache lernt, eine Berufsausbildung abschließt, sich in Vereinen und Verbänden engagiert und somit unter größten Anstrengungen in die deutsche Gesellschaft integriert, sollte dafür nicht auch noch bestraft werden.

Wir fordern diese Integrationsbemühungen von Zuwanderinnen und Zuwanderern aus gutem Grund ein – im Gegenzug sollte diesen Menschen aber auch die Möglichkeit gegeben werden, legal und ohne Angst vor einer Abschiebung in unserer Gesellschaft zu leben. Eine entsprechende Regelung im Rahmen des noch für dieses Jahr angekündigten Zuwanderungsgesetzes der Bundesregierung würden wir daher sehr begrüßen.“

Auch die Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf (Foto) gibt ihr Statement zum „Spurwechsel“ ab: „Als Landesbeauftragte erhalte ich sehr häufig Anfragen von Betrieben in Niedersachsen, die einen geduldeten Auszubildenden oder eine ausreisepflichtige Facharbeiterin beschäftigt haben oder beschäftigen möchten. Auf eben jene ausgebildeten, gut integrierten und dennoch ausreisepflichtigen Menschen verzichten zu müssen, stößt bei den Firmen zu recht auf Unverständnis. Deshalb plädiere ich schon seit Längerem dafür, diesen betroffenen Arbeitskräften unter bestimmten Voraussetzungen den Spurwechsel vom Asyl- zum Einwanderungsrecht zu ermöglichen, damit sie ohne Angst, aber mit einer klaren Perspektive an der Entwicklung unseres Landes teilhaben können.

Ihrer Meinung nach könnten alle profitieren: die deutsche Wirtschaft, die Verwaltungsgerichte, die gesamte Gesellschaft. Dass dies mittlerweile auch von Teilen des christdemokratischen Koalitionspartners auf Bundesebene erkannt wird, mache mit Blick auf das für dieses Jahr angekündigte Zuwanderungsgesetz Hoffnung.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Bund fördert Navi- und Park-App-Projekt in der Region Hannover

So können Staus vermieden werden: Informationen per App über Verkehrssituationen

Chaotische Parkplatzsuche bei Großveranstaltungen, oft verursacht durch Ortsunkundige, trägt erheblich zur Schadstoffemission bei. Mit Hilfe einer dynamischen Online-Navigation soll der motorisierte Individualverkehr zielgerichteter auf freie Park-and-Ride-Plätze in der Stadt und dem Umland verteilt und so eine Weiterfahrt mit Bussen und Bahnen ermöglicht werden.

Tanja Göbler vom Team Verkehrsentwicklung und Verkehrsmanagement der Region Hannover und Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr, nahmen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Förderbescheid in Empfang (v. lks.) Quelle: BMVI

Für das von der Region Hannover eingereichte Projekt „Intelligentes Verkehrsmanagement zur Reduktion von Parksuchverkehren  bei überregionalen Events“ gibt es Geld aus Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover, Elke van Zadel, einen Förderbescheid in Höhe von 455.000 Euro überreicht. Die Förderung erfolgt im Rahmen des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020".

„Den anreisenden Autofahrern wird dabei eine Navigations- und Park-App zur Verfügung gestellt, die mit Hilfe spezieller Algorithmen individuelle Fahrempfehlungen, ÖPNV-Abfahrtszeiten sowie die Lenkungsvorgaben der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen (VMZ) berücksichtigt“, erläutert Elke van Zadel.

Die VMZ, das einzige behördliche Verkehrsportal in Niedersachsen, legt die die An-und Abreisekorridore fest und stellt die Belegung der Parkplätze bzw. P+R-Anlagen in einer vorgesehenen Reihenfolge sicher. Zudem können die Reisenden mit der Navigations- und Park -App über die Abfahrtszeiten an der nächstgelegene Haltestelle und über die freien Platzkapazitäten in Bussen und Bahnen informiert werden. In einem ersten Projektschritt wird die VMZ in Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen und der Landeshauptstadt Hannover ein Verkehrslenkungskonzept erstellen, das sich an den Hauptrouten des Autoverkehrs orientiert, mittels der Navigations- und Park-App zu beeinflussen ist und durch Einbeziehung der dort vorhandenen P+R-Anlagen die Verknüpfung zum ÖPNV herstellt. Auch erfassen Sensoren in den Fahrzeugen des ÖPNV den Belegungsgrad. In der VMZ laufen diese Daten zusammen, werden hier geprüft und mit Lenkungs- und Umstiegsempfehlungen mittels App dem Endkunden übermittelt.

Die Bundesförderung für das Regionsvorhaben ist Teil des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020". Der Bund stellt eine Milliarde Euro für von EU-Grenzwertüberschreitungen betroffene Kommunen bereit.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Straßenausbau: Das soll sich ändern

Immoblienbesitzer sollen beim Straßenausbau entlastet werden

Zum Ausbau kommunaler Straßen haben Immobilieneigentümer in Niedersachsen im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Euro beisteuern müssen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor. Die FDP hat einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der umstrittenen Straßenausbaubeiträge eingebracht.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe