POLITIK


Zweites Jahr des Sportstättensanierungsprogramms

Land fördert 98 Sanierungsmaßnahmen von Sportanlagen

Durch das Sanierungsprogramm des Landes Niedersachsen in einer Höhe von bis zu 100 Millionen Euro zwischen 2019 und 2022 werden im aktuellen zweiten Jahr der Förderungen 98 weitere kommunale Maßnahmen mit einer Landeszuwendung bedacht. Hierfür stehen im Haushaltsjahr 2020 insgesamt 34 Millionen Euro zur Verfügung - davon knapp 10 Millionen Euro über eine Verpflichtungsermächtigung für die Umsetzung in 2021.

Zum zweiten Antragsstichtag am 30.04.2020 waren mehr als 260 Anträge von Landkreisen, Städten und Gemeinden aus ganz Niedersachsen mit einer beantragten Fördersumme von knapp 90 Millionen Euro eingegangen.

Sport ist systemrelevant!

Entsprechend dem in der Förderrichtlinie festgelegten Förderschwerpunkt werden im aktuellen Jahr ausschließlich Anträge auf Gewährung einer Zuwendung für die Sanierung von Sporthallen (Turnhallen) und Hallenschwimmbädern gefördert. 

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Die erneut hohe Zahl der bei uns eingegangenen Anträge zeigt, dass das Sanierungsprogramm genau die richtige Entscheidung war. Es ist wichtig, dass wir die Sportstätteninfrastruktur in Niedersachsen erhalten, denn ohne Sportstätten gibt es keinen Sport. Die Menschen in Niedersachsen brauchen ihren Sport, und entsprechend gute Bedingungen, um ihn ausüben zu können. Schließlich ist Niedersachsen ein echtes Sportland, in dem jede und jeder Dritte Mitglied in einem Sportverein ist.“

Im ersten Jahr des Programms (2019) standen acht Millionen Euro für kommunale Sportstätten zur Verfügung. Hinzu kommen in jedem Jahr fünf Millionen Euro für den Vereinssportstättenbau, die über den Landessportbund Niedersachsen e.V. abgewickelt werden.

Insgesamt fördert das Land Niedersachsen in diesem Jahr 179 Maßnahmen zum Erhalt der Sportstätteninfrastruktur in Niedersachsen.

Sigrid Lappe Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Sanierung, Umbau, Neubau

Bauen in Hannover: Stadt investiert Millionen in Gebäude

Sommerzeit ist Bauzeit. Große Betriebsamkeit herrscht vor allem in den Schulen: Denn der städtische Fachbereich Gebäudemanagement nutzt auch im „Corona-Jahr“ wieder die unterrichtsfreie Zeit, um Neubau, Umbau und Sanierung insbesondere von Schulen voranzutreiben.

Bildungseinrichtungen haben Priorität, hier investiert die Landeshauptstadt jedes Jahr einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Der Schwerpunkt für diese zusätzlichen baulichen Investitionen liegt auf dem Bildungsbereich (Schulen und Kitas). Obwohl dieser bereits in den vergangenen Jahren Investitionsschwerpunkt war und rund 80 Prozent der investiven Mittel des Fachbereichs Gebäudemanagement für die Schulsanierung und -erweiterung aufgewendet wurden, ist in dort der Bedarf nach wie vor am höchsten. Gründe hierfür liegen zum einen in der vom Land beschlossenen Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) sowie in sich fortlaufend ändernden und wachsenden Anforderungen an die räumliche Gestaltung der Schulen und Inklusion. Auch ist der Bedarf an Ganztagsschulen weiterhin hoch.

Durch die Umsetzung des richtungsweisenden Investitionsprogramms „500 plus“ werden innerhalb von zehn Jahren (2017 bis 2027) über die „normale“ Investitionstätigkeit hinaus zusätzlich rund 500 Millionen Euro in städtische Gebäude eingesetzt, um insbesondere die Anforderungen einer wachsenden Stadt erfüllen zu können.

Die angehängte Auflistung (nach Stadtbezirken bzw. Stadtteilen sortiert) bietet eine Auswahl der Projekte und umfasst neben Schulen weitere Gebäude, in und an denen derzeit intensiv gearbeitet wird.

Projekte Gebäudemanagement Sommer 2020


Landtag ist geöffnet für Besucherinnen und Besucher

Besucher bekommen wieder Plätze auf den Tribünen

Auch im Landtag wird der Weg in einen Alltag mit dem Corona-Virus beschritten. Zu den Plena werden die Tribünen, die zuletzt durch Mitglieder des Landtages genutzt werden mussten, wieder für Besucher*innen geöffnet. Um den empfohlenen Mindestabstand auf den Tribünen einhalten zu können, sind die Kapazitäten verringert: Es stehen knapp 40 Plätze für Einzelbesucher*innen auf drei Tribünen zur Verfügung.

Leider wird weiterhin kein Rahmenprogramm durch den Besucherdienst des Landtages angeboten, der Plenarbesuch steht zunächst ausschließlich Einzelbesuchern und -besucherinnen offen.

Sicherheitsmaßnahmen haben im Landtag Vorrang: Verglasung schützt. Foto M. Falk

Interessierte Bürger*innen müssen sich telefonisch (0511 3030-2054) oder per E-Mail (besucherdienst@lt.niedersachsen.de) beim Besucherdienst des Landtages anmelden. Vergeben werden Einzelplätze für jeweils zwei Stunden, die Reservierung mehrerer Zeitfenster ist möglich, sofern ausreichende Kapazitäten vorhanden sind. Spontane Besucher*innen erhalten an Plenartagen Restplätze, wenn die Auslastung dies zulässt. Es wird empfohlen, einen MundNasenschutz zu tragen. Weitere Regularien zur Anmeldung finden sich auf der Homepage des Landtages: www.landtag-niedersachsen.de/besucherinformationen/ „Es ist mir ein Herzensanliegen, dass Besucherinnen und Besucher wieder an den Plenarsitzungen teilnehmen können. Gerade in krisenhaften Zeiten ist das Parlament als Ort der transparenten Debatte und des Austausches unterschiedlicher Meinungen gefordert: Sobald es der Pandemieverlauf zulässt, werden weitere Öffnungen möglich sein – etwa Landtagsbesuche kleinerer Gruppen“, sagt Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta.

Landtag/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo

22.07.2020


Stadt schafft Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle

Antisemitismus wird dokumentiert und Bekämpfungsstrategien entwickelt

Die Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover, angesiedelt an der Hochschule Hannover hat ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, eine Übersicht antisemitischer Vorfälle in Hannover zu gewinnen und daraus Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Alle Menschen, die in der Landeshauptstadt Hannover antisemitische Erfahrungen – auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze erleben oder beobachten, können diese an die neu eingerichtete Stelle melden (Kontaktdaten siehe unten). Die Stelle wird aus städtischen Mitteln finanziert.

Oberbürgermeister Belit Onay begrüßt die Maßname: „Mit der Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle haben wir ein wichtiges Instrument entwickelt, das uns ein Verständnis über das Ausmaß von Antisemitismus in Hannover gibt und es möglich macht, präventiv und aktiv zu handeln“.

Die Dekanin der Fakultät Diakonie, Gesundheit und Soziales der Hochschule, Professorin Dr. Ulrike Ernst, betont: „Das Projekt passt bestens in das Portfolio unserer Fakultät. Die Abteilung Soziale Arbeit verfügt über eine jahrzehntelange Expertise in der Präventionsarbeit gegen Antisemitismus.  Diese werden wir nutzen, um die Dokumentationsstelle zu einem wirksamen Instrument bei der Bekämpfung des Antisemitismus zu machen.“

Hier werden die Vorfälle dokumentiert und anonymisiert für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Darüber hinaus leistet die neue Dokumentationsstelle ein Monitoring antisemitischer Versammlungen und Internetseiten für das Stadtgebiet Hannover.

Alle eingehenden Hinweise werden vertraulich behandelt. Bei der Meldung eines Vorfalls zeigen die Mitarbeiter*innen der Dokumentationsstelle Handlungsoptionen auf, aber die Entscheidung, wie weiter verfahren wird, liegt bei den Betroffenen. Bei Bedarf vermittelt die Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle den Kontakt zu weiteren Beratungsangeboten in Hannover.

Kontaktmöglichkeiten der Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover über das Meldeportal: report-antisemitism und 

Persönlich: Kata Miszkiel-Deppe, Telefon: +49 511 9296 3223, Mail: katarzyna.miszkiel-deppe@hs-hannover.de und Helge Regner, Telefon: +49 511 9296 3145, Mail: helge.regner@hs-hannover.de..

Sprechzeiten: Mo - Do: 9:00 – 14:00 Uhr, Fr: 9:00 – 12:00 Uhr.

Homepage: hannover.de/ueber-uns/projekte/dokumentationsstelle-antisemitismus/

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Landesregierung bringt 2. Nachtragshaushalt auf den Weg

8,4 Milliarden Euro sichern Niedersachsens Zukunft nach der Corona-Krise

Die Landesregierung hat einen 2. Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 mit einem Volumen von 8,4 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und zur Kompensation der Steuerausfälle auf den Weg gebracht.

Finanzminister Reinhold Hilbers erläuterte, dass lt. der letzten Steuerschätzung  allein für das Jahr 2020 Steuerausfälle in Höhe von 3,4 Milliarden Euro prognostiziert werden. Das entspräche rund zehn Prozent des Landeshaushaltes. „Die Corona-Steuerhilfen aus dem Konjunkturpaket des Bundes werden zu einer zusätzlichen Belastung des Landeshaushaltes von 1,1 Milliarden Euro führen,“ so Hilbers.

Das eigene Konjunktur- und Krisenpaket des Landes Niedersachsen weist eine stolze Summe von noch einmal 3,9 Milliarden Euro auf, die auf die 1,4 Milliarden Euro aus dem 1. Nachtragshaushalt draufgesattelt werden.

Die Landesregierung hat einen ausgefeilten Entwurf des 2. Nachtragshaushaltes vorgelegt:   Neben der Kompensation von Steuerausfällen wolle man in den vier Säulen Wirtschaft, Gesundheit, Corana-Hilfen und weiteren Bereichen die Kommunen und diverse Einrichtungen in Niedersachsen unterstützen und das Land auf einen erfolgreichen Neustart nach der Corona-Krise vorbereiten, so Ministerpräsident Stephan Weil. Und weiter: „Nur eine rasche wirtschaftliche Erholung in ganz Niedersachsen führt zu einer Normalisierung der Steuereinnahmen, sichert Arbeitsplätze und verhindert Notlagen, in denen staatliche Unterstützungen notwendig werden. Es ist nach meinem Eindruck ausgesprochen sinnvoll, dass das Land sich mit nennenswerten Beträgen an einem dynamischen wirtschaftlichen Aufschwung beteiligt.“ Der Staat müsse jetzt, so Weil, mutig und entschlossen handeln und mit nennenswerten finanziellen Mitteln den Unternehmen Investitionen in die Zukunft ermöglichen.

STK/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zusätzliche Unterstützung für Kommunen

Bundesfinanzministerium will die Hälfte der erwarteten Gewerbesteuerausfälle ersetzen

Das Bundeskabinett hat weitere Teile des Corona-Konjunkturpakets auf  den Weg gebracht. Die Runde im Kanzleramt billigte das Vorhaben, der Gemeinden die Hälfte der erwarteten Gewerbesteuerausfälle in diesem Jahr zu ersetzen, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte. Die andere Hälfte sollen die Länder übernehmen.

Insgesamt geht es laut dem Ministerium um rund 11,8 Milliarden Euro.

Außerdem beteiligt sich der Bund dem Kabinettsbeschluss zufolge stärker als bisher an den sogenannten Kosten der Unterkunft, die etwa für Hartz-IV-Bezieher anfallen. Schon jetzt trägt der Bund einen Teil dieser Ausgaben, künftig sollen es bis zu 74 Prozent sein.

Dies bedeutet laut Finanzministerium Zusatzausgaben von rund 3,4 Milliarden Euro im Jahr.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


EU-Kommissar Jörg Wojahn: „Da muss einfach mehr gehen“

Deutschland landet im Digital-Vergleich in der EU auf Platz zwölf!

Wie es um die Digitalisierung in der EU steht und in welchen Bereichen die Mitgliedsländer Fortschritte gemacht haben, zeigt unter anderem der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) für 2020, den die EU- Kommission heute (Donnerstag) in Brüssel veröffentlicht hat.

Da stehen Finnland, Schweden, Dänemark und die Niederlande bei der Gesamtleistung im digitalen Bereich in der EU an der Spitze.

Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) 2020: FAQ ec.europa.eu 

"Deutschland steht beim internationalen Vergleich der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft nur an zwölfter Stelle. Da muss einfach mehr gehen. Die Daten zeigen allerdings, dass Deutschland in den meisten Rubriken gutes Potential hat", sagte Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission in Deutschland. "Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit in der deutschen EU-Ratspräsidentenschaft, um gemeinsam ein innovatives, technologisch souveränes und nachhaltiges digitales Europa voranzubringen."

EU-Aktuell /Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Platz für Windräder

Neuplanung der Windenergienutzung in der Region

Die Region Hannover leitet die Neuplanung der Windenergienutzung ein. Im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP 2016) sollen Vorranggebiete für Windenergieanlagen ausgewiesen werden, aber es soll nicht zu starken Konzentrationen kommen. Die Nutzung weiterer Flächen außerhalb der festgesetzten Standorte wäre damit grundsätzlich möglich, sofern nicht öffentliche Interessen entgegenstehen

„Nachdem das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg im März letzten Jahres die im RROP getroffenen und politisch beschlossenen Festlegungen zur Steuerung der Windenergienutzung für unwirksam erklärt hatte, waren wir gefordert eine Neuplanung vorzunehmen“, erläutert die Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover, Christine Karasch: „Wir brauchen weiterhin mehr und leistungsstärkere Anlagen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Wir wollen dafür schneller Flächen für die Windkraft mobilisieren, die als geeignet und relativ konfliktarm beurteilt werden.

Eine Vorranggebietsfestlegung „ohne Ausschlusswirkung“ auf Regionsebene bedeutet für die Kommunen, dass sie selbst entscheiden, ob für ihr Gebiet eine Konzentration auf bestimmte Standorte erforderlich ist oder nicht. Dieser größere Gestaltungsspielraum würde vor Ort den Dialog mit den Bürger*innen erleichtern, auch im Sinne einer höheren Akzeptanz bei Entscheidungen für oder gegen Windkraftstandorte.

Vorbehaltlich des Beschlusses des Regionsausschusses (nächste Sitzung am 07. Juli 2020) zur Einleitung des RROP-Änderungsverfahrens will die Region Hannover die Städte und Gemeinden auch bei der Erstellung von Artenschutzgutachten bei Windenergieplanungen unterstützen. Vorgesehen ist eine 50-Prozent-Förderung bis maximal 20.000 Euro pro Kommune durch die Region Hannover. Artenschutzbelange seien in den konkreten Zulassungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz besonders relevant.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Der Niedersächsische Weg nimmt seinen Lauf

Sieben Unterschriften für eine bundesweit einmalige Vereinbarung

Landesregierung, Landvolk, Landwirtschaftskammer sowie Natur- und Umweltverbände haben auf einem Bauernhof in Wunstorf den „Niedersächsische Weg“ auf vorgestellt. In dem gemeinsamen Vertrag verpflichten sich alle Beteiligten zu großen Anstrengungen bei Natur- und Artenschutz, bei Biodiversität und beim Umgang mit der Ressource Landschaft.

Symbolträchtig wurde die Vereinbarung auf einem Blühstreifen der Familie Widdel am Ortsrand von Mesmerode (Region Hannover) unterzeichnet.

Sieben Unterschriften für einen guten Weg. Foto M.Falk

Ministerpräsident Stephan Weil lobte die gemeinsamen Anstrengungen aller Vertragspartner, „die unterschiedliche Interessen in einen ausgewogenen und gegenseitig anerkannten Ausgleich bringen.“ Die Landesregierung werde für die Umsetzung „erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen“, versicherte Weil: Die Umsetzung würde durch eine Erfolgskontrolle und ein Monitoring gesichert und man werde einen Gesetzentwurf erarbeiten, der die Vereinbarung umsetzt.“

Umweltminister Olaf Lies zeigte sich sehr zuversichtlich, dass das Ergebnis der monatelangen Beratungen, die durch das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium organisiert wurden, eine gute Grundlage für die Arbeit an den Gesetzen und Rahmenbedingungen ist. „Erfolgreich werden wir nur sein, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten“, so Lies-

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hob hervor: „„Diese Vereinbarung zeigt, dass die Landwirte Teil der Lösung sind. Sie wirtschaften mit und in der Natur, haben das Wissen und den Willen, sich für den Artenschutz einzusetzen. Mit dem Niedersächsischen Weg gelingt es uns erstmals, eine berechtigte Forderung der Gesellschaft einzulösen, unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Umweltverbände, Landwirtschaft und Politik wollen sich gemeinsam dieser Aufgabe stellen.“

Für das Landvolk Niedersachsen unterzeichnete Vize-Präsident Holger Hennies den Vertrag mit Rückendeckung von Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke: „Wir wissen um die Bedeutung umweltpolitischer Themen und wollen uns aktiv dafür einsetzen, mehr Artenschutz mit der Ernährungssicherheit vereinbar zu machen. Hier werden wir uns als leistungsfähige Landwirtschaft aktiv mit einbringen und gestalten.“ Deshalb schlage man ebenfalls den Niedersächsischen Weg ein. Er erwartet, daß mit diesem neuen Ansatz mehr Qualität im Natur- und Artenschutz mit der Landwirtschaft zu erreichen sei. Zum einen, weil der weitere Prozess jetzt aktiv mitgestaltet werden könne, zum anderen, weil die Politik zugesagt habe, zusätzliche Leistungen der Landwirte auch entsprechend bezahlt würden.

Für Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), hat die Vereinbarung für die Betriebe aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei „den großen Vorteil, dass sie dadurch genau wissen, was in den nächsten Jahren an Aufgaben, Veränderungen und Ausgleichszahlungen auf sie zukommt – das macht die Anpassung an eine noch mehr auf Artenvielfalt ausgerichtete Wirtschaftsweise viel besser planbar“. Da die LWK von Anfang an in die Planungen eingebunden worden sei, habe sie maßgeblich dazu beigetragen, dass neben den Belangen des Natur- und Gewässerschutzes auch die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Betroffenen berücksichtigt würden, betonte Schwetje.

Heiner Baumgarten, Vorsitzender des BUND in Niedersachsen, nannte die Vereinbarung „einen Meilenstein für den Natur- und Artenschutz in Niedersachsen“. Enthalten seien nicht nur Verbesserungen im Naturschutz-, Wasser- und Waldgesetz des Landes, sondern auch zusätzliche jährliche Finanzmittel ab 2021 im hohen zweistelligen Millionenbereich für Maßnahmen im Naturschutz sowie neue Förderprogramme, die Anreize böten, freiwillig mehr für die Artenvielfalt zu leisten.

„Die gemeinsamen und konstruktiven Bemühungen der unterschiedlichen Partner zeigen, dass wir uns inhaltlich annähern können“, lobte auch Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU in Niedersachsen, die konstruktiven Gespräche. Nun werde es darauf ankommen, die einzelnen Punkte möglichst rasch in die Umsetzung zu bekommen. Dazu müssen noch Programme, Gesetze sowie die notwendige finanzielle Unterfütterung von den politischen Gremien beschlossen werden. Ziel müsse es sein, den Verlust an Lebensräumen und Arten zu stoppen.

„Mit dem Vertrag verpflichten sich alle, für Natur- und Artenschutz zu arbeiten – jeder mit ganzer Kraft und verbunden gerade mit einer langfristig gesicherten Perspektive für unsere Landwirtschaft“, resümiert der Umweltminister. Die notwendigen gesetzlichen Regelungen würden in den nächsten Monaten gemeinsam erarbeitet. „Soweit waren wir noch nie! Dabei muss gesichert sein – wenn Landwirtschaft öffentliche Leistung für den Naturschutz erbringt, dann müssen die Landwirte auch dafür bezahlt werden," so Lies.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha Presse Dienst Nord


Homeschooling soll auch nach Corona für alle Schüler*innen funktionieren

Dafür braucht es auch Technik

Wie der Niedersächsische Kultusminister Grant Henning Tonne (Foto lks.) bekanntgab, werden niedersächsische Schüler*innen mit digitalen Endgeräten leihweise ausgestattet. Hierfür greift das Kultusministerium tief in die Tasche und gibt 47 Millionen Euro, um benachteiligten Schüler*innen zu helfen.

„Wer sich für den schulischen Kontext kein Tablet oder Notebook leisten kann, profitiert nun von der Förderung seitens der Landesregierung“, so Philipp Raulfs, Kultuspolitiker der SPD-Landtagsfraktion. „Alle Schülerinnen und Schüler müssen von der Digitalisierung gleichermaßen profitieren und daran teilhaben“, so Raulfs weiter. 

Nach Angaben des Kultusministeriums ist die Mittelabrufung des DigitalPaktes Schule in Zeiten der Corona-Pandemie massiv gestiegen. Allein in den ersten zwei Maiwochen ist ein Anstieg um rund 60 Prozent zu verzeichnen

Sigrid Lappe, Hannover Woche/ Ute Micha, Presse Dienst Nord


Sorgentelefon jetzt auch mehrsprachig

SPD-Sorgentelefon zur Corona-Pandemie in zehn Sprachen

Neu ist: Als erstes Sorgentelefon landesweit ist der Service der hannoverschen SPD mehrsprachig verfügbar. Es bietet Hilfe in über zehn Sprachen an, u. a. Türkisch, Serbokroatisch, Russisch und Farsi.  „Derzeit gibt es sehr viele Informationen, die oft nicht einfach zu verstehen sind. Wir wollen dabei unterstützen, Barrieren abzubauen, die das Verständnis erschweren“, sagt Ulrike Strauch (Foto SPD), die mit Adis Ahmetovic die hannoversche SPD führt. 

Das Sorgentelefon der hannoverschen SPD ist täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr unter 0511/1674 243 und 0511/1674 245 erreichbar.

SPD/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Wissen weitergeben und Standards weiterentwickeln

Land geht Herausforderungen des demografischen Wandels gezielt an

Aktuell im Homeoffice, im Büro oder von unterwegs: Wie wichtig die Weitergabe und Weiterentwicklung von Wissen ist, macht auch die Corona-Krise derzeit Arbeitgebenden und -nehmenden besonders bewusst. Insbesondere im Zusammenhang mit den Herausforderungen durch den demografischen Wandel ist das Thema Wissensmanagement auch in der Landesverwaltung hochaktuell. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, stellt die Landesregierung jetzt entscheidende Weichen.

Das Land Niedersachsen ist mit mehr als 230.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Niedersachsen. Laut Personalstrukturbericht 2017 ist bis zum Jahr 2027 mit Altersabgängen in Höhe von 25 Prozent zu rechnen. Um einem Wissensverlust vorzubeugen, ist ein gesichertes, systematisches Wissensmanagement ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Daher fasste die Landesregierung den Beschluss, ein systematisches Wissensmanagement zur Sicherung der Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Landesverwaltung einzuführen und einen Leitfaden mit Praxis- und Handlungsempfehlungen für die gesamte Landesverwaltung zu erstellen. Insbesondere durch zentral finanzierte Fortbildungen sollen sowohl Beschäftigte als auch Führungskräfte sensibilisiert und geschult werden, Wissensdefizite zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ziel ist es, das vorhandene Wissen ohne Einbußen zu erhalten und weiterzugeben, um auch zukünftig leistungsfähig zu bleiben.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Umweltministerium stellt zehn Millionen Euro für Naturschutz zur Verfügung

Fünf Millionen Euro sollen in den Insektenschutz fließen

In Niedersachsen stellt das Umweltministerium fast zehn Millionen Euro für besseren Naturschutz zur Verfügung. Mit den Millionen Euro sollen unter anderem landwirtschaftliche Flächen gekauft und dadurch neue Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Insekten entwickelt beziehungsweise wiederhergestellt werden, teilte das Umweltressort mit. Davon sollen fünf Millionen Euro in den Insektenschutz fließen. Und für mehr Schutz müssten Biotope besser vernetzt und erhalten werden.

Bestäubung von Blüten. Foto S. Lappe

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Der Niedersächsische Landtag im Film

Ein Film informiert über den Niedersächsischen Landtag

Unter dem Titel „Debatte, Entscheidung, Begegnung“ wird in dem Film die Arbeit der Abgeordneten in den Gremien des Landtages und im Plenum visualisiert. So lernt man das Gesetzgebungsverfahren kennen und bekommt vielfältige Eindrücke von der Arbeit des Landesparlamentes.

Der Film „Der Niedersächsische Landtag – Debatte, Entscheidung, Begegnung“ steht auf der Internetseite des Landtages. Informationen: landtag-niedersachsen/startseite/

Der Blick ins Plenum - hier wird debattiert und entschieden. Foto hannover.de

Ute Micha, PeDiNo / Sigrid Lappe, HaWo