POLITIK


Was tut sich im Landtag? / 24. August

Der Niedersächsische Landtag öffnet seine Türen

Wer sitzt im Plenarsaal wo? Wie arbeiten die Fraktionen? Was macht der stenografische Dienst? Wie berichten die Medien über Landespolitik? Beim Tag der offenen Tür am 24. August 2019, 10 bis 18 Uhr, können die Besucher*innen hinter die Kulissen des Landtages schauen.

Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta: „Der Landtag ist das Haus der Bürgerinnen und Bürger, daher wünschen wir uns am Tag der offenen Tür viele Gäste. Der Landtag und die Fraktionen stellen ihre Arbeit vor. Für jeden bietet das Programm etwas – Mitmachaktionen, spannende Einblicke und Gespräche. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.“

Für alle Besucher*innen und Besucher gibt es viel zu entdecken: Auf Kinder wartet eine Rallye durch den Landtag. Die Landtagsverwaltung stellt ihre facettenreiche Arbeit vor, beispielsweise wie das „digitale Gedächtnis“ des Parlaments funktioniert. Wer möchte, kann bei einer Führung erfahren, welche Technik den Landtag belüftet oder heizt. Die Fraktionen bieten Diskussionsrunden und Mitmachangebote.

Die Mitglieder des Petitionsausschusses beantworten Fragen, wie ein Anliegen ins Parlament gelangt. Vertreter*innen verschiedener Medien – ob Print, Radio, Agentur oder Fernsehen – geben Einblicke in ihre Arbeit. Wer möchte, kann sich selbst als Berichterstatter ausprobieren. Ferner stellen sich die Landeszentrale für politische Bildung und die Niedersächsische Landesvertretung in Berlin vor.

Auch wird viel Politprominenz wie Ministerpräsident Stefan Weil, einige Minister und Staatssekretäre für Gespräche zur Verfügung stehen.

Das Mitbringen von Rucksäcken, größeren Gepäckstücken und sperrigen Gegenständen ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.08.2019


Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Auszeichnung für junge Niedersachsen

 Fast 450 Schüler*innen aus Niedersachsen haben sich mit 163 Beiträgen am diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten beteiligt.

Auf Einladung von Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta findet am 28. August, 11 bis 12.30 Uhr, die Ehrung der Preisträger*innen aus Niedersachsen im Forum des Landtages statt.

Bei der nunmehr 26. Auflage des Geschichtswettbewerbes haben sich die Teilnehmenden auf vielfältige Weise dem Rahmenthema „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ genähert. Wegweisende Ereignisse der Historie aber auch die ganz persönlichen Geschichten hinter der Weltpolitik wurden von den jungen Forschenden aufgegriffen.

Neben den Sieger*innen der Landes- und Förderpreise darf sich das St.-Viti-Gymnasium in Zeven über den Preis für die erfolgreichste Schule in Niedersachsen freuen. Eine Übersicht der Landesergebnisse für Niedersachsen kann auf der Website der Körber-Stiftung eingesehen werden: geschichtswettbewerb.

Die insgesamt 250 Landessieger*innen im Wettbewerb haben zudem die Chance, einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Am 19. November 2019 wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dann die fünf Erstpreisträger*innen  auf Bundesebene im Schloss Bellevue in Berlin ehren.

Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta betont: „Wer glaubt, Geschichte sei langweilig und überflüssig, den belehren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Geschichtswettbewerbs eines Besseren: Sie zeigen eindrucksvoll, welche historischen Umbrüche Niedersachsen geprägt haben. Die Schülerinnen und Schüler bringen Licht in unsere Landesgeschichte, helfen, die Gegenwart besser zu verstehen. Ihr Blick reicht bis in den kleinen Kosmos der Familien, ihren eigenen Angehörigen. Ich freue mich, die Preisträgerinnen und Preisträger für ihre beeindruckenden Arbeiten im Landtag auszeichnen zu dürfen.“

Dr. Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, konstatiert: „Die Anzahl und Bandbreite der Themen zeigt, dass wir mit dem Wettbewerbsthema bei Schülern und Lehrern einen Nerv getroffen haben. Das freut uns, denn besonders für die junge Generation ist es wichtig, die Geschichte mit Blick auf die Gegenwart zu befragen.“

Landtag/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 21.08.2019

Dreitägige Sommerreise durch Niedersachsen

Landtagspräsidentin Andretta unterwegs auf den Spuren des Bauhauses

100 Jahre Bauhaus, dieses Jubiläum feiern zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen. Doch, wie prägt die Moderne eigentlich Niedersachsen? Dieser Frage geht Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta auf ihrer Sommerreise nach. Sie sagt: „Natürlich stand das Bauhaus nicht in Niedersachsen, aber viele Ideen wurden hier verwirklicht. Auf meiner Reise möchte ich mich mit der Gegenwart, mit dem lebendigen Erbe der Moderne in Niedersachsen, beschäftigen.“

Die erste Station am 20. August führt nach Celle zum architektonischen Erbe Otto Haeslers, ein Vorreiter des neuen sozialen Wohnungsbaues in den 1920er Jahren. Das neugestaltete Otto-Haesler-Museum, die Siedlung Blumläger Feld und die Altstädter Schule sind weitere Stationen. Danach reist Andretta nach Worpswede, wo ein weiterer Vertreter des modernen Bauens, Bruno Taut, 1926 die „Käseglocke“ entwarf. Die Präsidentin besucht den Barkenhoff und die Große Kunstschau.

Gabriele Andretta freut sich auf die "Spurensuche Bauhaus in Niedersachsen. 

Zudem tauscht sie sich mit Vertretern der Museen, dem Landrat des Kreises Osterholz, Bernd Lütjen und dem Worpsweder Bürgermeister Stefan Schwenke über die Gegenwart des Künstlerdorfes aus.

Der zweite Tag beginnt bei der Oldenburgischen Landschaf: Präsident Thomas Kossendey stellt Dr. Andretta die aktuellen Projekte der Landschaft vor und besucht mit ihr das Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg. Die zweite Station führt die Landtagspräsidentin nach Wilhelmshaven zur 1968 errichteten Kunsthalle. Deren Leiterin, Petra Stegmann, gibt ihr einen Einblick in das Ausstellungskonzept ihres Hauses.

Der dritte und letzte Reisetag steht im Zeichen der Bauhaus-Tapete. Diese entwickelte 1929 die Tapetenfabrik Rasch in Bramsche gemeinsam mit dem Bauhaus in Dessau. Dr. Frederik Rasch wird der Landtagsprädentin das Familienunternehmen und die aktuelle Bauhaus-Kollektion vorstellen. Das Thema komplettiert der Besuch der Ausstellung „bauhaustapete - neu aufgerollt“ im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück mit einer Führung der Kuratorin Dr. Maren Waike-Koormann.


IHK begrüßt Tunnellösung beim Südschnellweg

Sorge der IHK: Planungen gewerbliche Flächen für Wohnbebauung auszuweisen

Die aktuelle Entscheidung des Bundes für einen Tunnel, der künftig die marode Südschnellweg-Brücke über die Hildesheimer Straße ersetzen soll, wird von der IHK Hannover ausdrücklich begrüßt.  IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage betonte, jede andere Lösung hätte zu langen Verzögerungen und mithin zu massiven Belastungen für die Wirtschaft geführt.

Der Tunnel macht das Rennen! 

Zuvor schon hatte sich die IHK Hannover auch im Planungsdialog Südschnellweg, der seit mehreren Jahren mit diesem Thema befasst ist, für die Tunnel­lösung eingesetzt. Schrage: „Allerdings bedauern wir, dass sich der Bund mit seiner Entscheidung so lange Zeit gelassen hat“. Die IHK habe schon im Frühjahr 2019 damit gerechnet. Diese zögerliche Ent­scheidung führe zu einer zusätzlichen Belastung des ohnehin sehr umfangreichen und komplizierten Planungsprozesses.

Schrage wies daraufhin, dass neben dem eigentlichen Tunnelbau auch eine Behelfsbrücke für die Bauphase erforderlich sei. Es sei deshalb unerlässlich, dass nun alle Beteiligten an einem Strang zögen und im Planungsprozess schnell vorankommen, um den ambitionierten Zeitplan einhalten zu können, sagte Schrage.

Mit Sorge betrachtet die IHK aber die Überlegungen der Stadt Hannover, bisher gewerblich genutzte Flächen in der Umgebung der Brücke für Wohnbebauung auszuweisen. Die IHK Hannover sehe auch den Wohnraumbedarf, sagte Schrage. Die Schaffung von Wohnbauflächen dürfe aber nicht zu Lasten attraktiver, zusammenhängender Gewerbeflächen erfolgen. Auch viele Unternehmen bräuchten eine gute City-Anbindung. Die von Gewerbebetrieben benötigten Entwicklungsspielräume würden bereits mehr und mehr eingeschränkt. Langfristig gefährde das die Entwicklungs­möglichkeiten der Landeshauptstadt.     

Volker Benke

Veröffentlicht 16.08.2019


Ministerpräsident Stephan Weil ist ein beliebter Politiker

Bundesweit nimmt Weil im Politiker-Ranking den dritten Platz ein

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat im Beliebtheits-Ranking aller Ministerpräsidenten seinen dritten Platz verteidigt.
In der Forsa-Befragung für RTL/n-tv-Trendbarometer zeigen sich 60 Prozent der Teilnehmer mit Weils Arbeit zufrieden - genauso viele wie im Vorjahr.
Beliebter als Weil sind Baden-Württembergs MP Winfried Kretschmann (Grüne, 73 Prozent) und Daniel Günther (CDU, 66 Prozent) aus Schleswig-Holstein.
2015 lag Stephan Weil weit abgeschlagen auf Platz 10!

Stephan Weil hat gut lachen! Foto SPD 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lapoe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.07.2019 


Deutsche Allianz für Meeresforschung gestartet

Bund und norddeutsche Länder unterzeichnen Vereinbarung

Mehr Wissen über die Meere ist das Ziel der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM), die die norddeutschen Länder gemeinsam mit dem Bund ins Leben rufen wollen. Die länder- und einrichtungs-übergreifende Initiative soll die Meeresforschungsaktivitäten in der Küsten-, Meeres-, Klima- und Polarforschung koordinieren, vernetzen und weiterentwickeln. Die Vereinbarung, die die gemeinsame Förderung und damit die Gründung der DAM ermöglicht, wurde vom Bund und den fünf Ländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet. Vertragsunterzeichnung. Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel

„Wenn wir über den Klimawandel sprechen, müssen wir über die Meere und Ozeane und unseren Umgang mit ihnen reden. Die Nutzung der Meere nimmt immer mehr zu, gleichzeitig ist unser Wissen über sie nach wie vor sehr begrenzt. Um maßgebliche Fortschritte bei der Erforschung des Klimawandels, der Rückkopplungsmechanismen sowie der Interaktion von Mensch und Meer zu erzielen, müssen wir unsere Forschungsaktivitäten bündeln und verstärken“, sagt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Für Niedersachsen als Küstenland ist ein vertieftes wissenschaftliches Verständnis dieser Ökosysteme essenziell, um daraus konkretes Handlungswissen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abzuleiten. Der Transfergedanke steht deshalb für uns im Mittelpunkt der Arbeit der DAM.“

Die Aktivitäten der DAM erstrecken sich auf vier Kernbereiche: Entwicklung und Durchführung von wissenschaftlichen Missionen werden die Bereiche Infrastruktur, Datenmanagement und –digitalisierung sowie Transfer von Themen, Forschungsfragen und –ergebnissen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinschaftlich koordiniert und bearbeitet.

Für die Projektfinanzierung kommen 80 Prozent der Mittel vom Bund, 20 Prozent erbringen die Länder zu gleichen Teilen. Der niedersächsische Anteil für die Jahre 2019 bis 2022 in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro wird für den Herbstverwendungsvorschlag des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung vorgeschlagen.

MWK/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 20.07.2019


Digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft

Bundesinnenministerium wählt Wolfsburg zur „Smart City"

Vom Bundesinnenministerium ist die Stadt Wolfsburg als einer der Projektpartner ausgewählt worden, der digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft entwickeln soll. Damit verbunden ist eine Förderung über zehn Jahre in vier Staffeln.

Bundesweit sollen 50 „Modellprojekte Smart Cities“ gefördert werden, die insgesamt 750 Millionen Euro erhalten sollen. Nach Angaben des Ministeriums wurden in der Kategorie Großstädte neben Wolfsburg auch Solingen und Ulm ausgewählt.

Freut sich über die Förderung des Bundesministeriums: Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Foto: Stadt Wolfsburg

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.07.2019


Land will bis 2020 Schulbehörde reformieren

Ein großer Umbruch steht der niedersächsischen Schulbehörde  bevor

Bis November 2020 werde die Zentrale aufgelöst und die Steuerung in das Kultusministerium überführt, gab Kultusminister Grand Hendrik Tonne (SPD) bekannt. Gleichzeitig sollen aus den bisherigen Regionalabteilungen vier Landesämter entstehen. „Wir müssen näher ran an die Schulleitungen und Lehrkräfte.“ Die Entscheidungswege sollten kürzer werden, die Kommunikation intensiver. Personal werde nicht abgebaut. „Es gibt keine Einsparungsauflage“, sagte Tonne. Es arbeiten rund 1 000 Mitarbeiter für die Landesschulbehörde.

Das Land wolle über seine Aufsichtsrolle hinaus einen stärkeren Part beim Service für die Schulen einnehmen. Als Beispiele nannte Tonne die Themen Inklusion, Elternmitwirkung und Ganztagsunterricht.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.07.2019


Erhalt von Schloss Marienburg

Landesregierung schlägt Finanzierung mit Bundesmitteln für Haushalt 2020 vor

Schloss Marienburg ist ein national bedeutendes Kulturdenkmal und eine der Hauptsehenswürdigkeiten in der Region. Von der Sicherung des Gesamtkunstwerks und dem Weiterbetrieb von Museum und Gastronomie hängen 60 Arbeitsplätze ab. Vor diesem Hintergrund hatte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im März 2019 eine umfassende Lösung zur Sicherung von Schloss Marienburg für die Öffentlichkeit vorgestellt.

Voraussetzung für die Umsetzung der vorgestellten Lösung ist die Gegenfinanzierung der vom Deutschen Bundestag bereits beschlossenen Mittel für die Sanierung des Schlosses in Höhe von 13,6 Millionen Euro. Der auf der Klausurtagung des Kabinetts beschlossene Vorschlag der Landesregierung für den Haushalt 2020 sieht deshalb folgendes Vorgehen vor: Die Gegenfinanzierung soll gestaffelt über die Jahre 2020 bis 2025 erfolgen. In 2020 sollen erstmals 100.000 Euro bereitgestellt werden – die vom Land ab 2021 zu leistenden Zahlungen in Höhe von 13,5 Millionen Euro sollen durch eine Verpflichtungsermächtigung im Haushaltsplan 2020 abgebildet werden. Das Vorgehen ist mit dem Bund abgesprochen. Der Haushalt 2020 wird im Dezember vom Niedersächsischen Landtag als Haushaltsgesetzgeber beschlossen.

Vorbehaltlich des Haushaltsbeschlusses des Landtages wird der derzeitige Eigentümer von Schloss Marienburg, Ernst August Prinz von Hannover (*1983), das Schloss sowie kulturhistorisch wertvolle Einrichtungsgegenstände im Wert von 6 Millionen Euro zum 1. Januar 2020 in eine gemeinnützige Stiftung überführen.

Die von Bund und Land bereitgestellten Sanierungsmittel sind Voraussetzung für die Genehmigung der Stiftung durch die niedersächsische Stiftungsaufsicht. Das Land Niedersachsen wird im Stiftungsrat vertreten sein und gewährleisten, dass die öffentlichen Investitionen der Öffentlichkeit zu Gute kommen.

Eine weitere Attraktion: Auf Schloss Marienburg wird gern geheiratet!

Das Landesmuseum Hannover erwirbt aus dem Inventar des Schlosses Marienburg 142 herausragende Kunstgegenstände. Der Ankauf wird von der Kulturstiftung der Länder sowie von der Stiftung Niedersachsen, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Landschaftlichen Brandkasse unterstützt. Auch der Niedersächsische Sparkassenverband, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH Stiftung beabsichtigen den Kunstankauf zu fördern, sobald ihre Gremien entsprechende Beschlüsse gefasst haben. Die Kunstwerke sollen als Leihgaben dauerhaft auf der Marienburg präsentiert werden.

Zum 1. Juli hat darüber hinaus die Schloss Marienburg GmbH - der Unternehmer Carl Graf von Hardenberg und Nicolaus von Schöning - als Pächter den Geschäftsbetrieb von Schloss Marienburg von der bisherigen Betreibergesellschaft, der EAC GmbH, übernommen. Die 60 Arbeitsplätze auf Schloss Marienburg sind damit gesichert.

MWK/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 03.07.2019


Rund 26 Millionen Euro für neue Universitätsgebäude

Thümler: Wichtiger Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Hochschulen

Mit seiner Zustimmung hat der Haushaltsausschuss des Niedersächsischen Landtags grünes Licht für Neubauten an drei niedersächsischen Hochschulen im Gesamtumfang von knapp 26 Millionen Euro gegeben.

„Mit den Neubauten verbessern wir die Studienbedingungen für die wachsende Zahl an Studierenden und erhöhen die Attraktivität unserer Hochschulen. Gleichzeitig schaffen wir eine moderne Forschungsinfrastruktur, die angewandte Forschung auf höchstem Niveau ermöglicht“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Damit kann am Standort Wilhelmshaven der Jade Hochschule mit dem Bau einer neuen Mensa mit Beratungszentrum für Studierende begonnen werden. Der Mensaneubau kann auf rund 1400 Quadratmetern rund 3000 Studierende versorgen und wird die dringend sanierungsbedürfte bisherige Mensa ersetzen.

Die Kosten für werden mit rund 13,6 Millionen Euro veranschlagt.

Die Studierenden in Wilhelmshaven freuen sich auf die neue Mensa.

An der Universität Osnabrück wird ein neues Studierendenzentrum errichtet, und die Ostfalia erhält am Standort Wolfenbüttel ein sogenanntes Open Mobility Lab.

 

Der Neubau des Studierendenzentrums in Osnabrück steht am Rande des Schlossgartens. In zentraler Lage entstehen Selbstlernzonen und Aufenthaltsbereiche für alle Studierenden, die sich intensiv bei der Planung engagiert und besonders darauf geachtet haben, dass bei dem rund 1100 m² großen Gebäude das nachhaltige Bauen beachtet wird. Die Kosten in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro trägt die Universität Osnabrück aus Eigenmitteln.

Die Uni Osnabrück hat eine schöne Umgebung!

Das neue Open Mobility Lab in Wolfenbüttel bietet auf rund 500 Quadratmetern flexibel nutzbare Forschungsflächen. Dort sollen intelligente Systeme für Mobilität erforscht werden. Dort werden vorhandene Fahrzeugprüfstände und Simulatoren zusammengeführt zu einer einzigartigen Forschungsinfrastruktur, die angewandte Forschung zu wichtigen aktuellen Themen ermöglicht. Der mit rund 6,3 Millionen Euro veranschlagte Neubau wird zu 50 Prozent aus EFRE-Mitteln (rd. 3,15 Millionen Euro), aus Landesmitteln (rd. 2,47 Millionen Euro) und aus Eigenmitteln der Hochschule (rd. 680.000 Euro) finanziert.

Die Hochschule Wolfenbüttel kann sich über einen wichtigen Neubau freuen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.06.2019


Niedersachsen beruft einen Rat der Weisen

Ministerpräsident Stephan Weil holt sich für Zukunftsfragen externe Hilfe

Zur Klärung exemplarischer Zukunftsfragen holt sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)  externe Hilfe an die Seite. Regierungssprecherin Anke Pörksen teilte mit, das Land habe zwölf renommierte Wissenschaftler*innen gewonnen, sich um Themen wie Klimawandel, Digitalisierung und Demografie zu kümmern und dem Land konkrete Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Das Beratergremium für Ministerpräsident Weil werde vom Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, Professor Dietmar Harhoff, geleitet. Bis zum Jahr 2030 soll die Kommission Handlungsoptionen skizzieren und bis Ende 2020 vorstellen, erklärte die Staatskanzlei. In der Kommission, die ehrenamtlich arbeitet, sitzen Klimaforscher, Juristen, Digitalexperten, Architekten und Psychiater, aber auch Integrationsforscherinnen wie Naika Fourutan.

Die erste Sitzung fand bereits am 1. Juli in Berlin statt, erklärte die Staatskanzlei.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.07.2019 


Blaudruck ist Immaterielles Kulturerbe

Gelebte Tradition in Niedersachsen wird ausgezeichnet

Mit einem Festakt am 4. Juni in Berlin ist  die Aufnahme des Blaudrucks auf die internationale Liste des Weltkulturerbes der UNESCO besiegelt worden. Die jahrhundertealten Technik der Stoffveredelung wurde im November 2018 vom zwischenstaatlichen UNESCO-Ausschuss in die Liste der Immateriellen Kulturerbe aufgenommen. Die Nominierung war gemeinsam von Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn eingebracht worden – den deutschen Antrag stellten niedersächsische Blaudrucker aus Scheeßel, Jever und Einbeck.

„Der Blaudruck steht für gelebte Tradition in Niedersachsen. Dass sich insgesamt fünf europäische Länder gemeinsam für den Erhalt und die Wertschätzung dieses Handwerks einsetzen, zeigt gleichzeitig die verbindende Wirkung von Kultur, die sich über Sprach- und Ländergrenzen hinwegsetzt“, sagt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. Der Blaudruck ist ein Färbeverfahren, das auf Naturmaterialien wie Leinen, Baumwolle oder Seide angewandt wird. Nur noch 12 Betriebe in Deutschland und 15 in weiteren europäischen Ländern praktizieren das traditionelle Handwerk.

In Deutschland können sich Gruppen, Gemeinschaften und Einzelpersonen mit kulturellen Ausdrucksformen seit 2013 für das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bewerben. Ein bei der Deutschen UNESCO-Kommission angesiedeltes unabhängiges Expertenkomitee prüft die Bewerbungen und übermittelt eine Auswahl an die Kultusministerkonferenz.

Näheres über Blaudruck: Regionen-blaudruck

                                                                                                                                                                                                                          MWK/U. MIcha/S.Lappe

Veröffentlicht 04.08.2019


8,2 Millionen Euro für den Neubau der Leibniz School of Education

Leibniz Universität leistet wesentlichen Beitrag zur Lehrerbildung in Niedersachsen

Grünes Licht für den Neubau der Leibniz School of Education: Der Haushalts- und Finanzausschuss des Niedersächsischen Landtags hat in seiner Sitzung am 29. Mai der Baumaßnahme an der Leibniz Universität (LUH) zugestimmt. Der mehr als 2.800 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Neubau soll im Universitätsbereich Welfengarten in unmittelbarer Nähe des Hauptgebäudes entstehen. Die Gesamtkosten für das Gebäude belaufen sich auf rund 20.65 Millionen Euro – 8,2 Millionen steuert das Land bei, die restlichen Kosten trägt die LUH.

„Mit mehr als 20 Prozent der Gesamtstudierenden, die im Bereich Lehramt eingeschrieben sind, leistet die LUH einen wesentlichen Beitrag zur Lehrerbildung in Niedersachsen. Die Umwandlung des Zentrum für Lehrerbildung in die akademisch selbstverwaltete Leibniz School of Education unterstreicht die 2018 von der Universität getroffene Entscheidung, die Lehrerbildung zu einem profilbildenden Schwerpunkt auszubauen. Mit dem Neubau entstehen jetzt auch optimale räumliche Bedingungen“, sagt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Der Neubau soll neben dem Zentrum für Lehrerbildung auch die Institute für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften beherbergen. Neben Büro- und Besprechungsplätzen entstehen unter anderem auch Seminarräume, ein großer Hörsaal, Medienlaborflächen sowie dringend benötigte studentische Arbeitsplätze.

Die LUH hat seit Januar 2019 die Bauherrenverantwortung für ihre Projekte inne und setzt den Neubau in Eigenregie um.

Presse MWK/U. Micha/S.Lappe

Veröffentlicht 29.05.2019


Forschende Unternehmen sollen steuerliche Förderung bekommen

Das Gesetz soll den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken   

Es ist klar: Forschende Unternehmen sollen künftig milliardenschwere steuerliche Vorteile bekommen. Das Bundeskabinett hat einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht.  Bund und Länder veranschlagen für die unbefristete Förderung pro Jahr rund 1,27 Milliarden Euro. Das Gesetz soll den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.

Anspruchsberechtigt sollen generell alle Unternehmen sein, die forschen und in Deutschland steuerpflichtig sind.

Informationen: bmbf.foerderung-in-der-forschung

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.05.2019


4,5 Millionen Euro für Forschungskooperationen Niedersachsen - Israel

Große Zahl qualitativ hochwertiger Anträge zeigt Potenzial der Zusammenarbeit

Herausragende Antragsqualität: Im Rahmen des Förderprogramms „Forschungskooperationen Niedersachsen – Israel“ fördern das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung in diesem Jahr 15 Forschungsprojekte in den Disziplinen Bio- und Lebenswissenschaften sowie Medizin. Anzahl und Qualität der eingereichten Anträge waren in dieser Förderrunde so hoch, dass die ursprünglich geplante Fördersumme von 2 auf insgesamt 4,5 Millionen Euro angehoben werden soll. Die Mittel stammen aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

Insgesamt wurden für die Förderrunde 2018  81 Anträge eingereicht.

„Das Förderprogramm leistet einen wichtigen Beitrag für den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Israel und Niedersachsen", so Björn Thümler. 

Seit 1977 fördert das Land Niedersachsen den wissenschaftlichen Austausch zwischen niedersächsischen und israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die geförderten Projekte haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren. Informationen: forschungsfoerderung_durch_mwk_und_niedersaechsisch-israelische-forschungsprojekte

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 15.05.2019


Und die Schuldenuhr läuft rückwärts

Bund der Steuerzahler fordert weitere Tilgungen von Altschulden

Jetzt läuft Niedersachsens Schuldenuhr dank eines milliardenschweren Haushaltsüberschusses rückwärts. Am Mittwoch wurde die dann im Landtag in Hannover angebrachte Anzeigetafel um 686 Millionen Euro zurückgedreht: Nun zeigt sie statt eines Schuldenstands von 61,180 Milliarden Euro nur noch 60,494 Milliarden Euro an.  Vorausgeeilt war eine Entscheidung der Landesregierung, den Haushaltsüberschuss von 1,8 Milliarden Euro aus dem Jahr 2018 zur Schuldenreduzierung zu nutzen. 

Bernhard Zentgraf, Reinhold Hilbers (CDU) und Ulf Thiele stehen vor der Schuldenuhr für Niedersachsen und Bremen. Foto: Christophe Gateau

 Dafür gab es dann auch Lob  vom Bund der Steuerzahler, der planmäßig weitere Tilgungen von Altschulden nach diesem Schuldenabbau fordert. „Es ist richtig und nötig, weil er Lasten und Risiken von künftigen Generationen nimmt“, sagte der Landesvorsitzende Bernhard Zentgraf.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.05.2019


Der Niedersächsische Landtag im Film

Ein Film informiert über den Niedersächsischen Landtag

Unter dem Titel „Debatte, Entscheidung, Begegnung“ wird in dem Film die Arbeit der Abgeordneten in den Gremien des Landtages und im Plenum visualisiert. So lernt man das Gesetzgebungsverfahren kennen und bekommt vielfältige Eindrücke von der Arbeit des Landesparlamentes.

Der Film „Der Niedersächsische Landtag – Debatte, Entscheidung, Begegnung“ steht auf der Internetseite des Landtages nfe.niedersachsen.

Der Blick ins Plenum - hier wird debattiert und entschieden. Foto hannover.de

Ute Micha, PeDiNo / Sigrid Lappe, HaWo