TIPPS + TERMINE


Regisseurs Veit Helmer total!

Auftakt am 22. Januar in Anwesenheit des Filmemachers

Das Kommunale Kino Hannover (KoKi) zeigt eine Werkschau des hannoverschen Filmemachers Veit Helmer. Er setzt mit seinen Filmen ganz eigene Akzente und hebt sich damit vom Mainstream der deutschen Kinoszene ab.

Bis zum 13. Februar ehrt das KoKi im Künstlerhaus mit einer Werkschau das Schaffen Helmers. Zum Auftakt „Tuvalu + Kurzfilme“ am 22. Januar ist der hannoversche Filmemacher zurück in seiner Heimatstadt. Veit Helmer ist ein Unikat im deutschen Film, womöglich sogar im europäischen. Sein Werk ist abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Er lässt sich schwer festlegen. Er dreht überall auf dem Globus, lehrt an ebenso vielen und verschiedenen Filmhochschulen, experimentiert mit Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilm. (Foto: Filmszene Baikonur, 13. Februar) 

Dabei kommt dann auch schon einmal ein Stummfilm in Ascherbaidschan heraus, in dem Bewohner der Länder mitspielen. In seinen Filmen wird zumeist wenig bis gar nicht gesprochen. Ganz in der Tradition des Stummfilmes nutzt Helmer expressives Spiel, Mimik, Musik und visuelle Gags, um seinen Filmen Klang und Rhythmus zu geben. Durch die hohe Musikalität seiner Inszenierung vergisst man rasch, dass der Film oft im Grunde stumm ist.

Die Werkschau spiegelt Helmers großen Vorliebe und Stärke wider: Das Absurde. Nicht umsonst taufte er seinen 2008 erschienenen Film auch ABSURDISTAN. Die Orte in Veit Helmers Filmen sind eigentümliche Mischungen aus einerseits grotesken Fantasiewelten und andererseits einem genauen Blick für die Kultur und Eigenheiten der Regionen, in denen die Filme grob angesiedelt sind. Näheres: neues24.-rund-um-die-kinoleinwand

KoKi/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo

15.01.2020 


Kunstsalon im Kunstverein / 27. Januar

"Das Bauhausjahr, was davon bleibt und die Marke Bauhaus"

Anlässlich des Erscheinens des Buches "Marke Bauhaus: 1919–2019", 2019 spricht am Montag, 27. Januar 2020 um 19 Uhr, der Autor Prof. Dipl.-Ing. Philipp Oswalt (Professor für Architekturtheorie und Entwerfen, Universität Kassel, Direktor Bauhaus Dessau 2009–2014) über die Bauhaus-Bewegung und das vielfach gefeierte Jubiläum. Nicht Funktion und Gebrauch zeichnen das Bauhaus aus, sondern Symbolik. Ob Quadrat, Dreieck oder Kreis, ob Wagenfeld-Lampe, Schlemmer-Kopf oder weisse Kuben mit Flachdach: Das Bauhaus hat ikonische Bildzeichen und einen Stil kreiert, der weder funktional noch sozial ist, aber visuell prägnant. Bauhaus-Gründer Walter Gropius zielte von Anfang an darauf, aus dem Bauhaus eine Marke zu entwickeln – mit Erfolg. Sei es in Konsum, Politik oder Kultur: Mehr als achtzig Jahre nach seiner Schliessung ist das Bauhaus präsenter als je zuvor. 

Das Buch von Philipp Oswalt, ehemaliger Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, widmet sich anhand zahlreicher Bildbeispiele und gehaltvoller Texte dieser prominenten Markenbildung und -Verwendung (Verlag Scheidegger & Spiess, 38 Euro, 1. Auflage, 2019 Broschiert 336 Seiten, 827 farbige und 127 sw Abbildungen, ISBN 978-3-85881-620-7). 

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

30.12.2019


Der 27. Januar 1945 ist untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden

Gedenkkonzert am 27. Januar in Hannover

Als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erinnert das Datum an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. 2020 jährt sich der Tag zum 75. Mal. Aus diesem Anlass bringt die Region Hannover in Kooperation mit der Stadt Hannover, der Villa Seligmann und dem Verein für Völkerverständigung und Toleranz e.V. ein internationales Konzertereignis nach Hannover: Das „The ‚Night‘ Holocaust Concert“ erlebt am Montag, 27. Januar, 19 Uhr,  im Kuppelsaal des HCC seine Deutschland-Premiere.

Mitwirkende sind der Schauspieler Sebastian Koch, der Staatschor Vilnius, das Staliningrader Staatsorchester mit Maestro Arkadi Feldman, und The Moscow Male Jewish Cappella sowie hannoverschen Chören statt. Der Eintritt ist – bei Vorlage einer Zählkarte, erhältlich im hannoverschen Umland in allen Geschäftsstellen von HAZ und Heimatzeitungen Madsack oder in den kommunalen Bürger- und Kulturbüros.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

14.12.2019


Diskussion zur Wohnungspolitik und ihrer sozialen Dimension / 28. Januar

Öffentliche Veranstaltung an der Leibniz Universität mit Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft

Der Wohnungsmarkt wird immer enger – in den deutschen Großstädten fehlt bezahlbarer Wohnraum. Welchen Stellenwert hat die soziale Dimension in der aktuellen Wohnungspolitik? Welche Auswirkungen ergeben sich aufgrund von steigenden Preisen für Pendler und Arbeitsplätze? Wie können bezahlbarer Wohnraum für Studierende und privatwirtschaftliches Interesse zusammenkommen?

Rund um diese Fragen lädt das Institut für Wirtschaftspolitik der Leibniz Universität  am 28. Januar 2020 zum Workshop „Wohnungspolitik und ihre soziale Dimension“ ein.

Die Veranstaltung findet statt von 16 bis 18.30 Uhr im Gebäude 1507, Raum 002 (Conti-Campus), Königsworther Platz 1.

Es referieren: Olaf Lies (Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz), Dr. Susanne Schmitt (Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft), Eberhard Hoffmann (Studentenwerk Hannover), Dr. Mehrdad Payandeh (Deutscher Gewerkschaftsbund) und Prof. Dr. Stephan Thomsen (Institut für Wirtschaftspolitik, LUH.)

Der Workshop ist öffentlich, der Eintritt ist frei, anschließend Get-together. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Wolfgang Schultze Stiftung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

18.012020

Krischan, Kurt & Käte / 2. Februar

Eine heitere Stadtrundfahrt mit dem Bussa-Nova-Nostalgie-Bus

Kurt Schwitters, Christof Spengemann & Käte Steinitz, das Trio Infernal der zwanziger Jahre, kutschiert die Gäste am 2. Februar ab 14 Uhr im Bussa-Nova-Nostalgie-Bus durch die Stadt.

In den zwanziger Jahren erlebt Hannover seine kulturelle Blüte auf höchstem internationalen Niveau. Zu verantworten haben das vor allem drei Freunde: Kurt Schwitters, Christof Spengemann & Käte Steinitz. Treibende Kraft im Kulturleben der Stadt ist Tausendsassa Kurt Schwitters, ähnlich aktiv ist der Werbefachmann und Publizist Christof Spengemann. Und die Journalistin Käte Steinitz versammelt in ihrem Salon die internationale Avantgarde. Zusammen rocken die drei das groteske Hannover der zwanziger Jahre. 

Auf der erfrischenden Stadtrundfahrt folgen Gäste den Spuren quer durch Hannover und erfahren dabei allerlei Vergnügliches und Absurdes von A wie Anna Blume bis Z wie Zinnoberfest. Mitfahrer dürfen sich auf einen amüsanten Ausflug der besonderen Art freuen!

Informationen und weitere Aktionen: kronensieben.

Peter Struck/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

12.01.2020 


Sinfoniekonzert zum Thema „Heimat“ / 2. Februar

Orchester der Leibniz Universität am 2. Februar im Lichthof des Welfenschlosses

Das Sinfoniekonzert des collegium musicum Hannover am 2. Februar widmet sich dem Thema „Heimat“. Das Orchester vereint nationale Eindrücke von Finnland, Syrien und Tschechien durch die Kompositionen von Jean Sibelius, Dia Succari und Bedřich Smetana mit persönlichen Programmhefttexten der Mitglieder des Orchesters.

Sibelius gilt als finnischer Nationalkomponist, er lebte bis zu seinem 13. Lebensjahr in Syrien und verbindet traditionelle arabische mit westeuropäischer Musik. Die Solo-Partien in seinem Werk werden von Jussef Eisa gespielt, der mit namhaften Orchestern zusammenarbeitet.

Die zweite Konzerthälfte widmet sich Smetanas sinfonischer Dichtung „Mein Vaterland“.

Das collegium musicum Hannover ist das Sinfonieorchester der Leibniz Universität  unter Leitung von Sönke Grohmann. Die etwa 80 Mitglieder sind Studierende, Dozentinnen und Dozenten, Mitarbeitende und ehemalige Angehörige der Leibniz Universität und anderer Hochschulen sowie interessierte Amateur-Musikerinnen und Musiker.

Das Konzert findet um 18 Uhr im Lichthof des Welfenschlosses (Universität) statt, die Eintrittskarten kosten an der Abendkasse 12, ermäßigt 6 Euro, im Vorverkauf 11, ermäßigt 5 Euro: collegium-musicum-hannover.

LUH/Sigrid Lappe/Ute Micha


Benefizkonzert zum Weltkrebstag / 4. Februar

Mehr als 50 000 Menschen  erkranken in Niedersachsen jedes Jahr neu an Krebs

Die Niedersächsische Krebsgesellschaft feiert am 4. Februar mit einem Benefizkonzert in Hannover ihr 70-jähriges Bestehen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) wird bei  dem anstehenden Konzert um 19 Uhr in der Marktkirche ein Grußwort sprechen, teilte die Niedersächsische Krebsgesellschaft mit. Unter anderem treten das A-capella-Quintett "vocaldente" (Foto Hannover.de), der Organist Axel LaDeur und der Saxofonist Thomas Zander auf.

Nach Angabe des Vereins erkranken mehr als 50 000 Menschen in Niedersachsen jedes Jahr neu an Krebs. Die Niedersächsische Krebsgesellschaft will Betroffene und ihre Angehörigen informieren, beraten und begleiten. Landespolitiker, Ärzte, Vertreter von Krankenkassen und Träger von Rentenversicherungen hatten den Verein 1950 gegründet.

Sigrid Lappe, Hannover Woche, Ute Micha, Presse Dienst Nord

23.01.2020


Das ganz besondere europäische Leben des Ivo Andrić / 4. Februar

Michael Martens dokumentiert einen außergewöhnlichen Lebensweg

Am 4. Februar um 19.30 Uhr kommt Michael Martens mit der Biografie „Im Brand der Welten“ in das Literaturhaus in der Sophienstraße. Martens, der als politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in einigen Städten Osteuropas gelebt hat, spricht mit der Journalistin Gabriela Jaskulla über das ganz besondere europäische Leben des Ivo Andrić.

Andrić wurde 1961  „Für die epische Kraft, mit der er Motive und Schicksale aus der Geschichte seines Landes gestaltet“, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Michael Martens zeichnet in der Biografie „Im Brand der Welten“ einen außergewöhnlichen Lebensweg nach: Er führt von der Kindheit in Bosnien über das Attentat von Sarajevo 1914 bis zu Andrićs Zeit als Diplomat des Königreichs Jugoslawien in Hitlers Berlin.

Diesen bewegten Zeiten folgten Jahre im von den Deutschen okkupierten Belgrad, als Andrić in völliger Zurückgezogenheit die großen Romane schreibt, die ihm Weltruhm einbringen werden. Wie ein Roman des europäischen 20. Jahrhunderts liest sich Martens profunde Biografie über ein Doppelleben als Schriftsteller und Spitzendiplomat. Dabei führt er Leben, Werk und Epoche auf so kenntnisreiche wie spannende Weise zusammen und macht Lust, Andrićs große Bücher (neu) zu entdecken.

Michael Martens, 1973 in Hamburg geboren, lebte von 1995 bis 2000 in St. Petersburg, Kiew und anderen Städten Osteuropas. Seit 2002 ist er politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er verbrachte sieben Jahre in Belgrad, sechs in Istanbul, drei in Athen. Seit 2019 lebt er in Wien.

Moderatorin Gabriela Jaskulla, geb. 1962 bei Würzburg, lebt als freie Autorin, Übersetzerin und Journalistin bei Berlin und lehrt Kulturjournalismus und Kreatives Schreiben.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

17.01.2020


Der Norden liest: Lukas Bärfuss „Malinois“ / 6. Februar

Bärfuss mit einer irritierende Kartographie der Passionen

In seinem ersten Erzählband zeichnet Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss am 6. Februar (19.30) im Literaturhaus eine irritierende Kartographie der Passionen. Malinois versammelt Erzählungen aus über 20 Jahren, die schon im Titel so fundamentale Fragen stellen wie „Was ist Liebe? oder Was ist ein Hund? Die Liebe und das Begehren sind die Fluchtpunkte dieser Texte. Objekt der Obsession kann dabei der Schwager sein, in den sich ein Mann verliebt. Oder die eigene, längst verstorbene Mutter, nach der sich ein Dramatiker sehnt und um die er trauert.

Lukas Bärfuss © Stefano de Marchi 

Aber nicht nur Menschen können im Zentrum der Begierde stehen: So vergräbt einer der Protagonisten eine Alfa Romeo Giulia in seinem Garten. Ein weiteres Verbindendes ist der immer wieder einfallende Zufall, die Willkür des Lebens. In zugleich sinnlicher und analytischer Sprache erzählt Bärfuss von Menschen, die aus den Routinen des Alltags herausgerissen werden. Im Gespräch mit Ulrich Kühn spürt er noch einmal den Fragen nach, wie wir uns begegnen und wie wir die Geschichten unserer Leidenschaften entwerfen.

Lukas Bärfuss, *1971, in Thun/Schweiz, ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich. 2019 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Moderator Ulrich Kühn studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie und promovierte. Er arbeitete als freier Autor und Rezitator, ab 2000 als Moderator für den NDR und ist seit 2007 als Redakteur bei NDR Kultur in Hannover tätig, wo er die Redaktion Kulturmagazine leitet.

Die Lesung wird aufgezeichnet und am 15.03.2020 auf NDR Kultur im Sonntagsstudio ab 20 Uhr gesendet.


TANZ-Tag in der Musikschule der Landeshauptstadt / 8. Februar

Präsentation und ein vielfältiges Tanz-Workshop-Programm 

Verschiedene Kurse der TANZ-Etage in der Musikschule zeigen am 8. Februar was sie erarbeitet haben. Nach der Präsentation gibt es ein vielfältiges Tanz-Workshop-Programm mit Angeboten für jede Altersstufe zum Mitmachen. Die Teilnahme ist kostenfrei, Gäste sind willkommen.

Anmeldungen für Workshop-Plätze nimmt die Musikschule unter Tanz-EtageMusikschule(at)hannover-stadt.de entgegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Schauspiel, Tanz und Gesang © Thomas Langreder

Das Programm:

11 Uhr Tanz-Matinée, Jeder und alles, was sich in der und durch die TANZ-Etage bewegt, präsentiert sich auf der Bühne.

Ab 12 Uhr Workshops: für Kids und Teens, 12 bis 13 Uhr; Tanzkeller, 13 bis 14 Uhr, Europasaal: HipHop-Tanz ab acht Jahren.

12 bis 13 Uhr: Tanzworkshops für Jugendliche und Erwachsene ; 

13 bis 14.15 Uhr, Tanzkeller Modern Dance, Geschichten, die bewegen! Tanzimprovisation. Für bewegungsfreudige Erwachsene jeden Alters mit Neugierde am Experimentieren.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

24.01.2020


Herrenhausen Barock - Durch das Rote Meer / 22. Februar, 15 Uhr für Familien

Ein musikalischer Auszug aus Ägypten als Familienkonzert für Kinder ab 4 Jahren

Das Familienkonzert, basierend auf „Georg Friedrich Händel – Israel in Egypt“, findet am 22. Februar 2020, 15 Uhr, im Galeriegebäude im Großen Garten Herrenhausen statt. Mitwirkende: Vokalsolisten, Capella St. Crucis Hannover und la festa musicale, Leitung: Florian Lohmann (siehe 23. Februar, 17 Uhr).

In einer 45-minütigen Konzertfassung des Händel-Oratoriums „Israel in Ägypten“ erlebt die ganze Familie musikalisch die Reise des Volkes Israel von Ägypten in die Heimat. Dabei begegnet sie den biblischen Figuren und folgt den Klängen der barocken Chormusik. Zu hören ist, wie der Komponist Georg Friedrich Händel die biblischen Plagen hörbar macht und wie der jubelnde Lobgesang der Befreiung klingt.

Konzept: Alana Brandt und Musikstudierende der Capella St. Crucis

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Abschluss „Herrenhausen Barock“ / 23. Februar

Georg Friedrich Händels „Israel in Egypt“

Zum Abschluss der 2019 wieder ins Leben gerufenen Konzertreihe „Herrenhausen Barock“ wird die Capella St. Crucis (Chorfoto Thomas Langreder) am 23. Februar, 17 Uhr, das monumentale Chororatorium „Israel in Egypt“ von Georg Friedrich Händel zusammen mit international renommierten Solisten aus Großbritannien in die Galerie Herrenhausen bringen. Als Orchester konnte das junge, ebenso spielfreudige wie virtuose Ensemble la festa musicale gewonnen werden. 

Mitwirkende: Joanne Lunn und Esther Tschimpke – Sopran, Eric Jurenas – Altus, Zachary Wilder – Tenor, Douglas Williams, Ed Ballard – Bass, Capella St. Crucis und la festa musicale unter der Leitung von Florian Lohmann. 

Die Uraufführung des dreiteiligen Oratoriums fand 1739 im King’s Theatre am Londoner Haymarket statt. Heute werden in der Regel jedoch nur die Teile zwei und drei aufgeführt, meistens ergänzt mit einer Sinfonie aus einem anderen Händelwerk als Ouvertüre. Umso erfreulicher ist es, dass die Capella St. Crucis die Originalfassung zum Abschluss der Konzertreihe Herrenhausen Barock aufführen wird. Dabei hat Lohmann dieses Werk mit Bedacht gewählt: der enge Bezug Händels zu Herrenhausen, die Aktualität des Themas Flucht und Vertreibung und die musikalische Herausforderung für den Chor.

Der erste Teil erzählt von der Trauer der Israeliten um Joseph, denn erst als Joseph König in Ägypten wurde, siedelten Jakob und sein ganzes Haus in dieses Land über. Am Anfang des zweiten Teils kommt ein neuer König auf den Thron, der Joseph nicht kannte und die Israeliten in Knechtschaft zwingt. Der zornige Gott schickt den Ägyptern sieben furchtbare Plagen und teilt das Rote Meer – dramatische Szenen, die von Händel entsprechend in Musik gesetzt wurden. Der dritte Teil ist ein eigenständiges Anthem und Lobgesang auf die Allmacht des Schöpfers.

Der Chor spielt in diesem Oratorium eine besonders tragende Rolle – nur vereinzelte Nummern sind solistisch besetzt. Kein anderes Händel Oratorium hat mehr doppelchörige Anteile als „Israel in Egypt“ und es bleibt daher bis heute das größte Chororatorium von G.F. Händel.

Tickets von 15 bis 40 Euro, ermäßigt: 18 bis 30 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) an der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus,  vvk-kuenstlerhaus, Eventim und CTS/Eventim-Vorverkaufsstellen, eventim. und an der Abendkasse im Arne Jacobsen Foyer (geöffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn).


Französischer Abend in Hannover / 27. und 28. Februar

Die NDR Radiophilharmonie spielt Ravel, Debussy und Messian   

Am 27. und 28. Februar, jeweils 20 Uhr, kommt die NDR Radiophilharmonie mit Sinfoniekonzerten à la française in den Großen Sendesaal des NDR. Auf dem Programm: Maurice Ravels Orchesterstücke „Pavane pour une infante défunte“ und „Une barque sur l'océan“ aus „Miroirs“, von Olivier Messian „Poèmes pour Mi“ für Sopran und Orchester und „La Mer“ sowie drei sinfonische Skizzen für Orchester von Claude Debussy.

Es dirigiert Simone Young, eine der bekanntesten Dirigentinnen. Zehn Jahre lang prägte sie das Musikleben Hamburgs als Intendantin der Staatsoper, 2022 wird sie das Sinfonieorchester ihrer Heimatstadt Sydney übernehmen (Foto NDR).

Solistin ist die britische Sopranistin Sally Matthews, die 1999 den begehrten Kathleen Ferrier Award gewann.

Paris war schon immer eine Metropole der Musik, auch wenn französische Komponisten Ende des 19. Jahrhunderts gegenüber der Konkurrenz aus Deutschland und Osteuropa ein wenig ins Hintertreffen gerieten. Mit Debussy und Ravel zählte Frankreich wieder zu den Vorreitern der Neuen Musik. In ihre Fußstapfen trat eine Generation später der junge Olivier Messiaen, der die reiche Farbpalette seiner Vorgänger um rhythmische Finessen sowie um fernöstliche Einflüsse bereicherte.

Friederike Westerhaus führt an beiden Abenden ein Einführungsgespräch mit der Dirigentin Simone Young auf dem GELBEN SOFA. Beginn jeweils um 19 Uhr im Großen Sendesaal.

Karten sind zum Preis von 20 bis 47 Euro beim NDR Ticketshop, Tel. 0511- 27 78 98 99, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter ndr/radiophilharmonie erhältlich

Video: KAORI MURAJI - Pavane Pour Une Infante Défunte (M.Ravel)https://youtu.be/DF5gmCZj5ro

NDR/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

16.01.2020 


Ein kulturelles Freiluft-Wochenende / 17. – 19. April

Hannover in drei Tagen –Tour zum Buch mit Peter Struck und Barbara Kreikenberg

Das etwas andere Kultur-Wochenende vom 17. bis 19. April gibt einen anschaulichen Überblick über 350 Jahre hannoverscher Kultur. Dieser Crashkurs für Anfänger und Fortgeschrittene ist ein kulturelles Freiluft-Wochenende, das erstmals einen anschaulichen Überblick über 350 Jahre hannoverscher Kultur gibt. Er gibt einen Überblick über das, was man von Hannover kennen und darüber wissen sollte. Man bewegt sich drei Tage durch Hannover, im Vordergrund des kulturellen Rundumschlags stehen Architektur, Kunst und Gartenkunst, aber auch Literatur, Musik und Film kommen dabei nicht zu kurz. Teilnehmer erleben in privater Atmosphäre Traditionen und Eigentümlichkeiten, die so nur in Hannover zu finden sind.

Neben Vorträgen, Seminaren, Führungen und Kurzfilmabenden gibt es auch spezielle Stadtrundfahrten und ganztätige Exkursionen ins Umland, zu finden auf der Website von Dr. Peter Struck kronensieben  

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 

10.01.2020