KULTUR - FÖRDERUNGEN


Niedersächsischer Museumspreis geht nach Osnabrück


Der Museumspreis des "hbs kulturfonds" in der Niedersächsichen Sparkassenstiftung geht an das Museumsquartier MQ4 in Osnabrück. Der mit 15 000 Euro dotierte Museumspreis zeichnet in diesem Jahr den gelungenen Zusammenschluss des Felix-Nussbaum-Hauses, des Kulturgeschichtlichen Museums, der Villa  Schlikker und des Akzisehauses unter dem Leitthema Frieden aus, so die Jury.

Auszeichnung für herausragende Museumsarbeit. Foto Simone Reukauf

Hier wird ein Bewusstsein für das übergeordnete Thema geschaffen, gleichzeitig bilden die vier Museen auch die vielfältige Stadt-und Kulturgeschichte Osnabrücks ab. Das Preisgeld ist zweckgebunden und wird für ein Projekt des Museumsquartiers verwendet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.08.2020


Förderpreis Museumspädagogik 2020 der VGH Stiftung für vier Museen

Mit dem Preisgeld werden zukunftsweisende Vermittlungskonzepte gefördert,
Die VGH Stiftung verleiht ihren Förderpreis Museumspädagogik an beispielhafte museumspädagogische Projekte. Vier Museen erhalten den mit insgesamt 14.000 Euro dotierten Preis. Mit dem Preisgeld werden zukunftsweisende Vermittlungskonzepte gefördert, die einem vielfältigen Publikum Lust auf die abwechslungsreiche Museumswelt machen. Mit dem Preisgeld können die von der fünfköpfigen Jury prämierten Vorhaben innerhalb eines Jahres umgesetzt werden. „Unser Ziel ist es, innovative Projekte zu ermöglichen, um die hohe Qualität und Vielfalt der niedersächsischen und bremischen Museen zu fördern“, so Stiftungsdirektor Dr. Johannes Janssen.
Preisträger des Förderpreises Museumspädagogik 2020: Seit zwei Jahren geplant – nun hochaktuell: Die Sonderausstellung „Seuchen“ des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim vermittelt Gesundheitsbewusstsein und Geschichtsbewusstsein auf innovative Weise. Die Besucher*innen können aus dem „Kultur-Baukasten“
Themenschwerpunkte und Vermittlungsangebote wählen wie beispielsweise „Reality-Führungen“, die vergangene Seuchenereignisse mit allen Sinnen erlebbar machen; in „Experimental-Workshops“ können die Besucher *innen selbst mikroskopieren und Experimente durchführen. In öffentlichen Gesprächsrunden vermitteln Fachleute aus Medizin und Forschung ihr Wissen und stehen für Diskussionen und Fragen zur Verfügung. Das Ziel der Ausstellung ist, Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Themas zu vermitteln und eine aktive Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der Umwelt zu ermöglichen.
Learning by doing: Das Projekt „Stichlingskataster“ des Natureum Niederelbe
vereint praktische Wissensvermittlung mit dem Aufbau einer Datenbank. Die
Schülerinnen und Schüler fangen gemeinsam Fische in den Gewässern der
Region, bestimmen und zählen sie, bevor sie die Tiere wieder in die
Freiheit entlassen. Außerdem werden Wasserproben untersucht sie auf die Wasserqualität. Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Museums und der Arbeitskreis „Wanderfische an der Niederelbe“ unterstützen die Jugendlichen und leiten sie an. So erfahren diese Wissenswertes zur lokalen Fischwelt und zum Umweltschutz, und lernen Methoden zur wissenschaftlichen Datenerhebung kennen. Die Daten werden in eine Datenbank überführt und ausgewertet. Anschließend entsteht aus den Ergebnissen eine kleine Sonderausstellung, die im Natureum Niederelbe präsentiert wird.

Das Projekt „Dinge des Lebens“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden lädt zu einem außergewöhnlichen Austausch ein. Konfirmanden treten mithilfe von Objekten des Landesmuseums mit Gästen des Hospizes „Stiftung Isensee“ in Verbindung. Die jungen Leute suchen sich im Museums Objekte aus, die sie berühren und zu denen sie je einen Brief verfassen möchten. Aus den Gegenständen und den Briefen entstehen Museums-Überraschungskoffer, die den Gästen des Hospizes im Rahmen einer Gesprächsrunde übergeben werden. Eine Mitarbeiterin des Landesmuseums, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizes und eine Pastorin begleiten das Gespräch und gehen auf Fragen ein. Die historisch und kulturell aufgeladenen Gegenstände des Museums und die Briefe geben den Gästen des Hospizes Impulse für den Austausch von Gedanken und Gefühlen. Das Projekt gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits die Möglichkeit, sich mit der Sammlung des Landesmuseums auseinanderzusetzen und andererseits mit den Gästen des Hospizes existenzielle Fragen des Lebens zu diskutieren. Die ausgewählten Objekte werden im Ostfriesischen Landesmuseum präsentiert. Außerdem wird das Projekt in einer Broschüre unter dem Titel „Brief an einen Gast“ dokumentiert.
Vom Lehrling zum kleinen Baumeister – das Projekt „Kinderbauhütte am Winsener Schloss“ des Museums im Marstall hat es sich zum Ziel gesetzt, Schüler*innen zu kleinen Baumeistern auszubilden. Im Rahmen dieses Projektes wird ein Bauhüttenplatz errichtet werden, der in Modellen den Aufbau eines Fachwerkhauses und eines Backsteinbaues vermittelt. Die teilnehmenden Kinder werden über die Dauerausstellung des Museums an das Thema herangeführt. Anschließend erlernen sie auf dem Bauhüttenplatz erste handwerkliche Fähigkeiten, wie den Gebrauch von Zirke Winkel und Lot, so dass sie auch selbst tätig werden können. Die Eltern sind in diesen Projektdurchgang über Exkursionen, die von Denkmalpflegern durchgeführt werden, eingebunden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zusätzliche Mittel für die Kultur im Haushalt 2021 geplant

Kulturminister Björn Thümler: „Wir setzen ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt“

Die Landesregierung will kulturelle Einrichtungen im kommenden Jahr mit 1,5 Millionen Euro mehr unterstützen als bisher. „Mit den Verstetigungen zusätzlicher Mittel im Haushaltsplanentwurf 2021 setzen wir ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt in Niedersachsen. Trotz der zurzeit überall sehr angespannten Finanzlage ist es uns gelungen, für ganz verschiedene Bereiche des kulturellen Lebens eine positive Ausgangslage zu gewährleisten“, sagt Thümler (Foto lks.). „In den letzten Monaten haben wir verstärkt erlebt, welch wichtigen Platz die Kultur in unserer Gesellschaft einnimmt. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir Kultureinrichtungen dabei unterstützen, ihre Strukturen aufrechtzuerhalten.“

Von der Zusage profitieren die Stiftung Museumsdorf Cloppenburg, die 200.000 Euro zusätzlich erhalten soll (Gesamtförderung durch das Land: 1.945.000 Euro), Musikland Niedersachsen mit 75.000 Euro zusätzlich (Gesamtförderung: 1.798.000 Euro) und der Landesverband Theaterpädagogik, der 2021 mit 250.000 Euro vom Land gefördert wird.

Insgesamt 380.000 Euro setzt das Land zur Stärkung der Regionalsprache Niederdeutsch und der Minderheitensprache Saterfriesisch ein. Damit stehen im nächsten Jahr 350.000 Euro für Niederdeutsch-Projekte zur Verfügung, weitere 30.000 Euro erhält die Oldenburgische Landschaft für die Pflege des Saterfriesischen. Mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta der Regional und Minderheitensprachen hat sich die Landesregierung zu ihrer Förderung verpflichtet. Wichtiger Partner dabei sind die Landschaften und Landschaftsverbände, die mit Festivals, Konzerten und Schulprojekten die Sprachen lebendig halten.                                                              Übersetzung gefällig?

Hinzu kommen zusätzliche Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro für das Programm „Wir machen die Musik“, das vom Landesverband Niedersächsischer Musikschulen abgewickelt wird. Damit erhält das Musikalisierungsprogramm im Jahr 2021 insgesamt 2,45 Millionen Euro aus dem niedersächsischen Landeshaushalt. Aufgrund der Vielzahl lokaler Musikschulen, Kitas und Schulen, die im Rahmen von „Wir machen die Musik“ kooperieren, erzielt der Musikunterricht hier eine enorme Wirkung: Mehr als 35.000 Kinder in ländlichen wie auch städtischen Räumen profitieren jährlich vom gemeinsamen, breit angelegten Bildungsangebot der Kooperationspartner. Insgesamt wurden seit Beginn des Programms im Jahr 2009 mehr als 310.000 Kinder in ihren Kindertageseinrichtungen und Schulen erreicht.

MWK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


500.000 Euro vom Land Kulturhauptstadtbewerbung

Das Bewerbungsteam schreibt intensiv am 2. Bid Book

Hannover bekommt 500.000 Euro vom Land Niedersachsen in der heißen Bewerbungsphase um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Den Zuwendungsbescheid über die Summe hat Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, Oberbürgermeister Belit Onay bei einem Besuch überreicht.

Bei dem Geld handelt es sich um die im Dezember 2019 versprochene Unterstützung des Landes an die niedersächsischen Bewerberstädte Hannover und Hildesheim, die es beide in der zweiten Runde des nationalen Wettbewerbs geschafft haben.

Das Bewerbungsteam Hannover 2025 schreibt zurzeit intensiv am 2. Bid Book, um eine europäisch besetzte Jury davon zu überzeugen, dass Hannover das Zeug dazu hat, Kulturhauptstadt zu werden.

OB Onay freut sich über den Zuwendungsbescheid des Landes für die Kulturhauptstadt-Bewerbung. Foto MWK

Die endgültige Entscheidung, welche der fünf deutschen Städte, die noch im Wettbewerb sind, sich in 2025, neben einer slowenischen Stadt, Kulturhauptstadt Europas, nennen darf, fällt am 28. Oktober.

MWK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Kulturelle Vielfalt in Niedersachsen soll erhalten bleiben

Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen aufgelegt

Heute geht das Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine an den Start. Zielgruppe sind die vielen Kultureinrichtungen in der Fläche, sei es das soziokulturelle Zentrum, der Heimatverein oder die Freilichtbühne. Das Programm ist zunächst mit sechs Millionen Euro ausgestattet.

„Mit diesem Programm fördern wir jene, die durch das Raster der laufenden Programme fallen. Wir alle sehen, dass gerade kleine Einrichtungen und Vereine in existenzieller Not sind. Fixe Kosten laufen weiter. Viele Kulturschaffende haben Kurzarbeit beantragt. Wir alle wissen, dass wir von Normalität noch sehr, sehr weit entfernt sind“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler. „Wir wissen, dass die Not der Kultureinrichtungen groß ist. Ziel ist es, die Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen zu erhalten.“

Antragsberechtigt sind ausschließlich als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen, die durch Corona in Liquiditätsengpässe oder in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage geraten sind. Zuschussfähig sind z. B. Betriebskosten, Mieten und andere unvermeidbare Zahlungsverpflichtungen. Personalkosten dagegen können nicht gefördert werden.

Eine Antragstellung ist bis zum 15. Juli 2020 möglich.

Förderanträge bis zu 8000 Euro werden direkt bei den Landschaften und Landschaftsverbänden gestellt, Förderanträge, die mehr als 8000 Euro umfassen, werden beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur beantragt.

Informationen, die Richtlinie, das Antragsformular und die Ausfüllhilfe unter folgendem Link: mwk.niedersachsen/forderungen/corona-sonderprogramm

In der Region Hannover kann jeweils mit bis zu 8.000 Euro fördern

Sonderförderung des Landes für Kultureinrichtungen

Um die Vielfalt des kulturellen Lebens zu erhalten, hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) ein Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kulturvereine und -einrichtungen aufgelegt.

Die Folgen der Pandemie sind derzeit für Kulturinstitutionen und Anbieter kultureller Angebote gravierend, insbesonders für freie Kulturinstitutionen wirken sie sich existenzbedrohend aus.

Im Rahmen des Programms mit einem Gesamtetat von sechs Millionen Euro ist die Region für die Vergabe von Förderungen von 1.500 bis 8.000 Euro zuständig, Anträge darüber hinaus gehen direkt an das Kulturministerium.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Kulturinstitutionen und gemeinnützige Kulturvereine mit Sitz in der Region Hannover, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine Notlage geraten und mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind.

Anträge können beim Team Kultur der Region Hannover eingereicht werden.

Von der Antragstellung ausgeschlossen sind Kulturinstitutionen, die bereits durch das Land Niedersachsen institutionell gefördert werden.

Mehr Informationen zum Sonderförderprogramm sowie das Antragsformular auf kulturfoerderung-region-hannover. Weitere Anfragen an Uta Foremny unter (0511) 616 23720 oder per Mail Uta.Foremny(at)region-hannover.de.

Region/Sigrid Lappe HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Hochschulen erfolgreich bei Bewerbung um geförderte Digitalisierungsprofessuren

Thümler: „Weitere Antragsrunde wird kommen“

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (Foto Wikipedia) hat die ersten Digitalisierungsprofessuren auf den Weg gebracht. Die Umsetzung kann sofort starten. Bei der Ausschreibung zur Förderung der Digitalisierungsprofessuren haben sich als Verbundprojekte die TU Clausthal und die Ostfalia Hochschule mit ihrem Antrag „Digitale Transformation nachhaltiger Prozesse und Dienste“, die Universität Göttingen und die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen mit Ihrem Antrag zur „Data Science Region Südniedersachsen“ und das Verbundprojekt „Digitalisierung sicher gestalten“ der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule durchgesetzt.

Die Hochschule Osnabrück wird für ihren Antrag „Applied Sciences go digital – Chancen für digitale Regionen (UAS.digital)“ gefördert und die Universität Osnabrück für ihren Antrag „KI Campus Universität Osnabrück: Realisierung der zweiten Ausbaustufe“.

Zunächst können von diesen Hochschulen bis zu 40 Professuren geschaffen werden. Die Mittel werden aufgestockt, bis ab 2021 jährlich sieben Millionen Euro Landesmittel bereitstehen. Zusätzlich werden die erfolgreichen Antragsteller temporäre Mittel in Höhe von insgesamt rund 33,6 Millionen Euro für weitere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen sowie Infrastruktur erhalten.

„Die Einrichtung der Digitalisierungsprofessuren ist eine der wichtigsten Weichenstellungen für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Landes“, so

 Thümler. „Wir stärken damit nicht nur Forschung und Transfer, sondern ganz gezielt auch den Bereich Studium und Lehre. Durch die neuen Professuren erwarten wir eine hohe Dynamik in Form neuer Studienangebote. Nicht zuletzt stärken wir mit dem Programm den Fachkräftestandort Niedersachsen.“

Da die Nachfrage nach Professorinnen und Professoren im Bereich Digitalisierung aktuell bundesweit sehr hoch ist, werden an den acht beteiligten Hochschulen zunächst bis zu 40 Digitalisierungsprofessuren eingerichtet. Bis zu zehn weitere Professuren werden innerhalb der kommenden zwei Jahre in einer weiteren Antragsrunde ausgeschrieben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

15 Millionen Euro für neue Sprachkurse für Geflüchtete

Thümler: „Sprache öffnet die Tür zu Beruf, Bildung und Alltag“

15 Millionen Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in der neuen Förderperiode ab Anfang Juni zur Verfügung, um Sprachkurse für Geflüchtete zu ermöglichen. „Sprache öffnet die Tür in die Bildung, in den Alltag, ins Berufsleben – sie ist der Schlüssel zur Integration“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler zur Neuauflage der Landesprogramme zur Sprachförderung. Neben der allgemeinen Sprachförderung finanziert das Land spezielle Kurse für Frauen mit Kinderbetreuung sowie Kurse für den nachträglichen Erwerb von Haupt- und Realschulabschlüssen an.

Eine Reduzierung der Mindestteilnehmerzahl auf 10 Personen pro Kurs ermöglicht die Einhaltung von Mindestabständen. Kosten für Hygieneartikel wie Desinfektionsmittel werden vom Land erstattet, wenn sie zur Einhaltung der Hygienekonzepte erforderlich sind. Auch die Fristen zur Durchführung von Kursen wurden gelockert. „Die Bildungseinrichtungen bekommen von uns die größtmögliche Flexibilität, damit die Integration von Geflüchteten in Niedersachsen auch unter diesen schwierigen Bedingungen gelingt“, so Thümler.

MWK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo

29.05.2020



Niedersachsen ist ein attraktiver Ort für innovative Kunst und Kultur

Kulturminister vergibt drei niedersächsische Jahresstipendien für Bildende Kunst

Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler vergibt 2020 drei Jahresstipendien für Bildende Kunst mit einer Dotierung von jeweils 12.000 Euro. Alexander Janz, Reiko Yamaguchi und Lukas Zerbst erhalten die Förderung des Landes Niedersachsen für besondere künstlerische Begabung, Leistung und Qualität.

„Mit den Jahresstipendien fördern wir qualifizierte Künstlerinnen und Künstler und unterstützen ihre künstlerische Entwicklung. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler zeigen mit ihren herausragenden Arbeiten einmal mehr, dass Niedersachsen ein attraktiver Ort für innovative Kunst und Kultur ist“, so Minister Thümler.

Und die Sahnehaube: Einem der drei Stipendiaten wird ein vierwöchiger Aufenthalt in Johannesburg/Südafrika in Kooperation mit der Sylt-Foundation ermöglicht!

Ein Jahresstipendium geht an den in Stuhr lebenden Künstler Alexander Janz, geb. 1994 in Villingen-Schwenningen, studierte in Braunschweig, ein weiteres Jahresstipendium geht an die in Braunschweig lebende Künstlerin Reiko Yamaguchi (geb. 1982 in Okayama/Japan), und das dritte Jahresstipendium erhält Lukas Zerbst (geb. 1988 in Bydgoszcz/Polen). 

Die Vergabe der Stipendien erfolgt auf Empfehlung der unabhängigen Niedersächsischen Kunstkommission. Zu ihr gehören Prof. Dr. Annette Tietenberg (Vorsitzende), Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Prof. Ute Heuer (stellvertretende Vorsitzende), Hochschule Hannover, Alya Sebti, Institut für Auslandsbeziehungen Berlin (ifa), Ute Stuffer, Kunstverein Hannover und Gerrit Gohlke, Brandenburgischer Kunstverein Potsdam.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

25.05.2020


Für Künstler in Not stellen Stiftungen Soforthilfen zur Verfügung

Es können bis zu 2 000 Euro beantragt werden

von 2 000 Euro zu beantragen. Möglich machen es die Sparkassenstiftung und die VGH-Stiftung. Nach Angaben der Stiftungen wurden Sonderfonds eingerichtet. Zum Umfang der Fonds wurden aber bisher keine Angaben gemacht.  "Wir wollen erst einmal sehen, wie hoch der  Bedarf ist", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin beider Institutionen, Martina Fragge.

Zugleich blieben frühere Förderzusagen gültig, selbst wenn sich Projekte verzögern oder gar nicht möglich seien.

Und so geht das: Bis zum 30. Juni 2020  können freiberuflich bzw. selbstständig tätige Kulturschaffende deren Arbeit inhaltlich einem der in den Förderkonzeptionen der Stiftungen definierten Förderbereiche zuzuordnen ist, diese Soforthilfe von 2 000 Euro beantragen. Die entsprechenden Anträge können ausschließlich online gestellt werden unter vgh-stiftung  oder  nsks

Um Kulturschaffenden aber auch für die Zukunft Perspektiven zu bitten, ist es möglich auch weiterhin Projektanträge zu stellen. Auch wird in diesem Zusammenhang  darauf hingewiesen, dass Anträge bis 5 000 Euro auch kurzfristig aus dem Sonderfonds bewilligt werden können.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche