KULTUR - FÖRDERUNGEN


Prominente Laudatoren bei der Verleihung des Niedersächsischen Medienpreises

Digitale Verleihung des 26. Niedersächsischen Medienpreises

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) vergibt in 2020 zum 26. Mal den Niedersächsischen Medienpreis für herausragende journalistische und kreative Leistungen. Sie möchte auf diesem Weg die Medienvielfalt und publizistische Qualität im niedersächsischen Rundfunk anerkennen, fördern und anregen. Dotiert ist der Niedersächsische Medienpreis mit insgesamt 15.000 Euro.

Die digitale Preisverleihung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) findet  Donnerstag, 3. Dezember 2020, ab 19 Uhr live auf nlm.de statt.

Das sind die diesjährigen prominenten Laudatoren: Sebastian Fitzek, Bestsellerautor; Peter Kloeppel, Chefmoderator RTL Aktuell; Frauke Ludowig, Moderatorin Exclusiv – Das Star-Magazin; Charlotte Maihoff, Nachrichtenmoderatorin RTL Aktuell; Rebecca Mir, Moderatorin und Topmodel; Michael Schulte, Musiker; Sotiria, Musikerin; Hendrik Weydandt, Torjäger von Hannover 96

Schirmherr der Preisverleihung ist der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, der auch das Grußwort halten wird. Moderiert wird die Veranstaltung von DESiMO und Anna-Sara Lange.

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) vergibt in 2020 zum 26. Mal den Niedersächsischen Medienpreis für herausragende journalistische und kreative Leistungen. Sie möchte auf diesem Weg die Medienvielfalt und publizistische Qualität im niedersächsischen Rundfunk anerkennen, fördern und anregen. Dotiert ist der Niedersächsische Medienpreis mit insgesamt 15.000 Euro.

Informationen zum Medienpreis unter nlm/aktuell/medienpreis.

NLM/S. Lappe, HaWo/U.Micha, PrDiNo


Theaterpreis Faust wird coronabedingt nur digital vergeben

Am 21. November hätte er im Schauspielhaus verliehen werden sollen

Ganz groß sollte am 21. November im hannoverschen Schauspielhaus der Deutsche Theaterpreis "Der Faust"  verliehen werden sollen. Das fällt nun leider coronabedingt aus und soll nur noch digital stattfinden.

Es bestand die große Hoffnung, den  Preisträger*innen die Statue "Der Faust" in einer kleineren Veranstaltung überreichen zu können und den wunderbar geplanten Abend eventuell per Livestream zu übertragen. Doch aufgrund der aktuellen Situation wird die Preisvergabe am 21. November digital vorproduziert.

Von dem Staatstheater Hannover wurde sowohl die Regie als auch die Dramaturgie der Verleihung übernommen und kümmert sich nun um die Dreharbeiten vor Ort. Die Veranstaltung werden die Schauspielerin Seyneb Saleh und der Opernsänger Michael Kupfer-Radecky moderieren.

Die Geehrten werden wie gewohnt erst am Abend der Verleihung öffentlich bekannt gegeben. Im Verleihungsfilm, dessen Dreharbeit schon begonnen hat, wird auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil mitwirken.

Derweil setzt das Schauspielhaus seine im ersten Lockdown begonnenen Online- Aktivitäten fort. Jeden Sonnabend werden Aufzeichnungen aktueller Stücke gestreamt. Den Anfang macht die hochgelobte Inszenierung "Der zerbrochene Krug", zu sehen unter staatstheater-hannover.

 Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Niedersächsischer Museumspreis geht nach Osnabrück


Der Museumspreis des "hbs kulturfonds" in der Niedersächsichen Sparkassenstiftung geht an das Museumsquartier MQ4 in Osnabrück. Der mit 15 000 Euro dotierte Museumspreis zeichnet in diesem Jahr den gelungenen Zusammenschluss des Felix-Nussbaum-Hauses, des Kulturgeschichtlichen Museums, der Villa  Schlikker und des Akzisehauses unter dem Leitthema Frieden aus, so die Jury.

Auszeichnung für herausragende Museumsarbeit. Foto Simone Reukauf

Hier wird ein Bewusstsein für das übergeordnete Thema geschaffen, gleichzeitig bilden die vier Museen auch die vielfältige Stadt-und Kulturgeschichte Osnabrücks ab. Das Preisgeld ist zweckgebunden und wird für ein Projekt des Museumsquartiers verwendet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Förderpreis Museumspädagogik 2020 der VGH Stiftung für vier Museen

Mit dem Preisgeld werden zukunftsweisende Vermittlungskonzepte gefördert,
Die VGH Stiftung verleiht ihren Förderpreis Museumspädagogik an beispielhafte museumspädagogische Projekte. Vier Museen erhalten den mit insgesamt 14.000 Euro dotierten Preis. Mit dem Preisgeld werden zukunftsweisende Vermittlungskonzepte gefördert, die einem vielfältigen Publikum Lust auf die abwechslungsreiche Museumswelt machen. Mit dem Preisgeld können die von der fünfköpfigen Jury prämierten Vorhaben innerhalb eines Jahres umgesetzt werden. „Unser Ziel ist es, innovative Projekte zu ermöglichen, um die hohe Qualität und Vielfalt der niedersächsischen und bremischen Museen zu fördern“, so Stiftungsdirektor Dr. Johannes Janssen.
Preisträger des Förderpreises Museumspädagogik 2020: Seit zwei Jahren geplant – nun hochaktuell: Die Sonderausstellung „Seuchen“ des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim vermittelt Gesundheitsbewusstsein und Geschichtsbewusstsein auf innovative Weise (Foto). Die Besucher*innen können aus dem „Kultur-Baukasten“ Themenschwerpunkte und Vermittlungsangebote wählen wie beispielsweise „Reality-Führungen“, die vergangene Seuchenereignisse mit allen Sinnen erlebbar machen; in „Experimental-Workshops“ können die Besucher *innen selbst mikroskopieren und Experimente durchführen. In öffentlichen Gesprächsrunden vermitteln Fachleute aus Medizin und Forschung ihr Wissen und stehen für Diskussionen und Fragen zur Verfügung. Das Ziel der Ausstellung ist, Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Themas zu vermitteln und eine aktive Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der Umwelt zu ermöglichen.
Learning by doing: Das Projekt „Stichlingskataster“ des Natureum Niederelbe vereint praktische Wissensvermittlung mit dem Aufbau einer Datenbank. Die Schüler*innen fangen gemeinsam Fische in den Gewässern der Region, bestimmen und zählen sie, bevor sie die Tiere wieder in die Freiheit entlassen. Außerdem werden Wasserproben untersucht sie auf die Wasserqualität. Mitarbeiter*innen des Museums und der Arbeitskreis „Wanderfische an der Niederelbe“ unterstützen die Jugendlichen und leiten sie an. So erfahren diese Wissenswertes zur lokalen Fischwelt und zum Umweltschutz, und lernen Methoden zur wissenschaftlichen Datenerhebung kennen. Die Daten werden in eine Datenbank überführt und ausgewertet. Anschließend entsteht aus den Ergebnissen eine kleine Sonderausstellung, die im Natureum Niederelbe präsentiert wird.

Das Projekt „Dinge des Lebens“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden lädt zu einem außergewöhnlichen Austausch ein. Konfirmanden treten mithilfe von Objekten des Landesmuseums mit Gästen des Hospizes „Stiftung Isensee“ in Verbindung. Die jungen Leute suchen sich im Museums Objekte aus, die sie berühren und zu denen sie je einen Brief verfassen möchten. Aus den Gegenständen und den Briefen entstehen Museums-Überraschungskoffer, die den Gästen des Hospizes im Rahmen einer Gesprächsrunde übergeben werden. Eine Mitarbeiterin des Landesmuseums, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizes und eine Pastorin begleiten das Gespräch und gehen auf Fragen ein. Die historisch und kulturell aufgeladenen Gegenstände des Museums und die Briefe geben den Gästen des Hospizes Impulse für den Austausch von Gedanken und Gefühlen. Das Projekt gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits die Möglichkeit, sich mit der Sammlung des Landesmuseums auseinanderzusetzen und andererseits mit den Gästen des Hospizes existenzielle Fragen des Lebens zu diskutieren. Die ausgewählten Objekte werden im Ostfriesischen Landesmuseum präsentiert. Außerdem wird das Projekt in einer Broschüre unter dem Titel „Brief an einen Gast“ dokumentiert.
Vom Lehrling zum kleinen Baumeister – das Projekt „Kinderbauhütte am Winsener Schloss“ des Museums im Marstall hat es sich zum Ziel gesetzt, Schüler*innen zu kleinen Baumeistern auszubilden. Im Rahmen dieses Projektes wird ein Bauhüttenplatz errichtet werden, der in Modellen den Aufbau eines Fachwerkhauses und eines Backsteinbaues vermittelt. Die teilnehmenden Kinder werden über die Dauerausstellung des Museums an das Thema herangeführt. Anschließend erlernen sie auf dem Bauhüttenplatz erste handwerkliche Fähigkeiten, wie den Gebrauch von Zirke Winkel und Lot, so dass sie auch selbst tätig werden können. Die Eltern sind in diesen Projektdurchgang über Exkursionen, die von Denkmalpflegern durchgeführt werden, eingebunden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zusätzliche Mittel für die Kultur im Haushalt 2021 geplant

Kulturminister Björn Thümler: „Wir setzen ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt“

Die Landesregierung will kulturelle Einrichtungen im kommenden Jahr mit 1,5 Millionen Euro mehr unterstützen als bisher. „Mit den Verstetigungen zusätzlicher Mittel im Haushaltsplanentwurf 2021 setzen wir ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt in Niedersachsen. Trotz der zurzeit überall sehr angespannten Finanzlage ist es uns gelungen, für ganz verschiedene Bereiche des kulturellen Lebens eine positive Ausgangslage zu gewährleisten“, sagt Thümler (Foto lks.). „In den letzten Monaten haben wir verstärkt erlebt, welch wichtigen Platz die Kultur in unserer Gesellschaft einnimmt. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir Kultureinrichtungen dabei unterstützen, ihre Strukturen aufrechtzuerhalten.“

Von der Zusage profitieren die Stiftung Museumsdorf Cloppenburg, die 200.000 Euro zusätzlich erhalten soll (Gesamtförderung durch das Land: 1.945.000 Euro), Musikland Niedersachsen mit 75.000 Euro zusätzlich (Gesamtförderung: 1.798.000 Euro) und der Landesverband Theaterpädagogik, der 2021 mit 250.000 Euro vom Land gefördert wird.

Insgesamt 380.000 Euro setzt das Land zur Stärkung der Regionalsprache Niederdeutsch und der Minderheitensprache Saterfriesisch ein. Damit stehen im nächsten Jahr 350.000 Euro für Niederdeutsch-Projekte zur Verfügung, weitere 30.000 Euro erhält die Oldenburgische Landschaft für die Pflege des Saterfriesischen. Mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta der Regional und Minderheitensprachen hat sich die Landesregierung zu ihrer Förderung verpflichtet. Wichtiger Partner dabei sind die Landschaften und Landschaftsverbände, die mit Festivals, Konzerten und Schulprojekten die Sprachen lebendig halten.                                                              Übersetzung gefällig?

Hinzu kommen zusätzliche Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro für das Programm „Wir machen die Musik“, das vom Landesverband Niedersächsischer Musikschulen abgewickelt wird. Damit erhält das Musikalisierungsprogramm im Jahr 2021 insgesamt 2,45 Millionen Euro aus dem niedersächsischen Landeshaushalt. Aufgrund der Vielzahl lokaler Musikschulen, Kitas und Schulen, die im Rahmen von „Wir machen die Musik“ kooperieren, erzielt der Musikunterricht hier eine enorme Wirkung: Mehr als 35.000 Kinder in ländlichen wie auch städtischen Räumen profitieren jährlich vom gemeinsamen, breit angelegten Bildungsangebot der Kooperationspartner. Insgesamt wurden seit Beginn des Programms im Jahr 2009 mehr als 310.000 Kinder in ihren Kindertageseinrichtungen und Schulen erreicht.

MWK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo