KULTUR - FEUILLETON


Konzert "In C" - mit Konzert-Clip zur Kulturhauptstadt

50 Musiker spielten das Stück "In C" ein

An interessanten Ideen fehlt es nicht - wird es Hannover gelingen, Kulturhauptstadt Europas 2025 zu werden? Am Montag wird die Jury der Landeshauptstadt einen virtuellen Besuch abstatten. Dann präsentieren Kultur-Experten in drei Programmblöcken Hannovers Vorzüge!

Dazu gehört unter anderem auch das Konzert "In C", das 50 Musiker am Samstag (Foto lks.) unter der Leitung von Dirigent Thomas Posth im Ihme-Zentrum aufgezeichnet haben. Und ein anderer Clip zeigt die Raschplatz-Hochstraße als Kulturmeile mit Rollrasen.

Die Entscheidung, welche der fünf Bewerberstädte sich letztendlich  durchsetzt, fällt am 28. Oktober.

 Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, HaWo   


Der Faust-Preis wird 2020 in Hannover verliehen

Staatstheater Hannover sind Veranstaltungspartner beim wichtigsten Theaterpreis


Der Deutsche Bühnenverein gab am 24. September die Namen der   Nominierten für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST bekannt. Die Preisverleihung findet am 21. November 2020 im Schauspielhaus Hannover statt, denn Veranstaltungspartner sind die Staatstheater Hannover.Unter den diesjährigen Nominierten ist auch der Regisseur Martin G. Berger, der am 19. Juni 2021 an der Staatsoper Hannover Mozarts Così fan tutte herausbringen wird, die Musikalische Leitung hat Michele Spotti.Mit dem FAUST werden herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien geehrt. Den Preis für das Lebenswerk erhält der Choreograf William Forsythe, der mit seinem ästhetisch, pädagogisch wie strukturell in die Zukunft gerichteten Werk der ideale Preisträger für den Theaterpreis sei. Forsythe hat den zeitgenössischen Tanz durch seine unvergleichlichen Choreografien entscheidend beeinflusst.
Die Nominierungen der acht Kategorien:
Regie Kinder- und Jugendtheater
- Theresa Henning für„Ankommen ist Wlan – The Arrival“, GRIPS Theater Berlin In Kooperation mit Uganda Pioneers Association und Kulturstiftung des Bundes, Fonds Turn
- Antje Pfundtner für „Ich bin nicht Du“, Junges Theater Bremen MOKS
- Alexander Riemenschneider für „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“, Junges Schauspielhaus Hamburg.
Regie Schauspiel
- Moritz Nikolaus Koch für „Michael Kohlhaas“, TfN Hildesheim
- Ewelina Marciniak für„Der Boxer“, Thalia Theater Hamburg
- Tilo Nest für „Tyll“, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Darsteller/Darstellerin Schauspiel
- Gina Haller als Ophelia in „Hamlet“, Schauspielhaus Bochum
- Astrid Meyerfeldt als Mary Tyrone in „Eines langen Tages Reise durch die Nacht“, Schauspiel Köln
- Stefanie Reinsperger als Rottin in „Glaube und Heimat“, Berliner Ensemble
Choreografie
- Bryan Arias für „29 May 1913“, Hessisches Staatstheater Darmstadt/Wiesbaden Im Rahmen des Doppeltanzabends „Le Sacre du Printemps“
- Florentina Holzinger für „Tanz – Eine sylphidische Träumerei in Stunts“, Sophiensæle Berlin- Jeroen Verbruggen für „Dornröschen - Once upon a dream“, Oper Leipzig
Darsteller/*in Tanz
- Alina Cojocaru als Laura Rose Wingfield in „Die Glasmenagerie“, Hamburg Ballett John Neumeier
- das gesamte Ensemble in der Produktion „New Ocean“, Schauspiel Köln
- Lucy Wilke/Pawel Duduś in „Scores that shaped our friendship“, Tanztendenz München/Schwere Reiter
Bühne/Kostüm
- Sebastian Ellrich, Bühne „Lohengrin“, Theater Chemnitz
- Markus Selg, Bühne „Ultraworld“, Volksbühne Berlin
- Katrin Lea Tag, Bühne und Kostüme, „Salome“, Oper Frankfurt
Regie Musiktheater
- Martin G. Berger, „Ariadne auf Naxos“, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
- Jochen Biganzoli, „Tristan und Isolde“, Theater Hagen
- Yona Kim, „Carmen“, Nationaltheater Mannheim
Sängerdarsteller/*in Musiktheater
- Lise Davidsen als Elisabeth in „Tannhäuser“, Bayreuther Festspiele
- Marlis Petersen als Marietta in „Die tote Stadt“, Bayerische Staatsoper München
- Patrick Zielke als Baron Ochs in „Der Rosenkavalier“,Theater Bremen
Über die Preisträger/*innen entscheidet eine fünfköpfige Jury, die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannt wurde.
Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2020 wird veranstaltet und gefördert durch die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein.
Nähere Informationen auf der 
Website des Deutschen Bühnenvereins.


Kulturentwicklungsplan richtet den Blick "Vorwärts nach weit"

Hannovers Kulturentwicklungsplan „Vorwärts nach weit“ liegt vor

Hannovers Kulturentwicklungsplan (KEP) überzeugt, weil die breit aufgestellte Kulturszene dargestellt wird und die Kulturstrategie für die nächsten zehn Jahre abgebildet wird, und durch sein schlichtes Äußeres. 

Für die Kulturstadt Hannover ist der KEP laut Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf aktuell in zweierlei Hinsicht bedeutend: „Zum einen läutet er zusammen mit der Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025 den Wandel zur internationalen Kulturmetropole ein. Und zum anderen stärkt der KEP die Kultur in Hannover und weist mitten in der Corona-Pandemie eine Perspektive für die Kulturszene mit dem Blick ‚vorwärts nach weit‘ auf.“

Der Kulturentwicklungsplan (KEP) erscheint in einer Auflage von 1.000 Stück und richtet sich hauptsächlich an die Kulturschaffenden Hannovers. Den KEP gibt es im Layout der Druckversion auch als PDF zum Runterladen auf kep-hannover.

Der KEP beschreibt zunächst Hannovers vielfältiges, teilweise exzellentes Kulturprofil. Eine Analyse der Potenziale benennt neben den Stärken auch die Herausforderungen und zeigt auf, an welchen Stellen eine infrastrukturelle und strategische Weiterentwicklung notwendig ist. Darauf aufbauend werden vier Handlungsfelder „Ein starkes Fundament“, „Für Kultur als Möglichkeitsraum“, „Auf der Weltbühne Hannover“ und „Im Mittelpunkt der Mensch“ beschrieben, die mit 18 konkreten Zielen und insgesamt 133 Maßnahmen angegangen werden.

Sensationelle Neuerwerbung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Ein Gästebuch als Eintrittskarte zu den bedeutendsten Herrscherhäusern

Mit Hilfe des Landes Niedersachsen, des Bundes, der Kulturstiftung der Länder und weiterer namhafter Stiftungen ist der Herzog August Bibliothek (HAB) in Wolfenbüttel eine sensationelle Neuerwerbung gelungen. Es ist der bedeutendsten Ankauf der HAB seit dem Erwerb des Evangeliars Heinrichs des Löwen vor 37 Jahren.

Alle haben gern gespendet für ein außergewöhnliches Zeitdokument. Foto M. Falk

Für rund 2,8 Millionen Euro hat die HAB das „Album Amicorum“, das „Große Stammbuch“ von Philipp Hainhofer gekauft. In diesem reich illustrierten Album, einer frühen Form des „Freundschaftsbuchs“, haben sich zwischen 1596 und 1647 Kaiser, Könige und Fürsten, Diplomaten und Militärs handschriftlich verewigt. Das 227 Seiten umfassende Werk enthält zahlreiche von teils namhaften Künstlern gestaltete, reich verzierte Schmuckseiten.

Wissenschaftsminister Björn Thümler präsentierte das reich illustrierte Werk, das als herausragendes Kulturgut von nationalem Rang gilt, gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Burschel, Direktor der HAB, Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder und Dr. Christian Heitzmann, Leiter der Handschriftenabteilung der HAB, im Sprengel Museum.

„Der Erwerb des ‚Großen Stammbuchs‘ Hainhofers ist eine Sensation und ein Glücksfall für den Kulturguterhalt in Deutschland“, sagt Thümler,

Finanziert wird der Kauf mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der VolkswagenStiftung (im Rahmen des Niedersächsischen Vorab), der Herzog August Bibliothek (Wittchow-Aschoff-Stiftung), der Ernst von Siemens-Kunststiftung, der Stiftung Niedersachsen und der Rudolf-August Oetker-Stiftung.

Das Land Niedersachsen finanziert darüber hinaus aus Mitteln der VolkswagenStiftung ein dreijähriges Forschungsprojekt an der HAB mit 300.000 Euro, das die Entstehung und Geschichte des Stammbuchs und seiner künstlerischen Ausgestaltung untersucht.


„Bid Book-light“ für fünf Euro zu kaufen

Bid Book „Kulturhauptstadt Europas 2025“

Das Taschenbuch-Bid Book ist wieder erhältlich, ein Original wurde versteigert. Wegen der großen Nachfrage nach dem von Juan S. Guse geschriebenen Bid Book „Agora of Europe“ gibt es eine Neuauflage.

Den Roman des hannoverschen Bewerbungsbuchs zur „Kulturhauptstadt Europas 2025“ als Taschenbuch gibt es wieder für fünf Euro in der Buchhandlung an der Marktkirche, bei Decius in der Marktstraße, bei Hugendubel in der Bahnhofstraße, in der Merz-Buchhandlung im Sprengel Museum und in der Tourist Information im Neuen Rathaus zu kaufen.

Eine digitale Fassung des originalen Bid Books in Englisch - und auch die deutsche Übersetzung - zum Durchblättern und als Download gibt es auch auf khh25.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Fotos Matthias Falk


Darauf können die Staatstheater und die Bürger Hannovers stolz sein

Staatstheater stehen bundesweit auf Platz eins 

Einer groß angelegten IMWF-Studie zufolge stehen Hannovers Staatstheater  bundesweit  auf Platz  eins. Von allen untersuchten Opern- und Schauspielhäusern deutschlandweit haben die Staatstheater Hannover die "höchste Reputation" - gefolgt von der Staatsoper Hamburg und der Philharmonie Essen, erhalten.  Das ist das Ergebnis einer äußerst aufwendigen  Studie des Hamburger Institutes für Management-und Wirtschaftsforschung (IMWF). In dieser Studie wurde die Reputation der 5 000 größten Unternehmen in Deutschland - dabei wurde nach Sparten unterschieden - untersucht. Damit steht das Staatstheater auf einer Stufe mit Jaguar, Beck's Bier und mit dem Münchner Helmholtz-Zentrum in der Kategorie Wissenschaft. 

Begeistert ohne Ende ist Staatstheater-Verwaltungsdirektor Jürgen Braasch: "Uns freut besonders, dass die verstärkte Online-Kommunikation der neuen Intendantinnen Sonja Anders und Laura Berman sowie ihrer Teams so schnell spürbar und wirksam wird."  Und "Höchste Reputation" heißt die Studie des IMWF im Auftrag von Focus Money, das dann ein Qualitätssiegel verleiht. "Wir haben dafür mehr als 400 Millionen  Online-Seiten nach Nennungen durchgesehen", so Jörg Forthmann aus der IMWF Geschäftsführung. Untersucht werden die Seiten nach öffentlichen Äußerungen über die einzelnen Institutionen von einer künstlichen Intelligenz (KI).

Die Studie lief von März 2019 bis Februar 2020. 30 bedeutende Opern, Theater und Konzerthäuser wurden bundesweit ausgeforscht - mit eben diesem tollen Ergebnis für Hannover. Doch wer ist das Schlusslicht bei den Opernhäusern und Theatern? Big-Data-Spezialist Forthmann: "Darüber schweigen wir, hier geht es um einen positiven Blick nach vorn." 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Triumpf statt Passion in der Staatsoper ist ein Triumpf!

 Ein Erfolg: Die erste Premiere der Spielzeit „Trionfo. Vier letzte Nächte“ 

Eigentlich sollte Bohuslav Martinůs „The Greek Passion“ in der Spielzeit 2020/21 auf die Bühne kommen, konnte aber wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Da auch weiterhin umfassende Hygiene-Maßnahmen nötig sind, ist ein Werk dieser Dimensionen wie Martinůs Oper mit annähernd 100 Künstler*innen und großem Orchester weiterhin nicht umsetzbar. Darum startete die Staatsoper Hannover mit „Trionfo. Vier letzte Nächte“ nach einem Oratorium von Georg Friedrich Händel in die neue Spielzeit - ein Glücksgriff!

Diese Oper beruht auf „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“, einem frühen Geniestreich Händels. 

Nicholas Tamana, Nina van Essen, Sunnyboy Dladla, Sarah Brady, Foto Samdra Then 

In diesem ersten weltlichen Oratorium, 1707 in Rom geschrieben, liegen vier allgegorische Figuren im Streit miteinander, es konkurrieren die Lust, am Leben zu sein, und die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit. Am Ende triumphieren Zeit (Tempo) und Erkenntnis (Disinganno) über Schönheit (Bellezza) und Vergnügen (Piacere).

Doch Händels Stück – voll inspirierter und inspirierender Musik, mit virtuosen Arien und anrührenden Momenten – erzählt viel mehr: In seiner Musik beginnen die Fragen nach Schönheit, Vergänglichkeit, Vergnügen und Ewigkeit zu schweben. Die Vier bevölkern eine gemeinsame Bühne, sie beleben gemeinsam die kristallklare Musik Händels, und darum geht es: ums Lebenwollen und -können“, so Dramaturg Martin Mutschler.
Doch Händels Stück – voll inspirierter und inspirierender Musik, mit virtuosen Arien und anrührenden Momenten – erzählt viel mehr: In seiner Musik beginnen die Fragen nach Schönheit, Vergänglichkeit, Vergnügen und Ewigkeit zu schweben.

Musikalische Leitung: David Bates, Inszenierung: Elisabeth Stöppler, Bühne u.Kostüme: Valentin Köhler, Dramaturgie: Martin Mutschler. Auf der Bühne Solist*innen der Staatsoper Hannover und im Orchestergraben das  Niedersächsisches Staatsorchester Hannover.
Die Aufführungen in italienischer Sprache kommen mit deutschen Übertiteln auf die Bühne.

Vorstellungen 19. September (Premiere) bis 30. Oktober 2020

Der Vorverkauf läuft unter staatsoper-hannover oder telefonisch unter 0511 9999 1111. Und auch die Tageskasse der Staatstheater sind wieder regulär geöffnet.

Staatsoper/Sigrid Lappe/Ute Micha


Gesellschaft der Freunde des Opernhauses bittet um Spenden

Corona-Krise: Finanzielle Einbußen lindern!

Die Gesellschaft der Freunde des Opernhauses (GFO) ruft gemeinsam mit der Stiftung Staatsoper Hannover zu einer Spende auf, um die finanziellen Einbußen durch die Corona-Krise für das Opernhaus zu lindern, und um Hochachtung und Wertschätzung für die Künstler*innen und allen Mitarbeiter*innen zum Ausdruck zu bringen.

Wer spenden möchte sollte dies unter dem Verwendungszweck "Spendenaufruf" auf das Konto der GFO tun. "Es ist eine große  Freude für uns alle, schon in der ersten Spielzeit so viel Zuspruch und Unterstützung zu bekommen. Wir sind sehr froh und dankbar für das große Engagement  und die enge Verbundenheit, die die GFO mit diesem Spendenaufruf zum Ausdruck bringt", betont Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover. (Die Bankverbindung der GFO lautet: Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V., IBAN: DE33 2505 0000 0101 4247 37, BIC: NOLADE2HXXX)

gfo-hannover/spendenaufruf/

gfo-hannover/beitrage/

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Kleine Feininger-Zeichnungen erzielen große Preise

Eine kleine Bleistiftzeichnung von gerade einmal 11 mal 17,5 Zentimeter des Künstlers Lyonel Feininger ist  bei der Ahrenshooper Kunstauktion für satte 24 000 Euro versteigert worden. Die Zeichnung mit dem Titel "Gut Philippshagen" (1901) war das teuerste Stück der dortigen Auktion. (Foto lks.)

Eine weitere Bleistiftzeichnung von Feininger (1871-1956), bei der 10,8 mal 17,5 Zentimeter kleinen Zeichnung  "Dorf auf Rügen" fiel der Auktionshammer bei 22 000 Euro! (Foto r.)

Dieselbe Summe erzielte ein etwas größerer Holzschnitt des Künstlers mit dem Titel "Segelboote (mit Mond)" von 1919 (Foto lks.).

Traditionell stehen im Mittelpunkt Werke im Auktionshaus Werke von Künstlern, die an der Ostsee tätig waren. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Kunst-und Baudenkmalführer "Dehio" wird digitalisiert

Der Schatz deutsche Kunstdenkmäler ist online sichtbar und frei zugänglich

Er ist Deutschlands berühmtester Kunst- und Baudenkmalführer, der "DEHIO", nun wird er digitalisiert. Das "Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler" werde in den kommenden drei Jahre digital aufbereitet und erweitert, kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters an. Denn mit einer Digitalisierungsoffensive im Kulturbereich solle "der große Schatz deutscher Kunstdenkmäler online sichtbarer und frei zugänglich" werden.

In dem 22-bändigen Referenzwerk zum baukulturellen Erbe in Deutschland werden auf rund 24 000 Seiten etwa 100 000 Bauwerke mit ihren 200 000 Ausstattungsstücken beschrieben. In seiner digitalen Ausgabe "Dehio digital" solle das Werk um mindestens 150 000 Fotos ergänzt werden, erläuterte die Kulturstaatsministerin Grütters. dehio-digital/

Auch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege ist auf den Zug augesprungen; Der Denkmalatlas Niedersachsen stellt unter denkmalatlas.niedersachsen den Denkmalbestand des Landes von weit über 100.000 Objekten allen Interessierten sukzessive zugänglich gemacht.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Landesbibliothek erleichtert virtuelle Registrierung

Zugang zur digitalen Informationen der Bibliothek

Die niedersächsischen Landesbibliotheken haben den digitalen Zugang zu ihren Beständen vorrübergehend erleichtert. Wann der normale Betrieb wiederhergestellt wird, sieht man im Internet. 

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover (GWLB Foto lks.), bietet Nutzer*innen ein vereinfachtes Verfahren für eine zeitlich befristete Online-Registrierung an und verzichtet vorübergehend auf eine persönliche Anmeldung. Auch die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Landesbibliothek Oldenburg machen mit. Damit können Interessierte einen Großteil der Online-Angebote und E-Books von zuhause aus aufrufen. Für die Nutzung der elektronischen Angebote wird normalerweise ein Bibliotheksausweis benötigt, der nur nach Anmeldung vor Ort erhältlich ist.

„In der derzeitigen Ausnahmesituation möchten sehr viele Bürgerinnen und Bürger unkompliziert auf digitale Informationen zugreifen. Mit dem vereinfachten Registrierungsverfahren erhalten sie kurzfristig Zugang in die virtuelle Welt der Landesbibliotheken“, sagt Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur.

Die niedersächsischen Landesbibliotheken in Hannover, Oldenburg und Wolfenbüttel verfügen über große Sammlungen an digitalisierter Sach- und Fachliteratur ‒ von öffentlich frei zugänglichen Texten zu unterschiedlichen Wissensgebieten (Open Access), über die Inhalte wissenschaftlicher Fachzeitschriften bis hin zu E-Books und Hörbüchern.

Weitere Informationen auf den Homepages der Landesbibliotheken: gwlb/, hab/ und lb-oldenburg/

Frei verfügbar auf den Websites sind darüber hinaus auch digitalisierte historische Bestände und digitale Editionen. Diese finden sich größtenteils auch im niedersächsischen Kulturerbe-Portal kulturerbe.niedersachsen.start/.

Auch die niedersächsischen Hochschulbibliotheken bieten ihren Nutzerinnen und Nutzern vielfältige und zahlreiche digitale Materialien für Studium, Lehre und Forschung.

Die TIB – Leibniz-Informationszentrum für Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek in Hannover bietet weiterhin mit ihrer kostenpflichtigen Dokumentlieferung für Wissenschaft und Industrie deutschlandweit eine schnelle und umfassende Versorgung mit benötigten Fachinformationen aus Technik und Naturwissenschaften. Diese ist über das Portal tib. zu erreichen. Im AV-Portal (audiovisuelle Medien) der TIB av.tib/ können Nutzer*innen und Nutzer können zudem in mehr als 20.000 hochwertigen wissenschaftlichen Videos von Vorlesungen, Experimenten, Konferenzen und anderen Lernmaterialien vieler unterschiedlicher Fachrichtungen recherchieren.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche