KULTUR - FEUILLETON


Der Abschied wiegt so richtig schwer!

Schauspiel und Oper ziehen Bilanz - einmal wuchtig und einmal kostenlos

Geht es nach dem Gewicht, dann hätte das Schauspiel die meisten Aufführungen hingelegt. „2009-2019“ heißt es sachlich und auch selbstsicher der Reader mit dem Gesamtüberblick  der Ära von Lars Ole Walburg. Das Schwergewicht lädt zum blättern ein, es ist diverse Kilogramm schwer und kostet 15 Euro.

Die Oper ist vom Gewicht nicht so schwer, doch der Inhalt punktet. Von  2006 bis 2019 ist der Titel eher schlicht gewählt: „Das war's“. Das sagt doch alles! Und das Booklett wird in der Oper kostenlos abgegeben.

Die Bände von Oper und Schauspiel machen jede auf ihre Weise schon so richtig Spaß und sprechen auch direkt die wunderbaren Besucher, die große Oper und das spannende Schauspiel in Hannover an.

Das Schauspiel geht alphabetisch vor, fängt dann auch logischerweise mit dem „ABC der Demokratie“ und endet mit teils schwer verdaulichen Texten über die Theaterbühne als Ort der Zeitexperimente, sie sei „Entschleunigungsoase und Erfahrungsraum“.

Das gilt auch für die Oper, die chronologisch ihre Leistungsschau aufblättert - vom ersten „Othello“ bis zu Schrekers „Gezeichneten". Und die jüngste Monteverdi-Produktion „Poppea“ muss man sich dann einfach als Programmheft dazulegen.

Beide Bücher sind mit viel Liebe zusammengestellt worden. Es ist sehr schön, daß beide Bücher im Anhang die würdigen, ohne die es die große Kunst gar nicht geben würde - die Menschen vor und hinter der Bühne.

Es waren wunderbare 13 Jahre Opern- und Balletterlebnis und 10 Jahre komplizierte, intro- und extrovertierte Vorstellungen im Schauspielhaus. „Macht nicht's“. Hat trotzdem gefallen!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.06.2019


Gesucht: Die besten Kurzfilme aus der Region und umliegenden Landkreis

Hannover Filmklappe: Mach deinen eigenen Film – und bewirb dich!

Social Spot oder Musik-Clip, Dokumentation oder Zeichentrick: Das Medienzentrum der Region Hannover sucht die besten Nachwuchsfilmer. Der Kurzfilmwettbewerb „Hannover Filmklappe“ geht in die 13. Runde und richtet sich an Kinder und Jugendliche, die Spaß daran haben, einen eigenen Film zu produzieren.

Mitmachen können cineastische „Einzelkämpfer“ oder Arbeitsgemeinschaften, Kindergartengruppen oder Schulklassen aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden und Schaumburg. Einfach ein Video drehen und einreichen. 

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020.

Werben für die Teilnahme bei der „Hannover Filmklappe 2019“: (v. l.) Vorjahressieger Jasper Winkler, Bildungsdezernent Ulf-Birger Franz und Vorjahressieger Luis Nickel.

„In Zeiten von Smartphone, Tablet und Streaming-TV wird das Thema Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche immer wichtiger. Deshalb möchten wir junge Filmemacher*innen dazu ermutigen, sich in eigener Regie mit dem Medium Film auseinander zu setzen und selbst einen Kurzfilm zu produzieren“, sagt Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover.

Eine professionelle Jury ermittelt bis zu fünf erst- und zweitplatzierte Gewinnerfilme, die dann im März 2020 bei einer feierlichen Preisverleihung im Kino am Raschplatz ausgezeichnet werden. Die Erstplatzierten treten einige Monate später auf Landesebene bei der „Niedersachsen Filmklappe" an.

„Wichtig ist, dass die Teilnehmer*innen zum Zeitpunkt der Filmproduktion noch eine Schule oder eine KiTa besucht haben, und dass der Film bis zum Einsendeschluss nicht älter als ein Jahr alt ist“, erklärt Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater im Medienzentrum der Region. Thema und Genre des Filmbeitrags können frei gewählt werden.

Die Filmelänge darf zwölf Minuten (ohne Abspann) nicht überschreiten, auch sollten die Teilnehmenden Urheberrechte beachten. Anfänger*innen können sich Hilfe beim Medienzentrum der Region oder in ihrem Landkreis holen. „Wir beraten und unterstützen gern und stellen bei Bedarf auch Videoausrüstung und Schnittplätze zur Verfügung“, sagt Andreas Holte, Leiter des Medienzentrums der Region Hannover.

Schirmherr ist Regionspräsident Hauke Jagau, finanziert wird der Wettbewerb vom Medienzentrum der Region und von den teilnehmenden Nachbarlandkreisen. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) sowie gute Lichtspielhäuser fördern und unterstützen den Wettbewerb.

Detaillierte Teilnahmebedingungen und den Anmeldebogen für die Hannover Filmklappe gibt es unter mzrh oder filmklappe. Wer Fragen zum Wettbewerb hat, kann sich per E-Mail an Uwe Plasger wenden: uwe.plasger@mzrh.de.

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.06.2019


Drei Projekte der kulturellen Kinder- und Jugendbildung unter einem Dach

KulturWERK³ feiert Premiere am 2. Juli in den Herrenhäuser Gärten

Um die vielfältigen Kooperationen von Kultur und Schule sichtbar zu machen, laden die Stadt und CircO Hannover e.V. gemeinsam mit den Herrenhäuser Gärten am 2. Juli zu der neuen Veranstaltung KulturWERK³ in den Herrenhäuser Gärten ein- Beleuchtet wird die kulturelle Kinder- und Jugendbildung aus drei unterschiedlichen Perspektiven.

Zur Eröffnung um 11 Uhr sprechen Bürgermeister Thomas Hermann und der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

In der Werkschau präsentieren sich ab 11.30 Uhr Schulen aus Hannover und Region mit ihren im Ganztagsbereich entstandenen, kulturellen Projekten auf Open Air Bühnen. Eintrittskarten an der Tageskasse für 3,50 Euro, Kinder bis zwölf Jahre frei. Bei Dauerregen und Sturm wird die Werkschau abgesagt.

Bei der Fachtagung beschäftigen sich Pädagog*innen, Eltern, Kulturschaffende, Interessierte aus Politik und Verwaltung in der Orangerie ab 13 Uhr mit der Frage „Wieviel Kultur ist in Schule drin?“

Das 10. „Fest für junge Leute“ von CircO Hannover e.V. löst ab 16 Uhr die Werkschau ab und präsentiert auf den Bühnen des „Kleinen Festes im Großen Garten“ wie gewohnt zirkuspädagogische Projekte, ähnlich bewegungsorientierte Projekte der Schulen und freien Kulturszene sowie Showelemente von Profis. Auch hier gibt es Eintrittskarten an der Tageskasse für 3,50 Euro, Kinder bis zwölf Jahre frei.

Mehr Informationen zum KulturWERK³ unter kinderkultur-stadt-Hannover

Presse LHH/U. Micha/S. Lappe

Veröffentlicht 24.05.2019


Göttinger Händel-Festspiele 2019 hatte Auslastungsrekord

Die 60 Veranstaltungen des Festivals hatten 11 000 Besucher

Die Händel-Festspiele Göttingen "Magische Saiten" waren in diesem Jahr richtig gut ausgelastet: An den zehn Festspieltagen vom 17. bis 26. Mai erlebten gut 11.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt knapp 60 Veranstaltungen, davon 24 Konzerte und Opernaufführungen. Mit 94,5 % verkauften Karten können die Veranstalter einen Auslastungsrekord vermelden. Insgesamt erlebten gut 11 000 Besucher die rund 60 Veranstaltungen - davon 24 Konzerte und Opernaufführungen - des Festivals, das am 26. Mai mit der Aufführung der Oper „Rodrigo" zu Ende ging.

Dass die absolute Besucherzahl  unter denen der Vorjahre lag, sei auf den Wegfall der größten Spielstätte zurückzuführen: die Göttinger Stadthalle ist derzeit wegen einer Generalsanierung geschlossen.

Esilena und Rodrigo (Ffur Wyn und Erica Eloff)

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.06.2019

göttingen händel competition: Drei Preise gehen an ein Ensemble

Das Ensemble Caladrius ist der große Gewinner des Wettbewerbes

Fünf Ensembles gingen in die diesjährige „göttingen händel competition“ und doch gibt es nur einen Sieger: Das Ensemble Caladrius gewinnt alle drei Preise des Wettbewerbs. Mit einstimmigem Votum verlieh die Jury den mit 5.000 Euro dotierten 1. Preis der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V. an das junge Ensemble aus Deutschland. Auch der Bärenreiter Urtext-Preis, ein Notengutschein, geht an das Ensemble. Und in Übereinstimmung mit dem Juryvotum hat das Publikum des zweiten Wettbewerbstags das Quartett zu dem besten der ursprünglich fünf Ensembles gekürt und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Ensemble Caldrius. Foto Alciro Theodoro da Silva

Ensemble Caladrius hat mit seinem Vortrag auf allen Ebenen überzeugt und begeisterte die Jury mit „großer Spielfreude gepaart mit unglaublicher Musikalität und einer Fülle an Klangfarben“. Auch beim zeitgenössischen Stück beeindruckte das Ensemble mit einer „tollen Dramaturgie“, sein intelligentes Spiel war ein „absoluter Genuss“.

In der Finalrunde spielten außerdem Dialogo Antico und Ars Humana.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.05.2019

Händel-Festspiele feiern 2020 Jubiläum

100 Jahre Internationale Händel-Festspiele Göttingen 20. Mai bis 1. Juni 2020

Ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus: Mit der Wiederaufführung der „Rodelinde“ weckten Bürger*innen der Stadt Göttingen die Opern Händels aus ihrem fast 200-jährigen Dornröschenschlaf und brachten damit eine Bewegung ins Rollen, die weltweit bis heute als „Göttinger Händel-Renaissance“ bekannt ist.

Das endgültige Programm wird im September 2019 veröffentlicht. Aber einige Termine stehen schon: 23. Februar 2020: Auftakt-Konzert zu Händels Geburtstag, 23. Februar bis 20. Mai: Film-Serie „Public Viewing“ aus den Jahren 2009 bis 2019 und am 20. Mai bis 1. Juni 2020 finden dann die Internationalen Händel-Festspiele statt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Ausgezeichnete Musikvermittlung

Sechs Projekte aus Niedersachsen erhalten den Förderpreis Musikvermittlung
Die Preisträgerprojekte des „Förderpreis Musikvermittlung“ 2019 stehen fest. Auf die Ausschreibung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen gGmbH hatten sich zahlreiche Akteure aus dem ganzen Land mit neuen Vorhaben beworben. Ausgezeichnet wurden die Projekte „Hör mal, Kunst!“ aus Dornum, „#Clara S.“ aus Oldenburg, „Sprung in der Schüssel“ aus Hildesheim, „Concert Lab“ aus Hannover/Wolfenbüttel, „Requiem für Hameln“ aus Hameln und „#Haymatsounds“ aus Hannover. Sie alle überzeugten mit frischen Vermittlungsideen zwischen Musik und modernen Lebenswelten, Transkultur, Stadtgeschichte oder Bildender Kunst.
An der sechsten landesweiten Ausschreibung des Ideenwettbewerbs hatten sich zahlreiche Ensembles, Chöre, Orchester, Vereine und Verbände, Konzert- und Festivalveranstaltende, Kirchenmusiker*innen, Kommunen, Musikschulen und allgemeinbildende Schulen aus ganz Niedersachsen mit ihren Konzepten beteiligt. Insgesamt haben sich seit 2009 rund 280 Projekte um den Förderpreis Musikvermittlung beworben. Über 24 Preisträgerkonzepte wurden bereits erfolgreich realisiert.

Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet innovative Konzepte aus, die neuen Publikumskreisen einen lebendigen Zugang zu Musik eröffnen. Das bereitgestellte Preisgeld in Höhe von insgesamt 40.000 Euro unterstützt die Realisierung der sechs Preisträgerprojekte und die Preisverleihungen finden zwischen November 2019 und Juli 2020 beim jeweiligen Projektträger vor Ort im Rahmen der Realisierung statt.

Näheres musikland-niedersachsen-musikvermittlung-foerderpreis

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.06.2019


Jahresstipendien für Bildende Kunst vergeben

Landesförderung ermöglicht künstlerische Weiterentwicklung

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, vergibt 2019 drei Jahresstipendien an Bildende Künstlerinnen und Künstler. Die Förderung in Höhe von jeweils 12.000 Euro erhalten Sascha-Andre Hahn, Szu-Ying Hsu und Nico Pachali.

„Niedersachsen hat eine vielfältige junge Kunstszene. Die Arbeiten der drei Stipendiaten zeichnen sich durch ganz unterschiedliche Formsprachen, Materialien und Medien aus. Mit der Landesförderung ermöglichen wir es ihnen, sich künstlerisch weiterzuentwickeln“, so Minister Björn Thümler.

Auch in diesem Jahr kann einer bzw. eine der drei Stipendiaten vier Wochen in Johannesburg/Südafrika verbringen. Dieser Aufenthalt kann aufgrund einer Kooperation mit der Sylt-Foundation angeboten werden, die in Johannesburg eine Künstlerstätte unterhält.

Ein Jahresstipendium geht an die in Hannover lebende Künstlerin Szu-Ying Hsu (geb. 1983). Szu-Ying Hsu schloss 2007 ihr Studium der Freien Kunst und Gemälderestauration an der Taipei National University of the Arts in Taiwan ab. Im selben Jahr erhielt sie ein Stipendium in Deutschland. Ab 2012 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und schloss ihr Meisterschülerstudium bei Prof. Corinna Schnitt ab. In Videoarbeiten, Performances und Skulpturen verhandelt die Künstlerin ihren persönlichen Erfahrungsschatz aus zwei Kulturen, reflektiert ihre Rolle in fremden Umgebungen und untersucht auf poetische Weise den emotionalen Gehalt von Mode.

Ein weiteres Jahresstipendium geht an den ebenfalls in Hannover lebenden Künstler Sascha-Andre Hahn (geb. 1979). Hahn studierte von 1998 bis 2004 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Jörg Immendorf und war Meisterschüler bei Helmut Federle. Seit 2013 ist Hahn Mitglied der Künstlergruppe „Beaster“. In seiner künstlerischen Praxis beschäftigt er sich mit der Entwicklung und Ausführung von Handlungsanweisungen. Dazu entwirft er Bilder, Echtzeit-Videos und Installationen. Sein Jahresstipendium möchte er nutzen, um Strategien des physical computing in seiner Kunst zu entwickeln.

Das dritte Jahresstipendium erhält der in Braunschweig lebende Künstler Nico Pachali (geb. 1988). 2017 schloss er sein Diplom an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig mit Auszeichnung ab und absolvierte sein Meisterschülerstudium bei Thomas Rentmeister und Isa Melsheimer. Pachali arbeitet mit verschiedenen Formen von Schrift und Zeichnung auf Papier und Klebeband. Durch Faltungen, Überlagerungen und Schnitte sind seine Werke immer wieder veränderbar. Sie lassen sich zusammenfalten, um sie in unterschiedlichen Raumsituationen immer wieder neu entfalten zu können. Hauptanliegen dabei ist es, Schrift und Zeichnung dreidimensional zu denken.

Die Vergabe der Stipendien erfolgt auf Empfehlung der unabhängigen Niedersächsischen Kunstkommission.

Objektfotos: Wikipedia / MWK / Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 18.04.2019


„Der Totalkünstler" Timm Ulrichs

Ralf-Dieter Posts Film-Porträt als Preview im Sprengel Museum

Das von Ralf-Dieter Post gezeigte Film-Porträt „Der Totalkünstler" über Timm Ulrichs kann schon hier und da Begehrlichkeiten wecken - und das in einem Maße, dass kurzfristig eine zweite Vorführung stattfinden musste. Post hat keine leichte Aufgabe angenommen, um den vielseitigen Künstler entsprechend zu porträtieren. Das Scharnier-Theater wird auch von Post geleitet, in das er einst als Maskenbauer beim inzwischen verstorbenen Hans-Ulrich Buchwald mit einstieg. Und Buchwald hat Post auf Ulrichs aufmerksam gemacht und der hat sich dann mit dem Künstler Timm Ulrichs beschäftigt beziehungsweise auseinandergesetzt. Post: „Ich dachte aber zuerst, ein Film wäre eine Nummer zu groß für mich". Bis Ulrichs 2016 im Kino im Sprengel eigene Kurzfilme  gezeigt hat  - da habe ich ihn dann einfach angesprochen."

Und „Der Totalkünstler" wird dann auch den vielen Facetten des Protagonisten gerecht, respektvoll und ohne in Verehrung oder Verklärung abzudriften. Ja einige der Klassiker kommen zu Ehren. Wie zum Beispiel Ulrichs sich selbst zum Kunstwerk erklärte, das Foto in der Blindenaufmachung und dem Schild „Ich kann keine Kunst mehr sehen" oder seine Plastik, die je nach Ansicht als Null oder Unendlichkeitszeichen dem Betrachter erscheint.

Er kann ja doch noch Kunst sehen: Timm Ulrichs mit seinem bekanntesten Werk. Quelle: Film „Der Totalkünstler"

So gibt es auch einige Kostproben vom typischen Ulrichs-Humor: „Meine Taktik ist, all die Kuratoren zu überleben und dann die Kunstgeschichte zu meinen Gunsten umzuschreiben", lautet einer seiner Sprüche. Oder „Man kommt wegen Beuys und bleibt wegen Ulrichs."

Es mangelt nicht an Spitzen gegen den Kunstbetrieb, die Ulrichs gern loslässt und die im Gespräch mit dem Künstler schon recht anstrengend sein können - man muss es schon mögen!

Der Film, der ab November in die Kinos kommen soll, zeigt auch die weniger bekannten Seiten des „Totalkünstlers“,  seine Akribie, mit der er gern den Zollstock zur Hand nimmt, damit alles auf den Zentimeter genau hängt, klebt oder steht.

Abgeklärt präsentierte sich Ulrichs bei der Preview: Was er denn von all dem Auftrieb um ihn herum halte? „Routine", seine lakonische Antwort. „Business as usual“ eben!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.05.2019


Timm Ulrichs Kunstwerk „wir-kl-ich“ hängt wirklich im Foyer des Sprengel Museums

Denn zwischen „wir“ und „ich“ findet die Wirklichkeit statt

Im Foyer des Sprengel Museums hängt nun das Kunstwerk „wir-kl-ich“ von Timm Ulrichs. Und zwischen „wir“ und „ich“ findet die Wirklichkeit statt.

Die gewaltige Arbeit des Totalkünstlers Ulrichs misst 2,50 mal fünf Meter, gefertigt wurde das Kunstwerk in den Jahren von 1988 bis 1990. Es war ursprünglich für den SB-Bereich der damaligen Zentrale der Stadtsparkasse am Raschplatz gedacht. Die Das Neon-Kunstwerk ist in den Farben Rot und Blau gehalten und ist eine Anspielung auf die Symbole der EC-Karten von 2015! Als das Haus umgebaut wurde, passte es nicht mehr in die umgestalteten Räumlichkeiten und musste „wir-kl-ich“ Platz machen.

Nun wurde ein neuer Standort gesucht: Da kam ja nur das Sprengel Museum in Frage. Und das Museum zeigte sich interessiert. Die Sparkasse Hannover schenkte das Werk der Kunststiftung Bernhard Sprengel und Freunde, die es dem Museum als Dauerleihgabe überlässt. 

Die aufwändige Installation haben die Freunde des Sprengel Museums dann auch finanziert. Nun hängt es dort, wo es hingehört!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.04.2019 


Meeresforscherin Antje Boetius erhält renommierten Leibniz Ring

Der Presse Club Hannover verleiht Ring an eine herausragende Wissenschaftlerin

In diesem Jahr verleiht der Presse Club Hannover den Leibniz Ring an die Direktorin Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut (AWI), Bremerhaven. Boetius sei "eine herausragende Wissenschaftlerin, Forscherin und Entdeckerin", die sich der Erforschung des Meeresbodens widme und dabei Lösungen suche und finde, "die dafür sorgen können, dass unsere Umwelt lebenswerter bleibt", heißt es in der Begründung des Kuratoriums "LeibnizRing Hannover".  Die AWI-Direktorin könne zudem ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse verständlich darstellen und präge dadurch wichtige Debatten entscheidend mit.

Antje Boetius freut sich über die Ehrung. Foto Wikipedia

Die Verleihung des mit 15 000 Euro dotierten Preises ist für den 21.Oktober geplant.

Mit dem Leibniz-Ring Hannover erinnert der Presse Club Hannover an den Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), der in Hannover als Mathematiker, Politiker und Diplomat wirkte. Preisträger 2018 war Klaus Meine, Frontmann der Rockgruppe Scorpions.

Der Ehrenring als Ergebnis eines jährlichen internationalen Wettbewerbes für Goldschmiede und Schmuckschaffende wird von einer Expertenjury ausgewählt. Jurymitglied und Schirmherrin des Wettbewerbs ist dieses Jahr die Mitbegründerin der Emder Kunsthalle, Eske Nannen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.04.2019


Kulturhauptstadt-Etat der Stadt Hannover liegt bei 80 Millionen Euro

Die Planung bis zum Bewerbungsbuch steht

Wenn der Stadt Hannover der Titel „Kulturhauptstadt Europas 2023“ zuerkannt werden sollte, will sie dann auch rund 80 Millionen Euro in das Projekt investieren. 50 Millionen Euro sind für Veranstaltungen und Großprojekte geplant, 30 Millionen Euro für Werbung, Marketing, Personal- und Verwaltungskosten.

Dabei soll der städtische Anteil bei 18 Millionen liegen, den Rest sollen dann EU, Bund und Land beisteuern. Auch eine Beteiligung der hannoverschen Wirtschaft sowie der Region von etwa zehn Millionen Euro soll es geben, das stellte Regionspräsident Hauke Jagau in Aussicht. Übergangs-Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf hat diese Summe in der letzten Woche dem Kulturausschuss vorgestellt. Eine geplante Verabschiedung durch den Ausschuss entfiel, die Satiregruppe DIE  PARTEI zog die Verwaltungsvorlage in die Fraktion  - sie hat einfach noch Beratungsbedarf.

Schon ganz tief drin: Konstanze Beckedorf. Foto S. Lappe

Auch die Kulturpolitiker hatten Fragen und Beckedorf einige Erläuterungen parat. „Ein Titelgewinn wäre ein langfristiger Imagegewinn, und Hannover könnte nach der Expo 2000 eine neue internationale Aufmerksamkeit neben der als Messestandort erfahren."  Für diese Vorbereitungen brauche man Geld. Der städtische Anteil von 18 Millionen Euro sei mit dem Stadtkämmerer abgestimmt, betonte die Dezernentin.

Für die Jahre 2021 bis 2026 sind die 80 Millionen Euro vorgesehen, denn bei der Vergabe des Titels zähle auch die Nachhaltigkeit. Sie führte weiter aus, dass das kommunale Kulturbudget der Jahre 2021 bis 2026 deshalb um jährlich 1,5 Prozent steigere. Und:  „In den vergangenen  Jahren ist der Kulturetat um 30 Prozent gestiegen. Wie es mit der Kulturförderung allgemein aussieht, ist ebenfalls Bestandteil des Bitbooks, also des Bewerbungsbuches", so die Dezernentin weiter.

Melanie Botzki vom Büro Kulturhauptstadt hatte vorher ausgeführt, dass man ab dem 1. Juli mit dem Schreiben des Bitbooks beginne und dafür zwei Wochen veranschlagt habe. Dann wird 14 Tage Korrektur gelesen. Im August die Fassung ins Englische übersetzt und Ende August die finale Fassung im Layout korrigiert. „Anfang September geht  das Bitbook dann in den Druck", so Botzki. Abgabetermin ist der 30. September:  „Wir wollen unsere Bewerbung aber schon früher abgeben."

Auch wird eine Marketing-Kampagne zur Bewerbung  gestartet. Nach den Sommerferien Mitte August soll es dann losgehen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.05.2019


Caricatura Museum in Frankfurt gratuliert Hans Traxler zum 90. Geburtstag

Von „Birne“, einer wunderbaren Baguette-Vermehrung und den Elchen

Hans Traxler hat die Satiremagazine „Pardon“ und „Titanic“ mitgegründet, Helmut Kohl als „Birne“ verewigt sowie die Elch-Skulptur vor dem Caricatura Museum Frankfurt gestaltet. Der vielseitige Künstler Traxler feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag und das Caricatura Museum gratuliert mit einer großen, fantastischen Werkschau!

Hannoversche Karikaturenfans kennen Traxler natürlich, konnten sie doch ca. 120 Arbeiten für Kinder in der Ausstellung zum 90. Geburtstag vom 23. Februar bis 5. Mai 2019 im Museum Wilhelm Busch bewundern.

Die Abenteuer der Leuchtgans Paula haben den Kindern richtig Spaß gemacht! Buch: Diogenes Verlag 1998. © Hans Traxler (Ausschnitt Cover)

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.05.2019


Symbolischen Spatenstich für weiteres Bauhaus-Gebäude

 Das Bauhausarchiv in Berlin wird deutlich vergrößert

Feierlicher Spatenstich mit der Kulturstaatsministerin (3 v.r.) Foto: Bauhaus-Archiv/Catrin Schmitt

In den kommenden drei Jahren wird das Bauhaus-Archiv deutlich vergrößert. Für rund 64 Millionen Euro wird ein zweites Gebäude errichtet und das alte saniert. Der Baubeginn für den Neubau wurde mit einem symbolischen Spatenstich vollzogen. Das Bauhaus wurde vor 100 Jahren gegründet und gilt als wichtigste Schule für Kunst, Design und Architektur im 20. Jahrhundert. Das Berliner Archiv umfasst unter anderem 70 000 Fotos und 10 000 Möbel-und Designobjekte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 13.06.2019


Bauhaus überall

Meisterhaus von Kandinsky und Klee in Dessau wieder eröffnet

Nach nur dreijähriger Bauzeit erstrahlt das Meisterhaus von Wassily Kandinsky und Paul Klee in Dessau-Roßlau in neuem Glanz. Die in Sachsen-Anhalt befindliche Bauhausstätte sei für rund 1,5 Millionen Euro erneuert worden, sagte eine Sprecherin.

Zuletzt wurde das von Bauhausgründer Walter Gropius 1926 gebaute Doppelhaus vor etwa 20 Jahren instand gesetzt. Es gehört als Teil des Meisterhaus-Ensembles zur Unesco-Weltkulturerbestätte Bauhaus. Die Maler Kandinsky und Klee lebten und arbeiteten in dem Haus.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.04.2019


Vor 40 Jahren wurde erstmals „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet

Nun ist es museumsreif: Eine Ausstellung in Chemnitz zeigt den Weg der Spiele auf

Vor 40 Jahren (1979) wurde das erste Mal die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ verliehen - es ging damals an das Spiel „Hase und Igel“. Und aus der Idee einiger Kritiker wurde der weltweit wichtigste Branchenpreis mit zwei Ablegern für das „Kinder-„ und das „Kennerspiel des Jahres“.

Das Spielemuseum in Chemnitz zeichnet diese Entwicklung nun in einer großen Sonderausstellung nach.

„40 Jahre Spiel des Jahres“, noch bis zum 1. September zu sehen, stellt alle vergangenen Preisträger aus und auch die diesjährigen Kandidaten dann vor: Der Jury-Vorsitzende Harald Schrapers stellte bei der Eröffnung dann auch alle Spiele vor, die er und seine Kollegen 2019 empfehlen und nominieren wollen. Bereits am Wochenende hatten die beteiligten Kritiker in ihrer jährlichen Klausurtagung abgestimmt, die in diesem Jahr in der Niedersächsichen Landeshauptstadt stattfand. Und nominiert für das  „Spiel des Jahres 2019“ sind demnach „Just One“, „L.A.M.A.“ und „Wertwörter". Chancen auf den Titel „Kinderspiel des Jahres 2019“ haben „Fabulantica“, „Go Gecko Go!“ und „Tal der Wikinger“. Und das „Kennerspiel des Jahres 2019“ könnten „Carpe Diem“, „Detective“ und „Flügelschlag“ werden.

Wer dann tatsächlich gewinnt, wird am 22. Juli und bei der Kinderspiel-Kategorie am 24. Juni bekanntgegeben. Die Qualität der Spiele sei seit 1979 „in großem Maße gestiegen“, so Scharpers, „die Generation derer, die mit Spielen des Jahres groß geworden ist, ist anspruchsvoll und sie lässt sich nicht mit halbgaren Entwicklungen abspeisen“.

Die Besucher der Chemnitzer Ausstellung werden das nachvollziehen können. alle Spiele können hier vor Ort getestet werden.

Informationen: deutsches-spielemuseum.eu 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.05.2019


Andrew Manze setzt in der kommenden Saison auf das große B - B wie Beethoven

Umbaupläne - Philharmonie zieht in den Kuppelsaal und veranstaltet ein Festival für den Jubilar des Jahres

Umgebaut wird nur der Bühnenbereich - die Bühne wird runder und geht mehr in die Tiefe.

Damit dann auch jeder weiss, was gespielt wird: Andrew Manze setzt in der kommenden Saison auf das große B wie Beethoven, Beethoven und noch einmal Beethoven - die neue Saison der Radiophilharmonie wird spannend! Wie sagt Manze so schön: Wir sind ein Beethovenorchester!

2020 feiert Beethoven seinen 250. Geburtstag und das ist ein ausreichender Grund schon in diesem Jahr mit den Ehrungen zu beginnen: So gibt es ein 8teiliges „Beethoven Festival“, das den Untertitel „Alle Sinfonien, alle Klavierkonzerte“ trägt.

Manze: Wir sind ein Beethovenorchester! Foto NDR  

Am 7. September, zur Saisoneröffnung,  gibt es im Kuppelsaal erst einmal Gustav Mahlers dritte Sinfonie - einer der größten Brocken des sinfonischen Repertoires. Mit der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter sowie den Damen des NDR-Chores und dem Knabenchor Hannover zu hören und sehen.

Und dann geht es so richtig los: Alle 15 Sinfoniekonzerte sowie die acht dem Titanen Ludwig van Beethoven gewidmet Festivalkonzerte sind im Kuppelsaal zu hören. Und beim Beethoven-Festival das vom 20. Oktober bis 10. November läuft, sind fünf Pianisten dabei: Nobuyuki Tsujii, Martin Stadtfeld, Lars Vogt, Martin Helmchen Pierre-Laurent Aimard - Sensationell!! Für das Beethoven-Festival gibt es neben den Einzeltickets verschiedene Festivaltickets (siehe unten).  

Chefdirigent Manze und Achim Dobschall, Leitung NDR Bereich Orchester, Chor und Konzerte sowie der Manager der Radiophilharmonie, Matthias Ilkenhans, hoffen, durch die zusätzlichen Plätze im Kuppelsaal und den Eventcharakter des Festivals neues Publikum zu generieren.

Achim Dobschall, Andrew Manze und Matthias Ilkenhans freuen sich auf die Saison 2019/2020 der NDR Radiophilharmonie, in der die Musik Beethovens eine große Rolle spielen wird. Foto S. Lappe

Die Rückkehr in das umgebaute Funkhaus wird am 10. Januar mit Martha Argerich groß gefeiert: Die weltbekannte argentinische Pianistin spielt gemeinsam mit ihrer Meisterschülerin Shin-Heae Kang das Konzert für zwei Klaviere von Poulenc. Außerdem stehen auf dem Programm der „Rosenkavalier“ und Ravels „La Valse“, dem Konzert soll ein beschwingter Charakter verpasst werden,  ähnlich einem Neujahrskonzert.

Im Barock-Zyklus werden unter anderem Haydns „Schöpfung“ (27.März) und Auszüge aus Händels „Guiulio Cesare“ (1.Mai ) zu hören sein.

Zu den illustren Gästen des Orchesters der Saison 2019/2020 zählen unter anderem Altmeister Leonard Slatkin (13. Februar, Dvoraks „Aus der Neuen Welt“), Simone Young  (27. Februar, Debussys „La Mer“) und Star-Harfenist Xavier de Maistre (2. Juli, Konzert von Reinecke).

Weitere bekannte Solisten der Saison sind die Geiger Thomas Zehetmair und Isabelle van Keulen, die King's  Singers, die das Weihnachtskonzert (noch im Kuppelsaal) gestalten, und der Jazzpianist Brad Mehldau, der in der Freistil-Reihe zu Gast  ist.

"Discover Music!" - Mit diesem Programm spricht die NDR Radiophilharmonie die Kleinsten bis zu jungen Erwachsen an: da ist das Zwergen-Abo, und die Reihe Orchesterdetektive bietet Familienkonzerte an (auch als Abo buchbar) – die Anzahl der begleitenden Erwachsen ist beschränkt!

Dann gibt es noch ausgefeilte Schulklassen-Angebote, da freuen sich die Orchester-Detektive auf Schulklassen. Und in diesem Jahr vom 20. bis 26. Januar Beethoven für Kinder und Jugendliche mit interaktiven Angeboten. (Broschüre und online unter ndr.de/discovermusic-hannover.

Neben Andrew Manze leiten erfahrene Dirigenten wie Leonard Slatkin und Simone Young erstmals das Orchester. Debüts am Pult geben unter anderem auch der Venezolaner Rafael Payare und sein dänischer Kollege Thomas Sondergard.

In der kommenden Saison steht auch eine große China-Tournee auf dem Plan mit Auftritten in Peking und Shanghai. Auf dem Programm – man kann es ahnen: Beethoven.

Und noch eine Nachricht: Es gibt noch Restkarten für das Klassik-Open-Air im Maschpark mit "Bajazzo/Cavalleria rusticana (Aufführungen am 11. und 13. Juli 2019. In diesem Jahr gibt es keine öffentliche Generalprobe.

Alle Programme unter ndr/orchester/NDR-Radiophilharmonie-praesentiert-neues-Programm,

Neu: Alle Menschen unter 30 können ab 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn Karten für alle Konzerte für 5 € erwerben  falls verfügbar! 

Der Vorverkauf für die meisten Konzerte der neuen Saison und das Beethoven-Festival beginnt am  10. April. Karten und Abos unter ndrticketshop und auch hier ndr-radiophilharmonie sowie an bekannten Vorverkaufsstellen. Mit den Eintrittskarten kann man am Veranstaltungstag kostenlos im GVH-Gebiet mit den Öffis unterwegs sein 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.04.2019 


Karten für Schleswig-Holstein-Festival

Kartenvorverkauf für das Schleswig-Holstein-Festival in der heiße Phase

Der Karten-Vorverkauf für das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) wurde um eine Telefonhotline und auf die örtlichen Vorverkaufsstellen erweitert. Gleichzeitig wird auf der Internetseite www.shmf.de auch die platzgenaue Buchung im Saalplan freigeschaltet, teilte die Festivalleitung mit.

Der schriftliche Vorverkauf läuft bereits seit Februar, nach Angaben einer Sprecherin sind bereits 120 000 Ticket verkauft, und somit auch schon einige Veranstaltungen - natürlich alle Konzerte im Großen Saal der Elbphilharmonie - ausverkauft.

Im Mittelpunkt des Musik-Festival Programms steht in diesem Jahr Johann Sebastian Bach, das Künstlerporträt ist der niederländischen Geigerin Janine Jansen gewidmet.

Das Festival wird am 6. Juli in Lübeck eröffnet. Bis zum 16. Dezember stehen 221 Konzerte, fünf Musikfeste auf dem Lande, ein Kindermusikfest und zwei Kinderkulturfeste auf dem Programm. Info und Karten: shmf.de/de/Programm 

Ausnahme-Geigerin: Janine Jansen

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 14.03.2019


Zum ersten Mal eine Frau an der Spitze

Susanne Keuchel wird die neue Präsidentin des Kulturrates

Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Deutsche Kulturrat eine Frau an die Spitze gewählt. Die neue Präsidentin ist die Musikwissenschaftlerin Susanne Keuchel. Sie ist Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des  Landes Nordrhein-Westfalen und lehrt als Honorarprofessorin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Nach wie vor bleibt Olaf Zimmer Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 22.03.2019


Nur drei Worte für Hannover

Kulturhauptstadt-Bewerbung "HIER JETZT ALLE"
Die Macher halten das neue Motto in ihren Händen "HIER JETZT ALLE ". DREI Worte für Hannover und das mit einer provokanten Video- und Theatershow, so präsentierte die Stadt am 6. März in der Orangerie in Herrenhausen das Motto für die Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt 2025!
Ein Horror-Szenario wurde gezeigt: Im Jahr 2024, Deutschland ist aus der EU ausgetreten, das Thema Kulturhauptstadt somit vom Tisch. Aus diesem Grund der Slogan "HIER JETZT ALLE" - als klares Bekenntnis zu Europa! "HIER steht für die Gelassenheit und Lebensqualität in der Mitte Europas. "Jetzt" für europäisches Denken. "Alle" für die Einheit und Vielfalt.
Dazu sagte Inga Samii vom Bewerbungsteam: "Es geht auch um die Frage: Wie kann man mit den Stärken Hannovers Europa stärken?"

Halten das neue Motto fest in ihren Händen (v. l.): Oeds Westerhof, Melanie Botzki, OB Stefan Schostok, Inga Samii, Annika Schach, Konstanze Beckedorf. Foto: Tobias Wölki

2025 sollen Besucher dann Antworten darauf an vielen "Agoren" (Versammlungsplätze in der Stadt) bekommen.
Ob Hannover den Zuschlag bekommt? Da ist Star-Pianist Igor Levit zuversichtlich: "Die Welt muss sehen, welch einzigartiger Ort wir sind." Und 2021 fällt die Entscheidung ob ja oder ja! Informationen: khh25

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 27.04.2019 


Das Thema Kulturhauptstadt wird nachbarschaftlich

Mobiler Kulturhauptstadt-Kiosk geht auf Tour

Der mobile Kulturhauptstadt-Kiosk geht wieder auf Tour: Der Kiosk für Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung funktioniert wie ein „echter“ Kiosk als Anlaufpunkt für alle, die sich über das Thema Kulturhauptstadt Europas 2025 in Hannover informieren und austauschen wollen.

Der Holzpavillon mit einem etwa 18 Quadratmeter großen Anbau mit Sitzgelegenheiten. Der Holzpavillon wurde vom Verein „Unter einem Dach“ entworfen, der einen nachhaltigen Beitrag zur Integration leistet, indem er Arbeit und Praktika im handwerklichen Bereich sowie Sprachförderung und Vermittlung in die Aus- und Weiterbildung, anbietet. Gebaut wurde der Kiosk in der Werkstatt im Hafven.


Noch gibt es Karten für das 6. NDR Klassik Open-Air

Sängerstars beim Klassik Open Air: Zwei Tenöre für ein Opernspektakel

Das wird ein Opernfest, das Klassik Open Air im Maschpark. Auf dem Programm des mittlerweile bundesweit bekannten Opernspektakels hinter dem Neuen Rathaus am 11. und 13. Juli stehen in diesem Jahr „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni und „Il Pagliacci“ (Der Bajazzo) von Ruggero Leoncavallo auf dem Programm.

Und das große Geheimnis um die Solisten für die Aufführungen ist gelüftet: Tenor Andrea Carè ist in „Cavalleria rusticana“ als Turriddu zu hören und erleben. Der Italiener gehört zu den letzten Schülern von Luciano Pavarotti. Carè singt an allen großen Opernhäusern dieser Welt. An seiner Seite sind zu hören Claudio Sgura (als Alfonso) und Liudmyla Monastyrska als Santuzza. Komplett wird das Ensemble bei diesem Stück mit Tichina Vaughn (als Lucia) und Veta Pilipenko (als Lola) sein.

Oft singt ein Tenor bei dem Operndoppelpack die beiden großen Partien. Hier in Hannover leistet man sich gleich zwei weltbekannte und luxeriöse Stimmen: Im „Bajazzo" übernimmt Tenor Marco Berti die Titelpartie. Berti hat seine Karriere an der Mailänder Scala begonnen, in diesem Jahr wird er unter anderem  die prestigeträchtige Partie des Calaf in „Turandot“ an der Metropolitan Opera in New York übernehmen. Die polnische Sopranistin Aleksandra Kurzak ist als Nedda zu sehen und hören, Andrzej Filonczyk singt den Silvio und Xabier Anduaga den Beppo. Nur Bariton Claudio Sgura singt in beiden Opern: Denn neben seinem Auftritt als Alfonso in „Cavalleria rusticana" wird er im „Bajazzo“ die Rolle des Tonio übernehmen.

Die vielfach Klassik-Open-Air-erprobte Dirigentin Keri-Lynn Wilson aus Kanada wurde wieder verpflichtet.

Keri-Lynn Wilson hat Erfahrung mit dem Dirigat der Radio Philharmonie. Foto NDR 

Die Vorstellungen am Donnerstag, 11. Juli und Sonnabend, 13. Juli, werden wieder live in den Maschpark auf große Leinwände übertragen, wo dann das Opernfest mit einem Picknick gekrönt werden kann. Für beide Aufführungen gibt es noch  Karten für die Plätze vor der Bühne.

Auch wird der Opernabend vom NDR live im Fernsehen übertragen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.03.2019


Eske Nannen wird neue Schirmherrin für Goldschmiedewettbewerb

Presse Club Hannover gewinnt Eske Nannen für den Leibniz Ring Hannover

Die Freude ist dann auch groß: Der Presse Club Hannover, um Vorstand Jürgen Köster (70), konnte Eske Nannen (77) dann auch mit Charme als neue  Schirmherrin für den diesjährigen Goldschmiedewettbewerb für den Leibniz Ring Hannover gewinnen (Foto l.). Nannen ist Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kunsthalle Emden. Außerdem wird Eske Nannen Jury-Mitglied.

„Ich fühle mich Hannover verbunden, auch wenn der Mittelpunkt meines Wirkens in meiner Geburtsstadt Emden liegt", sagte die Tochter eines Fassfabrikanten.„Das Handwerk hat mich daher seit meiner Kindheit begleitet, und ich habe großen Respekt vor den Leistungen der Goldschmiedemeister."

Eske Nannen übernimmt den Stab von Sabine Schormann, die Geschäftsführerin der Documenta in Kassel ist.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 16.03.2013


Stiftung Niedersachsen fördert Kultur mit drei Millionen Euro

„Best Off"-Festival Freier Theater wird erweitert

Die Kultur des Landes wird die Stiftung Niedersachsen bis 2021 mit drei Millionen Euro fördern. Das beschlossen Senat und Verwaltungsrat.

Und das von der Stiftung veranstaltete „BEST OFF"-Festival Freier Theater wird erweitert. Für 2020 stehen zusätzlich sechs Produktionen junger Nachwuchskünstler, den „Best OFF_trainees", sowie eine Uraufführung auf dem Programm. Dabei bilden das Hauptprogramm weiterhin die fünf besten freien Produktionen aus Niedersachsen.  Und die erhalten 10 000 Euro! Ganz neu ist die Auszeichnung der besten Gruppe mit einer Projektförderung in Höhe von 30 000 Euro.

Die Ausschreibung ist gestartet: Ab sofort können sich alle professionellen Freien Theater, die in Niedersachsen ansässig sind, mit einer geplanten oder bereits bestehenden Inszenierung für das „Best OFF Festival Freier Theater 2020” bewerben. Jedes Ensemble erhält für die Teilnahme 2000 €. Informationen festival-best-off.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Museen mit Gütesiegel ausgezeichnet

Zum zwölften Mal werden niedersächsische Museen ausgezeichnet

Eine tolle Sache: Neun Museen haben jetzt für die Qualität ihrer Arbeit die Früchte geerntet und haben das Museumssiegel in Bremen und Niedersachsen erhalten. Bereits zum zwölften Mal zeichnet das Land Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung sowie der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. kleine und große Museen aus. Die Gütesiegel sind sieben Jahre lang gültig und wurden 2006 als gemeinsames Projekt vom niedersächsischen Kulturministerium, dem Museumsverband und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung  initiiert.

Die Museumsgütesiegel wurden am 22. März 2019 auf der Jahrestagung des Museumsverbandes in Celle verliehen.

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Rund um die Filmleinwand


Filmfreundinnen und –freunde finden neues Online-Angebot

Mit „filmfriend“ bietet die Stadtbibliothek ein online-Angebot mit tollen Filmen

Europa und auch Deutschland haben einen großen Schatz an weltberühmten Filmen, online zugänglich sind davon die wenigsten. Ein neuer Streaming-Dienst füllt diese Lücke. „filmfriend“ ist ein Filmportal für Bibliotheken, das nun auch in der Stadtbibliothek Hannover an den Start geht. In das Video-On-Demand (VoD) Portal können sich BibliotheksnutzerInnen einloggen und Filme als Stream ansehen. „Unser Anliegen ist es, den Bibliothekskundinnen und –kunden umfangreiche elektronische Medienangebote ohne Zusatzkosten für sie zugänglich zu machen. ‚filmfriend‘ ist ein neuer, attraktiver Baustein in unserem Angebots-Portfolio“, erläutert Bibliotheksdirektorin Dr. Carola Schelle-Wolff.

„filmfriend“ ermöglicht den NutzerInnen der Stadtbibliothek Hannover erstmalig unbeschränkten Online-Zugang zu mehr als 1.000 Filmen. Der Katalog reicht von erfolgreichen Spiel- und Animationsfilmen, Filmklassikern über anspruchsvolle Dokumentationen bis hin zu internationalem Arthouse-Kino und beliebten Kinder- und TV-Serien. Außerdem sind kuratierte Filmreihen, Kultur-, Reise- und Musikdokumentationen sowie Filme zu Special Interest-Bereichen verfügbar.

Die Auswahl unter filmfriend.de/

Das Log-in mit Bibliotheksausweisnummer und Passwort erfolgt ganz einfach über stadtbibliothek-hannover.de. Und schon startet der gewünschte Film - ohne extra Kosten.

Mit „filmfriend“ bietet die Stadtbibliothek Hannover komfortables, modernes und werbefreies Filmstreaming, das sowohl von zu Hause mit dem PC oder Mac als auch unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Talentförderprogramm „mediatalents“

nordmedia unterstützt Nachwuchsprojekte

Im Rahmen ihres Talentförderprogramms „mediatalents“ förderte nordmedia seit Dezember 2016 bis jetzt in Niedersachsen insgesamt 29 Projekte mit rund 213.000 Euro. Für das Projekt stellt das Land Niedersachsen der nordmedia jährlich ein Budget von 150 000 Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, talentierte Film- und Medienschaffende zu entdecken, zu fördern und ihnen eine Starthilfe zu geben. nordmedia führt das Programm im zusammen mit dem Film- und Medienbüro Niedersachsen durch.

Förderfähig sind qualitativ anspruchsvolle audiovisuelle Projekte junger Talente, die überwiegend in Niedersachsen realisiert werden sollen. Die Filmemacher sollten außerdem noch nicht mehr als drei längere Filmprojekte realisiert haben. Ausgewählt werden die Projekte durch eine unabhängige Jury.

Auch in diesem Jahr wird es Förderrunden geben: Die nächsten Einreichtermine sind der 9. Mai und 5.9. 2019.

Informationen zu den Förderungen unter nordmedia.de/pages/foerderung/foerderbereiche/mediatalents

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Über den Tellerrand geschaut

Das runderneuerte Limesmuseum feiert Neueröffnung mit Europa-Gedanken

Ganze zweieinhalb Jahre Bauzeit brauchte das Limesmuseum Aalen (Baden-Württemberg) um endlich am Ende des Monats wieder seine Türen für die Besucher zu öffnen. Und zwei Tage vor der Europawahl gibt es am 24.Mai einen Festakt mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Im ehemals größten Reiterkastell nördlich der Alpen waren 1 000 römische Soldaten samt Pferden stationiert.

Museumsleiter Martin Kemkes sagte: „Das Museum ist von großer Bedeutung für Europa und das Studium der Geschichte des Kontinents“. 

Das spiegele sich nun im neuen Konzept für das zuerst 1964 eröffnete größte Museum am 550 Kilometer langen Obergermanisch-Retischen Limes, den die Unesco 2005 in den Rang einer Weltkulturerbestätte erhob. Die Renovierungkosten beliefen sich auf 8,5 Millionen Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe Hannover Woche

Veröffentlicht 04.05.2019