VOLKSWAGEN VW + VWN


VWN bei Auslieferungen leicht unter Vorjahresniveau

Große Schwankungen auf den Märkten

Bei den Auslieferungen von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) liegt in den ersten neun Monaten des Jahres knapp unter dem Niveau von 2018. In den Monaten von Januar bis September 2019 gingen knapp 379 000 Nutzfahrzeuge an die Kunden - 0,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dabei legte die VW-Tochter mit Firmensitz in Hannover-Stöcken in der Region Westeuropa bei den Auslieferungen im Jahresverlauf um 1,3 Prozent zu, auf dem Heimatmarkt Deutschland betrug das Plus nach drei Quartalen 1,2 Prozent aber das Unternehmen musste herbe Rückgänge bei VWN in Südamerika hinnehmen. Das Minus betrug dort 15,7 Prozent und in der Region Nahost gingen die Auslieferungen um 44,6 Prozent zurück.

Nach Baureihen betrachtet, konnte allein der Crafter zulegen (plus 31,4 Prozent). Ein Minus hingegen verzeichneten die T-Baureihe (minus 2,2 Prozent), der Caddy (minus 3,8) und der Amarok (minus 10,7 Prozent).

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.10.2019

VW arbeitet mit dem schwedischen Partner Northvolt zusammen

VW investiert 1 Milliarde Euro für eigene Produktion von Batteriezellen von E-Autos

Das kribbelt und elektrisiert - dieses Pilotprojekt - nicht nur im VW-Werk in Salzgitter, sondern dem ganzen Volkswagen-Konzern.

VW hat mit der Produktion eigener Batteriezellen für Elektroautos begonnen. Denn aus der Pilotfertigung soll langfristig für Kleinserien eine Zellfabrik mit einer Leistung von bis 16 Gigawattstunden entstehen. Eine Milliarde Euro nimmt VW für das Projekt in die Hand, bei dem es mit dem schwedischen Partner Northvolt bis 2024 zusammenarbeiten wird. Durch den Bau von Lithium-Ionen-Akkus sollen in Salzgitter mehr als 1 000 Jobs entstehen.

Volkswagen und Northolt erläutern ihre Zusammenarbeit. Foto VW

Im so genannten Center of Excellence (CoE) in Salzgitter wurde eine Pilotanlage zur Batteriezellenproduktion für Kleinserien eröffnet. Rund 300 Experten entwickeln, erproben und pilotieren am Standort innovative Fertigungsverfahren zur Produktion von Lithium-Ionen-Akkus. Mehr als 100 Millionen Euro investiert Volkswagen im ersten Schritt in die eigenen Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen.

Hinzu kommen rund 900 Millionen Euro an Investitionsvolumen, die Volkswagen für gemeinsame Batterieaktivitäten mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt bereitstellt. Ab 2020 soll in Salzgitter eine 16-Gigawattstunden-Batteriezellfabrik entstehen. Der Start der Produktion ist für den Jahreswechsel 2023/2024 geplant. Dazu hat Volkswagen jüngst ein 50/50-Joint-Venture mit Northvolt gegründet. In diesem eigenständigen Unternehmen sollen mittelfristig 700 Arbeitsplätze entstehen.

Und VW-Beschaffungsvorstand Stefan Sommer betont: „Durch die Bündelung der Kompetenz am Standort stellen wir sicher, dass wir die Weiterentwicklung der Batteriezellen als Schlüsselkompetenz der Elektrifizierung selbst vorantreiben und schnell in die Serienfertigung überführen können."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 22.09.2019


Der Bulli erfindet sich immer neu

Weltpremiere des neuen Campers auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf

Er ist der favorisierte Campervan von Globetrottern in aller Welt: der mehr als 175.000 Mal verkaufte California. Jetzt folgt auf der Basis der sechsten Bulli-Generation ein technisch wie optisch weitreichendes Update: der California 6.1, den Volkswagen Nutzfahrzeuge(VWN) Ende August auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf als Weltpremiere vorgestellt hat. Das Campmobil bekommt eine neue Frontpartie, weiterentwickelt werden die Küchenzeile und die Betten. Auch in Sachen Digitalisierung erfährt das Reisemobil viele Neuerungen. Der im Alltag als Van nutzbare California überzeugt seit jeher mit seinen durchdachten Detaillösungen. Erstaunlich: Die Sonnenaufgang-Funktion, die das Aufwachen so richtig gemütlich machen soll!

Update einer Ikone: Neuer California 6.1 mit digitaler Steuerung der Camper-Funktionen. Foto VW AG

Über die komfortabele Bedienungsleiste sind Unmengen von Funktionen zu steuern – da ist eine Bedienungsanleitung ganz hilfreich. Als weitere Neuheit kommen mit den Navigationssystemen „Discover Media" und „Discover Pro" Geräte des „Modularen Infotainmentbaukastens" der dritten Generation (MIB3) zum Einsatz.

Die wichtigste technische Veränderung der Fahrdynamik ist der Wechsel von einer hydraulischen zu einer elektromechanischen Servolenkung. Durch diese nun ansteuerbare Lenkung wird der 6.1 mit zahlreichen neuen Assistenzsystemen auf den Markt kommen: Da ist der Spurhalteassistent „Lane Assist", der Parklenkassistent „Park Assist", und der „Trailer Assist" (vereinfacht das Rangieren mit Anhänger).

Neu und serienmäßig an Bord ist der Seitenwindassistent: er stabilisiert den Campervan automatisch bei Windböen. Neu konfiguriert hat VWN auch das Antriebsprogramm. Der serienmäßig front- und optional allradgetriebene California 6.1 wird mit 2,0-Liter-Turbodieselmotoren1 (2.0 TDI) durchstarten, die alle die Abgasnorm Euro-6d-TEMP-EVAP erfüllen.

VWN hält an allen cleveren Detaillösungen fest, die dieses Reisemobil so einzigartig praktisch und damit letztendlich zur Ikone machen – etwa den in der Schiebetür integrierten Campingtisch und die in der Heckklappe verstauten Campingstühle. Das Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten!

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 02.07.2019


Jetzt hat er seinen Auftritt

Das erste Serienderivat der ID.-Familie im Volkswagen Pavillon der Autostadt

VW präsentiert den vollelektrischen ID.3. Als getarnter Prototyp mit wegweisendem Design begrüßt das erste Elektroauto der ID.-Familie Besucher*innen im neu gestalteten Ausstellungsbereich, der im bekannten Camouflage-Muster erstrahlt. Neben dem Fahrzeug laden weitere Exponate ein, sich zum Thema Elektromobilität bei Volkswagen zu informieren. Zudem haben Gäste vor Ort die Möglichkeit, sich für einen Produktionsslot des ID.3 1ST zu registrieren – der Wagen wird ab 30.000 Euro angeboten.

Die Weltpremiere findet auf der IAA in Frankfurt (12. bis 22. September 2019) statt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord, Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 12.07.2019


Volkswagen: Roadmap Digitale Transformation

Es sollen mindestens 2 000 neue Arbeitsplätze durch Digitalisierung entstehen

Bis zum Jahr 2023 will Volkswagen bis zu vier Milliarden Euro in Digitalisierungsprojekte investieren und zwar vorrangig in die Verwaltung, aber auch in die Produktion. In einer „Roadmap Digitale Transformation“ haben das Vorstand und Gesamtbetriebsrat vereinbart. Dabei sollen mindestens 2 000 neue Arbeitsplätze mit Bezug zur Digitalisierung neu entstehen. Agile Arbeitsweisen, verbesserte Prozesse und Digitalisierung sollen Beschäftigte entlasten und Abläufe beschleunigen. Dabei sollen bislang manuell durchgeführte Aufgaben durch verbesserte IT vereinfacht werden.

Dadurch sollen bei der Volkswagen AG Pkw, der Volkswagen Group Components und der Volkswagen Sachsen GmbH in den nächsten vier Jahren aber auch bis zu 4 000 Stellen im indirekten Bereich nicht wieder besetzt werden. Voraussetzung sei aber, dass Aufgaben durch die Digitalisierung, Prozessoptimierung und Organisationsverschlankung entfallen. Außerdem wurden noch weitere Investitionen in die Industrie 4.0 und ein damit einhergehender Produktivitätsfortschritt von fünf Prozent pro Jahr bis 2023 vereinbart. Zudem wird VW für die personelle Transformation im Zuge der Digitalisierungs-Offensive das Qualifizierungsbudget um 60 Millionen auf nunmehr rund 160 Millionen Euro erhöhen. Für die VW AG und die VW Sachsen GmbH wird außerdem eine einheitliche Beschäftigungsicherung bis 2029 vereinbart.

Zu der Entscheidung sagte der Chief Operation Officer der Marke Volkswagen, Ralf Brandstätter, mit der Roadmap Digitale Transformation gebe man der Modernisierung von Volkswagen einen weiteren Schub. Wenn Stellen durch die Digitalisierung wegfielen, mache Volkswagen das entlang der demografischen Kurve so sozialverträglich wie möglich. Im Übrigen helfe die mit der Investition einhergehende Kostensenkung auch dabei, die Transformation von Volkswagen aus eigener Kraft zu finanzieren. Die Marke habe sich das Ziel gesetzt, bereits ab 2022 eine Rendite von sechs Prozent zu erwirtschaften, das sei drei Jahre früher als ursprünglich geplant, betonte Brandstätter.

Der Vorstandsvorsitzende der VW Group Components, Thomas Schmall, ergänzte: „Für unsere Komponentenwerke ist die Roadmap Digitale Transformation der Beschleuniger für unsere Transformation in die E-Mobilität. Wir übernehmen künftig Verantwortung von Batteriezelle und -system über E-Antrieb bis zur Ladeinfrastruktur und Recycling – und brauchen dafür eine Digitalisierung unserer Prozesse, eine höhere Software-Kompetenz und eine schlanke und agile Steuerung der weltweiten Komponentenaktivitäten.“

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh fügte hinzu, mit der Beschäftigungssicherung bis 2029 seien betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten zehn Jahren ausgeschlossen. Das sei ein wichtiges Signal. Die Digitalisierung bringe Veränderungen, aber der Arbeitsplatz bei Volkswagen bleibe sicher. Osterloh: „Beim möglichen Abbau von Arbeitsplätzen muss klar sein, dass diese Tätigkeiten tatsächlich entfallen – ansonsten wird weiterhin jede Stelle nachbesetzt, denn Arbeitsverdichtung wird es mit uns nicht geben.“

Volker Benke

Veröffentlicht 20.06.2019


Ökosystem „Volkswagen We“ hat neue Funktion

Mit "We Experience" die nächste Tankstelle finden

VW hat sein digitales System „Volkswagen We“ in Deutschland um den Service „We Experience“ erweitert. Dieser empfiehlt personalisierte und Angebote für Waren und Dienstleistungen in der Nähe. Gewonnen wurden Partner wie Shell, Domino’s oder Tank & Rast. Technologie von IBM überspielt solche Angebote an die Nutzer aus, die zu ihrem individuellen Profil relevant sind. „We Experience“ steht in der „VW Connect“-App zur Verfügung und erkennt über das Smartphone, wo das KFZ gerade unterwegs ist. Relevante Angebote in der Nähe werden so identifiziert.

„We Experience“ bietet personalisierte Empfehlungen und vergünstigte Angebote für Waren und Dienstleistungen. Foto VW

Ein vom Partner IBM entwickelter Algorithmus spielt individuell auf den Nutzer zugeschnittene Empfehlungen aus, wie zum Beispiel Tipps und Angebote für Restaurants, Shops oder Services, die der Nutzer bestätigt. Auf diese Weise lernt „We Experience“, welche Angebote relevant für ihn sind. Das können beispielsweise Empfehlungen zu bevorzugten Restaurants in der Nähe sein oder Aktionen wie vergünstigte Autowäschen. Die individuellen Angebote werden dem Nutzer in der App angezeigt und können online oder vor Ort eingelöst werden.

„VW Connect“ ist eine kostenlose Smartphone-App, die seit letztem Jahr für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich ist.

Sigrid Lappe Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 20.09.2017