VOLKSWAGEN VW + VWN


Abschied von einer Ikone

VW montiert in  Mexiko seinen letzten Käfer-Nachfolger

Der Volkswagenkonzern stellt den Bau des Beetle, des legendären Käfer-Nachfolgers, nun endgültig ein. Im mexikanischen Puebla wurde das letzte Fahrzeug einer 5961 Autos umfassenden Sonderserie des New Beetle eingestellt.

Vom Käfer zum Beetle und jetzt ist Schluss! Fotos VW

Damit geht ein mehr als 80 Jahre langes Kapitel des Automobilbaus zu Ende.

Auf Ferdinand Porsche geht der erste Käfer-Entwurf zurück. Und nach dem Willen von Adolf Hitler sollte der Wagen die Deutschen zu einem Volk von Autofahrern machen. Der Käfer mauserte sich ab 1945 zu einer Ikone des Wirtschaftswunders in der Bundesrepublik Deutschland. Der millionste Käfer lief 1955 in Wolfsburg vom Band. Dort wurde er dann 1978 durch den Golf ersetzt.  Und in Mexiko lief die Produktion des Original-Käfers dagegen bis 2003 weiter. Anders als in der Bundesrepublik wurde der Käfer in den USA in den 60er- Jahren zu einem Symbol einer Hippie-Gegenkultur. 1968 produzierte Volkswagen 40 Prozent seiner Käfer in den Vereinigten Staaten.

Der Porsche Enkel Ferdinand Piech wurde neuer VW-Chef  und ließ in Deutschland den Käfer 1998 in Form des New Beetle wieder produzieren. Der basierte auf der Basis des Golfs und wurde 2012 noch einmal überarbeitet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.07.2019


VW holt sich neuen Partner für Lenksysteme

Kooperation mit dem japanischen Lenksystemhersteller NSK

Volkswagen hat sich einen neuen Partner an die Seite geholt. Die VW-Konzernkomponente hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem japanischen Lenksystemhersteller NSK abgeschlossen, gab der Konzern bekannt. Mit diesem Bündnis wurde die Grundlage für eine vertiefte Entwicklungszusammenarbeit gelegt. Und Ziel der Partnerschaft sei es, die Innovationskraft im Bereich Lenkungen weiter zu erhöhen, hieß es in der Mitteilung von VW.

Partner: Thomas Schmall, Stephan Sommer und Masatada Fumoto (v.l.) arbeiten bei Lenkungen zusammen. Quelle: Volkswagen

Und Stefan Sommer, Volkswagen-Konzernvorstand für Beschaffung und den Komponentenbereich nannte die Kooperation mit NSK einen „sinnvollen Schritt“, um unsere internationale Entwicklung und Fertigung strategisch auszubauen". 

Thomas Schmall, Chef der Komponentensparte, erklärte, die Entwicklungszusammenarbeit werde es ermöglichen, das Know-how beider Partner „intensiv zu nutzen und künftige Produkte weiter voranzutreiben".

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.06.2019


Volkswagen will mit 5 000 IT-Experten Software-Einheit aufbauen

Bis 2025 sollen in dem neuen Bereich mehr als 5 000 IT-Experten arbeiten

Seine Bemühungen will der Volkswagen-Konzern rund um die Software im Auto deutlich verstärken und dafür Tausende Digitalexperten in einer Einheit bündeln. Bis 2025 sollen in dem neuen Bereich mehr als 5 000 IT-Experten arbeiten, teilte das Unternehmen mit.

Und der Anteil der eigenen Softwareentwicklung soll von unter 10 Prozent auf mindestens 60 Prozent steigen. Das eigene Betriebssystem gehöre etwa zu den Projekten für die Autosoftware sowie die mit Microsoft angekündigte Zusammenarbeit für die Speicherung von Daten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.06.2019


Gegen Fremdenfeindlichkeit setzt VW ein Zeichen

Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz

Volkswagen will ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Die Betriebsvereinbarung  über „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“ wurde um einen entsprechenden Passus ergänzt, sagte ein VW-Sprecher. Und wie jedes Unternehmen sei VW ein Spiegel der Gesellschaft, deswegen bekomme das Thema Extremismus auch dort Aufmerksamkeit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.07.2019

Volkswagen beteiligt sich an der schwedischen Northvolt AB

Rund 900 Mio. Euro wandern in gemeinsame Batterieaktivitäten

Die Volkswagen AG (VW) investiert rund 900 Mio. Euro in gemeinsame Batterieaktivitäten mit Northvolt AB.  Ein Teil der Summe ist für ein geplantes Joint Venture mit dem schwedischen Batteriehersteller vorgesehen, ein weiterer Teil geht direkt an Northvolt AB. Im Gegenzug erhält VW rund 20 Prozent der Anteile an Northvolt AB und einen Sitz im Aufsichtsrat, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung. Ein 50/50-Joint-Venture soll im Laufe des Jahres gegründet werden, Ziel ist der Aufbau einer 16 Gigawattstunden-Batteriezellfertigung in Europa. Es ist geplant, das Werk frühestens ab 2020 in Salzgitter aufzubauen.

Um den Jahreswechsel 2023/2024 ist der Start der Batteriezellen-Produktion für VW vorgesehen.

Volkswagen-Beschaffungsvorstand Dr. Stefan Sommer (Foto): „Volkswagen schafft auf allen Ebenen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie. Mit Northvolt haben wir jetzt auch einen europäischen Partner gefunden. Mit dem Know-how und nachhaltigen, CO2-optimierten Produktionsprozessen in der Batteriezell-Fertigung des Unternehmens wollen wir auch in Deutschland die Zell-Herstellung vorantreiben.“

Der VW-Konzern hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025 – und in Asien in gleicher Größenordnung.

Northvolt ist ein europäischer Hersteller von nachhaltigen, hochwertigen Batteriezellen und -systemen. Die Firma wurde 2016 gegründet, um in Europa den Übergang in eine emissionsfreie Zukunft voranzutreiben. Sie arbeitet erfolgreich an seiner Mission, die umweltfreundlichste Lithium-Ionen-Batterie der Welt bereitzustellen mit dem Fokus auf minimalen CO2-Ausstoß und den höchsten Ambitionen für das Recycling. Zu den industriellen Partnern und Kunden von Northvolt zählen auch Scania, ABB, BMW, Siemens, Vattenfall und Vestas.

Weitere Informationen unter northvolt.com.

VW/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 12.06.2019


Für VW-Werk in Emden sieht Landesregierung positive Entwicklung

Volkswagen will einen Elektro-Kompakt-SUV im Werk Emden herstellen

Die niedersächsische Landesregierung hat sich hinter die VW-Entscheidung zum Bau eines Elektro-Kompakt-SUV im Werk Emden gestellt. Das sei für die Stadt eine positive Entwicklung, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei.„Mit den Entscheidungen ist eine noch höhere Wertschöpfung vor Ort in Emden verbunden als mit der vorherigen Planung", sagte sie. Es bleibe nun bei der Zusage des Konzerns, das Werk in der ostfriesischen Stadt voll auszulasten.

Der Elektro-Kompakt-SUV soll in Emden vom Band laufen. Foto VW 

Zur Erinnerung: Der VW-Konzern hatte eine Grundsatzentscheidung getroffen, dass ein Elektrokleinwagen nicht in Emden, den sondern in Bratislava vom Band laufen soll. Denn eine Produktion in Emden sei angesichts des geplanten Verkaufspreises von 20 000 Euro wegen der Lohnkosten wirtschaftlich nicht darstellbar. Stattdessen soll nun das Emdener-Werk den Elektro-Kompakt-Geländewagen bauen. Denn das dafür ursprünglich vorgesehene Werk in Zwickau sei mit der Produktion der ID-Elektromodellfamilie ausgelastet.

Wegen der schwächelnden Nachfrage hat VW in China auch im April weniger Autos ausgeliefert. Sehr schmerzlich: auf dem größten Einzelmarkt China musste das Unternehmen eigenen Angaben nach, einen Rückgang um 9,6 Prozent auf 302 600 Stück verkraften. Die Absatzschwäche führte Konzernvertriebschef Christian Dahlheim zum einen auf  die eingetrübte Konjunktur und zum anderen auf die angespannte geopolitische Lage zurück. Auch gab es auf dem deutschen Markt im April ein Minus von 6,3 Prozent auf 118 200 Stück. Das Unternehmen machte dafür einen wegen der Umweltprämie starken Vorjahresmonat verantwortlich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht am 17.05.2019


Ökosystem „Volkswagen We“ hat neue Funktion

Mit "We Experience" die nächste Tankstelle finden

VW hat sein digitales System „Volkswagen We“ in Deutschland um den Service „We Experience“ erweitert. Dieser empfiehlt personalisierte und Angebote für Waren und Dienstleistungen in der Nähe. Gewonnen wurden Partner wie Shell, Domino’s oder Tank & Rast. Technologie von IBM überspielt solche Angebote an die Nutzer aus, die zu ihrem individuellen Profil relevant sind. „We Experience“ steht in der „VW Connect“-App zur Verfügung und erkennt über das Smartphone, wo das KFZ gerade unterwegs ist. Relevante Angebote in der Nähe werden so identifiziert.

„We Experience“ bietet personalisierte Empfehlungen und vergünstigte Angebote für Waren und Dienstleistungen. Foto VW

Ein vom Partner IBM entwickelter Algorithmus spielt individuell auf den Nutzer zugeschnittene Empfehlungen aus, wie zum Beispiel Tipps und Angebote für Restaurants, Shops oder Services, die der Nutzer bestätigt. Auf diese Weise lernt „We Experience“, welche Angebote relevant für ihn sind. Das können beispielsweise Empfehlungen zu bevorzugten Restaurants in der Nähe sein oder Aktionen wie vergünstigte Autowäschen. Die individuellen Angebote werden dem Nutzer in der App angezeigt und können online oder vor Ort eingelöst werden.

„VW Connect“ ist eine kostenlose Smartphone-App, die seit letztem Jahr für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich ist.

Sigrid Lappe Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 20.05.2017


Zentrale Rolle für China bei Volkswagen E-Mobilitäts-Strategie

E-Mobilitäts-Offensive: VW will bis 2028 über 11 Millionen E-Autos in China produzieren

China nimmt bei der globalen Transformation des Volkswagen Konzerns und dem damit verbundenen Dekarbonisierungsprozess eine zentrale Rolle ein. Nachdem bereits 2019 das Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen ausgeweitet wird,  will der VW Konzern bis 2028 mehr als die Hälfte der künftig vom Konzern geplanten E-Autos in China produzieren. Konzern-Chef Dr. Herbert Diess erklärte dazu, der chinesische Markt und die leistungsstarken Partner spielten eine zentrale Rolle, Millionen von Menschen eine saubere, sichere und intelligentere individuelle Mobilität zu ermöglichen.

Dr. Stephan Wöllenstein, gab Details zur „China Challenge“ des ID. R auf einer Pressekonferenz bekannt. Foto: Volkswagen AG

Der Konzern stehe damit zu seinem Versprechen, nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen in China zur Reduzierung von Emissionen zu erfüllen, der Konzern werde sich auch Schritt für Schritt ganz auf CO2-Neutralität ausrichten. Diess: „Daher setzen wir auf saubere Mobilität und umweltschonende Produktionsprozesse.“

Um die Elektromobilitätsoffensive voranzutreiben und die Akzeptanz der E-Mobilität zu steigern, soll außerdem mit einem neuen Joint Venture die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Deshalb bündelt Volkswagen Group China zur umfassenden Erforschung zukünftiger Technologien die Entwicklungsleistung der Marken Volkswagen und Audi sowie der Konzernforschung unter dem Dach der neue ONE R&D Struktur.  

Dazu sagte der CEO der Volkswagen Group China, Dr. Stephan Wöllenstein, das Unternehmen treibe den Ausbau ihrer E-Flotte voran. Schon Ende des Jahres werde das Unternehmen in China mit 14 elektrifizierten Modellen eine große Auswahl bieten. Mit den zwei Fahrzeugen, die im nächsten Jahr mit dem Modularen E-Antriebsbaukasten MEB auf den Markt kämen, sowie mit den Investitionen im Bereich der Digitalisierung setze der Konzern die Transformation von Volkswagen fort und definiere zusammenmit seinen chinesischen Partnern Mobilität „ganz neu“.

Im Zuge seiner E-Mobilitäts-Offensive plant der VW Konzern bis 2028 rund 11,6 Millionen E-Autos in China zu produzieren, das ist mehr als die Hälfte des vom Konzern angestrebten Gesamtziels von 22 Millionen E-Autos. Dazu würden alle drei Joint Ventures – FAW-Volkswagen, SAICVolkswagen und JACVolkswagen – beitragen. Sobald die Werke von SAIC Volkswagen in Anting und FAW -Volkswagen in Foshan im kommenden Jahr fertig gestellt seien, werde die Fertigung von Fahrzeugenauf der MEB-Basis starten. Allein dort werde die Produktionskapazität bei jährlich 600.000 rein elektrischen Fahrzeugen liegen. Außerdem würden JAC und SEAT eine eigene Plattform für kleinere E-Autos entwickeln. Zugleich soll in allen 33 chinesischen Produktionsstätten von Volkswagen und seinen Partnern der ökologische „Fußabdruck“ weiter verbessert werden. Zusätzlich zielt Volkswagen mit einem neuen Joint Venture darauf ab, die Ladeinfrastruktur zu verbessern, damit die chinesischen Kunden ihre E-Fahrzeuge noch flexibler und komfortabler aufladen können, sowohl zuhause wie auch unterwegs. Im Rahmen einer Zusammenarbeit von Star Charge, FAW und JAC würden ab Ende 2019 private Wallboxen angeboten und eine große Anzahl öffentlich nutzbarer Ladestationen eingerichtet.                                    

Volker Benke

Veröffentlicht 24.04.2019


VW Kraftwerk errichtet Windkraftanlagen auf dem Werksgelände von MAN

Gesamtleistung von 12,8 Megawatt vorgesehen

Die VW Kraftwerk GmbH baut vier Windkraftanlagen auf dem Gelände der MAN Truck & Bus SE in Salzgitter. Mit der Inbetriebnahme rechnet die VW Kraftwerk GmbH für November 2019.

Dazu sagt Michael Heinemann, Geschäftsführer der VW Kraftwerk GmbH: „Mit der Errichtung der Windkraftanlagen gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Dekarbonisierung unserer Energieerzeugung.“ Die im Bau befindlichen Windenergieanlagen werden eine elektrische Spitzenleistung von jeweils 3,2 Megawatt (MW) erzielen und verfügen damit zusammen über eine elektrische Gesamtleistung von 12,8 MW.

Die Windkraftanlagen werden eine Nabenhöhe von 149 m erreichen und einen Rotordurchmesser von 115,7 m aufweisen. Die Gesamthöhe an der Rotorblattspitze beträgt dann rund 207 m über Geländeoberkante.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.04.2019