CORONAVIRUS - Meldungen - Beratungen


Marburger Bund: Zweite Corona-Welle schon da

Kliniken sind gut vorbereitet

Nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund ist die zweite Corona-Welle bereits in Deutschland angekommen.

„Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der "Augsburger Allgemeinen". Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April, dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen.

"Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen", warnte Johna.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.08.20


Weltweit mehr als 18,3 Millionen Menschen infiziert

Mehr als 18,3 Millionen Menschen haben sich bis heute nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Fast 693 000 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus verstorben, d.h. über 26 Prozent. 

Das geht aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervor. In mehr las210 Ländern und Territorien wurden Infektionen registriert, seit das Virusim Dezember in China nachgewiesen wurde.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.08.2020 


Mehr als 120 Mitarbeiter*innen beantworten Fragen rund um das Coronavirus

Corona-Hotline auch in den Sommermonaten

Rege genutzt wird die vom Niedersächsischen Innenministerium am 25. März 2020 eingerichteten Corona-Hotline der Landesregierung, Tel. 0511/120 6000. Mehr als 120 Mitarbeiter*innen haben seitdem Fragen rund um das Coronavirus beantwortet, Auskunft zu den Regelungen der Corona-Verordnung gegeben, haben zugehört und beraten. Die Hilfesuchenden wurden auf Angebote wie die Hotlines für Gesundheit, Land-/Ernährungswirtschaft und Verbraucherschutz sowie Wirtschaft und Arbeit aufmerksam gemacht.

Den größten Andrang verzeichnete die Corona-Hotline Anfang Mai 2020, als die geltenden Kontaktbeschränkungen erstmals gelockert wurden. Damals wurden 8.552 Anrufe in einer Woche und bis zu 2.000 Anrufe pro Tag gezählt. Durchschnittlich telefonierten die Mitarbeiter*innen mit den Ratsuchenden etwa fünf Minuten, teilweise dauerten die Gespräche aber auch deutlich länger. Bis heute stehen Fragen zu den Corona-Regelungen im Mittelpunkt.

Zwischenzeitlich hat der Andrang deutlich abgenommen. Zuletzt verzeichnete das Innenministerium noch 2.676 Anrufe pro Woche, das mit Abstand niedrigste Niveau seit Beginn der Pandemie. Vor diesem Hintergrund und wegen der Ferienzeit wird die Erreichbarkeiten der Hotline leicht reduziert: Sie ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr erreichbar. 

Die Landesregierung hat eine Internetseite mit Informationen und zahlreichen FAQs eingerichtet. Diese Seite enthält sowohl allgemeine Informationen für alle Bürger*innen, aber auch spezifische Hinweise für Eltern und Kinder, für Beschäftigte und Unternehmen, für Rettungsdienste und Krankenhäuser sowie einige weitere Gruppierungen. Abzurufen unter: niedersachsen/Coronavirus. Seit dem 1. März wurden auf den Corona-Seiten im Niedersachsen-Portal bereits mehr als 23 Millionen Besuche verzeichnet.

Zu diesen Themen sind spezifische Hotlines zu den Folgen des Coronavirus geschaltet: 

Gesundheit: +49 (0) 511 4505555 (Mo.- Fr. 9 - 18 Uhr) 

Land- und Ernährungswirtschaft: +49 (0) 511 120 2000 (Mo. - Fr. 9 - 17 Uhr)

Wirtschaft und Arbeit: +49 (0) 511 120 5757 (Mo. - Fr.  8 – 20 Uhr)

Sofern akute Beschwerden und Symptome bestehen, verweist die Landesregierung auch auf die rund um die Uhr erreichbare zentrale Nummer des kassenärztlichen Notdienstes unter 116 117.

MI/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha,PreDiNo 


Corona: Region Hannover informiert

Immer wieder Leichtsinn oder Verweigerung

Hinsichtlich der steigenden Infektionszahlen weist die Region darauf hin, dass es sich derzeit um keinen einzelnen relevanten Infektionsherd handelt. Vielmehr resultieren die Zahlen überwiegend aus familiären Kontexten, gelegentlich auch im Zusammenhang mit einzelnen Reiserückkehrern.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes handelt es sich darüber hinaus um eine zunehmende Vernachlässigung der Abstands- und Hygieneregeln im privaten Bereich. Trotz gelockerter Gruppengrößen in der Öffentlichkeit oder bei der Anzahl von Gästen bei privaten Feiern, sollten diese Kontakte nach Empfehlung des Gesundheitsamtes weiterhin überschaubar bleiben, Abstands- und Hygieneregeln sollten auch dort so weit wie möglich eingehalten werden.

Region/s.lappe/u.micha


Hinweise auf Auswirkungen der Corona-Krise

Mit einer Statistischen Kurzinformation präsentiert die Region die erste Daten

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie, kurz die Corona-Krise, gelten mittlerweile als schärfste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Selbst wenn seit Beginn des flächendeckenden Lock-Down erst vier bis fünf Monate vergangen sind, lassen sich bereits erste Spuren in der Statistik aufspüren. In dieser Statistischen Kurzinformation präsentiert das Team Steuerungsunterstützung und Statistik erste Daten, die Hinweise auf Auswirkungen der Corona-Krise geben. Die Daten beruhen auf eigenen Daten der Region Hannover, auf Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie auf Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.

Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Die-Corona-Krise-in-der-Region-Hannover

Anfang März 2020 hat mit dem Auftreten des ersten positiv auf das Coronavirus getesteten Patienten die Pandemie auch die Region Hannover erfasst. Ausgehend von der Reproduktion des Virus drohte ein exponentielles Wachstum bei der Verbreitung des Virus das Gesundheitswesen zu überfordern.

Das Fehlen von Impfstoffen und wirksamen Medikamenten stellte zugleich ein hohes gesundheitliches Risiko dar. Hohe Infektionszahlen und Todesfälle aus anderen Ländern vor beziehungsweise während dieser frühen Phase der Pandemie haben dazu geführt, dass Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ergriffen wurden, die erhebliche Auswirkungen für das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben haben.

Abbildung: Neuinfektionen Covid-19 in der Region Hannover nach Meldedatum (Stand: 27.07.2020)

Im bisherigen Verlauf des Infektionsgeschehens hat es in der Region Hannover analog zum bundesweiten Infektionsgeschehen Ende März/Anfang April einen ersten Höhepunkt der Entwicklung gegeben. In der dann einsetzenden Phase rückläufiger Neuinfektionen hat es in der Region durch lokale Ausbrüche immer wieder ein etwas erhöhtes Aufkommen an täglichen Neuinfektionen gegeben.

So wurden auch Ende Juli 2020 wieder verstärkt Neuinfektionen gemeldet, deren Wirkungen auf den Fortgang der Pandemie im Moment nicht abschließend erfasst werden können.

Ebenfalls werden die Folgen der Krise auf die Wirtschaft, die Beschäftigung, den Verkehr bis hin zu Fahrgast- und Frachtbeförderungszahlen des Flughafens.

Auch wird die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Bausektor, beim Tourismus mit Beherbergungsbetrieben und Gastronomie  beleuchtet.

Region/s.lappe/u.micha


„Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona

Kampagne soll Menschen motivieren, sich weiterhin an die Corona-Regeln halten

Die Landesregierung startete am 9. Juli  eine Kampagne, mit der die Menschen in Niedersachsen – in einer Phase geringerer Infektionstätigkeit und zunehmender Lockerungen – immer wieder an die weiterhin notwendigen Präventionsmaßnahmen erinnert werden. Das Motto der Kampagne lautet: „Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona“.

Mit der Kampagne sollen die Menschen in Niedersachsen auf eine teilweise ironische Weise motiviert werden, maßgebliche Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung weiter zu befolgen, um die erreichten Fortschritte nicht zu gefährden.

Die Menschen sollen sich möglichst freiwillig und aus Überzeugung auch weiterhin an die Corona-Regeln halten. Es soll Verständnis geweckt und aufrechterhalten werden für die wahrscheinlich über eine längere Zeit hinweg notwendigen Beschränkungen direkter Kontakte. Außerdem soll der Zusammenhalt in Niedersachsen gestärkt und zu gegenseitiger Unterstützung aufgefordert werden. 

Details der Kampagne ergeben sich aus der beigefügten Präsentation: niedersachsen-gegen-corona.

Die Kampagne soll mindestens bis zum Mitte Oktober 2020 laufen, es besteht die Option auf eine Verlängerung. Insgesamt stehen bis zu zwei Mio. Euro zur Verfügung.

STK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Volkswagen ermöglicht seiner Belegschaft freiwillige Corona-Tests

Container zur Probenentnahme an seinen deutschen Standorten



Volkswagen (VW) baut sogenannte „Walk through“-Container zur Probenentnahme von Corona-Tests an seinen deutschen Standorten auf. Das Testangebot gilt vorerst für alle Volkswagen Beschäftigten, die Corona-spezifische Symptome haben.

VW will damit bestmöglich den Auswirkungen eines erneuten Ausbruchs des Coronavirus vorbeugen sowie einen Beitrag zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus leisten.

Testcontainer für VW-Belegschaft. Foto VW

Das Volkswagen Gesundheitswesen hat gemeinsam mit dem Klinikum Wolfsburg ein Testzentrum aufgebaut, um die Laborkapazität zur Auswertung der Rachenabstriche zu gewährleisten. Im Werk Wolfsburg finden Schulungen statt, um künftig Rachenabstriche für die Corona-Tests abnehmen zu können.

Beschäftigte von VW können sich freiwillig auf das Covid-19-Virus testen lassen. Den Anfang macht das Werk Braunschweig ab Kalenderwoche 31. In Wolfsburg wird das Angebot unmittelbar nach dem Werksurlaub starten. Die weiteren Standorte folgen sukzessive in den Wochen danach.

VW/Sigrid Lappe, HaWo/ute Micha, PreDiNo


Laut SPD soll es in NRW Corona-Test für alle geben

SPD-Landtagsfraktion von NRW möchte flächendeckende Corona-Tests

Auf die Frage, ob der bayerische Vorstoß auch für Nordrhein-Westfalen sinnvoll wäre, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (Foto lks.) der "Rheinischen Post": "Wir brauchen endlich eine nationale Teststrategie. Das wäre wirklich verantwortungsvoll im Gegensatz zum coronapolitischen Blindflug der Landesregierung. " Die Bayern hätten dies bereits verstanden. Dann werde es bald wohl auch bei Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ankommen!

Grünen-Fraktionschefin Monika Düker verwies darauf, dass ihre Partei schon vor mehreren Wochen eine vorausschauende Test-Strategie gefordert habe, damit frühzeitig Infektionsketten durchbrochen werden könnten. "Auch Kontaktpersonen von Verdachtsfällen ohne Symptome sollen getestet werden sowie besonders sensible Bereiche wie Altenheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Flüchtlingsunterkünfte", sagte sie der Zeitung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Angebot „Gutzureden“

Allein zu Hause – und niemand der sich meldet?

Die Einschränkungen in der Corona-Krise stellen besonders Menschen, die allein leben, vor psychische Herausforderungen. Der tägliche „SmallTalk“, das kurze zwischenmenschliche Gespräch beim Einkaufen, auf der Straße, im Treppenhaus birgt eine Ansteckungsgefahr und muss vermieden werden. Das Diakonische Werk Hannover hat daher die Aktion „gutzureden“ ins Leben gerufen.

Beteiligte aus der #nachbarschaftschallenge, ebenfalls ein Projekt des Diakonischen Werkes, haben sich bereit erklärt mit „Nachbarn“, die aus ganz Hannover kommen können, sich auszutauschen und auch einmal einander gut zuzureden. Mögliche Gesprächspartner werden über die Hotline des Diakonischen Werkes unter der Rufnummer 0511 3687-108 vermittelt.

In der #nachbarschaftschallenge können Einkäufe für Nachbarn mitgebracht und benötigte Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke geholt werden. Ehrenamtliche und Mitarbeitende im Diakonischen Werk und in vielen Kirchengemeinden Hannovers können bei Bedarf notwendige Botendienste übernehmen.

Auch die TelefonSeelsorge Hannover, bietet Bürger*innen der Region in schwierigen Zeiten die Möglichkeit, mit einfühlsamen und kompetenten Gesprächspartnern, unter den Rufnummern 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 zu sprechen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Trotz Corona soll Frankfurter Buchmesse stattfinden

Allerdings wird sie anders aussehen als bisher

Trotz Coroan-Pandemie soll die Frankfurter Buchmesse im Oktober stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse entschieden. Allerdings wird sie anders aussehen als bisher.  Geplant sei, dass die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich auch virtuell stattfindet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Deutschen fühlen sich medizinisch gut versorgt

Aber sie warten auf den Impfstoff

Die Mehrheit der Deutschen fühlen sich einer Umfrage zufolge recht zufrieden mit der medizinischen Versorgung in der Corona-Krise - wartet aber mit Ungeduld auf einen Impfstoff.

67 Prozent der Menschen in Deutschland bewerten demnach die medizinische Versorgung während der Corona-Krise als positiv oder sehr positiv. Das zeigt der zweite internationale "Stada Health Report", der am Mittwochvormittag online vorgestellt wurde.

Die Online-Studie wurde im Auftrag des Arzneimittelherstellers Stada mit Sitz im hessischen Bad Vilbel durchgeführt. Im Februar und März 2020 wurden je rund 2 000 Bürger aus zwölf Ländern befragt. Bei der repräsentativen Online-Studie wurden Fragen zum Thema Corona gestellt. Im April 2020 sind je rund 1 000 Personen aus Deutschland aber auch Italien, Russland, Serbien, Spanien und England befragt worden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Globaler Wettlauf um Corona-Impfstoff

EU will durch Vorverträge schnellen Zugriff

Im globalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff will sich die EU-Kommission durch Vorverträge schnellen Zugriff auf ausreichende Mengen für die EU-Bürger sichern. Das ist der Kern einer Impfstoff-Strategie, die EU-Beamte in Brüssel darlegten.

Dahinter steckt die Idee der EU-Kommission:  Durch Vorverträge und Abschlagszahlungen an die Pharmafirmen will die EU das Recht erwerben, fertig entwickelte Impfstoffe schnell und in großen Mengen kaufen zu können. Durch diese Strategie sollen EU-Bürger schnell mit dem Impfstoff versorgt werden können. Gleichzeitig soll  den Pharmafirmen ein Teil des Risikos abgenommen werden, denn nur 20 bis 40 Prozent der Impfstoff-Kandidaten, die klinisch getestet werden, erreichen auch Marktreife. Wenn man erfolgreiche Mittel aber schnellstmöglich haben  wolle, müssen schon jetzt Produktionskapazitäten aufgebaut  werden - auch ohne Erfolgsgarantie, hieß es. Ein Teil der Investitionen würde verloren gehen. Finanziert werden sollen die Impfstoff- Verträge aus einem bereits vorhandenen EU-Topf  mit einem Budget von  2,7  Milliarden Euro. Allerdings könnte davon ein erheblicher Teil aufgewendet werden, sagten EU- Beamte. Sie rechnen damit, dass Impfstoffe für 300 Millionen Europäer beschafft werden müssen. Je nachdem, ob ein oder zweimal geimpft werden muss, wären dies 300 bis 600 Millionen Dosen.

Die EU-Staaten könnten trotz der vorgeschlagenen gemeinsamen Beschaffung selbst entscheiden, wer zuerst geimpft werden soll. Die Beamten betonen, dass sich die EU trotzdem weiter für eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs einsetzen würde, es gehe nicht um exklusive Rechte.

Doch um diese Idee zu verwirklichen, müssen die EU-Staaten und das Europaparlament noch zustimmen. bevor es losgehen kann. Danach müssten Verträge mit Interessenten ausgehandelt werden. Unabhängig davon fordert die EU aber bereits Forschung und Entwicklung von Impfstoffen, unter anderem mit dem 100-Millionen-Euro-Kredit: der Europäischen Investitionsbank für die deutsche Firma Biotech. Das Geld soll die Ausweitung von Produktionskapazitäten finanzieren, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnell zur Verfügung zu haben.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Reisewarnung für 160 Länder weltweit wurde verlängert

Es können aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert.

Es können aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Corona-Virus ausreichend eingedämmt ist. Bei der Beurteilung sollen die Entwicklung der  Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln, Rückreisemöglichkeiten und Sicherheitsmaßnahmen für Touristen berücksichtigt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Weltweit größte Corona-Studie

Auch MHH ist beteiligt

Welche Folgen und Auswirkungen auf Körper und Seele hat die Corona-Pandemie auf die Menschen? An der Beantwortung dieser Frage arbeitet auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit - einer weltweit größten Studie dieser Art, an der rund 200 Wissenschaftler aus mehr als 40 Ländern auf sechs Kontinenten mitarbeiten.

„In Hannover liegt der Schwerpunkt der Studie auf den Auswirkungen, die die Corona-Krise auf psychisch labile Menschen hat", erklärt Professor Kai Kahl, geschäftsführender Oberarzt an der psychiatrischen MHH-Klinik. Verstärken sich die Leiden der betroffenen Menschen durch Quarantäne und Kontaktsperre? "Sollte sich das bestätigen, brauchen wir  dringend effektive Präventionsmaßnahmen" für die Zukunft sagte Kahl. Er denke etwa an mehr Telemedizin.

„Mit der Studie haben wir ein Instrument, um repräsentative Daten aus der Bevölkerung vieler Länder zu erhalten", sagte der geschäftsführende Oberarzt. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung an der Erwachsene und - mit Einverständnis der Eltern - auch Minderjährige teilnehmen können. Die Daten sollen während der Pandemie, sowie drei und sechs Monate danach erhoben werden. Erste Ergebnisse soll es in vier Monaten geben.

Hier können Sie an der Studie teilnehmen: coh-fit.com/

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Mit Blutdrucksenkern durch die Erkrankung?

Einer Studie zufolge könnten Bluthochdruck-Mittel Sterberisiko senken

Einer neuen Studie zufolge könnten gängige Medikamente gegen Bluthochdruck zu in einem gewissen Maß vor Covid-19-Erkrankungen schützen. Eigentlich hätten Patienten mit hohem Blutdruck ein zwei Mal so großes Risiko, an Covid-19  sterben, berichten die Forscher im "European Heart Journal". Sie müssten auch häufiger beatmet werden.

Wenn aber die Patienten einen Blutdrucksenker nehmen, sei das Sterberisiko deutlich reduziert. Rund 2 900 Kranke umfasste die Studie, die im Februar und März in einem Hospital in Wuhan/China behandelt wurden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auch MHH-Forscher wollen Covid-19-Rätsel lösen

In Biobank soll das Virus genau erforscht werden

Sie stehen vor einer großen Herausforderung, die Mediziner auf der ganzen Welt: Der Kampf (und auch Wettkampf) gegen die Corona-Bedrohung. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bauen Forscher jetzt in der Biobank eine Abteilung für Corona-Proben auf, um das Virus hier genauestens zu erforschen.

Die geschieht in Kooperation mit dem Klinikum Region Hannover. Es entsteht im Laufe der nächsten zwei Jahre eine sogenannte Covid-19-Kohorte. Hier sollen dann alle Bioproben und Daten von 1 000 unterschiedlich stark am Corona erkrankten Patienten zusammen laufen, außerdem sollen Daten von Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen hier untersucht werden. Professor Dr. Thomas Illig (Foto hannover.de), Leiter der Hannover Unified Biobank (HUB): "Wir haben bereits mit dem Sammeln von Blutzellen, Plasma, Speichel, Urin und Zellen aus den Atemwegen begonnen." Auch andere Forscher, unter anderem vom Helmholtz-Institut für Infektionsforschung (HZ) haben schon Anfragen an das HUB gestellt.

Es werden Bioproben analysiert, sowie Angaben der Patienten (Alter, Geschlecht, Krankheitsverlauf, Laborwerte, Medikamente, Nikotinkonsum) zusammengetragen.

Die Auswertung soll dann das Corona-Rätsel lösen. Da taucht die Frage auf, warum manche Menschen schwer erkranken, andere aber kaum Symptome zeigen. Die Wissenschaftler wollen unter anderem klären, welche Rolle das Immunsystem oder die Gene dabei spielen,welchen Einfluss Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck, Asthma) haben.

 Professor Dr. Markus Cornberg, Leitender MHH-Oberarzt: "Wir vermuten, dass eine

Mischung aus überreagierendem Immunsystem, den individuellen Erbanlagen und den Stoffwechselvorgängen verantwortlich ist für die unterschiedlichen Schweregrade."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Viele Verbraucher wollen wegen Corona ihr Verhalten ändern

Angst vor Ansteckungsgefahr steckt Vielen in den Knochen

Viele Verbraucher wollen ihr Verhalten im Alltag aufgrund der Corona-Krise ändern: Sie wollen auch nach Abflauen der Pandemie weniger ins Kino oder in Konzerte gehen, seltener Reisen und sogar einen Bogen um öffentliche Verkehrsmittel machen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey hervor.

Denn solange kein Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung steht, wollen rund 40 Prozent der Umfrage zufolge seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen, oder auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Interpol-Chef warnt vor Kriminellen

Handel mit gefälschtem Corona-Impfstoff

Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock (Foto r.) warnt vor Kriminellen, die sich die Hoffnung auf die Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Medikaments zunutze machen könnten. Denn der illegale Handel mit gefälschten Produkten werde zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht sei, das Heilung oder Linderung verspreche,  sagte Stock der Deutschen Presse-Agentur. Ähnliches sei bereits bei gefälschten medizinischen Produkten wie Schutzmasken  oder Desinfektionsmitteln zu sehen.

"Es wird eine weitere große Welle geben, eine globale Welle, wenn wir im Bereich eines Impfstoffes vorankommen", sagte der Generalsekretär der internationalen Polizeiorganisation.

Bereits jetzt habe sich die Kriminalität schnell an die Coronavirus-Pandemie angepasst, so Stock. "In dem Sinn, dass sie die neuen Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen ausnutzt, um sich im Hinblick auf kriminelle Aktivitäten neu zu orientieren." Betroffen sei davon auch speziell das Gesundheitswesen - beispielsweise bei der Entsorgung kontaminierter Klinik-Abfälle.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Braunschweiger Forscher entdecken Corona-Blocker

Helmholtz Zentrum ist auf dem richtigen Weg 

Den Braunschweiger Forschern ist es gelungen, Antikörper nachzuweisen,  die das Coronavirus an Zellen andocken kann. Und "das ist eindeutig ein Durchbruch, der zeigt: "Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19", sagte der Virologe Luka Cicin-Sain vom Braunschweiger Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) der Braunschweiger Zeitung".

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


In der Corona-Krise nimmt Antisemitismus zu

Diskriminierung wird in der Öffentlichkeit getragen

Durch die Corona-Krise erhalten antisemitische Verschwörungstheorien und Stereotype nach Einschätzung einer Meldestelle zunehmend Auftrieb. Das berichtet die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) am Mittwoch über Beobachtungen aus den vergangenen Wochen.

So würden Vorurteile und Anfeindungen inzwischen nicht nur im Internet verbreitet, sondern sichtbar in der Öffentlichkeit etwa bei Anti-Corona-Demonstrationen verkündet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche