KONZERTE - MUSIKALISCHES


Freistil mit Nils Wülker

Vier Freistil-Konzerte mit der NDR Philharmonie und Nils Wülker

In der genreübergreifenden Konzertreihe „Freistil“ trifft seit längerer Zeit wieder ein Jazz-Instrumentalist auf die NDR Radiophilharmonie: Der Trompeter Nils Wülker (Foto NDR) gastiert in vier Konzerten im Funkhaus und spielt Bearbeitungen seines im September erschienenen Albums „GO“.

Der Album-Titel bedeutet „Gehen“ oder auch „Los!“ und ist damit wie maßgeschneidert auf den Musiker Nils Wülker. Neben ausgedehnten Tourneen im In- und Ausland spielte Nils Wülker in den letzten Jahren als Gastsolist mit Gregory Porter, E.S.T. Symphony, Klaus Doldinger u.a.. Beim Konzert in Hannover werden seine souligen, melodischen Songs mit neuen Übergängen zusammengefasst und sorgen so für eine Stunde intensiven und doch entspannten Musikgenuss im Großen Sendesaal.

Die Leitung hat der Schwede Hans Ek, der sich als Dirigent und Arrangeur im Grenzbereich zwischen Klassik, Pop, Jazz und Filmmusik bewegt. Ek war federführend bei der Produktion des Albums „E.S.T. Symphony“, das die Musik des Esbjörn Svensson Trios mit Sinfonieorchester und Jazz-Solisten kombiniert.

Zwischenzeiten 21 bis 24 am 29. und 30. Oktober: Am 29. um 17.30 und 21 Uhr, am 30. um 17.30 und 21 Uhr

Karten auf allen Plätzen 30 Euro, es gelten die üblichen Ermäßigungen. Tickets sind ausschließlich beim NDR Ticketshop, Tel. 0511- 27 78 98 99 und online unter ndr/radiophilharmonie erhältlich.


Das Festival "Stimmen" ab 17. Oktober

Staatsoper freut sich auf viele große Stimmen und eine Fado-Sängerin

Auch wird die Frage gestellt, warum singen wir? 

Das ist einfach perfekt: Große Stimmen und ungewöhnlicher Gesang - und warum singen wir eigentlich oder was war eher da die Worte oder der Gesang? Genau das stellt das Festival "Stimmen" in den Mittelpunkt.

Eigens dafür holt die Staatsoper Hannover Sängerinnen wie Iva Bittová (Foto lks. Wikipedia) und Sänger sowie Wissenschaftler an den Ort des Geschehens für Konzerte und ein wissenschaftliches Symposium und Workshops.

Es beginnt mit den Stimmen aus verschiedenen Kulturen und Traditionen: Am 17. Oktober geht es los mit Jamila Al Youssef, Mercedes Arcuri, Denise M'Baye, Naranbaatar Purevdorj, Spax in dem (bereits ausverkauften) moderierten Konzert "Voice Stories" - in dem es auch darum geht, wie und warum man eigentlich singt.

Und melancholisch wird es am 20. Januar 2021: Unter dem Titel "Stimmen der Welt" ist die wunderbare und fantastische Fado-Sängerin Christina Branco im Opernhaus Hannover zu Gast (arteVideo von 2018 arte.tv/videos/-A/cristina-branco/).

Ab dem 12. März tauschen sich am gleichen Ort Wissenschaftler in der Vortragsreihe "Stimmen" darüber aus, Erkenntnisse aus neurophysiologischer Sicht und  erörtern die Frage, ob die Musik, der Gesang nicht doch ursprünglicher sind als das gesprochene Wort.

Auch ist es gern gesehen, dass Mitsprache an "Stimmen"- interessierte bei der "Collection" - hier kann jeder sein ganz besonderes (Liebes) Lied einsenden. Diese werden gesammelt und zu einem Musiktheater (17. April) zusammengefügt.

Dazu Opernintendantin Laura Berman: "Stimmen-Projekte beschäftigen mich schon seit über 20 Jahren, auch habe ich viel Literatur darüber gelesen. Denn Singen ist für den Menschen einfach lebensnotwendig." 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 


BEWEGT! - Konzertbegehungen

Musik und Kunstobjekte werden bewegt erfahren

Das Ensemble Megaphon verwandelt Galerien und Ausstellungsorte in Hannover in klingende Spazierwege und Entdeckungspfade. Die klang-künstlerischen Exkursionen basieren auf Musikwerken aus acht Jahrhunderten und Improvisationen, die von den - teils eigens dafür gestalteten - Kunstobjekten vor Ort inspiriert sind. 

Musik im Stile der Passacaglia – das bedeutet das Künstler*innen und Publikum schreiten, schlendern, wandern und verweilen und die Räume erkunden. Jeder dieser Streifzüge durchquert unterschiedliche Kontinente und Zeiträume. Werke von Barock bis zur zeitgenössischen Musik verbinden sich mit klanglichen und visuellen Elementen.  So entstehen an jedem Abend unwiederbringliche poetische und visuell-musikalische Miniaturen, vier -  im wahrsten Sinne des Wortes  - bewegende Konzertabende.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Aber es wird um Vorab-Reservierungen unter blickpunkteverein@gmail.com gebeten.

Die nächsten Veranstaltungen:

„ON THE ROAD“ am 25. Oktober um 17 Uhr, LortzingART Atelier, Lortzingstr.1, Hannover mit den Gästen Sophia Körber, Gesang, Ehsan Ebrahimi, Santur zu Kunstobjekten von Inge-Rose Lippock

„#SAFEPASSAGE“ am 8. November um 17 Uhr, UJZ Korn, Kornstraße 28 -30,  Hannover. Hier sind die Gäste Christiane Ostermeyer, Schauspiel, Tatjana Prelević, Klavier, Jugendensemble Widerspruch, Ltg. A. Zauner, T. Prelević.

Informationen: ensemble-megaphon/kuenstler


Klaviermusik zwischen den Genres / 30. Oktober Schloss Landestrost

Clemens Christian Poetzsch  - Piano Solo

Wenn sich Clemens Christian Poetzsch am Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, im Schloss Landestrost an das Piano setzt, treffen Elemente der zeitgenössischen Popmusik auf Klassik und Improvisation. Der Pianist wusste schon immer, was Musik für ihn bedeutete: Die Freiheit, zu improvisieren, neue Klangwelten zu erschaffen, dem Instinkt zu folgen. Auf seinem Album „Remember Tomorrow“ wird er der Rolle des modernen Komponisten gerecht und lässt der gesamten Bandbreite seiner musikalischen Fähigkeiten freien Lauf.

Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, Großer Saal im Schloss Landestrost, Schlossstraße 1, 31535 Neustadt Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter reservix erhältlich. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt unter Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail kultur(at)region-hannover.de. Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 9-12 Uhr und 13-16 Uhr, Fr. 9 bis 12 Uhr


Kultur im Schloss / 6. November

Weltweites Flair und bajuwarischer Kosmos auf Schloss Landestrost

Rebecca Trescher Tentett - Where we go - music for large ensemble

Mit der Besetzung ihres zehnköpfigen „large ensemble“ aus Saxophon, Flöte, Klarinette, Trompete, Harfe, Cello, Klavier, Vibraphon, Bass und Schlagzeug erzeugt die Visionärin der deutschen Jazzszene, Rebecca Trescher, einen erfrischenden, modernen Klang, der sich experimentell zwischen Jazz und Klassik bewegt. Die Kritik feiert den Kompositionsstil und die Vielschichtigkeit ihrer Musik als „mannigfaltige Klangfarbenmischungen zwischen musikalischem Experiment und sinfonischem Wohlklang.“

Rebecca Trescher - Klarinette, Bassklarinette, Komposition; Sebastian Strempel - Trompete, Flügelhorn; Joachim Lenhardt - Tenorsaxophon, Klarinette, Flöte; Markus Harm - Altsaxophon, Klarinette, Flöte; Anton Mangold - Konzertharfe, Altsaxophon, Flöte; Juri Kannheiser – Cello; Andreas Feith – Klavier; Tim Collins – Vibraphon; Peter Christof – Kontrabass; Silvio Morger – Schlagzeug; Friedrich Betz - Sound, Live-Abmischung.

Freitag, 6. November, 20 Uhr im Großer Saal Schloss Landestrost, Neustadt a. Rbge.

rebeccatrescher, Video: youtube.com/emb_logo

Eintritt: 19 Euro, ermäßigt 13 Euro. Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter reservix erhältlich. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt unter Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail kultur(at)region-hannover.de. Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 9-12 Uhr und 13-16 Uhr, Fr. 9 bis 12 Uhr.


Quadro Nuevo - Mare / 17. + 18. November

Instrumental-Kunst von Quadro Nuevo

Die mediterrane Leichtigkeit des Seins ist prägend für die Instrumental-Kunst von Quadro Nuevo. Anregungen und Inspirationen holt sich das Ensemble auf Reisen zu den Plätzen und Gestaden des Südens. Auf dem Programm stehen italienische Tangos, französische Valse, ägäische Mythen-Melodien, orientalische Grooves, Brazilian Flavour und neapolitanische Gassenhauer.Die Musiker touren seit 1996 durch die Länder dieser Welt und gaben bisher rund 3500 Konzerte. Das Ensemble ist bei Festivals und in renommierten Konzertsälen zu Gast und erhielt zweimal den ECHO als bester Live-Act des Jahres, den German Jazz Award sowie eine Goldene Schallplatte. Mulo Francel (Saxofon, Klarinette, Mandoline), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Bandoneon, Trompete), D.D. Lowka (Bass, Percussion), Chris Gall (Flügel)

Dienstag, 17. + Mittwoch, 18. November, jeweils um 18 und 20.30 Uhr (zwei Konzerte von je 90 Minuten Dauer) im Großer Saal Schloss Landestrost, Neustadt a. Rbge.

Eintritt: 24, ermäßigt 18 Euro.Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter reservix erhältlich. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt unter Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail kultur(at)region-hannover.de. Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 9-12 Uhr und 13-16 Uhr, Fr. 9 bis 12 Uhr.   


gruberich mit alpinem Fernweh

Im wilden Alpinistan

Klassik, Volksmusik und Worldjazz vereinen sich bei gruberich zu einem alpinen Fernweh. Groovig, schräg und experimentell kommen die drei daher. Mit Hackbrett, Violoncello, Harfe und Ziach entstehen Klanglandschaften, die in eine etwas andere, eine skurrile Alpenwelt entführen. Ihre fantasievollen Kompositionen setzen die drei Musiker*innen auf höchstem Niveau um. gruberich bekennt sich zum bajuwarischen Kosmos, zu Hackbrett und steirischer Harmonika und ist doch auch weit mehr als das

Thomas Gruber- Ziach und Hackbretter, Maria Friedrich - Violoncello, Sabine Gruber-Heberlein - Harfe

Video: youtube.com

Freitag, 27. November 20 Uhr, Großer Saal Schloss Landestrost, Neustadt.

Eintritt: 19, ermäßigt 13 Euro. Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter reservix erhältlich. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Neustadt, Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail kultur(at)region-hannover.de.


Pianist Igor Levit streamt besonderes Hauskonzert

Levit widmet sein 49. Hauskonzerte den Überlebenden der Konzentrations- und Vernichtungslager.

Am Mittwoch, 29. April, dem 75. Jahrestag der Befreiung des Lagers Dachau, wolle der Pianist damit den Überlebenden für ihre pädagogische Arbeit als Zeitzeugen und ihre Verteidigung der Demokratie danken, teilte das Internationale Auschwitz-Komitee am Montag mit. Im Januar hatte das Komitee Igor Levit (Foto NDR) mit seiner "Gabe der Erinnerung" geehrt.

Die Hauskonzerte von Levit sind als Stream meist gegen 19 Uhr auf Twitter und Instagram zu sehen und zu hören.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Online-Kampagne von Unesco Cities of Music

Kurzvideos stehen online 

Das Netzwerk der Unesco Cities of Music, zu denen auch Hannover gehört, hat die Kampagne #weRculture gestartet.

Künstler aus allen beteiligten Städten sind nun aufgefordert, unter dem entsprechenden Hashtag Kurzvideos online zu stellen.

Erste  Video-Grußbotschafterin aus  Hannover ist Tinatin Tsereteli (Foto Hannover.de).

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Gemeinsames Projekt der UNESCO City of Music Hannover mit „Dr. Eurovision“

UCOM Corona-Stream beleuchtet Hannovers Musikleben in Zeiten von Corona

Premiere: Der erste UNESCO City of Music (UCOM) Corona-Stream ging am 24. Mai auf YouTube und Facebook online.

Über die sozialen Kanäle von „Dr. Eurovision“ Irving Wolther (Foto lks.) und das City of Music Hannover Radio informiert das neue Format alle 14 Tage über Herausforderungen und Chancen der Corona-Krise für das Musikleben in der UNESCO City of Music Hannover. Die Zuschauer*innen haben die Möglichkeit, per Livechat Fragen zu stellen und zu kommentieren.

In Interviews werden die Schwierigkeiten, Sorgen, aber auch Problemlösungsstrategien von Musiker*innen und Veranstalter*innen aus Hannover thematisiert. Dabei stellen sie unter Beweis, dass die Kultur durch das Corona-Virus nicht in einen Dornröschenschlaf gefallen ist, sondern sich für die Zeit danach rüstet.

Jeder Stream steht unter einem eigenen Thema, die erste Sendung am 24. Mai beschäftigt sich mit der Situation solo-selbstständiger Musiker*innen, die unter der Krise gerade besonders leiden. Das Projekt stellt in jeder Folge auch einen Ausschnitt aus dem im Augenblick wenig sichtbaren hannöverschen Musikleben vor. Die Rubrik „UCOM international“ stellt Partnerstädte aus dem Creative-Cities-Netzwerk vor – und wie sie mit dem jeweiligen Thema umgehen. Hierzu sind Gespräche mit Kolleg*innen unter anderem aus den UCOM Nörrköping, Liverpool, Auckland, Adelaide und Salvador in Planung.

Initiator Dr. Irving Wolther findet es überwältigend, mit wie viel Kreativität und Herzblut gerade alternative und innovative Möglichkeiten ausgelotet werden, um Livemusik trotz Abstandsregelungen für die Menschen erlebbar zu machen.“

Zu sehen sind die Streams auf cityofmusicradio und auf den Social-Media-Kanälen von „Dr. Eurovision“:  youtube/dr_eurovision und facebook/dr.eurovision.

Die Corona-Pandemie trifft Musiker*innen und Veranstalter*innen besonders hart. Das Streaming-Projekt wird gefördert vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

Informationen Irving Wolther Te.l: 0511/27915697 oder per E-Mail unter wolther@phonos.de zur Verfügung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche, Ute Micha, Presse Dienst Nord


Ein besonderes Album

18 liturgische Psalmen von Louis Lewandowski bei der Deutschen Grammophon

Andor Izsàk freut sich, dass ein ganz besonderes Album bei der Deutschen Grammophon erschienen ist. Die 18 liturgischen Psalmen von Louis Lewandowski (1821-1894) hat er mit dem Chor des Ungarischen Rundfunks und wunderbaren Solisten im legendären „Studio 6“ des Rundfunks in Budapest eingespielt.

Diese Psalmenvertonungen, die ein wiederentdeckter Schatz der romantischen Musiktradition sind, erklingen ganz selten, oder gar nicht. Erleben Sie die Klangwelt der großen Epoche der europäischen jüdischen Musik und die Stimme der zerstörten Synagogen.
Das Album ist als CD, Stream und Download erhältlich. Und die 18 liturgischen Psalmen werden im Frühsommer in einigen deutschen Städten im Konzert zu hören sein. Gerne informiert Izsàk darüber, wenn Sie eine E-Mail an mail(at)andorizsak.de senden.

Villa Seeligmann/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Festival-Teams der Niedersächsischen Musiktage und des Literaturfestes, geplant für 2020, verschoben auf 2021, schreiben an ihre Fans:

Gerne hätten wir Ihnen im schönen Monat Mai unser neues Programm für die Niedersächsischen Musiktage zugeschickt. Nun ist aber leider das eingetroffen, was schon seit einiger Zeit zu befürchten stand: Zu unserem großen Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir unsere beiden Festivals - also auch das Literaturfest Niedersachsen - zum Thema „Rituale“ auf den September 2021 verschieben werden.  

Die Gesundheit unserer Künstlerinnen und Künstler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem aber natürlich auch von Ihnen – unseren treuen Besucherinnen und Besuchern – steht für uns an erster Stelle. Angesichts der vielen Unwägbarkeiten, die die Entwicklungen der Corona-Pandemie mit sich bringen, lassen sich Festivals, die so komplex und dezentral organisiert sind wie die Niedersächsischen Musiktage und das Literaturfest Niedersachsen, nur schwer mit den erforderlichen Vorkehrungen planen und durchführen. Unsere Festivals waren in den vergangenen Jahren stets Anlass für regen Austausch und lebendige Begegnungen, getragen von einer besonderen Atmosphäre. Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Einschränkungen stellen jedoch das ungestörte sinnliche Erleben von Musik und Literatur, wie wir es uns alle wünschen, in Frage.  

Es ist uns nicht leichtgefallen, diesen Schritt zu gehen. So Vieles war schon vorbereitet, so sehr hatten wir uns auf die Veranstaltungen mit Ihnen gefreut. Umso mehr schauen wir nun in die weitere Zukunft: Unser Intendant Anselm Cybinski arbeitet mit seinem Team jetzt daran, das Festival für 2021 vorzubereiten.

Sofern Sie bereits Tickets für die Saison 2020 gekauft haben, können Sie diese bei den Vorverkaufsstellen zurückgeben, an denen Sie diese erworben haben. Online getätigte Ticketkäufe können über den Ticketanbieter Reservix / ADticket storniert werden. Der Ticketanbieter wird sich schnellstmöglich mit den Kunden in Verbindung setzen, um die Rückabwicklung der Buchungen in die Wege zu leiten. Aufgrund der derzeit vermehrten Veranstaltungsabsagen kann sich dies etwas verzögern. 

Nun wünschen wir Ihnen und uns, dass wir uns spätestens im September 2021 bei vielfältigen Veranstaltungen zum Thema „Rituale“ wiedersehen, und vor allem eines: Bleiben Sie gesund! 

Herzlich

das Team der
Niedersächsischen Musiktage    


Video-Streamingdienst mit etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen

Medici.tv - ein digitales Angebot der Stadtbibliothek für Musikfreunde

Mit medici.tv bietet die Stadtbibliothek Hannover ihren Bibliotheksnutzern modernes und werbefreies Musikstreaming, das von zu Hause mit dem PC oder Mac oder unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist. Medici.tv ist ein Video-Streamingdienst für klassische Musik, der in seinem Katalog etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen auflistet.

Die Darbietungen umfassen klassische, moderne und zeitgenössische Musik. Verschiedene Sparten sind wählbar: Etwa 1.000 Konzerte und historische Konzertaufnahmen, zahlreiche Opern von Monteverdi bis Philip Glass´s „The Perfect American“, Ballettaufführungen (90) aus den großen Häusern in Paris, Hamburg, Moskau, ca.1.100 Künstlerdokumentationen von Callas bis Currentzis und 200 Meisterkurse. Über eine Recherchefunktion sind einzelne Musiker*innen, Tänzer*innen oder Komponist*innen zu finden, Dialogsprachen sind englisch, französisch und spanisch. Ein Eventkalender zeigt an, welche Konzerte demnächst live gestreamt werden können, dazu gehören Aufführungen der Berliner Philharmoniker, der New York Phiharmonic, der Pariser Oper und viele mehr.

Das Log-in erfolgt über die Homepage der Stadtbibliothek Hannover stadtbibliothek-hannover. Für die Anmeldung wird die Bibliotheksausweisnummer und das Passwort benötigt. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Jetzt wacht eine Doppelspitze über den Violinwettbewerb

Antje Weithaas  und Oliver Wille leiten den Joseph-Joachim-Wettbewerb

Die Generalüberholung für den Joseph-Joachim-Violin-Wettbewerb (JJV-Wettbewerb) steht. Es gibt  jetzt eine künstlerischeDoppelspitze sowie ein reformiertes Wettbewerbskonzept: Er soll sich mehr an reifere Geiger*innen richten und die Preisvergabestruktur für den 2021 ausgerichteten Wettbewerb wird geändert. Der Ausrichter dieses internationalen Wettbewerbs, die Stiftung Niedersachsen, präsentierte, was sich jetzt ändert.

Zuerst einmal die künstlerische Doppelspitze, bestehend aus Geigenprofessorin Antje Weithaas (Berlin, erste Joseph-Joachim-Gewinnerin) und Geigenprofessor Oliver Wille (Hannover, Kuss-Quartett). Dazu Oliver Wille: "Wir wollen den Wettbewerb in die aktuellen Erfordernisse der internationalen  Konzertlandschaft einbringen“.

Die neue Doppelspitze: Oliver Wille und Antje Weithaas wollen den JJV-Wettbewerb wieder attraktiv machen. Foto Stiftung Niedersachsen 

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern solle so ein Forum für ihren Weg in ein Konzertleben geboten werden. Allerdings bleibe das Ursprungsziel, die Künstlerinnen und Künstler auf dem Weg zu einer internationalen Karriere konkret zu unterstützen. Aber gleichzeitig auch die klassischen Musiktraditionen, die Musikausbildung und –ausübung zu fördern, ebenso wie die Position der niedersächsische Landeshauptstadt als Musik-Metropole.

Weithaas und Wille betonten, dass der Wettbewerb zukünftig nicht mehr über die Höhe der Preisgelder definiert wird -die trotzdem noch entsprechend üppig sind, international aber mittlerweile überboten werden dürften. Alle vier Finalisten erhalten jetzt jeweils ein Preisgeld von 10 000 Euro. Der neue "Joseph Joachim-Preis" - 30 000 Euro - wird zusätzlich an einen einzigen Preisträger aus der Finalisten Gruppe vergeben.

Auch neu: Der Wettbewerb soll von nun an auch "reifere Violinistinnen und Violinisten ansprechen". Aus diesem Grund wurde auch das Höchstalter auf 32 Jahre heraufgesetzt (16 bis 32 Jahre).

 Ebenso ist die Jury-Struktur neu: Die Vorauswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen von nun an die Stimmführer der Streichinstrumente der NDR Radiophilharmonie. Die neunköpfige Wettbewerbsjury setzt sich neuerdings dann aus fünf Violinisten und vier Juroren aus dem Konzertleben (mit dabei Radiophilharmonie-Chef Andrew Manze, Sopranistin Christine Schäfer).

Der nächste Wettbewerb 2021 erwartet dann 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und startet wie gewohnt mit zwei Vorrunden (Solo-Violine, 27. bis 29. September, Violine mit Klavier, 30. September bis 2. Oktober).

Es kommen aber nur noch zehn ins Zwei-Runden-Semifinale - mit einem Werk mit Kammerorchester (4. und 5. Oktober) und einem Rezital mit einem Satz aus einem Streichquartett (6. und 7.Oktober). Neu ist: Das Quartettstück wird erst 24 Stunden vor dem Auftritt bekanntgegeben.

Ins Finale am 9. Oktober kommen dann nur noch vier Künstlerinnen und Künstler, die dann jeweils ein großes Violinkonzert in Begleitung der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andrew Manze, spielen. Auch ein zeitgenössisches Werk steht dann auf dem Programm.

Das Rahmen- und Begleitprogramm bleibt bestehen: "Zu Gast in Niedersachsen" mit landesweiten Regionalkonzerten und "Zu Gast im Klassenzimmer" mit Auftritten in Schulen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.12.2019


Titel verteidigt

City of Music: Hannover bekommt Lob von der Unesco

Hannover ist noch immer City of Music - das die Stadt diesen Titel behält, ist nicht selbstverständlich: denn alle vier Jahre überprüft die Unesco, ob eine Stadt den Titel noch zu Recht führen darf. Falls nicht, kann er aberkannt werden. Diese Überprüfung ist erstmals seit der Ernennung 2014 abgeschlossen und stellt Hannover ein gutes Zeugnis aus. Hannover sei eine sehr aktive Stadt im Netzwerk der City of Music, heißt es in dem UNESCO-Bericht. Die Aktivitäten der Stadt seien „beispielhaft „ für andere Citys of Music. Außerdem wird konstatiert, dass die Bürger und Musiker nach und nach ein Gespür für das Potential entwickeln würden, das Hannover mit dem Titel hat.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche