KONZERTE - MUSIKALISCHES


Andrew Manze setzt in der kommenden Saison auf das große B - B wie Beethoven

Umbaupläne - Philharmonie zieht in den Kuppelsaal und veranstaltet ein Festival für den Jubilar des Jahres

Umgebaut wird nur der Bühnenbereich - die Bühne wird runder und geht mehr in die Tiefe.

Damit dann auch jeder weiss, was gespielt wird: Andrew Manze setzt in der kommenden Saison auf das große B wie Beethoven, Beethoven und noch einmal Beethoven - die neue Saison der Radiophilharmonie wird spannend! Wie sagt Manze so schön: Wir sind ein Beethovenorchester!

2020 feiert Beethoven seinen 250. Geburtstag und das ist ein ausreichender Grund schon in diesem Jahr mit den Ehrungen zu beginnen: So gibt es ein 8teiliges „Beethoven Festival“, das den Untertitel „Alle Sinfonien, alle Klavierkonzerte“ trägt.

Manze: Wir sind ein Beethovenorchester! Foto NDR  

Am 7. September, zur Saisoneröffnung,  gibt es im Kuppelsaal erst einmal Gustav Mahlers dritte Sinfonie - einer der größten Brocken des sinfonischen Repertoires. Mit der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter sowie den Damen des NDR-Chores und dem Knabenchor Hannover zu hören und sehen.

Und dann geht es so richtig los: Alle 15 Sinfoniekonzerte sowie die acht dem Titanen Ludwig van Beethoven gewidmet Festivalkonzerte sind im Kuppelsaal zu hören. Und beim Beethoven-Festival das vom 20. Oktober bis 10. November läuft, sind fünf Pianisten dabei: Nobuyuki Tsujii, Martin Stadtfeld, Lars Vogt, Martin Helmchen Pierre-Laurent Aimard - Sensationell!! Für das Beethoven-Festival gibt es neben den Einzeltickets verschiedene Festivaltickets (siehe unten).  

Chefdirigent Manze und Achim Dobschall, Leitung NDR Bereich Orchester, Chor und Konzerte sowie der Manager der Radiophilharmonie, Matthias Ilkenhans, hoffen, durch die zusätzlichen Plätze im Kuppelsaal und den Eventcharakter des Festivals neues Publikum zu generieren.

Die Rückkehr in das umgebaute Funkhaus wird am 10. Januar mit Martha Argerich groß gefeiert: Die weltbekannte argentinische Pianistin spielt gemeinsam mit ihrer Meisterschülerin Shin-Heae Kang das Konzert für zwei Klaviere von Poulenc. Außerdem stehen auf dem Programm der „Rosenkavalier“ und Ravels „La Valse“, dem Konzert soll ein beschwingter Charakter verpasst werden,  ähnlich einem Neujahrskonzert.

Achim Dobschall, Andrew Manze und Matthias Ilkenhans freuen sich auf die Saison 2019/2020 der NDR Radiophilharmonie, in der die Musik Beethovens eine große Rolle spielen wird. Foto S. Lappe

Im Barock-Zyklus werden unter anderem Haydns „Schöpfung“ (27.März) und Auszüge aus Händels „Guiulio Cesare“ (1.Mai ) zu hören sein.

Zu den illustren Gästen des Orchesters der Saison 2019/2020 zählen unter anderem Altmeister Leonard Slatkin (13. Februar, Dvoraks „Aus der Neuen Welt“), Simone Young  (27. Februar, Debussys „La Mer“) und Star-Harfenist Xavier de Maistre (2. Juli, Konzert von Reinecke).

Weitere bekannte Solisten der Saison sind die Geiger Thomas Zehetmair und Isabelle van Keulen, die King's  Singers, die das Weihnachtskonzert (noch im Kuppelsaal) gestalten, und der Jazzpianist Brad Mehldau, der in der Freistil-Reihe zu Gast  ist.

Neben Andrew Manze leiten erfahrene Dirigenten wie Leonard Slatkin und Simone Young das Orchester. Debüts am Pult geben unter anderem auch der Venezolaner Rafael Payare und sein dänischer Kollege Thomas Sondergard.

In der kommenden Saison steht auch eine große China-Tournee auf dem Plan mit Auftritten in Peking und Shanghai. Auf dem Programm – man kann es ahnen: Beethoven.

Und noch eine Nachricht: Es gibt noch Restkarten für das Klassik-Open-Air im Maschpark mit "Bajazzo/Cavalleria rusticana (Aufführungen am 11. und 13. Juli 9. In diesem Jahr gibt es keine öffentliche Generalprobe.

„Discover Music!" - Dieses Programm spricht die Kleinsten bis zu jungen Erwachsen an.

Da ist das Zwergen-Abo, und die Reihe Orchesterdetektive bietet Familienkonzerte an (auch als Abo buchbar) – die Anzahl der begleitenden Erwachsen ist beschränkt!

Auch gibt es ausgefeilte Schulklassen-Angebote, da freuen sich die Orchester-Detektive auf Schulklassen.

Kinder in die Musikwelt! Foto NDR

Klassische Musik ist seine Leidenschaft: Malte Arkona tritt regelmäßig als unkonventioneller Musikvermittler auf.

Und vom 20. bis 26. Januar: Beethoven für Kinder und Jugendliche mit interaktiven Angeboten. Broschüre und online unter ndr/discovermusic

Alle Programme unter ndr/radiophilharmonie

Neu: Alle Menschen unter 30 können ab 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn Karten für alle Konzerte für 5 € erwerben  falls verfügbar! 

Der Vorverkauf für die meisten Konzerte der neuen Saison und das Beethoven-Festival beginnt am  10. April. Karten und Abos unter ndr/ticketshop und ndr/radiophilharmonie sowie an bekannten Vorverkaufsstellen. 

Mit den Eintrittskarten kann man am Veranstaltungstag kostenlos im GVH-Gebiet mit den Öffis unterwegs sein 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.04.2019 


„Minimal Music“ - US-Komponist Steve Reich besingt die Schönheit der Wüste

Dieses Jahr widmet sich das Festival „Klangbrücken“ dem US-Komponisten Steve Reich

Denn der US-Komponist gehört zu den wichtigsten zeitgenössichen Komponisten und ist gleichzeitig Entwickler einer ganz eigenen Musiksprache, der „Minimal Music“. Steve Reich steht in diesem Jahr im Vordergrund des Festivals „Klangbrücken“ vom 1. bis 7. Mai. Das Programm wurde in der Staatsoper Hannover vorgestellt.

Das Festival wird eröffnet im Ballhof mit „Pulse of Nature“, mit dem Werk will Dirigent Thorsten Enke ausdrücklich die Auswirkungen des Klimawandels anmahnen. „Pulse“ wird erweitert durch Live-Videos. Es ist eine Veranstaltung von musica assoluta.

Mittlerweile ist Steve Reich 82 Jahre alt und freut sich unbändig über das ihm gewidmete Festival „Klangbrücken", kann aber leider nicht dabei sein, weil er zur selben Zeit in Los Angeles eine Uraufführung betreut.

Steve Reich

Im Mittelpunkt steht das großartige Riesenwerk „Desert Music“ und „Three Movements" (5. Mai), für das das Staatsorchester extra einen Spezialchor holt: ChorWerk Ruhr. Dieses 6. Sinfoniekonzert dirigiert Jonathan Stockhammer.

Reich war schon 2016 in Hannover - bei den Kunstfestspielen Herrenhausen mit der Videooper „Three Tales“ - auch konnte er sich in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen.

Ganz stark ist in diesem Jahr das Sprengel Museum im Konzertprogramm vertreten. (Gabriele Sand, dort zuständig für die Veranstaltungen: „Wir entwickeln uns immer mehr auch zum Konzertraum“). Am 4. Mai holt das Museum das Ensemble S für das hypnotische Reich Stück „Drumming" an den Maschsee: Der Abend ist als Wandelkonzert angelegt, das im Auditorium endet. Und am 5. Mai kommt für „In C – Zwischen den Zeiten“ das Ensemble Megaphon und Gästen mit Werken von Reich, Terry Riley und Morton Feldmann in den Calder-Saal.

Dann gibt es noch im Calder-Saal unter dem Titel „Minimal Art" Reichs berühmte „Different Trains", die sich in geschichtlichen Epochen bewegen, gewidmet.

Mit einem Reich-Werk ist auch die Musikhochschule beim Festival vertreten: Die „Music for 18 Musicians" ist am 3. Mai im Richard-Jacoby-Saal zu geniessen.

„Wir wollen die Ohren öffnen für alles, was uns umgibt", sagt Opernintendant Michael Klügl über den Sinn des  Festivals, das überwiegend von hannoverschen Kräften bestritten wird: „Erstaunlich, was man hier durch Vernetzung erreichen kann“. Auch betont er die Verantwortung des Hauses für die Öffnung für außergewöhnliche Musik- und Theaterformen.

Info: staatstheater-hannover/oper/klangbruecken

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Noch gibt es Karten für das 6. NDR Klassik Open-Air

Sängerstars beim Klassik Open Air: Zwei Tenöre für ein Opernspektakel

Das wird ein Opernfest, das Klassik Open Air im Maschpark. Auf dem Programm des mittlerweile bundesweit bekannten Opernspektakels hinter dem Neuen Rathaus am 11. und 13. Juli stehen in diesem Jahr „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni und „Il Pagliacci“ (Der Bajazzo) von Ruggero Leoncavallo auf dem Programm.

Und das große Geheimnis um die Solisten für die Aufführungen ist gelüftet: Tenor Andrea Carè ist in „Cavalleria rusticana“ als Turriddu zu hören und erleben. Der Italiener gehört zu den letzten Schülern von Luciano Pavarotti. Carè singt an allen großen Opernhäusern dieser Welt. An seiner Seite sind zu hören Claudio Sgura (als Alfonso) und Liudmyla Monastyrska als Santuzza. Komplett wird das Ensemble bei diesem Stück mit Tichina Vaughn (als Lucia) und Veta Pilipenko (als Lola) sein.

Oft singt ein Tenor bei dem Operndoppelpack die beiden großen Partien. Hier in Hannover leistet man sich gleich zwei weltbekannte und luxeriöse Stimmen: Im „Bajazzo" übernimmt Tenor Marco Berti die Titelpartie. Berti hat seine Karriere an der Mailänder Scala begonnen, in diesem Jahr wird er unter anderem  die prestigeträchtige Partie des Calaf in „Turandot“ an der Metropolitan Opera in New York übernehmen. Die polnische Sopranistin Aleksandra Kurzak ist als Nedda zu sehen und hören, Andrzej Filonczyk singt den Silvio und Xabier Anduaga den Beppo. Nur Bariton Claudio Sgura singt in beiden Opern: Denn neben seinem Auftritt als Alfonso in „Cavalleria rusticana" wird er im „Bajazzo“ die Rolle des Tonio übernehmen.

Die vielfach Klassik-Open-Air-erprobte Dirigentin Keri-Lynn Wilson aus Kanada wurde wieder verpflichtet.

Keri-Lynn Wilson hat Erfahrung mit dem Dirigat der Radio Philharmonie. Foto NDR 

Die Vorstellungen am Donnerstag, 11. Juli und Sonnabend, 13. Juli, werden wieder live in den Maschpark auf große Leinwände übertragen, wo dann das Opernfest mit einem Picknick gekrönt werden kann. Für beide Aufführungen gibt es noch  Karten für die Plätze vor der Bühne.

Auch wird der Opernabend vom NDR live im Fernsehen übertragen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.03.2019


Video-Streamingdienst mit etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen

Medici.tv - ein neues digitales Angebot der Stadtbibliothek für Musikfreunde

Mit medici.tv bietet die Stadtbibliothek Hannover ihren Bibliotheksnutzern modernes und werbefreies Musikstreaming, das von zu Hause mit dem PC oder Mac oder unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist. Medici.tv ist ein Video-Streamingdienst für klassische Musik, der in seinem Katalog etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen auflistet.

Die Darbietungen umfassen klassische, moderne und zeitgenössische Musik. Verschiedene Sparten sind wählbar: Etwa 1.000 Konzerte und historische Konzertaufnahmen, zahlreiche Opern von Monteverdi bis Philip Glass´s „The Perfect American“, Ballettaufführungen (90) aus den großen Häusern in Paris, Hamburg, Moskau, ca.1.100 Künstlerdokumentationen von Callas bis Currentzis und 200 Meisterkurse. Über eine Recherchefunktion sind einzelne Musiker*innen, Tänzer*innen oder Komponist*innen zu finden, Dialogsprachen sind englisch, französisch und spanisch. Ein Eventkalender zeigt an, welche Konzerte demnächst live gestreamt werden können, dazu gehören Aufführungen der Berliner Philharmoniker, der New York Phiharmonic, der Pariser Oper und viele mehr.

Das Log-in erfolgt über die Homepage der Stadtbibliothek Hannover stadtbibliothek-hannover. Für die Anmeldung wird die Bibliotheksausweisnummer und das Passwort benötigt. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.03.2019


Auf zu neuen Ufern - die Reise geht weiter

Er bleibt! - Andrew Manze ist bis 2023 Chef der NDR-Radiophilharmonie

Yes, die Mannschaft bleibt zusammen: Dirigent Andrew Manze bleibt bis zum Sommer 2023 in der Landeshauptstadt und Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie. Im kleinen Sendesaal unterschrieb der beliebte und hoch geschätzte Dirigent vorzeitig die Vertragsverlängerung - der laufende Vertrag ist knapp zur Hälfte erfüllt. Und das sind richtig gute Nachrichten!

„Ich habe noch soviel hier vor“, sagte Manze. Das ist seine Erklärung, obwohl der international begehrte Dirigent hier in Hannover bleibt und Angebote von weltbekannten Orchestern abgelehnt hat. „Gemeinsam mit meinen Musikerinnen und Musikern bin ich in den letzten Jahren weit gereist - musikalisch und auch geografisch. Und das Orchester ist lebendiger denn je und klingt wunderbar.“

Hochzufrieden: Joachim Knuth, Andrew Manze und Lars Ramberg freuen sich über Manzes Vertragsverlängerung. Foto NDR  

Andrew Manze ist seit 2014 in Hannover und arbeitet mit der Radiophilharmonie und hat mit dem Orchester ein nie dagewesenes hohes Niveau erreicht. Das auch  international anerkannt wird. Das Orchester hat sich in Salzburg (Felsenreitschule), Wien (Musikverein) oder wie mit dem großen „War Requiem“ in Hannover und Liverpool präsentiert. Das Royal Liverpool Philharmonic hat ihn zum „Principal Guest Conductor“ ernannt - eine besondere Auszeichnung für Andrew Manze. Er spielte schon mit dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Amsterdamer Concertegebouw-Orchester sowie dem Los Angeles Philharmonic Orchestra zusammen. Er wird in diesem Jahr auch das renommierte Boston Symphoniy Orchestra dirigieren und seine Erfahrungen dann wiederum für Hannover nutzen können.

Große Freude zeigte auch das NDR-Intendant Lutz Marmor über die vorzeitige Unterschrift: „Andrew Manze ist ein inspirierender Musiker, ein überzeugender Motivator und Kommunikator.“ Der Meinung war auch Hörfunk-Direktor Joachim Knuth: „Andrew Manze lebt Musik.“ Er sei ein Dirigent, der die Musikerinnen und Musiker zu Spitzenleistungen führt - durch eine „glückhafte Beziehung“, die hier entstanden ist.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.2.2019


Die KunstFestSpiele bringen Frank Zappa zurück nach Hannover

Die Festspiele starten mit einem Frank Zappa-Konzert des Ensemble Modern

Bereits vor rund 40 Jahren, 1979, begeisterte der legendäre amerikanische Musiker und Multimediakünstler Frank Zappa rund 4.000 Besucher in der Eilenriedehalle, der damals wichtigsten Konzerthalle Hannovers.

Unter der Leitung des Dirigenten und Intendanten der Kunstfestspiele Ingo Metzmacher spielt am Samstag, 18. Mai 2019, das Frankfurter Ensemble Modern an gleicher Stelle Musik aus den Alben The Yellow Shark und Greggery Peccary & Other Persuasions.

The Yellow Shark ist das letzte Album Zappas, das er vor 25 Jahren, im November 1993, nach einer langen und intensiven Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern herausbrachte. Im Dezember 1993 starb Frank Zappa mit 52 Jahren in Kalifornien.

 Die 10. Ausgabe der KunstFestSpiele Herrenhausen findet vom 10. bis 26. Mai 2019 statt. Das Gesamtprogramm ist veröffentlicht  und als Printexemplar und im Internet abrufbar,
kunstfestspiele

Der Vorverkauf läuft schon, Tickets im Künstlerhaus, unter eventim und eventim-Hotline +49(0)1860 / 570070.  

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord