CONTINENTAL AG


Conti-Vorstand legt Grundstein für Konzernzentrale

Continental liegt beim Bau voll im Plan

Ein weiterer Schritt wurde getan: Continental-Chef Elmar Degenhardt und Vorstandsfrau Ariane Reinhardt (Personal) sowie Finanzvorstand Wolfgang Schäfer haben am 8. Mai den Grundstein für die neue Unternehmenszentrale an der Hans Böckler-Allee gelegt. Damit sei man voll im Zeitplan, teilte Continental mit.

Und mit dem symbolischen Grundstein wurde eine Zeitkapsel aus Kupfer versenkt, in der ein Stück Kautschuk aus der Reifenproduktion, eine aktuelle Conti-Mitarbeiterzeitung sowie ein Bauteil für E-Fahrzeuge gelegt.

Dr. Elmar Degenhart, Dr. Ariane Reinhart und Wolfgang Schäfer mit der Zeitkapsel. Foto Continental

„Die Automobilindustrie befindet sich im tiefgreifendsten Wandel seit ihrer Entstehung. Wir gestalten diesen Wandel wegweisend mit. Dabei verändern wir uns selbst“, kommentierte Degenhart die Grundsteinlegung. „Wir werden in der Zukunft anders arbeiten und anders zusammenarbeiten. Wir geben unseren Beschäftigten mehr Freiraum. Wir fördern ihre Selbstorganisation und übergreifende Zusammenarbeit. Dafür richten wir ihre Arbeitsplätze optimal ein. Unsere Unternehmenskultur mit unseren vier Werten bildet dafür das Fundament.

Für die 1 250 Beschäftigten startete im März 2019 der Rohbau für die neue Unternehmenszentrale. Und nun stehen schon die Kellerwände. Für Ende 2019/Anfang 2020 ist dann auch das Richtfest geplant. Der Komplex soll zum 150. Geburtstag 2021 fertig sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.05.2019


Führungsstruktur bei Continental wird umgekrempelt

Continental ordnet Führungsetage neu

Vorstandsmitglied Nikolai Setzer (47), war bisher für die Division Reifen und den Konzerneinkauf zuständig. Er wird ab 1. April Sprecher des Automative Boards, dort wird für die einheitliche Ausrichtung der Geschäftspolitik in diesem Bereich verantwortlich sein. Sein Nachfolger wird Christian Kötz (48).

Unter den Conti-Flaggen ist Stühlerücken angesagt © Continental AG

Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat aufgrund der Veränderungen im Automotive-Bereich die Mandate der Vorstandsmitglieder Frank Jourdan (58) und Helmut Matschi (55) vorzeitig bis Ende März 2024 verlängert. Das Ende Dezember dieses Jahres auslaufende Mandat von Finanzvorstand Wolfgang Schäfer (59), neben Finanzen zuständig für Controlling, Compliance, Recht und IT, hat er ebenfalls um fünf Jahre bis Ende 2024 verlängert. Die Mandate der übrigen Vorstandsmitglieder standen nicht zur Verlängerung an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 13.03.2019


Continental und Hewlett Packard gründen Plattform für Datenhandel

Das Technologieunternehmen Continental will neue Wege beschreiten.

Mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) will das hannoversche Unternehmen noch in diesem Jahr eine neue Plattform für den Austausch von Fahrzeugdaten einführen.

Continental per Blockchain mit HP verbunden

Es soll neue digitale Dienste für sichere und komfortable Mobilität ermöglichen und gleichzeitig Automobilhersteller bei der Vermarktung ihrer Fahrzeugdaten und bei der Differenzierung ihre Marke unterstützen. Der Einsatz dieser Blockchain-Technologie beseitigt dabei Hürden, die bisher einem gesicherten und transparenten Austausch dieser Daten im Weg stand. Alle Teilnehmer, einschließlich der Autofahrer, behalten dabei die volle Hoheit über ihre Daten und können entscheiden, welche Daten sie weitergeben und welche nicht.

Continental ist davon überzeugt, dass Unternehmen unterschiedlicher Branchen erkannt haben, dass sie neue Wege finden müssen, um Datensilos aufzubrechen, weil sie nur so den Wert ihrer Daten vollständig ausschöpfen können. Vor allen in der Automobilindustrie sei der herstellerübergreifende Datenaustausch der Schlüssel für Fahrerassistenzsysteme, die für Sicherheit und Komfort sorgen, etwa Verkehrshinweise in Echtzeit oder Informationen zur Verfügbarkeit von Parkplätzen, meint Continental. Durch den Austausch von Fahrzeugdaten könnten Autohersteller auch Schwarmintelligenz nutzen, um einige unserer drängendsten Verkehrsprobleme zu lösen und das Fahrerlebnis zu verbessern, ist Phil Davis, President Hybrid IT, Chief Sales Officer bei HPE überzeugt: „Gemeinsam mit Continental bieten wir das Werkzeug, um diesen Datenschatz zu heben und zwar nicht, indem wir die Kontrolle über diese Daten übernehmen, sondern indem wir sie den Fahrern und Autoherstellern überlassen.“

Mit der neuen Datenhandels-Plattform können Autohersteller und andere Unternehmen untereinander Daten kaufen und verkaufen – entweder, um die digitalenDienste für ihre Kunden zu verbessern, oder um mit ihren Daten Geld zu verdienen. Dabei sei der Austausch von Daten nur mit Zustimmung des Fahrers möglich, weshalb in die Plattform eine einfach zu bedienende Opt-in- und Opt-out-Funktion integriert worden sei. HPE und Continental werden die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung und die Datenschutzbestimmungen der Länder dabei einhalten, versichern beide Unternehmen.                                                                     

Volker Benke

Veröffentlicht 15.03.2019


Continental ist weiter gewachsen und hat die Ziele erreicht

Continental im Jahr 2018 weiter profitabel gewachsen

Trotz rückläufiger Automobilmärkte ist das Technologieunternehmen Continental im Jahr 2018 weiter profitabel gewachsen und hat die Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erreicht. Der Jahresumsatz stieg auf etwa 44.4 Milliarden Euro, was einem organischen Wachstum von drei Prozent entspricht. Der Continental-Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhardt betonte. „Wir haben ein solides Ergebnis erzielt und unsere angepassten Jahresziele erreicht.“ 

Das Unternehmen wachse weiter profitabel, obwohl sich die Abwärtsbewegung der Automobilmärkte im vierten Quartal 2018 wie befürchtet noch einmal deutlich verschärft hätte.

Conti-Chef Degenhardt ist zufrieden. © Continental AG  

Dieses in Verbindung mit den tiefgreifenden Veränderungen in unseren Industrien verlangsame das Wachstum, sagte Degenhardt. Umso beachtlicher sei die starke Leistung der rund 244.000 Beschäftigten bei Continental weltweit. Für das Jahr 2019 rechnet der internationale Technologiehersteller weltweit mit einem Konzernumsatz von rund 45 bis 47 Milliarden Euro bei konstanten Wechselkursen. Dabei liegt der Prognose des Unternehmens unter anderem die Annahme zugrunde, dass 2019 das weltweite Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen etwa auf Vorjahrsniveau liegen werde. Nach Angaben von Degenhardt wuchs Continental im vierten Quartal 2018 erneut stärker als der Markt insgesamt. Das Umsatzwachstumlag bei rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkursveränderungen allerdings bei rund drei Prozent.

Nach Ansicht von Conti-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer wird sich die rückläufige Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2019 unverändert fortsetzen. Gründe dafür seien vor allem die weiterhin schwache Nachfrage in China, der Handelsstreit zwischen USA und China sowie weiter geringe Abrufzahlen in Europa, sagte Schäfer. Dazu komme auch noch die allgemeine Brexit-Unsicherheit. Im zweiten Halbjahr aber erwarte das Unternehmen ein leichtes Marktwachstum. Schäfer: „Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir mit einem Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Vorjahresniveau.“

Schäfer sagte weiter, das Unternehmen werde seine Erwartungen an die Geschäftsentwicklung künftig wie branchenüblich auch in Bandbereiten angeben, weil es viel schwieriger geworden sei, die Entwicklung eines zunehmend volatilen Marktumfeldes punktgenau abzuschätzen.

Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer erwartet rückläufige Marktentwicklung auch im ersten Halbjahr 2019. © Continental AG

In Zeiten eines so tiefgreifenden, technologischen Wandels in der Automobilindustrie wie derzeit und eines zunehmend mehrdeutigen, unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes suggerierten punktgenaue Prognosen eine Genauigkeit, die sie schlicht nicht mehr haben können, erläuterte Schäfer.

Continental-Vorstandschef Degenhardt fügte hinzu, dass das Unternehmen zum Jahresanfang wie bereits angekündigt planmäßig die rechtliche Verselbständigung seiner Sparte für Antriebstechnologien – der Division Powertrain – vollzogen habe.

Bis Mitte 2019 werde die neue rechtliche Einheit, deren künftiger Name in Kürze bekanntgegeben werde, für einen möglichen Teilbörsengang vorbereitet. Dieser Schritt sei Teil einer der größten organisatorischen Umbauten in der Firmengeschichte, sagte Degenhardt. Diese Neuaufstellung sehe die Bildung einer Holding-Struktur der Continental AG unter der neuen Dachmarke „Continental Group“ vor. Sie werde drei geschäftliche Säulen haben: „Continental Rubber“, „Continental Automotive“ und „Powertrain“. Ab 2020 sollen die neuen Bezeichnungen angewendet werden, versicherte Degenhardt.                                       

Volker Benke


Jetzt perfekt: Antennenspezialist wird von Continental übernommen

Mit der Kathrein Automotive sei Conti für den Markt für Fahrzeugantennen gerüstet

Technologiezulieferer und Reifenhersteller Continental hat endlich nach Zustimmung der Kartellbehörde die Fahrzeugantennen-Sparte von Kathrein übernommen. Und mit der Eingliederung der Kathrein Automotive GmbH mit Sitz in Hildesheim, einer Tochter der Kathrein SE, sei nun Continental für den florierenden Markt für Fahrzeugantennen bestens gerüstet, teilte das hannoversche Werk Anfang der Woche mit.

Intelligente Fahrzeugantennen seien die Grundlage der künftigen Vernetzung des Autos, so das Unternehmen.

Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe © Kathrein Werke KG/re (Montage)

Hier gehe es um Anwendungen vom Funkschlüssel über Navigation bis zur drahtlosen SG-Kommunikation. Wie üblich, wurde über den Kaufpreis nichts gesagt.

Ute Micha,Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Continental schnappt sich Großauftrag für elektrische Antriebe

E-Auto Sion fährt mit Conti-Antrieben

Einen millionenschweren Großauftrag hat sich der Zulieferer Continental von dem Münchner Elektroautohersteller Sono Motors geschnappt. Es gehe um den elektrischen Antrieb für das E-Auto Sion (Foto Sono Motors), das 2019 in Serie gehen werde, teilte das Unternehmen mit.

Den Auftragswert bezifferte Sono Motors nicht, auch Continental wollte sich dazu nicht äußern. Nach dpa-Informationen handelt es sich dabei um einen Auftragswert in Höhe von mehreren Hundert-Millionen-Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Conti erwirbt Sparte von Cooper Standard

Im Geschäftsbereich Antivibrationssysteme will sich Continental verstärken

Der Autozulieferer übernimmt die entsprechende Sparte des US-Konkurrenten Cooper Standard. Darauf hätten sich die Konzerne verständigt, teilte Conti mit. Der in Frankreich ansässige Geschäftszweig habe zuletzt mit rund 1 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 290 Millionen Euro erzielt. Der Kaufpreis soll sich zwischen 200 und 300 Millionen Euro bewegen.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche