CONTINENTAL AG


Trotz rückläufigem Markt erzielt Continental solides Ergebnis

Continental erzielt im zweiten Quartal 2019 ein insgesamt solides Ergebnis

Trotz eines rückläufigen Marktes hat Continental im zweiten Quartal 2019 ein insgesamt solides Ergebnis erzielt, obwohl sich im abgelaufenen Quartal die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um rund sieben Prozent verringert hat. Der Konzernumsatz lag mit rund 11,3 Milliarden Euro nur ein Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Das Technologieunternehmen hat damit seine am 22. Juli 2019 veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen zum 1. Halbjahr 2019 bestätigt: Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der DAX-Konzern mit einem Rückgang der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

© Continental AG 

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden von Continental, Dr. Elmar Degenhart, ist das Marktumfeld derzeit „sehr herausfordernd“. Die wichtigen Automobilmärkte Europa, Nordamerika und insbesondere China entwickelten sich rückläufig. Degenhart: „Auf den rückläufigen Markt reagieren wir mit strenger Kostendisziplin und Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit“. Besorgt sei er über den akut zunehmenden Druck auf Industriestandorte wie Deutschland mit vergleichsweise hohen Energie-, Steuer- und Sozialkosten, sagte Degenhart.

Darüber hinaus befinde sich die Automobilindustrie derzeit weltweit in einem tiefgreifenden, sich dramatisch beschleunigenden und teilweise disruptiven Wandel. Zu diesen Herausforderungen habe sich der Aufsichtsrat des Unternehmens beraten, heißt es. Die Unternehmensleitung habe dabei ihre Strategie erläutert, mit der Continental seine Finanzkraft dauerhaft beibehält, die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und die Zukunftsfähigkeit sichert. Der daraus entstehende Handlungsbedarf werde mit den Arbeitnehmervertretern besprochen. Ziel dabei sei es, sich in den kommenden Wochen auf ein geplantes, gemeinsames Vorgehen zu verständigen. Sobald eine Verständigung erfolgt sei, würden Vorstand und Arbeitnehmer berichten.

Volker Benke

Veröffentlicht 12.08.2019


Continental legt Plan für weniger Blei im Auto vor

Die Bleimengen sollen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus verringert werden

Continental will „umgehend“ den Bleigehalt in einigen seiner elektronischen Bauteile auf die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen gemäß der Altfahrzeuge-Richtlinie senken. Dazu hat das DAX-Unternehmen jetzt dem Niedersächsischen Umweltministerium einen Maßnahmeplan vorgelegt. Darin ist auch eine Selbstverpflichtung enthalten, die Bleimengen in den elektronischen Bauteilen des Unternehmens über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zu verringern.

Hintergrund ist die von Conti selbst festgestellte und den zuständigen Behörden unverzüglich Anfang Juni 2019 gemeldete, geringfügige Überschreitung von Bleimengen in  einigenihrer mehrheitlich seit 2016 ausgelieferten elektronischen Komponenten.

Nach Angaben von Conti gelten für den Einsatz von Blei in elektronischen Komponenten unterschiedliche Grenzwerte je nach Datum der Typengenehmigung eines Fahrzeugs. Bei dem Zulieferer geht es um eine nicht konforme Bleimenge von durchschnittlich rund 0,0003 Gramm je betroffener Komponente. Das Fahrverhalten, die Emissionen sowie die Sicherheit würden durch die Verwendung der betroffenen Komponenten aber nicht beeinträchtigt, heißt es bei Conti. Außerdem würden die potentiell nicht konformen Bleimengen mit den gesetzlich zulässigen Anteilen im Recyclingprozess zusammen zurückgewonnen. Dadurch sei der Umweltschutz sichergestellt. In dem vorgelegten Maßnahmeplan verpflichtet sich das Unternehmen dazu, die Situation gemeinsam mit seinen Kunden individuell zu analysieren und die erforderlichen Umstellungsschritte festzulegen. Für die ordnungsgemäße Umstellung ist im Maßnahmeplan ein für die jeweilige Komponente gültiger Terminplan festgehalten.

Continental bezieht jährlich etwa 51.000 unterschiedliche elektronische Komponenten. Jetzt hat sich das Unternehmen verpflichtet, künftig alle Komponenten gemäß den Grenzwerten der Altfahrzeugrichtlinie auszulegen. Das gelte auch unabhängig davon, ob für Bauteile oder Fahrzeuge höhere Grenzwerte gelten, betont das Unternehmen. Continental trage so dazu bei, die Bleimengen in Bauteilen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zu verringern. Die Maßnahmen würden weltweit gelten.                                                            

Volker Benke

Veröffentlicht 08.08.2019


Auch Continental schaltet auf elektrische Zukunft um

Continental konzentriert sich schneller und konsequenter auf seine Stärken

Weil die Kunden immer energischer auf die Elektrifizierung der Antriebe setzen, wird Continental mehr Energien in die elektrische Zukunft der Mobilität stecken. Grund dafür sind auch die sich verschärfenden politischen Vorgaben. Diese führten zu einem „zunehmend disruptiven Markt“, für den die künftigen Technologien „durch Regulierungen zwangsweisevorgezeichnet“ sind, stellte das Unternehmen fest. Der Leiter der Continental-Division Powertrain, Andreas Wolf (Foto lks.), sagte, die Kunden des Unternehmens setzten jetzt konsequenterweise immer energischer sowohl auf die Elektrifizierung von Verbrennungsmotoren durch Hybridantriebe als auch auf reine Batterie-elektrische Fahrzeuge. Auf dem Gebiet der elektronischen Steuerungen und dazu gehörender Funktionssoftware sei Conti schon lange eine der technologisch führenden Akteure. Wolf: „Wir konzentrieren uns jetzt im Takt unserer Kunden und Märkte noch schneller und konsequenter auf unsere Stärken und streben mit all unserer erfolgreich angewandten Erfahrung zügig in die Zukunft der Elektromobilität.“  Mit dieser Strategie und einigen Portfoliooptimierungen wolle das Unternehmen seine Finanzkraft sowie seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit im Antriebsgeschäft dauerhaft sichern, betonte Wolf.

Und er fügte hinzu, die Zukunft sei „zweifellos elektrisch“, davon sei das Unternehmen überzeugt. Die Transformationsphase auf dem Weg dahin werde von einem Antriebsmix geprägt sein, das heiße, die klassischen Verbrennungsmotoren würden noch viele Jahre weiter gebraucht. Wolf: „Vor allem in Kombination mit effizienten Hybridtechnologien werden sie einen wesentlichen Beitrag zu geringeren Emissionen leisten“. Innerhalb des Antriebsmix rechnet das Unternehmen mit einer unterschiedlich ausgeprägten Dynamik: der Markt für Hochvoltkomponenten und Lösungen für Hybridisierung wachse deutlich schwungvoller als erwartet. Dieser schnellere Produktionsanstieg führe früher als bisher angenommen zu einem wirtschaftlich attraktiven Geschäft.

Für reine Verbrennungskomponenten eröffneten sich dagegen künftig nur noch selektive Wachstumschancen, heißt es bei Conti. Deshalb habe sich Continental-Powertrain entschlossen, in sein Geschäft mit hydraulischen Komponenten immer weniger zu investieren. Dieser Teil der Strategie betreffe vor allem Injektoren und Pumpen für Benzin- und Dieselmotoren. Laut Wolf verlieren Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Produktionskapazitäten für Neuentwicklung ihre Wirtschaftlichkeit. Bestehende Verträge würden zwar erfüllt, aber neue Aufträge eine immer geringere Rolle spielen, sagte Wolf.

Wolf wies zudem daraufhin, dass Continental Abstand von früheren Überzeugungen nehme, in der Zukunft möglicherweise in die Fertigung von Festkörperbatteriezellen einzusteigen. Dieses hatte sich das Unternehmen bislang offengehalten. Der disruptive Markt biete für Continental  aber keine wirtschaftlich attraktive Perspektive mehr.                                                                             

Volker Benke

Veröffentlicht 08.08.2019


Autozulieferer Continental investiert in Mitarbeiter

Weiterbildung soll angeboten werden

Der Autozulieferer Continental will viel Geld in die Qualifizierung seiner Mitarbeiter investieren. Es soll vor allem in un- und angelernten Produktionsmitarbeitern eine Weiterbildung ermöglicht werden, teilte das Unternehmen mit. „Im Zuge von Elektrifizierung und Digitalisierung  werden einfache Tätigkeiten immer mehr durch komplexe Aufgaben ersetzt, die eine Ausbildung erfordern", sagte Personalvorstand Ariane Reinhart. Im September sollen die ersten Maßnahmen beginnen. Und nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ haben zwischen 10 000 und 12 000 Conti-Beschäftigte in Deutschland keinen qualifizierten Abschluss.

Das ist ein guter Zeitpunkt für die Weiterbildungsoffensive, weil Conti zuletzt in drei niedersächsischen Standorten der Sparte Contitech Kurzarbeit angemeldet habe - in Dannenberg, Vinnhorst und Northeim. Rund 800 Mitarbeiter sind von der Kurzarbeit betroffen.

Continental gründete für die  Weiterbildung ein Institut für Technologie und Transformation ( CITT). Das Angebot soll die Themen Industrie 4.0 rund um vernetzte Produktion, neue Antriebskonzepte und Digitalisierung umfassen. Die Kosten für die Lehrgänge und den Arbeitsausfall sollten auf Politik, Unternehmen und Mitarbeiter verteilt werden, forderte der Autozulieferer.

„Wenn wir nur 20 Prozent unserer Mitarbeiter in Deutschland neun Monate lang qualifizieren wollen, kostet uns das eine Million Euro", sagte Reinhardt.

Ute Micha, Presse DienstNord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.07.2019 


Continental und Hewlett Packard gründen Plattform für Datenhandel

Das Technologieunternehmen Continental will neue Wege beschreiten.

Mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) will das hannoversche Unternehmen noch in diesem Jahr eine neue Plattform für den Austausch von Fahrzeugdaten einführen.

Continental per Blockchain mit HP verbunden

Es soll neue digitale Dienste für sichere und komfortable Mobilität ermöglichen und gleichzeitig Automobilhersteller bei der Vermarktung ihrer Fahrzeugdaten und bei der Differenzierung ihre Marke unterstützen. Der Einsatz dieser Blockchain-Technologie beseitigt dabei Hürden, die bisher einem gesicherten und transparenten Austausch dieser Daten im Weg stand. Alle Teilnehmer, einschließlich der Autofahrer, behalten dabei die volle Hoheit über ihre Daten und können entscheiden, welche Daten sie weitergeben und welche nicht.

Continental ist davon überzeugt, dass Unternehmen unterschiedlicher Branchen erkannt haben, dass sie neue Wege finden müssen, um Datensilos aufzubrechen, weil sie nur so den Wert ihrer Daten vollständig ausschöpfen können. Vor allen in der Automobilindustrie sei der herstellerübergreifende Datenaustausch der Schlüssel für Fahrerassistenzsysteme, die für Sicherheit und Komfort sorgen, etwa Verkehrshinweise in Echtzeit oder Informationen zur Verfügbarkeit von Parkplätzen, meint Continental. Durch den Austausch von Fahrzeugdaten könnten Autohersteller auch Schwarmintelligenz nutzen, um einige unserer drängendsten Verkehrsprobleme zu lösen und das Fahrerlebnis zu verbessern, ist Phil Davis, President Hybrid IT, Chief Sales Officer bei HPE überzeugt: „Gemeinsam mit Continental bieten wir das Werkzeug, um diesen Datenschatz zu heben und zwar nicht, indem wir die Kontrolle über diese Daten übernehmen, sondern indem wir sie den Fahrern und Autoherstellern überlassen.“

Mit der neuen Datenhandels-Plattform können Autohersteller und andere Unternehmen untereinander Daten kaufen und verkaufen – entweder, um die digitalenDienste für ihre Kunden zu verbessern, oder um mit ihren Daten Geld zu verdienen. Dabei sei der Austausch von Daten nur mit Zustimmung des Fahrers möglich, weshalb in die Plattform eine einfach zu bedienende Opt-in- und Opt-out-Funktion integriert worden sei. HPE und Continental werden die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung und die Datenschutzbestimmungen der Länder dabei einhalten, versichern beide Unternehmen.                                                                     

Volker Benke

Veröffentlicht 15.03.2019


Jetzt perfekt: Antennenspezialist wird von Continental übernommen

Mit der Kathrein Automotive sei Conti für den Markt für Fahrzeugantennen gerüstet

Technologiezulieferer und Reifenhersteller Continental hat endlich nach Zustimmung der Kartellbehörde die Fahrzeugantennen-Sparte von Kathrein übernommen. Und mit der Eingliederung der Kathrein Automotive GmbH mit Sitz in Hildesheim, einer Tochter der Kathrein SE, sei nun Continental für den florierenden Markt für Fahrzeugantennen bestens gerüstet, teilte das hannoversche Werk Anfang der Woche mit.

Intelligente Fahrzeugantennen seien die Grundlage der künftigen Vernetzung des Autos, so das Unternehmen.

Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe © Kathrein Werke KG/re (Montage)

Hier gehe es um Anwendungen vom Funkschlüssel über Navigation bis zur drahtlosen SG-Kommunikation. Wie üblich, wurde über den Kaufpreis nichts gesagt.

Ute Micha,Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Continental schnappt sich Großauftrag für elektrische Antriebe

E-Auto Sion fährt mit Conti-Antrieben

Einen millionenschweren Großauftrag hat sich der Zulieferer Continental von dem Münchner Elektroautohersteller Sono Motors geschnappt. Es gehe um den elektrischen Antrieb für das E-Auto Sion (Foto Sono Motors), das 2019 in Serie gehen werde, teilte das Unternehmen mit.

Nach dpa-Informationen handelt es sich dabei um einen Auftragswert in Höhe von mehreren Hundert-Millionen-Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Conti erwirbt Sparte von Cooper Standard

Im Geschäftsbereich Antivibrationssysteme will sich Continental verstärken

Der Autozulieferer übernimmt die entsprechende Sparte des US-Konkurrenten Cooper Standard. Darauf hätten sich die Konzerne verständigt, teilte Conti mit. Der in Frankreich ansässige Geschäftszweig habe zuletzt mit rund 1 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 290 Millionen Euro erzielt. Der Kaufpreis soll sich zwischen 200 und 300 Millionen Euro bewegen.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche