OPER - SCHAUSPIEL - TANZ


Gut, daß es die Herrenhäuser Gärten gibt!

Chor der Staatsoper Hannover probt wieder

Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirken sich auf den gesamten Probenbetrieb der Staatsoper Hannover aus. Besonders für die beiden großen Gruppen am Opernhaus, das Niedersächsische Staatsorchester und den Opernchor der Staatsoper, ist die Umsetzung der einzuhaltenden Sicherheitsabstände in den vorhandenen Proberäumen nicht umsetzbar. Darum hat Chordirektor Lorenzo Da Rio seinen Chor nun open air versammelt und probt mit den Sänger*innen in den Herrenhäuser Gärten.

Chorprobe in den Herrenhäuser Gärten. (c) Clemens Heidrich 

Hier ist genügend Platz, um den im freien verringerten Abstand von seitlich zwei Metern und nach vorne drei Metern einzuhalten. Zwar proben Damen und Herren noch getrennt - aber zumindest können die Künstler*innen wieder ihrer Arbeit nachgehen.

Staatstheater/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Eine Nachricht vom hannoverschen Schauspiel:

 Schauspiel Hannover spielt ab 18. September in seinen Häusern

Endlich spielen! Abrupt unterbrochen und in die Zwangspause geschickt, hungern wir danach, Ihnen in die Augen zu blicken. Nach dem Sommer starten wir in unsere zweite Spielzeit und eröffnen mit einem dichten Premierenwochenende, bestehend aus Schillers "Don Karlos", Liv Strömquists "Der Ursprung der Welt" und Kleists "Der zerbrochne Krug"!
Im Zentrum der Spielzeit steht das Nachdenken über unsere Demokratie und ihre Grundsätze, Gefährdungen und Möglichkeiten. Inmitten einer Zeit der Unsicherheit und Zweifel, der berechtigten Sorge vor Krankheit und daraus entstehenden sozialen Schieflagen, wollen wir Fragen stellen: Solche nach den Grundsätzen unseres Gesellschaftsvertrages, danach, wie wir miteinander leben und welche Utopien wir in uns tragen. Wir glauben an eine Kultur des Dialogs und freuen uns dementsprechend darauf, Ihnen wieder zu begegnen – ob nun im Rahmen unseres Symposiums "Corona – mein ehrliches Gegenüber", in dem wir Gäste aus Hannover zu ihren ganz individuellen Erfahrungen mit der Pandemie befragen und „Verwundbarkeit als Stärke“ diskutieren, oder ob vor oder nach Ihren Theaterbesuchen in unserer Kantine und im Hof des Schauspielhauses.

Wir wollen voller Energie und Freude endlich wieder für Sie spielen, Sie mitnehmen, verführen, provozieren – mit Stücken wie "Don Karlos" (Foto lks.), geschrieben als Aufruf zu politischem Handeln, "Dance Nation", das im Mikrokosmos einer Tanzkompagnie lustvoll unser neoliberales Denken spiegelt, mit internationalen Koproduktionen wie "Bitch – I’m a goddess vom Groninger NNT" oder mit Erstaufführungen wie "Öl der Erde" von Ella Hickson. Last but not least freuen wir uns dann, wenn wir Shakespeares Komödie "Was Ihr wollt" im nächsten Juli endlich im Hof zeigen können …

Zunächst einmal aber wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer!

Passen Sie gut auf sich auf,
Ihre Sonja Anders


Der Vorhang im Opernhaus hebt sich

Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover

Am 5. September findet um 15 und 19.30 Uhr ein Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover statt. Die Stiftung unterstützt mit großem Engagement ideell und finanziell die Arbeit der Staatsoper – auch zu Corona-Zeiten!

Die Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V. und die Stiftung Staatsoper Hannover haben in unserer Corona-Zwangspause zu Spenden aufgerufen – und insgesamt 15.000 € gesammelt! Das Geld wird dem Angebot der Staatsopern-Vermittlungsabteilung Xchange zugutekommen und ausgewählte Projekte unterstützen.

Es gibt ein Wiedersehen mit dem Opernensemble und den Musiker*innen des Staatsorchesters. Gaststar des Abends ist der französische Tenor Benjamin Bernheim (Foto lks.), einer der weltweit gefragtesten Opernsänger seines Fachs, „der große lyrische Tenor, auf den die Opernwelt schon lange gewartet hat” (Chicago Tribune).

Erstmals wird sich der neue Generalmusikdirektor Stephan Zilias – zusammen mit Intendantin Laura Berman auch moderierend – vorstellen.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe,HaWo


Den Sinfoniekonzerten wird ab 27. September im Operhaus eine Bühne gegeben

Auch beim offiziellen Eröffnungskonzert „Aufbruch“ am 27. und 28. September führen Intendantin Laura Berman und der neue Generalmusikdirektor Stephan Zilias (Foto lks.) gemeinsam moderierend durch das Programm. Präsentiert wird – trotz Abstand und kleinerer Besetzung – ein musikalisch hochkarätiges Programm mit Ausschnitten aus Werken des zukünftigen Spielplans. Unter der Musikalischen Leitung von GMD Stephan Zilias und den Kapellmeistern des Hauses stellen sich alte und neue Ensemblemitglieder mit den Highlights der nächsten Monate vor. 

Präsentiert wird – trotz Abstand und kleinerer Besetzung – ein musikalisch hochkarätiges Programm mit Ausschnitten aus Werken des zukünftigen Spielplans, auf dem Programm Schubert, Ligeti, van Beethoven Unter der Musikalischen Leitung von GMD Stephan Zilias und den Kapellmeistern des Hauses stellen sich alte und neue Ensemblemitglieder mit den Highlights der nächsten Monate vor.


Triumph statt Passion in der Staatsoper Hannover

 Oper eröffnet die Opern-Spielzeit 20/21 mit „Trionfo – Vier letzte Nächte“ nach Händel

Eigentlich sollte Bohuslav Martinůs „The Greek Passion“ in der Spielzeit 2020/21 auf die Bühne kommen, konnte aber wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Da auch weiterhin umfassende Hygiene-Maßnahmen nötig sind, ist ein Werk dieser Dimensionen wie Martinůs Oper mit annähernd 100 Künstler*innen und großem Orchester weiterhin nicht umsetzbar. Darum wird die Staatsoper Hannover mit „Trionfo. Vier letzte Nächte“ nach einem Oratorium von Georg Friedrich Händel in die neue Spielzeit starten.

Foto einer Aufführung dieser seltenen Händel-Oper im Berliner Kiez-Theater 2018. Foto Concerti 

Diese Oper beruht auf „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“, einem frühen Geniestreich Händels. In diesem ersten weltlichen Oratorium, 1707 in Rom geschrieben, liegen vier allgegorische Figuren im Streit miteinander, es konkurrieren die Lust, am Leben zu sein, und die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit. Am Ende triumphieren Zeit (Tempo) und Erkenntnis (Disinganno) über Schönheit (Bellezza) und Vergnügen (Piacere). Doch Händels Stück – voll inspirierter und inspirierender Musik, mit virtuosen Arien und anrührenden Momenten – erzählt viel mehr: In seiner Musik beginnen die Fragen nach Schönheit, Vergänglichkeit, Vergnügen und Ewigkeit zu schweben. Die Vier bevölkern eine gemeinsame Bühne, sie beleben gemeinsam die kristallklare Musik Händels, und darum geht es: ums Lebenwollen und -können“, so Dramaturg Martin Mutschler.
Doch Händels Stück – voll inspirierter und inspirierender Musik, mit virtuosen Arien und anrührenden Momenten – erzählt viel mehr: In seiner Musik beginnen die Fragen nach Schönheit, Vergänglichkeit, Vergnügen und Ewigkeit zu schweben.

Musikalische Leitung: David Bates, Inszenierung: Elisabeth Stöppler, Bühne u.Kostüme: Valentin Köhler, Dramaturgie: Martin Mutschler. Auf der Bühne Solist*innen der Staatsoper Hannover und im Orchestergraben das  Niedersächsisches Staatsorchester Hannover.
Aufführungen in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Vorstellungen 19. September (Premiere) bis 30. Oktober 2020

Der Vorverkauf läuft unter staatsoper-hannover oder telefonisch 0511 9999 1111. Und auch die Tageskasse der Staatstheater sind wieder regulär geöffnet.

Staatsoper/Sigrid Lappe/Ute Micha


La Traviata zum mit nach Hause nehmen

Die gefeierte Opernaufführung jetzt auf DVD

Nach sieben Jahren mit 50 ausverkauften Vorstellungen an der hannoverschen Staatsoper musste das Publikum im Januar 2019 Abschied von Benedikt von Peters „La Traviata“-Inszenierung nehmen.

Doch jetzt gibt es die beliebte und gefeierte Inszenierung mit Nicole Chevalier als Violetta Valerie auf DVD für zu Hause. Ab sofort können Zuschauer*innen und die herzzerreißende Soloshow hautnah und so oft wie sie wollen miterleben. Der Mitschnitt mit fünf Kameras entstand anlässlich der Generalprobe der Wiederaufnahme im Dezember 2018.
 
Die DVD ist für 19,90 Euro an der Kasse im Opernhaus und im Opernshop erhältlich.

Staatsoper/Ute Micha/Sigrid Lappe

Nicole Chevalier als begeisternde Violetta. Foto Thomas Jauck