OPER - SCHAUSPIEL-TANZ


Punk-Lady Nina Hagen im Theatermuseum zu bewundern

Am 3. Oktober kommt die Punk-Lady für ein Konzert in Schauspielhaus Hannover

Sie ist und bleibt die Punk-Lady der ersten Stunde: Nina Hagen, eine Kämpferin und überzeugte Christin. Deutschlands schrillste Künstlerin hat es in das Theatermuseum in Hannover geschafft.

Dr. Carsten Neumann (57) vom Theatermuseum Hannover hat nach Pop-Punker Falco die nächste coole Künstlerpersöhnlichkeit ins Museum geholt.

Und ab dem 3. Okrober gibt es jede Menge Nina Hagen – zu verdanken ist es dem Sammler Optikermeister Arne Buhrdorf aus Berlin. Es gibt Shirts, Sticker, Käppis und sogar ein Nina-Hagen-Kissen zu bewundern. Dazu Museums-Chef Neumann: „Wir wollen anhand der Exponate ihre Geschichte erzählen. Die Zeit in der DDR, das erste Album, ihr Glaube, ihr politisches Engagement."

Rund 300 Exponate, Schallplatten und Fotos zeigen den Kosmos Nina Hagen. Die Punk-Lady hat für den TV-Spot zur Expo 2000 Lehárs „Die Welt ist schön“ gesungen. Erinnern Sie sich noch daran? Und dass sie schon lange vor Madonna irre Gaultier-Outfits trug? Den Titel der „Vogue“ zierte und Werbung für Ahoi Brause machte? Und 1980 war Nina Hagen auch auf dem Satiremagazin Mad. Gewusst?

Die Leidenschaft von Arne Buhrdof (52) begann 1980. Denn zur Konfirmation bekam er die Platte „Unbehagen“ geschenkt. Seitdem sammelt er, was er über Nina Hagen in die Finger bekommt, inzwischen sind es über 1000 Exponate. Der Sammler aus Leidenschaft: „Sie ist emotional, laut, aber immer authentisch. Ihre Musik macht Spaß und inspiriert. Ich weiß nicht, ob ich Brecht gehört hätte ohne sie.“

Mit Brecht-Liedern ist Nina Hagen am 3. Oktober auch im bereits ausverkauften Schauspielhaus zu Gast. Neben Brecht gibt es auch Selbstvertontes mit Texten von Else Lasker-Schüler und Goethe, Originale von Dylan, Cohen, Cash, Biermann und Jim Morrison, aber auch von Nina Hagen ins Deutsche übertragene Gospel, Blues und Friedensfetzer. Kurz: ein knallbunter Friedensliebeslieder-Abend mit Nina Hagen und Band.

Die Schau im Theatermuseum ist bis zum 12. Januar 2020 zu sehen. Geöffnet: Dienstag bis Freitag und Sonntag von 14  bis 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt 3 Euro.

 (www.einfach-nina.de).

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.09.2019


Die zeitgenössische Tanzszene präsentiert sich

Tänzerinnen und Tänzer stellen eigene Choreografien vor

Die zeitgenössische Tanzszene in Hannover und Braunschweig wird immer interessanter und drängt somit auf Sichtbarkeit. Die Tänzerinnen und Tänzer der neuen Ballettcompagnie  der Staatsoper Hannover stellen eigene Choreografien vor. Lilit Hakobyan, Nikita Zdrakovic und Giovanni Visone sind Tänzer*innen der Ballettcompagnie in Hannover und zeigen im Rahmen von „TanZeit III“ am 3. und 4. Oktober im LOFT-Theater Braunschweig ihre eigenen Tanzsprachen und Choreografien.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 27.9.2019


Einführungsmatinee zu „Tosca“ / 6. Oktober

Opern-Thriller mit psychologischem Tiefgang

Mitte Oktober hat Giacomo Puccinis Oper „Tosca“ Premiere in der Staatsoper Hannover. Wie die Arbeit an diesem Opern-Thriller mit psychologischem Tiefgang läuft, berichtet Chefdramaturgin Regine Palmai bei der Matinee am 6. Oktober um 11 Uhr im Marschner-Saal des Opernhauses. Gemeinsam mit Beteiligten der Produktion, wie Dirigent Kevin John Edusei oder Seth Carico, der den Machtmenschen Scarpia singt, stellt sie das Werk und seine Inszenierung in Hannover vor und wirft einen Blick auf die Millimeterarbeit im Probenprozess bis hin zur spannenden Psychokrimi-Unterhaltung mit Glocken und Kanonen.

Tosca (c) Fabio Stoll/Andreas J. Ettlinger 

Puccini komponierte seine Oper ähnlich wie Alfred Hitchcock seine Filme. Scheinbar harmlose Details werden zu Indizien. Kunst und Macht prallen effektvoll in der Musik aufeinander. Die Musik erzählt alles: Gewalt, Begehren, Eifersucht, Lüge, Erpressung, Hoffnung und Sehnsucht. Scarpia, in hohen politischen Ämtern, hat obsessive Gefühle für die prominente Opernsängerin Tosca, die mit einem Künstler liiert ist. Er lädt sie zum exklusiven Abendessen in seine Privatgemächer und lässt dabei seinen jungen Rivalen vor der Geliebten foltern, um von ihr sexuelle Hingabe zu erpressen. Scarpias gesellschaftliche Stellung macht ihn zum Herrn über Leben und Tod seiner menschlichen Beute, die er jagen, töten oder fliehen lässt. Tosca wird zur Mörderin, um den Geliebten zu retten – bei Puccini wird sie, in die Enge getrieben, zur rachedurstigen Tigerin.

Staatsoper/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 24.09.2019 


Vom Feinsten

Ein fantastischer Auftakt der Ballettsaison im Opernhaus Hannover

Dreiteiliger Ballettabend „Beginning“ reißt die Besucher der Staatsoper aus ihren Sitzen.

Das war schon ein furioser Auftakt des  Ballettabends "Beginning" mit "Prélude", das Phänomene der Zeit erklärt.

Der französische Choreograph Mehdi Walerski präsentiert ein großes Ensemble auf seiner subtilen Reise durch verschiedene Aggregatzustände. Zur leichten und auch fulminanten Interpretation der Musik von Lera Auerbach bestachen die Wechselbeziehungen zwischen Individuum und Gruppe. Die wechselnden raffinierten Lichtstimmungen definierten die gesamte Bühnensituation immer wieder neu. Der Tanz blieb im Rahmen dessen, was als ästhetisch empfunden wird. Und das facettenreiche Pas de deux von Verónica Segovia Torres und Adam Russel-Jones bildete den Höhepunkt.

Ein Element des dreiteiligen Ballettabends ist die Choreographie "Prélude" des Franzosen Medhi Walerski. © Andreas J. Etter

Dann ging es so richtig zur Sache: Die Power-Fraktion war jetzt am Zug. Der Grieche Andonis Foniadakis hat sich in seinem Stück „Kosmos“ Gedanken zu Forderungen im modernen Leben gemacht. Die hier mittanzen, dürfen nicht zart besaitet sein. So schnell konnte man gar nicht folgen, wie die Gliedmaßen, die Haare, flogen und die Mittänzer wurden schon mal über die wunderbar ausgeleuchtete Bühne geschleift.

Bestechend war die Präzision in den Gruppenszenen. Wunderschön auch der poetische Schluss, der dann auch einen dringend benötigten Bruch in das Geschehen brachte. Das Ensemble entrückte zu einem Glitzerwesen.

Natürlich durfte eine Choreografie des neuen Ballett-Chefs nicht fehlen. Marco Goeckes „Thin Skin“ wurde mit all diesen merkwürdigen Eigenarten beendet. Die Figuren bei Goecke wirken wie getrieben, als würden sie getanzt. „Thin Skin“  war sehr solistisch betont. Es gab wenig Berührungen. Goecke setzte elegante und verspielte Momente  und auf interessante Kontraste.

Das Publikum war von dem Dreiteiligen-Ballettabend begeistert. Zehnminütige Ovationen waren der Lohn. Und die Erwartung und Vorfreude auf den nächsten Goecke-Ballettabend „Nijinski“ mit der Musik u.a. von Frédéric Chopin, Claude Debussy. Mit diesem abendfüllenden Ballett fand Goecke national und international viel Beachtung (Premiere 13.12.2019).

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Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.09.2019


Das fetzt - das ist wirklich ganz große Oper „La Juive“

Opulent, raffiniert in Szene gesetzt - einfach fantastisch!

Spannend vom ersten Augenblick an - ein Neustart nach Maß. Das Publikum belohnte mit Riesenbeifall die durchdachte Regie, die einfach perfekten Solisten und ein grandioses Orchester. Das hat was!

Wie viel Offenheit erträgt eine Gesellschaft in politisch aufgeladenen Zeiten? Fromental Halèvy zeigt in seiner 1835 in Paris uraufgeführten Oper die Reibung zwischen Menschen, die den Anderen in seiner Fremdheit nicht mehr gelten lassen können. Die Demokratie bildet auf der Bühne ihre eigene Toleranz ab, das Theater beweist seine Fähigkeit, Ort des politischen Diskurs zu sein.

„La Juive“ (die Jüdin) wurde für das hannoversche Publikum ausgewählt. Ein Goldhändchen war im Spiel, denn die „Grand Opéra“ von Halévy ist perfekt und lässt das ganze Haus nur so erstrahlen: der Chor, das Ensemble, die Solisten, die Bühne, der gesamte Bühnenbetrieb und das Orchester.

Ja und alles wird gebraucht für einen faszinierenden und packenden Opernabend, für den die Regisseurin Lydia Steier den wirklich passenden Rahmen erschafft. Denn diese Oper ist eine detailreiche Zeitreise zurück in die Vergangenheit und erzählt mit dem ersten Akt in einer amerikanischen Kleinstadt der 50er Jahre wie es über viele Stationen weitergeht: Von der Weimarer Republik zum Barock, zur Inquisition, um beim großen Kirchenkonzil in Konstanz zu stranden - bei dem laut Libretto die Oper ja auch spielt und beginnt.

In jeder Phase wird der unter- und überschwellige Antisemitismus klar heraus kristallisiert - es tauchen SA-Leute auf, die dem Hass freien Lauf lassen, NS-Filmkarikaturen gehen über die Bühne wie zum Beispiel „Jud Süß“.

So richtig Spirit bekommt die Zeitreise durch das  Bühnenbild vom Momme Hinrichs, der eine Art Beton-Klagemauer aus sage und schreibe 420 Quadern bühnenhoch aufgebaut hat - die aber auch als Projektionsfläche für Videos (wie Feuer und fliegende Engel) und auch für den entsprechenden Humor herhält - wenn der Kardinal (ungemein stimmgewaltig: Shalvleg Armasi) als singende Monstranz auf der Bühne erscheint.

Die Oper und damit auch die Regie arbeitet mit Tableaus, den ganz großen Auftritten - das hat dann auch einen perfekten Effekt, wenn eine Parade der Grausamkeiten über die Bühne fährt oder am Fürstenhof eine opulente Tafel aufgefahren wird, Puder-und Perücken-Party sich die Waage halten, fantastisch auch die Kostüme von Alfred  Meyerhofer.

Die Drehbühne erlaubt diese und jene kleine Wunder, wie zum Beispiel das Ausklappen einer jüdischen Wohnstube, die aus der Betonwand kommt.

Zeitgemäß sind im Ablauf das Einstehen gegen Ausgrenzung, für die Überwindung zwischen menschlichen Grenzen sowie den Glauben an die Größe der unendlichen Liebe. Und natürlich an die Kraft der Musik. Das zeigten die Sänger: allen voran Zoran Todorovich als verbitterter Jude Éléazar, der mächtig und stimmgewaltig war, und flehend bravourös in der Arie „Rachel, quand du Seigneur“. Dann die amerikanische Sopranistin Hailey Clark (als Rachel) mit einer dramatisch gestählten Stimme, steht dem kaum nach. Sie füllt das Opernhaus aus! Auch die Rolle der anhnungslosen Gegenspielerin Prinzessin Eudoxia ist mit Mercedes Arcuri hervorragend besetzt und der umworbene, wankelmütige Leopold überzeugt in seiner Rolle.

Auch Chor und Extrachor unter Lorenzo Da Rio wanderten mit Bravour durch die Jahrhunderte und Welten.

Dirigent Constantin Trinks hält sein Orchester in Bestform. Damit steht er in der Ersten Reihe der Kandidaten für den Posten des noch zu findenden Generalmusikdirektors.

Jedenfalls feierte das Publikum den Chor, die Sänger - einfach alles, was sich auf der Bühne bewegte, eine Viertelstunde. Das soll was heißen in Hannover!

Szenenfotos Sandra Then 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.09.2019


Ab in die neue Spielzeit!

Neustart mit über 900 Mitarbeitern der Staatstheater in Hannover

Am Sonnabend  wurden zum Spielzeitbeginn 2019/2020  die mehr als 900 Mitarbeiter der Staatstheater Hannover von den neuen Intendantinnen Laura Berman (Staatsoper) und Sonja Anders (Staatsschauspiel) vorgestellt.

Und zu sehen sind im Schauspiel- und Sängerensemble wie auch beim Ballett viele neue Gesichter.

Man darf gespannt sein!

Laura Bermann und Sonja Anders freuen sich auf viele Besucher. Foto Staatstheater Hannover/Kerstin Schomburg

Beide Häuser eröffneten die Spielzeit am 31. August mit einem großen Theaterfest für Groß und Klein. Die offizielle Eröffnung startete um 14 Uhr auf dem Opernplatz, da ging die Post mit beiden Intendantinnen ab.

Um 16 Uhr ging es dann zum Hoffest am Schauspielhaus (ab 15.30 Uhr), da wurde dann richtig gefeiert!

Im Opernhaus gab es dann am Sonnabend noch ein Eröffnungskonzert mit den Dirigenten Valtteri Rauhalammi, Michele Spotti und Carlos Vázquez, Solisten, dem Chor der Staatsoper Hannover und dem Staatsorchester Hannover.

Am 1. September folgte das traditionelle Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover. Auch hier dirigierten Valtteri Rauhalammi und Michele Spotti.

Die Besucher erwartet ein renoviertes Opernhaus mit vielen Umbauten und Neuerungen.

Alle Konzert-, Opern- und Ballettfans sowie Neugierige sollten schleunigst einen Blick in das Programmheft werfen – der Vorverkauf ist schon voll im Gang!    


Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 01.09.2019


Schauspiel Hannover-Eröffnungspremieren

Das Schauspiel legt richtig los

Mit „Zeit aus den Fugen“ hatte am 13. September, eine Uraufführung von Science Fiction-Autor Philip K. Dick Premiere. Es geht um Realitätsflucht in Anbetracht politischer Unruhen. Laura Linnenbaum inszeniert den Science Fiction-Klassiker von Autor Philip K. Dick („Minority Report“, „Blade Runner“, „Total Recall“). Die Premierengäste wurden von Dr. Sabine Johannsen, Niedersächsische Staatssekretärin für Wissenschaft und Kultur, sowie Schauspielintendantin Sonja Anders begrüßt.

Anschließend tanzte das begeisterte Premierenpublikum eine rauschende Party mit Jacky-Oh Weinhaus und Jade Pearl Baker in der Cumberlandschen Galerie.

Die neueröffnete Kantine (Zugang über die Cumberlandsche Galerie) bietet nicht nur vor und nach den Vorstellungen eine abwechslungsreiche Speisekarte. vielmehr ist sie auch mittags für Jedermann geöffnet. 

Zwei Tage später gab es die Premiere von „Platonowa“ nach „Platonow“ von Anton Tschechow. „Gefühle zeigen Tschechows Figuren, sie gehen in den Seelendschungel und in Gefühlsnahkämpfe, beschreibt Regisseur Stephan Kimming das Geschehen bei der morbiden Hochzeitsfeier. Ein Fest, bei dem bestehende Gewissheiten ins Wanken geraten – mit fatalen Folgen für alle Gäste. Kimmig zeigt eine Bearbeitung von „Platonow“, in der eine Frau als Titelgeberin im Zentrum steht.

Ministerpräsident Stephan Weil begrüßte die Gäste, anschließend auch hier Premierenparty mit Jacky-Oh Weinhaus und Jade Pearl Baker in der Cumberlandschen Galerie.

Mit den „Universen“ wurde am 14. März die neue künstlerische Workshopreihe auf Cumberland eröffnet. Die ganze Spielzeit über erkundet und unterrichtet das Schauspiel-Team in sieben Workshops filmisch, tänzerisch, schreibend und aktivistisch "Hannoveraner Universen". Julis Wissert und Hannes Oppermann informieren über Idee und Programm.


Tanzprojekt-Ausschreibung der Compagnie Fredeweß

Compagnie Fredeweß sucht Jugendliche ab 14 Jahren, die Lust haben zu tanzen.

Für gemeinsame Proben und eine Aufführung sucht die freie Tanzgruppe Compagnie Fredeweß Jugendliche ab 14 Jahren, die Lust haben zu tanzen.

Die Proben finden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 im Tanzhaus im AhrbergViertel statt. Die Tänzer*innen der Compagnie Fredeweß erarbeiten mit den Teilnehmer*innen einen zeitgenössischen Tanz, der im Dezember im Kulturzentrum Pavillon Premiere haben wird.

Informationen und Anmeldung unter 0511/4500 1082 oder compagnie-fredewess

Die Compagnie Fredeweß besteht seit 1998 als professionelles, freies Tanztheater-Ensemble in Hannover Linden mit der eigenen Spielstätte Tanzhaus im AhrbergViertel. Seit 2005 widmet sie sich auf Basis ihrer professionellen künstlerischen Arbeit in der Initiative MOTS – Moderner Tanz für Schulen der Vermittlung des zeitgenössischen Tanzes an Kinder und Jugendliche. Die Besonderheit der Arbeit ist die direkte Verknüpfung des professionellen Bühnentanzes auf Grundlage des Movement Research. Auf dieser Grundlage können sie auch komplexere Bewegungen so strukturieren und vereinfachen, dass sie für Laien umsetzbar und erlebbar werden. So ist es möglich, auch jene Kinder, Jugendliche und Erwachsene an den modern-zeitgenössischen Tanz heranzuführen, die bisher wenig bis keine Erfahrungen damit haben.


Hafen 1 ist ein sicherer Hafen

Movimentos hat mit tollen Ballettinszenierungen überzeugt

Die ersten Movimentos Festwochen in der neuen Eventlocation „Hafen 1“ sind am 24. und 25. August mit zwei Aufführungen der Movimentos Akademie erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 19. Juli bis 25. August begeisterten insgesamt fünf internationale Tanzcompanys die Besucher mit einer Uraufführung, einer Europapremiere und sechs Deutschlandpremieren. Trotz des ungewohnten Festivalzeitraums im Sommer liegt die Auslastung der 17. Ausgabe von Movimentos mit 93 Prozent auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

 

Die Konzentration auf die Ballettsparte kam beim Festvial-Publikum offensichtlich gut an, hatte doch die Autostadt auf das doch recht umfangreiche Beiprogramm der Movimentos der letzten Jahre verzichtet.

Furioser Auftakt: Die Sao Paulo Company. Foto: Matthias Leitzke 

Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autostadt: „‚Hafen 1‘ hat die Feuertaufe mit Bravour bestanden. Unsere neue Eventlocation ist mit der Terrasse direkt am Mittellandkanal ein idealer Veranstaltungsort mit annähernd mediterranem Flair. Nach den Movimentos Premieren in den vergangenen Wochen freuen wir uns jetzt auf die Weltpremiere des Golf VIII im Oktober.“

Bernd Kauffmann, Künstlerischer Leiter der Movimentos Festwochen: „Es ist schon ein fast ‚unheiliges Wunder‘, wie problemlos, zielgenau und zeitgerecht die Movimentos in ihrem neuen Zuhause Wurzeln schlagen konnten.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region haben in den beiden Movimentos Akademie Tanzprojekten insgesamt vier verschiedene Choreografien erarbeitet.

Ich bin glücklich, dass das Publikum den Festwochen ungebrochen die Treue gehalten hat und durch seinen Beifall sicht- und hörbar zum Erfolg dieser Movimentos beigetragen hat. Der Autostadt gilt mein großer Dank, dass sie all dies so störungsfrei ermöglicht hat. Ihr gilt ebenso mein großer Respekt, dass sie in ‚unruhigen Zeiten‘ dem zeitgenössischen Tanz weiterhin Raum und Gewicht einräumt und damit dem ‚wortlosen Dialog‘ der Kulturen ein markantes Ausrufezeichen setzt.“

Dem können wir uns nur anschließen – das Publikum war wie wir begeistert von der hohen Qualität aller Darbietungen – weiter so!

Movimentos/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 25.08.2019


Chor soll verstärkt werden

Theaterbegeisterte Hannoveraner*innen gesucht!

Für „Antigone. Ein Requiem", eine der Eröffnungsinszenierungen der neuen Intendanz von Sonja Anders, gründet das Schauspiel Hannover einen Bürger*innenchor. Dafür werden noch theaterbegeisterte Hannoveraner*innen jeden Alters und jeglicher Herkunft gesucht - Chorerfahrung ist nicht erforderlich!
Die Chorleitung übernimmt der Schauspieler Stefan Kolosko (Foto), der schon mit Einar Schleef und Christoph Schlingensief zusammengearbeitet und zuletzt auf Kampnagel in Hamburg und am Berliner Maxim Gorki Theater große Chöre aufgebaut hat. „Eine mit unglaublicher Genauigkeit, Präzision und Originalität entwickelte Sprachmusik“, beschreibt der Theaterwissenschaftler Prof. Müller-Schöll seine Arbeit mit Sprechchören. Termine  unter
enderkolosko.

Das Theater für Niedersachsen ist wieder da!

Das TfN startet mit einem großen Open-Air-Konzert auf dem Domplatz

Das Theater für Niedersachsen geht in der letzte Spielzeit von Intendant Jörg Gade. Der Spielzeitstart am TfN ist in diesem Jahr aufregend: Wegen der Sanierung des Stadttheaters gehen die ersten Veranstaltungen der Saison an verschiedenen Orten in Hildesheim über die Bühne. Und der beliebte Theatergarten findet am Ende der Spielzeit statt und ist damit ein Abschiedsgruß von Intendant Jörg Gade, der das TfN im Sommer 2020 verlässt. 

Operndirektor Florian Ziemen (v. l.), Intendant Jörg Gade und Musicaldirektor Craig Simmons stellen den Spielplan für die Spielzeit 2019/2020 des TfN vor. Foto: S. Lappe

Die erste Inszenierung der Spielzeit  führt das TfN-Schauspielensemble in das Burgtheater auf der Domäne Marienburg. Regisseurin Alice Asper dramatisiert Ödön von Horváths 1937 erschienenen Roman „Jugend ohne Gott“ für das TfN neu und stellt die Frage, wie eine Gesellschaft ins Totalitäre kippt.

Am 20. September starten dann auch die MusicalCompany und das Opernensemble in die neue Spielzeit: Gemeinsam mit der TfN-Philharmonie laden sie das Publikum zu einem Kurzurlaub nach Österreich ein: Die Kult-Operette „Im weißen Rössl“ wird in Szene gesetzt von Erik Petersen und choreografiert von Ludwig Mond. Sowohl zur Domäne Marienburg als auch zur Halle39 sorgt das TfN für einen kostenlosen Shuttle-Service.

Am 16. November öffnet sich dann zum ersten Mal der Vorhang im frisch sanierten Stadttheater und die Spielzeit nimmt mit dem monumentalen Musiktheaterwerk „Tristan und Isolde“ richtig Fahrt auf.

Weitere Informationen sowie das gesamte Programm der Spielzeit 2019/20 stehen auf der Homepage des TfN tfn-online zur Verfügung.

Das TfN serviert die Klassikeroperette „Im weißen Rössl“

Karten für alle Stücke sind im TfN-ServiceCenter, Theaterstraße 6 in Hildesheim, unter Tel. 05121/16931693 sowie unter tfn-online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 23.08.2019


Tanzfreudige 10. Klasse gesucht

Compagnie Fredewess sucht eine 10. Klasse bzw. Sekundarstufe II 

Für insgesamt neun gemeinsame Proben und eine Aufführung sucht die freie Tanzgruppe Compagnie Fredewess eine Klasse ab der 10. Jahrgangsstufe bzw. Sekundarstufe II als Kooperationspartnerin. Die Proben finden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 im Tanzhaus im AhrbergViertel statt. Die Tänzer*innen der Compagnie Fredewess erarbeiten mit den Teilnehmer*innen einen zeitgenössischen Tanz, der im Dezember im Kulturzentrum Pavillon Premiere haben wird. Weitere Informationen und Anmeldung unter 0511/4500 1082 oder compagnie-fredewess

Fredewess/U. Micha/S.Lappe

Veröffentlicht 25.06.2019


La Traviata zum mit nach Hause nehmen

Die gefeierte Opernaufführung jetzt auf DVD

Nach sieben Jahren mit 50 ausverkauften Vorstellungen an der hannoverschen Staatsoper musste das Publikum im Januar 2019 Abschied von Benedikt von Peters „La Traviata“-Inszenierung nehmen.

Doch jetzt gibt es die beliebte und gefeierte Inszenierung mit Nicole Chevalier als Violetta Valerie auf DVD für zu Hause. Ab sofort können Zuschauer*innen und die herzzerreißende Soloshow hautnah und so oft wie sie wollen miterleben. Der Mitschnitt mit fünf Kameras entstand anlässlich der Generalprobe der Wiederaufnahme im Dezember 2018.
 
Die DVD ist für 19,90 Euro an der Kasse im Opernhaus und im Opernshop erhältlich.

Staatsoper/Ute Micha/Sigrid Lappe

Nicole Chevalier als begeisternde Violetta. Foto Thomas Jauck

Veröffentlicht 24.06.2019


Die Näh- und Singegruppe

Das Kultduo Die Bösen Schwestern singen ihre liederlichen Chansons

Die Näh- und Singegruppe ist in der Marlene (Prinzen-/Ecke Alexanderstraße) immer wieder die zu Gast.

Magda „Matitschku" Anderson ist ihrem Pastor Engel katholisch ergeben, Anita Palmerova kippt lieber ein paar Likörchen und singt liederliche Chansons. Wenn nur Bruder Benedickt endlich käme, dessen frommen Vortrag die beiden Weiber von der Näh- und Singegruppe „Nähen für den Hunger" künstlerisch begleiten sollen. Aber der wartet am Flughafen auf sein Gepäck. 

Mit frommen Liedern, viel Eierlikör und Sahnekuchen, erbaulichen Gesprächen und fliegenden Teekannen warten Magda und Anita auf Pastor Engel, den falschen Bruder und das jüngste Gerücht....

Buch, Regie und die musikalischen Arrangements stammen aus der Feder des Hannoveraners Adrian Anders, der sich auf der Bühne in Magda verwandelt. Ihm zur Seite steht wie immer Chris Palmer, der in die Rolle der „Exil-Chansonette" Anita Palmerova schlüpft. Als Kult-Duo Die Bösen Schwestern ziehen Anders und Palmer einen Lacher nach dem anderen für das Publikum aus dem Hut.

Infos und weitere Termine: boeseschwestern.

Veröffentlicht 26.05.2019