OPER - SCHAUSPIEL - TANZ


Gastspiel "Stardust" in der Staatsoper fällt ersatzlos aus

Complexions Contemporary Ballett aus New York darf nicht tanzen

Das Gastspiel "Stardust" - From Bach to Bowie" des Complexions Contemporary Ballettes aus New York, das in der Staatsoper ursprünglich vom 14. bis 19. Juli stattfinden sollte, muss aufgrund behördlicher Anweisung abgesagt werden.

Der Eintrittspreis wird erstattet, die Tickets können an der Stelle zurückgegeben werden, an der die Karten gekauft wurden. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Staatsoper und Schauspiel geben Gutscheine für Tickets

Geprobt wird wieder ab 11. Mai 2020

Diese Saison findet definitiv nicht statt: Staatsoper und Schauspiel nehmen alle Repertoirevorstellungen bis zum Ende dieser Spielzeit aus dem Verkauf. Die Intendantinnen Laura Berman (Staatsoper) und Sonja Anders (Schauspielhaus) entwickeln mit ihren Teams kleine Formate, mit denen sich die Künstler und Publikum trotzdem vor der Sommerpause unter Beachtung der Hygienevorschriften begegnen können. Geplant ist derzeit, dass beide Häuser den Probenbetrieb ab 11. Mai wieder aufnehmen.

Für die Veranstaltungen bis zum Spielzeitende wird der Kartenpreis als Gutschein mit einer Gültigkeit  bis zum 31. Dezember 2021 automatisch per E-Mail oder auch per Post zugestellt.

Abonnenten des Staatstheaters erhalten dann eine automatische Rückbuchung über den anteiligen Wert ihrer nicht besuchten Abo-Vorstellungen auf das Abo-Guthaben. Und der Wert wird dann automatisch bei der Abrechnung des Abos für die Saison 2020/2021 berücksichtigt.

Weiterhin sind auch Staatsoper und Schauspiel für ihr Publikum da und haben alle digitalen Angebote unter dem Titel "On Air" gebündelt. Zu finden sind im Netz vollständige Inszenierungen im Stream sowie viele Video- und Audio-Produktionen abrufbar, die auch laufend ergänzt werden.

Von kleinen Lesungen, Gesprächsformaten bis hin zu größeren Hörstücken, Mitmach-Formaten, Konzerten und kleinen digitalen Performances ist alles dabei. Und jeden Freitag veröffentlicht das Schauspiel seinen digitalen Spielplan für die nächsten sieben Tage.

Dass das alles gravierende Auswirkungen auf die kommende Saison haben wird, ist allen klar!

Die Staatstheater veröffentlichen ihr überarbeitetes Programm für die Spielzeit 2020/2021 voraussichtlich am 15. Mai, die Änderungs- und Kündigungsfrist für Abonnements verlängert sich dann bis zum 14. Juni.

Schauspiel und Oper wünschen sich: Bleiben Sie beiden Häusern gewogen!!!

staatstheater-hannover/on-air

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Schauspiel Hannover On Air

 Schauspiel Hannover bringt seine Online-Aktivitäten auf die digitale Bühne

Unter dem Titel „staatstheater-hannover.digitaler-spielplan“ ist ein Spielplan mit digitalen Angeboten auf der Website des Schauspel Hannover abrufbar. Für die jeweils kommende Woche werden hier alle Streaming-Termine sowie die Veröffentlichung von neuen Podcast- und Video-Formaten angekündigt: schauspielhannover.

Der kostenlose Video-Stream antigone.einrequiem von Thomas Köck in der Regie von Marie Bues als, wurde von ca. 2.500 Personen aufgerufen.

Die Ensemblemitglieder sind weiterhin mit der täglichen Video-Reihe #wieesgewesenwäre präsent. Jeden Samstag zur Theaterzeit um 19.30 Uhr sind Inszenierungen aus dem Repertoire zu sehen. Vor jedem Stream führen die Dramaturg*innen des Schauspiel Hannover per Video in das Stück ein.

Viele Ensemblemitglieder erarbeiten Lesungen und Hörspiele: Den Auftakt machten Wolf List und Jana Lissovskaia mit „Ein Gespräch in Briefen... Marina Zwetajewa und Rainer Maria Rilke“ sowie Sebastain Jakob Doppelbauer mit „Spielplatz der Helden“ von Michael Köhlmeier.

Die Podcast-Reihe „Titel. Thesen. Träume“ setzt sich mit aktuellen Fragen des Seins auseinander.

Auch bekannte Bühnenformate wie die Gesprächsreihe „Senf dazu“ werden als Audio-Format fortgeführt. Ensemblemitglieder sind weiterhin mit der täglichen Video-Reihe „#wieesgewesenwäre“  präsent. Und auch die Jugendclubs verlagern ihre Produktionen auf die digitale Bühne.
Viele weitere Formate sind in Planung: interaktive Formate, bei denen auch das Publikum zur Teilnahme aufgefordert wird, musikalische Projekte, Online-Soaps, Workshops und Speeddatings, Theater-Yoga sowie Interviews, Essays und kleine Reportagen.

Sämtliche Video- und Audio-Produktionen wurden ausschließlich im Homeoffice koordiniert, aufgenommen und produziert. Sonja Anders: "So bitter die aktuelle Lage für uns alle auch ist, so bringt sie doch ein unglaublich kreatives Potenzial hervor. Und ich bin froh, dass sich unser Ensemble mit so viel Energie in die Sphären des Digitalen stürzt."
Und schon jetzt ist geplant, einige der neuen digitalen Formate auch nach dem Corona-Shutdown fortzuführen.

Schauspiel/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha. PreDiNo


Im Netz durch die Hamburger Theater streifen

Lange Nacht der Museen in Hamburg war komplett digital

Die Lange Nacht der Museen in Hamburg war in der Nacht zu Sonntag komplett digital erlebbar. Gemütlich vom Sofa aus konnten die Couchpotatos über Facebook und Youtube unter virtuellen Rundgängen, Führungen und Liveschaltungen in 38 Museen der Hansestadt wählen.

Über Facebook waren 74 000 erreicht worden,  23 000 Zugriffe wurden über die Veranstaltungswebsite gezählt.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

27.04.2020


Premiere des Musiktheaters "Zählen und Erzählen" auf Facebook zu sehen

Die Staatsoper lässt sich was einfallen!

Auf absehbare Zeit finden keine Vorstellungen in der Staatsoper Hannover statt. Nun werden neue und ungewohnte Wege beschritten: Die Premiere des Musiktheaters für Unerwachsene "Zählen und Erzählen" von Mauricio Kagel wird live auf Facebook gestreamt.

Das bis dato noch ungesehene Stück wurde von Kindern der Grundschule Haste so einfach erfunden! Und die "Großen" Opernprofis setzten es daraufhin in die Tat um und helfen so mit, dieses sagenhafte Stück dann auch zu erschaffen.

Szenenfoto "Zählen und Erzählen". Foto Clemens Heidrich

Zählen und erzählen bleibt aber was der Untertitel verspricht: Musiktheater für alle Unerwachsenen. Mauricio Kagel als Komponist versteht, eine gewisse Leichtigkeit in die Musik des 20. Jahrhunderts zu bringen, entwickelte die Idee zu diesem Stück 1976. Und was dann aufgeführt wird, entsteht immer wieder neu.

Die teilnehmenden Kinder denken sich eigenständig Geschichten aus, die dann in Musiktheater verwandelt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Choreografen-Wettbewerb erst 2021

„Think Big 2020“ - Residenzprogramm für junge Choreograf*innen verlegt

Auch vor dem mit dem Staatsballett Hannover, Leitung: Marco Goecke, durchgeführten Projekt „Think Big 2020“ - Residenzprogramm für junge Choreograf*innen in Hannover“ machen die Auswirkungen der Einschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie nicht halt: Das Nachwuchsförderungsprogramm verschiebt sich auf 2021. 

Die ursprünglich für dieses Jahr ausgewählten Stipendiat*innen Gizem Aksu, Eduardo Vallejo Pinto und Anibal dos Santos werden ihre Projektideen nun im Sommer 2021 realisieren und in Hannover mit großem Ensemble proben. Die Ergebnisse werden dann im Rahmen von TANZtheater INTERNATIONAL 2021 uraufgeführt. 

Auf der Website tanztheater-international werden schon jetzt die jungen Choreograf*innen in Form eines Videos.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

23.05.2020


„Das ist eine große Ehre“

Stephan Zilias wird neuer Generalmusikdirektor an der Staatsoper Hannover

Mit einem herzlichen Lachen präsentiert Opern-Intendantin Laura Berman den neuen Genralmusikdirektor Stephan Zilias, der von Berlin nach Hannover wechselt. Was für ein Gewinn! Und der neue Generalmusikdirektor Stephan Zilias freut sich offensichtlich über die Berufung an die Staatsoper Hannover. Er wird ab der Saison 2020/2021 für fünf Jahre das musikalische Geschehen in dem traditionsreichen Opernhaus  mitbestimmen.

Nach dem GMD-freien Jahr sei der Wunsch im Orchester auszumachen, nach einer Person, die die Richtung vorgibt und dem Orchester sagt, wo die Reise hingehen soll. Kooperation sei ganz wichtig. "Man muss als Dirigent schon ins Orchester hineinhören. „So wie es andere Dirigenten machen, die ihr ganz persönliches Ding durchziehen, so funktioniere das heute nicht mehr. Man muss auf Kritik und Anregungen reagieren können." Und durch einen künstlerischen Beirat werde das Orchester in die Programmgestaltung einbezogen.

Stephan Zilias © Simon Pauly

Es ist auf jeden Fall gut angelaufen, eine „entspannte, produktive Atmosphäre" hat er in der Zusammenarbeit mit dem Orchester gespürt. „Das hat ein sehr großes Potential." Und das will Zilias für ein weites Repertoire dann auch nutzen, die Namen Bruckner und Schumann fallen, das französische Repertoire und auch die Moderne kommt nicht zu kurz.

„Als Konzertgänger muss man immer das Gefühl bekommen, es ist richtig, dass dieses Stück jetzt hier gespielt wird."

Und was ist mit Wagner? „Es ist ein großes Glück, jetzt an einem Theater mit Orchester, Chor und Ensemble zu arbeiten, die so etwas auf die Beine stellen könnten."

Eine Lieblingsoper hat Stephan Zilias auch: "Wozzeck" von Alban Berg. "Die habe ich rauf und runter gehört, das lief bei uns zu Hause pausenlos." Und plaudert er noch mehr Geheimnisse aus? Ja, er sagt: "Ein Jahr habe er Ballettunterricht gehabt  - aber tanzen kann ich bis heute nicht“.

Warum wurde Stephan Zilias ausgewählt? "Er hat einfach alle unsere Kriterien erfüllt", sagt dann Laura Berman, wie immer mit einem breiten Lachen. Gelernt hat Zilias bei Dirigentenstar Donald Runnicles, der auch mal Kapellmeister an der hannoverschen Staatsoper war.

Auch hat der neue Generalmusikdirektor die jungen Menschen im Blick: „Wir müssen rausgehen, auch an andere Spielorte in Hannover.“ Und die Schulen müssen verstärkt angesprochen werden. Hannover hätte an Kultur so viel zu bieten. „Wir reden hier von einer Stadt, die in dieser Hinsicht richtig groß aufgestellt ist."

staatstheater-hannover/stephan-zilias.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Bösen sind leicht gefunden. Aber die Guten?

Bohuslav Martinůs Oper „The Greek Passion“ wirft eindringliche und aktuelle Fragen auf

Was braucht es, um ein guter Mensch zu sein? Gibt es eine Identität ohne die Abgrenzung gegen Andere? Bohuslav Martinůs Oper „The Greek Passion“ wirft eindringliche und aktuelle Fragen auf, die am Grundverständnis einer Gemeinschaft und der gesellschaftlichen Rolle jeder*s Einzelnen rühren. Ab dem 21.März wird die Oper in der Neuinszenierung von Barbora Horáková im Opernhaus zu sehen sein.
 
Die Premiere läutet gleichzeitig das Festival: „Passionen“  ein, das Passionsgeschichten und den Umgang mit ihnen aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen Genres thematisiert.

 Zum Inhalt: Ein Dorf zur Zeit des Griechisch-Türkischen Krieges 1919–1922. Die Bewohner*innen bereiten sich auf die jährlichen Passionsspiele vor, als eine zweite, ebenfalls griechische Dorfgesellschaft auf der Flucht vor türkischen Truppen um Aufnahme bittet. Sofort folgt die Probe aufs Exempel: Was bedeutet die christliche Heilslehre im Ernstfall?
Bohuslav Martinůs Oper The Greek Passion“  legt den Finger in die Wunde der gesellschaftlichen Verantwortung jeder*s Einzelnen und stellt die Frage, ob eine Gemeinschaft durch Zugezogene in ihrer Sicherheit bedroht wird. Wie akut das Thema heute ist!

Die Inszenierungen von Barbora Horáková kennzeichnet ein psychologisch genauer Blick, der das Hadern der Bühnenfiguren unmittelbar erfahrbar macht.  

Staatsoper/ Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

05.03.2020 


Händels "Alcina" ist Verführung pur!

Ein Spektakel für die Sinne

Kein Zeitalter hat sich mit dem Theater tiefer eingelassen als das Barock, keines hat es tiefer verstanden. Das Barock hat das Theater zum vollständigen Abbild und zum vollkommenen Sinnbild der Welt gemacht (Richard Alewyn, das große Welttheater 1959).

Es knistert nur so vor Spannung: Endlich wird "Alcina" wieder in der Staatsoper Hannover gespielt. Spannend, ideenreich und mit viel Esprit hat Regisseurin Lydia Steier die Zauberoper auf die Opernbühne in Hannover gebracht, und - was für eine Diva steht auf dort auf der Bühne! - die hier in Hannover schon lange nicht mehr gesehen und gehört wurde. Einfach fantastisch!
Es ist nicht nur ein Seh- sondern auch ein musikalisches Ereignis: Mit Rubén Dubrovsky steht ein ausgewiesener Experte für Barockmusik am Pult der
Staasoper Hannover. Die Zauberin wird von der Sopranistin Hailey Clark verkörpert, die auch in "La Juive" die Titelpartie und zuletzt die Musetta in "La Boheme" sang.

Was das Wechselbad der Gefühle angeht, steht "Alcina" ganz im Geiste der barocken Komödie, wo zwischen Lachen und Weinen, Glück und Verzweiflung oftmals nur ein winziger Augenblick liegt und ein einziges Stichwort sofort die ganz großen Affekte raus lässt. Doch gleichzeitig ist die Oper aber auch ein "dramma per musica": So schnell sich die Figuren ver- und entlieben mögen, so tragisch ernst ist jeder Schmerz, jeder Verlust und jede Angst - und so tief empfunden Händels Musik. Zu sehen ist aber auch ein guter Schuss Broadway, der durch Haily Clark fantastisch verkörpert wird. Und das Publikum dankt es mit minutenlangem Applaus für Sänger und Musiker.

Regisseurin Steier ist es gelungen, ein knallbuntes Werk auf die Bühne zu bringen, das ist ein Hybrid aus der großen Zeit des Barock und gleichzeitig großer Oper – was Haily Clark ohne wenn und aber rüberbringt. Gänsehaut pur! Denn sie, die die "Alcina" verkörpert, hat das gewisse "Etwas" das "Magische" eine Bühnenpräsenz, die unglaublich ist, das kennt man nur von großen Diven!

Und die Auftritte sind ein Augenschmaus - einmal in weißem Pelz vor sternenglitzerndem, unheimlichem und dunklem Nachthimmel - toll zu erleben. Und die Showtreppe - wie für sie gemacht - mit leuchtenden Bananen, ja und wenn sie das "Ombre Pallide" singt,  da spielt sie ihre prachtvolle Stimme voll aus.

Das Gegengewicht zu Haily Clark ist Vince Yi, der perfekte Countertenor mit seiner samtig-weichen Stimme, das geht durch und durch wenn er "Verdi prati" schmachtend dem Publikum entgegen singt. Das reißt das Publikum schon aus den Opernstühlen.

Es ist eine wundervolle und eingängige Inszenierung mit ausgesprochen vielen und wunderbaren Regieeinfällen von Lydia Steier. Sie führt das Publikum mit leichter Hand  in zwei Welten, einmal in die der "Alcina" - ein Zauberreich mit bunter Mischung, bunt und fantasievoll auch die Kostüme. Die verzauberten Männer zeigen recht viel Haut, die Köpfe aber werden unter Fantasiemasken versteckt.

Grandiosen Beifall gab es dann auch für den steppenden Azteken Orante (Rupert  Charlesworth). Auch wurden von der Regisseurin coole Gags eingearbeitet, wie das heitere Menschenopfer mit herausgenommenen Gummiherzen und meterlangen Gedärmewürsten. Die Drehbühne zeigt ein nie überladenes Bühnenbild, das sich wie alles in der Oper auch, wiederum schnell verändert.

Und die andere Welt: Blitzschnell ist die Gegenwart da, die zum Beispiel die des Ruggiero, in die rückverwandelten Menschen am Ende wieder zurückkehren: Mit grauen Anzügen, grauen Krawatten und Melone, denn auf dieser Seite der Welt geht es förmlich zu. Hier wird in der Welt der Schreibtische gearbeitet und Geld verdient. Und Spaß haben auch die Menschen in Finanzkreisen - die hauen so richtig rein, das zeigt das ausgedehnte Schluss-Tableau mit seiner barocken Betriebsfeier!

Das Orchester (unter anderem auch verstärkt durch herausragende Gäste) war in wunderbarer Hochform, und kam mit den barocken Anforderungen ausnahmslos super klar.

Ruben Dubrovsky macht dann auch Händel so unendlich einfallreich hörbar. Er hält stets den Kontakt zum Bühnengeschehen und lässt den Protagonisten für die großen Auftritte dann auch genügend Raum. Und der wird von den Sänger*innen auch genutzt, wie Veronika Schäfer als frecher Oberto, Mercedes Arcuri als stimmlich verführerische Morgana, Avery Amereau als liebendleidende Bradamante.

Die Produktion der Händel Oper "Alcina" ist eine Übernahme von der Baseler Oper.

Im Opernhaus wurde ein großes Barock-Theater geboten und so macht Händel einfach richtig Spaß!!

Ute Micha, Presse Dienst Nord, Sigrid Lappe, Hannover Woche

10.02.2020


Mit einer Intrige wird der Graf schachmatt gesetzt

Figaros Hochzeit begeistert das Publikum im Ballhof Eins

Am Hofe des Grafen Almaviva nahe Sevilla hätte die Klatschpresse von heute ein gefundenes Fressen: Kammerdiener Figaro und Kammerzofe Susanne wollen sich in wenigen Stunden das Ja-Wort geben. Doch Graf Almaviva pocht auf die Privilegien seines Standes: das „Recht auf die erste Nacht“. Figaro schmiedet eine tollkühne Intrige ...

Der ungarische Regisseur András Dömötör inszeniert „Figaros Hochzeit“ von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais politisch, turbulent, pfiffig und humorvoll zugleich. Es ist ein wahrer Spaß und das Publikum ausnahmslos begeistert.

Auch die Bühne (Sigi Colpe) trägt dazu bei: Die stilisierte Krone, in deren Klappen die Schauspieler verschwinden oder daraus auftauchen, verlangt von den Schauspielern halsbrecherische Turnübungen – meisterhaft bewältigt von dem hervorragendem Darstellerteam.

Wie immer unsere Empfehlung: Das informative Programmheft kaufen – zum vorher und nachher Lesen!

Auch der erste Teil der Figaro-Trilogie ist aktuell im Programm der Staatstheater zu erleben: Bei Vorlage einer Eintrittskarte für die Oper „Der Barbier von Sevilla“ (Teil 1) oder für das Schauspiel „Figaros Hochzeit“ (Teil 2) erhalten Besucher an den Kassen 25% Ermäßigung beim Kartenkauf für das jeweils andere Stück!


7. NDR Klassik Open Air fällt aus!

In diesem Jahr hätte es "Carmen" beim NDR-Klassik Open Air gegeben.


La Traviata zum mit nach Hause nehmen

Die gefeierte Opernaufführung jetzt auf DVD

Nach sieben Jahren mit 50 ausverkauften Vorstellungen an der hannoverschen Staatsoper musste das Publikum im Januar 2019 Abschied von Benedikt von Peters „La Traviata“-Inszenierung nehmen.

Doch jetzt gibt es die beliebte und gefeierte Inszenierung mit Nicole Chevalier als Violetta Valerie auf DVD für zu Hause. Ab sofort können Zuschauer*innen und die herzzerreißende Soloshow hautnah und so oft wie sie wollen miterleben. Der Mitschnitt mit fünf Kameras entstand anlässlich der Generalprobe der Wiederaufnahme im Dezember 2018.
 
Die DVD ist für 19,90 Euro an der Kasse im Opernhaus und im Opernshop erhältlich.

Staatsoper/Ute Micha/Sigrid Lappe

Nicole Chevalier als begeisternde Violetta. Foto Thomas Jauck