WIRTSCHAFT


Nord/LB verkauft erste faule Schiffskredite

Finanzinvestor Cerberus Capital hat sie übernommen

Die Norddeutschen Landesbank (Nord/LB)  hat  die ersten faulen Schiffskredite an den Finanzinvestor Cerberus Capital verkauft. Insgesamt gehe es um ein Portfolio  in Höhe von 2,6 Milliarden Euro, sagte das angeschlagene Geldinstitut Mitte der Woche. Somit konnten die problematischen Altbestände an Schiffskrediten auf 4,9 Milliarden Euro gesenkt werden.

Zu den Konditionen des Verkaufs äußerte sich die Norddeutsche Landesbank nicht. Die Nord/LB musste wegen des schwierigen Schiffsfinanzierungsgeschäfts Milliardenverluste hinnehmen und soll nun von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie der Sparkassengruppe frisches Kapital bekommen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 08.04.2019   


Batterien sollen aus Deutschland kommen

Als „ganz und gar unverzichtbar“ hat Ministerpräsident Stephan Weil die Batteriezellfertigung in Deutschland bezeichnet. Denn der große Bedarf für eine solche Produktion stehe fest, auch dass damit Tausende Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, sagte Weil - und forderte „attraktive Standortbedingungen“.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.04.2019


Volkswagen und Siemens arbeiten Hand in Hand

Siemens soll 122 Volkswagen-Fabriken vernetzten

Dabei soll Siemens die weltweit 122 Volkswagen Fabrikationsstandorte vernetzten. Damit tritt der Industriekonzern dem Cloud-Bündnis von Volkswagen und Amazon bei. Es soll erreicht werden, dass die Fabriken des Autobauers produktiver arbeiten. Vor allem steuere Siemens sein Know-how in Sachen Automatisierung und Vernetzung bei - dies betreffe etwa die Qualität der Daten, die in die Cloud fließen, teilte das Unternehmen mit. Damit sei es nun möglich, die Maschinen und Anlagen effizient zu vernetzen, um komplexe Fertigungsprozesse zu verbessern.

Zur Erklärung: Cloud-Technologie bedeutet, dass Daten nicht länger lokal, sondern auf Servern externer Anbieter gespeichert werden. Die Amazon-Cloud ist zum Beispiel die Grundlage der Digitalisierung in Produktion und Logistik.

Damit soll erreicht werden, Abläufe besser zu steuern und effizienter zu fertigen sowie Lieferengpässe und Fehler frühzeitig erkennen zu können. Das Unternehmen Siemens und der Volkswagen Konzern  wollen zudem neue Funktionen für die  „Volkswagen Industrial Cloud“ entwickeln. Diese sollen auch anderen Partnern in der Datenwolke zur Verfügung gestellt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 30.04.2019


Gemeinsames Projekt EBU

VW will mit Partnern die Batteriezellherstellung erforschen

Gemeinsam will Volkswagen mit Partnern aus sieben EU-Ländern die Forschung zu Batteriezellen für E-Autos voranbringen. Aus diesem Grund schließen sich die Partner aus Industrie und Forschung zum Konsortium „European Battery Union“ (EBU) zusammen, teilte der Wolfsburger Autobauer mit. Gesetztes Ziel: ab 2020 umfassende Kompetenzen bei der Batteriezellfertigung aufzubauen.

Dabei gehe es sowohl um Rohstoffabbau sowie die Erforschung von Zelltechnologie- und Fertigungsprozessen bis hin zum Recycling von E-Auto-Akkus, hieß es. VW, Daimler und BMW hatten sich zuvor im Streit um den Antrieb der Zukunft auf die E-Mobilität geeinigt.

Das Konsortium, das von VW und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt geführt werde, will sich den Angaben nach an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen. Zuvor hatte Volkswagen bereits mit dem Bau einer Batteriezellfabrik in Deutschland Fördergelder des Bundes beantragt. Laut Wirtschaftsministerium haben mehr als 30 Unternehmen Interesse an einer Förderung neben Autobauern unter anderem auch Zulieferer und Batteriehersteller.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.03.2019


Durch Verkauf profitiert Merck und sorgt für Ergebnissprung

In 2018 steigerte der Pharma- und Chemieriese den Gewinn um fast 30 Prozent 

Der Verkauf des Geschäftes mit rezeptfreien Arzneien an den US-Konsumgüter- konzern Procter & Gamble sorgt bei Merck für einen Ergebnissprung. In 2018 steigerte der Pharma- und Chemieriese den Gewinn um fast 30 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit.

Der Umsatz kletterte von 14,5 Milliarden Euro imVorjahr auf jetzt 14,8 Milliarden Euro. Dabei drückten kräftige Währungseffekte das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis um knapp 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.04.2019 


Deutschland muss sich sputen, sonst verliert es den Anschluss

Künstliche Intelligenz ist ein Kernthema für die Industrie

Der Vorsprung des Auslands - vor allem Chinas - ist gewaltig und inzwischen uneinholbar, klagen die Verbände. Die Konjunktur-Dynamik im deutschen Maschinenbau lässt deutlich nach, meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). „Die Unternehmen leben derzeit vor allem vom Auftragsbestand", sagte Verbandspräsident Carl Martin Welcker (Foto) am Rande der Hannover Messe. Der VDMA halbiert daher die Produktionsprognose für 2019 von bislang zwei auf nur noch ein Prozent. „Die Dispute über Zölle und andere Handelshemmnisse verunsichern die Marktteilnehmer zunehmend und dämpfen die Investitionslaune", sagte Welcker. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Vorzeigebranche ist zuletzt trotzdem weiter gestiegen - um 33 000 auf knapp 1,07 Millionen. Das Produktionsvolumen lag 2018 bei rund 224 Milliarden Euro. Größter Absatzmarkt sind die USA, gefolgt von China.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.04.2019  


Niedersächsischer Landtag will Verlage von höheren Steuern für Digitales entlasten

Das Steuerrecht soll geändert werden
Der Landtag macht sich dafür stark, dass für digitale Veröffentlichungen von Zeitungsverlagen nicht länger höhere Steuern gefordert werden als für Printausgaben. Es werden derzeit für die gedruckte Zeitung 7 Prozent Mehrwertsteuer angesetzt, für die gleiche Ausgabe als E-Paper sind aber 19 Prozent fällig.

Fast alle Parteien im Landtag waren sich einig, dass eine solche Regelung keinen Bestand mehr haben dürfe. Die SPD und CDU forderten die große Koalition in Berlin auf, das Steuerrecht zu ändern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 

Veröffentlicht 04.04.2019 


Appkauf stornieren

Auch das geht: App-Fehlkauf kann in der Frist zurückgegeben werden

Kauft man im App-Store aus Versehen die falsche App, kann diese unter Umständen wieder zurückgegeben werden. Obwohl sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, erlauben das einige Anbieter ihren Kunden. Im Google Play Store ist es möglich, innerhalb von zwei Stunden einen Kauf zu stornieren. Wenn die App noch nicht benutzt wurde, gewährt Google für die Rückgabe sogar einen Zeitraum von 14 Tagen.

Kunden in Apples App Store haben bei Nichtgefallen sogar 14 Tage Zeit, eine Anwendung zurückzugeben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.04.2019


Im Länderdreieck entsteht ein Testgebiet für autonomes Fahren

Bei den Tests sollen Menschen in den Autos mitfahren

Ein Testgebiet für automatisiertes und vernetztes Autofahren soll bis Ende des Jahres im Dreilandereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich aufgebaut werden. Am 3. April werden die Verkehrsminister im luxemburgischen Schengen die ersten Projekte vorstellen.

Die Fahrzeuge sollen auf dem Straßennetz von Merzig über Saarlouis  und Saarbrücken nach Metz in Frankreich und weiter nach Luxemburg unterwegs sein. Während der Tests sollen Menschen in den Autos mitfahren.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Ein als Prototyp für autonomes Fahren genutztes Auto. Foto dpa                                                                                                 

Veröffentlicht 01.04.2019


Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen übersteigt alle Erwartungen

Die 167. Auktionsrunde bringt schon gut fünf Milliarden  

Eine weitere Milliardenmarke hat die Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen durchbrochen und damit wird mehr Geld in die Kasse gespült, als angenommen. Die Summe an Höchstangeboten und  Zahlungsverpflichtungen stieg bis 10. April auf gut fünf Milliarden Euro, wie die Bundesnetzagentur im Internet mitteilte. Es war bereits die 167. Auktionsrunde seit dem Beginn vor mehr als drei Wochen. Teilnehmer sind unter anderem die Deutsche Telekom, Vodafon und Telefonica (O2) sowie 1&1 Drillisch.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Manche nehmen es mit Humor:  Ein Bieter mit einer spektakulären  Krawatte. Foto dpa                                      Veröffentlicht 11. 04. 2019   


2 000 Mobilfunkmasten will Vodafone aufstellen

Für das Internet der Dinge will Vodafone sein Maschinennetz weiter ausbauen

Der Mobilfunkanbieter Vodafone plant dafür die Errichtung von rund 2 000 weiteren Mobilfunkmasten. Das Netz könne bis September dank hoher Reichweite 95 Prozent der Fläche in Deutschland versorgen. Und man erreiche damit  auch nahezu jede Milchkanne, teilte das Unternehmen mit. Allerdings setzt das Netzwerk nicht auf die fünfte Mobilfunkgeneration (5G), sondern verwendet LTE (4G).

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.03.2019


Traditionsporzellanmanufaktur Fürstenberg gerät in Schieflage

Über Auffangmaßnahmen wird nachgedacht

Bei dem in Schieflage geratenen Traditionsunternehmen Fürstenberg ist  unklar, ob das Land Niedersachsen die Porzellanmanufaktur als Eigentümer übernehmen wird. Bisher gibt es keine konkreten Beschlüsse noch Entscheidungen, verlautete es aus dem Finanzministerium. 

Fürstenberg gehört bisher zu 98 Prozent der Nord/LB,  die ihre Beteiligungen abgeben will. Eine Übernahme von Fürstenberg hatte jüngst Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) leise angedeutet. Die Manufaktur würde im Falle einer bereits angedachten Ausgliederung über die Beteiligungsgesellschaft HanBG in den Landesbesitz übernommen, hatte der Finanzminister zugesichert. vimeo.com/306992859

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 04.04.2019


Jürgen Kösters wird Chef des Börsen-Aufsichtsrates

Neuer Vorsitzender des Börsen-Aufsichtsrates

Die Regionalbörse Böag Börsen AG (Börse Düsseldorf, Hamburg, Hannover) hat einen neuen Aufsichtsrat. Zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums der Börsen-Trägergesellschaft wurde Jürgen Kösters, Ehrenpräsident der Niedersächsischen Börse Hannover, gewählt.

Neben weiteren Mitgliedern gehören auch Hinrich Holm, Vorstand bei der Nord/LB, und Immo Querner, Vorstand bei Talanx, dem Gremium an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.03.2019

Jürgen Kösters. Foto dpa 


SVN ist zufrieden mit dem Jahr 2018

Niedersächsische Sparkassen haben sich achtbar geschlagen

Der Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) ist zufrieden mit dem Jahr 2018. Die 42 Sparkassen des Landes hätten sich „achtbar geschlagen, sogar besser, als zu Anfang des Jahres erwartet“, sagte der Präsident des SVN, Thomas Mang (Foto SVN), beim Jahrespressegespräch.

Erfreut sei man vor allem über das gut laufende Kreditgeschäft mi dem Mittelstand und den Privatkunden. Mang: „Hier profitieren die Kunden der Sparkassen von der Niedrigzinssituation.“ Allerdings sei die Lage an der Zinsfront „völlig unübersichtlich“. Die Sparkassen wären schon froh, wenn die EZB wenigstens die Negativzinsen wieder aufheben würden, die die Sparkassen in Niedersachsen 2018 10,3 Millionen Euro gekostet hätten. Der SVN gehe aber davon aus, dass sich Sparkassen und ihre Kunden auf ein weiteres Jahr ohne Zinsen einstellen müssten.

Mang betonte, aktuell belasteten politische Unsicherheiten die gesamte Weltwirtschaft. Große Krisenthemen seien mit Wucht in unser Bewusstsein getreten und würden noch lange die Agenden in Europa und der Welt bestimmen. Die niedersächsische Wirtschaft sei aktuell zwar stabil, zeige aber mit einem vorhergesagten BIP von einem Prozent eine deutlich abgeschwächte Wachstumsdynamik. Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung im Land sei momentan das Baugewerbe, aber auch die Konsumlust der Verbraucher sei ungebrochen.

Mang wies daraufhin, dass die Sparkassen verlässliche und starke Partner des Mittelstandes seien. Deshalb forderten die Sparkassen nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für ihre mittelständische Kundschaft eine Entlastung von wachsender Bürokratie, steigenden Sozialabgaben, Kosten für die Energiewende und zusätzlichen Steuern. „Denn der Mittelstand als Seele unserer Wirtschaft ist uns wichtig, und wir Sparkassen sind ein Spiegelbild dieser mittelständischen Wirtschaft.“. Die niedersächsischen Sparkassen hätten im vergangenen Jahr Unternehmen und Selbständigen Kreditzusagen in Höhe von 8,9 Milliarden Euro gemacht. Durch die gute Konstitution des Mittelstandes hätten die Sparkassen das Neugeschäft im Vergleich zu 2017 um fast 308 Millionen Euro steigern können. Der Bestand an Krediten habe sich damit um 4,6 Prozent auf 41,3 Milliarden Euro erhöht. Auf Wachstumskurs befänden sich auch die Kundeneinlagen. Hier habe es einen Zuwachs von 3,9 Milliarden Euro oder 4,9 Prozent auf nunmehr 82 Milliarden Euro gegeben. Positiv entwickelt habe sich schließlich auch das Wertpapiergeschäft als Alternative zum Kontensparen.

Eine „Herausforderung nicht nur für Niedersachsen, sondern für die gesamte deutsche Sparkassen-Finanzgruppe“ nannte Mang die aktuelle Lage der NORD/LB. Gemeinsam mit den Trägern der Bank sei aber „in kürzester Zeit“ eine Auffanglösung entwickelt worden, die ein Kraftakt für alle Beteiligten bedeutet hätte. Sie sei aber die „Beste unter lauter schwierigen Alternativen.“ Die niedersächsischen Sparkassen seien mit einer Summe von 320 Millionen Euro dabei. Etwas 280 Millionen Euro betrage der Eigenkapitalzuschuss und rund 40 Millionen kämen aus dem Stützungsfonds. Das sei aber auch die „maximale Belastung der niedersächsischen Sparkassen“, stellte Mang fest. Dennoch sei er froh, dass die Sparkassen-Finanzgruppe sich in dieser Frage „geschlossen solidarisch“ gezeigt habe. „Wir sind optimistisch, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, erklärte Mang.                                                   

Volker Benke


Sparkasse Hannover mit erfreulicher Bilanz 2018

Deutschlands sechstgrößte Sparkasse steht stabil, sicher und leistungsstark da

Die Sparkasse Hannover ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2018. Die Bilanzsumme legte um 400 Millionen Euro zu, das gewerbliche Kreditgeschäft wuchs, die Kundeneinlagen und der Bestand an Immobilienfinanzierungen nahmen kräftig zu. Niedersachsens größte und Deutschlands sechstgrößte Sparkasse steht stabil, sicher und leistungsstark da und ist weiter Wirtschaftsmotor der Region.

Der Vorstand der Sparkasse Hannover stellt eine erfreuliche Bilanz vor: Jens Bratherig (stv. Vorstandsvorsitzender), Marina Barth, Dr. Heinrich Jagau (Vorstandsvorsitzender), Kerstin Berghoff-Ising (v.li.). Foto: Malte Mackenrodt 

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Heinrich Jagau, betonte, das Geschäftsergebnis für 2018 bestätige den 2016 eingeschlagenen Veränderungskurs. Nach wie vor eine der größten Herausforderungen für Banken und Sparkassen sei der Niedrigzins. Wir wären aber nicht Marktführer, wenn wir uns nicht permanent in Strategie und Kundengeschäft den Herausforderungen des Marktes stellen würden, sagte Jagau bei der Vorstellung der Bilanz. „Mit unserer regionalen Verankerung und der Nähe zu unseren Kunden und zur Wirtschaft dieser Region sorgen wir für eine effiziente und sichere Versorgung der Menschen und Unternehmen dieser Region.“ Die Kundennähe der Sparkasse definiere sich längst nicht nur als rein räumliche Nähe, sondern als intelligentes Zusammenspiel von regional und digital, erklärte Jagau. Die zufriedenstellende Geschäftsentwicklung sei ein Beleg für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodelles Sparkasse.

Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr auf 15,3 Milliarden Euro, ein Wachstum, das aus dem originären Kundengeschäft resultiere. „Bei geordneter Vermögenslage“ verfüge die Sparkasse Hannover aktuell über eine angemessene Kapitalausstattung, die ihr genügend Raum für Gestaltung biete, teilte Jagau mit. Die Eigenmittel seien auf 1,41 Milliarden Euro gestiegen. Vor dem Hintergrund steigender Kapitalanforderungen treffe der Vorstand Vorsorge, um das Eigenkapital weiter zu stärken. Dabei sei die Sparkasse in der komfortablen Lage, dem Verwaltungsrat eine Ausschüttung an die Träger in Vorjahreshöhe vorzuschlagen.

Nach wie vor nimmt im Kreditgeschäft die Finanzierung des Eigenheims den größten Stellwert ein. Das gesamte Baufinanzierungsgeschäft habe eine Bestandsausweitung um 210 Millionen auf rund 7.4 Milliarden Euro verzeichnet. Die Sparkasse sei damit der bedeutendste Baufinanzier in der Region, sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen und Selbständigen, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Jens Bratherig , im Vorstand zuständig für das Regionalgeschäft mit Privat- und Firmenkunden. Man freue sich über ein sehr gutes Neugeschäft, die Darlehenszusagen seien auf 928 Millionen Euro gestiegen.

 Auch 2018 hätte die Sparkasse Hannover wieder einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke in ihrem Geschäftsgebiet geleistet und zwar nicht nur indem sie dem Wirtschaftskreislauf aktiv finanzielle Mittel zugeführt habe. „Wir sind auch eine verlässliche Steuerzahlerin in bedeutendem Umfang“, sagte Jagau.

Überhaupt seien Sparkassen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen nach wie vor die wichtigste Bankengruppe für den Mittelstand. „Drei von vier deutschen Unternehmen sind unsere Kunden, mehr als jede zweite Existenzgründung wird von uns finanziert“, erklärte Marina Barth, die im Vorstand zuständig ist für das Mittelstandsgeschäft. Die Sparkassen gehörten zu den Institutionen mit dem höchsten Gründungs-Know-how. Dabei wachse das Firmenkundengeschäft der Sparkasse Hannover kontinuierlich, dadurch sei die Sparkasse „ein starker Motor“ des Wirtschaftsraums Region Hannover.

Der Personalbestand der Sparkasse Hannover ist 2018 planmäßig zurückgegangen. Am 31. Dezember 2018 arbeiteten 1.800 Menschen dort, Ende 2017 waren es 1.848. 

Und man wolle sich kontinuierlich gesellschaftlich engagieren. Deshalb habe die Sparkasse zusammen mit ihren Stiftungen in rund 550 kleine und große regionale Projekte aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, Bildung und Wissenschaft viel Geld und Zeit investiert.

Volker Benke

Veröffentlicht 22.02.2019


2017: Mehr Umsätze der Unternehmen und mehr Erwerbstätige in Niedersachsen

Wichtige Wirtschaftsbereiche legten zu:  das verarbeitende Gewerbe und der Handel

Niedersachsens Unternehmen haben im Jahr 2017 den höchsten Anstieg der Umsätze seit 2011 vorgelegt mit einer Zunahme von 3,9 Prozent. Seinerzeit hatten sich die Umsätze in einer Art Gegenbewegung zum Einbruch während der Finanzkrise 2008 sogar um 11,1 Prozent erhöht. Das hat das Landesamt für Statistik mitgeteilt. Danach haben in Niedersachsen 279.759 Unternehmen eine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben, das waren 2.208 Unternehmen mehr als im Vorjahr. Der Wert der Lieferungen und Leistungen lag bei einem Umsatz von fast 586,5 Milliarden Euro, damit summierten sich die Umsatzsteuervorauszahlungen, nach den Angaben des Statistikamtes, an den Staat auf 7,4 Milliarden Euro.

Entscheidend für das Gesamtergebnis war dabei die Entwicklung in den beiden wichtigsten Wirtschaftsbereichen Niedersachsen: Das verarbeitende Gewerbe legte um 3,6 Prozent zu und der Handel um drei Prozent. Außerdem wirkte sich die gute Entwicklung im Baugewerbe mit einem Anstieg um 8,7 Prozent positiv auf das Gesamtergebnis aus. Die stärksten Zuwächse gab es im Grundstücks- und Wohnungswesen (13,8 Prozent) und bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (11,5Prozent). Zugleich stieg die Zahl der Unternehmen mit einem Milliardenumsatz um eins auf 29. Diese 29 Unternehmen hatten 2017 einen Anteil von 34,6 Prozent am Umsatz aller Unternehmen.

Zeitgleich teilte das Landesamt für Statistik mit, dass sich im Jahr 2018 der niedersächsische Arbeitsmarkt weiterhin positiv entwickelt habe. Die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Arbeitsort in Niedersachsen erhöhte sich im Jahresdurchschnitt auf gut 4,12 Millionen Personen, das sind 57 500 mehr als 2017, ein Plus von 1,4 Prozent. Damit wurde 2018 der höchste Wert seit 1991 für Niedersachsen ermittelt. Dabei fielen die Zuwächse des niedersächsischen Arbeitsmarktes im Bundesvergleich leicht überdurchschnittlich aus. In Niedersachsen erhöhte sich die Zahl der Arbeitnehmer um 1,6 Prozent auf 3,75 Millionen, während die Gruppe der Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen um 0,7 Prozent auf 367.500 zurückging. Zugleich nahm die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten um 2,3 Prozent zu, wogegen die Anzahl der marginal Beschäftigten  - dazu zählen geringfügig entlohnte Beschäftigte, kurzzeitig Beschäftigte und Personen mit 1-Euro-Jobs, um 1,3 Prozent zurück.    

Volker Benke

Veröffentlicht 20.03.2019 


Umweltminister Lies will Wasserkraft stärker nutzen

Energiewende soll voran getrieben werden

Das Land Niedersachsen will noch stärker als bisher auf die Wasserkraft setzen. Damit soll die Energiewende vorangetrieben werden, so kündigte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Rande der Klausurtagung der SPD-Fraktion eine „Wasserstoff-Strategie" an. „Wir werden die Energiewende nicht erfolgreich bewältigen, wenn wir nur auf Strom setzen", begründete er. Wasserstoff sei anders als Strom leichter speicher-  sowie transportierbar und sowohl für die Industrie als auch für die Mobilität interessant.

Allerdings werde bei Fahrzeugen bisher jedoch zu sehr der Fokus auf Strom gelegt.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Santjer betonte, Wasserstoff könnte direkt an Windanlagen auf hoher See aus Strom generiert und per Schiff an Land gebracht werden. „Niedersachsen kann ein Vorzeigeland in Sachen Wasserstoff werden", so Santjer. Cuxhaven könnte ein entsprechender Modellstandort werden. Auf der Bahnstrecke Cuxhaven-Buxtehude fahren seit September 2018 erstmals zwei mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenzüge. In 2022 soll in Niedersachsen eine 100 Megawatt starke Power-to-Gas-Pilotanlage starten, die Ökostrom,  Wasserstoff oder Methangas erzeugt.  

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 13.03.2019


Heimische Energiepotenziale sind wichtig

Bundesregierung setzt beim Umbau der Energielandschaft auf Integration erneuerbarer und konventioneller Energien

Als rohstoffarmes und damit importabhängiges Land sei Deutschland gut beraten, die heimischen Potenziale zu heben. Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) begrüße deshalb, dass die Bundesregierung nunmehr beim Umbau der deutschen Energielandschaft spürbar auf eine Integration von erneuerbaren Energien und konventionellen Energieträgern setze, sagte der Hauptgeschäftsführer des BVEG, Dr. Ludwig Möhring (Foto). Der vom Bundeswirtschaftsministerium angestoßene Dialogprozess „Gas 2030“ sei neben dem zu erwartenden Klimaschutzgesetz ein wichtiger Meilenstein für eine integrierte Betrachtung, wie nachhaltig CO² eingespart werden und zugleich Versorgungsicherheit und Bezahlbarkeit für die Verbraucher erhalten bleiben könne.  Erdgas sei unverzichtbar für erfolgreichen Klimaschutz. Gerade die Diskussion um den Kohleausstieg habe deutlich gemacht, dass Erdgas noch für Jahrzehnte gebraucht werde. Die gleiche Dynamik gelte auch für Erdöl als wichtigem Rohstoff für die Industrie und den Alltag vieler Menschen, betonte Möhring.

Dr. Ludwig Möhring. Foto gwf-gas  

Möhring sagte weiter, während die deutsche Erdölförderungauf konstantem Niveau geblieben sei, sei die Erdgasproduktion seit Jahren rückläufig. Sie decke aktuell nur noch sieben Prozent des Bedarfs. Möhring. „Wir könnten mehr! Wir stehen bereit, wieder mehr zu produzieren in Deutschland. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur sicheren Energieversorgung, der wegen der verbrauchsnahen Produktion eine günstige CO²-Bilanz aufweist. Die heimische Förderung habe Zukunft, denn sie trage zum Erreichen der Klimaschutzziele bei. Außerdem würden durch die heimische Förderung Arbeitsplätze, Technologie und Innovationspotenzial in Deutschland gehalten, was auch den Zugang zu internationalen Energiequellen schaffe. Allerdings, betonte Möhring, seien die Erdgas- und Erdölproduzenten mit kritischen Fragen insbesondere zu Verantwortung und Umweltschutz im Zusammenhang mit ihren Projekten konfrontiert, wie „viele Infrastrukturprojekte, ob Stromtrassen, Bahnstrecken oder Wasserversorgung.“ Sie würden von Widerständen begleitet. Die Erdgas-und Erdölindustrie sei deshalb dabei, ihr Engagement für Umweltschutz und Sicherheit noch aktiver und sichtbarer inden öffentlichen Diskurs einzubringen. „Wir wollen den Menschenim aktiven Dialog die Relevanz unserer Aktivitäten aufzeigen und das Bewusstsein dafür stärken.“ Wesentlich für die Akzeptanz zukünftiger Aktivitäten sei die frühzeitige Einbeziehung der Bürger in die Vorhaben, aber auch der breite gesellschaftliche Konsens über deren Sinnhaftigkeit.                     

Volker Benke

Veröffentlicht 16.03.2019


IHK für bürokratiearme Grundsteuer

Bei der erforderlichen Neuregelung der Grundsteuer wünscht sich Niedersachsens Wirtschaft ein einfaches Bewertungsverfahren, das zu einer bürokratiearmen Grundsteuer führt. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Niedersachsen, Dr. Horst Schrage, erklärte, es sei den Unternehmern nicht zu vermitteln, dass sie bei der Werteermittlung für die Betriebsgrundstücke womöglich einen enormen Aufwand betreiben müssten – und das nicht nur einmal, sondern möglicherweise alle sechs oder sieben Jahre.

Horst Schrage. Foto IHK Niedersachsen

Dieses Verfahren würde darüber hinaus auch Mehraufwand für die Finanzämter bedeuten und im Streitfall bei den Finanzgerichten, sagte Schrage. Bei einem erwarteten Steueraufkommen aus der Grundsteuer könne es nicht sein, dass ein erheblicher Teil davon in die Steuerverwaltung fließe, während der zu erwartende Bürokratieaufwand für die Unternehmen noch nicht einmal seriös beziffert werden könne, monierte Schrage.

Die IHK begrüße daher ausdrücklich die Linie des niedersächsischen Finanzministeriums, das dem zu erwartenden Bürokratieaufbau ebenfalls äußert skeptisch gegenübersteht. Schrage kritisierte auch die Heranziehung von Bodenrichtwerten für die Grundstücksbewertung: „Die Ermittlung von Bodenrichtwerten ist keine exakte Wissenschaft, führt im besten Fall zu Hilfsgrößen und ist daher sehr streitanfällig.“ Das könne als Grundlage für ein zukünftige Steuer nicht gewollt und gewünscht sein, meint Schrage. Er kritisiert, dass der Bundesfinanzminister und einige Bundesländer einen wertabhängigen Ansatz favorisierten, der nach Einschätzung vieler Experten zu einem deutlichen Anstieg an Verwaltungsaufwand führen würde.                                                

Volker Benke

Veröffentlicht 15.03.2019 


Meisterprämie für Handwerk wird verlängert

Niedersachsen will über 2019 hinaus weiter zahlen

Die Meisterprämie für Handwerker wird Niedersachsen auch nach dem Ende des laufenden Jahren 2019 weiterzahlen. Das kündigte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) im Landtag an. Zuvor hatten die Abgeordneten einen entsprechenden Antrag der FDP einstimmig angenommen.

Die im vergangen Jahr eingeführte Prämie für eine bestandene Meisterprüfung richtet sich an niedersächsische Handwerker, die ab dem 1. September 2017 ihre Meisterprüfung bestanden haben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.03.2019


Neuer Vorstand bei Talanx

Edgar Puls löst Christian Hinsch ab

Bei dem Versicherungskonzern Talanx löst der 45-jährige Dr. Edgar Puls den altersbedingt ausscheidenden langjährigen Vorstand Dr. Christian Hinsch (63) ab. Der Konzern gab einen entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss bekannt.

Hinsch scheidet mit Ablauf der Hauptversammlung am 9. Mai aus dem Vorstand aus und geht am 19. Juni in den verdienten Ruhestand.

Edgar Puls ist der neue Mann an der Spitze. Foto Talanx 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.03.2019 


NORD/LB punktet mit der Unterstützung von Energiewende und Digitalisierung

Bank im Ranking unter den Top 3 der Finanzierungsbanken für Wind-und Solarparks

Die NORD/LB ist stark bei der Digitalisierung und der globalen Energiewende engagiert und liefert durch ihr Projektfinanzierungsgeschäft messbare Beiträge. Dabei hat die Bank im Jahr 2018 national und international ein Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden Euro in entsprechenden Energie- und Infrastrukturprojekten generiert.

Sie gehört damit im Ranking des renommierten Branchenportals Inspiratia im Jahr 2019 zu den Top 3 der weltweit stärksten Projektfinanzierungsbanken für Wind-und Solarparks.

Windräder drehen sich für den Erfolg. Foto G. Lachmann

Obwohl der Markt für Projekte der Erneuerbaren Energien in Deutschland durch neue rechtliche Rahmenbedingungen besonders angespannt war, konnte die NORD/LB über ihre Teams in Oldenburg und Hannover mehr als 20 Projekte mit insgesamt mehr als 500 Millionen Euro Finanzierungsvolumen begleiten. Bei der Bank heißt es, erfreulich sei die damit verbundene Stärkung der norddeutschen Energiewirtschaft, ein Großteil der neuen Anlagen werde vom Windanlagenhersteller Enercon in Aurich gebaut.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bank, Dr. Hinrich Holm (Foto NORD/LB), der auch verantwortlich ist für das Structured Finance-Geschäft, betonte, durch die Finanzierung von Erneuerbaren Energieprojekten habe die NORD/LB einen Beitrag zur globalen Energiewende und damit zur Verlangsamung des Klimawandels beigetragen. Holm: „Für uns stehen die gesellschaftlich wichtigen Themen grüne Energie, Digitalisierung, soziale Infrastruktur und Mobilität im Fokus, deren Umsetzung wir lokal und global mit unseren maßgeschneiderten und mehrfach prämierten Finanzierungslösungen unterstützen.“

Das Aushängeschild für die Kompetenz der Bank in den europäischen Märkten ist die Finanzierung eines der größten Onshore-Windparks in Europa: Als alleiniger Arrangeur hat die NORD/LB mit dem Windprojekt Nysäter in Schweden eine Gesamtfinanzierung von rund 400 Millionen Euro strukturiert. Die dazu benötigten Turbinen werden vom deutschen Hersteller Nordex geliefert, womit die Finanzierungsaktivitäten der Bank im Ausland auch Arbeitsplätze im Inland unterstützen. Die Bank hebt zwei Deals im außereuropäischen Markt hervor: das Solarprojekt Sunraysia in Australien und in den USA die Finanzierung eines 383 MW-Windparkportfolios. Beide Projekte zeigten, daß die Expertise der NORD/LB für innovative und ressourcenschonende Repoweringprojekte gefragt ist.                     

Zukunftsweisend nennt die Bank auch ihr Engagement bei der Finanzierung von Glasfasernetzen für den Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets, um die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen. In diesem Bereich sei das Structured Finance Team mit einem Finanzierungsvolumen von rund 55 Millionen Euro in Deutschland und Frankreich erfolgreich.

Volker Benke


Beratung durch Digitalagentur kostenfrei

Handwerksbetriebe und Unternehmen sollen von Digitalagentur Hilfe erhalten
Kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen, die Fragen zu diesem Thema haben, sollen in Niedersachsen von einer Digitalagentur beraten werden. Mit Hilfe der vom Land finanzierten Einrichtung, deren Gründung das Kabinett jetzt beschlossen hat, sollen Unternehmen, die für sie passende digitale Lösungen aufgezeigt werden.

Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Die Digitalagentur, die am Innovationszentrum Niedersachsen (IZ) angesiedelt wird, soll auch über Fördermöglichkeiten die betreffenden Unternehmen informieren. iz-nds.de/

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Das ist was zum Nachmachen!

Mitfahr-App für Eltern und Kinder in Berlin und Dresden

Jetzt profitieren Familien in Dresden und Berlin von der Mitfahr-App des Startups Zouzoucar. Ziel ist es, alltägliche Fahrten zur Schule, zum Sportverein oder Kindergeburtstag zu bündeln. Die Kinder werden dabei von Personen gefahren, die die Eltern kennen und denen sie vertrauen. Mit Unterstützung von Volkswagen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden wurde die App für den deutschen und englischsprachigen Raum angepasst und ist jetzt in Dresden und Berlin in der Pilotphase.

Unnötiger Verkehr von Eltern soll vermieden, die Umwelt geschont und Kosten gespart werden. Dafür wurden die Kooperationen mit der „Dresden International School“ und „Waldschule“ in Berlin eingegangen. Die App unterstreicht den Wandel von Volkswagen zum Mobilitätsanbieter. Zouzoucar aus Frankreich ist eines von fünf Startups, das seit September 2018 in der dritten Runde im Gründer-Programm im „Future Mobility Incubator" der Gläsernen VW-Manufaktur  in Dresden arbeitet. Foto VW

Die Gläserne Manufaktur bietet im Rahmen des Startup-Programms Unterstützung: Betreuung durch Experten, etwa aus dem SpinLab (The HHL Accelerator-Programm der HHL Leipzig Graduate School of Management) aktive Arbeitsumgebung in der Manufaktur mit entsprechender IT-Infrastruktur, Kontakt zu Forschern, Entwicklern und Entscheidern von Volkswagen-Projektmanagement, Nähe zur Start-up-Szene sowie finanzielle und personelle Unterstützung durch die Stadt Dresden auch beim Thema Wohnraum.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Garbsen hat sein neues Amazon-Sortierzentrum offiziell eröffnet

Es ist das zweite Sortierzentrum in Deutschland

Amazon hat in Garbsen bei Hannover sein bundesweit zweites Sortierzentrum in Betrieb genommen. Lt. Amazon sind dort rund 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Versandhändler betreibt in Deutschland zahlreiche Logistikzentren, in denen Waren gelagert und verpackt werden. Im neuen Sortierzentrum in Garbsen kommen die Sendungen aus eben diesen Logistiklagern an, werden nach Auslieferungsgebieten sortiert und dann an Paketauslieferer weitergeleitet.

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres ging der Standortort in Betrieb. Nun, am 12.März, war dann die offizielle Eröffnung mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).


Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 13.03.2019


Outlet Store in Hannovers City

Zalando zieht im Herbst 2019 in die Große Packhofstraße ein
Das kann Hannovers City noch mehr beleben. Konkurrenz für die alteingesessenen Innenstadt-Händler - oder ein Magnet für neue Kunden in der City?
Der Internet-Versandhändler will nach eigenen Angaben im Herbst 2019 in Hannovers City einen Outlet Store eröffnen. Bundesweit entsteht der achte Laden des Onlinehändlers, schon jetzt werden bis zu 60 Mitarbeiter gesucht.

Die City-Händler bewerten die Belebung der City zunächst positiv. Zalando bietet in seinen Outlets sowohl Restposten großer Marken an aber auch Kleidung vergangener Kollektionen.

 So könnte er aussehen: Zalando Outlet Store

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hannover hat einen Preis für Digitalisierungsstrategie bekommen

Die Stadt Hannover ist mit einem Preis für ihre Digitalisierungsstrategie ausgezeichnet

Die Fachzeitschrift „eGovernment Computing" hat ihr auf der Wartburg in Eisenach den „Kommunal Award 2018" verliehen. „Ich bin überzeugt, daß digitale Lösungen dazu beitragen, die Lebensqualität für die über 544 000 Hannoveranern zu verbessern und unseren Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter zu stärken", sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Die Verwaltung hat neben einem Digitalisierungsbeauftragten auch Digitale Scouts in den verschiedenen Fachbereichen etabliert.

Als konkretes Projekt läuft bereits der Ausbau des städtischen Verkehrsmanagements. Die Verkehrslage erfasst mit dem neuen Verkehrsrechner in Echtzeit die Situation und verbessert zum Beispiel durch intelligent vernetzte Ampeln den Verkehrsfluss. Digitalisiert werden soll auch die Bauverwaltung. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


LANDWIRTSCHAFT


Bundesrat reagiert auf Initiative von Niedersachsen

Verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen

Der Bundesrat hat auf eine Initiative von Niedersachsen nun die verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen auf den Weg gebracht. Die Länderkammer habe sich einstimmig dem Entschließungsantrag angeschlossen, das den Bund zu einem entsprechenden Gesetzgebungsverfahren auffordert, teilte das Agrarministerium in Hannover mit.

Das Land will außerdem auch an Tierkörperbeseitigungsanstalten gelieferte Tierkadaver von Tierärzten untersuchen lassen. Anlass ist eine Studie der Tierärztlichen Hochschule, wonach es bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tiere Hinweise auf Krankheiten gab.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.03.2019


Zahl der Schweinehalter hat sich binnen acht Jahren fast halbiert

In Niedersachsen hat sich binnen acht Jahren die Zahl der Schweinehalter fast halbiert

Von 3 400 Schweinen im Jahr 2010 sank laut Landesbauernverband die Zahl der Schweinebauern bis zum November  2018 auf 1 800. Auch hat sich die Zahl der gehaltenen Schweine im selben Zeitraum reduziert - deutlich geringer von 565 000 Schweinen auf 471 000. Viele der Schweinehalter die ihren Betrieb dicht gemacht haben, nannten die politischen Unsicherheiten als Grund für ihre Entscheidung, so der Landesbauernverband.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.03.2019 


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden bekommen mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

https://www.regionalfenster.de/

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Haltung von Schweinen, Rindern und Kühen in Niedersachsen schrumpft

Im Land werden weniger Schweine und Kühe gehalten und es gibt weniger Milch 

Diese Information gehe aus einem bundesweiten Viehzählungs-ergebnis hervor, wie das Landvolk Anfang der Woche mitteilte. Der Bestand der Schweine schrumpfte von 8,71 Millionen auf 8,3 Millionen Tiere. Und die Zahl der Halter sank von 5 900 auf 5 400.

Auch die Zahl der Milchbauern sinkt, es werden weniger Kühe gehalten. Die Anzahl der Milchkühe reduzierte sich von November 2017 bis November 2018 um 1,9 Prozent auf 849 192 Tiere, teilte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft mit. Die Zahl der Betriebe ging um 4,2 Prozent auf 9 228 zurück. Im Durchschnitt hält demnach ein Milchviehhalter 92 Kühe. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Niedersachsen will mehr Ökolandbau

Landesregierung  will Modellregionen und Pilotprojekte einrichten  

Wenn es nach den Plänen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast geht, soll es in Niedersachsen bis zum Jahr 2025 doppelt so viele Ökolandbau Betriebe geben wie bisher.

Das kündigte die CDU-Politikerin nach einer Sitzung des Fachbeirats zur Förderung des ökologischen Landbaus an. Nach Angaben des Ministeriums gab es Ende des vergangenen Jahres 1 793 Bio-Höfe, das entspricht einem Anteil von 4,9 Prozent. Insgesamt bewirtschaften diese rund 100 000 Hektar. Um die Zahl der Ökobetriebe zu steigern, sollen Modellregionen und Pilotprojekte eingerichtet werden.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche