WIRTSCHAFT

 


Niedersachsens Konjunkturmotor läuft – Firmen wachsen und schaffen mehr Arbeitsplätze

Fast allen Branchen im Land geht es gut, besagt eine Umfrage der Kammern

So gut war der Konjunkturmotor von Niedersachsen noch nie am Laufen. Die Geschäftslage erreicht Rekordwerte, wie zu Zeiten der Wiedervereinigung, und auch die Aussichten sind in fast allen Branchen gut. Dies ergab die jüngste Konjunkturumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammer.

„Wir sehen einen stabilen Aufschwung auf breiter Basis“, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Niedersachsen (IHKN), Dr. Horst Schrage (Foto IHK).

In 2018 erwarten die Kammern ein Wirtschaftswachstum von 2 bis 2,5 Prozent in Niedersachsen. Nach Einschätzung der Kammern könnten rund 60 000 neue Arbeitsplätze entstehen.

„Unsere Wirtschaft wächst in diesem Jahr sehr viel schneller, als in der Vergangenheit“,  so Schrage. Die Politik müsse nun Planungskapazitäten  in den Behörden aufstocken, damit die Unternehmen investieren könnten wie beabsichtigt.

Außerdem müsse sie helfen, Fachkräfte zu gewinnen – auch aus dem Ausland. Rund 57 Prozent der befragten Unternehmen bezeichneten den Fachkräftemangel als größtes Geschäftsrisiko.

Vor allem die Autoindustrie, der Maschinenbau und die Elektrotechnik entwickeln sich stark. Die Bauwirtschaft arbeitet an der Kapazitätsgrenze. Viele Einzelhändler blicken jedoch skeptisch in die Zukunft: Trotz steigender Umsätze befürchten die Händler sinkende Gewinne. Grund: Die Online-Konkurrenz erklärte Schrage.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Volkswagen Finanzsparte „merklich“ über Rekordwert

VW Financial Services: Diesel-Skandal praktisch abgehakt

Die Volkswagen Finanzsparte hat bereits den Diesel-Skandal mit ihren Produkten bereits abgehakt. Die VW Financial Services (VWFS) haben 2017 ein Ergebnis „merklich“ über dem Rekordwert angesiedelt. Von 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr, sagte Finanzchef Frank Fiedler in der Landeshauptstadt Hannover. Das sei angesichts des schwierigen Umfelds „nicht wirklich absehbar“ gewesen.

 

Gute Geschäfte: VWFS-Filiale in Hannover. Foto Volkswagen

Das Diesel-Risiko steckt für die Konzerntochter vor allem in den Gebrauchtwagenpreisen: Fallen sie, sind Abschreibungen auf die Restwerte in Leasingverträgen nötig. Nach Unternehmensangaben sind die Restwerte für die Dieselmodelle in Deutschland aber innerhalb eines Jahres nur um durchschnittlich 0,4 Prozent gesunken. Gleichzeitig könne sich das Unternehmen nach Beruhigung der Lage wieder günstiger Kapital beschaffen – bei Finanzdienstleistern ein entscheidender Faktor.

Denn mit dem Autoabsatz des Konzerns wächst auch das Geschäft der Financial Services. Knapp 20 Millionen Kundenverträge hat VWFS im Bestand, 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei geht es um Kredite und Leasing, aber auch um Wartungsverträge und Versicherungen. In 2017 wurden rund 7,9 Millionen Verträge, knapp 5 Prozent mehr als 2016, generiert.

Mit der Abspaltung der Direktbank, die die direkte Tochter des VW-Konzerns ist, habe VWFS einfach mehr Spielraum, in neue Angebote zu investieren.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Volkswagen-Kernmarke schafft neues Ressort für E-Mobilität

Und ein neuer Vorstandsposten wird geschaffen

Die Volkswagen-Kernmarke setzt immer stärker auf E-Mobilität und führt dafür ein eigenständiges Vorstandsressort ein. Hier soll im Februar Thomas Ulbrich (Foto links) die Verantwortung für den Vorstandsbereich und die Produktion von Elektrofahrzeugen übernehmen. Dies teilte der Autobauer aus Wolfsburg mit. Ulbrich ist bei der Marke Vorstand für Produktion und Logistik. Sein Nachfolger  als Produktionsvorstand soll Andreas Tostmann werden, der bisher in gleicher Position für Seat zuständig war.

Thomas Ulbrich (51), der auf seinem neuen Posten auch für den Aufbau „von Europas größtem Kompetenzzentrum für E-Fahrzeuge in Zwickau“ verantwortlich sein soll, gehört seit 1989 dem Volkswagen-Konzern an. 2008 wurde er Produktionsvorstand bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. Seit April 2014 ist er Vorstand für Produktion und Logistik der Marke VW Pkw.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


California ist das „Reisemobil des Jahres 2018“

Leser von „promobil“ küren den California zum besten „Kompakt-Campingbus“.

Der California von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) gewinnt als beliebtester „Kompakt- Campingbus“ den Award „Reisemobil des Jahres 2018“.  Veranstaltet wird der Leserwettbewerb alljährlich von den zwei deutschen Fachzeitschriften „promobil“ und „Caravaning“.

Doch nicht nur die Reisemobil-Ikone California (Foto l. California "Red") liegt in der Gunst der Leser weit vorn: Parallel belegt der neue Crafter den dritten Platz in der Kategorie „Basisfahrzeuge“.

Verliehen wurden die Auszeichnungen zum „Reisemobil des Jahres 2018“ im Rahmen der größten europäischen Urlaubs-Messe, der CMT („Caravan Motor Touristik“) in Stuttgart.

35,1 Prozent der fast 16.000 teilnehmenden Leser der Zeitschrift „promobil“ (Motor Presse Stuttgart) votierten beim Wettbewerb „Reisemobil des Jahres 2018“ in der Kategorie „Kompakt-Campingbus“ für den California. Angeboten wird der Reisemobil-Bulli in den drei Ausstattungsversionen „Beach“, „Coast“ und „Ocean“. Preise in Deutschland: ab 43.220,80 Euro. Ein neuer Rekord: Mehr als 15.000 California wurden im letzten Jahr verkauft.

Aufbauhersteller favorisieren in der nächst größeren Reisemobil-Kategorie mit stark zunehmender Tendenz das modernste Nutzfahrzeug seiner Klasse: den Crafter (Foto oben). 32,6 Prozent sehen im neu entwickelten und 2017 erstmals an Kunden ausgelieferten Crafter das beste Basisfahrzeug für Reisemobile, die trotz Nasszelle und separatem Wohnbereich ein Höchstmaß an Alltagstauglichkeit bieten. Wie der California wird auch der Crafter optional mit Allradantrieb (4MOTION) angeboten. Damit sind diese zwei VWN auch für ganz große Abenteuer gerüstet.

Noch bis zum 21. Januar sind die Fahrzeuge von Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Reisemobile auf Basis aller vier Modellreihen (T-Baureihe, Caddy, Amarok und Crafter von über 20 verschiedenen Herstellern auf der CMT in Halle 7 zu sehen).

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


NORD/LB steht besser da als erwartet

2017 war für die Bank ein gutes Jahr

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hat die NORD/LB für 2018 eine sehr optimistische Neujahrsprognose für das deutsche und für das niedersächsische Wirtschaftswachstum abgegeben. Das Jahr 2017 habe sich deutlich besser entwickelt als von der Landesbank erwartet worden war, sagte der Vorstandsvorsitzende, Thomas Bürkle (Foto), bei der Vorstellung der Neujahrsprognose.

Die NORD/LB sehe die deutsche Wirtschaft „unter Volldampf“ auf eine Hochkonjunktur zusteuern. Für 2018 erwarte man ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,6 Prozent sowohl für Deutschland wie auch für Niedersachsen.

Optimistisch ist die Bank zugleich auch für die gesamte Eurozone, für die sie erstmals mit 2,5 Prozent ein höheres Wachstum als bei der USA erwartet. Auffällig sei, dass sich innerhalb der Währungsunion eine zunehmende konjunkturelle Konvergenz einstelle, sich die Wachstumsraten der einzelnen Länder also anglichen. Unter den fünf größten Volkswirtschaften der Eurozone hätten Spanien und die Niederlande die höchsten Expansionsraten, Deutschland verzeichne ein überproportional hohes Wirtschaftswachstum, nur in Frankreich und Italien bleibe die konjunkturelle Dynamik weiterhin unterdurchschnittlich.

Der Chefvolkswirt der Bank, Torsten Windels (Foto links), räumte beim Blick zurück ein, dass die Vorjahresprognose zu pessimistisch gewesen sei, der Blick nach vorn sei nun aber optimistisch. Die Inflationsrate werde unter zwei Prozent bleiben und Deutschland eine robuste Wachstumsrate zeigen, die nach Einschätzung der Bank vor allem von der Inlandsnachfrage getragen werde.

Rundherum positiv sei auch die Lage für Niedersachsen, das gelte vor allem für das verarbeitende Gewerbe. Sehr positiv sei auch die Auslandsentwicklung. Nach einem leichten Durchhänger im  dritten Quartal 2017 habe die niedersächsische Wirtschaft wieder deutlich zugelegt und sei auch gut ins neue Jahr gestartet. Das gelte vor allem auch für die gute Entwicklung im Baugewerbe. „Wir werden ein gutes, erfolgreiches Jahr in Niedersachsen erleben“, lautete die Prognose der Bank.

Für Deutschland wie für Niedersachsen bleibe ein besonderes Thema die Fachkräfteproblematik. Man müsse versuchen, ältere Beschäftigte länger im Job zu halten. Wichtig sei vor allem aber eine massive Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus den Euroländern, das habe nichts mit Flüchtlingen zu tun. Bei der guten  Konjunktur brauche Deutschland eine qualifizierte Zuwanderung von 400 bis 450 000 Arbeitskräften pro Jahr. Problematisch sei, dass es in Deutschland keine organisierte Zuwanderung gebe. Allerdings werde sich auf längere Sicht der Bedarf am Wirtschaftswachstum  orientieren müssen. Es könne daher auch sein, dass in schwächeren Jahren nur ein Bedarf von 200 000 zuwandernden Arbeitskräften bestehe.

Eher ungern wollte die NORD/LB auf die Schiffsfinanzierungsproblematik eingehen. Man könne aber feststellen, dass es teilweise eine leichte Erholung gäbe, die Charterraten seien aber immer noch zu niedrig.

Volker Benke


Neuer Sparkassen-Boss im Amt

Sparkassen-Finanzgruppe hat wieder einen Kapitän

Noch vor Weihnachten übernahm Helmut Schleweis (Foto) die Geschäfte der Sparkassen.

 

Damit übernimmt ein Sparkassen-Urgestein nach der Steueraffäre um Georg Fahrenschon die Geschäfte der Sparkassen-Finanzgruppe.

Helmut Schleweis begann seine Ausbildung 1973 bei der Sparkasse Heidelberg und ist ihr bis heute treu geblieben.

Nun hat er die Nachfolge von Georg Fahrenschon noch vor Weihnachten angetreten. Schleweis wurde von den regionalen Sparkassen –Verbänden vorgeschlagen. Auch das „Handelsblatt“ hatte schon über die Personalie berichtet.

Helmut Schleweis war Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Heidelberg. Damit haben sich die Regional-Verbände für ein echtes Urgestein entschieden. Der neue Sparkassenpräsident versteht sich als Integrator und will vor allem durch persönliche Überzeugungskraft bei den etwa 400 Sparkassen im Land punkten.

Thomas Mang, erster Vizepräsident des Deutschen Sparkassen-und Giroverbandes (DSGV): „Mit Helmut Schleweis übernimmt einer der profiliertesten und erfahrensten Sparkassenmanager die Aufgabe des DSGV-Präsidenten.“  

„Das einstimmige Votum des Verbandsvorstandes ist ein großer Vertrauensbeweis und bietet mir eine gute Grundlage für die schwierigen Aufgaben, die vor uns liegen“,  sagt Helmut Schleweis.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


2017 war ein gutes Gas-Jahr

Erfreuliche Nachricht – die Gaspreise bleiben stabil

Das ist eine gute Nachricht: Für Mieter und Haus- oder Wohnungseigentümer, die eine Gasheizung haben war 2017 ein gutes Gas-Jahr. Der durchschnittliche Gaspreis für Endverbraucher reduzierte sich von Januar bis November nach Daten des Internet-Portals Check24 um 1,2 Prozent. Damit liegt der Durchschnittpreis erstmals seit Jahren unter sechs Cent je Kilowattstunde.

Das Konkurrenzportal Verivox kommt mit einem Durchschnittspreis von 5,79 Cent zu dem Ergebnis von Check24. Das Gas war zuletzt 2005 so günstig. Preiserhöhungen  auf breiter Front müssen die Gaskunden erst einmal nicht befürchten. Der Großteil der rund 800 Gasversorger in Deutschland hält seine Preise stabil.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Neuer Sparkassen-Boss im Amt

Sparkassen-Finanzgruppe hat wieder einen Kapitän

Noch vor Weihnachten übernahm Helmut Schleweis (Foto) die Geschäfte der Sparkassen-Finanzgruppe.

Damit übernimmt ein Sparkassen-Urgestein nach der Steueraffäre um Georg Fahrenschon die Geschäfte der Sparkassen.

Helmut Schleweis begann seine Ausbildung 1973 bei der Sparkasse Heidelberg und ist ihr bis heute treu geblieben.

Nun hat er die Nachfolge von Georg Fahrenschon noch vor Weihnachten angetreten. Schleweis wurde von den regionalen Sparkassen –Verbänden vorgeschlagen.

Helmut Schleweis war Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Heidelberg. Damit haben sich die Regional-Verbände für ein echtes Urgestein entschieden. Der neue Sparkassenpräsident versteht sich als Integrator und will vor allem durch persönliche Überzeugungskraft bei den etwa 400 Sparkassen im Land punkten.

Thomas Mang, erster Vizepräsident des Deutschen Sparkassen-und Giroverbandes (DSGV): „Mit Helmut Schleweis übernimmt einer der profiliertesten und erfahrensten Sparkassenmanager die Aufgabe des DSGV-Präsidenten.“  

„Das einstimmige Votum des Verbandsvorstandes ist ein großer Vertrauensbeweis und bietet mir eine gute Grundlage für die schwierigen Aufgaben, die vor uns liegen“,  sagt Helmut Schleweis.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Israelisches Start-up für IT-Sicherheit von Conti übernommen

Continental übernimmt ein israelisches Unternehmen aus der IT-Sicherheitsbranche.

Mit Hilfe von 70 Experten von Argus Cyber Security werde man bei Conti Produkte in Zukunft besser vor Hackerangriffen geschützt sein, erklärte der hannoversche Autozulieferer. „Fahrzeuge werden heute immer stärker vernetzt. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist, dass die vernetzte Mobilität zu einem potentiellen Ziel für Hackerangriffe wird.“

In welcher Größenordnung der Deal zustande gekommen ist, darüber schweigt sich der Autozulieferer aus. Allerdings liegt er  israelischen Medien bei rund 400 Millionen Dollar!

Argus soll in Zukunft ein Teil von Elektrobit werden – eines zum Continental-Konzern gehörenden Softwareunternehmens mit Sitz in Erlangen. Auch in Zukunft wird Argus mit anderen Automobilzulieferern weltweit zusammenarbeiten, teilte der Autozulieferer Continental mit.

Presse Dienst Nord, Ute Micha /  Hannover Woche, Sigrid Lappe


Continental-Aktie auf Rekordflug

Spekulationen über mögliche Aufspaltung

Es wird schon mal spekuliert: Über eine mögliche Aufspaltung von Continental ist die Aktie des Unternehmens auf einen Rekordflug angestiegen. Seit Anfang der Woche stieg der Kurs der Papiere um mehr als 5 Prozent auf 257,40 Euro.

Wenn man auf die Meinung von Insidern hört, plant der hannoversche Autozulieferer den Aufbau einer Holding-Gesellschaft, um später Teile des Geschäfts leichter verkaufen zu können oder aber an die Börse zu bringen. Continental erklärte dazu, dass man Szenarien durchspiele, um das Unternehmen einfach flexibler auszurichten. Die Konsequenzen dieser Analysen seien aber offen.

CONTI-Chef Elmar Degenhardt hat nur Gutes zu berichten. Foto Continental 

Der Konzern hatte sich im vergangenen Jahr besser entwickelt als angenommen. Wie das Unternehmen nach Börsenschluss mitteilte, stieg der Umsatz um rund 8 Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die operative Marge erreichte damit knapp 11 Prozent. „Die Erfolgskurve von Continental zeigt wieder nach oben“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart nach der Bekanntgabe der vorläufigen Eckdaten. Beim Absatz von Winterreifen habe man das starke Vorjahr noch übertroffen.

Die Bilanz legt Continental am 8. März vor.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe  


Bauunternehmen Helma mit negativer Nachricht

Aktienkurs von Helma gerät ins Trudeln

Das aus Lehrte stammende Bauunternehmen Helma hat in der letzten Woche mit einer negativen Nachricht seinen Aktienkurs abwärts geschickt. Argument: Das Geschäft lief im vergangenen Jahr deutlich schwächer als eingeplant. Damit blieb der Auftragseingang mit 245 Millionen Euro um fast 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau und erreichte auch nicht die geplante Mindestgröße von 258 Millionen Euro. Auch dürfte der Umsatz nur in etwa die Vorjahreshöhe von 264 Millionen Euro erreichen. Damit wird die Zielgröße von 290 Millionen Euro dann doch erheblich verfehlt.

Verantwortlich für die Probleme war nach Unternehmensangaben die Wohnungsbausparte. Das Geschäft  mit Ferienimmobilien habe dafür einen Rekord erzielt.

Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte die Helma Eigenheimbau AG ihre Jahresziele in der Tasche. Daß nun nicht einmal die herabgesetzten Marken erreicht wurden, liege an knappen Ressourcen für die „qualitativ hochwertige Herstellung“ von Häusern und Wohnungen, hieß es. Finanzvorstand Gerrit Janssen verwies auf den Boom in der Baubranche. „Jeder Handwerker und Lieferant erlebt gerade eine goldene Zeit.“

Der Vorsteuergewinn soll immerhin an dem zurückliegenden Jahr im Zielkorridor zwischen 18,5 und 19,5 Millionen Euro zu finden sein. Künftig will das Unternehmen nur noch den geplanten Konzerngewinn nennen. Für das laufende Jahr werden 21 bis 22,5 Millionen Euro angepeilt und für das kommende Jahr 23,5 bis 26 Millionen Euro.

Daraufhin reagierte die Helma-Aktie mit einem zeitweiligen Kurssturz von 20 Prozent – konnte sich später allerdings wieder etwas erholen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Autonomes Fahren made in Hannover

Autonomes Fahren generiert Wachstumskurs: Millioneninvestment für videantis

Das hannoversche IT-Unternehmen videantis hat im Rahmen einer erfolgreichen Finanzierungsrunde Investments in Millionenhöhe eingeworben.

Neben der eCAPITALentrepreneurial Partners AG, einer deutschen Venture-Capital-Gesellschaft mit Fokus auf technologiegetriebene Wachstumsfelder, beteiligten sich auch die regionalen Beteiligungsfonds von hannoverimpuls mit einer siebenstelligen Summe.

videantis entwickelt Technologie für intelligente visuelle Sensorik, die eine der wichtigsten Voraussetzungen für selbstfahrende Autos ist.  Moderne Autos werden mit immer mehr optischen Sensoren ausgestattet. Die aufgezeichneten Video-Daten müssen zu aussagekräftigen digitalen Informationen weiterverarbeitet werden, damit das Auto „sehen“ kann.

Auch entwickelt videantis Prozessorarchitektur, die eine massive Rechenleistung bei niedrigem Energieverbrauch bietet.

Aus der steigenden Nachfrage ergeben sich erhebliche Wachstumschancen für videantis. Das Unternehmen will das zusätzliche Kapital vor allem zum Personalaufbau und für die weitere Etablierung im Markt einsetzten.

2004 hatte sich videantis als Spin-Off der Leibniz Uni Hannover gegründet. Mittlerweile ist das Team auf 15 Mitarbeiter gewachsen.

videantis sei das älteste und ein besonders potenzialträchtiges Investment. Schon 2006 hätten sie dem Startup mit einer stillen Beteiligung auf die Beine geholfen, freut sich Wolfgang Lubert, Beteiligungsmanager von Invest-Impuls. "Wir freuen uns, dass sich das Unternehmen seither so gut entwickelt hat und seine Technologie eine solch maßgebliche Rolle für den Erfolg selbstfahrender Autos und anderer Technologien spielt“, erklärt Lubert das Engagement.

Dr. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer von hannoverimpuls, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Landeshauptstadt und Region Hannover, ergänzt: „Das Beispiel videantis zeigt die Bedeutung von Finanzierungs- und Unterstützungsangeboten für junge Unternehmen. Insbesondere Hightech-Firmengründungen sind auf kontinuierliche, langfristige Engagements angewiesen. Deswegen sind die Fonds unter dem Dach von Invest-Impuls ein so wichtiges Instrument für die Gründungsförderung, zumal sie die Attraktivität für weitere Investoren steigern und zusätzlich Beratung bieten.“

Unter der Marke Invest-Impuls vereint hannoverimpuls zwei regionale Fonds: Den Hannover Beteiligungsfonds (HBF) und den hannoverinnovationfonds (hif), die zusammen über insgesamt 28 Millionen Euro Kapitalausstattung verfügen.

Junge Hightech-Unternehmen aus der Region Hannover können bis zu 2,5 Millionen Euro Beteiligungskapital erhalten – einmalig in Deutschland. Invest-Impuls stellt Eigenkapital ausschließlich in Verbindung mit weiteren privaten oder institutionellen Investitionspartnern zur Verfügung und hilft bei der Suche nach einem geeigneten Co-Investor. Fondsmanager für die Invest-Impuls-Fonds ist der auf Seed- und Start-up-Finanzierungen spezialisierte Frühphaseninvestor EnjoyVenture, der über 20 Jahre Erfahrung verfügt. (www.hannoverimpuls.de)

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Start-up-Zentren werden in Niedersachsen gefördert

Unterstützung für ein neues Gründerzentrum

Unterstützung erfolgt: Niedersachsen unterstützt erneut ein Gründerzentrum in Hannover. Die VentureVilla erhalte rund  180 000 Euro, teilte das Wirtschaftsministerium mit. „Wir wollen, dass junge, kreative Köpfe in Niedersachsen bleiben und aus guten Ideen erfolgreiche Unternehmen werden“, sagte Minister Bernd Althusmann, CDU (Foto).

Gegründet wurde die VentureVilla von der Wirtschaftsfördergesellschaft Hannoverimpuls. Sie will in die Villa zusätzliche Stellen schaffen. Insgesamt fördert das Wirtschaftsministerium in Niedersachsen acht Zentren mit rund 1,3 Millionen Euro.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Ausnahme Open Air-Sommer beschert Rekordergebnis

 Knapp eine Million Besucher kamen zu den 486 Veranstaltungen von Hannover Concert.

Somit war es für die hannoversche Veranstaltungsagentur das erfolgreichste Jahr seit der Firmengründung.   Ausschlaggebend für das Rekordergebnis war vor allem ein Ausnahme-Open Air-Sommer.

Die Höhepunkte waren das NDR 2 Plaza Festival und die N-JOY Starshow auf der EXPO Plaza (beide mit je 25000 Besuchern ausverkauft), die Konzerte in der HDI Arena mit der Doppelshow von Depeche Mode (insgesamt 75 000), Coldplay (47 000), Robbie Williams (45 000) sowie Guns N` Roses auf dem Messegelände (75000). Allein zu diesen Mega Events strömten demnach 292 000 Fans in die Landeshauptstadt. Dazu kamen zahlreiche Veranstaltungen auf der Gilde Parkbühne sowie das Udo Lindenberg-Open Air und das NDR 2 Papenburg Festival.

Einen immer größeren Raum nimmt das Konzertgeschäft im Clubsegment ein. 171 Konzerte zwischen 100 und 1600 Besuchern veranstaltete HC inzwischen in örtlichen Live-Clubs vom LUX bis zum Capitol. Stark frequentiert war außerdem das Theater am Aegi, in dem HC allein 120 Vorstellungen verschiedener Coleur beherbergte. Stabil blieb die Zahl der großen Events in der Swiss Life Hall und TUI Arena.

Königin der Cupcakes eröffnet eigenes Geschäft

Eghlima „Elli“ Wehrmann hat  nun ihr eigenes Reich und kann backen, bis sie umfällt

Endlich hat sie ihr eigenes Reich und kann Cupcakes und  Torten backen und Candybars kreieren, bis die Finger glühen. Eghlima „Elli“ Wehrmann (31) konnte sich endlich ihren großen Traum erfüllen und ihren eigenen Laden eröffnen.

Die „Mundus“ Macherin hat am Lister Kirchweg Quartier bezogen.  Vielen Besuchern der infa ist „Elli“ bekannt.

Elli Wehrmann zeigte auf der infa, wie man schnell und einfach zu einem Kunstwerk kommt.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Datenschutzbeauftragte hat Kontrollverfahren gegen AMAZON eingeleitet

Logistikzentrum des Internet-Händlers Amazon bekommt es mit der niedersächsischen Datenschutzbeauftragten zu tun

Die niedersächsische Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel (Foto) hat endlich ein Kontrollverfahren gegen das neugebaute Logistikzentrum des Internet-Händlers Amazon in Winsen/Luhe erwirkt.

Ministerpräsident Stephan Weil nimmt zu dem Kontrollverfahren Stellung: „Ich finde es gut, dass die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte ein sogenanntes Kontrollverfahren gegen Amazon in Winsen eingeleitet hat. Wir kennen noch nicht den genauen Sachverhalt, aber die bisherigen Berichte geben doch Anlass zu einer gewissen Besorgnis. Die Digitalisierung bringt ganz gewiss viele Vorteile mit sich; sie ist aber auch mit dem unübersehbaren Risiko verbunden, dass beispielsweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einer durchgehenden Überwachung ausgesetzt sind. Das kann sich niemand von uns wünschen, wenn wir einmal an unsere Arbeitsplätze denken. Insofern mag dieses Kontrollverfahren auch einen Hinweis auf Probleme geben, die uns in Zukunft noch sehr viel öfter begegnen könnten."

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe