WIRTSCHAFT


Bundesamt für Sicherheit warnt

Betrug mit der Whatsapp-Masche

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Kriminelle verschickten derzeit E-Mails im Namen von Whatsapp. Darin wird behauptet, dass ein Jahresabo für den Messenger abläuft und man sein Nutzerkonto aktualisieren muss. Mit der Pishing-Mail sollen Daten wie Kreditkarten- oder Mobilfunknummern gestohlen werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.06.2019


Prämie für Elektroautos wird bis Ende 2020 verlängert

Damit soll die schwache Nachfrage angekurbelt werden

Beim Kauf von Elektroautos können Autofahrer länger als bisher geplant, eine staatliche Prämie bekommen. Damit soll die weiter schwache Nachfrage angekurbelt werden.

Die Bundesregierung verlängert die Prämie bis Ende 2020. Die Förderung kann aber schon vorher auslaufen, wenn der Prämientopf von 1,2 Milliarden Euro vor Ende 2020 leer ist. Und ob es dann auch in den Jahren danach eine Förderung gibt, ist offen.

Es sollen viel mehr Autos an die Steckdosen!

Eigentlich sollte die Prämie Ende Juni 2019 auslaufen. Der „Umweltbonus" war vor drei Jahren eingeführt worden, hat jedoch die Erwartungen bisher nicht erfüllt.

Für reine Batterieautos gibt es 4 000 Euro, für Hybridautos 3 000 Euro Zuschuss. Das Elektroauto muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60 000 Euro haben.

Im Topf liegen insgesamt 1,2 Milliarden Euro, je zur Hälfte finanziert vom Bund und der Autoindustrie. Es bleibt bei dieser dieser Ko-Finanzierung, und die Mittel sollen nicht erhöht werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Pree-Booking für den Elektro-VW ist angelaufen

Der ID.3 als Filmstar

Am 6. Juni war das erste Modell der neuen Volkswagen Elektrofamilie in der Autostadt zu Gast: Für Filmaufnahmen drehte der ID.3 (getarnter Prototyp) eine Runde auf der Ausfahrt der Autostadt und dockte kurzzeitig an der Schnelladesäule an.

Seit dem 8. Mai ist europaweit das Pre-Booking für den Volkswagen ID.3 möglich. Interessierte können sich dafür online registrieren unter volkswagen.      

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.06.2019


Brennelemente ausgewechselt

Nach Revision ist das Kernkraftwerk Grohnde wieder am Netz

Nach mehrwöchigen andauernden Wartungsarbeiten ist das  Kernkraftwerk Grohnde wieder am Netz.  Es wurden 52 der 193 Brennelemente im Reaktorkern nach Angaben des niedersächsischen Energieministeriums gegen neue ausgetauscht. Die Reaktivierung der Anlage hatte sich wegen unvorhergesehener technischer Arbeiten um einige Tage verzögert. Das Atomkraftwerk war am 20. April abgeschaltet worden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.06.2019


5G-Smartphone für Juni angekündig

Galaxy S10 in der 5G-Version zunächst über die Telekom und Vodafone verfügbar

Samsung will ein erstes Smartphone mit Unterstützung des schnellen Mobilfunkstandards 5G noch im Juni in Europa auf den Markt bringen.

In Deutschland werde das Modell Galaxy S10 in der 5G-Version zunächst über die Deutsche Telekom und Vodafone verfügbar sein, kündigte das Unternehmen an. Einen genauen Stichtag nannte Samsung nicht. 

Bislang gibt es noch keine kommerziell verfügbaren 5G-Netze in Deutschland. Die Auktion der Frequenzen ist jetzt abgeschlossen. Das neue Galaxy S10  5G soll unter anderem ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display haben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.05.2019


Biotechnikfirma Cutech wird von Symrise übernommen

Markteinführung neuer Wirkstoffe könnte beschleunigt werden

Das bekannte Deutsche Duftstoff- und Aromenhersteller-Unternehmen Symrise übernimmt die Biotechnikfirma Cutech, um seine Marktposition bei der Entwicklung von Kosmetika weiter zu stärken. Das italienische Unternehmen böte präklinische Prüfdienstleistungen für die Kosmetikbranche an und ergänzten somit das Know-how von Symrise, teilte der M-Dax-Konzern Anfang der Woche mit. Die Markteinführung neuer Wirkstoffe könne mithilfe von Cutech beschleunigt werden. Es wurden selbstverständlich keine Angaben zum Kaufpreis gemacht. Nur soviel: Cutech erziele einen Umsatz „im einstelligen Millionenbereich", teilte eine Symrise-Sprecherin mit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.05.2019


Vereinigte Schmirgel- und Maschinenfabriken gewinnt Innovationspreis

Für ihr neues Produkt Actirox erhielte VSM den German Innovation Award

Den Hightechprodukten verleihen sie den letzten Schliff: Mit Schmirgel- und Schleifmaterialien für die Industrie haben sich die Vereinigte Schmirgel- und Maschinenfabriken (VSM) aus Hannover weltweit einen fantastischen Ruf erarbeitet.

Und jetzt sind sie für ihr neues Produkt Actirox mit dem German Innovation Award in der höchsten Kategorie ausgezeichnet worden.

Ausgezeichnet: VSM-Vorstandschef Bernhard von Heyl (Mitte) mit Team bei der Preisverleihung zum „German Innovation Award“.  Quelle: VSM

Actirox von VMS ist ein neues Keramik-Kornschleifmittel, das nach Angaben des Unternehmens Arbeiten mit Höchstgeschwindigkeit ermöglicht und in etwa doppelt so viel Material wegschleift wie herkömmliche Keramikkornprodukte.

Und Produktinnovationen würden nicht isoliert im Labor entwickelt, sondern immer in Kooperationen mit den Kunden, sagt Produktmanager Simon Heuer. Genau dies zeichnet  der Rat für Formgebung aus, der den Preis seit 1953 im Auftrag des Bundestages verleiht - und damit die „Nutzerzentrierung" bei der VSM-Innovation lobt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Themenabend: Digitalisierung in produzierenden Unternehmen

Austausch mit Fachleuten vermittelt neue Perspektiven

Wie können kleine und mittlere Unternehmen ihre Produktion effektiv planen und steuern? Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für den digitalen Wandel? Und wie macht man den eigenen Betrieb IT-sicher, um sich vor Manipulation und Überwachung zu schützen? Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung finden Unternehmerinnen und Unternehmer aus produzierenden Unternehmen bei einem Themenabend am Mittwoch, 26. Juni von 18 bis 20.30 Uhr im Stadthaus, Marktplatz 1,  in Laatzen zu dem die Wirtschaftsförderungen der Städte Laatzen, Pattensen, Hemmingen und Springe gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Region Hannover einladen. Einen fachlichen Input  geben die Digital Mindset GmbH, das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und das „Mit uns Digital“ Kompetenzzentrum 4.0 Hannover.

Um Anmeldung für den Themenabend „Digitalisierung in produzierenden Unternehmen“ wird per Mail an steffen.koch@laatzen.de gebeten.

Region/S.Lappe/U. Micha

Veröffentlichung 07.06.2019 


Mehr Geld gibt es nicht

Dezernenten werden Chefs bei hannoverimpuls

Es gibt nicht mehr Geld, aber die Arbeit ist eine Ehre und dient neuer Strategie. Die Stadt und die Region Hannover haben die Wirtschaftsdezernenten Sabine Tegtmeyer-Dette und Ulf-Birger Franz zur nebenamtlichen Geschäftsführung der hannoverimpuls GmbH bestellt.

Der Vertrag von Adolf Kopp bei der Wachstumsgesellschaft läuft aus. Und Regionspräsident Hauke Jagau und die Landeshauptstadt Hannover wollen die hannoverimpuls GmbH enger mit den kommunalen Wirtschaftsförderungsbereichen von Stadt und Region verzahnen.

Und mit diesen Berufungen könne „ein Übergang auf eine neue Geschäftsführung geschaffen und zeitgleich mit einer Anpassung der Strategie verbunden werden", heißt es bei den Beteiligten. Ende Mai 2019 werde der Job der zukünftigen Geschäftsführung ausgeschrieben.

Bei  Gründung der hannoverimpuls GmbH gab es in den Verträgen die Grundlagen, eine nebenamtliche Geschäftsführung zu berufen. Und dieses Modell wird nun auch umgesetzt,  „um die positive Entwicklung weiter zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen".

wirtschaftsfoerderung-hannover-hannoverimpuls

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 13.05.2019 


Bei der Digitalisierung soll neue Agentur Firmen behilflich sein

Volker Schmidt: Wir müssen irgendwie digitaler werden

Der Arbeitgeberverband Niedersachsen-Metall will Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen und hat dafür die Agentur „Experts for Business“ (X4B) ins Leben gerufen.

Volker Schmidt, Chef von Niedersachsen-Metall sagte dazu: „Alle wissen, dass sie irgendwie digitaler werden müssen. Das 'wie' ist dann allerdings die Frage, an der viele scheitern." 

Volker Schmidt stellt die Agentur X4B vor. Foto Niedersachsen-Metall 

Die Agentur X4B soll hierbei helfen, die Unternehmen individuelle Lösungen für die Digitalisierung aufzuzeigen. „Wir schaffen einen Service von Arbeitgebern für Arbeitgeber", so Schmidt. Geschäftsführer der Agentur sind Markus Humpert und Christian Hentschel, die neben der konkreten Beratung auch Workshops und Veranstaltungen zum Thema anbieten wollen. Man arbeite eng mit einem Netzwerk von Partnern aus Verbänden, Kammern, dem Land und Institutionen zusammen und biete Kontakt zu Experten an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.06.2019


NORD/LB schließt Finanzierung von drei italienischen Windparks ab

NORD/LB und BayWa r.e stecken Geld in Windenergieprojekte in Italien

Die Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) hat die Finanzierung von drei italienischen Windparks mit zusammen 66 MW erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit der BayWa r.e, München, hat die NORD/LB das Projekt mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro unterstützt.

Die drei Windparks werden derzeit von der BayWa r.e in den italienischen Regionen Latium und Kampanien gebaut und kommen auf eine Gesamtleistung von 66 MW. Zwei Projekte Arlena und Tessennano wurden in den gleichnamigen Orten in Latium errichtet. Sie bestehen aus insgesamt neun Vestas V110 Turbinen mit einer Leistung von 18 MW und wurden schon im Oktober 2018 in Betrieb genommen. Der dritte Windpark Eollica San Lupo in Kampanien hat mit 16 Vestas V117 Turbinen eine Leistung von 48 MW. Seine Inbetriebnahme ist für den Juli 2019 geplant.

Windräder drehen sich für den Erfolg. Foto G. Lachmann

Heiko Ludwig, Global Head NORD/LB Structured Finance, sagte zum Abschluss der Finanzierung, die NORD/LB habe BayWa r.e gern dabei unterstützt, den Übergang zur Nutzung von erneuerbaren Energien in Italien voranzubringen. Die Bank habe mit der aktuellen Finanzierung gezeigt, „dass wir unsere Kunden nicht nur hinsichtlich der verschiedensten Technologien, sondern auch über europäische Landesgrenzen hinweg mit qualifizierter Beratung und Dienstleistung begleiten.“ Die Geschäftsführerin der BayWa r.e Italia Srl., Alessandra Toschi, ergänzte, nach mehr als zehn Jahren Entwicklungszeit stehe man nun kurz vor dem Abschluss des Projekts. Mit seinen 16 Windenergieanlagen gehöre San Lupo zu den leistungsstärksten Windparks in Italien: „Wir freuen uns sehr, mit der NORD/LB einen starken Partner zur Finanzierung der Projekte gefunden zu haben.“

Volker Benke

Veröffentlicht 20.04.2019


NORD/LB emittiert erfolgreich

NORD/LB-Töchter emittieren Anleihen

Gleich zwei großformatige Eigenemissionenhat der NORD/LB-Konzern am Kapitalmarkt platziert. Die NORD/LB-Tochter Deutsche Hypo emittierte einen Hypothekenpfandbrief im Benchmarktformat mit zehnjähriger Laufzeit und einem Volumen von 625 Millionen Euro. Die Anleihe wurde primär an institutionelle Investoren in Europa und Asien ausgegeben. Das Orderbuch war mit ca. 750 Millionen Euro leicht überzeichnet.

Sogar deutlich überzeichnet war eine gedeckte Anleihe nach Luxemburger Recht, die von der Luxemburger NORD/LB-Tochter Covered Bond Bank ausgegeben wurde mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Emissionsvolumen von 500 Millionen Euro. Im Orderbuch befand sich mit 1,4 Milliarden Euro fast das Doppelte.

Bei beiden Emissionen agierte die NORD/LB als einer von fünf Joint Lead Manager im Rahmen eines Bankenkonsortiums. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bank, Dr. Hinrich Holm, freute sich über die erfolgreiche Platzierung der beiden Emissionen und sagte, die starke Nachfrage nach den Papieren zeige, dass insbesondere institutionelle Investoren ein hohes Interesse an Benchmark-Emissionen des NORD/LB-Konzerns hätten.                  

Volker Benke

Veröffentlicht 24.04.2019 



Guter Start in das Neue Jahr

Hannover Rück steigert Quartalsgewinn recht deutlich

Das war ein gelungener Start in das Neue Jahr: Der viertgrößte Rückversicherer der Welt, die Hannover Rück, hat seinen Gewinn im ersten Quartal 2019 um sieben Prozent auf knapp 294 Millionen Euro gesteigert. 

Das Unternehmen sei auf einem guten Weg, das Jahresziel mit einem Konzerngewinn von 1,1 Milliarden Euro zu erzielen, sagte der scheidende Vorstandschef Ulrich Wallin. Jean-Jacques Henchoz (Foto rechts) wird jetzt neuer Vorstandsvorsitzender des Rückversicherers. Er beerbt damit den CEO Ulrich Wallin, der in den Ruhestand gehen wird

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 07.05.2019


Es läuft gut bei Dr. Oetker

Dr. Oetker macht mit Pudding Umsatzplus 

Das Gechäft mit Tiefkühlpizzen, Puddingpulver, Backmischungen und Tiefkühltorten steigert nach Jahren der Stagnation wieder seinen Umsatz im Inland. Und so sorgte der Absatz beim klassischen Pudding für ein Umsatzplus von 5,7 Prozent in Deutschland. Auch weltweit stieg der Umsatz des Familienunternehmens (15 000 Mitarbeiter) auf über drei Milliarden Euro (2017 waren es 2,43 Milliarden Euro Umsatz).

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.05.2019


Schrage geht nach 33 Jahren Tätigkeit für die IHK Hannover in den Ruhestand

Maike Bielfeldt wird neue Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover

Die Vollversammlung der IHK Hannover hat Maike Bielfeldt (Foto Xing) mit Wirkung zum 1. September 2020 zur Nachfolgerin von Dr. Horst Schrage bestellt. IHK-Präsident Dr. Christian Hische sagte nach der Entscheidung, Bielfeldt sei auf einstimmigen Vorschlag des IHK-Präsidiums durch die Vollversammlung gewählt worden. Man habe eine Persönlichkeit gesucht und gefunden, die die IHK Hannover nachhaltig weiterentwickelt und modernisiert und dabei das Ziel niedriger Kosten und Beitragsätze im Blick behalte. Maike Bielfeldt bedankte sich nach ihrer Bestellung mit den Worten, die IHK stehe als Wirtschaftsorganisation wie jedes Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Prozesse und Services auf den Prüfstand zu stellen und digital neu zu denken. Sie freue sich, diese Aufgabe in der größten Industrie- und Handelskammer Niedersachsens künftig gestalten zu dürfen.

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre war Bielfeldt fünf Jahre persönliche Referentin des Hauptgeschäftsführers des DIHK in Bonn und Berlin, drei Jahre lang war sie in Wien Gesamtleiterin Marketing und Vertrieb der RDB Rechtsdatenbank GmbH, zwei Jahre Geschäftsführerin der Stiftung Elbphilharmonie, von 2009 bis 2014 Geschäftsführerin der IHK Nord und seit April 2014 Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade.

Schrage geht nach 33 Jahren Tätigkeit für die IHK Hannover im Sommer 2020 in den Ruhestand. Seit acht Jahren ist er Hauptgeschäftsführer der IHK .                                                                    

 Volker Benke

Veröffentlicht 08.05.2019


Niedersachsen will E-Standort werden

Niedersachsens Minister Thümler will Bewerbung für Forschungsfabrik anstoßen

Niedersachsens Minister Björn Thümler (CDU) kämpft um ein Batterie-Zentrum und will das Land zum Vorreiter bei E-Mobilität machen. Das Land Niedersachsen bewirbt sich beim Bundesministerium für Bildung um die erste Forschungsfabrik für Batteriezellen. „Die hohe wissenschaftliche Dichte und Kompetenz der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Industrieunternehmen im Bereich Batterie präsentieren Niedersachsen als exzellenten Standort", sagt Thümler.
Der Bund fördert das Batterie-Zentrum mit 500 Millionen Euro, das Land will den Betrag noch aufstocken.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.05.2019


Gemeinsames Projekt EBU

VW will mit Partnern die Batteriezellherstellung erforschen

Gemeinsam will Volkswagen mit Partnern aus sieben EU-Ländern die Forschung zu Batteriezellen für E-Autos voranbringen. Aus diesem Grund schließen sich die Partner aus Industrie und Forschung zum Konsortium „European Battery Union“ (EBU) zusammen, teilte der Wolfsburger Autobauer mit. Gesetztes Ziel: ab 2020 umfassende Kompetenzen bei der Batteriezellfertigung aufzubauen.

Dabei gehe es sowohl um Rohstoffabbau sowie die Erforschung von Zelltechnologie- und Fertigungsprozessen bis hin zum Recycling von E-Auto-Akkus, hieß es. VW, Daimler und BMW hatten sich zuvor im Streit um den Antrieb der Zukunft auf die E-Mobilität geeinigt.

Das Konsortium, das von VW und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt geführt werde, will sich den Angaben nach an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen. Zuvor hatte Volkswagen bereits mit dem Bau einer Batteriezellfabrik in Deutschland Fördergelder des Bundes beantragt. Laut Wirtschaftsministerium haben mehr als 30 Unternehmen Interesse an einer Förderung neben Autobauern unter anderem auch Zulieferer und Batteriehersteller.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.03.2019


Bei Agrarhändler Agravis findet Wechsel an der Spitze statt

Neuer Vorstandschef ist Dirk Köckler

Ein Wechsel an der Spitze von Agrarhändler Agravis Raiffeisen AG mit Sitz in Hannover und Münster fand am 31. März statt: Nachdem Vorstandschef Andreas  Rickmers überraschend seinen Posten aufgegeben hat, wurde Dr. Dirk Köckler (Foto) als designierter Nachfolger von Rickmers vorgestellt. Der 51-jährige Manager ist der Bruder des Vorstandschefs der Deutschen Messe AG, Jochen Köckler, und er war zuletzt Vorsitzender der Geschäftsführung der Handelsfirma Raiffeisen Waren GmbH in Kassel.

Seit Anfang 2017 war Andreas Rickmers Agravis-Chef. Im letzten Jahr hatte er das Strategieprogramm Hanse vorgestellt, das deutlich höhere Umsatz- und  Renditeziele vorsah. Und Ziel von Agravis sei es, den deutlich größeren Konkurrenten Baywa zumindest im Deutschland-Geschäft zu schlagen, hieß es seinerzeit.

Doch ist es offenbar über den Weg zu dem gesetzten Ziel zum Streit gekommen. Intern ist von „unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei der Umsetzung einzelner Projekte" die Rede.  Offiziell nennt das Unternehmen eine „unterschiedliche Auffassung über die weitere strategische  Ausrichtung und Organisation der Agravis-Gruppe“ als Grund. Rickmers sei aber im besten Einvernehmen ausgeschieden, wurde gesagt.

Dem Vernehmen nach soll sich der Agravis-Aufsichtsrat schon länger um Köckler bemüht haben. Am Ende wurde das Gremium von dessen schnellem Ausscheiden bei der Raiffeisen Waren überrascht, sodass zunächst  Johannes Schulte-Althoff als Interimsnachfolger präsentiert wurde!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

24.05.2019


Durch Verkauf profitiert Merck und sorgt für Ergebnissprung

In 2018 steigerte der Pharma- und Chemieriese den Gewinn um fast 30 Prozent 

Der Verkauf des Geschäftes mit rezeptfreien Arzneien an den US-Konsumgüter- konzern Procter & Gamble sorgt bei Merck für einen Ergebnissprung. In 2018 steigerte der Pharma- und Chemieriese den Gewinn um fast 30 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit.

Der Umsatz kletterte von 14,5 Milliarden Euro imVorjahr auf jetzt 14,8 Milliarden Euro. Dabei drückten kräftige Währungseffekte das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis um knapp 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.04.2019 


Deutschland muss sich sputen, sonst verliert es den Anschluss

Künstliche Intelligenz ist ein Kernthema für die Industrie

Der Vorsprung des Auslands - vor allem Chinas - ist gewaltig und inzwischen uneinholbar, klagen die Verbände. Die Konjunktur-Dynamik im deutschen Maschinenbau lässt deutlich nach, meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). „Die Unternehmen leben derzeit vor allem vom Auftragsbestand", sagte Verbandspräsident Carl Martin Welcker (Foto) am Rande der Hannover Messe. Der VDMA halbiert daher die Produktionsprognose für 2019 von bislang zwei auf nur noch ein Prozent. „Die Dispute über Zölle und andere Handelshemmnisse verunsichern die Marktteilnehmer zunehmend und dämpfen die Investitionslaune", sagte Welcker. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Vorzeigebranche ist zuletzt trotzdem weiter gestiegen - um 33 000 auf knapp 1,07 Millionen. Das Produktionsvolumen lag 2018 bei rund 224 Milliarden Euro. Größter Absatzmarkt sind die USA, gefolgt von China.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.04.2019  


Niedersächsischer Landtag will Verlage von höheren Steuern für Digitales entlasten

Das Steuerrecht soll geändert werden
Der Landtag macht sich dafür stark, dass für digitale Veröffentlichungen von Zeitungsverlagen nicht länger höhere Steuern gefordert werden als für Printausgaben. Es werden derzeit für die gedruckte Zeitung 7 Prozent Mehrwertsteuer angesetzt, für die gleiche Ausgabe als E-Paper sind aber 19 Prozent fällig.

Fast alle Parteien im Landtag waren sich einig, dass eine solche Regelung keinen Bestand mehr haben dürfe. Die SPD und CDU forderten die große Koalition in Berlin auf, das Steuerrecht zu ändern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 

Veröffentlicht 04.04.2019 


So wird das Smartphone zum Faxgerät

Das Fax per App senden

Klar, hier und da brauchen wir einfach ein Faxgerät. Doch meist fehlt es inzwischen im Büroalltag. In solchen Fällen kann eine Fax-App sehr hilfreich sein. Bevor man sich jedoch für eine Fax-App entscheidet, sollten zuerst die Preise für den Einzelversand oder Abonnements bei verschiedenen Anbietern vergleichen und die Nutzerbewertungen gut durchlesen. Für Gelegenheitsfaxer gibt es zum Beispiel die App Freefax von Fax.de. Sie ist kostenlos, wenn man pro Tag nur eine Seite versenden möchte. Sind mehr Seiten zu faxen, sollte man ein Guthaben aufladen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 24.04.2019


Appkauf stornieren

Auch das geht: App-Fehlkauf kann in der Frist zurückgegeben werden

Kauft man im App-Store aus Versehen die falsche App, kann diese unter Umständen wieder zurückgegeben werden. Obwohl sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, erlauben das einige Anbieter ihren Kunden. Im Google Play Store ist es möglich, innerhalb von zwei Stunden einen Kauf zu stornieren. Wenn die App noch nicht benutzt wurde, gewährt Google für die Rückgabe sogar einen Zeitraum von 14 Tagen.

Kunden in Apples App Store haben bei Nichtgefallen sogar 14 Tage Zeit, eine Anwendung zurückzugeben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.04.2019


Im Länderdreieck entsteht ein Testgebiet für autonomes Fahren

Bei den Tests sollen Menschen in den Autos mitfahren

Ein Testgebiet für automatisiertes und vernetztes Autofahren soll bis Ende des Jahres im Dreilandereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich aufgebaut werden. Am 3. April werden die Verkehrsminister im luxemburgischen Schengen die ersten Projekte vorstellen.

Die Fahrzeuge sollen auf dem Straßennetz von Merzig über Saarlouis  und Saarbrücken nach Metz in Frankreich und weiter nach Luxemburg unterwegs sein. Während der Tests sollen Menschen in den Autos mitfahren.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Ein als Prototyp für autonomes Fahren genutztes Auto. Foto dpa                                                                                                 

Veröffentlicht 01.04.2019


Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen übersteigt alle Erwartungen

Die 167. Auktionsrunde bringt schon gut fünf Milliarden  

Eine weitere Milliardenmarke hat die Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen durchbrochen und damit wird mehr Geld in die Kasse gespült, als angenommen. Die Summe an Höchstangeboten und  Zahlungsverpflichtungen stieg bis 10. April auf gut fünf Milliarden Euro, wie die Bundesnetzagentur im Internet mitteilte. Es war bereits die 167. Auktionsrunde seit dem Beginn vor mehr als drei Wochen. Teilnehmer sind unter anderem die Deutsche Telekom, Vodafon und Telefonica (O2) sowie 1&1 Drillisch.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Manche nehmen es mit Humor:  Ein Bieter mit einer spektakulären  Krawatte. Foto dpa                                      Veröffentlicht 11. 04. 2019   


2 000 Mobilfunkmasten will Vodafone aufstellen

Für das Internet der Dinge will Vodafone sein Maschinennetz weiter ausbauen

Der Mobilfunkanbieter Vodafone plant dafür die Errichtung von rund 2 000 weiteren Mobilfunkmasten. Das Netz könne bis September dank hoher Reichweite 95 Prozent der Fläche in Deutschland versorgen. Und man erreiche damit  auch nahezu jede Milchkanne, teilte das Unternehmen mit. Allerdings setzt das Netzwerk nicht auf die fünfte Mobilfunkgeneration (5G), sondern verwendet LTE (4G).

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.03.2019


Traditionsporzellanmanufaktur Fürstenberg gerät in Schieflage

Über Auffangmaßnahmen wird nachgedacht

Bei dem in Schieflage geratenen Traditionsunternehmen Fürstenberg ist  unklar, ob das Land Niedersachsen die Porzellanmanufaktur als Eigentümer übernehmen wird. Bisher gibt es keine konkreten Beschlüsse noch Entscheidungen, verlautete es aus dem Finanzministerium. 

Fürstenberg gehört bisher zu 98 Prozent der Nord/LB,  die ihre Beteiligungen abgeben will. Eine Übernahme von Fürstenberg hatte jüngst Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) leise angedeutet. Die Manufaktur würde im Falle einer bereits angedachten Ausgliederung über die Beteiligungsgesellschaft HanBG in den Landesbesitz übernommen, hatte der Finanzminister zugesichert. vimeo.com/306992859

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 04.04.2019


Jürgen Kösters wird Chef des Börsen-Aufsichtsrates

Neuer Vorsitzender des Börsen-Aufsichtsrates

Die Regionalbörse Böag Börsen AG (Börse Düsseldorf, Hamburg, Hannover) hat einen neuen Aufsichtsrat. Zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums der Börsen-Trägergesellschaft wurde Jürgen Kösters, Ehrenpräsident der Niedersächsischen Börse Hannover, gewählt.

Neben weiteren Mitgliedern gehören auch Hinrich Holm, Vorstand bei der Nord/LB, und Immo Querner, Vorstand bei Talanx, dem Gremium an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.03.2019

Jürgen Kösters. Foto dpa 


Umweltminister Lies will Wasserkraft stärker nutzen

Energiewende soll voran getrieben werden

Das Land Niedersachsen will noch stärker als bisher auf die Wasserkraft setzen. Damit soll die Energiewende vorangetrieben werden, so kündigte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Rande der Klausurtagung der SPD-Fraktion eine „Wasserstoff-Strategie" an. „Wir werden die Energiewende nicht erfolgreich bewältigen, wenn wir nur auf Strom setzen", begründete er. Wasserstoff sei anders als Strom leichter speicher-  sowie transportierbar und sowohl für die Industrie als auch für die Mobilität interessant.

Allerdings werde bei Fahrzeugen bisher jedoch zu sehr der Fokus auf Strom gelegt.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Santjer betonte, Wasserstoff könnte direkt an Windanlagen auf hoher See aus Strom generiert und per Schiff an Land gebracht werden. „Niedersachsen kann ein Vorzeigeland in Sachen Wasserstoff werden", so Santjer. Cuxhaven könnte ein entsprechender Modellstandort werden. Auf der Bahnstrecke Cuxhaven-Buxtehude fahren seit September 2018 erstmals zwei mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenzüge. In 2022 soll in Niedersachsen eine 100 Megawatt starke Power-to-Gas-Pilotanlage starten, die Ökostrom,  Wasserstoff oder Methangas erzeugt.  

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 13.03.2019


Heimische Energiepotenziale sind wichtig

Bundesregierung setzt beim Umbau der Energielandschaft auf Integration erneuerbarer und konventioneller Energien

Als rohstoffarmes und damit importabhängiges Land sei Deutschland gut beraten, die heimischen Potenziale zu heben. Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) begrüße deshalb, dass die Bundesregierung nunmehr beim Umbau der deutschen Energielandschaft spürbar auf eine Integration von erneuerbaren Energien und konventionellen Energieträgern setze, sagte der Hauptgeschäftsführer des BVEG, Dr. Ludwig Möhring (Foto). Der vom Bundeswirtschaftsministerium angestoßene Dialogprozess „Gas 2030“ sei neben dem zu erwartenden Klimaschutzgesetz ein wichtiger Meilenstein für eine integrierte Betrachtung, wie nachhaltig CO² eingespart werden und zugleich Versorgungsicherheit und Bezahlbarkeit für die Verbraucher erhalten bleiben könne.  Erdgas sei unverzichtbar für erfolgreichen Klimaschutz. Gerade die Diskussion um den Kohleausstieg habe deutlich gemacht, dass Erdgas noch für Jahrzehnte gebraucht werde. Die gleiche Dynamik gelte auch für Erdöl als wichtigem Rohstoff für die Industrie und den Alltag vieler Menschen, betonte Möhring. 

Möhring sagte weiter, während die deutsche Erdölförderungauf konstantem Niveau geblieben sei, sei die Erdgasproduktion seit Jahren rückläufig. Sie decke aktuell nur noch sieben Prozent des Bedarfs. Möhring. „Wir könnten mehr! Wir stehen bereit, wieder mehr zu produzieren in Deutschland. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur sicheren Energieversorgung, der wegen der verbrauchsnahen Produktion eine günstige CO²-Bilanz aufweist. Die heimische Förderung habe Zukunft, denn sie trage zum Erreichen der Klimaschutzziele bei. Außerdem würden durch die heimische Förderung Arbeitsplätze, Technologie und Innovationspotenzial in Deutschland gehalten, was auch den Zugang zu internationalen Energiequellen schaffe. Allerdings, betonte Möhring, seien die Erdgas- und Erdölproduzenten mit kritischen Fragen insbesondere zu Verantwortung und Umweltschutz im Zusammenhang mit ihren Projekten konfrontiert, wie „viele Infrastrukturprojekte, ob Stromtrassen, Bahnstrecken oder Wasserversorgung.“ Sie würden von Widerständen begleitet. Die Erdgas-und Erdölindustrie sei deshalb dabei, ihr Engagement für Umweltschutz und Sicherheit noch aktiver und sichtbarer inden öffentlichen Diskurs einzubringen. „Wir wollen den Menschenim aktiven Dialog die Relevanz unserer Aktivitäten aufzeigen und das Bewusstsein dafür stärken.“ Wesentlich für die Akzeptanz zukünftiger Aktivitäten sei die frühzeitige Einbeziehung der Bürger in die Vorhaben, aber auch der breite gesellschaftliche Konsens über deren Sinnhaftigkeit.                     

Volker Benke

Veröffentlicht 16.03.2019


IHK für bürokratiearme Grundsteuer

Bei der erforderlichen Neuregelung der Grundsteuer wünscht sich Niedersachsens Wirtschaft ein einfaches Bewertungsverfahren, das zu einer bürokratiearmen Grundsteuer führt. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Niedersachsen, Dr. Horst Schrage, erklärte, es sei den Unternehmern nicht zu vermitteln, dass sie bei der Werteermittlung für die Betriebsgrundstücke womöglich einen enormen Aufwand betreiben müssten – und das nicht nur einmal, sondern möglicherweise alle sechs oder sieben Jahre.

Horst Schrage. Foto IHK Niedersachsen

Dieses Verfahren würde darüber hinaus auch Mehraufwand für die Finanzämter bedeuten und im Streitfall bei den Finanzgerichten, sagte Schrage. Bei einem erwarteten Steueraufkommen aus der Grundsteuer könne es nicht sein, dass ein erheblicher Teil davon in die Steuerverwaltung fließe, während der zu erwartende Bürokratieaufwand für die Unternehmen noch nicht einmal seriös beziffert werden könne, monierte Schrage.

Die IHK begrüße daher ausdrücklich die Linie des niedersächsischen Finanzministeriums, das dem zu erwartenden Bürokratieaufbau ebenfalls äußert skeptisch gegenübersteht. Schrage kritisierte auch die Heranziehung von Bodenrichtwerten für die Grundstücksbewertung: „Die Ermittlung von Bodenrichtwerten ist keine exakte Wissenschaft, führt im besten Fall zu Hilfsgrößen und ist daher sehr streitanfällig.“ Das könne als Grundlage für ein zukünftige Steuer nicht gewollt und gewünscht sein, meint Schrage. Er kritisiert, dass der Bundesfinanzminister und einige Bundesländer einen wertabhängigen Ansatz favorisierten, der nach Einschätzung vieler Experten zu einem deutlichen Anstieg an Verwaltungsaufwand führen würde.                                                

Volker Benke

Veröffentlicht 15.03.2019 


Meisterprämie für Handwerk wird verlängert

Niedersachsen will über 2019 hinaus weiter zahlen

Die Meisterprämie für Handwerker wird Niedersachsen auch nach dem Ende des laufenden Jahren 2019 weiterzahlen. Das kündigte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) im Landtag an. Zuvor hatten die Abgeordneten einen entsprechenden Antrag der FDP einstimmig angenommen.

Die im vergangen Jahr eingeführte Prämie für eine bestandene Meisterprüfung richtet sich an niedersächsische Handwerker, die ab dem 1. September 2017 ihre Meisterprüfung bestanden haben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.03.2019


Neuer Vorstand bei Talanx

Edgar Puls löst Christian Hinsch ab

Bei dem Versicherungskonzern Talanx löst der 45-jährige Dr. Edgar Puls den altersbedingt ausscheidenden langjährigen Vorstand Dr. Christian Hinsch (63) ab. Der Konzern gab einen entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss bekannt.

Hinsch scheidet mit Ablauf der Hauptversammlung am 9. Mai aus dem Vorstand aus und geht am 19. Juni in den verdienten Ruhestand.

Edgar Puls ist der neue Mann an der Spitze. Foto Talanx 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.03.2019 


Beratung durch Digitalagentur kostenfrei

Handwerksbetriebe und Unternehmen sollen von Digitalagentur Hilfe erhalten
Kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen, die Fragen zu diesem Thema haben, sollen in Niedersachsen von einer Digitalagentur beraten werden. Mit Hilfe der vom Land finanzierten Einrichtung, deren Gründung das Kabinett jetzt beschlossen hat, sollen Unternehmen, die für sie passende digitale Lösungen aufgezeigt werden.

Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Die Digitalagentur, die am Innovationszentrum Niedersachsen (IZ) angesiedelt wird, soll auch über Fördermöglichkeiten die betreffenden Unternehmen informieren. iz-nds

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Das ist was zum Nachmachen!

Mitfahr-App für Eltern und Kinder in Berlin und Dresden

Jetzt profitieren Familien in Dresden und Berlin von der Mitfahr-App des Startups Zouzoucar. Ziel ist es, alltägliche Fahrten zur Schule, zum Sportverein oder Kindergeburtstag zu bündeln. Die Kinder werden dabei von Personen gefahren, die die Eltern kennen und denen sie vertrauen. Mit Unterstützung von Volkswagen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden wurde die App für den deutschen und englischsprachigen Raum angepasst und ist jetzt in Dresden und Berlin in der Pilotphase.

Unnötiger Verkehr von Eltern soll vermieden, die Umwelt geschont und Kosten gespart werden. Dafür wurden die Kooperationen mit der „Dresden International School“ und „Waldschule“ in Berlin eingegangen. Die App unterstreicht den Wandel von Volkswagen zum Mobilitätsanbieter. Zouzoucar aus Frankreich ist eines von fünf Startups, das seit September 2018 in der dritten Runde im Gründer-Programm im „Future Mobility Incubator" der Gläsernen VW-Manufaktur  in Dresden arbeitet. Foto VW

Die Gläserne Manufaktur bietet im Rahmen des Startup-Programms Unterstützung: Betreuung durch Experten, etwa aus dem SpinLab (The HHL Accelerator-Programm der HHL Leipzig Graduate School of Management) aktive Arbeitsumgebung in der Manufaktur mit entsprechender IT-Infrastruktur, Kontakt zu Forschern, Entwicklern und Entscheidern von Volkswagen-Projektmanagement, Nähe zur Start-up-Szene sowie finanzielle und personelle Unterstützung durch die Stadt Dresden auch beim Thema Wohnraum.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Outlet Store in Hannovers City

Zalando zieht im Herbst 2019 in die Große Packhofstraße ein
Das kann Hannovers City noch mehr beleben. Konkurrenz für die alteingesessenen Innenstadt-Händler - oder ein Magnet für neue Kunden in der City?
Der Internet-Versandhändler will nach eigenen Angaben im Herbst 2019 in Hannovers City einen Outlet Store eröffnen. Bundesweit entsteht der achte Laden des Onlinehändlers, schon jetzt werden bis zu 60 Mitarbeiter gesucht.

Die City-Händler bewerten die Belebung der City zunächst positiv. Zalando bietet in seinen Outlets sowohl Restposten großer Marken an aber auch Kleidung vergangener Kollektionen.

 So könnte er aussehen: Zalando Outlet Store

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hannover hat einen Preis für Digitalisierungsstrategie bekommen

Die Stadt Hannover ist mit einem Preis für ihre Digitalisierungsstrategie ausgezeichnet

Die Fachzeitschrift „eGovernment Computing" hat ihr auf der Wartburg in Eisenach den „Kommunal Award 2018" verliehen. „Ich bin überzeugt, daß digitale Lösungen dazu beitragen, die Lebensqualität für die über 544 000 Hannoveranern zu verbessern und unseren Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter zu stärken", sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Die Verwaltung hat neben einem Digitalisierungsbeauftragten auch Digitale Scouts in den verschiedenen Fachbereichen etabliert.

Als konkretes Projekt läuft bereits der Ausbau des städtischen Verkehrsmanagements. Die Verkehrslage erfasst mit dem neuen Verkehrsrechner in Echtzeit die Situation und verbessert zum Beispiel durch intelligent vernetzte Ampeln den Verkehrsfluss. Digitalisiert werden soll auch die Bauverwaltung. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


LANDWIRTSCHAFT


Bundesrat reagiert auf Initiative von Niedersachsen

Verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen

Der Bundesrat hat auf eine Initiative von Niedersachsen nun die verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen auf den Weg gebracht. Die Länderkammer habe sich einstimmig dem Entschließungsantrag angeschlossen, das den Bund zu einem entsprechenden Gesetzgebungsverfahren auffordert, teilte das Agrarministerium in Hannover mit.

Das Land will außerdem auch an Tierkörperbeseitigungsanstalten gelieferte Tierkadaver von Tierärzten untersuchen lassen. Anlass ist eine Studie der Tierärztlichen Hochschule, wonach es bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tiere Hinweise auf Krankheiten gab.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.03.2019


Zahl der Schweinehalter hat sich binnen acht Jahren fast halbiert

In Niedersachsen hat sich binnen acht Jahren die Zahl der Schweinehalter fast halbiert

Von 3 400 Schweinen im Jahr 2010 sank laut Landesbauernverband die Zahl der Schweinebauern bis zum November  2018 auf 1 800. Auch hat sich die Zahl der gehaltenen Schweine im selben Zeitraum reduziert - deutlich geringer von 565 000 Schweinen auf 471 000. Viele der Schweinehalter die ihren Betrieb dicht gemacht haben, nannten die politischen Unsicherheiten als Grund für ihre Entscheidung, so der Landesbauernverband.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.03.2019 


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden bekommen mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

https://www.regionalfenster.de/

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Haltung von Schweinen, Rindern und Kühen in Niedersachsen schrumpft

Im Land werden weniger Schweine und Kühe gehalten und es gibt weniger Milch 

Diese Information gehe aus einem bundesweiten Viehzählungs-ergebnis hervor, wie das Landvolk Anfang der Woche mitteilte. Der Bestand der Schweine schrumpfte von 8,71 Millionen auf 8,3 Millionen Tiere. Und die Zahl der Halter sank von 5 900 auf 5 400.

Auch die Zahl der Milchbauern sinkt, es werden weniger Kühe gehalten. Die Anzahl der Milchkühe reduzierte sich von November 2017 bis November 2018 um 1,9 Prozent auf 849 192 Tiere, teilte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft mit. Die Zahl der Betriebe ging um 4,2 Prozent auf 9 228 zurück. Im Durchschnitt hält demnach ein Milchviehhalter 92 Kühe. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Niedersachsen will mehr Ökolandbau

Landesregierung  will Modellregionen und Pilotprojekte einrichten  

Wenn es nach den Plänen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast geht, soll es in Niedersachsen bis zum Jahr 2025 doppelt so viele Ökolandbau Betriebe geben wie bisher.

Das kündigte die CDU-Politikerin nach einer Sitzung des Fachbeirats zur Förderung des ökologischen Landbaus an. Nach Angaben des Ministeriums gab es Ende des vergangenen Jahres 1 793 Bio-Höfe, das entspricht einem Anteil von 4,9 Prozent. Insgesamt bewirtschaften diese rund 100 000 Hektar. Um die Zahl der Ökobetriebe zu steigern, sollen Modellregionen und Pilotprojekte eingerichtet werden.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche