WIRTSCHAFT

 



Steuersünder werden per Computernetz gejagt

Immer mehr Staaten beteiligen sich am Austausch von Daten

Hilbers (CDU) erhofft sich „abschreckende Wirkung“

Der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (Foto) rechnet mehr Steuersünder  zu erwischen, die Schwarzgeld oder Konten im Ausland versteckt halten. Grund zum Fürchten haben die Betroffenen, denn immer mehr Staaten beteiligen sich an dem Datenaustausch.

Über 100 Länder auf der Welt beteiligen sich inzwischen daran, ihre Daten aus, auch ehemalige “Steuerparadiese“ sind dabei, die Cayman Inseln oder Liechtenstein. „Wir wollen Steuerbetrug konsequent bekämpfen“, sagt Hilbers.

Und künftig sei damit zu rechnen, dass in Niedersachsen jährlich etwa 130 000 Datensätze geprüft werden müssen, die Geld von Niedersachsen im Ausland betreffen. Wie viele dieser Datensätze tatsächlich Hinweis auf Schwarzgeld sei, kann zur Zeit nicht abgeschätzt werden. Deshalb müssten die Unterlagen von der Steuerverwaltung in Niedersachsen in jedem Fall geprüft werden. Bisher ist nicht klar, wie viele der Daten automatisch von Computern bearbeitet werden könnten, oder gar von Finanzbeamten einzeln ausgewertet werden müssen. Hilbers betont aber auch: „Nicht jeder, der ein Konto im Ausland hat, hat dort auch Schwarzgeld.“

In der Vergangenheit haben auch in Deutschland immer wieder „Steuer-CDs“ mit Daten von Schwarzgeld Schlagzeilen gemacht, die vom Staat angekauft wurden – in der Politik war diese Praxis zum Teil umstritten.

Das neue System soll wirkungsvoller als die CDs sein, sagt Hilbers, da es im Gegensatz zu den CDs ein regelmäßiger Datenaustausch sei. „Das soll eine abschreckende Wirkung haben.“

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Höhere Steuereinnahmen sorgen für schnelleres Internet

Niedersächsische Landesregierung will 500 Millionen Euro in schnelleres Internet stecken

Die niedersächsische Landesregierung will einen Teil der höheren Steuereinnahmen in den Internet-Ausbau stecken. Schon in diesem Jahr will man 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Finanziert werden soll das mit dem Geld aus dem zu erwartenden Haushaltsüberschuss aus 2017, der auf 800 Millionen Euro geschätzt wird. Geregelt werden soll die Finanzierung über ein Sondervermögen Digitalisierung.

Das Kabinett in Hannover beschloss dazu einen Gesetzentwurf. Bis 2022 sind für dieses Vermögen eine Milliarde Euro angepeilt.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Conti erleidet durch starken Euro Gewinnrückgang

Autozulieferer und Reifenhersteller Continental  hat weniger verdient

Zum Anfang des Jahres hat Conti wegen des starken Euro einfach weniger in der Kasse. Der Gewinn reduzierte sich im ersten Quartal um 1,6 Prozent  auf 737,6 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte.

 

Conti hatte wegen der Belastungen durch Wechselkurse bereits seine Prognose senken müssen und einen stagnierenden Umsatz sowie einen gesunkenen Betriebsgewinn gemeldet.

Den im April gesenkten Ausblick bestätigte das Management von Continental. „Starke Wechselkurseinflüsse in kleineren Märkten, in denen wir in nur sehr begrenzten Umfang lokal produzieren, haben unser erstes Quartal belastet“, erklärte Finanzchef Wolfgang Schäfer. Denn wegen des starken Euro sind Einnahmen in Ländern außerhalb des Währungsraums bei der Umrechnung einfach weniger wert. Und darunter leiden derzeit viele global tätige deutsche Unternehmen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal gemessen am Vorjahreszeitraum nur minimal auf elf Milliarden Euro – ohne Wechselkurseffekte hätte es ein Plus von 4,3 Prozent gegeben.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe

Rekord bei Auslieferungen – VW-Kernmarke lässt es krachen

Ein neuer Rekord bei der Volkswagen-Kernmarke VW Pkw

Bei der Auslieferung legte die Kernmarke das beste erste Quartal ihrer Geschichte hin. Insgesamt seien von Januar bis März mehr als 1,5 Millionen Autos ausgeliefert worden, teilte das Unternehmen aus Wolfsburg mit. Dies seien 5,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Unterdessen reichen wegen des Abgas-Skandals auch Tausende slowenische Besitzer von Dieselautos über die Internetplattform my-right.de Schadensersatzklage gegen Volkswagen ein, bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig.

Presse Dienst Nord, UteMicha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Conti-Reifen mit neuer Technik

Sensoren beobachten den Reifendruck und übermitteln Daten – das soll Sprit sparen und das Unfallrisiko verringern

Conti trumpft mit neuer Reifen-Technik auf und geht ins Internet. Ist es möglich, dass Lkw-Reifen intelligent sein können?  „Continental und Vodafon machen Nutzfahrzeugreifen schlau“, verkündeten beide Unternehmen. Das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Doch man kann sagen, dass die neue Technik aus Hannover und Düsseldorf die Betreiber großer Lkw-Flotten einfach schlauer macht. Sie können künftig im Internet beobachten, welcher Reifen an welchem ihrer Brummis zu wenig Luft hat.

„Wir haben Kunden mit einer vierstelligen Zahl von Lkw“, sagte ein Conti-Sprecher. Es ist so, dass die Transportfirmen mit dem neuen System viel Zeit sparen, weil sie nicht jedes Fahrzeug einzeln kontrollieren müssten. „Sie sehen ihre ganze  Flotte auf einen Blick.“

Das neue System mit Namen „Conti-Connect“ besteht aus drei Teilen: einmal aus Sensoren in den Reifen, dann eine Empfängereinheit sowie einem Internet-Portal. Von den Sensoren wird laufend der Reifendruck und die Temperatur erfasst. Sie senden dann diese Daten an eine Empfängerstation, sobald der Lastwagen in deren Nähe steht – wie zum Beispiel im Hof des Spediteurs oder an einer Tankstelle. Von diesen Empfängereinheiten gelangen die Informationen über das Mobilfunknetz ins Internet, wo der Transportunternehmer sie dann einsehen kann. Ist der Reifendruck zum Beispiel stark abgefallen, alarmiert das System ihn sowie den Lkw-Fahrer per SMS. Die Sensoren selbst sind nicht neu. Bisher funkten sie ihre Daten nur an einen Empfänger im Lkw, der sie dem Fahrer auf einem Display in der Fahrerkabine anzeigte, vergleichbar wie in einem modernen Pkw.

Geplant ist: Continental und Vodafon wollen auch die Empfängereinheit an der Tankstelle überflüssig machen. Die Daten sollen dann vom Fahrzeug in Echtzeit ins Internet gefunkt werden. Conti ist da nicht allein – auch andere Reifenhersteller wie Pirelli arbeiten daran, Reifen mithilfe von Sensoren zu überwachen und damit zusätzliche Dienste anzubieten. Die Technik soll dazu führen, dass weniger Reifen platzen und somit das Unfallrisiko verringern. Nach Werksangaben von Conti fahren viele Lkw mit deutlich zu wenig Reifendruck. Die Reifen nutzen dadurch schneller ab. „Flottenmanager können Reifenwechsel besser planen und Wartungen zielgerichtet in Auftrag geben“, erklärten beide Unternehmen. Wenn der Reifendruck zu gering ist, verbrauchen die Brummis mehr Sprit.  „Fährt ein Reifen mit einem Fülldruck von nur 80 Prozent, werden rund 0,9 Liter mehr pro 100 Kilometer Kraftstoff verbraucht“, rechnen die Anbieter der neuen Technik vor. „Das entspricht bei einer Fahrstrecke von 120 000 Kilometer in einem Jahr einem Mehrverbrauch von 1 080 Litern Kraftstoff.

Wie teuer das System ist, verrät Conti nicht. Bei Testkunden in Amerika habe es sich aber schon nach einem Jahr amortisiert. In den USA, Kanada. Malaysia und Thailand ist es schon verfügbar. Andere Länder sollen folgen, darunter auch Deutschland.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Autozulieferer Continental weitet Tests zu automatisiertem Fahren aus

Tests auf Autobahnen sollen Erkenntnisse bringen

Der hannoversche Autozulieferer Continental weitet seine Versuche zum automatisierten Fahren aus. Ingenieure testen entsprechende Fahrzeuge auf Autobahnen in Niedersachsen – nach Hessen und Bayern das dritte Bundesland, in dem die Systeme im echten Autobahnverkehr erprobt werden, wie Continental mitteilte.

 

Continental-Entwickler erproben die Systeme der Versuchsfahrzeuge unter Realbedingungen im Autobahnverkehr von Deutschland. © Continental

Bis 2020 will Continental das automatisierte Fahren, bei dem Autofahrer sich zeitweise mit anderen Dingen beschäftigen können, zur Serienreife bringen.

Spätestens 2025 sollen Autos vollautomatisch unterwegs sein, also auf Teilstrecken ganz ohne Fahrer. Derzeit entsteht zwischen Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter ein Testfeld für das automatisierte Fahren. Schrittweise würden dafür Autobahnteilstrecken mit Bundes- und Landstraße zu einem Netz von etwa 280 Kilometern Länge ausgebaut, hieß es.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Vom Nitratabbau im Grundwasser bis zu „smarten“ Tennisplätze

Startup-Impuls zeichnet Hannovers beste Geschäftsideen aus

Adolf M. Kopp, Geschäftsführer der hannoverimpuls GmbH (lks.) und Marina Barth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover (rechts) beglückwünschen die  hoffnungsvollen Gewinner. 

Die Bilanz des 15. Startup-Impuls Gründungswettbewerbes kann sich sehen lassen: 148 eingereichte Geschäftsideen, Preise im Wert von mehr als 100.000 Euro in drei Kategorien und acht Preisträger/innen, die mit vielversprechenden Businesskonzepten durchstarten. Neu dazugekommen ist in diesem Jahr der Sonderpreis „Solo-Starter“.

Und die Prämierungsfeier in der Sparkasse Hannover wurde ein wunderbares Fest mit vielen glücklichen Teilnehmern, auch gab es Beifall für die professionellen Imageclips, die allen Nominierten spendiert wurden und die Moderation von Dennis M`Baye.

Ausgezeichnet wurden innovative und Erfolg versprechende Ideen, die in der Region Hannover in 2017 umgesetzt wurden oder zukünftig umgesetzt werden.

Als Hauptpreis gab es insgesamt 50.000 Euro zu gewinnen. Die Gewinner/innen, die die Jury (hannoverimpuls, Sparkasse Hannover und externe Gründungsexperten/innen) überzeugt haben: Die Hauptpreis gingen an die Wingfield GmbH für „Großes Tennis mit der Wingfield Box“ die Tennisspielern dient, besser zu sein (1. Preis), an Spectre - Splendid Tools „Blech richtig vermessen“ (2. Preis) und der 3. Preis an cruisewatch.com für Tranzparenz für Kreuzfahrtbuchungen. Die Sieger erhielten 30.000, die Zweitplatzierten 15.000 und das drittplatzierte Team 5.000 Euro sowie eine Reise in einen der weltweiten Startup-Hotspots, zum Beispiel in das Silicon Valley oder nach Tel Aviv. Den Solo-Starter Preis erhält JSLabs für das akustische Warnsignal im Industriebetrieb.  

Beim neuen Sonderpreis „Solo-Starter“ werden Startups ausgezeichnet, die allein durchstarten. Solo bezieht sich in diesem Fall auf die Anzahl der Gründenden – nicht auf die Zahl der Mitarbeiter/innen. Die drei besten Geschäftskonzepte dieser Rubrik  werden mit 10.000 Euro und jeweils 2.000 Euro unterstützt. Hier gewann JSLabs für das akustische Warnsignal im Industriebetrieb.  

Mit dem Sonderpreis „Hochschule & Wissenschaft“ wurden in diesem Jahr gleich zwei Gründungen aus dem Forschungsumfeld ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert, hinzukommen individuelle Beratungsangebote im Wert von bis zu 6.000 Euro. Preispartner ist die Gehrke econ.

Lob für Hannover als Gründungsstandort mit Charme

Hannover gehört zu den Top-Standorten im Startup-Ökosystem Deutschlands.

Der vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. herausgegebene Deutsche Startup Monitor (DSM) 2017 bescheinigt der Region Hannover/Oldenburg einen besonderen Reiz für Gründer/innen: Ein schlagkräftiges und kompetentes Netzwerk, Experten/innen für alle Fragestellungen rund um Gründungen und kurze Wege. Das spiegelt auch die Erfolgsbilanz aus 15 Jahren StartupImpuls Gründungswettbewerb: 1.779 präsentierte Konzepte, aus denen über 900 neue Unternehmen in der Region Hannover hervorgegangen sind.

Dr.-Ing. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer der hannoverimpuls GmbH, sagt: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Startup-Impuls Gründungswettbewerb zentrale Impulse setzen konnten und weiterhin setzen werden, die den Standort Hannover für Neugründungen so spannend machen.“ Startup-Impuls leiste seit 15 Jahren einen wichtigen Beitrag: Kompetente Beratung, Netzwerkeinbindung und natürlich auch die Preisgelder, die in ihrer Höhe bundesweit einmalig sind.

Marina Barth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover, ergänzt: „Die Vielfalt der eingereichten Unternehmensideen unterstreicht die Dynamik des Gründungsstandorts Hannover. Kapitalbedarf gehört für jede Gründung, bei der wir mit dem Startup-Impuls Gründungswettbewerb deutschlandweit führend den Weg ebnen, zu den zentralen Herausforderungen. Wir sehen in der finanziellen Förderung von Startups eine Chance für Hannover, um als Wirtschaftsstandort bei den aktuellen Entwicklungen wie Digitale Transformation und Globalisierung auch in Zukunft die Nase vorn zu haben.“

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha 


Industrieforum „Frag den Minister“: Warnung vor zuviel Bürokratie

UVN-Hauptgeschäftsführer Volker Müller: Alles muß schneller gehen

Vor allem um das weitere Ausufern der Bürokratie wurde beim Industrieforum „Frag den Minister“ des Unternehmerverbandes Niedersachsen (UVN) gewarnt. Schließlich sei es nicht länger hinnehmbar, dass Firmen bei Behörden Berge von Akten einreichen  müssten,  um Genehmigungen zu bekommen. Dazu gehöre auch, daß die Digitalisierung endlich auch in der Verwaltung Einzug halte, sagte UVN-Geschäftsführer Dr. Volker Müller (Foto lks.). Außerdem müsse alles schneller gehen.

Müller forderte von der Landessregierung ein „Effizienz- und Beschäftigungspaket“, so bekämen die Unternehmen mehr Planungs-, Rechts- und Investitionssicherheit. Merkwürdig fand Müller auch, dass das Wort Industrie“ in der Koalitionsvereinbarung nicht vorkomme.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (Foto lks.) räumte in seiner Entgegnung Defizite ein, auch, daß Niedersachsen ein „digitales Entwicklungsland sei“. Es sei bedauerlich, daß der Ausbau der Infrastruktur in Deutschland deutlich langsamer voran komme, als in anderen europäischen  Ländern. Er versprach beim Bürokratieabbau auf das Tempo zu drücken. Als größte Geißel der Wirtschaft bezeichnete der Wirtschaftsminister die Berichtspflichten, die die Firmen jährlich mit 45 Milliarden Euro belasteten.

Weitere Themen des Forums waren die hohen Energiepreise, das Problem der fehlenden Fachkräfte und der Rohstoffmangel der vor allem die niedersächsische Bauwirtschaft belaste.

Volker Benke      


Steht ein privater Investor bei der Nord/LB vor der Tür?

Nicht ausschließen wollen Niedersachsens Sparkassen den Einstieg eines Investors bei der Norddeutschen Landesbank.

Zwar bewerte man dies weiterhin kritisch „aber man sollte die Frage nicht apodiktisch beantworten“, sagte Sparkassen-Präsident Thomas Mang (Foto)Anfang dieser Woche. Ein solcher Schritt sei denkbar, wenn es eine „Zielprojektion“ gebe.

An der Norddeutschen Landesbank sind die Sparkassen über ihren Verband mit 25 Prozent beteiligt – und deshalb auch von dem Hauptproblem der Landesbank betroffen: Diese muss mittelfristig ihr Kapital stärken. Der Sparkassen-Präsident hat bislang stets ausgeschlossen, dass die Sparkassen frisches Kapital einbringen. Dazu hieß es: „Wir sagen nichts dazu, ob und wie wir weiterhin beteiligt bleiben.“

 

Darüber hinaus will auch das Finanzministerium nichts ausschließen! Die Nord/LB und ihre Träger arbeiten gemeinsam „an einem umfassenden Konzept zur Verbesserung der Kapitalquoten und zur zukunftssicheren Weiterentwicklung“ der Bank, hieß es. „In diesen Gesprächen werden unterschiedlichste Optionen geprüft.“ Es gebe aber noch „keine Festlegungen und keine Entscheidungen“. Das Land Niedersachsen ist mit einem Anteil von 60 Prozent der Haupteigentümer.

Dazu hatte Nord/LB-Chef Thomas Bürkle erst vor Kurzem betont, dass es keinen akuten Kapitalbedarf gebe. Allerdings müsse die Bank mittelfristig an ihrer Kapitalquote arbeiten, um die immer schärferen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllen zu können.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Niedersachsens Industrie punktet und brummt

Volle Auftragsbücher bei den Niedersächsischen Unternehmen

Viele Bestellungen kamen aus dem Ausland und das ist Niedersachsens Industrie bestens bekommen. Bei den Auftragseingängen verzeichneten die Unternehmen im Januar einen Zuwachs von satten 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ausschlaggebend dafür war die Nachfrage ausländischer Kunden, die um 29 Prozent stieg, teilte das Landesamt für Statistik in Hannover mit. Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich um drei Prozent.

Presse Dienst Nord, Ute Micha /  Hannover Woche, Sigrid Lappe


Da klingelt die Kasse

Land erhält bis zu drei Milliarden Euro an Fördergeld

Die Große Koalition in Berlin überweist Niedersachsen in den kommenden vier Jahren nach Angaben von Ministerpräsident Stephan Weil bis zu drei Milliarden Euro an Fördergeld.

„Das was sich die neue Bundesregierung vorgenommen hat, deckt sich in hohem Maße mit den niedersächsischen Landesinteressen“, sagte der Ministerpräsident von Niedersachsen.

Stephan Weil ist zufrieden mit den Fördergeldern aus Berlin.

Allein für die Finanzierung der beitragsfreien Kitas sollen Weil zufolge 330 Millionen Euro aus Berlin fließen. Das Land werde das Geld  dann an die Kommunen weiterleiten. Und für die Integration von Flüchtlingen könne man mit 750 Millionen Euro rechnen, eine Milliarde Euro gebe es für schnelleres Internet.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Die 100 Tage-Bilanz der Niedersächsischen Landesregierung

Was tut sich oder hat sich getan in Niedersachsen?

Schulpolitik: Im vorschulischen Bereich setzt die Landesregierung mit der Gebührenfreiheit für Kindergärten einen Akzent. Bislang ist nur das dritte Kindergartenjahr kostenlos – wie teuer es wird, auch für die ersten beiden Jahre keine Gebühren zu erheben, ist noch nicht ausgemacht. Die Verhandlungen mit Städten und Gemeinden laufen noch. Sie fordern vom Land Ersatz, wenn sie vom 1. August an keine Gebühren mehr von den Eltern einkassieren. Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) hat im Nachtragsetat 109 Millionen Euro bis zum Jahresende bereitgestellt. Der Betrag, den das Land für das ganze Jahr zahlen muss, dürfte um ein Vielfaches höher sein. Im Schulbereich werden 1 000 neue Lehrer eingestellt. Sprachunterricht findet künftig in der Kita statt.

Finanzpolitik: Finanzminister Reinhold Hilbers hat sich im Landtag gegen Vorwürfe der Opposition verwahrt, er achte nicht auf eine sparsame Haushaltspolitik. Der CDU-Politiker erklärte dazu, zwei Drittel der Ausgaben des 776 Millionen Euro-Nachtrags seien zwangsläufiger Natur, bestünden etwa aus rechtlichen Verpflichtungen. Mit 250 Millionen Euro setze die Landesregierung eigene politische Akzente, die im Übrigen auch nicht strittig seien. Zu der Diskussion um die knapp 100 zusätzlichen Stellen in den Ministerien sagte Hilbers: „In Nordrhein-Westfalen sind 389 neue Stellen geschaffen, wenn Sie von der FDP mit an Bord sind, geht das offenbar.“ Im Nachtrag sind die Sondervermögen für die Sanierung der Uni-Kliniken in Hannover und Göttingen allerdings noch nicht enthalten.

Umweltpolitik: In der Landtagsdebatte lobte die SPD ihren Umweltminister Olaf Lies, er wolle „Ökonomie und Ökologie“ versöhnen. So weit wird es aber nicht kommen, zumal Lies einige andere Akzente setzt als Vorgänger Stefan Wenzel (Grüne). Besonders deutlich wird dies an einem Konflikt, der für die einen ein Symbolthema ist, für Schafs-und Weidetierhalter aber von handfester Natur: der Umgang mit dem Wolf. Lies will dem geschützten Tier stärker zusetzen! wenn er sich über grasende Schafe am Deichrand hermacht oder sich Menschen unnatürlich nähert. Eine neue Wolfsverordnung  soll rechtliche Möglichkeiten zur Vergrämung und Tötung von Wölfen (das Gesetz spricht hier von Entnahme“) voll ausschöpfen. Auch Herdenschutzmaßnahmen sollen gefördert werden.

Innenpolitik: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen bei der Polizei bald in Rente. In diesem Bereich droht ein Personalengpass. Darum hat die rot-schwarze Regierung beschlossen, bei der Polizei insgesamt 3 000 neue Stellen zu schaffen.

Der Nachtragshaushalt soll den Anfang ermöglichen. So werden 1,5 Millionen Euro für die ersten 750 Stellen bereitgestellt, die Innenminister Boris Pistorius (SPD) bekommt. Auch im Bereich der Justiz sollen 40 neue Stellen für Richter für das Haushaltsjahr 2018 geschaffen werden, kündigte Justizministerin Barbara Havliza (CDU) an. Politisch relevant - aber nicht für den Haushalt - ist die Verabschiedung eines neuen Polizeigesetzes, das bei  der 100-Tage-Bilanz im Landtag nicht nur von der Opposition angemahnt wurde.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Land will bis 2022 eine Milliarde Euro in Digitalisierung investieren

Die neue Landesregierung setzt Wirtschaftsschwerpunkt.

Sie will den Ausbau der elektronischen Netze vorantreiben. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) baut in seinem Ministerium einen Stab auf, der sich vorrangig um dieses Thema kümmert. Das will man bis 2022 schaffen und das Land investiert eine Milliarde Euro in den Netzausbau.

Weil und Althusmann ziehen an einem Strang.

Die Mittel sind nicht im Nachtragshaushalt enthalten, es wird aus einem Sondervermögen gespeist, das vermutlich im April 2018 zur Verfügung steht. Dann sollen rund 500 Millionen Euro aus dem Jahresabschluss 2017 fließen. Darüber hinaus sollen in den nächsten zwei Jahren mehr als 300 000 Gebäude in Niedersachsen noch einmal zusätzlich mit einem leistungsfähigen Datennetz versorgt werden, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil an.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Städtisches Management hat 165 Millionen Euro in Gebäude investiert

Broschüre „Bauen für Hannover“ verschafft einen Überblick

In den vergangenen zwei Jahren hat das städtische Management nach eigenen Angaben 165 Millionen Euro in Neubauten und Modernisierung kommunaler Gebäude investiert und weitere15 Millionen Euro in die laufende Unterhaltung von Gebäuden. Das geht aus der Broschüre „Bauen für Hannover“ hervor, die Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette vorgestellt hat.

Vorzeigeobjekt: Neubau des Rut-Bahlsen-Zentrums, eine Einrichtung zur integrativen Kinderbetreuung.© Landeshauptstadt Hannover. Foto: Frank Aussieker

Unter anderem zeigt sie exemplarisch die 25 größten Bauprojekte auf 68 Seiten dar. Darunter sind  auch 14 Schulbauten wie zum Beispiel das neue Schulzentrum Mühlenberg und das Bildungshaus in der Südstädter Birkenstraße aber auch die Investitionen in die Flüchtlingsunterkunft  Steigerthalstraße (Linden) oder die Erneuerung des Arne-Jacobs-Foyers (Herrenhausen) zu finden. „Investitionen in diesem Umfang sind auch in Zeiten guter Haushaltslage nicht selbstverständlich“, sagt die Dezernentin. Die Übersicht  zeige, wie Hannover sich Mühe gebe, die „Gebäudesubstanz nach und nach zu sanieren“.

Die Broschüre kann kostenlos unter hannover.de/gebaeudemanagement heruntergeladen werden.  

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Erstmals über 4 Millionen Übernachtungen in der Region und in Hannover

Rekordergebnis für den Tourismus in der Region und Plus in der Landeshauptstadt

Der Tourismus in der Region Hannover war im Jahr 2017 so stark wie nie zuvor! Mit über vier Millionen Gästeübernachtungen zwischen Januar und Dezember erzielte die Region Hannover erstmals über 4 Millionen Übernachtungen und damit 120.916 Übernachtungen mehr als im Vorjahr. Mit 2.280.015 Übernachtungen konnte auch die niedersächsische Landeshauptstadt die Rekordzahlen des letzten Jahres nochmals um 39.669 Übernachtungen übersteigen.

Prozentual bedeutet das: Für das Jahr 2017 zählte der Landesbetrieb für Statistik ein Puls von insgesamt 3.1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr für die insgesamt 21 Städte und Gemeinden der Region Hannover. Die Landeshauptstadt erreichte ein Plus von 1.8 Prozent.

„Hannover wächst stetig im Segment der Städtereisenden. Unsere Stadt zieht vermehrt BesucherInnen mit seinen Gastronomie- und Shopping-angeboten an, versetzt mit kulturellen und sportlichen Events ins Staunen. Hannover macht Lust auf Wochenendtrips mit vielfältigen Veranstaltungen in einer City,  in der sich auch besonders viele junge Leute tummeln. Hannover ist mehr als einen kurzen Besuch wert. Das zeigen die gestiegenen Tourismuszahlen“, freut sich Oberbürgermeister Stefan Schostok (Foto lks.).

Beachtlich ist darüber hinaus die langfristige Steigerung der Übernachtungszahlen: So zählte Hannover beispielsweise im Jahr 1999 rund 1,1 Millionen Übernachtungen, die Region Hannover rund 2,2 Millionen. Im EXPO-Jahr stiegen die Übernachtungen dann auf 3,5 Millionen in der Region an. Diese Zahl konnte 2011 erstmals wieder überholt werden.

„Die Region Hannover mit all ihren Schätzen wie den Herrenhäuser Gärten, Schloss Landestrost und Schloss Marienburg, aber auch dem Deister und dem Steinhuder Meer, hat viel zu bieten. Das wissen alle, die hier zuhause sind. Es ist schön, dass diese Qualitäten auch von immer mehr Menschen in und außerhalb Deutschlands wahrgenommen werden und Hannover und sein Umland als attraktives Reiseziel entdeckt haben“, freut sich Regionspräsident Hauke Jagau.

Deutlich zu erkennen ist, dass neben den Messebesuchern die Zahl der Corporate Events, Tagungen und Kongresse sowie die Anzahl der Freizeit-Touristen in der Region gestiegen sind. Viele Hotelneubauten und Gastronomieprojekte zeigen die positive Entwicklung des Standortes. Projektentwickler und Investoren aus der Tourismusbranche setzen auf die positive Entwicklung des Wirtschafts-, Messe- und Kongressstandortes Hannover.

Hauke Jagau und Hans Christian Nolte legen den gleichen Schlager auf: Hannover und Region landen einen Hit

„Der Tourismus baut somit seine Position als einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in der Region Hannover aus“, so Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH.
Informationen über die Region Hannover unter
www.visit-hannover.com


Home is where we park our camper

Der „Bulli“, Ikone unter den Reisemobilen, hat Geburtstag und wird gefeiert.


Vor 30 Jahren kam der erste California auf den Markt, Start einer einzigartigen Erfolgsgeschichte. Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in Hannover feiert den Geburtstag der Reisemobil-Ikone, des „Bullis“, auf der Techno-Classica in Essen (21. bis 25. März 2018). Motto: „Unterwegs Zuhause“.

 

Das Reisemobil California von VWN wird 30. 1988 kam der erste California auf den Markt und wuVom Sondermodell zum Bestseller. Die Reisemobil-Ikone ist bereits in der 4. Generation auf dem Markt. Allein 2017 wurden 15.155 California auf Basis der aktuellen Bulli-Generation verkauft.

 Der California ist das erfolgreichste Reisemobil seiner Klasse. Über vier Generationen wurden bislang 157.500 California verkauft. Ein wichtiges Detail verbindet dabei die Modelle von heute mit dem T3 der ersten Generation: das Aufstelldach. Ein Zelt in fast zwei Metern Höhe. Mehr braucht es nicht, um als California-Reisender auf der ganzen Welt zu sagen: „Home is where we park our camper“. Und es gibt keinen Platz auf der Welt, wo man nicht einen Bulli trifft!

Die Geschichte des California beginnt 1988 mit einem Reisemobil-Sondermodell auf der Basis der Transporter-Generation T3. Dieser erste California wird auf dem Caravan Salon in Essen präsentiert, in den Farben „Pastellweiß“ und „Marsalarot“. 39.900 DM kostete das Reisemobil, nicht gerade wenig aber ein offensichtlich attraktiver Preis, denn der California wurde sofort zum Bestseller – bereits im ersten Jahr wurden 5.000 Exemplare verkauft. In der Folgezeit entwickelt sich der California vom Sondermodell zur eigenen Modellreihe, wird immer beliebter und überzeugt in nur drei Jahren 22.000 Reisemobilisten.

Der Wechsel vom T3 zum T4 im Jahr 1990 brachte eine grundlegende Neuerung: Der Vierzylinder-Boxermotoren wandert von hinten nach vorn und treibt von dort aus die Vorderachse an. Damit ändert sich vieles: das Design, das Fahrwerk, die Motoren und das Raumangebot. Slogan der Anzeigenmotive zur Markteinführung: „Hotel California. Ruhige Lage, komfortable Ausstattung, Panorama garantiert.“ Der California T4 wird ein Hit und es werden bis 2003 rund 39.000 Exemplare verkauft.

Es folgt mit dem T5 eine Komfortdimension der kompakten Reisemobile, und rund 55.000 mobile Menschen entscheiden sich bis 2015 für einen T5, der längst der erfolgreichste Camper-Van seiner Klasse ist. Noch 2015 folgt der California T6, der mit seinen Neuerungen zum Bestseller wird und 2017 mit 15.155 Neuzulassungen den Jahresrekord der Modellreihe bricht.

Mit dem Transporter, Caravelle und California gehört der höchst variable Multivan zur international erfolgreichen T-Modellreihe VWN. Gefertigt wird der Bestseller im deutschen Stammwerk der Marke, in Hannover. Der ab 29.999,90 Euro angebotene Multivan erfreut sich sowohl im gewerblichen als auch privaten Bereich höchster Beliebtheit: 2017 wurden 206.100 Fahrzeuge der T-Baureihe (+3,8 Prozent) ausgeliefert.

Jetzt wurde der Bulli von 17 638 Leser der Zeitschrift „Motor Klassik“ auch als „Klassiker der Zukunft“ ausgezeichnet, denn die Leser haben dem aktuellen T6-Modell eine bedeutende Zukunft prognostiziert.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Deutsche Messe AG geht mit ihrem Kompetenzfeld „Woodworking“ in den Iran

MEDEX 2018 – Die LIGNA im Iran

Mit ihrem Kompetenzfeld „Woodworking“ geht die Deutsche Messe AG in den Iran. Erstmalig wird vom 10. bis 13. Juli 2018 die MEDEX, eine internationale Messe für Holzbe- und – verarbeitung, Materialien und Zubehör, Möbel sowie Laminatfußböden auf dem Permanent Fair Ground in Teheran gemeinsam mit der Deutschen Messe AG ausgerichtet. Partner der Deutschen Messe ist die Iran Furniture, Manufactures&Exporters Association (IFA), der nationale Verband für Hersteller und Exporteure von Möbeln, Importeure von Produktionsmaschinen und Rohstoffen sowie Zubehör für die Möbelindustrie.

„Mit der Etablierung einer internationalen Clustermessemit einem marktorientierten Themenportfolio zu Beginn des persischen Jahressehen wir ein großes Potential im Iran“, sagte Christian Pfeiffer, Global Director LIGNA and Woodworking Events von der Deutschen Messe AG in Hannover.

„Sowohl für Möbelhersteller, Zulieferer als auch Objekteinrichter eröffnen die jüngsten Entwicklungen imIran Marktchancen. Insbesondere der Einrichtungsbedarf der jungen Bevölkerung und einer wohlhabenden und wachsenden Mittelschicht, der Mangel an Zulieferproduktenfür die wieder erstarkende iranische Möbelindustrie sowie die interessanten Investitionsmöglichkeiten im Objektbereich lassen auf ein gutes Geschäft hoffen und haben zu diesem Schritt ermutigt“, ergänzte Pfeiffer.

D e Deutsche Messe AG organisiert einen Gemeinschaftsstand, um den Markteintritt zu unterstützen. Für 2019 wird der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA einen vom Bundesministerium geförderten Gemeinschaftsstand beantragen.

Im Januar 2018 hatte der LIGNA-veranstalter mit der Magna Export Mueblera in Mexico City diese Strategie mit mehr als 200 internationalen Ausstellern, unter anderem aus China, Deutschland, Italien, Kanada, Spanien, den USA und Österreich, erfolgreich umgesetzt.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe / Fotos Deutsche Messe AG 


Agravis behält seine beiden Firmensitze und will nah am Kunden sein

Agrarhändler wächst dank Zukäufen

Der langjährige Agravis-Chef Clemens Große Frie (Foto lks.) hat bei seinem Abschied eine anspruchsvolle Zielvorgabe hinterlassen: Das heißt, bis Ende 2018 sollen der Umsatz des zweitgrößten deutschen Agrarhändlers auf 8 Milliarden Euro und der Vorsteuergewinn auf 80 Millionen Euro steigen. Doch es ist bereits jetzt zu sehen, dass sich die Anteilseigner noch ein wenig gedulden müssen – für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen Erlöse von 6,5 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von etwa 42 Millionen Euro. „Wir sind dabei, unsere Strategie neu auszurichten“, sagte Vorstandschef Andreas Rickmers (Foto rechts) bei der Bilanzvorlage.

Die „herausfordernde Prognose“ seines Vorgängers erklärt der Manager mit der seinerzeit guten Ausgangslage. Wegen der vergleichsweise hohen Preise habe damals auch der Agrarhandel gut verdient. Doch sei der Wettbewerb inzwischen deutlich härter geworden - während immer mehr Bauern ihre Höfe aufgeben, steige im Agrarhandelsgeschäft bei gleichbleibender Zahl der Akteure der Wettbewerbsdruck.

Neben privaten Händlern setzten genossenschaftlich geprägte Unternehmen wie Agravis auch Konkurrenten aus den Benelux-Ländern sowie aus Dänemark zu. „Auch Start-ups könnten im Zuge der Digitalisierung ihren Appetit für die Landwirtschaft entdecken“, sagte Rickmers. „Wir sind Teil eines intensiven Verdrängungswettbewerbs.“ Am Ziel einer Umsatzrendite von einem Prozent halte Agravis fest.

Der Konzern hat seine Investitionen im vergangenen Jahr um knapp 30 Prozent auf 87 Millionen Euro erhöht. Auch dank der Übernahme von 14 Raiffeisen-Märkten und von zwei Mischfutterwerken stieg der Umsatz 2017 um 3,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Rund die Hälfte des Wachstums sei auf die Akquisitionen zurückzuführen, hieß es. Mittelfristig allerdings sollen die Erlöse auf 10 Milliarden Euro steigen.

Allerdings brach der Vorsteuergewinn im letzten Jahr von 41,6 auf 25,3 Millionen Euro ein. Unter dem Strich blieben 12,5 Millionen Euro übrig – das ist ein Minus von 51 Prozent. Für den Gewinnrückgang seien Einmalbelastungen verantwortlich, so Rickmers.

Agravis ist im Jahr 2004 durch den Zusammenschluss der Raiffeisen Central-Genossenschaft Nordwest in Münster und der Raiffeisen Hauptgenossenschaft Nord in Hannover entstanden. Das Unternehmen beschäftigt heute rund 6 500 Mitarbeiter und unterhält mit Hannover und Münster zwei Unternehmenssitze.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


AOK stellt Abrechnungsbetrug überwiegend im Pflegebereich fest

1 675 falsche Abrechnungen in den vergangenen zwei Jahren

In den vergangenen zwei Jahren hat die AOK Niedersachsen insgesamt 1 675 Falschabrechnungen im Gesundheitswesen aufgedeckt. „Zunehmend ist ein Schwerpunkt im Pflegebereich erkennbar“, sagte Vorstandschef Jürgen Peter (Foto).

Auf Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen seien 44 Prozent der Fälle entfallen. Und in 327 Fällen hatten die AOK-Ermittler sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, da es sich nicht um geringfügige Vergehen gehandelt habe. Eine stolze Summe von 7,7Millionen Euro an Rückforderungen sind bei der Überprüfung zusammen gekommen.

Die Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen ist unter anderem eine Aufgabe der Kranken-und Pflegekassen. Schon seit 1998 gibt es bei der AOK Niedersachsen eine entsprechende Ermittlungsgruppe mit inzwischen15 Mitarbeitern.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Wenn der Wirtschaftsminister den Spirit spürt

Hannover hat einen weiteren Digital Hub.

Der Hafven Smart City Hub ist eins von acht durch das Land Niedersachsen geförderten Start-up-Zentren. Der neue Start-up-Hotspot bietet ein Accelerator-Programm und dient als Schnittstelle zwischen Start-ups und Konzernen. 

Ende Januar ist der Smart City Hub im Hafven in Hannover gestartet. Eröffnet wurde er vom niedersächsischen Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Althusmann. Der Minister freut sich über die inspirierende, etwas andere Atmosphäre des Hafven: „Ich spüre einen gewissen Spirit. Ein bisschen crazy wirkt das Ganze schon“, so Althusmann zur Vorstellung des Projektes.

 

Sind stolz auf das Start-up-Programm: Hafven-Gründer Hendrik Schwedt, Uwe Tschischak von VW Nutzfahrzeuge, der niedersächsische Wirtschaftsminister Berndt Althusmann, Lars Mietzner von der Madsack Mediengruppe und Stephan Tillack von der Nord LB (v. l). Foto S. Lappe

Neben der finanziellen Unterstützung durch das Land wird der Smart Hub durch Unternehmenspartner wie Volkswagen Financial Services, NORD/LB und MADSACK Medien Hannover finanziert und inhaltlich begleitet. Als weiterer potenzieller Partner ist zudem die TUI Group im Gespräch. Darüber hinaus unterstützen die Programmpartner KPMG, hannoverimpuls und PEY die Start-ups mit Schulungen und Workshops.

Von den Angeboten des Smart City Hub sollen allerdings nicht nur die Start-ups profitieren, auch die Unternehmen erhoffen sich von der Zusammenarbeit positive Impulse und „gegenseitiges Lernen auf Augenhöhe“, wie es Stephan Tillack, Leiter Konzern-IT bei der Nord/LB, nennt. Sein Unternehmen gibt den Mitarbeitern bereits die Möglichkeit im Hafven in Teams zu arbeiten oder Workshops durchzuführen, um so in Kontakt mit den Hafven-Arbeitern zu kommen und einfach mal eine andere Arbeitsatmosphäre zu erleben.

Gründer, die diesen Spirit kennenlernen und das Stadtleben mit digitalen Lösungen bereichern wollen, können sich auf https://smartcityhub.hafven.de/  bewerben. Alle sechs Monate werden künftig vier Start-ups ausgewählt und anschließend im Smart City Hub begleitet. Durch intensive Betreuung und eine konsequente Zusammenarbeit mit großen Unternehmen sollen den Start-ups die nötigen Kompetenzen vermittelt werden, um ihre innovativen Ideen zu verwirklichen. Inhaltlich können sich die Start-ups allem widmen, das dem Thema Smart City zuspielt, wie Artificial Intelligence, Blockchain, Augmented- und Virtual Reality, Internet of Things oder Big Data.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Autonomes Fahren made in Hannover

Autonomes Fahren generiert Wachstumskurs: Millioneninvestment für videantis

Das hannoversche IT-Unternehmen videantis hat im Rahmen einer erfolgreichen Finanzierungsrunde Investments in Millionenhöhe eingeworben.

Neben der eCAPITALentrepreneurial Partners AG, einer deutschen Venture-Capital-Gesellschaft mit Fokus auf technologiegetriebene Wachstumsfelder, beteiligten sich auch die regionalen Beteiligungsfonds von hannoverimpuls mit einer siebenstelligen Summe.

videantis entwickelt Technologie für intelligente visuelle Sensorik, die eine der wichtigsten Voraussetzungen für selbstfahrende Autos ist.  Moderne Autos werden mit immer mehr optischen Sensoren ausgestattet. Die aufgezeichneten Video-Daten müssen zu aussagekräftigen digitalen Informationen weiterverarbeitet werden, damit das Auto „sehen“ kann.

Auch entwickelt videantis Prozessorarchitektur, die eine massive Rechenleistung bei niedrigem Energieverbrauch bietet.

Aus der steigenden Nachfrage ergeben sich erhebliche Wachstumschancen für videantis. Das Unternehmen will das zusätzliche Kapital vor allem zum Personalaufbau und für die weitere Etablierung im Markt einsetzten. 2004 hatte sich videantis als Spin-Off der Leibniz Uni Hannover gegründet. Mittlerweile ist das Team auf 15 Mitarbeiter gewachsen.

videantis sei das älteste und ein besonders potenzialträchtiges Investment. Schon 2006 hätten sie dem Startup mit einer stillen Beteiligung auf die Beine geholfen, freut sich Wolfgang Lubert (Foto xing.com), Beteiligungsmanager von Invest-Impuls. "Wir freuen uns, dass sich das Unternehmen seither so gut entwickelt hat und seine Technologie eine solch maßgebliche Rolle für den Erfolg selbstfahrender Autos und anderer Technologien spielt“, erklärt Lubert das Engagement.

Dr. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer von hannoverimpuls, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Landeshauptstadt und Region Hannover, ergänzt: „Das Beispiel videantis zeigt die Bedeutung von Finanzierungs- und Unterstützungsangeboten für junge Unternehmen. Insbesondere Hightech-Firmengründungen sind auf kontinuierliche, langfristige Engagements angewiesen. Deswegen sind die Fonds unter dem Dach von Invest-Impuls ein so wichtiges Instrument für die Gründungsförderung, zumal sie die Attraktivität für weitere Investoren steigern und zusätzlich Beratung bieten.“

Unter der Marke Invest-Impuls vereint hannoverimpuls zwei regionale Fonds: Den Hannover Beteiligungsfonds (HBF) und den hannoverinnovationfonds (hif), die zusammen über insgesamt 28 Millionen Euro Kapitalausstattung verfügen.

Junge Hightech-Unternehmen aus der Region Hannover können bis zu 2,5 Millionen Euro Beteiligungskapital erhalten – einmalig in Deutschland. Invest-Impuls stellt Eigenkapital ausschließlich in Verbindung mit weiteren privaten oder institutionellen Investitionspartnern zur Verfügung und hilft bei der Suche nach einem geeigneten Co-Investor. Fondsmanager für die Invest-Impuls-Fonds ist der auf Seed- und Start-up-Finanzierungen spezialisierte Frühphaseninvestor EnjoyVenture, der über 20 Jahre Erfahrung verfügt. (www.hannoverimpuls.de)

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Neues Sortierzentrum von Amazon verspricht mehr als 700 neue Jobs

Stadt Garbsen sieht keine Verkehrsprobleme

Das neue Sortierzentrum von Amazon wird mehr als 700 neue Jobs schaffen. An der A 2 in Garbsen nahe am Blauen See soll das Zentrum entstehen, verspricht der Internet-Konzern.

Im September oder Oktober diesen Jahres soll das Sortierzentrum laut Pressesprecherin Anette Nachbar von Amazon Deutschland in Betrieb genommen werden, damit es für die Hochsaison gegen Ende des Jahres auf vollen Touren läuft.

Jetzt ist es offiziell: Onlinehändler Amazon zieht in den Logistikpark in Garbsen. Die geplante Halle wird allerdings etwas kleiner als diese Animation. © Baum Unternehmensgruppe 

Zuerst werde man mit Zeitarbeitern beginnen, aber nach und nach würden bis zu 80 Prozent der Arbeitsplätze in unbefristete Stellen umgewandelt. Wie lange das allerdings dauern wird, könne man noch nicht sagen.

Jeder Arbeitsplatz sei „sozialversicherungspflichtig – alles andere ist völliger Unsinn. Es gibt bei Amazon Deutschland keinen einzigen nichtsozialversicherungspflichtigen Job“, so die Sprecherin des Unternehmens. Die Anfangslöhne würden „deutlich über zehn Euro je Stunde“ liegen, man werde sich dabei „am Umfeld in der Region orientieren“. Im Logistikzentrum in Winsen/Luhe in der Nähe von Hamburg betrage der Standortlohn 11,15 Euro.

Wie hoch die Verkehrsbelastung durch das Sortierzentrum wird, hängt von dem Anteil der mit Bus und Bahn anfahrenden Mitarbeitern ab. Dazu gibt es jedoch noch keine Informationen.

Die Stadt Garbsen teilte mit, daß „gutachterlich festgestellt worden“ sei, dass die Leistungsfähigkeit des städtischen Straßennetzes ausreicht – für mehr als das, was die Amazon-Ansiedlung mit sich bringt. Auch die A 2 könne den zusätzlichen Verkehr verkraften. Zudem finanziere der Investor. die Unternehmensgruppe Baum, die Erschließung samt Bushaltestelle. Über einen Busverkehr werde bereits mit der Region gesprochen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha /  Hannover Woche, Sigrid Lappe


Drohnen werden immer beliebter und die Betriebsspionage auch

VW plant ein Abwehrsystem gegen Spionage-Drohnen einzusetzen

Der Autokonzern Volkswagen will sich gegen Spionage-Drohnen wehren. Weil über den Teststrecken von VW sich häufig fremde Flugkörper tummeln und Prototypen filmen. Zum Schutz vor Industriespionage hat der Konzern bei der Firma Elektroniksystem- und Logistik-GmbH (ESG) ein Drohnen-Aufspürgerät bestellt.

Drohnen im Einsatz (Quelle dpa)

Das Unternehmen, das in Fürstenfeldbruck ansässig ist, wurde beauftragt, „ein mobiles Drohnendetektionssystem auf Basis eines VW Crafter für den Einsatz im Konzern auszuliefern“, teilte die Firma mit.  Wie die „Wolfsburger Allgemeine“ berichtet, war das Drohnen-Abwehrsystem Guardion bereits mehrfach erfolgreich im Einsatz: wie zum Beispiel zur Absicherung  politischer Großveranstaltungen wie dem G-7-Gipfel in Elmau 2015, dem Staatsbesuch von US-Präsident Barack Obama im Juni 2016 und demG-20-Gipfel in Hamburg 2017. Das Guardion-System kann Drohnen aufspüren und sofort außer Funktion setzen, etwa durch eine Störung des WLAN-Signals oder der Funkfernsteuerung oder durch elektromagnetische Impulse.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe