WIRTSCHAFT


Weiterer Stellenabbau bei Bosch

600 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen

Auch hier beim Autozulieferer Bosch geht der Stellenabbau weiter. Denn deutschlandweit sollen im Geschäftsmanagement Automotive Electronics bis Ende 2022 etwa 600 Arbeitsplätze gestrichen werden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens.

Der Standort Reutlingen ist  mit einem Abbau von 500 Arbeitsplätzen am Stärksten betroffen. Aber auch Salzgitter ist betroffen - wie viele dort verloren gehen, ist noch nicht bekannt. Der Autozulieferer reagiere damit auf den rückläufigen Automarkt.

"Bosch erwartet bei der weltweiten Automobilproduktion 2019 ein Minus von  sechs Prozent auf rund 91 Millionen Fahrzeuge", so Bereichsvorstand Andreas Fischer. "Diese Entwicklungen wirken sich auch auf unser Geschäft aus. "Das Ziel sei nun ein sozialverträglicher Abbau über Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und Abfindungen auf freiwilliger Basis.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

29.11.2019


Nord/LB warnt schon einmal vor

2019 wird mit Verlust gerechnet

Die Zahlen haben sich in den ersten neun Monaten 2019 verbessert, trotzdem rechnet die Nord/LB weiterhin wegen der anstehenden Restrukturierung mit einem Verlust für das laufende Jahr 20019. Auch würden die Belastungen für 2020 im Rahmen der Neuausrichtung "spürbare Auswirkungen auf das Bankenergebnis  haben", teilte die Landesbank am Donnerstag mit.

Die Nord/LB und die Anteilseigner (die Länder Niedersachsen und Sachsen Anhalt sowie das Sparkassenlager) endlich auf grünes Licht von der EU für die Finanzspritze von 3,6 Milliarden Euro, die der Nord/LB wieder auf die Füße helfen soll.

"Im Prüfverfahren durch die EU-Kommission befinden wir uns mittlerweile auf der Zielgeraden", sagte Nord/LB-Chef Thomas Bürkle. Und er sei zuversichtlich, dass die Kapitalmaßnahmen "wie geplant noch in diesem Jahr umgesetzt werden". Finanzminister Reinhold Hilbers hatte sich ähnlich am Mittwoch zu dem Thema geäußert.

Die Nord/LB hofft, daß sich die Nebelschwaden bald verziehen.... Foto S.Lappe

Mit dem Transformationsprozess komme man zügig voran, hieß es: Die Zahl der Mitarbeiter sei 2019 um etwa 400 auf knapp 5 450 Mitarbeiter gesunken. Es sollen am Ende 2 800 bis 3 000 Vollzeitstellen erhalten bleiben. Erfreulich: Auch die Bilanzsumme wurde von 154 auf 147 Milliarden Euro gedrückt, das Ziel sind aber 95 Milliarden Euro.

Und das Konzernergebnis steigerte die Nord/LB von Januar bis September von 64 Millionen auf 215 Millionen.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

29.11.2019


Niedersächsische Unternehmen erstaunlich robust

Die niedersächsischen Unternehmen haben sich  im vergangenen Jahr „in der Summe erstaunlich robust“ gegenüber dem raueren gesamtwirtschaftlichen Umfeld erwiesen, ergab jetzt die alljährlich von der NORD/LB erstellte Analyse der 100 umsatzstärksten Unternehmen in Niedersachsen. Der Umsatz bewegte sich danach 2018 mit 435 Milliarden Euro fast auf dem Vorjahresniveau, sagte der Chefvolkswirt der Landesbank, Christian Lips, bei der Vorstellung der Analyse. Bei den 93 Unternehmen, die auch im Vorjahr in der Rangliste vertraten waren, sei der Umsatz sogar um zwei Prozent gestiegen und die Beschäftigtenzahl immerhin leicht um 0,5 Prozent angewachsen.

Steckt eine Menge Arbeit drin, ist aber Tradition: Dr. Eberhard Brenski und Christian Lips (v. lks.) stellen die Rangliste der größten Unternehmen Niedersachsens vor. Foto Nord/LB

In der NORD/LB-Studie über die 50 wirtschaftsstärksten Unternehmen haben die sechs bedeutendsten Unternehmen mit der höchsten Wertschöpfung ihre Positionen aus dem Vorjahr halten können. Wie in allen Jahren zuvor führt der VW-Konzern mit einer Wertschöpfung von 53,1 Milliarden Euro die Rangliste an und erreicht damit allein rund 60 Prozent der in Niedersachsen erwirtschafteten Wertschöpfung aller 50 aufgeführten Unternehmen. Wie im Vorjahr folgt auf Platz zwei der Continental-Konzern mit einer Wertschöpfung wie im Vorjahr von 15 Milliarden Euro. TUI auf Platz 3 und Talanx auf Platz 4 konnten ihre Wertschöpfung jeweils um sieben Prozent steigern. Unverändert auf Platz 5 folgt die Salzgitter AG mit einem Wertschöpfungszuwachs von 132 Millionen auf 2,2 Milliarden Euro vor Johnson Controls mit einer deutlich gesteigerten Wirtschaftskraft um 545 Millionen Euro auf rund zwei Milliarden Euro. Um zwei Plätze nach vorn hat sich der Drogeriekonzern Dirk Rossmann gekämpft mit einer Steigerung der Wertschöpfung von über zwölf Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro. Auf Platz 8 steht wie im Vorjahr der Duft- und Aromastoffkonzern Symrise, während der Energiekonzern EWE AG um zwei Plätze nach hinten rückte. Auf Platz zehn schließlich landete wie im Vorjahr die TÜV Nord Gruppe. Wenn man VW rausnimmt, ist die Wertschöpfungssumme der übrigen 49 Unternehmen 2018 um über drei Prozent gestiegen. Insgesamt verzeichneten alle 50 Unternehmen einen Beschäftigtenzuwachs von über zwei Prozent.

Die NORD/LB hat neben den 50 Unternehmen mit der höchsten Wertschöpfung noch eine zweite Liste mit den 100 umsatzstärksten niedersächsischen Unternehmen erstellt, die selbstverständlich ebenfalls vom VW-Konzern angeführt wird, der seine Position mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent auf 236 Milliarden Euro sogar noch ausbauen konnte. Der Umsatzanteil von VW an der Umsatzsumme aller gelisteten Unternehmen beträgt 55 Prozent.

Es folgen Continental, die TUI AG und die Salzgitter AG vor AGRAVIS Raiffeisen AG und der hagebau Handelsgesellschaft, die sich jeweils um einen Platz verbessern konnten. Auf den weiteren Plätzen folgen die EWE AG, Dirk Rossmann, und das deutsche Milchkontor. Auf dem zehnten Platz steht jetzt der Mineralölhändler Wilhelm Hoyer Gruppe.

Die Branchenanalyse der Landesbank zeigt, dass die Rangliste der umsatzstärksten Unternehmen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes dominiert wird, denn 63 Unternehmen mit 80 Prozent Gesamtumsatzes sind diesem Wirtschaftszweig zuzuordnen.

Bei der stets gesondert erstellten Liste der elf größten niedersächsischen Versicherungsunternehmen steht nach wie vor die Talanxgruppe vorn mit großem Vorsprung. Hier folgen auf den Plätzen die VHV Vereinte Hannoversche Versicherung und die VGH Versicherungen.                                            

Volker Benke

27.11.2019 


Studie „Digitale Transformation in der zivilen Gefahrenabwehr“

Stand der Digitalisierung in der zivilen Gefahrenabwehr soll untersucht werden

Unter dem Titel „Digitale Transformation in der zivilen Gefahrenabwehr“ haben die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) und das safety innovation center eine gemeinsame Studie gestartet. Darin soll der derzeitige Stand der Digitalisierung in der zivilen Gefahrenabwehr untersucht werden. Darüber hinaus wird erforscht, wie vergleichbare Prozesse in anderen Bereichen bereits digital unterstützt werden, welcher Bedarf an digitaler Transformation besteht und wie die digitale Transformation umgesetzt
werden kann.
In der Studie geht es auch um die Fragen, ob die zivile Gefahrenabwehr der digitalen Entwicklung (z.B. gegenüber der Wirtschaft) hinterherhinkt und wie die Rettung von Menschenleben und der Schutz von Sachwerten durch die Digitalisierung verbessert werden können.
Auftraggeber der Studie ist die vfdb und das safety innovation center e.V. führt die Studie, gefördert durch die SafeInno Stiftung, aus und wird begleitet von der Universität Paderborn.
Informationen zur Studie:
www.safetyinnovation.center/studie

  Vfdb/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.12.11.2019 


Audi streicht 7 500 Arbeitsplätze

Seit Aufdeckung des Dieselskandals ist Audi auf Talfahrt

Deutlich hinter Daimler und BMW zurückgefallen

Das war ein Paukenschlag - Audi streicht 7 500 Arbeitsplätze! Denn die Audi-Schmiede in Ingolstadt steht unter massiven Druck. Seit längerem verhandelt die Unternehmensführung schon mit der Belegschaft über einen  "Zukunftspakt", der sieht auch unter anderem einen Stellenabbau in den deutschen Werken vor.

Endlich gibt es eine Einigung: Bis 2025 baut die VW-Tochter insgesamt 9 500 Stellen ab, dafür sollen im Gegenzug 2 000 Stellen in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung neu entstehen, gab das Unternehmen bekannt. Das sei nun das Ergebnis einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat.

Sozialverträglich soll der Stellenabbau und ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, hieß es. Und etwas Erfreuliches: Die Beschäftigungsgarantie für die verbleibenden Audi-Mitarbeiter in den Betrieben Ingolstadt und Neckarsulm wird von 2025 bis 2029 verlängert.

Das Unternehmen und der Betriebsrat hatten schon seit Längerem über den "Zukunftspakt" für das stark unter Druck stehende Unternehmen verhandelt. Zuletzt war bei den Verhandlungen über den Pakt auch über die Kürzung der Kapazitäten in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm gesprochen worden. Ein Audi-Sprecher hatte Anfang November dazu gesagt: "Es geht unter anderem darum, die Kapazitäten so auszurichten, dass die Werke insgesamt profitabel und wirtschaftlich flexibel arbeiten."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

26.11.2019


Wirtschaftsminister Althusmann kündigt Ostfrieslandplan an

Strukturwandel und Stellenabbau belasten die Region ungemein  

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) will mit einem Ostfrieslandplan den Strukturwandel in der vom Stellenabbau Windanlagenbauer Enercon  sowie der gescheiterten Tesla-Ansiedlung getroffenen Region bewältigen. "Wir werden unseren Teil dazu leisten, einen Ostfrieslandplan zum Wohl der Region zu gestalten", sagte Althusmann. Denn Ostfriesland und seine Wirtschaft hätten mit großen Herausforderungen zu kämpfen. "Den damit einhergehenden Strukturwandel wird das Land begleiten", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

20.11.2019 


Fördergelder für Pattensen und Burgdorf

Region unterstützt die Erweiterung von Gewerbestandorten

Burgdorf und Pattensen machen den Anfang, weitere Kommunen sollen folgen: Beide Städte sollen von der Region Hannover einen Zuschuss für die Erweiterung ihres Gewerbeflächenbestands erhalten.

„Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist in der gesamten Region ungebrochen“, betont Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. „Wir möchten diesem Bedarf entgegenkommen, indem wir die Kommunen bei der Entwicklung, Ausweitung und Revitalisierung von Gewerbeflächen unterstützen.“ Dafür hat die Regionsverwaltung im März ein regionales Gewerbeflächeninvestitionsprogramm (REGIP) gestartet, das die Kommunen auf Antrag mit den notwendigen Fördermitteln ausstattet.Rund 33.000 Euro fließen in Pattensen in die nötigen Voruntersuchungen für die Erweiterung des Gewerbeparks Pattensen-Süd.

Die Stadt Burgdorf wird mit rund 58.000 Euro bei der Aufstellung eines Gewerbeflächenentwicklungskonzeptes für den Gewerbepark Nordwest, Beinhorn, Ehlershausen und Sorgensen unterstützt. So hat es der Ausschuss für Wirtschaft und Beschäftigung am 21. November, dem Regionsausschuss empfohlen, der am 10. Dezember final darüber entscheidet.

In Burgdorfs Nordwesten wird der Bestand an Gewerbeflächen knapp, daher wird die Stadt Burgdorf an vier Standorten mögliche Spielräume für die gewerbliche Flächenentwicklung ausloten. Für größere Unternehmen aus der Logistik oder Produktion stehen aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage Beinhorn und Ehlershausen auf der Prüfliste. Für einen Gewerbepark mit lokaler und regionaler Ausrichtung sollen Burgdorf-Nordwest und Sorgensen in den Blick genommen werden. Die Zuwendung fließt in die fachlichen Voruntersuchungen, um ein Gewerbeentwicklungskonzept aufzustellen. So werden Gutachten zu Artenschutz, Verkehr, Lärm und Boden gefördert.

Auch in Pattensen sind keine Gewerbeflächen mit rechtskräftigem Bebauungsplan mehr verfügbar, daher soll der Gewerbepark Pattensen-Süd um ca. 17,6 Hektar Nettobaufläche zu erweitern. Dort sollen vor allem mittelständische Betriebe einen neuen Standort finden, und ansässige Unternehmen könnten ihren Betrieb ausdehnen. Die Erweiterung soll in die Hände der Hannover Region Grundstücksgesellschaft HRG gelegt werden. Auch hier fördert die Region die fachgutachterliche Voruntersuchung, die Artenschutzgutachten, Geohydrologisches Gutachten, Verkehrsgutachten und ein städtebauliches Konzept.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

21.11. 2019 


Ministerpräsident Weil warnt - Windenergie geht die Puste aus

Windräder sollen gut 1 000 Meter von Wohnsiedlungen entfernt stehen

Und Doris Schröder-Köpf will mehr Flüchtlinge ins Land lassen

Das war erst einmal ein großer Schock! Nach der Ankündigung des Windkraft-Unternehmens Enercon, künftig Rotorblätter im Ausland fertigen zu lassen und mal so eben 1 500 Arbeitsplätze in Niedersachsen abzubauen, spricht Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ein Machtwort und fordert einen Neustart.

"Wenn das so weitergeht, wird es in Zukunft keine deutsche Windindustrie mehr geben", sagte der Ministerpräsident. Seit 2016 seien bereits 40 000 Arbeitsplätze in der Branche abgebaut worden.

Ministerpräsident Weil forderte am Dienstag einen Neustart in der Energiewende. Foto S. Lappe

In einer Regierungserklärung forderte er einfachere Genehmigungen für Windräder, einen jährlichen Zuwachs von 5 Gigawatt und verstärkten Netzausbau. Die starre Abstandsregel von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung will Weil für Niedersachsen nicht übernehmen. Ulf Thiele vom Koalitionspartner CDU will hingegen die Regelung ergebnisoffen diskutieren.

Auch wurde im Landtag von der Integrationsbeauftragten Doris Schröder-Köpf (SPD) gefordert, jungen Flüchtlingen zu helfen: "Deutschland könnte ein Sonderkontingent generieren, und wir könnten noch vor dem Einbruch des Winters Kinder und Jugendliche aus den katastrophalen griechischen Lagern aufnehmen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

19.11.2019


Transporter-Vermietung ProShare startet in Dresden und Erfurt durch

Jetzt auch VW Nutzfahrzeuge per App anmieten

Großes vor und kleines Auto? Egal ob Waschmaschine oder Europaletten: Volkswagen Nutzfahrzeuge bietet mit ProShare ein neues, flexibles Transporter-Sharing an. Gewerbe- und Privatkunden in Dresden und Erfurt erhalten ab per App schlüssellosen Zugriff auf den passenden Transporter. Fahrzeuge der Modelle Caddy, Transporter und Crafter stehen so schnell und bequem zur Verfügung - ohne Bindung an starre Öffnungszeiten, umständliche Papierverträge oder intransparente Preismodelle.

Voraussetzung ist nur eine einfache Registrierung der Kunden unter proshare_registration oder per App. Bezahlmethode eintragen, Führerschein verifizieren lassen.

Die verfügbaren Nutzfahrzeuge sind in der App sichtbar und können flexibel von einer Minute bis zu 28 Tagen gebucht werden. Gestartet wird mit dem Basistarif ab 0,15 Euro/Minute, wenn der Kunde länger unterwegs ist, wird automatisch der günstigste Festpreis ermittelt. Alle Preise verstehen sich inklusive Haftpflicht- und Vollkaskoschutz sowie Kraftstoff – denn getankt wird per Tankkarte, die bereits im Handschuhfach liegt.

„Auf dem Weg vom reinen Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister wollen wir die neuen Nutzungskonzepte und Bedürfnisse unserer Kunden noch besser verstehen“, sagt Silja Pieh, Leiterin Strategie, MasS/TaaS und digitale Produkte bei Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Das Unternehmen ProShare stellt dabei die technische Infrastruktur, Kundenakquise sowie den Kundenservice bereit. Der lokale Partner, wie beispielsweise die Autoholding Dresden, verwaltet die Fahrzeuge, ist verantwortlich für ihren einwandfreien Zustand, kennt die Endkunden vor Ort und agiert als lokaler ProShare-Betreiber.

ProShare plant Anfang 2020 nach Erfurt und Dresden auch in weiteren Städten Deutschlands verfügbar zu sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

20.11. 2019


IHK bekommt Neubau

Der Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen

Die IHK Hannover bekommt eine neue Hauptgeschäftsstelle. Nach intensiven Analysen und Diskussionen über eine Sanierung der Gebäude am bisherigen Standort Schiffgraben einerseits oder der Suche nach einem geeigneten Objekt mit guter Erreichbarkeit zur hannoverschen Innenstadt andererseits ist jetzt die Entscheidung gefallen: Der Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen, bis Mitte 2023 bezugsfertig sein und rund 45 Millionen Euro kosten.

IHK-Präsident Dr. Christian Hinsch sagte dazu, er freue sich, dass nach jahrelanger Vorbereitung, Planung und Abwägung nun die Entscheidung für einen modernen Neubau an einem für die Mitglieder gut erreichbaren Standort gefallen sei.

Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen und rund 45 Millionen Euro kosten. Foto IHK  

Die Finanzierung des Neubaus wird die IHK vor allem aus Rücklagen bestreiten können, die hierfür in den letzten Jahren aufgebaut worden seien sowie aus Verwertungserlösen für den alten Standort, den die IHK nach dem Umzug aufgeben wird.

Bei den Angeboten für den Neubau hat sich der Entwurf der hannoverschen Bauträgergesellschaft bauwo durchgesetzt. Er wird rund 8 800 qm Bruttogrundfläche aufweisen, die sich auf sieben Geschosse verteilen. Die knapp 200 Mitarbeiter werden vor allem in Gruppenbüros einziehen mit unterschiedlichen Möglichkeiten für Kundengespräche und interne Kommunikation. Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage betonte: „Der für die nächsten Jahre anstehende Ausbau digitaler Prozesse wird sich hervorragend verbinden mit modernen Arbeitsplätzen in attraktiven Bürokonzepten.“

Nach Angaben der IHK Hannover besticht der Entwurf von bauwo vor allem durch seine hohe Flexibilität und Funktionalität, was wichtig sei, weil die technischen Anforderungen der acht IHK-Abteilungenhöchst unterschiedlich sei und spezifische Lösungen erfordere bezüglich der Arbeitsumgebung und -ausstattung.

Volker Benke

07.11.2019


Werkzeugmaschinenindustrie: Produktionsprognose 2019 revidiert

VDW nimmt Produktionsprognose für 2019 zurück

Im dritten Quartal 2019 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 29 Prozent zurück, die Auslandsorders verloren 23 Prozent. In den ersten neun Monaten 2019 sank der Auftragseingang um 23 Prozent, das Inland notierte 22 Prozent im Minus, das Ausland 23 Prozent.

„Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen ist weiter rückläufig, wenngleich das Minus am aktuellen Rand etwas abgebremst ist“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), das Ergebnis. Nie zuvor habe sich die Branche mit einer derartigen Kumulation von Faktoren konfrontiert gesehen, die allesamt negativ auf das Geschäft wirkten: ein zyklischer Abschwung gepaart mit Handelskonflikten und einer instabilen Verfassung des größten Abnehmers Automobilindustrie.

Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW

Verglichen mit den Sommermonaten hat sich bei spanenden Maschinen, die etwa 70 Prozent der Gesamtproduktion ausmachen, das Volumen zuletzt jedoch am aktuellen Rand etwas gefangen.  „Wir sehen hier durchaus einen ersten EMO-Effekt“, sagt Schäfer. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob sich dieser in den kommenden Monaten noch festigen kann. In der Umformung sind die Bestellungen im September sogar wieder ins Plus gedreht. Stützend wirkte sich vor allem das ausländische Projektgeschäft aus.

Sorgenvoll stimmen die Euroländer, deren Bestellungen in allen drei Monaten des dritten Quartals über 30 Prozent abnahmen. Auch mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, keine wirksame Erholung der Nachfrage aus Europa. Das Asiengeschäft erfüllt die Wissenschaftler ebenfalls mit Sorge. Mit auslaufender Stimulierung durch die US-Finanzpolitik werde auch Amerika schwieriger. Insgesamt habe sich das internationale Wirtschaftsklima stark eingetrübt und bewirke Zurückhaltung bei den Investitionen, auch wenn sich die Stimmung am ganz aktuellen Rand sachte aufhellt, so Schäfer.

Vor diesem Hintergrund hat der VDW seine Produktionsprognose für 2019 zurückgenommen, der Verband gehe jetzt von einem Rückgang um 4 Prozent aus, der allerdings noch durch die Realisierung des Auftragsbestands gestützt wird. Die im Sommer für die zweite Jahreshälfte erwartete, allmähliche Nachfragestabilisierung habe sich indes nicht bestätigt.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gehört zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinenbau. Durch ihre absolute Schlüsselstellung für die industrielle Produktion ist ihre Entwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Industrie. 2018 produzierte die Branche mit rd. 73.500 Beschäftigten (Jahresdurchschnitt 2018, Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern) Maschinen und Dienstleistungen im Wert von 17,1 Mrd. Euro.

VDW/ Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

12.11.2019


Handwerk ist stabilisierender Faktor

Handwerk leistet als stabilisierender Faktor einen wichtigen Beitrag.

Nachdem sich die Konjunktur im Herbst eingetrübt hat und in der exportgetragenen Industrie Krisenstimmung herrscht, erweist sich allein das Handwerk nach wie vor als stabilisierender Faktor und leistet zur aktuell guten Binnennachfrage einmal mehr einen wichtigen Beitrag. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Peter Karst (Foto Xing), betonte bei der Vorstellung des Herbst-Konjunkturberichts, die Handwerkskonjunktur im Bezirk Handwerkskammer Hannover sei im abgelaufenen Quartal gut verlaufen. Im Vergleich zu den Zahlen im Herbst 2018 sei der Geschäftsklimaindex nochmals um vier Punkte auf nunmehr 135 Indexpunkte gestiegen – allerdings mit deutlichen Abweichungen in den einzelnen Handwerksbranchen.

Den höchsten Indexwert erreichte danach das Nahrungsmittelhandwerk mit 148, den geringsten verbuchten die Gesundheitshandwerke mit 119 Punkten. Positiv verlaufen sei auch, sagte Karst, die Auftrags- und Umsatzentwicklung im Gesamthandwerk und das bei steigenden Beschäftigtenzahlen. Ebenfalls zufriedenstellend sei die Auslastung der Betriebe, die eine durchschnittliche Auslastung von 85 Prozent gemeldet hätten, die gegenüber den Vorjahresquartalen auch noch einmal gesteigert werden konnte. Außerdem hätten die Betriebe auch des nach wie vor guten Konjunkturverlaufs weiterhin verstärkt in Maschinen, Anlagen und digitale Technologien investiert.

Besonders gut zeigte sich die wirtschaftliche Lage im Bauhandwerk, insbesondere der Wohnungsbau habe abermals einen Aufschwung erlebt. Dabei schlügen sich die niedrigen Hypothekenzinsen einerseits und ein extrem niedriger Habenzins positiv zu Buche. Während der schwache Außenhandel von vielen Exportbranchen der Industrie für rückläufige Aufträge und Krisenstimmung gesorgt habe, wirke sich das bisher kaum auf das Geschäftsklima des Handwerks für den gewerblichen Bedarf aus, das – gemessen am Gesamthandwerk – von den Betrieben nur als leicht unterdurchschnittlich bewertet werde. Anders liegen die Dinge bei Kraftfahrzeughandwerk. Hier kennzeichnen deutlich rückläufige Auftragseingänge bei einem kräftigenUmsatzminus die Lage. Der Geschäftsklimaindex sei dennoch – gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres - nahezu unverändert bei 134 Punkten geblieben.

Zunehmende Nachfrage und gestiegene Umsätze kennzeichnen die Lage im Nahrungsmittelhandwerk, das konjunkturelle Schubkräfte verspürte. Der Geschäftsklimaindex ist mit 148 Indexpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich gestiegen. Per Saldo habe jeder zweite Betrieb eine zunehmende Nachfrage verzeichnet und auch die Umsätze seien in den befragten Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien kräftig gestiegen.Gekränkelt haben dagegen die Gesundheitshandwerke. Sie erreichten nur einen weit unterdurchschnittlichen  Geschäftsklimaindex von 119 Punktenund bildeten damit das Schlusslicht, dabei sei auch in 29 Prozent der Betriebe Stellen abgebaut worden.

Das Handwerk geht auch für das kommende Quartal von einer guten wirtschaftlichen Entwicklung aus, allerdings werde sich die Konjunktur in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich darstellen. Während das Kraftfahrzeughandwerk, das Dienstleistungshandwerk, das Nahrungsmittelhandwerk und das Gesundheitshand-werk positiv in die Zukunft schauen, sind die die übrigen Handwerksbranchen in ihren Erwartungen eher zurückhaltend.

Volker Benke

06.11.2019


Was tun im IT-Notfall?

 Notfallkarte für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Dass man die Feuerwehr ruft, wenn es brennt, ist selbstverständlich. Aber was, wenn die IT stillsteht oder es zu einem Cyber-Angriff gekommen ist? Antworten enthält die neue IT-Notfallkarte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die BSI-Präsident Arne Schönbohm und Martin Wansleben, Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), im Rahmen des 29. Cyber-Sicherheitstages in Berlin vorgestellt haben.

Die Notfallkarte kann im Büro oder in der Werkhalle angebracht werden. Sie enthält eine individuelle Notfall-Rufnummer sowie Handlungsanweisungen im Falle eines IT-Notfalls. Ebenfalls vorgestellt wurde die Landkarte der Cyber-Sicherheit, die Initiativen, Kammern und Verbände aufzeigt, die sich bundesweit für die Verbesserung der Cyber-Sicherheit engagieren und neben dem BSI Anlaufstellen für Unternehmen sind.
„Gerade der Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft und vielfacher Innovationstreiber ist im Visier von Cyber-Angreifern. Das kann Krankenhäuser genauso treffen wie Handwerksbetriebe, Autozulieferer oder Juweliere. Viele KMU benötigen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion. Hier bieten wir mit der IT-Notfallkarte und der Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen Erste Hilfe und Orientierung", so Arne Schönbohm, Präsident des BSI.

Die IT-Notfallkarte wird ergänzt durch einen Maßnahmenkatalog „Notfallmanagement“ und eine „TOP12“-Übersicht: Maßnahmen bei Cyber-Angriffen, die sich besonders an KMU wendet. Das Service-Paket „IT-Notfall“ ist ein gemeinsames Produkt der Zusammenarbeit von BSI, DIHK, eco, VOICE, BKA, Initiative Wirtschaftsschutz, NIFIS und Charter of Trust.

Die IT-Notfallkarte und die Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen stehen auf der Webseite des BSI unter 
allianz-fuer-cybersicherheit-Notfallkarte zur Verfügung.

BSI/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bei der Digitalisierung soll Agentur Firmen behilflich sein

Volker Schmidt: Wir müssen irgendwie digitaler werden

Der Arbeitgeberverband Niedersachsen-Metall will Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen und hat dafür die Agentur „Experts for Business“ (X4B) ins Leben gerufen.

Volker Schmidt, Chef von Niedersachsen-Metall sagte dazu: „Alle wissen, dass sie irgendwie digitaler werden müssen. Das 'wie' ist dann allerdings die Frage, an der viele scheitern." 

Volker Schmidt stellt die Agentur X4B vor. Foto Niedersachsen-Metall 

Die Agentur X4B soll hierbei helfen, die Unternehmen individuelle Lösungen für die Digitalisierung aufzuzeigen. „Wir schaffen einen Service von Arbeitgebern für Arbeitgeber", so Schmidt. Geschäftsführer der Agentur sind Markus Humpert und Christian Hentschel, die neben der konkreten Beratung auch Workshops und Veranstaltungen zum Thema anbieten wollen. Man arbeite eng mit einem Netzwerk von Partnern aus Verbänden, Kammern, dem Land und Institutionen zusammen und biete Kontakt zu Experten an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


So wird das Smartphone zum Faxgerät

Das Fax per App senden

Klar, hier und da brauchen wir einfach ein Faxgerät. Doch meist fehlt es inzwischen im Büroalltag. In solchen Fällen kann eine Fax-App sehr hilfreich sein. Bevor man sich jedoch für eine Fax-App entscheidet, sollten zuerst die Preise für den Einzelversand oder Abonnements bei verschiedenen Anbietern vergleichen und die Nutzerbewertungen gut durchlesen. Für Gelegenheitsfaxer gibt es zum Beispiel die App Freefax von Fax.de. Sie ist kostenlos, wenn man pro Tag nur eine Seite versenden möchte. Sind mehr Seiten zu faxen, sollte man ein Guthaben aufladen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 24.04.2019


Das ist was zum Nachmachen!

Mitfahr-App für Eltern und Kinder in Berlin und Dresden

Jetzt profitieren Familien in Dresden und Berlin von der Mitfahr-App des Startups Zouzoucar. Ziel ist es, alltägliche Fahrten zur Schule, zum Sportverein oder Kindergeburtstag zu bündeln. Die Kinder werden dabei von Personen gefahren, die die Eltern kennen und denen sie vertrauen. Mit Unterstützung von Volkswagen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden wurde die App für den deutschen und englischsprachigen Raum angepasst und ist jetzt in Dresden und Berlin in der Pilotphase.

Unnötiger Verkehr von Eltern soll vermieden, die Umwelt geschont und Kosten gespart werden. Dafür wurden die Kooperationen mit der „Dresden International School“ und „Waldschule“ in Berlin eingegangen. Die App unterstreicht den Wandel von Volkswagen zum Mobilitätsanbieter. Zouzoucar aus Frankreich ist eines von fünf Startups, das seit September 2018 in der dritten Runde im Gründer-Programm im „Future Mobility Incubator" der Gläsernen VW-Manufaktur  in Dresden arbeitet. Foto VW

Die Gläserne Manufaktur bietet im Rahmen des Startup-Programms Unterstützung: Betreuung durch Experten, etwa aus dem SpinLab (The HHL Accelerator-Programm der HHL Leipzig Graduate School of Management) aktive Arbeitsumgebung in der Manufaktur mit entsprechender IT-Infrastruktur, Kontakt zu Forschern, Entwicklern und Entscheidern von Volkswagen-Projektmanagement, Nähe zur Start-up-Szene sowie finanzielle und personelle Unterstützung durch die Stadt Dresden auch beim Thema Wohnraum.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche