LITERATUR - LESEN und HÖREN

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Hörregion Hannover: „Schule des Neuen Hörens“ mit Damian Marhulets

Multimediale Vortragsreihe - noch Termine am 3. und 13. März 

Wie können moderne Wissensformen und Denkpraxen die Musik durchdringen und damit auch ihre Komposition und Wahrnehmung verändern? In der multimedialen Vortragsreihe „Schule des Neuen Hörens“ verwebt Damian Marhulets (Foto Wikipedia)philosophische Gedanken und Theorien mit Musikstücken unterschiedlicher Epochen.

An sechs Abenden lädt der hannoversche Künstler dazu ein, neue Sichtweisen auf und Hörweisen von Musik zu entdecken – mit audiovisuellen Performances, in Vorträgen und Gesprächen mit Gästen.

Asynchrone Musik: von Zeit und Zufall: Am Dienstag, 25. Februar, spricht Damian Marhulets mit dem Philosophen Armen Avanessian über gestörte Kausalitäten, lemurische Zeitkriege und erogene Zonen der Realität.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Hörregion Hannover mit Incontri – Institut für neue Musik an der HMTMH und wird von der Stiftung Niedersachsen unterstützt. Der Eintritt zu allen Abenden ist frei.

Damian Marhulets ist ein in Hannover lebender Komponist, Musiker und Multimedia-Künstler. Er hat Musik in Minsk und Danzig (Oboe und Klavier) sowie in Hannover und Köln (Komposition und elektronische Musik) studiert. Er komponiert und spielt Musik für Konzerte, Theater, Film und DJ-Clubs – in Europa und den USA.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter hörregion-hannover.

Nächste Termine - immer dienstags: 3.03., 10.03., jeweils 18.30 Uhr, Eintritt frei.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

23.01.2020


Cartoonist Luz erinnert an Kollegen

"Wir waren Charlie" - ein Buch 

Der französische Cartoonist Luz blickt auf seine Zeit als "Charlie Hebdo", Zeichner vor dem Terroranschlag, auf die Satirezeitung 2015 zurück und sagt: "Jeder war auf andere Weise begabt... Der eine politisch, der andere grafisch, der nächste humoristisch..."

Und auf rund 300 Seiten bringt Luz (mit bürgerlichem Namen Rénald Luzier) seine Erinnerungen mit Pinsel und Feder  zu Papier. Und zeichnet von seinen Kollegen persönliche und intime Porträts. Es ist ein Buch gegen das Vergessen und eine Homage an den Beruf  des Zeichners und Karikaturisten.

Luz selber entkam dem Massaker nur, weil er damals zu spät in die Redaktion gekommen war. Es war sein Geburtstag!

Luz, der seit dem Anschlag unter Polizeischutz steht, zeichnet mit viel Emotion und Nostalgie das Porträt einer Redaktion, die mit ihren Illustrationen, Karikaturen und investigativen Reportagen mit linkem Einschlag für Meinungsfreiheit und gegen Extremismus in Religion und Politik kämpft. Er skizziert die hitzigen Debatten, die explosive Arbeitsstimmung, Ängste, Siege und verlorene Kämpfe. Und ganz nebenbei lässt er die französische Politik der 90er und Nullerjahre Revue passieren.

Zu einem bewegenden Moment wird seine Begegnung mit Cabu, dem einstigen künstlerischen Leiter von "Charlie Habdo", der bei dem Terroranschlag ums Leben kam. Und dann ist da noch Charb, der ebenfalls ums Leben kam. Der scharfzüngige Tabubrecher  machte sich über alles und jeden lustig - auch über seinen Kollegen Luz!

Luz: "Wir waren Charlie", Reprodukt, 320 Seiten, 29 Euro

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.02.2020


Es geht weiter mit den Krimis in Ostfriesland / 3. März

Christiane Franke und Cornelia Kuhnert machen es wieder!

Die beiden Krimischriftstellerinnen kommen mit  „Krabbenkuss mit Schuss" am 3. März um 20.15 Uhr in die Buchhandlung Hugendubel in der Bahnhofstr.14.

Christiane Franke wurde an der Nordseeküste geboren und lebt immer noch gerne dort. Neben ihren gemeinsamen Projekten mit Cornelia Kuhnert schreibt sie eine weitere Krimiserie um die Wilhelmshavener Kommissarinnen Oda Wagner und Christine Cordes, die im Emons Verlag erscheint.
Cornelia Kuhnert lebt in Hannover, hat hier als Lehrerin gearbeitet, hat bereits zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht und Anthologien herausgegeben.
Zur Story: Das ist mal wieder typisch für Lehrerin Rosa. Da möchte sie für ihre Klasse einen Termin auf einer ostfriesischen Alpakafarm machen und stolpert dabei
beinahe über einen Toten. Für die Kripo in Wittmund ist schnell klar: Die Ehefrau war‘s. Spürnase Rosa kommen allerdings Zweifel….

Ute Micha/PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

18.02.2020


Mahmoud Darwish – eine Spurensuche“ / 4. März

Noemi Schneider auf Spurensuche in Israel und Palästina

Zehn Jahre nach dem Tod des Dichters Mahmoud Darwish, der lange als aussichtsreicher Kandidat für den Literaturnobelpreis galt, begibt sich die Autorin Noemi Schneider auf eine Spurensuche in Israel und Palästina. In ihrer Lesung mit Gespräch am 4. März um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Hildesheimer Str.12, kommen neben den Gedichten des Poeten auch zahlreiche Stimmen über sein Leben und Werk zu Wort. Der Eintritt (nur Abendkasse) kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Schüler*innen freier Eintritt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Region Hannover, dem Kulturbüro und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Braunschweig und Hannover (KED).

Mahmoud Darwish wurde geliebt und gehasst, besungen und mit Hitler verglichen. Das Werk des palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish sorgt für Kontroversen. Auch Jahre nach seinem Tod. Eine Reise durch Israel und Palästina auf den Spuren des Dichters. Am 9. August 2008 starb Darwish.

Noemi Schneider wurde 1982 in München geboren, studierte Publizistik und Regie an der Hochschule Fernsehen und Film München. Darauf folgten die freie Mitarbeit als Redakteurin bei Deutschlandradio Kultur und der Dokumentarfilm Walaa! 2013 erschien das zugehörige Buch „Kick it, Walaa!“. Im gleichen Jahr erhielt sie den Edit Essaypreis für ihren Text „Oh Boy, ich hasse Rot“. Sie lebt in München und Tel Aviv.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

24.02.2020


Der spektakulärste Kriminalfall Deutschlands /11. März

„Haarmann“: psychologisch raffiniert und extrem fesselnd

Am 11. März, wird Dirk Kurbjuweit (Foto lks.) bei Hugendubel, Bahnhofstr. 14, um 20.15 Uhr seinen Kriminalroman "Haarmann"  vorstellen, Martina Sulner wird an diesem Abend moderieren.

Im Hannover der 1920er-Jahre verschwinden Jungs, einer nach dem anderen, spurlos. Steckt ein bestialischer Massenmörder dahinter? Für Robert Lahnstein, Ermittler im Fall Haarmann, wird aus den Gerüchten bald schreckliche Gewissheit: Das Deutschland der Zwischenkriegszeit hat es mit einem Psychopathen zu tun. Lahnstein, der alles dafür gäbe, dass der Albtraum aufhört, weiß bald nicht mehr, was ihm mehr zu schaffen macht: das Schicksal der Vermissten, das Katz-und-Maus-Spiel mit dem mutmaßlichen Täter, die dubiosen Machenschaften seiner Kollegen bei der Polizei oder eine Gesellschaft, die nicht mehr daran glaubt, dass die junge Weimarer Republik sie vor dem Verbrechen schützen kann.
Dirk Kurbjuweit inszeniert den spektakulärsten Serienmord der deutschen Kriminalgeschichte psychologisch raffiniert und fesselnd. Eindringlich ergründet er die dunkle Seite der wilden 1920er-Jahre, zeigt ein Zeitalter, der politischen Verrohung, der massenhaften Prostitution. So wird aus dem pathologischen Einzelfall ein historisches Lehrstück über menschliche Abgründe.

Kurbjuweit, *1962 in Wiesbaden, zählt zu den vielseitigsten und produktivsten Autoren der Gegenwart. Als Zeit- und Spiegel-Reporter einer breiten Leserschaft bekannt, überzeugt er auch als Erzähler. Nach dem Debüt „Die Einsamkeit der Krokodile“ (1995) wurden besonders die Novelle „Zweier ohne“ (2001) und der Roman „Angst“ (2013) von der Kritik gefeiert. Etliche seiner literarischen Erfolge dienten als Vorlage für Verfilmungen, Theaterstücke und Hörspiele.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Hannover Woche

22.02.2020


LiteraTour Nord: Am 26. März wird der Preis verliehen

Sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren stellten ihre aktuellen Bücher vor.

Die Lesereise um den Preis der LiteraTour Nord ist ein einmaliges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Hochschulen und der VGH-Stiftung. Eingeladen werden sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren, ihre aktuellen Bücher vorzustellen. Zum Schluß wird an eine*n der Teilnehmer*innen der mit 15.000 Euro dotierte Literaturpreis verliehen.

 

Begleitend zu den Lesungen bieten die Professorinnen und Professoren, die auch die Lesungen moderieren, Veranstaltungen an ihren Hochschulen an.

Die VGH-Stiftung fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

Mit der Saison 2019/2020 übernahm Prof. Wilfried Köpke den Juryvorsitz der LiteraTour Nord von Prof. Dr. Sabine Doering, die dem Gremium zuvor fünf Jahre vorsaß.

Am 26. März wird der von der VGH Stiftung ausgelobte und mit 15.000 Euro dotierte Preis der LiteraTour Nord 2020 im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde an Ulrike Draesner für ihren Roman "Kanalschwimmer" verliehen. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin und Deutschlandradio-Redakteurin Wiebke Porombka.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord 


Büro für Popkultur holt die Criminale in die niedersächsische Landeshauptstadt

Das Krimi-Event des Jahres gastiert vom 14. bis 18. April 2020 in Hannover
Der Staffelstab für die 35. CRIMINALE 2020 wurde an Hannover übergeben. Jörg Smotlacha und Volker Petri von der hannoverschen Agentur Büro für Popkultur übernahmen den Auftrag vom Syndikat, die CRIMINALE 2020 in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu organisieren. 

Vom 14. bis zum 18. April 2020 wird es in Hannover nun so richtig kriminell. Der Autoren-Kongress und das facettenreiche Krimi-Festival CRIMINALE sind der Krimi-Treff des Jahres für Autor*innen und Fachbesucher*innen aus Verlagen und Buchhandlungen, Agent*innen, Kritiker*innen, Blogger*innen und natürlich für das interessierte Krimi-Publikum.

Neben zahlreichen Lesungen wird auch der Friedrich-Glauser-Preis, ein wichtiger Krimi-Preise im deutschsprachigen Raum, verliehen. Über 200 Autorinnen und Autoren werden im Jahr 2020 Hannover unsicher machen und kriminell bereichern. Obendrein gibt es eine Auswahl krimineller Geschichten rund um Hannover.

„Wir freuen uns, dass nach neun Jahren Krimifest nun die CRIMINALE nach Hannover kommt“ so Volker Petri. Jörg Smotlacha betonte, dass die CRIMINALE 2020 ein weiterer Meilenstein Hannovers auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 sein kann.

Büro für Popkultur: oben Volker Petri, Henning Chadde, Jörg Smotlacha / unten: Ninia Binias, Jan Egge Sedelies. Foto: Ralf Rohde)

tatworte-Hannover 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi begeistert mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Daphne Vloumidi stellte bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer)

Hier kann man das Buch kaufen und bestellen:

Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile und über Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!