LITERATUR - LESEN und HÖREN

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„Aufm Platz“ - Festivals gehen gemeinsam auf Tour

Musiktage und Literaturfest Niedersachsen öffentliche Plätze im ganzen Land

Hand in Hand haben die Niedersächsischen Musiktage und das Literaturfest Niedersachsen in den letzten Wochen gewirbelt, um Ihnen für den Herbst 2020 ein neues Format zu präsentieren. Unter dem Titel „Aufm Platz“ gehen die beiden Festivals gemeinsam auf eine Tour durch Niedersachsen und bespielen an allen vier Wochenenden im September öffentliche Plätze im ganzen Land. 18 niedersächsische Orte stehen auf dem Tour-Plan. An jedem Wochenende ist die mobile Festival-Bühne in einer anderen Region unterwegs, jeweils mit unterschiedlichem Programm.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter
.festivals-aufmplatz.

Wer „aufm Platz“ nicht dabei sein kann, wird immerhin digital und per Funkwelle Teile des ursprünglich geplanten Festival-Programms genießen können: In Kooperation mit NDR Kultur wird es im August ein Foyerkonzert mit Christoph Sietzen und im September eine Lesung mit Christoph Hein zu hören geben. Weitere Überraschungen sind in Arbeit!

Wurzeln und Triebe
18. – 20. September: Walsrode, Otterndorf, Stade-Bützfleth und Osterholz-Scharmbeck
 Klarinettist Kinan Azmeh und Jazz-Pianist Florian Weber haben zusammen ein Musik-Programm entwickelt, bei dem sie ihre eigenen Kompositionen mit denen von Komponisten wie Bartók und Penderecki miteinander verflechten.

Die beiden Musiker treten in den Dialog mit dem Berliner Slam-Poeten und Sprachkünstler Bas Böttcher.

Kinan Azmeh, Foto: Liudmila Jeremies

Stilübungen

25. – 27. September: Winsen/Luhe, Lüneburg, Uelzen und Celle
Der Schriftsteller Raymond Queneau erzählt in seinen „Exercices de Style“ auf 99 unterschiedliche Arten und Weisen von einer Zufallsbegegnung in Paris. Burgschauspielerin Dörte Lyssewski bringt diese Stilübungen kunstvoll und witzig zum Klingen.

Schlagwerker Christoph Sietzen „brennt Feuerwerke klanglicher Vielfalt und virtuoser technischer Zauberkunst nieder“ (Spiegel Online). Er wechselt gekonnt zwischen Marimba-Melodik, Multipercussion und archaischen Trommelrhythmen.

Dörte Dörte Lyssewski, Foto Dörte Lyssewski Vanessa Maas


Das Programm und die Autorinnen und Autoren der 29. LiteraTour Nord

 Die Lesereise um den Preis der LiteraTour Nord startet am 25. Oktober 2020.

Sie ist ein einmaliges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Hochschulen und der VGH Stiftung. Gemeinsam laden wir sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, ihre aktuellen Bücher vorzustellen.

Bei der Entscheidung über die Vergabe des Preises berücksichtigt die Jury auch die Stimmen, die das Publikum während der Lesereise abgegeben hat. Die Lesungen werden von Professorinnen und Professoren moderiert, die begleitend dazu reguläre Veranstaltungen an ihren Hochschulen anbieten.

Die VGH Stiftung fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den mit 15.000 Euro dotierten Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

Die Tour startet immer am Sonntagvormittag in Oldenburg, führt am selben Abend nach Bremen und an den folgenden fünf Tagen nach Lübeck, Rostock, Lüneburg, Hannover und seit diesem Jahr auch nach Osnabrück.

In der Saison 2020/21 lesen: Roman Ehrlich (25. bis 30. Oktober 2020), Anne Weber (8. bis 13. November 2020), Iris Wolff (22. bis 27. November 2020), Leif Randt (6. bis 11. Dezember 2020), Anna Katharina Hahn (10. bis 15. Januar 2021) und Olga Grjasnowa (24. bis 29. Januar 2021).
Neu ist die Lesestation Osnabrück als siebte Stadt der LiteraTour Nord, dadurch erweitert die Lesereise ihr räumliches Spektrum ins südwestliche Niedersachsen.

Neu ist in diesem Jahr, daß jeweils eine Lesung pro Autor*in aufgezeichnet wird  und das Video anschließend online im Netz steht.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

12.08.2020


342 Einreichungen für den NDR Kultur Sachbuchpreis

NDR-Sachbuchpreis: Corona ist das Thema vieler Bücher  

Die Herausforderungen, vor denen die Länder weltweit derzeit stehen, spiegeln sich auch in den Einreichungen für den 12. NDR Kultur Sachbuchpreis wider: Ins Rennen um die Auszeichnung gehen Bücher, die sich etwa mit der Corona-Pandemie und ihren gesellschaftlichen Folgen, mit Verschwörungsmythen und Gefahren für die Demokratie, mit dem Klimawandel und der Kulturgeschichte beschäftigen.

342 Titel konkurrieren diesmal im Wettbewerb um das beste in deutscher Sprache erschienene Sachbuch des Jahres. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und prämiert eine herausragende Autorenleistung, die ein relevantes Thema für ein breites Publikum verständlich aufbereitet und zum Diskurs anregt.

Die Longlist des NDR Kultur Sachbuchpreises wird Anfang Oktober veröffentlicht. Über die Shortlist und den Gewinnertitel, die beide im November bekannt gegeben werden, entscheidet eine prominent besetzte Jury unter Vorsitz von Katja Marx, NDR Programmdirektorin Hörfunk.

Die weiteren Jurymitglieder sind Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung; Dr. Franziska Augstein, Autorin der „Süddeutschen Zeitung“; Hendrik Brandt, Chefredakteur der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“; Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland; Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung; Hilal Sezgin, Publizistin; und Dr. Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland.

Am 24. November wird der NDR Kultur Sachbuchpreis zusammen mit dem Förderpreis Opus Primum der VolkswagenStiftung im Schloss Herrenhausen in Hannover verliehen. NDR Kultur überträgt die Verleihung ab 19 Uhr live.

Weitere Informationen im Internet unter NDR/ndrkultur.

NDR/Sigrid Lappe/Ute Micha

28. August 2020


Frankfurter Buchmesse trotz Corona - aber anders

Keine Ausstellerstände auf der Frankfurter Buchmesse

Aufgrund der wieder zunehmenden Corona-Beschränkungen müsse man auf Stände in den Hallen verzichten, erklärt der Veranstalter.

Eigentlich sollte die Messe vom 14. bis 18. Oktober in eingeschränkter Form auch auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden. "Jetzt liegt der Fokus auf unserem virtuellen Angebot und den Veranstaltungen in der Festhalle und in der Stadt", sagt Buchmesse-Chef Juergen Boos. Normalerweise zieht die Frankfurter Buchmesse rund 30 000 Besucher und über  7 500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern an. Sie gilt als weltgrößte Buchmesse. Jetzt erwartet Boos ein Defizit in Millionenhöhe.

Die Buchmesse wird nach der verkleinerten Ausgabe in diesem Jahr nie mehr dieselbe sein. "Die Messe wird sich dauerhaft verändern", sagte Juergen Boos der Deutschen Presse-Agentur. Es wird keine vollen Messehallen, Gedränge in den Gängen, Besucherrekorde  - "das alles werden wir  so schnell nicht wieder erleben". 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Leipziger Buchmesse verschiebt Termin

Buchmesse mit großem Lesefestival "Leipzig liest"

Die Leipziger Buchmesse verschiebt erneut ihren Termin im nächsten Jahr. Sie soll vom 27. bis 30. Mai 2021 stattfinden. Denn das neue Datum in der wärmeren Jahreszeit gebe den Messemachern in Zeiten der Corona-Pandemie mehr Flexibilität, erklärte Direktor OliverZille. Und es könne dann auch der Außenbereich des Messegeländes genutzt werden, und es gebe mehr Möglichkeiten für das große begleitende Lesefestival "Leipzig liest" und die dazugehörige Comicmesse Manga-Comic-Con.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

10.09.2020

Die Manga-Comic-Helden geben sich ein Stelldichein

Niedersachsens Buchhandlung des Jahres ist in Reppenstedt

Buchhandlung Vogel ist ein kulturelles Zentrum in Reppenstedt.

Leseclubs, Autorenbegegnungen oder Bilderbuchkino: Buchhändler*innen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung und kulturellen Grundversorgung ihrer Region. Als Anerkennung für dieses Engagement ehrt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) jährlich eine besonders herausragende Buchhandlung mit dem Niedersächsischen Buchhandelspreis. Kulturminister Björn Thümler zeichnet in diesem Jahr die Buchhandlung Vogel in Reppenstedt (Landkreis Lüneburg) mit dem Preis, dotiert mit 5.000 Euro, aus. „Durch ihr vielfältiges Angebot und großen persönlichen Einsatz machen Anja Vogel und ihr Team die Buchhandlung zu einem unverwechselbaren kulturellen Zentrum in Reppenstedt. Für Bürgerinnen und Bürger jeden Alters bietet die Buchhandlung Vogel nicht nur einen Raum für literarische Neuentdeckungen und Begegnungen, sondern entwickelt auch immer wieder innovative Formate zur kulturellen Teilhabe“, so Kulturminister Björn Thümler.

Branka Felba, Vorsitzende des Landesverband Nord e.V.: „Begeisterung für Kultur und das Lesen, hohe Kreativität, soziales Engagement und Spaß am Miteinander. Dies sind die Zutaten für das Rezept, mit dem Anja Vogel und ihr Team täglich ihr Buchhandels-Kleinod in der Region beleben. Die Buchhandlung wird zum wunderbaren Mittelpunkt einer kleinen Gemeinde, zieht aus dem weiteren Umkreis Menschen, die hier mit Freude ihr Bedürfnis nach Literatur und Kultur ausleben können, lässt die Region (er)leben, auch virtuell.“

Die Preisverleihung findet voraussichtlich im September statt.

MWK/Sigrid Lappe/Ute Micha


Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi begeistert mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Daphne Vloumidi stellte bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer)

Hier kann man das Buch kaufen und bestellen:

Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile und über Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!