Soziales Engagement - Medizin - Gesundheit


Masernausbruch in Niedersachsen!

Hildesheim und Peine betroffen

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes sind bisher in den Landkreisen Hildesheim und Peine vier Personen an Masern erkrankt. Die Fälle stehen offenbar in Zusammenhang, sollen jedoch keinen Bezug zum Ausbruch der Krankheit im Frühjahr ausweisen. In Niedersachsen sind in 2019 bisher 89 Masernerkrankungen registriert worden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.12.2019


Mehrfachschutz-Mittel schützt nicht nur vor Masern

Masernimpfpflicht führt zu verpflichtenden Impfung gegen weitere Krankheiten

Die große Koalition hat am 14. November den Beschluss umgesetzt, eine Masern- Impfpflicht ab dem 1. März 2020 einzuführen. Das führt in der Praxis zu verpflichtenden Impfungen gegen weitere Krankheiten. "Für eine Impfung gegen Masern stehen in Deutschland derzeit nur Impfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig noch gegen andere Krankheiten wie Mumps, Röteln und zum Teil auch Windpocken immunisieren", erklärte der Pharmaverband VfA auf Anfrage des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND).

Auch der Import eines ausschließlich von Masern schützenden Impfstoffes aus anderen EU-Staaten ist nicht möglich. "Nach unserer Kenntnis wird in allen 28 EU-Ländern offiziell die Mehrfachimpfung empfohlen, sodass keine Monoimpfstoffe mehr verfügbar sind", so der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA).

Nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums wird dadurch aber die Masernimpfpflicht nicht ausgehebelt. "Wer nach dem Gesetzentwurf zu einer der verpflichteten Personengruppen gehört, muss sich auch dann gegen Masern impfen lassen, wenn hierfür nur Kombinationsstoffe zur Verfügung stehen", erklärte das Bundesgesundheitsministerium.

Auch stehen nach dessen Angaben für die Masernimpfung nur Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Der VfA wies zusätzlich darauf hin, dass das zuständige Paul-Eherlich-Institut bei den Kombinationsimpfungen "nicht mehr Risiken und Nebenwirkungen als bei der Monoimpfung" sehe.

Das von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebrachte Gesetz sieht nun vor, dass Kinder ab dem 1. März 2020 nur dann eine Kitabesuchen dürfen, wenn sie geimpft sind. Und bei ungeimpften Schul- oder Kitakindern droht den Eltern ein hohes Bußgeld.

Der Deutsche Städtetag bemängelt, dass es noch zahlreiche offene Fragen gebe. Diese müssten schnellstmöglich geklärt werden, forderte der Präsident des Städtetages, der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (Foto Leipzig.de), gegenüber dem RND. Er nannte ungeklärte Probleme: "Ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz verwirkt, wenn zum Anmeldetermin kein Impfnachweis vorgelegt wird, und soll der Platz an den nächsten auf der Warteliste vergeben werden?" Grundsätzlich begrüßt aber Jung die Impfpflicht. Angesichts von Masernausbrüchen in jüngster Zeit sei es richtig und notwendig, dass die Regierung reagiert habe.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 14.11.2019


Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft ausgelobt

Bewerbungsfrist für 9. Förderpreis „Inklusion in der hannoverschen Wirtschaft“ läuft

Zum neunten Mal lobt die Landeshauptstadt Hannover den „Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft“ aus. Ausgezeichnet werden Betriebe, Geschäfte und Unternehmen in Hannover, die mit innovativen Konzepten barrierefreie Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen oder erhalten und ihnen so ein selbstbestimmtes Erwerbsleben ermöglichen.

Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Februar 2020.

Der Bewerbungsbogen kann im Internet unter www.hannover.de heruntergeladen werden und muss ausgefüllt bei der Landeshauptstadt Hannover, Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Andrea Hammann, Trammplatz 2, 30159 Hannover, eingereicht werden.

Die Preisverleihung wird im Frühjahr im Rathaus stattfinden.

Die Auswahl der PreisträgerInnen erfolgt durch die Jury, die von Mitgliedern des Rates, MitarbeiterInnen des Fachbereichs Wirtschaft der Landeshauptstadt Hannover, VertreterInnen von Behindertenorganisationen und der Wirtschaft sowie der städtischen Beauftragten für Menschen mit Behinderung gebildet wird.

wirtschaftsfoerderung-hannover/Inklusionspreis

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.11.2019


Erster "Mobidok" im Siloah Krankenhaus

Damit ist das Siloah die erste Klinik ohne Papier    

Das ist einfach easy - das Siloah Krankenhaus ist Papierlos. Viel Zeit wurde vor dem "Mobidok" bei den Abfragen verwandt:  Hatte der Patient morgens Fieber, sind die Laborbefunde schon da oder was zeigt das aktuelle Röntgenbild?

Fragen über Fragen, für die viel Zeit draufgegangen ist. Ärgerlich auch, wenn Blutproben-Ergebnisse noch im Labor waren, oder die Röntgenbilder in einer anderen Station lagen, die Werte des Patienten noch nicht eingetragen...

Auch das Personal freut sich über den mobilen "Dok". Foto KRH Siloah 

Das ist jetzt alles anders - im Siloah Krankenhaus an der Stadionbrücke gibt es kein Papier etc. mehr. Jetzt geht alles viel schneller, denn als erste Klinik Hannovers hat das Haus die digitale Patientenakte eingeführt. Seit gut einem halben Jahr - ab März - wurden sukzessive alle Stationen umgestellt. Es gab keine Handakten mehr, keine unleserlichen Anweisungen und unangenehme Nebenerscheinungen. Jetzt ist alles sofort sichtbar - auf PC-Stationen, die Pflegekräften und Ärzten überall zur Verfügung stehen. Für den Leiter der Station B4, Detlef Pfeiffer "ein enormer Zeitgewinn."   

Dem Personal im Siloah stehen 65 Visitewagen, sogenannte "Mobidoks", zur Verfügung. Am Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden sind es 41 Wagen. Auch in Gehrden ist das Krankenhaus bereits digital aufgestellt. Laut Pressesprecher Bernhard Koch: "Eine Investitionvon von mehreren Millionen Euro." Die nächste Anschaffung sollen Geräte u.a. zur Messung von Blutdruck beziehungsweise Puls sein, die direkt an den "Mobidok" angeschlossen sind und die die Daten sofort in die Patientenakte transferieren. Auch ist das System in sich geschlossen. Es ist abgeschirmt und kann nicht gehackt werden. Stationsleiter Pfeiffer: "Außerdem sieht jede Pflegekraft nur die Daten ihrer Patienten und nicht der anderer Stationen. Regelmäßig werden die Kennwörter gewechselt und die Stationen schalten sich bei Nichtgebrauch nach kurzer Zeit aus."   

Es werden rund 28 000 stationäre Patienten allein im Siloah versorgt. Das ist mit der digitalen Patientenakte eine Ersparnis von über 600 000 Papierseiten im Jahr! 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.11.2019 


Es werden mehr Lieferengpässe bei Arzneien befürchtet

Apotheker warnen schon

Es werden mehr Lieferengpässe bei Arzneimitteln befürchtet. Bereits jetzt warnen die Apotheker vor wachsenden Engpässen bei gängigen Medikamenten. "Lieferengpässe bei Schilddrüsenarzneien, Arzneien gegen Gicht oder Schmerzmittel wie Ibuprofen sind ein dauerndes Thema und Ärgernis", sagte Mathias Arnold, Vizepräsident  der Apothekervereinigung ABDA. Auch der Rückruf des Blutdrucksenkers Valsartan nach einer Verunreinigung habe 2018 zu einem Mangel geführt und normalisiere sich erst langsam.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.11.2019


Grippeschutzimpfung angehen

Ministerin Carola Reimann rät zur Impfung

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Riemann (SPD) macht es vor - sie ließ sich selbst immunisieren. Nach dem die ersten registrierten Influenza-Fälle bekannt wurden. "Wir sind im Oktober. Das ist die beste Zeit, um die Grippeschutzimpfung anzugehen ", sagte Reimann. Grippewellen sind nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in der Regel erst im Dezember oder - wie in den vergangenen Jahren - im Januar zu erwarten.

Nationaler Grippe-Impftag ist der 8. November

Seit dem Start der Saison Anfang Oktober sind im Landesgesundheitsamt vier Fälle der ersten Grippe, der sogenannten Influenza, registriert worden.

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.10.2019


Neuer Beauftragter für Opferschutz

Opfer brauchen einen Ansprechpartner

Die Landesregierung hat beschlossen, zum 1. November 2019 den Leitenden Oberstaatsanwalt a.D. Thomas Pfleiderer (Foto) zum Niedersächsischen Landesbeauftragten für Opferschutz zu ernennen. Pfleiderer, *1950, verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Justiz. Er war tätig bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle, beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe sowie als Leitender Oberstaatsanwalt in Bückeburg und zuletzt in Hildesheim. In seiner beruflichen Laufbahn war er mit ganz unterschiedlichen Formen der Kriminalität befasst und weiß um die Leiden und Bedürfnisse Betroffener. Als Landesbeauftragter für Opferschutz wird Pfleiderer künftig sowohl Opfer allgemeiner Kriminalität als auch Betroffene etwaiger sogenannter Großschadensereignisse (zum Beispiel Terroranschläge oder Amokläufe) in ihren Anliegen unterstützen.

Justizministerin Barbara Havliza: „Terroranschläge wie jener auf dem Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 haben gezeigt, dass ein zentraler Ansprechpartner für die Opfer und Hinterbliebenen eine große Hilfe und Entlastung ist. Thomas Pfleiderer wird den Betroffenen eine Stimme geben. Er wird sich stark dafür einsetzen, dass Betroffenen in Niedersachsen schnell und unbürokratisch geholfen wird.“

Opferschutz ist im Flächenland Niedersachsen dezentral organisiert: Die Stiftung Opferhilfe hat elf Regionalbüros, in denen das Hilfs- und Beratungsangebote von den Bürgerinnen und Bürgern stark nachgefragt werden. Auch wurde häufig der Wunsch geäußert, einen Ansprechpartner zu benennen, der einen Überblick über bestehende Angebote hat und individuelle Hilfe vermitteln kann. Diese Aufgabe soll nun der Opferschutzbeauftragte übernehmen. Er soll ein öffentlich präsenter Fürsprecher für die Belange von Opfern sein, ganz gleich, ob sie zum Beispiel von häuslicher Gewalt oder von einem Terroranschlag betroffen sind. 

Der Landesbeauftragte für Opferschutz wird mit seiner Geschäftsstelle an das Niedersächsische Justizministerium angegliedert. Die Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. 

Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Opferschutz ist ab dem 1. November 2019 unter opferschutzbeauftragter(at)mj.niedersachsen.de erreichbar.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

Veröffentlicht 30.10.2019


Erfolgsprojekt „96 Plus“ - Staatstheater und Sponsoren stehen zum Projekt

Drei weitere Jahre sind die Förderer mit im Boot

Erfolgsprojekt „96 Plus“ - Staatstheater und Sponsoren stehen zum ProjektDieses Projekt fördert mit spannenden  Märchen  kulturelle Bildung in Schulen und knüpft Netzwerke für gemeinnützige Aktionen und bringt mal so ganz locker den größten Laternenumzug Deutschlands auf die Straße.

Und jetzt wird die Erfolgsgeschichte  von „96 Plus“ fortgeschrieben und das weitere drei Jahre lang! Am Dienstag verlängerte Hannover 96 mit seinen Partnern die langjährige Kooperation.

Erfolgsprojekt „96 Plus“: 96-Geschäftsführer Björn Bremer (v.l.), Laura Berman (Staatsoper), Jürgen Braasch (Staatstheater), Sonja Anders (Schauspiel) und Christian Rosenkranz (Clarios) setzten ihre Kooperation fort. Foto U. Micha

Mit im Boot das Niedersächsische Staatstheater, Schauspiel und Oper, sie unterstützen das Förderprogramm, das seit acht Jahren Projekte und Aktionen auf die Beine stellt. Und ein treuer und verlässlicher Partner, das Unternehmen Clarios (Varta), steuert laut Geschäftsführer Christian Rosenkranz auch weiterhin einen „stattlichen Betrag“ bei. Und das ist Geld, das auch weiterhin gut angelegt ist. Und so hat sich der Laternenumzug zu einem Höhepunkt im hannoverschen Veranstaltungskalender hinaufgearbeitet. Rund  5 000 Teilnehmer zogen im vergangenen Jahr vom Opernplatz zur HDI-Arena - und das laut Veranstalter ist der größte Laternenumzug Deutschlands!  „Diese Teilnehmerzahl möchten wir in diesem Jahr gern noch übertreffen", sagt 96-Geschäftsführer Björn Bremer. Denn umso mehr profitiert der gute Zweck - pro teilnehmendes Kind geht jeweils ein Euro an die Projekte „Balu“ und „Du“ (Caritas) und die „Klinik-Clowns".

Auch bei der zweiten großen Initiative von 96 Plus, dem Märchenprojekt, bringt sich das Staatstheater ein. Im Ballhof professionell ausgebildete Erzählerinnen tragen mit viel Liebe unterschiedlichste Märchen in Schulen vor.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.09.2019


Ausstellung „ÜberLebensmittel“ in der VHS

Ausstellung anlässlich der Aktionswochen „Gute Lebensmittel für alle“

Führung in der Ausstellung in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule (VHS).

Zum Thema: Wie kann sich eine stetig wachsende Weltbevölkerung trotz begrenzter natürlicher Lebensgrundlagen, Klimawandels und veränderter Ernährungsgewohnheiten gesichert und ausgewogen ernähren? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Ausstellung im Foyer der VHS noch bis zum 28. November. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und sonnabends von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Außerdem können Führungen für Gruppen beim Fachbereich Umwelt und Stadtgrün unter E-Mail: 67.Umweltbildung(at)Hannover-Stadt.de angefragt werden.

In der Ausstellung gibt es auch Mitmachstationen.

Die Ausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist das „Herzstück“ der Aktionswochen „Gute Lebensmittel für alle“, die ebenfalls bis zum 28. November laufen.

Informationen über alle Veranstaltungen der Aktionswochen sind im Internet unter gute-lebensmittel zu finden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 18.10.2019


Region fördert Konzept zur digitalen Ausbildung von Pflegekräften

Klinikum Region Hannover richtet ein „Virtuelles Klassenzimmer“ ein

Ein zeitgemäßes Aus- und Fortbildungskonzept für die „Pflege 4.0“ und die „Generation Digital“: Um die Beschäftigten auf den Einsatz digitaler Arbeitsmittel in der Pflege vorzubereiten und die Ausbildung in den Pflegeberufen attraktiver zu machen, geht das Klinikum Region Hannover (KRH) neue Wege. Mit finanzieller Unterstützung durch die Region entwickelt die KRH Akademie ein E-Learning-Konzept und richtet ein „Virtuelles Klassenzimmer“ ein. Von dem neuen Aus- und Weiterbildungsangebot sollen nicht nur Beschäftigte und Auszubildende des Klinikums, sondern auch die Berufsbildenden Schulen und kleinere Pflegeeinrichtungen profitieren.

So hat es der Ausschuss für Wirtschaft und Beschäftigung am 29. Oktober empfohlen, am 12. November entscheidet die Regionsversammlung darüber. Die Region stellt für das Vorhaben rund 600.000 Euro zur Verfügung.

Die Einführung der papierlosen Patientenakte, mobiler Arbeitsplätze und digitaler Medizingeräte macht es notwendig, dass Beschäftigte mit erweiterten Kompetenzen und hoher Motivation an die Arbeit gehen. Das dafür nötige Konzept und der Einsatz von E-Learning-Modulen sollen Beschäftigte und Auszubildende fit machen, mit den neuen Arbeitsmitteln umzugehen. Auch mit Blick auf den gravierenden Personalmangel, die schwierige Fachkräftegewinnung und die hohe Zahl unabgeschlossener Ausbildungen in der Pflege sei das ein wichtiger Schritt, betont Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.10.2019


Immer mehr Menschen nutzen die Tafeln

Das ist schon Altersarmut!

Immer mehr Menschen in Deutschland sind auf die Tafeln angewiesen. Innerhalb eines Jahres sei die Zahl der Tafel-Besucher um zehn Prozent auf aktuell 1,65 Millionen Menschen angestiegen, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Tafel Deutschland, Jochen Brühl, in Berlin. Der Anstieg bei den Senioren sei dramatisch und um rund 20 Prozent angestiegen. Damit seien niedrige Renten nach Arbeitslosigkeit der zweithäufigste Grund eine Tafel auszusuchen, sagte Brühl und sprach dabei von einer "alarmierenden Entwicklung".

Termin bei der Arbeitsagentur: Wer arbeitslos ist, hat ein hohes Armutsrisiko und gerät oft in eine Armutsspirale. Bild: Sabine Tesche 

"Altersarmut wird uns in den kommenden Jahren mit großer Wucht überrollen", warnte er. Und völlig inakzeptabel sei auch die steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen bei den Tafeln.

Fast 50 000 junge Menschen nutzten die Unterstützung mit Lebensmitteln.

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.09.2019


LIPÖDEME - Fettabsaugen wird Kassenleistung

Das Absaugen soll schwer erkrankten Frauen bald von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Dies gilt zunächst befristet bis Ende 2024, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kassen und Kliniken als oberstes Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens beschlossen hat. Bis dahin sollen Ergebnisse einer generellen wissenschaftlichen Studie zu Nutzen und Risiken vorliegen, die dann Basis einer Entscheidung für alle Stadien der betroffenen Erkrankungen sein soll.

Die Entscheidung setze eine Forderung von Bundesgesundheitsminister  Jens Spahn (CDU) um und schaffe eine neue Versorgungsmöglichkeit für Patientinnen mit Lipödem im Stadium drei, erläuterte der G-BA. Dies geschehe "notwendigerweise mit strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung".

Die kommende neue Kassenleistung für das Stadium drei dürfte voraussichtlich im Januar 2020 erstmals Anwendung finden können, wie der G-BA erklärte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.09.2019 


Das ist wichtig: Neue App soll HIV-Vorsorge unterstützen

Weg von der Behandlung von infizierten Patienten hin zur Vorsorgebehandlung

Die neue App für die HIV-Vorsorge ist wichtig für viele homo-, bi- und transsexuelle Männer. Denn seit dem 1. September  bezahlen die Krankenkassen das Medikament Präexpositionsprophylaxe, kurz Prep, das Männer präventiv gegen eine HIV-Infektion schützt.

Die neue App „prepared“ ist ein digitaler Begleiter zu dem Medikament, mit dem die Einnahme kontrolliert und protokolliert werden kann. Vorgestellt wurde sie im Historischen Museum.

Laut Matthias Stoll, Vorstandmitglied der Aidshilfe in Niedersachsen und leitender Oberarzt der MHH, hat das Medikament viele Vorteile. „Die HIV-Vorbeugung ist mit Prep effektiver als mit einem  Kondom, sagt Stoll.

„Es muss aber richtig  angewendet werden, wobei die App wirklich helfen kann und die regelmäßigen Untersuchungen müssen korrekt eingehalten werden." Allerdings sei das Medikament aber keine Konkurrenz für Ärzte, sonder nur eine Verlagerung der Behandlung. "Wir gehen  dadurch lediglich immer weiter weg von der Behandlung von infizierten HIV- und Aidspatienten und hin zur Vorsorgebehandlung", sagt der Oberarzt der MHH.

Doch bislang gäbe es wenig Fachmediziner in Niedersachsen, die das Medikament verschreiben dürften. „In Hannover ist das aber kein Problem, aber gerade auf dem Land gibt es kaum welche“, sagt Stoll. „Aus diesem Grund versuchen wir  in ganz Niedersachsen möglichst viele Kollegen zu Prep-Ärzten zu machen.“

Und die neue App für‘s Smartphone erinnert die Nutzer an die tägliche Einnahme der Pille und die verpflichtenden Untersuchungen. Die Anwendung  wurde länderübergreifend vom Schwulen Netzwerk NRW und drei Aidshilfeprojekten entwickelt und  hauptsächlich durch die Techniker Krankenkasse finanziert.

Wichtig: Die Aidshilfe Niedersachsen hat außerdem einen Online-Check-up freigeschaltet. Mit der Beantwortung einiger Fragen unter svens-checkup können junge Männer und Frauen einschätzen, wie hoch ihr Risiko ist, sich mit HIV oder anderen Infektionskrankheiten anzustecken.

Die PREP-APP gibt es für iOS und Android!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.09.2019


Es fliesst viel Geld in Kliniken

Land unterstützt Investitionen an den Krankenhäusern

Das Land Niedersachsen unterstützt Investitionen an den Krankenhäusern des Regionsklinikums in Gehrden und Laatzen. Das wurde vom Krankenhausplanungsauschuss beschlossen. Die Experten genehmigen den bisherigen Zuschuss für das Klinikum Robert Koch (Foto r.) in Gehrden von bisher 80 auf 115 Millionen Euro aufzustocken. In Gehrden entsteht ein Erweiterungsbau.

Hintergrund für den höheren Bedarf sind die gestiegenen Baukosten, die sich während der Planung ergeben hatten. Und für Laatzen stellt das Land den Bau eines zentralen Operationsbereichs und die Planungen  für eine neu strukturierte Intensivstation in den Vordergrund. Der Bau sowie der Umbau des Hauses werden nach den bisherigen Plänen 21,3 Millionen  Euro kosten. Mit der Zusage kann jetzt  das Regionsklinikum die Planungen zügig vorantreiben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 25.09.2019


Vinzenzkrankenhaus kauft Medizinisches Versorgungszentrum in Burgdorf

Gehofft wird auf bessere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgung 

Das Vinzenzkrankenhaus in Hannover-Kirchrode (Foto lks.) hat nach eigenen Angaben einen wichtigen Schritt zur verbesserten Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung gemacht. Das Krankenhaus-Unternehmen hat das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Burgdorf gekauft. Wichtig für das Vinzenzkrankenhaus ist, daß das MVZ mit dem gleichen Fachabteilungs-Mix ausgestattet ist wie das Krankenhaus. Und das medizinische Spektrum reicht von Kardiologie, Chirurgie, Urologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin bis zur Anästhesie.

In dem MVZ ( Foto r.) werden in Zukunft 14 Ärzte beschäftigt sein. Dort sind unter anderem auch zwei OP-Säle für ambulante Eingriffe vorhanden. Es ist gut 20 Fahrminuten vom Vinzenzkrankenhaus entfernt.

Im Krankenhaus erhofft man sich mit dem Kauf des MVZ eine Verbesserung in der vor- und nachstationären Versorgung. Und in der Vergangenheit habe das Vinzenzkrankenhaus mit dem MVZ kooperiert, teilte die Pressesprecherin des Krankenhauses, Ulrike Wiedemann, mit.

Und noch eins: Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Vinzenkrankenhauses sei als erste in Hannover von Fachgesellschaften zertifiziert worden, sagte Wiedemann.

Das Verfahren sei zum Anlass genommen worden, Arbeitsabläufe und Behandlungs- standards im Haus zu optimieren. Im Vinzenzkrankenhaus in Hannover werden jährlich rund 37 000 Patienten stationär und ambulant behandelt und betreut. Es gibt 345 Betten in sieben Fachabteilungen. Hinzu kommt eine HNO-Belegabteilung und eine Tagesklinik für ambulante Operationen und ambulante Chemotherapie.

Das  Krankenhaus gehört mit zum Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV), der christliche Verbund hat 15 Krankenhäuser in sieben Bundesländern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.10.2019


Iberogast - ein umstrittenes Magenmittel vom Bayer-Konzern

Wie gefährlich ist es wirklich?

Das Magenmittel Iberogast steht im Verdacht, zum Tod eines Patienten beigetragen zu haben. Wie gefährlich ist eigentlich das pflanzliche Arzneimittel, und können Patienten Iberogast noch bedenkenlos einnehmen? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Iberogast gehört zu den meistgekauften, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland. Doch seit einigen Jahren steht die Arznei im Verdacht, Leberschäden zu verursachen. Als 2018 eine Frau in Deutschland mit innere Blutungen an Leberversagen verstarb, nachdem sie Iberogast eingenommen hatte, kam die Frage auf, ob der Todesfall hätte verhindert werden können, wenn Bayer früher vor Nebenwirkungen gewarnt hätte. Die Verbraucher sind stark verunsichert!

Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) forderte 2008 den ehemaligen Iberogast-Hersteller Steigenwald auf, den Beipackzettel mit entsprechenden Warnhinweisen zu versehen. Doch dieser weigerte sich zunächst, ebenso wie Bayer, nachdem der Konzern das Magenmittel übernommen hatte.

Erst seit der Todesfall im Jahr 2018, der möglicherweise in Zusammenhang mit Iberogast steht,  publik geworden ist, warnt  der Bayer-Konzern im Beipackzettel!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.07.2019


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.10.2019