Soziales Engagement - Medizin - Gesundheit


Region, Stadt Hannover und Suchtberatungen laden Schulklassen ins Kino ein

Alltagsdrogen im Visier bei den JugendFilmTagen

Was macht der Rausch aus einem Menschen? Welche gravierenden Folgen gerade auch „Alltagsdrogen“ haben können, ist immer noch vielen Mädchen und Jungen nicht klar, wenn sie das erste Mal mit Alkohol oder Nikotin in Kontakt kommen. Mit den JugendFilmTagen wollen die Region und die Stadt Hannover gemeinsam mit Suchtberatungsstellen und der Polizei Jugendliche für das Thema sensibilisieren: Rund 700 Schüler*innen im Alter von 12 bis 19 Jahren und ihre Lehrkräfte haben sich für das Präventionsevent angemeldet, das ins Cinemaxx zu Kinofilmen und verschiedenen Mitmachaktionen einlädt.

Für die Jugendlichen gibt es spannende Kinofilme zu sehen, die zum Nachdenken anregen: die deutschen Spielfilme „Tschick“ und „Alles Isy!“ sowie die amerikanische Produktion „Nick & Norah“.

Die JugendFilmTage gibt es seit mehr als zehn Jahren. „Natürlich könnten wir auch ins Regionshaus einladen und erzählen, dass Alkohol und Zigaretten gefährlich sind. Aber wir möchten, dass sie sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen“, erklärt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. Und das gelinge besser an interessanten Orten. Dass Maßnahmen wie die JugendFilmTage wirken, beweist die rückläufige Zahl der Minderjährigen, die in den Kinderkliniken der Region Hannover mit einem Alkoholnotfall behandelt wurden. Im Jahr 2010 waren es noch 414 junge Menschen, 2018 waren es 291.

Für Region und Stadt Hannover sind solche Zahlen eine Motivation, am Ball zu bleiben. Rita Maria Rzyski liegt die Präventionsarbeit sehr am Herzen: „Unsere Arbeit kommt bei den Jugendlichen an“, so die Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie der Stadt Hannover.

Finanziert werden die JugendFilmTage zu gleichen Teilen von der Region und der Landeshauptstadt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS) liefern das Konzept und Unterstützung bei der Umsetzung vor Ort.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 14.06.2019


Stagnation in der Organspende

Niedersachsen kann keine Organspender animieren

Die Zahl der Organspenderin Niedersachsen stagniert. Nach Angaben von Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) wurden im vergangenen Jahr landesweit 62 Menschen nach ihrem Tod Organe entnommen. Das teilte das Ministerium anlässlich des Tages der Organspende in der letzten Woche in Hannover mitteilte. In 2017 waren es 64 und vor sechs Jahren 63 Organspender. Zwar gab es zwischendurch  eine leichte Steigerung auf bis zu 73.

So einfach ist es...

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Krankenhäuser in Deutschland halten sich nicht an Vorgaben

Viele Operationen ohne Mindestanzahlnachweis    

In Deutschland wird in vielen Krankenhäusern operiert, obwohl sie nicht die Mindestanzahl für komplexe Operationen vorweisen können. Laut einer aktuellen Studie führten im Jahr 2017 rund 460 von rund 1 150 Kliniken komplexe Eingriffe durch, obwohl sie die vorgegebenen Fallzahlen nicht nachweisen konnten, erklärte die Bertelmann Stiftung. Das seien fast 40 Prozent der Kliniken. Laut Studie entspreche das rund 4 300 Operationen. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Zeckenzeit: Sich richtig schützen

Sommerzeit ist Zeckenzeit – auch in Niedersachsen

Sie haben acht Beine, zwei Kieferklauen, einen Saugrüssel, sind gerade mal drei Millimeter groß – Zecken. Sie können bei Mensch und Tier Erreger übertragen, die eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns, die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), oder Borreliose auslösen. Das Robert Koch-Institut hat den Landkreis Emsland als ersten Kreis in Niedersachsen zum Risikogebiet für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zecken erklärt. „Anders als man im Volksmund sagt, fallen Zecken nicht von Bäumen auf Spaziergänger herab. Sie krabbeln auf Wiesen, Sträuchern, im Unterholz und sind oft auch an Gewässern zu finden“, sagt Ina Bartels, Apothekerin in Hannover. „Dabei suchen sich die gefährlichen Achtbeiner besonders dünne und gut durchblutete Hautregionen wie Kniekehlen, Achselhöhlen, die Leistengegend oder den Kopf aus.“

Um den Zecken möglichst wenig Angriffspunkte zu bieten, sollten ein paar Regeln beachtet werden: Spaziergänger oder Ausflügler sollten im Wald oder auf Wiesen lange Hosen und festes Schuhwerk tragen. Einen zusätzlichen Abwehrschutz bieten Anti-Zeckensprays. Eine Liste der Vorsichtsmaßnahmen ist auf lav-nds verfügbar.

Infos zur Zeckensituation in Niedersachsen: nlga-niedersachsen-infektionsschutz-krankheitserreger_krankheiten

Gefährliche Zeckengruppe hat überwintert

Eine größere und für Menschen gefährliche Zeckengruppe aus den Tropen hat offenbar in Deutschland überwintert. Es wurde in Suhlendorf bei Uelzen, nach den heißen Tagen gleich sechs Exemplare der Hyalomma-Zecken entdeckt. Die Universität Hohenheim und das Münchner Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr teilten dies mit. "Nach den ersten Nachweisen dieses Jahres müssen wir davon ausgehen, dass diese Tiere bei uns in Deutschland überwintern konnten", sagte die Hohenheimer Parasitologin Ute Mackenstedt. Überwintern bedeutet aber nicht notwendigerweise auch, dass die Tiere bereits heimisch seien.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 13.06.2019

Zeckengefahr: Tierärztliche Hochschule Hannover bittet um Mithilfe

Blutsauger per Post an die TiHo schicken

Bunt- oder Auwald-Zecken übertragen Hunde-Malaria

Um Mithilfe bittet die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) die Bewohner der Region, ihr nach Zeckenbefall die leblosen Körper der Bunt- oder Auwald-Zecke per Post zuzusenden.

Die Parasiten siedeln sich immer mehr in unseren Breitengraden an. Erstmals wurden jetzt Buntzecken (Körper schimmern emaillefarben) nachgewiesen, die unter anderem Hundemalaria  übertragen. Auch entdeckt wurden die Hyalomma Zecken.  Das sind auffällig große Blutsauger mit gestreiften Beinen, sie übertragen das Krim-Kongo-Virus Foto l.).

Die mögliche Folge: richtig schweres Fieber.  Mit der Zeckenpost will die TiHo untersuchen, wie weit sich die ungewöhnlichen Arten  bereits ausgebreitet haben.

Prof. Dr. Christina Strube, Leiterin  des Instituts für Parasitologie sagte: „Die Einsendungen sollten bitte mit Angabe des Fundortes zugesandt werden."

Hier die Adresse: Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Parasitologie, zu Händen Professor Strube, Bünteweg 17, 30559 Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 22.05.2019


Engagement der Hannoverschen Volksbank ausgezeichnet

Bewegungs-Pass erhält bundesweiten Anerkennungspreis

Mit dem Bewegungs-Pass setzen die Sportregion Hannover (Stadt- und Regionssportbund) in Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover und der Verkehrswacht ein Zeichen gegen die sogenannten „Eltern-Taxis“ vor Grundschulen und Kindergärten.

Unterstützt wird die Aktion seit Beginn durch die Stiftung Hannoversche Volksbank und 2019 erstmalig auch durch die Region Hannover. Jetzt wurde dieses  bürgerschaftliche Engagement mit dem bundesweiten Anerkennungspreis der Stiftung Aktive Bürgerschaft in der Kategorie „Genossenschaftsbanken“ ausgezeichnet. Dazu Marko Volck von der Stiftung Hannoversche Volksbank: „Wir sind sehr stolz auf diese Anerkennung für ein Projekt, dass von dem gemeinsamen Engagement aller Partner lebt.

Freuen sich über den Anerkennungspreis: Rita Girschikofsky, Roland Krumlin (beide Stadtsportbund), Anna-Janina Niebuhr, Ulf Meldau (beide Regionssportbund) und Marko Volck von der Stiftung Hannoversche Volksbank. Foto: Volksbank

In diesem Jahr wurden mehr als 17.000 Bewegungs-Pässe ausgegeben, 60 Grundschulen, 43 Kindergärten oder KiTas sowie 47 Sportvereine machen mit. Ein Riesenerfolg!“  

Rita Girschikofsky, Präsidentin des Stadtsportbundes ergänzt: „Der BewegungsPass funktioniert ganz einfach, es werden 20 Unterschriften der Eltern für jeden Tag, an denen das Kind zu Fuß oder mit dem Roller zur Schule oder KiTa kommt gesammelt, dann gibt es ein Geschenk.“ Zusätzlich winken durch Stempel für Aktionen der Sportvereine weitere Preise.

Mit dem Bewegungs-Pass wird die Selbständigkeit der Kinder und deren Sicherheit im Straßenverkehr gefördert. Die Bewegung an der frischen Luft ist zudem ein optimaler Start in den Schultag. Die Grundschulen und KiTas freuen sich über weniger „Eltern-Taxis“ und die Sportvereine pflegen ihre Kontakte zu den Schulen und machen ihr Sportangebot bekannt. „Der Bewegungs-Pass ist für alle Beteiligten ein Gewinn, deshalb fließt auch das Preisgeld für den Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro komplett in das Projekt“, betont Volck.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.05.2019


Bakterien, die Plastik oder Öl unschädlich machen können

Mikroben wurden in 81 Länder versandt

Es geht um Pflanzenviren, Bakterien, Pilze: Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig hat im Jahr 2018 mehr als  43 000 Bestellungen eben dieser Mikroben erhalten. Die Lieferungen erfolgten in 81 Länder.

In diesem Jahr feiert das Leibniz-Institut sein 50-jähriges Bestehen. Ein  wichtiger Auftrag für die rund 200 Mitarbeiter ist es, Mikroorganismen zu erhalten und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen. Es lagern mittlerweile mehr als 350 000 Ampullen dafür bei zehn Grad Celsius. Die Wissenschaftler forschen aber  auch selbst. So suchen sie zum Beispiel nach Bakterien, die Plastik oder Öl unschädlich machen können.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 12.05.2019


Bei Burn-out-Signalen rechtzeitig Hilfe suchen

Berufsgenossenschaft gibt Tipps

Wer Burn-out-Signale wie Schlaflosigkeit und innere Unruhe bei sich erkennt, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Erster Ansprechpartner ist zum Beispiel der Hausarzt. Auch Gespräche mit dem Vorgesetzten und Kollegen können helfen, die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern.

Darauf weist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik hin. Eine klare Verteilung von Aufgaben, weniger Zeitdruck oder mehr Freiräume am Arbeitsplatz können Lösungen sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 18.05.2019


Mehr Ausbildungsplätze zur MTRA

Die Aufstockung der Schülerzahlen in der MTRA-Schule wurde genehmigt

In allen medizinischen Bereichen herrscht Mangelware an Personal, so auch bei den Medizinisch-Technischen-Radiologieassistentinnen und –assistenten (MTRA), um den Bedarf in Krankenhäusern und Arztpraxen zu decken. Auf Initiative von Professor Dr. Frank Wacker (Foto oben r.), Leiter des MHH-Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, und Professor Dr. Peter Landwehr (Foto unten r.), Leiter des Zentrums Radiologie und Nuklearmedizin des Diakovere, wurde zum Ausbildungsbeginn im Herbst 2019 die Aufstockung der Schülerzahlen in der MTRA-Schule im Zentrum Schulen der MHH von bisher 25 auf 50 Schüler pro Jahr von der Landesschulbehörde genehmigt.

Gleichzeitig soll zum Ausbildungsbeginn im Herbst diesen Jahres die betrieblich- schulische Ausbildung vergütet werden, mit 965 Euro im ersten, 1 025 Euro in zweiten und 1122 Euro im dritten Ausbildungsjahr. „In den Kliniken und Praxen in Niedersachsen waren die MTRA aus unserer Schule immer sehr gefragt, die  Vergütung macht die Ausbildung  noch attraktiver“, sagte Professor Wacker. „Daher war der Entschluss, die Zahl der Schüler zu verdoppeln, schnell gefasst“, ergänzt Sibylle Albrecht, Schulleiterin der MTRA-Schule an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die MHH und die Krankenhäuser der Diakovere kooperieren schon seit Langem bei der praktischen MTRA-Ausbildung erfolgreich. Aufgabe der MTRA ist, bildgebende Verfahren zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten anzuwenden. Dabei ist die Betreuung der Patienten besonders wichtig.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 13.05.2019


Neues Laserverfahren für Nienburg

Chefarzt für Urologie bringt an Helios Kliniken Mittelweser ein neues Laserverfahren mit

Der neue Chefarzt Dr. Ralf Kühnert (Foto privat) hat Mitte März die Leitung der Abteilung für Urologie an den Helios Kliniken Mittelweser übernommen. Mit im Gepäck hatte der Urologe ein neues Laserverfahren.

Zuvor war Ralf Kühnert 25 Jahre lang an heutigen Helios Klinikum Pforzheim tätig. Zuletzt in den Positionen als kommissarischer Chefarzt und Leitender Oberarzt. Das Behandlungsspektrum des neuen Chefarztes umfasst die gesamte operative und medikamentöse Behandlung von Patienten mit urologischen Erkrankungen. Kühnert bringt das neue Verfahren, die Laser-Enukleation der Prostata mit in seinen neuen Wirkungskreis an die Mittelweser. Das moderne Laserverfahren gilt in Fachkreisen als besonders schonende Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen.

Mit Ralf Kühnert gewinnen die Helios Kliniken Mittelweser einen erfahrenen und kompetenten Fachmann. So ist auch seine Expertise eine Bereicherung für die weiblichen und männlichen Patienten.

Somit ist „ein Neustart nach fast 25 Jahren in derselben Klinik eine spannende Herausforderung. Ich habe mich bewusst für Nienburg entschieden: Es ist eine schöne Stadt und die Klinik ein familiäres Haus mit einem gleichzeitig großen Behandlungsspektrum", sagte der neue Chefarzt.

Quelle Helios Kliniken / Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.05.2019


Sie pöbeln, drohen und schlagen auch zu

Patienten werden immer aggressiver, Broschüre soll helfen

In Arztpraxen und Krankenhäusern werden die Patienten immer aggressiver. Sie bedrohen Ärzte, Praxis- und Klinikpersonal. Dieses Verhalten wird unter anderem auch von der Ärztekammer Niedersachsen beklagt. „Wir spüren in den Arztpraxen und Kliniken, dass die Stimmung im Warte- und Sprechzimmer zunehmend angespannter ist“, sagte die Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), Marion Charlotte Renneberg. Nun soll die Broschüre "Übergriffe gegen Praxisteams" den Ärzten Empfehlungen geben, wie sie mit Gewalt umgehen können.

Mögliche Ursache für Konflikte benennt die Broschüre wie unter anderem die Sorge um Angehörige, vermutete oder tatsächliche Fehlbehandlungen, Zuzahlungen, interkulturelle Missverständnise, falsche Versprechungen etc. Hauptauslöser dieser bedrohlichen Situationen seien aber Wartezeiten und die Frage, in welcher Reihenfolge Patienten behandelt werden.

Renneberger befürchtet sogar, dass die tatsächlichen Anzahl von gewalttätigen Übergriffen noch viel größer ist, als die genannten Zahlen. „Viele Kolleginnen und Kollegen sprechen bisher nicht über diese Vorfälle", bedauert die Fachärztin für Allgemeinmedizin. Die Beleidigungen und gewalttätige Handlungen  kommen von sämtlichen Schichten der Bevölkerung. Die Menschen seien egoistisch und hätten einfach kein Verständnis dafür, dass Notfälle Vorrang hätten.

Mit einem Experten für Kriminalprävention und der ÄKN wurde die Broschüre mit dem Titel „Übergriffe gegen Praxisteams - vorbeugen und abwenden!“ entwickelt. Sie  richtet sich sowohl an Ärztinnen und Ärzte als auch an das Medizinische Assistenzpersonal.

Die Broschüre "Gewalt gegen Ärzte" zum Downloaden finden Sie hier

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.06.2019


Stiftung sammelt insgesamt 76 000 Euro ein

Ehemalige Grundschullehrerin fördert mit ihrer Stiftung viele wichtige Projekte

Mit ihrer gleichnamigen Stiftung hat die frühere Grundschullehrerin Nina Dieckmann im vergangenen Jahr rund 76 000 Euro eingesammelt.  Die größte Einzelspende mit rund 8 000 Euro kam durch den Verkauf von 6 000 Adventskalendern durch die Rotary-Clubs Hannover-Leineschloss und Hannover-Luisenhof sowie den Inner Wheel Club Hannover Opernhaus zustande. Mit den Spenden wurden Schüler beim Deutsch- und Lesenlernen unterstützt, Musikprojekte für Kita-Kinder gefördert und die Anschaffung von Büchern und Lernspielen finanziert.

In den vergangenen neun Jahren hat die Nina Dieckmann-Stiftung  gut 2 400 Kinder unterstützt. Förderung hilft: Denn die ersten davon haben schon den Realschulabschluss erfolgreich hingelegt, andere streben sogar das Abitur an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 

Veröffentlicht 04.04.2019 


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.04.2019


Neues aus der Forschung

2 000 neue Bakterienarten im Darm entdeckt

Im menschlichen Darm leben rund 100 Billionen Bakterienzellen - das sogenannte Mikrobiom. Die Bazillen beugen Krankheiten vor, verhindern Übergewicht und bestimmen über Gemüt und Verfassung.

Forscher des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie und des britischen Wellcome-Trust Sanger Institutes entdeckten jetzt fast 2 000 bisher völlig unbekannte Bakterien im menschlichen Darm. Dafür analysierten sie das Erbgut von Bakterienarten in weltweit mehr als 13 000 Stuhlproben. Bei der Erforschung der bisher schwer nachweisbaren Bakterien half eine neue Computersoftware, die das Erbgut der Bakterien identifizieren kann.

Erst Billionen Bakterien machen uns zu dem, was wir sind, sagt Mikrobiomforscher Rob Knight: Sie beeinflussen unsere Gesundheit, unser Gewicht und sogar unser Verhalten. 

Die im Faltblatt „Nature“ veröffentlichte Studie zeigte auch, dass sich die Zusammensetzung der Darmbakterien verschiedener Länder der Erde deutlich unterscheidet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.05.2019


BERATUNG - HILFE


Johanniter eröffnen Sozial- und Migrationsberatungsstelle in Vahrenheide

Team hilft bei Behördenangelegenheiten oder der Wohnungssuche

Eine neue Anlaufstelle hat ihre Türen geöffnet: In der Plauener Straße bieten die Johanniter seit Juni kostenlos und vertraulich Unterstützung für alle Einwohner Vahrenheides und der angrenzenden Stadtteile. Koordinatorin Claudia Dedermann und ihr Team helfen zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Kitaplatz, bei der Beantragung von Leistungen wie Arbeitslosengeld oder bei Ausländerangelegenheiten. „Bei uns sind alle willkommen – ob in Deutschland geboren oder gerade erst angekommen, ob alleinstehend oder mit Familie“, betont Dedermann. Die Diplom-Sozialpädagogin und systemisch-integrative Sozialtherapeutin hat auch ein offenes Ohr bei Fragen rund um allgemeine Ziele im Berufs- und Privatleben. Sie und Integrationsberater Hussein Hami beraten auf Deutsch, Englisch, Kurdisch, Russisch und Arabisch.

Geöffnet ist die Stelle  immer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 12.30 Uhr. Für vorher vereinbarte Gespräche steht sie zusätzlich dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr zur Verfügung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 22.05.2019


Zukunft gestalten – mit Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung

Offene Sprechstunde der Betreuungsstelle der Region in Hannover

Ein Unfall, eine Krankheit oder eine seelische Krise: Jeder kann plötzlich in die Situation geraten, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wer hat in diesem Fall die rechtliche Befugnis, in Vertretung Dokumente zu unterschreiben oder Rechnungen zu begleichen? Wer trifft wichtige Entscheidungen? Viele Menschen wissen nicht, dass auch Eheleute oder die eigenen Kinder nur mit Vollmachten für sie eintreten können.

Jeden ersten Freitag im Monat informiert die Betreuungsstelle der Region Hannover in ihrer offenen Sprechstunde über Möglichkeiten der privatrechtlichen Vorsorge durch Vollmachtserteilung und zur Betreuungsverfügung.

Von 9 bis 12 Uhr steht das Beraterteam in der Marktstraße 45 in Hannover  zur Verfügung. Die offene Sprechstunde ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Da es sich um Einzelgespräche handelt, können Wartezeiten entstehen. Informationen auch unter Tel. 0511/616-23540.

Presse Region/U. Micha/S. Lappe

Veröffentlicht 29.05.2019


„Gesund und aktiv leben“ mit chronischer Krankheit

Region Hannover unterstützt den Selbstmanagement-Kurs INSEA aktiv

Chronisch krank – ob psychisch oder physisch: Diese Diagnose kann alles auf den Kopf stellen. Aus alltäglichen Kleinigkeiten werden große Hürden, soziale Kontakte rücken in den Hintergrund, Betroffene, Freunde und Familien sehen mit neuen Problemen konfrontiert. Wie sie dem Alltag wieder Struktur geben und die Oberhand behalten, lernen direkt und indirekt Betroffene in den Selbstmanagementkursen „Gesund und aktiv leben“. Die Kurse helfen dabei, mit Krankheit und Schmerzen umzugehen, sich zu motivieren und Probleme sowie Bedürfnisse zu erkennen. Entspannungsübungen, ausgewogene Ernährung und individuelle Handlungspläne sind nur einige der Maßnahmen, die die Lebensqualität der Erkrankten wieder steigern können.

Kooperationspartner haben die Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben (INSEA) gegründet. Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover unterstützen dieses Konzept bereits zum vierten Mal. Anmelden können sich alle chronisch Erkrankten und Angehörigen, die sich in der Lage sehen und Lust haben, einmal pro Woche zweieinhalb Stunden mit anderen Menschen zu verbringen, über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Kursteilnahme ist kostenlos, pro Kurs stehen bis zu 18 Plätze zur Verfügung. Die  INSEA-Kurse 2019 finden  im Mai und Juni bzw. von Oktober bis Dezember statt.

Der nächste Termine: 17. Juni, 15 bis 17.30 Uhr, Veranstaltungsort: Region Hannover, Weinstraße 2-3, Hannover, Anmeldung: Angelika Vietje, Tel. (0511) 616 43505. oder per Mail: Anmeldung.Veranstaltung53.08@region-hannover.de

Donnerstagstermine: 13. und 20. Juni, jeweils 9.30 bis 12 Uhr, Veranstaltungsort: Gemeinwesensarbeit Mittelfeld, Ahornstr. 2, Hannover.  Anmeldung: Theresia Stenzel, Tel. (0511) 86 23 23 oder per Mail: Theresia.Stenzel@Hannover-Stadt.de.

Mittwochstermine Oktober/November/Dezember: 30.10., 06.11., 13.11., 20.11., 27.11., 0 4.12., jeweils 15 bis 17.30 Uhr, Veranstaltungsort: Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Str. 101, Hannover. Anmeldung: Nanette Klieber, Tel. 0163 458 11 55, per Mail: n.klieber@gmx.net

Das INSEA-Programm ist die deutsche Version der erfolgreichen amerikanischen Kurse im „Chronic Disease Self-Management Program“ (CDSMP), die an der Stanford University entwickelt und wissenschaftlich geprüft wurden. Diese Kurse verbessern nachweislich die Lebensqualität der Teilnehmenden. Darüber hinaus steigern sie die Energie sowie das psychische Wohlbefinden; Erschöpfung und soziale Isolation werden so reduziert.

Mehr Infos zum Projekt unter insea-aktiv

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Region Hannover

Veröffentlicht 29.05.2019


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Die Gruppe trifft sich an sieben Termine immer montags von 16 bis 17.30 Uhr in der Außenstelle der Familien und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Würzburger Straße 17, in Laatzen. Anmeldungen: Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. (0511) 616-23630.

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort satt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch Frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugendberatung und Trennungsberatung angeboten.

Info: Hannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 08.06.2019 


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148

An allen Tagen ist im Rahmen der üblichen Beratungsgespräche auch ein kostenloser HIV-Test sowie ein kostenpflichtiger HIV-Schnelltest möglich. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Alle Sprech- und Untersuchungszeiten gibt’s auch online unter aidsberatung-hannover