Soziales Engagement - Medizin - Gesundheit


Niedersachsen möchte Pflegebonus für Altenpflege aufstocken

Das Land will den Bonus von 1 000 auf 1 500 Euro erhöhen

Den vom Bundesrat beschlossenen Pflegebonus für Beschäftigte in der Altenpflege möchte Niedersachsen aufstocken. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) setze sich dafür ein, dass das Land den Bonus von 1 000 auf 1 500 Euro erhöht und dafür ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, teilte das Sozialministerium mit.

Damit werde die Aufstockung Teil des zweiten Nachtragshaushaltes sein, der im Juni im Landtag beraten werden soll.

Wie viele Menschen in Niedersachsen von dem Bonus profitieren werden, der den Einsatz der Pflegekräfte in der Corona-Krise würdigen soll, konnte das Ministerium zunächst nicht exakt beziffern.

Rund 90 000 Menschen arbeiten in der Altenpflege. Der Pflegebonus ist eine gestaffelte Prämie des Bundes von bis zu 1 000 Euro, die Höhe richtet sich nach Funktion und Arbeitszeit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.05.2020


Coronapandemie hat zu einem deutlichen Anstieg von Videosprechstunden in Arztpraxen geführt

Anstieg von 75 auf 13.809 Videosprechstunden!

Die Haus- und Facharztpraxen haben im ersten Quartal dieses Jahres 13.809 Videosprechstunden durchgeführt. Das geht aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hervor, die NDR Niedersachsen vorliegen. Am häufigsten nutzen demnach Psychotherapeuten für Erwachsene und Jugendliche (7.504) sowie Hausärzte (3.838) die Videosprechstunden.
Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2019 wurden insgesamt nur 75 telemedizinische Sprechstunden mit der KVN abgerechnet. Der Anstieg sei angesichts vieler Corona-Verdachtsfälle bei niedergelassenen Ärzten im März nachvollziehbar, so der Sprecher der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), Thomas Spieker. Für die ÄKN und den niedersächsischen Hausärzteverband kann die Videosprechstunde eine sinnvolle Ergänzung sein, sie könne den persönlichen Patientenkontakt aber nicht ersetzen. Die Telemedizin könnte gerade bei Infektionskrankheiten den Praxisalltag unterstützen, so Spieker.

NDR Niedersachsen/ÄKN/Ute Micha, PreDiNo/Sigrd Lappe, HaWo

08.05.2020


Pandemiebekämpfung ist nicht Sache der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte

Vertragsärzte sind für die Regelversorgung, nicht für die Seuchenbekämpfung

Der neue Bezirksvorsitzende der Ärztekammer, Dr. Steffen Grüner (Foto lks.), sieht Routinescreenings in Pflegeheimen nur bei bestätigten Verdachtsfällen und Clusterbildungen als sinnvolles und praktikables Mittel an. "Pandemiebekämpfung liegt laut Infektionsschutzgesetz beim Land und beim Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) der Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen, aber nicht bei den niedergelassenen Ärzten."

Hingegen sei das Screening von Altenheimbewohnern nicht Sache der Krankenkassen und der Vertragsärzteschaft. "Ein Massenscreening von Heimbewohnern ist ein zu kurz gedachter Vorschlag, kaum umsetzbar und nicht Sache der Vertragsärzte", so Dr. Grüner.
Er reagiert damit auch auf die jüngsten Aussagen von Ratsmitgliedern in Stadt und Landkreis Osnabrück: "Vertragsärzte sind für die Regelversorgung, nicht für die Seuchenbekämpfung." Selbstverständlich könnten ÖGD und Land ein Gesuch an die Ärzteschaft richten, dieses Angebot könne aber nur auf einer Freiwilligkeit beruhen: "Wenn Ärzte in Altenheimen als Coronaspreader beargwöhnt werden, warum sollen diese zu Routinescreenings alle drei Tage anrücken? Das passt nicht zusammen", so Dr. Grüner weiter.
Er weist zudem auf faktisch bestehende Kapazitätsgrenzen hin: "Wenn wir von
ca. 5800 Pflegern und moderat von 5000 Heimbewohnern nur in vollstationärer Pflege im Stadt- und Landkreis Osnabrück ausgehen, dann könnte bei einer Laborkapazität von ca. 600 am Tag ein Screening nur alle 18 Tage und nicht alle 3 Tage erfolgen", so Dr. Grüner. Ein Routinescreening könne daher nur bei bestätigten Verdachtsfällen und Clusterbildungen ein praktikables Mittel zum Zweck sein.

ÄKN/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

08.05.2020


Warnsignale für Schlaganfall nicht wegen Corona ignorieren

10. Mai ist Tag des Schlaganfalls

Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), hat anlässlich des Tags gegen Schlaganfall am 10. Mai die Bürger aufgefordert, trotz der Coronavirus-Pandemie bei Schlaganfallsymptomen die Krankenhäuser aufzusuchen.

„Es ist zu befürchten, dass Menschen Praxen und Kliniken aus Angst vor einer Coronavirus-Infektion meiden“, sagte der KVN-Vize heute in Hannover.

„Deshalb mein Rat: Bei starken Schmerzen oder Anzeichen auf schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfallsymptome, bitte immer einen Arzt konsultieren.“

Jedes Jahr erleiden etwa 25.000 Menschen in Niedersachsen einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter.“ In erster Linie betrifft die Erkrankung ältere Menschen. Rund 18.000 aller Schlaganfälle in Niedersachsen treffen Menschen über 70 Jahre. Der Schlaganfall ist aber nicht altersspezifisch: Pro Jahr sind in Niedersachsen auch 900 bis 1.400 Männer und Frauen unter 50 Jahren betroffen aber auch circa 30 Kinder erleiden einen Schlaganfall.

„Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn die Blutgefäße verstopft sind oder platzen. Es entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktionen und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt. Oft kommt es zu Bewusstseinsstörungen, halbseitigen Lähmungen und Ausfallerscheinungen des Sprech- oder Sehvermögens“, erklärt Berling.

Erbliche Veranlagung, Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und Fettstoffwechselstörungen erhöhen das Risiko. Einem Schlaganfall kann vorgebeugt werden. Dazu gehört in erster Linie ein gesunder Lebensstil: Viel Bewegung, gesunde Ernährung und der Verzicht auf Suchtmittel wie Nikotin und Alkohol. Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen sollten vom betreuenden Arzt optimal eingestellt sein.

Durch eine frühzeitige Behandlung eines Schlaganfalls kann die Schädigung des Gehirns gering gehalten werden oder sogar reversibel sein. Deshalb sollte man auf alarmierende Hinweise achten. Dazu gehören oft Sprachstörungen oder Gefühlsstörungen beziehungsweise Taubheit im Gesicht oder anderen Körperregionen sowie das Herabhängen des Mundwinkels. Bei Fortschreiten des Schlaganfalls kommt es dann zu halbseitigen Lähmungen von Armen und Beinen. Der Schlaganfall kann starke Kopfschmerzen verursachen. Manchmal treten auch Übelkeit und Erbrechen auf. Ein schwerer Schlaganfall führt zu Bewusstseinstrübung bis zur Bewusstlosigkeit und kann lebensbedrohlich sein.

Sollte es zu einem Notfall kommen, ist schnelles Handeln gefordert. Jede Minute zählt, um Folgeschäden zu vermindern. Daher sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe Hannover Woche

08.05.2020


„Auch im Krankenhaus gibt's was zu lachen

Klinik-Clownin Fidele geht montags online

Die Kinder im Krankenhaus freuen sich immer, wenn Klinik-Clownin Fidele, Botschafterin von Aktion Kindertraum, zu ihnen auf die Station kommt. Sie macht Musik für sie, zaubert und bastelt lustige bunte Tiere aus Luftballons.

Seit es das Coronavirus gibt, darf Fidele nicht mehr in die Krankenhäuser und in ein Kinderpflegeheim.

Deshalb geht sie jetzt jeden Montag ab 14 Uhr per Zoom und per Facebook online, um die kleinen Patienten so
ein wenig von ihren Sorgen abzulenken. Das Gute daran: „Ich erreiche so noch viel mehr Kinder, auch bundes- oder sogar weltweit! Und: Natürlich können mich dann auch gesunde Kinder und auch Jugendliche und Erwachsene sehen!“, sagt Uta Beger, die in dem Clowns-Kostüm steckt.

Fidele bringt Freude ans Krankenbett © Uta Beger

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

06.06.2020


Städtetag ist für schnelle Einführung einer Corona-Warn-App

Und mehr Menschen sollten auf Corona getestet werden sollen

Der Deutsche Städtetag dringt auf eine schnelle Einführung einer von Bund und Ländern zur Lockerung der Corona-Auflagen, auf die Corona-Warn-App sowie die Ausweitung der Tests.

"Jetzt ist es wichtig, dass die App bald kommt und die Informationen daraus auch den Gesundheitsämtern vor Ort helfen", sagte Burkhard Jung, Präsident des Städtetages, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und richtig ist auch, das jetzt mehr Menschen auf Corona getestet werden sollen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

07.05.2020


Braunschweiger Forscher entdecken Corona-Blocker

Helmholtz Zentrum ist auf dem richtigen Weg 

Den Braunschweiger Forschern ist es gelungen, Antikörper nachzuweisen,  die das Coronavirus an Zellen andocken kann. Und "das ist eindeutig ein Durchbruch, der zeigt: "Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19", sagte der Virologe Luka Cicin-Sain vom Braunschweiger Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) der Braunschweiger Zeitung".

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

06.05.2020


Diakonisches Werk Hannover bittet um Winterbekleidung

Bekleidungsausgabe benötigt warme Winterbekleidung für wohnungslose Männer

Die Bekleidungsausgabe der Zentralen Beratungsstelle des Diakonischen Werkes Hannover benötigt dringend warme Winterbekleidung für wohnungslose Männer. Dazu gehören: Jacken, Mäntel, Pullover, Sweatshirts, Hosen, Unterwäsche, Socken und Schuhe, Mützen, Schals und Handschuhe.

Für die Abgabe der Spenden bittet die Zentrale Beratungsstelle (Berliner Allee 8, 30175 Hannover) herzlich um eine telefonische Mitteilung unter der Rufnummer: 0511/99040-59. Die Spenden können in der Zeit von 9 – 11.30 Uhr abgegeben werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


VW spendiert 50 000 Euro für Tablets für Senioren

Sozialer Isolation von Senioren entgegenwirken

Der Evangelischen Stiftung Neuerkerode hat die Volkswagen Dienstleistungen 50 000 Euro spendiert. Mit dem Geld sollen Tablets zum digitalen Kontakt mit Angehörigen und Freunden angeschafft werden. Damit möchte man die soziale Isolation von  Pflegebedürftigen in den Seniorenheimen  entgegenwirken, teilte die Stiftung Volkswagen gestern mit. Auch sollen neben Tablets Spielekonsolen für Bewegung und Abwechslung angeschafft werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

07.04.2020


Fast jedes dritte Kind in Niedersachsen hat psychische Probleme

Depressionen bei Kindern bleiben oft unbemerkt

Das macht hellhörig: Denn fast jedes dritte Kind in Niedersachsen hat psychische Probleme. Betroffen davon sind 29 Prozent aller Jungen und Mädchen im Alter bis 17 Jahren, wie eine DAK-Studie ergeben hat. Es betrifft vor allem jüngere Schulkinder. Sie fallen durch Entwicklungsstörungen auf, wie ein Sprecher der Krankenkasse mitteilte. Dazu gehörten unter anderem Sprach- und Verhaltensstörungen sowie ADHS.

„Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen werden häufig immer noch tabuisiert", sagt Dirk Vennekold, Leiter der DAK Niedersachsen. Dagegen wolle die Krankenkasse nun vorgehen.

Denn bei 2,2 Prozent aller DAK-versicherten Schulkinder zwischen zehn und 17 Jahren in Niedersachsen wurde im Jahr 2017 eine Depression diagnostiziert, bei 2,1 Prozent eine Angststörung. Hochgerechnet  sind damit insgesamt etwa 29 000 Schulkinder dieser Altersgruppe betroffen. Mädchen doppelt so häufig wie Jungen. Dabei komme es auch zu parallelen Störungsbildern. Und jeder sechste Junge und jedes vierte Mädchen in Niedersachsenleben mit einer diagnostizierten Depression und hat parallel auch eine Angststörung. Die Studie zeigt auch, dass Stadtkinder eher solche Diagnosen erhalten als Gleichaltrige vom Land.

Typisch für Depressionen seien Niedergeschlagenheit und Interessenverlust, hieß es weiter. In schweren Fällen gebe es Schwierigkeiten alltägliche Aktivitäten fortzusetzen. Betroffene zögen sich extrem zurück und schaffen es kaum noch, in die Schule zu gehen. Und bei Betroffenen von Angststörungen zeigen sich zudem  Reaktionen, die der jeweiligen Situation nicht angemessen sind. Jedes 14. niedersächsische Schulkind zwischen 10 und 17 Jahren wurde 2017 nach einer entsprechenden Diagnose stationär behandelt, im Durchschnitt 45 Tage lang. Damit liege Niedersachsen im Bundesdurchschnitt.

Jedoch fehle nach der Entlassung eine passende ambulante Nachsorge, kritisierte die DAK. In der Folge sei mehr als jedes vierte dieser Kinder innerhalb von zwei Jahren mehrfach in stationärer Behandlung. Diese Quote sei "alarmierend" sagte Vennekold. „Wir haben offenkundige Versorgungslücken nach der Krankenhausentlassung, die wir dringend schließen müssen." Häufiger als psychische Störungen  wurden bei niedersächsischen Schülern Atemwegserkrankungen, Infektionen und Augenkrankheiten festgestellt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Leberkrebs kann durch modernste Operationstechnik geheilt werden

Leberzentrum im KRH Klinikum  Siloah ist jetzt als Kompetenzzentrum zertifiziert

Rund 100 Lebertumoreingriffe jedes Jahr.

Eine besondere Expertise haben Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie in der chirurgischen Therapie von Patienten mit Leber- und Gallengangserkrankungen im KRH Klinikum Siloah ausgezeichnet. Das von Professor Josef Fangmann geleitete Leberzentrum ist ab sofort als Kompetenzzentrum zertifiziert.

Deutschlandweit verfügen über entsprechende Gütesiegel bislang nur zwölf Krankenhäuser, in Niedersachsen ist das Leberzentrum im Klinikum Siloah das erste ausgezeichnete Kompetenzzentrum.

Das Chirurgenteam des KRH Klinikums Siloah mit Chefarzt Prof. Julian Mall (Mitte) und dem Leiter des zertifizierten Leberzentrums, Prof. Josef Fangmann (rechts neben Mall). Foto Siloah

Die Fachklinik musste, um das Zertifikat zu bekommen, nachweisen, eine Vielzahl von Leberoperationen auch höchster Schweregrade erfolgreich erbracht zu haben. In der Fachklinik werden jährlich mehr als 100 Patienten mit Lebertumoren operiert.

Und jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 9 500 Menschen an Leberkrebs (Region Hannover rund 1 000 Neuerkrankungen pro Jahr), mehr als 35 000 Patienten bekommen Lebermetastasen, Tendenz leider stark steigend. Denn die Leber kann von einer Vielzahl von gutartigen und bösartigen Tumoren betroffen sein. An primärem Leberkrebs erkrankt eine zunehmende Zahl von Patienten, wozu das Leberzellkarzinom und das Gallenganszellkarzinom gehören. "Da diese Krebsarten sehr aggressiv sind, bedarf es einer schnellen und zielgerichteten Therapie. Die operative Entfernung der Tumore und Tochtergeschwülste durch eine Leberteilentfernung steht im Mittelpunkt der Therapie", betont Professor Fangmann. Doch hier besteht Aussicht auf dauerhafte Heilung, da sich die Leber gut regenerieren könne, seien auch ausgedehnte Leberteilentfernungen möglich. 


Volksleiden Krebs - Erkrankungen steigen weiter an

Krebs gehört weltweit zu den Haupttodesursachen

Das Berliner Robert Koch-Institut rechnet mit einer weiter steigenden Zahl an Krebserkrankungen in Deutschland. Denn für 2020 werde mit einer Zunahme gegenüber 2016 um knapp 20 000 auf rund 510 000 neu diagnostizierte Erkrankungen gerechnet, teilte das Robert- Koch-Institut (RKI) kürzlich in Berlin mit.  Nach einer neuen Schätzung des  RKI wurden 2016 in Deutschland rund  452 000 Krebserkrankungen diagnostiziert.

„Erfreulicherweise beobachten wir für viele Krebsarten eher rückläufige Erkrankungsraten, aber trotzdem steigt die Gesamtzahl der Krebserkrankungen aufgrund der Alterung der Gesellschaft", betonte RKI-Präsident Lothar Wieder.

Krebs gehört in Deutschland und weltweit zu den Haupttodesursachen. Die  Überlebensaussichten sind in hohem Maße von der Art des Tumors  abhängig. Sie liegen für einen Zeitraum von fünf Jahren nach Diagnose von unter 20 Prozent für bösartige Tumoren der Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse bis zu mehr als 90 Prozent für das damalige Melanom der Haut, Hodenkrebs und Prostatakrebs.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Alamierende Entwicklung bei Diabetes

In Niedersachsen erkranken immer mehr Menschen an „Zuckerkrankheit“ 

Landesweit erkranken immer mehr Menschen an Diabetes. Die Zahl der Betroffenen des häufigsten mellitus Typs 2 der Zuckerkrankheit stieg zwischen 2006 und 2018 um 61,1 Prozent, wie die KKH Kaufmännische Krankenkasse mitteilte.

Der Anteil der Erkrankten lag 2018 bei 11,1 Prozent. "Diese Entwicklung ist alarmierend", sagte die Krankenkasse.

Außerdem verringere die Volkskrankheit die Lebensqualität der Betroffenen. Eine genetische Veranlagung und ein ungesunder Lebensstil durch zuckerhaltige Ernährung und mangelnde Bewegung begünstigten den Ausbruch zu dem. Diabetes Typ 2  entsteht durch eine mangelhafte Wirkung des Hormons Insulin an den Körperzellen. Dadurch kommt nicht genug Zucker aus dem  Blut ins Gewebe.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


LIPÖDEME - Fettabsaugen wird Kassenleistung

Das Absaugen soll schwer erkrankten Frauen bald von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Dies gilt zunächst befristet bis Ende 2024, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kassen und Kliniken als oberstes Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens beschlossen hat. Bis dahin sollen Ergebnisse einer generellen wissenschaftlichen Studie zu Nutzen und Risiken vorliegen, die dann Basis einer Entscheidung für alle Stadien der betroffenen Erkrankungen sein soll.

Die Entscheidung setze eine Forderung von Bundesgesundheitsminister  Jens Spahn (CDU) um und schaffe eine neue Versorgungsmöglichkeit für Patientinnen mit Lipödem im Stadium drei, erläuterte der G-BA. Dies geschehe "notwendigerweise mit strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung".

Die kommende neue Kassenleistung für das Stadium drei dürfte voraussichtlich im Januar 2020 erstmals Anwendung finden können, wie der G-BA erklärte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche