Soziales Engagement - Medizin - Gesundheitswesen


Wegen Corona stockt Anwerbung ausländischer Pflegekräfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Initiativen gestartet

Bereits im vergangenen Jahr hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine entsprechende Initiative im Kosovo, auf den Philippinen und in Mexiko gestartet. In Deutschland fehlen nach wie vor Fachkräfte in der Pflege.

Aufgrund der Pandemie seien nun die Maßnahmen zur Anwerbung auf den Philippinen und in Mexiko ins Stocken geraten und auf unbestimmte verschoben worden, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. "Ursprünglich war ab dem zweiten Quartal 2020 die Einreise der ersten zusätzlich angeworbenen Pflegekräfte vorgesehen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.08.2020


Probanden gesucht

Die Leibniz Uni macht eine Studie zu Diabetes und Immunsystem 

Gesucht werden Teilnehmende für eine Studie über die Auswirkungen eines neuartigen Omega-3-Fettsäure-Öls auf den Ernährungs- und Gesundheitsstatus.

Ältere Menschen und Diabetiker*innen sowie Übergewichtige weisen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 auf. Ein Grund sind mit zunehmendem Alter auftretende Veränderungen des Immunsystems: Die Immunleistung lässt nach, gleichzeitig werden entzündliche Veränderungen begünstigt, die von außen nicht bemerkt werden und das Immunsystem für viele Erkrankungen anfälliger machen.

Omega-3-Fettsäuren werden als essenzielle Fettsäuren bezeichnet. Foto naursan.de 

Eine Studie des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Hahn geht nun der Frage nach, wie sich dies verhindern lässt. Durch die Gabe eines neuartigen, aus nachhaltigen Quellen gewonnen Öls aus dem Nordmeer sollen entzündliche Prozesse vermindert und der Entstehung von Diabetes und der Immunalterung vorgebeugt werden.

An der Studie teilnehmen können Männer und Frauen ab 40 Jahren mit Übergewicht und einem dadurch erhöhten Risiko für die Entstehung von Diabetes. Sie erhalten eine umfassende Analyse ihrer Immunfunktion sowie ihres Ernährungs- und Gesundheitszustandes. Die Studienteilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen zum Ablauf der Studie und Kontakt: nutrition.uni-hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Warnung vor Legionellen in Hotels, Schwimmbädern und Sportanlagen

Zum Virus kommen jetzt noch gefährliche Bakterien

Nach den wochenlangen Schließungen von Hotels, Schwimmbädern und Sportanlagen warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) vor einem möglichen Legionellen Risiko. Bei unsachgemäßer oder fehlender Wartung könnte es nach der Corona-Pause zu einem erhöhten Wachstum der Legionellen in Trinkwasseranlagen gekommen sein, schreibt  das RKI im "Epidemiologischen Bulletin".

Legionellen lösen bei Menschen Krankheiten aus - von grippeartigen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Die Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen, wie etwa in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne. Und ideale Wachstumsbedingungen finden Legionellen bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius.

Besonders anfällig für Legionellen (im Volksmund "Legionärskrankheit") sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und mit bestimmten Grunderkrankungen wie zum Beispiel Diabetes sowie Herz- und Lungenleiden. Aber auch Raucher und ältere Menschen gelten als gefährdet. Männer erkranken zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Patienten verläuft die Erkrankung tödlich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Ärztekammer Niedersachsen sichert medizinische Standards

Infoheft  zu der Arbeit und dem Engagement der ÄKN

Welche   Bedeutung   ein  gut  und  sicher funktionierendes  Gesundheitswesen  für die  Gesellschaft  hat, zeigt sich nicht  zuletzt  gerade  jetzt während der COVID-19-Pandemie. Dabei scheinen die  Aufgaben,  die den einzelnen Akteuren zukommen, vielfach nicht bekannt zu  sein:  Über  die  Rolle  der  Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) sowie die Funktion  und  Ausgestaltung von Selbstverwaltung informiert die Neuauflage der Broschüre „Zahlen – Daten – Fakten“.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Engagement der Ärztekammer für die ärztliche Versorgung und die medizinischen Standards. Die ÄKN regelt z. Bsp. die Weiter- und Fortbildung der Ärztinnen und Ärzte im Bundesland.
Neben  den  vielen  Ärztinnen und Ärzten, die sich ehrenamtlich engagieren, übernehmen die Mitarbeiter*innen in der Landesgeschäftsstelle in Hannover und den elf regionalen Bezirksstellen zahlreiche Aufgaben. Sie betreuen unter anderem die Aus- und Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten (MFA).  

Alle aktuellen Zahlen, Daten und Fakten über die ÄKN finden sich in der Broschüre, die ab Ende Juni als Printversion in den elf ÄKN-Bezirksstellen bereitliegt oder als PDF heruntergeladen werden kann: www.aekn.de.

ÄKN/Ute Micha/Sigrid Lappe


Mit Blutdrucksenkern durch die Erkrankung?

Einer Studie zufolge könnten Bluthochdruck-Mittel Sterberisiko senken

Einer neuen Studie zufolge könnten gängige Medikamente gegen Bluthochdruck zu in einem gewissen Maß vor Covid-19-Erkrankungen schützen. Eigentlich hätten Patienten mit hohem Blutdruck ein zwei Mal so großes Risiko, an Covid-19  sterben, berichten die Forscher im "European Heart Journal". Sie müssten auch häufiger beatmet werden.

Wenn aber die Patienten einen Blutdrucksenker nehmen, sei das Sterberisiko deutlich reduziert. Rund 2 900 Kranke umfasste die Studie, die im Februar und März in einem Hospital in Wuhan/China behandelt wurden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.06.2020


Bundesregierung unterstützt internationale Impf-Allianz Gavi

Auch hat Deutschland 100 Millionen Euro zur Eindämmung der Coronavirus- Pandemie zugesagt.

Die internationale Impf-Allianz Gavi wird von der Bundesregierung auch in den nächsten fünf Jahren mit Mitteln in Höhe von 600 Millionen Euro unterstützt. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag bei einer Online-Videokonferenz der globalen Geberkonferenz. Zudem habe Deutschland bereits Investitionen von 100 Millionen Euro zur Eindämmung der Coronavirus- Pandemie zugesagt. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, müssten die Voraussetzungen geschaffen sein, eine globale Impfkampagne zu starten, so Merkel.

Insgesamt erhofft sich die Gavi-Allianz Zusagen über umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro für Impfprogramme in den ärmsten Ländern der Welt. Mithilfe des Geldes sollen 300 Millionen Kinder bis 2025 gegen Krankheiten, wie Polio, Thyphus und Masern geimpft werden.

Gastgeber Großbritannien ist nach Angaben von Premierminister Boris Johnson mit einer Zusage von 1,65 Milliarden Pfund (rund 1,85 Milliarden Euro) größter Gavi-Geldgeber. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte 300 Millionen Euro zu. "Impfungen sind ein universelles Menschenrecht", sagte die Kommissionschefin ebenfalls per Videobotschaft.

Die in Genf ansässige Global Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi) war im Jahr 2000 gegründet worden und hat seitdem dabei geholfen, mehr als 760 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Erde zu impfen. Ziel des Büdnisses aus öffentlichen und privaten Geldgebern ist es, mehr Kinder zu impfen und so vor  lebensbedrohlichen Krankheiten zu schützen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.06.2020


Warnsignale für Schlaganfall nicht wegen Corona ignorieren

Schlaganfälle sind lebensbedrohlich, wenn sie nicht schnell behandelt werden

Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), hat anlässlich des Tags gegen Schlaganfall die Bürger aufgefordert, trotz der Coronavirus-Pandemie bei Schlaganfallsymptomen die Krankenhäuser aufzusuchen.

„Es ist zu befürchten, dass Menschen Praxen und Kliniken aus Angst vor einer Coronavirus-Infektion meiden“, sagte der KVN-Vize heute in Hannover.

„Deshalb mein Rat: Bei starken Schmerzen oder Anzeichen auf schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfallsymptome, bitte immer einen Arzt konsultieren.“

Jedes Jahr erleiden etwa 25.000 Menschen in Niedersachsen einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter.“ In erster Linie betrifft die Erkrankung ältere Menschen. Rund 18.000 aller Schlaganfälle in Niedersachsen treffen Menschen über 70 Jahre. Der Schlaganfall ist aber nicht altersspezifisch: Pro Jahr sind in Niedersachsen auch 900 bis 1.400 Männer und Frauen unter 50 Jahren betroffen aber auch circa 30 Kinder erleiden einen Schlaganfall.

„Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn die Blutgefäße verstopft sind oder platzen. Es entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktionen und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt. Oft kommt es zu Bewusstseinsstörungen, halbseitigen Lähmungen und Ausfallerscheinungen des Sprech- oder Sehvermögens“, erklärt Berling.

Erbliche Veranlagung, Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und Fettstoffwechselstörungen erhöhen das Risiko. Einem Schlaganfall kann vorgebeugt werden. Dazu gehört in erster Linie ein gesunder Lebensstil: Viel Bewegung, gesunde Ernährung und der Verzicht auf Suchtmittel wie Nikotin und Alkohol. Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen sollten vom betreuenden Arzt optimal eingestellt sein.

Durch eine frühzeitige Behandlung eines Schlaganfalls kann die Schädigung des Gehirns gering gehalten werden oder sogar reversibel sein. Deshalb sollte man auf alarmierende Hinweise achten. Dazu gehören oft Sprachstörungen oder Gefühlsstörungen beziehungsweise Taubheit im Gesicht oder anderen Körperregionen sowie das Herabhängen des Mundwinkels. Bei Fortschreiten des Schlaganfalls kommt es dann zu halbseitigen Lähmungen von Armen und Beinen. Der Schlaganfall kann starke Kopfschmerzen verursachen. Manchmal treten auch Übelkeit und Erbrechen auf. Ein schwerer Schlaganfall führt zu Bewusstseinstrübung bis zur Bewusstlosigkeit und kann lebensbedrohlich sein.

Sollte es zu einem Notfall kommen, ist schnelles Handeln gefordert. Jede Minute zählt, um Folgeschäden zu vermindern. Daher sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe Hannover Woche


„Auch im Krankenhaus gibt's was zu lachen

Klinik-Clownin Fidele geht montags online

Die Kinder im Krankenhaus freuen sich immer, wenn Klinik-Clownin Fidele, Botschafterin von Aktion Kindertraum, zu ihnen auf die Station kommt. Sie macht Musik für sie, zaubert und bastelt lustige bunte Tiere aus Luftballons.

Seit es das Coronavirus gibt, darf Fidele nicht mehr in die Krankenhäuser und in ein Kinderpflegeheim.

Deshalb geht sie jetzt jeden Montag ab 14 Uhr per Zoom und per Facebook online, um die kleinen Patienten so
ein wenig von ihren Sorgen abzulenken. Das Gute daran: „Ich erreiche so noch viel mehr Kinder, auch bundes- oder sogar weltweit! Und: Natürlich können mich dann auch gesunde Kinder und auch Jugendliche und Erwachsene sehen!“, sagt Uta Beger, die in dem Clowns-Kostüm steckt.

Fidele bringt Freude ans Krankenbett © Uta Beger

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

06.06.2020


Fast jedes dritte Kind in Niedersachsen hat psychische Probleme

Depressionen bei Kindern bleiben oft unbemerkt

Das macht hellhörig: Denn fast jedes dritte Kind in Niedersachsen hat psychische Probleme. Betroffen davon sind 29 Prozent aller Jungen und Mädchen im Alter bis 17 Jahren, wie eine DAK-Studie ergeben hat. Es betrifft vor allem jüngere Schulkinder. Sie fallen durch Entwicklungsstörungen auf, wie ein Sprecher der Krankenkasse mitteilte. Dazu gehörten unter anderem Sprach- und Verhaltensstörungen sowie ADHS.

„Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen werden häufig immer noch tabuisiert", sagt Dirk Vennekold, Leiter der DAK Niedersachsen. Dagegen wolle die Krankenkasse nun vorgehen.

Denn bei 2,2 Prozent aller DAK-versicherten Schulkinder zwischen zehn und 17 Jahren in Niedersachsen wurde im Jahr 2017 eine Depression diagnostiziert, bei 2,1 Prozent eine Angststörung. Hochgerechnet  sind damit insgesamt etwa 29 000 Schulkinder dieser Altersgruppe betroffen. Mädchen doppelt so häufig wie Jungen. Dabei komme es auch zu parallelen Störungsbildern. Und jeder sechste Junge und jedes vierte Mädchen in Niedersachsenleben mit einer diagnostizierten Depression und hat parallel auch eine Angststörung. Die Studie zeigt auch, dass Stadtkinder eher solche Diagnosen erhalten als Gleichaltrige vom Land.

Typisch für Depressionen seien Niedergeschlagenheit und Interessenverlust, hieß es weiter. In schweren Fällen gebe es Schwierigkeiten alltägliche Aktivitäten fortzusetzen. Betroffene zögen sich extrem zurück und schaffen es kaum noch, in die Schule zu gehen. Und bei Betroffenen von Angststörungen zeigen sich zudem  Reaktionen, die der jeweiligen Situation nicht angemessen sind. Jedes 14. niedersächsische Schulkind zwischen 10 und 17 Jahren wurde 2017 nach einer entsprechenden Diagnose stationär behandelt, im Durchschnitt 45 Tage lang. Damit liege Niedersachsen im Bundesdurchschnitt.

Jedoch fehle nach der Entlassung eine passende ambulante Nachsorge, kritisierte die DAK. In der Folge sei mehr als jedes vierte dieser Kinder innerhalb von zwei Jahren mehrfach in stationärer Behandlung. Diese Quote sei "alarmierend" sagte Vennekold. „Wir haben offenkundige Versorgungslücken nach der Krankenhausentlassung, die wir dringend schließen müssen." Häufiger als psychische Störungen  wurden bei niedersächsischen Schülern Atemwegserkrankungen, Infektionen und Augenkrankheiten festgestellt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Leberkrebs kann durch modernste Operationstechnik geheilt werden

Leberzentrum im KRH Klinikum  Siloah ist jetzt als Kompetenzzentrum zertifiziert

Rund 100 Lebertumoreingriffe jedes Jahr.

Eine besondere Expertise haben Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie in der chirurgischen Therapie von Patienten mit Leber- und Gallengangserkrankungen im KRH Klinikum Siloah ausgezeichnet. Das von Professor Josef Fangmann geleitete Leberzentrum ist ab sofort als Kompetenzzentrum zertifiziert.

Deutschlandweit verfügen über entsprechende Gütesiegel bislang nur zwölf Krankenhäuser, in Niedersachsen ist das Leberzentrum im Klinikum Siloah das erste ausgezeichnete Kompetenzzentrum.

Das Chirurgenteam des KRH Klinikums Siloah mit Chefarzt Prof. Julian Mall (Mitte) und dem Leiter des zertifizierten Leberzentrums, Prof. Josef Fangmann (rechts neben Mall). Foto Siloah

Die Fachklinik musste, um das Zertifikat zu bekommen, nachweisen, eine Vielzahl von Leberoperationen auch höchster Schweregrade erfolgreich erbracht zu haben. In der Fachklinik werden jährlich mehr als 100 Patienten mit Lebertumoren operiert.

Und jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 9 500 Menschen an Leberkrebs (Region Hannover rund 1 000 Neuerkrankungen pro Jahr), mehr als 35 000 Patienten bekommen Lebermetastasen, Tendenz leider stark steigend. Denn die Leber kann von einer Vielzahl von gutartigen und bösartigen Tumoren betroffen sein. An primärem Leberkrebs erkrankt eine zunehmende Zahl von Patienten, wozu das Leberzellkarzinom und das Gallenganszellkarzinom gehören. "Da diese Krebsarten sehr aggressiv sind, bedarf es einer schnellen und zielgerichteten Therapie. Die operative Entfernung der Tumore und Tochtergeschwülste durch eine Leberteilentfernung steht im Mittelpunkt der Therapie", betont Professor Fangmann. Doch hier besteht Aussicht auf dauerhafte Heilung, da sich die Leber gut regenerieren könne, seien auch ausgedehnte Leberteilentfernungen möglich. 


Volksleiden Krebs - Erkrankungen steigen weiter an

Krebs gehört weltweit zu den Haupttodesursachen

Das Berliner Robert Koch-Institut rechnet mit einer weiter steigenden Zahl an Krebserkrankungen in Deutschland. Denn für 2020 werde mit einer Zunahme gegenüber 2016 um knapp 20 000 auf rund 510 000 neu diagnostizierte Erkrankungen gerechnet, teilte das Robert- Koch-Institut (RKI) kürzlich in Berlin mit.  Nach einer neuen Schätzung des  RKI wurden 2016 in Deutschland rund  452 000 Krebserkrankungen diagnostiziert.

„Erfreulicherweise beobachten wir für viele Krebsarten eher rückläufige Erkrankungsraten, aber trotzdem steigt die Gesamtzahl der Krebserkrankungen aufgrund der Alterung der Gesellschaft", betonte RKI-Präsident Lothar Wieder.

Krebs gehört in Deutschland und weltweit zu den Haupttodesursachen. Die  Überlebensaussichten sind in hohem Maße von der Art des Tumors  abhängig. Sie liegen für einen Zeitraum von fünf Jahren nach Diagnose von unter 20 Prozent für bösartige Tumoren der Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse bis zu mehr als 90 Prozent für das damalige Melanom der Haut, Hodenkrebs und Prostatakrebs.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Alamierende Entwicklung bei Diabetes

In Niedersachsen erkranken immer mehr Menschen an „Zuckerkrankheit“ 

Landesweit erkranken immer mehr Menschen an Diabetes. Die Zahl der Betroffenen des häufigsten mellitus Typs 2 der Zuckerkrankheit stieg zwischen 2006 und 2018 um 61,1 Prozent, wie die KKH Kaufmännische Krankenkasse mitteilte.

Der Anteil der Erkrankten lag 2018 bei 11,1 Prozent. "Diese Entwicklung ist alarmierend", sagte die Krankenkasse.

Außerdem verringere die Volkskrankheit die Lebensqualität der Betroffenen. Eine genetische Veranlagung und ein ungesunder Lebensstil durch zuckerhaltige Ernährung und mangelnde Bewegung begünstigten den Ausbruch zu dem. Diabetes Typ 2  entsteht durch eine mangelhafte Wirkung des Hormons Insulin an den Körperzellen. Dadurch kommt nicht genug Zucker aus dem  Blut ins Gewebe.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


LIPÖDEME - Fettabsaugen wird Kassenleistung

Das Absaugen soll schwer erkrankten Frauen bald von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Dies gilt zunächst befristet bis Ende 2024, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kassen und Kliniken als oberstes Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens beschlossen hat. Bis dahin sollen Ergebnisse einer generellen wissenschaftlichen Studie zu Nutzen und Risiken vorliegen, die dann Basis einer Entscheidung für alle Stadien der betroffenen Erkrankungen sein soll.

Die Entscheidung setze eine Forderung von Bundesgesundheitsminister  Jens Spahn (CDU) um und schaffe eine neue Versorgungsmöglichkeit für Patientinnen mit Lipödem im Stadium drei, erläuterte der G-BA. Dies geschehe "notwendigerweise mit strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung".

Die kommende neue Kassenleistung für das Stadium drei dürfte voraussichtlich im Januar 2020 erstmals Anwendung finden können, wie der G-BA erklärte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche