Medizin - Gesundheit - Soziales Engagement - FWJ


Niedersachsen zählt bisher 65 Grippetote

Seit vergangenem Herbst sind bisher 65 Menschen an Influenza verstorben

Seit Beginn der Grippesaison wurden 10 270 laborbestätigte Influenzafälle übermittelt, davon im laufenden Jahr 388, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mit. Doch insgesamt ebbe die Grippewelle im Land derzeit ab. „Die Grippesaison ist nicht ausgefallen, aber sie war deutlich milder als im vergangenen Jahr", hieß es.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 12.04.2019


Bis zur Abtreibung ist es ein verflucht langer Weg

Versorgungslücken im Westen Niedersachsen tun sich auf

Beratungsstellen sind alarmiert. Allerdings leugnet die Ministerin das Problem

Die Versorgungslücke im Westen Niedersachsen tut sich weiter auf und die Versorgungslage für ungewollt schwangere Frauen hat sich verschlechtert. Katastrophal in diesem Gebiet ist, dass sich die Zahl der Ärzte, die einen Abbruch durchführen, sehr gering. Frauen müssen teilweise mehr als 100 Kilometer weit fahren, um den Eingriff durchführen zu lassen.

Und in den Landkreisen Emsland, der Grafschaft Bentheim, sowie Cloppenburg und Diepholz gibt es keine Ärzte mehr, die Abtreibungen vornehmen. Die Schwangerschaftskonfliktberatung  des Diakonischen Werks in Nordhorn muss Frauen zum Teil bis nach Nordrhein-Westfalen schicken. „Es ist den Frauen nicht zuzumuten, eine Tagesreise auf sich zu nehmen“, ist Katrin Schlüter, Leiterin der Profamilia-Beratungsstelle in Osnabrück überzeugt. Denn aus ihrem Alltag weiß sie nur zu genau, dass die Frauen nach dem Eingriff nicht mehr selbständig Auto fahren können.

Nicht der einzige Nachteil: Normalerweise liegt zwischen dem ersten Gespräch mit dem Mediziner und dem Eingriff ein Tag, doch werde dieser aufgrund der langen Anreise gestrichen. „Und damit auch die Zeit, noch einmal über Alles nachzudenken."

Woran liegt denn eigentlich der Engpass? Laut Katrin Schlüter liegt es daran, „dass das Thema im Universitätsalltag zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Studierende  würden den Eingriff nicht lernen, und sich so im Berufsalltag auch nicht dafür entscheiden, ihn anzubieten. Überdies spiele die katholische Prägung des Westens eine Rolle. Das zeigt sich an den Krankenhäusern, die zum Teil in der Trägerschaft der katholischen Kirche liegen. Und dort werden aufgrund religiöser Überzeugungen keine Abbrüche angeboten.

Das von Carola Reimann (SPD) geführte Sozialministerium bestreitet nach wie vor die Versorgungslücke. In Niedersachsen bestehe derzeit ein ausreichendes Angebot, heißt es. Im Land gebe es rund 108 Ärzte, die „grundsätzlich bereit" seien, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Unterdes bestätigte das Bundesfamilienministerium, dass sich die Versorgungslage weiter verschlechtere, das spiele dabei aber keine Rolle.

Dafür hagelte es reichlich Kritik von den Grünen. Imke Byl sagte: „Die Frauenministerin denkt offensichtlich überhaupt nicht daran, die Versorgungslage zu verbessern und Frauen in solchen Notlagen zu helfen." Byl fordert daher, dass die Landesregierung ihrer Zusage nachkomme und eine Liste der Ärzte und Kliniken veröffentliche,  die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

Und die SPD-Fraktion kündigte entgegen der Äußerung des Sozialministeriums an, dass man die Faktenlage prüfen wolle.  Von Thela Wernstedt war zu hören: „Es ist nicht hinnehmbar, dass einige katholische Einrichtungen ihren Versorgungsauftrag nicht wahrnehmen."  Die Sozialdemokratin sagte aber auch, dass es derzeit keine belastbaren Daten gebe, dies müsse geprüft und gegebenenfalls vom Ministerium belegt werden. Und sie wolle parlamentarische Mittel einlegen. Auch die FDP teilte mit, man wolle die Situation klären und notfalls verbessern und eine Anfrage an die Regierung stellen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.04.2019 


Gute Ideen gesucht: Jetzt bewerben für den Integrationsfonds 2019

Region Hannover stellt 200.000 Euro für Integrationsprojekte zur Verfügung

Kreativ, innovativ, vorbildhaft: Auch in diesem Jahr werden wieder gute Ideen für ein gelungenes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gesucht. Bis zum 3. Mai 2019 können sich Kommunen, Vereine, Schulen, Initiativen und Privatpersonen mit ihren Projektideen bei der Region Hannover um Mittel aus dem Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ bewerben. Insgesamt stehen in diesem Jahr 200.000 Euro zur Verfügung.

Seit 2009 bezuschusst die Region jedes Jahr gemeinnützige Vorhaben, die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenbringen.

Wer sich mit einer Idee bewerben oder zum Integrationsfonds beraten lassen möchte, wendet sich per E-Mail an guteidee@region-hannover.de. Weitere Informationen sind auf Hannover bunteregion zu finden. Welche Projekte finanzielle Unterstützung erhalten, darüber berät eine sechsköpfige Jury, die die Vergabe von Fördergeldern für die Entscheidung in den politischen Gremien vorbereitet. Eine Förderzusage erhalten die ausgewählten Projekte im September. 

 Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.03.2019


„Gesund und aktiv leben“ mit chronischer Krankheit

Region Hannover unterstützt den Selbstmanagement-Kurs INSEA aktiv

Chronisch krank – ob psychisch oder physisch: Diese Diagnose kann alles auf den Kopf stellen. Aus alltäglichen Kleinigkeiten werden große Hürden, soziale Kontakte rücken in den Hintergrund, Betroffene, Freunde und Familien sehen mit neuen Problemen konfrontiert. Wie sie dem Alltag wieder Struktur geben und die Oberhand behalten, lernen direkt und indirekt Betroffene in den Selbstmanagementkursen „Gesund und aktiv leben“. Die Kurse helfen dabei, mit Krankheit und Schmerzen umzugehen, sich zu motivieren und Probleme sowie Bedürfnisse zu erkennen. Entspannungsübungen, ausgewogene Ernährung und individuelle Handlungspläne sind nur einige der Maßnahmen, die die Lebensqualität der Erkrankten wieder steigern können.

Kooperationspartner haben die Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben (INSEA) gegründet. Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover unterstützen dieses Konzept bereits zum vierten Mal. Anmelden können sich alle chronisch Erkrankten und Angehörigen, die sich in der Lage sehen und Lust haben, einmal pro Woche zweieinhalb Stunden mit anderen Menschen zu verbringen, über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Kursteilnahme ist kostenlos, pro Kurs stehen bis zu 18 Plätze zur Verfügung. Die  INSEA-Kurse 2019 finden  im Mai und Juni bzw. von Oktober bis Dezember statt.

Termine: Mai/Juni (Montagstermine): 06., 13., 20. und 27. Mai, 03. und 17. Juni, jeweils 15 bis 17.30 Uhr, Veranstaltungsort: Region Hannover, Weinstraße 2-3, Hannover

Anmeldung: Angelika Vietje, Tel. (0511) 616 43505. oder per Mail: Anmeldung.Veranstaltung53.08@region-hannover.de

Mai/Juni (Donnerstagstermine):  09., 16., 23. Mai, 06., 13. und 20. Juni, jeweils 9.30 bis 12 Uhr, Veranstaltungsort: Gemeinwesensarbeit Mittelfeld, Ahornstr. 2, Hannover.  Anmeldung: Theresia Stenzel, Tel. (0511) 86 23 23 oder per Mail: Theresia.Stenzel@Hannover-Stadt.de.

Oktober/November/Dezember (Mittwochstermine):  30.10., 06.11., 13.11., 20.11., 27.11., 0 4.12., jeweils 15 bis 17.30 Uhr, Veranstaltungsort: Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Str. 101, Hannover. Anmeldung: Nanette Klieber, Tel. 0163 458 11 55, per Mail: n.klieber@gmx.net

Das INSEA-Programm ist die deutsche Version der erfolgreichen amerikanischen Kurse im „Chronic Disease Self-Management Program“ (CDSMP), die an der Stanford University entwickelt und wissenschaftlich geprüft wurden. Diese Kurse verbessern nachweislich die Lebensqualität der Teilnehmenden. Darüber hinaus steigern sie die Energie sowie das psychische Wohlbefinden; Erschöpfung und soziale Isolation werden so reduziert.

Mehr Infos zum Projekt unter www.hannover.de (Stichwortsuche: Gesundheitsförderung) oder unter www.insea-aktiv.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche / Region Hannover

Veröffentlicht 19.04.2019

Pfleger erarbeiten Berufsordnung

Mitglieder können an der Erarbeitung einer Berufsordnung für Pflegeberufe mitarbeiten

Am 9. April veranstaltet die Pflegekammer Niedersachsen im Pavillon ihre zweite Regionalkonferenz. Erstmals können die Mitglieder selbst an einer Erarbeitung einer Berufsordnung für Pflegeberufen daran mitarbeiten.

In der ersten halben Stunde geht es jedoch um die teils umstrittene Körperschaft selbst. Die Teilnehmer sollen Gelegenheit haben, Fragen zur Pflegekammer zu stellen.

Nach einem einführenden Vortrag wird den Pflegekräften die Möglichkeit geboten, sich auszutauschen, ihre Ergebnisse anschließend zu dokumentieren und zu präsentieren. Doch im Mittelpunkt der Konferenz stehen dabei die Fragen: „Was ist Pflege und was sind die Aufgaben, die ausschließlich qualifizierten Pflegekräften vorbehalten sind? Was darf an nichtqualifizierten Personen delegiert werden?“

Dabei werden auch Ideen der ersten Konferenz, die im Spätherbst 2018 stattfand, vertieft und ergänzt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.04.2019 


Warnstreik der Ärzte tropft beim Klinikum ab

Aber Notdienstvereinbarung mit dem Marburger Bund geschlossen

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat für den 10. April zu einem ganztägigen Warnstreik an kommunalen Kliniken und den öffentlichen Gesundheitsdiensten aufgerufen. Unter anderem sind auch Krankenhäuser in der Region von dem Streik betroffen.

„Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen für uns überschaubar bleiben", sagte der Sprecher des Klinikums Region Hannover, Bernhard Koch. Seiner Meinung nach würden sich wohl 200 Mediziner niedersachsenweit beteiligen, schätzt Koch. Wie viele allerdings aus den Häusern der Region kämen, könne er nicht sagen. „Ich denke aber, dass dies unseren Klinikbetrieb nicht groß tangieren wird. Sicherheitshalber haben wir aber eine Notdienstvereinbarung mit dem Marburger Bund abgeschlossen.“

Es würden sich wohl Ärzte von fünf Standorten des Klinikums beteiligen, der Betrieb wird aber voraussichtlich planmäßig weitergehen können. „Wenn es nach der Urabstimmung zu einem mehrtägigen Streik kommen sollte, könnte es aber Probleme geben."

Laut Informationen des Marburger Bundes sollen auch Gesundheitsämter bestreikt werden. Bisher liegen der Region aber noch keine Informationen vor: „Wir gehen derzeit davon aus, dass unser Gesundheitsamt geöffnet bleibt“, so Sprecherin Sonja Wendt.

Ein Plakat, mit dem der Marburger Bund für bessere Arbeitsbedingen kämpft.

Laut Gewerkschaft sind mehr als 50 Krankenhäuser landesweit und Gesundheitsämter vom Warnstreik betroffen. Ärzte aus allen Teilen Niedersachsens wollen an der zentralen Kundgebung auf dem Römerberg in Frankfurt/Main teilnehmen. Denn die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) waren im März gescheitert!

Alle zehn Einrichtungen des Klinikums der Region Hannover sollen laut Marburger Bund bestreikt werden. Ebenso die DRK-Klinik Clementinenhaus, da auch dort Ärzte nach dem VKA-Tarifvertrag angestellt  sind. Vom Clementinenhaus war bisher keine Stellungnahme zu dem Streik gekommen.

Der Marburger Bund fordert von der VKA vor allem, die Gesamtarbeitslast zu verringern, etwa durch manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung, zwei freie Wochenenden im Monat, verlässliche Dienstplangestaltung und das Vermeiden von Vollarbeit nach Bereitschaftsdiensten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.04.2019


Sie pöbeln, drohen und schlagen auch zu

Patienten werden immer aggressiver, Broschüre soll helfen

In Arztpraxen und Krankenhäusern werden die Patienten immer aggressiver. Sie bedrohen Ärzte, Praxis- und Klinikpersonal. Dieses Verhalten wird unter anderem auch von der Ärztekammer Niedersachsen beklagt. „Wir spüren in den Arztpraxen und Kliniken, dass die Stimmung im Warte- und Sprechzimmer zunehmend angespannter ist“, sagte die Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), Marion Charlotte Renneberg. Nun soll die Broschüre "Übergriffe gegen Praxisteams" den Ärzten Empfehlungen geben, wie sie mit Gewalt umgehen können.

Mögliche Ursache für Konflikte benennt die Broschüre wie unter anderem die Sorge um Angehörige, vermutete oder tatsächliche Fehlbehandlungen, Zuzahlungen, interkulturelle Missverständnise, falsche Versprechungen etc. Hauptauslöser dieser bedrohlichen Situationen seien aber Wartezeiten und die Frage, in welcher Reihenfolge Patienten behandelt werden.

Renneberger befürchtet sogar, dass die tatsächlichen Anzahl von gewalttätigen Übergriffen noch viel größer ist, als die genannten Zahlen. „Viele Kolleginnen und Kollegen sprechen bisher nicht über diese Vorfälle", bedauert die Fachärztin für Allgemeinmedizin. Die Beleidigungen und gewalttätige Handlungen  kommen von sämtlichen Schichten der Bevölkerung. Die Menschen seien egoistisch und hätten einfach kein Verständnis dafür, dass Notfälle Vorrang hätten.

Mit einem Experten für Kriminalprävention und der ÄKN wurde die Broschüre mit dem Titel „Übergriffe gegen Praxisteams - vorbeugen und abwenden!“ entwickelt. Sie  richtet sich sowohl an Ärztinnen und Ärzte als auch an das Medizinische Assistenzpersonal.

Die Broschüre "Gewalt gegen Ärzte" zum Downloaden finden Sie hier

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.04.2019


Stiftung sammelt insgesamt 76 000 Euro ein

Ehemalige Grundschullehrerin fördert mit ihrer Stiftung viele wichtige Projekte

Mit ihrer gleichnamigen Stiftung hat die frühere Grundschullehrerin Nina Dieckmann im vergangenen Jahr rund 76 000 Euro eingesammelt.  Die größte Einzelspende mit rund 8 000 Euro kam durch den Verkauf von 6 000 Adventskalendern durch die Rotary-Clubs Hannover-Leineschloss und Hannover-Luisenhof sowie den Inner Wheel Club Hannover Opernhaus zustande. Mit den Spenden wurden Schüler beim Deutsch- und Lesenlernen unterstützt, Musikprojekte für Kita-Kinder gefördert und die Anschaffung von Büchern und Lernspielen finanziert.

In den vergangenen neun Jahren hat die Nina Dieckmann-Stiftung  gut 2 400 Kinder unterstützt. Förderung hilft: Denn die ersten davon haben schon den Realschulabschluss erfolgreich hingelegt, andere streben sogar das Abitur an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 

Veröffentlicht 04.04.2019 


Conti-Mitarbeiter spenden Geld vom Sommerfest

Ein schöner Brauch: Feiern und Spendensammeln

Die Mitarbeiter von Continental haben insgesamt 35 000 Euro für kreative Einrichtungen in und um Hannover gesammelt.  So konnte der Vorstand der Reifendivision, Nikolai Setzer, jeweils 5 000 Euro an die Vereine Kinderherz Hannover, Heimverbund Hannover, Werkstatt Schule, Laatzener Tafel, Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover, Leere Wiege und Werte e.V. übergeben. Das Geld kam beim Sommerfest von Continental zusammen. Setzer betonte das große Interesse der Mitarbeiter, soziale Projekte der Region Hannover zu unterstützen. „Jede dieser Organisationen setze sich an Stellen ein, an denen Hilfe sehr nötig ist.“

Nikolai Setzer freut sich über und mit seinen Mitarbeitern. Foto Continental

Das Sammeln von Spenden bei Betriebsfesten hat bei Continental  Tradition.  Seit 2011 haben die Mitarbeiter über 185 000 Euro eingesammelt, mit denen unterschiedliche regionale karikative Projekte gefördert werden konnten.

Was für eine schöne Tradition!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe Hannover Woche

Veröffentlicht 12.03.2019


Schwerkranker Kinder und Jugendlicher werden unterstützt

TUI Mitarbeiter haben fleißig gespendet

Ein Jahr lang haben die TUI Mitarbeiter im Rahmen der TUI Patenschaft Spenden für das „Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V.“ gesammelt, ein Verein der gemeinsam mit seinen Partnern schwerkranke Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien in Niedersachsen unterstützt. Dabei kam eine Spende von 20.000 Euro zusammen, die von Sebastian Ebel (Mitglied des Vorstandes der TUI Group) und Ingo Dieckmann (Mitarbeiter TUI InfoTec) per Scheck an die Einrichtung übergeben wurde.

Hier wird tüchtig gesammelt und gespendet! Foto TUI

Schwerkranke Kinder und Jugendliche benötigen eine spezielle medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung und Betreuung – und genau dort setzt das Netzwerk an. Es hilft häusliche und pflegerische Versorgungsstrukturen für junge Patienten aufzubauen und unterstützt diese bei der psychosozialen Betreuung. Neben der Betreuung wurden weitere Projekte wie „Gesund, aber nicht geheilt“ ins Leben gerufen. Die dafür eingerichtete Beratungsstelle ist auf die (Langzeit-) Nachsorge einer Krebserkrankung spezialisiert.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.03.2019 


Förderung für gewerblichen Kauf von Lastenrädern verlängert

Sparkasse geht mit 25.000 Euro in die Verlängerung

Gute Nachricht pünktlich zum Frühlingsstart: Die Förderung für Lastenräder in der Region Hannover, unter dem Kurznamen „LaRaLaPed“ bekannt, geht in die nächste Runde.

Die Sparkasse Hannover hat die Mittel zur Förderung von Lastenrädern im gewerblichen Einsatz, die aus dem aus dem Sparkassenbrief N+ Umweltschutzprojekte in der Region kommen, verlängert. Dazu stellt die Sparkasse erneut 25.000 Euro zur Verfügung, die von der Region Hannover gemäß aktualisierter Förderrichtlinie ab sofort wieder vergeben wird.

„Bisher wurden unter Inanspruchnahme der Förderung fast 80 Lastenräder mit und ohne Elektroantrieb beschafft – wir wollen damit zeigen, dass auch Handwerk und Gewerbe Beiträge zur Verkehrswende leisten können“, sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz von der Region. Es gilt weiterhin die Förderhöhe von maximal 500 Euro für nicht motorisierte und bis zu 1.000 Euro für motorisierte Lastenräder. Die Förderung bezieht sich auf den Nettokaufsumme und beträgt höchstens 25 Prozent des Anschaffungspreises.

Alle Infos und Unterlagen sind hier zu finden: hannover.de/Laralaped

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.03.2019


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Diese Tradition muss gepflegt werden!

Mit fast 165 000 Euro fördert die Volksbank viele Projekte
Und Tradition muss gepflegt werden. Denn seit vielen Jahren fördert die Hannoversche Volksbank soziale, kulturelle und Sport-Projekte in der Wirtschaftsregion Hannover-Celle.

Zu Jahresbeginn gibt es für 107 Projekte einen angenehmen Geldsegen. Gefördert wurden aus den Reinerträgen der VR-Gewinnpartnergemeinschaft, deren Lose bei der Volksbank erhältlich sind. Sozial-, Sport- und Kultur-Projekte von 164 844,40 Euro. Rund 55 000 Euro entfallen davon wieder auf fünf VW up!, die im April übergeben werden.

Einige Initiativen kamen zur symbolischen Scheckübergabe in die Unternehmenszentrale an der Kurt-Schumacher-Straße. Insgesamt wurden dort 9000 Euro vergeben. So erhält der Verein Bürgerinitiative Raschplatz 5000 Euro für die Erneuerung der Sitzpolster der Pavillon-Stühle. „Wir wollten im Sinne der Nachhaltigkeit die Stühle nicht einfach wegwerfen und erneuern die Polster nun bei einem Projekt mit der Werkakademie Gestaltung“, erklärte Susanne Müller-Jantsch vom Pavillon. Das Museum August Kestner bekam finanzielle Mittel für Bastelmaterialien, die beim Museumsfest für Kinder gebraucht werden. Und die Hannoverschen Werkstätten fertigen von ihrem Zuschuss Türschilder in Brailleschrift an. „Wir wollen blinden Menschen eine besser Orientierung bieten und die Selbstständigkeit fördern“, sagte Geschäftsführerin Vera Neugebauer.

Gewinnsparer der Volksbank unterstützen lokale Vereine: Vera Neugebauer (v.l.), Pia Drake und Susanne Müller-Jantsch nahmen die Zuwendungen symbolisch von Vorstandssprecher Jürgen Wache entgegen. Quelle: Samantha Franson

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Menschen, die betreut werden, dürfen künftig wählen

Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass die Wahlrechtsausschlüsse unrechtmäßig sind
Es ist amtlich: Menschen mit gerichtlich bestellter Betreuung in allen Angelegenheiten werden in Niedersachsen nicht mehr pauschal von Landtags- und Kommunalwahlen ausgeschlossen. Eine entsprechende Gesetzesreform beschloss der Landtag am 27. März mit großer Mehrheit. Das Bundesverfassungsgericht hatte Ende Januar entschieden, dass die Wahlrechtsausschlüsse unrechtmäßig sind. Niedersachsen habe darauf als erstes Bundesland reagiert, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 29.03.2029


Für Krippenausbau fehlen 17 Millionen Euro

Das Förderprogramm ist längst überzeichnet

Gut 17 Millionen Euro fehlen für den Krippenausbau in Niedersachsen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Demnach sei wegen der großen Nachfrage ein Bundes- und Landesprogramm zur Förderung von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige längst überzeichnet - obwohl Kommunen noch bis zum 30. Juni Anträge stellen können. Zurzeit befinden sich zudem 81 Anträge in der Prüfung, dabei geht es um 1 647 Krippenplätze und eine Fördersumme von 17 Millionen Euro.

„Wenn die große Koalition nicht nachliefert, gerät der Ausbau ins Stocken“, warnt FDP-Bildungsexperte Björn Försterling. Nach eigenem Bekunden plant das Kultusministerium bereits eine Aufstockung. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Städte und Gemeinden so ein großes Engagement an den Tag legen, um den Eltern gute frühkindliche Bildung und Betreuung anbieten zu können“, sagte eine Sprecherin. Weitere Zuschüsse würden 2019 „so schnell wie möglich bereitgestellt“. Kommunen und Träger könnten weitere Anträge stellen.

In Niedersachsen sind seit 2017 insgesamt 14 531 Krippenplätze und 1 552 neue Plätze in der Tagespflege gefördert worden, dabei kamen 105 Millionen Euro vom Bund und 70 Millionen Euro vom Land. Die Betreuungsquote stieg in den vergangenen zehn Jahren bei den unter Dreijährigen von 9,2 Prozent auf zuletzt 31,1 Prozent.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 27.03.2019 


Masernfälle häufen sich

Gesundheitsministerin Carola Reimann rät, Impfschutz zu überprüfen

In Niedersachsen sind seit Jahresbeginn mehr Menschen an Masern erkrankt als im gesamten Vorjahr. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden bereits seit Anfang Januar 2019  26 Masernfälle registriert. Im ganzen Jahr 2018 gab es 18 Menschen, die an Masern erkrankten.

In diesem Jahr habe sich die Mehrheit im Landkreis Hildesheim angesteckt. Aktuell ist dort eine Gesamtschule betroffen. Nach einer steigenden Zahl von Maserfällen will das Kreisgesundheitsamt nun den Impfstatus aller Schüler*innen und Lehrkräfte prüfen. Wer keinen Impfschutz vorweisen könne, müsse damit rechnen, die Schule nicht betreten zu dürfen, hatte der Landkreis in dieser Woche mitgeteilt.

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) riet allen Menschen, ihren Impfschutz zu überprüfen und bei Bedarf Impfungen nachzuholen. „Die aktuell aufgetretenen  Masernfälle in Niedersachsen zeigen, die große Bedeutung eines ausreichenden Impfschutzes in der Bevölkerung", sagte sie. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) appellierte an die Eltern: „Wer auf den Impfschutz verzichtet, gefährdet seine Kinder und die Kinder anderer."

Es ist hinreichend bekannt, daß Masern sehr ansteckend für nicht geimpfte Personen sind. Das Virus wird als Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Eine Infektion verursacht hohes Fieber, Husten, Entzündungen der Augenbindehaut und Hautausschlag. Und die Krankheit kann auch einen schweren Verlauf nehmen. Als lebensbedrohliche  Komplikation kann auch eine Hirnhautentzündung auftreten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.03.2019


Neues aus der Forschung

2 000 neue Bakterienarten im Darm entdeckt

Im menschlichen Darm leben rund 100 Billionen Bakterienzellen - das sogenannte Mikrobiom. Die Bazillen beugen Krankheiten vor, verhindern Übergewicht und bestimmen über Gemüt und Verfassung.

Forscher des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie und des britischen Wellcome-Trust Sanger Institutes entdeckten jetzt fast 2 000 bisher völlig unbekannte Bakterien im menschlichen Darm. Dafür analysierten sie das Erbgut von Bakterienarten in weltweit mehr als 13 000 Stuhlproben. Bei der Erforschung der bisher schwer nachweisbaren Bakterien half eine neue Computersoftware, die das Erbgut der Bakterien identifizieren kann.

Erst Billionen Bakterien machen uns zu dem, was wir sind, sagt Mikrobiomforscher Rob Knight: Sie beeinflussen unsere Gesundheit, unser Gewicht und sogar unser Verhalten. 

Die im Faltblatt „Nature“ veröffentlichte Studie zeigte auch, dass sich die Zusammensetzung der Darmbakterien verschiedener Länder der Erde deutlich unterscheidet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 18.03.2019


Deftiger und heftiger Streit um Behandlungskosten

AOK will Klagen zurücknehmen

Im Streit um Behandlungskosten zwischen Krankenkassen und Kliniken hat die AOK Niedersachsen nach einer Klagewelle vor den Sozialgerichten die Rücknahme der meisten Einwände angekündigt. „Wir stehen aktuell im Gespräch mit den betroffenen Krankenhäusern und arbeiten an einer schnellen und einvernehmlichen Lösung“, kündigte der Vorstandsvorsitzende der AOK Niedersachsen, Jürgen Peter (Foto AOK), Anfang dieser Woche an. So stünden sie auch mit den meisten Kliniken kurz vor dem Abschluss.

Grund: Nachdem der Bundestag Anfang November 2018 beschlossen hatte, die Verjährungsfrist von vier auf zwei Jahre zu verkürzen, gingen alleine in den ersten neun Novembertagen 2018 rund 3 200 Klagen an den Sozialgerichten in Niedersachsen ein.  Andere Bundesländer haben mit ähnlichen Klagewellen zu kämpfen. 

Der Präsident des Landessozialgerichtes, Peter Heine, hatte Kliniken und Krankenkassen in vergangenen Wochen vorgeworfen, mit ihrer Klagewut eine zügige Rechtsprechung für den gewöhnlichen Bürger zu behindern.

Autsch! Wenn die AOK nun ihre Klagen zurücknimmt, falle ein spürbarer Anteil der Klagen an den Gerichten weg, sagte Heine Anfang der Woche. In dem bundesweiten Streit geht es um möglicherweise falsch berechnete Behandlungskosten, die Kassen vorsorglich per Klage zurückfordern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.03.2019


Auch Krankenkassen werden betrogen

364 Betrugsfälle deckt die Kaufmännische Krankenkasse in 2018  auf

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) deckte im vergangenen Jahr bundesweit 364 neue Betrugsfälle auf -  das sind rund 100 mehr als 2017. Der Gesamtschaden, der durch gefälschte Rezepte, falsche Abrechnungen sowie weitere Betrügereien bei der KKH entstand, belief sich auf rund eine halbe Million Euro, so die Krankenkasse, mit Sitz in Hannover.

Davon betreffen rund 50 Fälle Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten (182 Fälle). Es folgen Ärzte (63), Krankengymnasten und Physiotherapeuten (39) sowie Apotheker (elf Fälle). Bei den Schadenssummen sind - wie auch schon  in den Vorjahren - die Apotheken Spitzenreiter!!

Die Kaufmännische Krankenkasse machte Forderungen in Höhe von 161 000 Euro geltend. Die zweithöchste Summe betraf den Bereich orthopädische Hilfsmittel (69 000 Euro), Platz drei nehmen die ambulanten Pflegedienste (knapp 66 000 Euro) ein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.04.2019 


Es gibt mehr Babys und gleichzeitg weniger Hebammen

Auch Kliniken mit Geburtshilfestationen werden weniger

In Niedersachsen ist die Zahl der Hebammen in Krankenhäusern mit etwas über 900 konstant geblieben, trotz steigender Geburten. Das geht aus einem Bericht „Hebammenversorgung in Niedersachsen“ hervor, den Sozialministerin Carola Reimann (SPD) in Hannover vorgelegt hat. Die Zahl der freiberuflich in der Vor- und Nachsorge tätigen Hebammen ist dagegen von 1 197 im Jahr 2009 auf 1 065 im Jahr 2016 gesunken. Gleichzeitig sank die Zahl der Hebammen, die außerklinische Geburten betreuen, und zwar von 184 auf 104!

Auch die Zahl der Kliniken mit Geburtshilfestationen sank deutlich. Im Jahr 2003 gab es landesweit 107 Krankenhäuser, in denen Baby das Licht der Welt erblickten. Aktuell sind es nur noch 71 Kliniken.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.03.2019


Klinikambulanzen werden von Patienten auch ohne Not genutzt

Der Hausarzt bleibt außen vor    

Das sind Entwicklungen, die nicht in Ordnung sind. Denn viele Patienten nutzen einer Umfrage zufolge die Notaufnahmen in Krankenhäusern, um gezielt den Besuch niedergelassener Hausärzte zu vermeiden. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Hannover. 

38 Prozent davon gaben an, die Klinikambulanzen auch dann aufzusuchen, wenn normale Arztpraxen Sprechstunden haben.   

Aus der Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der KKH geht zudem hervor, daß sich über 40 Prozent der Teilnehmer in der Klinik medizinisch besser versorgt fühlen als in einer Praxis. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 21.03.2019 


Von wegen Spitzenmedizin

Gesundheitswesen in Deutschland feiert sich gern
In Deutschland feiert man sehr gerne das Gesundheitswesen und besonders sich selbst. Zum Beispiel: Leuchtturm-Unis, Zentren für Spitzenmedizin, Exzellenzcluster, wohin man nur sieht. Doch die „Vortrefflichkeits-Bündelung“, wie man letztgenannten Begriff auch übersetzen müsste, verstellen dann auch den Blick auf das, was die Medizin in Deutschland letztlich auch ausmacht: Mangelversorgung ist häufig, etwa bei Diabetikern oder in der Wundbehandlung auf der anderen Seite eine enorme Verschwendung personeller wie finanzieller Ressourcen durch Über- und Fehlversorgung.

Und der Pflegenotstand betrifft nicht nur Altenheime und geriatrische Abteilungen, sondern zieht sich durch die gesamte medizinische Versorgung. Denn auch in den Kliniken können Betten aufgrund von Personalnotstand nicht von Patienten belegt werden.
Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM) ist vom dröhnenden Eigenlob des Deutschen Gesundheitswesens genervt und hat eine knallharte Stellungnahme herausgegeben. Deutschland gebe mit 11,2 Prozent zwar EU-weit den höchsten Anteil des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit aus. Der erste Platz bringe aber keine entsprechenden Erfolge. Die Lebenserwartung liege Deutschland nur auf Platz 18 und damit vier Jahre (Männer) hinter der Schweiz und drei Jahre (Frauen) hinter Spanien.

Die Frage, wofür und wie Krankenhäuser überhaupt bezahlt werden sollen, prägt seit Jahrzehnten die gesundheitspolitische und wissenschaftliche Diskussion. © picture-alliance/dpa)

 Auch bei anderen Gesundheitsparametern findet sich die Bundesrepublik Deutschland im hinteren Mittelfeld der Industrieländer, sei es der Erhalt der Selbständigkeit im höheren Alter, die Versorgung chronisch Kranker oder die Kindersterblichkeit. Besonders hoch ist die Differenz der Lebenserwartung abhängig von der sozialen Schicht. Und wer zur einkommens- und bildungsstärksten Gruppe gehört, wird acht bis 13 Jahre älter als weniger Priviligierte desselben Jahrgangs. Nicht nur an der Bildungsgerechtigkeit mangelt es in Deutschland, auch an der gesundheitlichen Chancengleichheit.
Große städtische Krankenhäuser und Universitätskliniken nennen sich oft Orte der „Maximalversorgung“ - mit der erhofften Nebenwirkung einer Gewinnmaximierung. Tatsächlich hält Deutschland unrühmliche Weltmeistertitel in den Disziplinen Gelenkersatz, Herzkatheter und Eingriffe an der Wirbelsäule - ohne dass es den Menschen an Herz und Knochen deshalb besser ginge.

Optimal statt maximal zu versorgen wäre ein lohnendes Ziel: D.h. Patienten nicht jede, aber die beste Behandlung zukommen zu lassen und dabei nach rein medizinischen und nicht primär wirtschaftlichen Kriterien zu handeln. Ansonsten droht die „erlösgesteuerte Gefährdung des Patientenwohls“, wie das Netzwerk EbM warnt. Denn Medizin ist keine Handelsware, sondern Daseinsfürsorge. Exzellente Voraussetzungen für Spitzenmedizin hätte das hiesige Gesundheitswesen - dazu wäre allerdings vielerorts eine radikale Neuorientierung nötig.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.03.2019


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Die Gruppe trifft sich an sieben Termine immer montags von 16 bis 17.30 Uhr in der Außenstelle der Familien und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Würzburger Straße 17, in Laatzen. Anmeldungen: Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. (0511) 616-23630.

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort satt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch Frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugendberatung und Trennungsberatung angeboten.

Info: hannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Wenn die Nerven blank liegen

Aufklärungskampagne gegen das Schütteltrauma

Schlaflose Nächte und ein Baby, das gefühlt durchgehend schreit – gerade die ersten Monate mit einem Säugling können ganz schön anstrengend sein. Nicht selten sind die übernächtigten und überforderten Eltern verzweifelt, wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt. Lang anhaltendes Babyschreien gilt als Hauptauslöser für das gewaltsame Schütteln von Säuglingen.

Bis zu 200 Kinder werden jährlich wegen Schütteltraumata in Deutschland in Kliniken behandelt, die geschätzte Dunkelziffer liegt weitaus höher.

Krampfanfälle, körperliche und geistige Behinderungen können Folgen des Schüttelns sein, bis zu 30 Prozent sterben sogar daran. Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Säuglinge überleben ein festgestelltes Schütteltrauma ohne bleibende Schäden. Mit einer gemeinsamen Aufklärungskampagne wollen die Region und die Landeshauptstadt Hannover Eltern informieren und Unterstützungsangebote bekannter machen.

„Aktuelle Umfragen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zeigen, dass der Aufklärungsbedarf bei den Eltern hoch ist: Zwei Drittel wissen nicht, dass es intensive Schreiphasen im Säuglingsalter geben kann, fast 20 Prozent können sich sogar vorstellen, dass Babys manchmal nur schreien, um die Eltern zu ärgern! Über 40 Prozent haben den Begriff Schütteltrauma noch nie gehört – unsere Kampagne soll betroffene Eltern frühzeitig informieren und sensibilisieren“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region.

„Es geht uns vor allem darum, dass sich alle Eltern darüber klar werden, dass es zwar anstrengend, aber eben auch normal ist, wenn Babys in den ersten Monaten viel schreien. Und dass es schnelle und professionelle Hilfe gibt, um mit der Situation zurechtzukommen“, erklärt Rita Maria Rzyski, Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin der Stadt.

Um die Eltern zu erreichen, sollen Flyer regionsweit in Kitas, Kinderarztpraxen, Kliniken, Familienbildungs- und Kindertagesstätten sowie Familienzentren ausgelegt sowie den „Willkommen-Baby“-Paketen beigelegt werden. Die Flyer informieren über die Schreiphasen der Kinder, geben praktische Tipps zum Umgang mit schreienden Babys und was Eltern in belastenden Situationen für sich selbst tun können. Außerdem werden für schnelle Hilfe, wie die Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt, die Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region, das Winnicott-Institut oder Kinderärztinnen und Kinderärzte vermittelt. Über einen QR-Code können Hilfeangebote direkt abgerufen werden.

Warum das Schütteln so gefährlich ist: Die Nackenmuskulatur von Säuglingen ist noch so schwach, dass sie ihren Kopf nicht alleine halten können. Beim Schütteln wird der Kopf unkontrolliert vor- und zurückgeworfen, wobei es zu schweren Verletzungen im Gehirn kommen kann. Nach einer ESPED-Studie des Universitätsklinikums Düsseldorf verursachen Männer – Väter (54 bis 60 Prozent), Lebenspartner der Mutter (9 Prozent) – am häufigsten das Schütteltrauma, Mütter zwischen 23 und 30 Prozent. Vielfach aus Unwissenheit um das hohe gesundheitliche Risiko – „genau dort setzt die gemeinsame Aufklärungskampagne der Region und der Landeshauptstadt an“, so Dr. Hanke.

Ute Micha, Presse Dienst Hannover / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Jetzt Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148

An allen Tagen ist im Rahmen der üblichen Beratungsgespräche auch ein kostenloser HIV-Test sowie ein kostenpflichtiger HIV-Schnelltest möglich. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Alle Sprech- und Untersuchungszeiten gibt’s auch online unter aidsberatung-hannover