Und am frühen Morgen auf Zoo-Safari gehen

Ja was geht denn da frühmorgens schon im Zoo vor sich?

Ganz neugierige Zoo-Tierfreunde können das beantworten, wenn sie bei der Aktion „Wenn der Zoo erwacht“ mitgemacht haben!

Bis zum Oktober führt ein Scout jeden Sonntag von acht bis 9.30 Uhr durch den Zoo-Hannover – allerdings vor der regulären Öffnung. Dabei können Interessierte beobachten, wie die Tiere ihren Tag beginnen und was sie zum Frühstück bekommen.

Die Zoo-Safari kostet zehn Euro zuzüglich Zooeintritt, für Kinder sind fünf Euro extra zu entrichten.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Erlebnis-Zoo Hannover donnerstags bis 22 Uhr geöffnet

Bis 30. August öffnet der Erlebnis-Zoo jeden Donnerstag beim Late-Zoo bis 22 Uhr.

Neben der ganz besonderen Atmosphäre im Zoo, wenn die Sonne versinkt und viele Tiere die lauen Abendstunden draußen verbringen, gibt es bei jedem Late-Zoo ein besonderes Programm. Außerdem erzählen Scouts spannende Geschichten über die tierischen Bewohner des Erlebnis-Zoo und den Schutz ihrer Arten.

Informationen unter www.zoo-hannover.de/de/programm/eventkalender/aktionen-2018#Late-Zoo

Die Programme: 12.7.: "Let's go West (Foto), 19.7.: Lauschiges Hörfest, 26.7.: Halbzeit, 2.8. Musikalischer Abend, 9.8.: Bunter Mix, 16.8.: Kunstvoll, 23.8.: Feierabens auf Meeyers Hof, 30.8.:Großes Late-Zoo-Finale.

 Tipp: Das neue Late-Zoo-Kombiticket für 14,80 Euro (bzw. 9,80 Euro für Kinder) beinhaltet den Eintritt zum Donnerstags-Late-Zoo ab 16.30 Uhr, einen Besuch des PANORAMA AM ZOO mit dem faszinierenden Kunstwerk AMAZONIEN von Yadegar Asisi (ab 16.30 Uhr) sowie einen Verzehrgutschein in Höhe von zwei Euro. 

An den Donnerstagen erworbene Tagestickets gelten bis 22 Uhr.

Für Jahreskarten-Inhaber fällt kein weiterer Eintritt an.


Abendspaziergänge immer dienstags durch den Zoo

Bis 25. September geht's mit Scouts nach Zooschluss auf Weltreise

In der Abendstimmung im Zoo erfährt man jeden Dienstag von 18.15 bis 19.45 Uhr exklusive Geschichten über die Zoobewohner und vor allem darüber, was passiert, wenn sich die Zoopforten schließen!

Online Buchungen: www.zoo-hannover.de/de/programm/eventkalender/aktionen-2018#abendspaziergang


Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover zeigt sich den Besuchern

Mit reichlich Nachwuchs ist der Erlebnis-Zoo Hannover gesegnet worden: Mitte Mai erblickte Steppenzebra Charlotte das Licht der Welt - und lebt jetzt im Außengehege mit Ellenantilopen, Tomsongazellen und Impalas zusammen. Tierpflegerin Uschi Otto berichtet: „Die Tiere verstehen sich sehr gut“. Bei ihrer Geburt wog Charlotte rund 30 Kilogramm. Ein ausgewachsenes Zebra bringt schon mal 175 bis 320 Kilogramm auf die Waage. Das Streifenmuster der Steppenzebras ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal für die Tiere. Jedes Zebra hat eine individuelle Streifenzeichnung – vergleichbar mit einem Fingerabdruck bei den Menschen.

Ende April und Anfang Mai wurden in vier Würfen 23 Präriehunde geboren. Sie erkunden mittlerweile auch das Außengehege. „Die Kleinen sind sehr mutig. Darüber freuen wir uns“, sagt Tierpfleger Philipp Plate. Die Jungtiere wiegen etwa 200 Gramm, ausgewachsene Präriehunde bringen zwischen 900 und 1400 Gramm auf die Waage.

Weitere Neuigkeiten hat der Erlebnis-Zoo Hannover zu vermelden: Im sogenannten Totenpfahl brütet Zurzeit ein Spechtpaar seine Jungtiere aus. Und Hobbyfotograf Günther Singbart beobachtet das Geschehen seit längerer Zeit.

Die Besucher können sich bald auf weitere neue Tiere freuen. Die neugeborenen Antilopenjungtiere dürfen in den nächsten Wochen auch in den Außenbereich.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Alle 14 Tage spannende Vorträge im Late-Zoo

Alle 14 Tage kann man als Late-Zoo-Besucher einen spannenden Vortrag im Prunksaal des Maharadschas besuchen – immer von 19.30 bis 20.15 Uhr. Man erfährt z.B. wie die Tiere nach Hannover kommen, was die Zoo-Tierärzte zu tun haben, warum gute Zusammenarbeit unter Zoos besonders wichtig ist oder ob Zoos heutzutage überhaupt noch zeitgemäß sind.

Die Vorträge sind im Zoo-Eintrittspreis enthalten. Themen und Termine: 12. Juli "Zoo-Docs im Einsatz", Referent: Dr. Viktor Molnár (leitender Zoo-Tierarzt), 26. Juli  "Aus der Ferne nach Hannover – wie kommen die Tiere in den Zoo?", Referent: Klaus Müller-Schilling (Zoo-Kurator), 9. August "Mission Artenschutz" Referentin: Kathrin Röper (Referentin für Artenschutz und Zoopädagogik), 23. August "Sind Zoos noch zeitgemäß?", Referent: Klaus Brunsing (Zoologischer Leiter), www.zoo-hannover.de/de/programm/eventkalender/aktionen-2018#vortraege


Eulen erobern Goldgräber-Reich

Zoofreunde-Projekt: Neue Voliere in Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover

Die Schneeeulen in Yukon Bay erobern ihr neues Reich – ein Goldgräberreich! Neben dem großen Wasserturm für die Goldwaschrinne stapelt sich das Werkzeug der Goldgräber, da liegen Kisten, Holzfässer, Feuerholz, ein Schlitten wartet auf den Wintereinsatz. All das wird von den Eulen genutzt, zum Sitzen und Brüten, zum Verstecken und Schlafen.

Die Präsentation der Schneeeulen ist ein Projekt des Vereins der Zoofreunde Hannover e.V. Als der Verein anlässlich seines 50jährigen Bestehens ein Projekt im Zoo suchte, das er aus vereinseigenen Mitteln finanzieren könnte, fiel die Wahl auf die Schneeeulen. Beim Zoo war stand die Veränderung der Eulenanlage doch schon lange auf dem Wunschzettel.

Dank des Engagements der Zoofreunde kann im Erlebnis-Zoo mit der neuen Anlage noch besser über die Biologie der Vögel, ihr Jagdverhalten, ihr fantastisches Gehör, aber auch ihre Bedrohung informiert werden“, freut sich Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Foto Erlebniszoo-Hannover

 Insgesamt 150.000 Euro, die aus einer Erbschaft und Einnahmen der verschiedensten Aktionen der engagierten Zoofreunde stammen, spendete der Verein an die Zoostiftung Region Hannover, die sich für den Artenschutz stark macht. Schutz für die Schneeeulen ist dringend notwendig, denn seit Dezember 2017 steht sie als "Gefährdet" auf der Roten Liste der IUCN – und hat damit sogar gleich eine Gefährdungsstufe übersprungen.

Die genauen Rückgänge der Bestände sind noch nicht erfasst, könnten jedoch dazu führen, dass die Schneeeulen auf der Roten Liste sogar noch weiter hochgestuft werden müssen.


Schiff Ahoi!

Neue Robbenshow in Yukon Bay

Rasante Verfolgungsjagden zwischen Wal und Robbe, ein Hai im Hafenbecken von Yukon Bay, sprechende Tiere und ein Wettbewerb, der dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes den Atem raubt – „Schiff Ahoi!“, die neue Robbenshow im Erlebnis-Zoo Hannover, hält Überraschungen und neue Erkenntnisse für das Publikum bereit.

Der Captain und seine Crew (Foto Erlebnis-Zoo Hannover) suchen Antworten auf die alles entscheidende Frage: Wo kommen wir eigentlich her? Witzig und charmant erklären die Tierpfleger die Entwicklung der Lebewesen aus dem Wasser, welche Gemeinsamkeiten uns mit den Robben verbinden. Außerdem berichtet der Captain von seinen Reisen auf dem Meer und einer ungeheuerlichen Entdeckung, die er gemacht hat: Ein Land, das es eigentlich nicht geben dürfte.  

 Denn mitten auf dem Ozean hat sich ein neuer Kontinent gebildet, der auf keiner Karte der Welt eingezeichnet ist – es ist ein Kontinent aus Müll. „Jedes Jahr gelangen zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere, das entspricht der Masse von 11 500 bis 31 000 vollen Jumbojets“, berichtet der WWF in seinem aktuellen Magazin. „Wir Tierpfleger in Yukon Bay arbeiten eng mit Tieren zusammen, deren natürlicher Lebensraum die Ozeane sind. Es beunruhigt uns, zu sehen, wie dieser Lebensraum zunehmend und rücksichtslos von Menschenhand zerstört wird“, fasst Revierleiter Andreas Pohl zusammen. „Wir hoffen, dass sich am Ende der Show viele Besucher in unsere Tiere verliebt haben und mit einem neuen Bewusstsein nach Hause gehen, beim nächsten Einkauf dann vielleicht auch einfach auf die Plastiktüte verzichten!“, so Pohl.

Denkanstöße dafür gibt es täglich um 12.15 Uhr und 15 Uhr in der neuen Robbenshow „Schiff Ahoi!“ jeweils in der kanadischen Themenwelt Yukon Bay.

Neben den Nördlichen Seebären, den kugelrunden Kegelrobben und den quirligen Seelöwen, hat auch die Majestät am Yukon ihren Auftritt: Weißkopfseeadler-Dame Viktoria fliegt über die Köpfe des Publikums.


Das große Fressen

180kg Fisch für die Pelikane von der Firma Pelikan

So ein Geschenk bekommt man nicht alle Tage

Und da heißt es reinhauen, was der Fisch hergibt. Ein ausgewachsener Pelikan frisst rund 800 Gramm Fisch am Tag. Mittlerweile hat der Zoo Hannover 13 ausgewachsene Exemplare. Die 180 Kilogramm Süßwasserfisch, die die Tiere von der Firma Pelikan aus Anlass ihres 180. Geburtstages ihren Wappentieren spendierte, reichen so rund gute zwei Wochen. Gemessen am Appetit, den die Tiere am Geburtstag bei einer Fütterung durch Pelikan-Geschäftsführer Thorsten Jahn und Zoo-Chef Andreas Cassdorff zeigten, könnte man annehmen, dass sie doch bitte gerne die gesamte Menge in die Luke bekommen hätten.

Na dann guten Appetit weiterhin!

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Abschied von Elefant Nikolai – er zieht nach Amsterdam um

Der Elefantenbulle Nikolai war sehr fleißig im Erlebnis Zoo Hannover: er sorgte dort für 14 Nachkommen.

Nun soll er in Amsterdam für weitere Nachkommen sorgen. Zum Abschied gab es für Nikolai einen Berg Heu, Obst und Gemüse.  „Wir werden Nikolai sehr vermissen, er ist ein wirklich imposanter Bulle“, sagt der Zoologische Leiter Klaus Brunsing. Die Töchter von Nikolai leben in Hannover in der Herde und werden so langsam geschlechtsreif, es ist an der Zeit für den Elefantenbullen, im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms weiterzuziehen.

Nikolai wird nochmal verwöhnt. Foto: Erlebniszoo-Hannover 

Das EEC koordiniert die Nachzucht der Tiere, um einen gesunden Bestand außerhalb der freien Wildbahn aufzubauen, denn der Bestand in freier Wildbahn ist sehr stark zurückgegangen. Vor rund 60 Jahren lebten noch 160 000 Tiere in der freien Natur, heute sind es gerade einmal noch 30 000 Elefanten.

Und Nikolais Nachfolger kann sich auf ein  modernes, neues Zuhause im Dschungelpalast freuen. Im Rahmen des Masterplanes 2025+ werden der Bullenstall und die Anlage umgebaut und vergrößert. Ein Sandbad mit vielen Beschäftigungsmöglichkeiten, Dusche und Schattenplätze sind geplant. Alles im Stil des Dschungelpalastes  gehalten. Vielleicht klappt es mit dem Nachwuchs mit Nikolais Töchtern.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe

Eiskalte Erfrischungen für die Zoo-Tiere in Hannover

Sprinter & Co. im Eis-Snack-Rausch
Eine doppelte Abkühlung bekommt Eisbär Sprinter und planscht munter mit seinem Eis-Snack aus Fisch, Lebertran und Haferschleim in seinem großen Planschbecken.
Auch für die anderen Tiere im Erlebnis-Zoo schmeckt bei diesen Temperaturen ein lecker zubereitetes Eis. Die Eisbomben für die Zootiere haben nichts mit "Vanille", "Schoko', oder gar "Stracciatella" zu tun. Unsere tierischen Freunde mögen es lieber so richtig exotisch: Im Zoo werden die Tiere mit Eisbomben, gefüllt mit Haferschleim, Lebertran und Eis mit Fleisch oder Fisch-Geschmack so richtig eiskalt verwöhnt - und sie lieben es!

Ja das sind so richtige Leckermäuler, die Pinselohrschweine Nikki und Lome. Die bekommen sogar Sorbeteis serviert. Berberlöwe Basu hingegen liebt bei diesem Wetter eher eine eisige Fleischtorte.
Und sie alle genießen das süße Leben: tagsüber ausgiebig im Schatten pennen, ins Wasser jumpen, und einfach nur abhängen und sich so wenig wie möglich bewegen - das ist Sommer-Feeling im Erlebnis-Zoo Hannover.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Bisonachwuchs im Zoo Hannover

Bisonbabys erkunden ihr Gehege, und Mama schaut zu

Sie sind einfach nur knuffig – die erst wenige Tage alten Bisonkälber durften zum ersten Mal die Außenanlage im Yukon Bay für sich erkunden. Natürlich unter den strengen Augen der Eltern. Die beiden Waldbisonmännchen hatten am 18. April und 21. April das Licht der Welt erblickt.

Die Neugeborenen sind Halbbrüder, der Vater der beiden Jungtiere ist Tatanka. Die Bisonkälber verbrachten die ersten Tage hinter verschlossenen Türen. Bei ihrem ersten Auslauf im Gehege blieben die beiden dicht bei ihren Müttern. Aus den kleinen Lebewesen könnten in ein paar Jahren imposante Büffel mit einem Kampfgewicht von bis zu 1 000 Kilogramm und einer Schulterhöhe von gut zwei Metern werden. Ihr recht charakteristischer Bart wird bis zu einemhalben Meterlang.

Als „potentiell gefährdet“ stehen Waldbisons auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion (IUCN). Diese imposanten Tiere besiedelten fast den gesamten nordamerikanischen Kontinent. Durch die intensive Bejagung durch den Menschen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts schrumpfte ihr Bestand drastisch. So sind sie heute nur noch in vereinzelt kleinen Populationen in den USA und Kanada anzutreffen, die sich nur dank der eingeleiteten Schutzmaßnahmen langsam wieder erholen können.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Zoosaison 2018 - ein Ausblick

In 2018 können sich die Zoobesucher auf die fertiggestellte neue Themenwelt Afi-Mountain, die über den Winter um einen Spielplatz und Edutainment erweitert wurde, eine neue Anlage für die Schneeeulen in Yukon Bay, zahlreiche tierisch spannende Veranstaltungen sowie ab Sommer auf einen komplett neuen Eingangsbereich, der schon von außen auf den Erlebnis-Zoo neugierig macht, freuen.

Im Laufe des Jahres werden die Gehege und Stallungen der Elefanten erweitert und neu gebaut. Elefantenbulle Nikolai wird Hannover verlassen. Im Zuge des Umbaus für die Elefantenkühe wird sich der Zoo Hannover von einigen Tieren verabschieden. Sie gehen als kompletter Familienverband, der aus Müttern, deren Kindern und Enkeln besteht, an einen anderen Zoo zur weiteren Zucht  der bedrohten Tierart. Alle Umbauten werden wie 2015 im vorgestellten Masterplan beschlossen, so ausgeführt, dass die Elefanten künftig im „protectedcontact“ gehalten werden können.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



DIE Attraktion am Zoo: „Amazonien"

Das 360-Grad-Panorama „Amazonien" fasziniert die Besucher.

Weithin sichtbar: Der grüne Zylinder, Eingang zu dem Panorama am Rande des Zoos (Foto W. Feege).

Es begeistert, es fasziniert und es strahlt ungeheuer viel Harmonie aus, „Amazonien“ vom Künstler Yadegar Asisi, das erste Naturpanorama in Deutschland ist am Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen und erleben.

Im Inneren des 360-Grad-Panoramas sind riesige Bäume, die weit in den Himmel hineinragen, mächtige Wurzeln und Lianen, die scheinbar aus der Luft herabhängen, farbenfrohe Schmetterlinge, Nasenbären, Gürteltiere, exotische Vögel und ein Brüllaffe, der neugierig aus dem dichten Geäst hervorlugt zu sehen. Im grünen Dämmerlicht vor der Geräuschkulisse aus prasselndem Regen und dem vieltausendstimmigen Konzert der Tiere eröffnet sich bei Sonnenaufgang ein einzigartiger Blick, der den Besucher in Staunen versetzt und zugleich fasziniert.

Der Tag im Regenwald dauert ca.15 Minuten – es ist ein Eintauchen in eine uns ganz und gar fremde Welt, in eine Welt, für die sich der Besucher Zeit nehmen sollte. „Ich sehe in den Panoramen auch einen Gegenentwurf zu der allgemeinen Bilderflut“, die uns jeden Tag überrollt, sagt Yadegar Asisi. Der in Berlin lebende Künstler will mit seinen Rundumbildern die Intensität des Bildes wecken und schärfen, zum genauen Hinsehen verführen.

Stets erfasst der Blick Neues, es schieben sich weitere Details nach vorne untermauert wird der Eindruck durch sphärische Musik, die sich mit den Umweltgeräuschen verbindet. Man ist geneigt, Bewegungen zu sehen, Lichtreflexe lassen die Illusion so richtig lebendig werden – doch das Bild ist starr. Der Künstler hat eine Art Collage erstellt, aus Fotos und Gemälden.

Rund 1 000 Motive, die  Asisi am Computer zu einem Gesamtwerk zusammensetzte – eine 13 Gigabyte große Datei. Sie wurde auf 37 Stoffbahnen ausgedruckt, das ergibt eine Bildfläche von 3 200 Quadratmetern.

Die ganze Komplexität und Schönheit des Regenwaldes am Amazonas wollte Asisi in einem Bild erfahrbar machen. Das ist ihm voll und ganz gelungen. 30 000 Fotos hat der Künstler angefertigt, dafür ist er viermal an den Amazonas gereist. Dem Besucher empfiehlt der Künstler vor allem die Plattform in sechs Metern Höhe. Dort sei der räumliche Effekt hundertprozentig.  Bewegende Ausblicke allerdings erlebt der Besucher auch auf den beiden anderen Ebenen auf zwölf und sogar auf 15 Metern Höhe.

Was für ein Erlebnis – es ist traumhaft schön in dem Zylinder und es kehrt eine innere Ruhe und große Freude ein, die  schlecht zu erklären ist. Hingehen und selber erleben!

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe