WISSENSCHAFT - PREISE


Bewerbung für Smart Country Startup Award gestartet

10.000 Euro für Startups in den Kategorien E-Government und Smart City

Bewerben können sich Startups bis zum 18. September 2020 für den Smart Country Startup Award. 

Die Corona-Krise hat an vielen Stellen gezeigt, wo es noch an digitalen Angeboten der Verwaltung für die Bürger fehlt und wo Ämter und Behörden noch zu sehr auf analoge Prozesse setzen. Zugleich bieten digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder Blockchain ganz grundsätzlich viele Chancen, das Leben in Städten und Dörfern umweltfreundlicher, effizienter und angenehmer zu gestalten. Startups haben dazu nicht nur Ideen, sondern auch einsatzfähige Produkte.

E-Government und Smart City sollen Städten beim Verwalten und der Entwicklung helfen.

Die innovativsten Lösungen zeichnet der Digitalverband Bitkom mit dem Smart Country Startup Award aus, der in zwei Kategorien vergeben wird: E-Government und Smart City.

Die sechs Finalisten pitchen am 27. und 28. Oktober auf der Smart Country Convention in Berlin um 10.000 Euro Preisgeld und eine kostenlose „Get Started“- Mitgliedschaft. „Die Corona-Krise war ein Weckruf, dass wir die Digitalisierung in allen Lebensbereichen – ganz besonders im Public Sector konsequent vorantreiben müssen. Mit dem Smart Country Startup Award bringen wir Startups und Vertreter der Verwaltungen und Behörden von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden zusammen“, sagt Jenny Boldt, Leiterin Startups beim Digitalverband Bitkom.
Noch bis zum 18. September können sich Startups bewerben. Das Bewerbungsformular sowie Details zum Wettbewerb gibt es unter 
smartcountryaward.
Weitere Informationen unter 
smartcountry.berlin

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Wirtschaftsminister Altmeier will Carta für das Klima

Weltweiter CO2-Ausstoß muss in zehn Jahren jährlich um 7,6 Prozent sinken.

Nicht nur Wirtschaftsminister Altmeier (CDU) auch Wissenschaftler wollen eine Carta für das Klima und drängen zur Eile: Der weltweite CO²-Ausstoß muss nach Berechnungen der Vereinigten Nationen in den kommenden zehn Jahren jährlich um 7,6 Prozent sinken.

Wenn das nicht passiert, so die UN-Forscher, wird Anfang der 2030er-Jahre eine CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 450 ppm (Teile auf eine Million) überschritten werden. Bei dieser Konzentration würden verschiedene Kipppunkte im Erdsystem ausgelöst werden – wie beispielsweise das Auftauen der methanhaltigen Permafrostböden in der Arktis. Das hätte dann zur Folge, dass sich die Erderwärmung verselbständigen würde. In diesem Fall hätte die Menschheit praktisch keine Chance mehr, die weitere Klimaerwärmung auszuhalten.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

„Urbane Logistik“ – Lieferverkehr der Zukunft

Deutschlandweite Befragung zur zukunftsfähigen urbanen Logistik

Welches Verkehrsmittel nutzen Sie eigentlich, um Ihren Wocheneinkauf zu erledigen? Und wie aufgeschlossen sind Sie gegenüber neuen Lieferkonzepten für bestellte Waren aus dem Internet? Welche Rolle spielt dabei das Thema Nachhaltigkeit? Im Rahmen des Forschungsprojekts USEfUL (Untersuchung, Simulation und Evaluation für Urbane Logistik) führt die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit weiteren Projektpartner*innen eine Befragung von Bürger*innen zum logistikauslösenden Verhalten in Deutschland durch.

Im Mittelpunkt der Umfrage steht die Analyse des logistikauslösenden Verhaltens von Privatpersonen (beispielsweise Online-Bestellungen oder Käufe im Laden). Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern neuartige Lieferkonzepte - wie Auslieferungen mit Lastenrädern oder Lieferungen zu Abholstationen - akzeptiert und Einkäufe zur täglichen Versorgung durchgeführt werden.

Der Fragebogen steht bis zum 15. September unter quest.hs-hannover/evasys/online im Netz. Informationen und ein Link zur Befragung sind unter hannover/Urbane-Logistik-Hannover/Dialog zu finden. Die Beantwortung der Fragen nimmt in etwa fünf Minuten in Anspruch, alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet.

Im Rahmen des Forschungsprojekts (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung-Förderung) wird eine Web-Applikation entwickelt, mit der Logistikkonzepte bewertet sowie deren Auswirkungen auf das Leben in der Stadt und den Gesamtverkehr aufgezeigt werden können. Projektpartner*innen sind die Leibniz Universität und die Hochschule Hannover, die TU Braunschweig und Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Insbesondere Politiker*innen und Kommunen sollen die zu entwickelnde App verwenden, um Nachhaltigkeitsziele, effektive Maßnahmen zu finden. Indem Verkehrs- und Warenströme simuliert und untersucht werden, können sich Entscheidungsträger*innen über innovative urbane Logistikkonzepte informieren und einen Einblick über die zu erwartenden Auswirkungen gewinnen, bevor die Konzepte in der Realität umgesetzt werden.

LHH/S. Lappe/U. Micha


OB händigt zwei Orden des Bundespräsidenten aus

Oberbürgermeister Belit Onay zeichnet zwei verdienstvolle Bürger aus

Siegfried Aberle wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet (Foto lks.. Aberle engagiert sich seit 48 Jahren ehrenamtlich im Bereich des Sports. Seit 1962 ist er Mitglied des Deutschen Sportvereins Hannover gegründet 1878 e.V., bei dem er neben seiner aktiven Ausübung des Hockeysports auch viele Jahre als Trainer, Betreuer und Schiedsrichter tätig war. Über die Jahrzehnte hat Aberle sich intensiv und nachhaltig in die Arbeit des Vereins eingebracht und gilt bis heute als „ständiger Antreiber“. 2010 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Anschließend wurde  Regina Zimmermann mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sie engagiert sich seit 30 Jahren ehrenamtlich in der Kirche und im sozialen Bereich: Sie wirkt im Sachausschuss Caritas sowie im Sachausschuss Ökumene des Pastoralrats mit und leitet seit 30 Jahren die Frauengruppe. Außerdem hilft sie von Beginn an beim Verein Hannöversche Tafel e.V. und ist seit 2011 auf ehrenamtlicher Basis bei der Straßenambulanz für Wohnungslose des Caritasverbandes Hannover e.V. tätig.

LHH/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo, Fotos M. Falk


Organersatz aus dem Labor

Innovationswettbewerb: MHH erhält drei die UMG zwei Millionen Euro

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sind die Sieger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Organersatz aus dem Labor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Projekt „3D-Heart-2B“ der MHH erhält für den ersten Platz für drei Jahre eine Bundesförderung in Höhe von drei Millionen Euro. Das Projekt „IndiHEART“ der UMG ist zweiter Sieger und wird über drei Jahre mit zwei Millionen Euro unterstützt, teilte  das Wissenschaftsministerium mit.

Die Forscher aus Hannover wollen ein Einkammer-Herz-Implant entwickeln, das Patienten helfen soll, denen erblich bedingt eine Herzkammer fehlt. Und in Göttingen geht es um die automatisierte Herstellung von menschlichem Herzmuskelgewebe für Patienten mit Herzmuskelschwäche. Die Knappheit von Spendenorganen sei ein großes gesellschaftliches Problem, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU).

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


8 Mio. Euro für die Digitalisierung von Niedersachsens Hochschulen

Lehre und Forschung made in Niedersachsen soll zu einem Markenzeichen werden

Sofortprogramm für Digitalisierung von Lehr- und Prüfungsangeboten gestartet

Die Corona-Krise zwingt die Hochschulen dazu, die Digitalisierung ihrer Lehr- und Prüfungsangebote mit hohem Tempo voranzutreiben. Neben Einzelmaßnahmen, die ad hoc gefördert werden, wird es die langfristig angelegte Gesamtstrategie „Hochschule.digital Niedersachsen“ geben.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung unterstützen diesen Innovationsschub kurzfristig mit acht Millionen Euro in zwei Phasen.

 Die Hälfte der Fördersumme soll in Phase 1 umgehend an Hochschulen bewilligt werden, die leistungs- und zukunftsfähige digitale Lehrangebote neu oder weiter entwickeln möchten. Weitere 4 Mio. Euro stehen für Phase 2 bereit, um den gegenwärtigen Digitalisierungsdruck in eine langfristig angelegte Gesamtstrategie zu überführen. Dazu werden MWK und VolkswagenStiftung gemeinsam mit den Hochschulen in der Dachinitiative „Hochschule.digital Niedersachsen“ beraten, wie die neu geschaffenen digitalen Strukturen fest etabliert und konsequent weiterentwickelt werden können. Das gemeinsame Ziel ist es, das niedersächsische Hochschulsystem zu einem Treiber für die Digitalisierung von Studium, Lehre, Forschung und Selbstorganisation auszubauen – auch im Vergleich mit anderen Bundesländern.

„Mit dem Sofortprogramm unterstützen wir die niedersächsischen Hochschulen dabei, die Herausforderungen aus der aktuellen Corona-Situation zu bewältigen. Dies ist zugleich Teil einer langfristig angelegten Gesamtstrategie, den Hochschulstandort Niedersachsen im Bereich der digitalen Lehre nachhaltig zu stärken“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

„Als private Wissenschaftsförderin steht die VolkswagenStiftung für Schnelligkeit, Flexibilität und höchste Qualität“, sagt Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung. „Das Sofortprogramm soll dem digitalen Sommersemester an niedersächsischen Hochschulen weiteren Schub geben. Auf lange Sicht soll es die niedersächsischen Hochschulen dabei unterstützen, voneinander zu lernen und ihre Kräfte zu bündeln. Erstklassige Lehre und Forschung made in Niedersachsen soll zu einem Markenzeichen im digitalen Zeitalter werden.“

Weitere Informationen zum Niedersächsischen Vorab unter  volkswagenstiftung/vorab.

MWK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Archäologen dokumentieren Spuren von Steinzeitmenschen und Elefanten

Was am Seeufer geschah: Spuren von Steinzeitmenschen und Elefanten

Im niedersächsischen Schöningen tummelten sich vor 300.000 Jahren Elefanten. Aus der altsteinzeitlichen Grabungsstelle wurden in den vergangenen Jahren Fossilien von mindestens zehn Elefanten geborgen. Jetzt haben Archäologen vom Senckenberg-Zentrum für menschliche Evolution und Paläoumwelt der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege erstmals ein nahezu vollständiges Skelett eines eurasischen Waldelefanten freigelegt.

Der Sensationsfund!

Das Tier starb am damaligen Seeufer von Schöningen ‒ was genau geschah und wie die Umgebung vor 300.000 Jahren beschaffen war, rekonstruiert das Team nun durch Analysen und weitere Grabungen. Die ersten Erkenntnisse werden im Fachmagazin Archäologie in Deutschland veröffentlicht und wurden am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler in Schöningen präsentiert.

Die Kooperation mit Senckenberg und der Universität Tübingen trägt reiche Früchte. Vor wenigen Wochen erregte eine Studie zu einem in Schöningen entdeckten 300.000 Jahre alten Wurfstock international  Aufmerksamkeit. Eine weitere Sensation: Der Fund des fast vollständig erhaltenen Skeletts eines Waldelefanten zusammen mit den Spuren hier lebender und jagender Frühmenschen. Dies unterstreicht einmal mehr, um welch einen spannenden und wissenschaftlich bedeutenden Fundort es sich handelt“, sagt Thümler. „Der ehemalige Tagebau Schöningen ist ein Klimaarchiv ersten Ranges, das uns in einzigartiger Weise vorführt, wie sich Klimaschwankungen auswirken. Dies muss künftig noch deutlicher herausgearbeitet werden. Ein Ort, an dem nachverfolgt werden kann, wie der Menschen vom Naturbegleiter zum Kulturgestalter wurde.“ 

Gefunden wurden die 2,3 Meter langen Stoßzähne, der Unterkiefer, zahlreiche Wirbel und Rippen sowie Knochen von drei Beinen und sogar alle fünf Zungenbeine.“ Das Skelett sei an einer Stelle geborgen worden, an der sich vor 300.000 Jahren das Seeufer befunden habe.

Warscheinlich handelt es sich um ein älteres, weibliches Tier wie der Archäozoologe Ivo Verheijen erklärt. „Das Tier hatte eine Schulterhöhe von ca. 3,2 Metern und ein Gewicht von ca. 6,8 Tonnen – es war somit grösser als heutige afrikanische Elefantenkühe.“

„Vermutlich starb es aus Altersgründen und ohne Einwirkung durch Menschen“, sagt Verheijen. Knochenteile wurden offensichtlich auch als Werkzeuge oder Feuersteine verwandt.  

Dass am Schöninger See zahlreiche Artgenossen des Elefanten unterwegs waren, beweisen Fußabdrücke, die rund 100 Meter von der Grabungsstelle entfernt dokumentiert werden konnten. 

Auch konnten aus der Fundstelle viele Erkenntnisse über Flora, Fauna und das Leben der Menschen vor 300.000 Jahren während der Reinsdorf-Warmzeit gewonnen werden. Das damalige Klima war vergleichbar mit dem heutigen, die Landschaft jedoch viel reicher an Wildtieren. Rund 20 Großsäuger lebten damals im Umfeld des Schöninger Sees, darunter nicht nur Elefanten sondern auch Löwen, Bären, Säbelzahnkatzen, Nashörner, Wildpferde und weitere Huftiere. „Der Reichtum an Wildtieren ähnelte dem des heutigen Afrika“, sagt Serangeli.

Dank sehr guter Erhaltungsbedingungen in wassergesättigten Seeufersedimenten konnten zudem die weltweit ältesten vollständigen Jagdwaffen geborgen werden: Zehn hölzerne Speere sowie mindestens ein Wurfstock. Bearbeitete Stein- und Knochenwerkzeuge runden das Gesamtbild zu den damaligen Lebensumständen ab.

Im Forschungs­museum Schöningen können Besucher die Funde bereits jetzt besichtigt werden. Finanziert werden die Ausgrabungen in Schöningen durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. 

Video zur Forschungsstation Schöningen und zur Ausgrabung des Elefanten: senckenberg/forschungsstation-schoeningen/

MWK/Sigrid Lappe HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Verbesserter Schutz für Wildkatzen durch GPS-Sender

Über 150 Ehrenamtliche engagieren sich im Forschungsprojekt „Wildkatzensprung“.

Insgesamt sind sechs Wildkatzen gefangen und mit GPS-Halsbändern ausgestattet worden.  Denn jedes Jahr würden viele der Wildkatzen an Straßen tot aufgefunden, erklärten Projektforscher, organisiert im BUND-Forschungsprojekt „Wildkatzensprung". Mit dem Sender an einem Halsband könne herausgefunden werden, "inwiefern die Katzen Verbindungswege nutzen, ob sie Straßen überqueren und in welcher Frequenz", sagte Projektmitarbeiterin Teresa Nava. Mit den Daten könne man dann Schutzmaßnahmen für die Tier vornehmen, beispielsweise Wildkatzenzäune aufstellen.

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Foto: Deutsche Wildtierschützer


Jetzt gibt es eine Stiftungsprofessur für Radverkehrsmanagement

Mit der Förderung will das  BMVI die Forschung zum Thema Radverkehr stärken 

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat den Zuschlag für eine vom Bund geförderte Stiftungsprofessur mit dem Schwerpunkt Radverkehr erhalten. Mit der Förderung will das  Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Forschung zum Thema Radverkehr stärken und dem Radfahren als eigenständige Verkehrsart in Deutschland mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung verleihen.

Wissenschaftsminister Björn Thümler gratuliert der Hochschule: „Nachhaltige Mobilität spielt im Fahrradland Niedersachsen eine herausgehobene Rolle. Bei Themen der Mobilität oder etwa der Verkehrsplanung steht noch immer meist das Auto im Mittelpunkt. Es liegt auf der Hand, das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel deutlich stärker in den Fokus zu nehmen. Daher begrüße ich es sehr, dass die Ostfalia Hochschule für die Fakultät Verkehr-Sport Tourismus-Medien am Standort Salzgitter sehr erfolgreich eine eigene Professur für Radverkehrsthemen einwerben konnte und diese auch dauerhaft weiterführt. Das Thema Radverkehrsmanagement wird sicherlich viele junge Menschen dazu motivieren, ein zukunftsträchtiges Studium in diesem Bereich aufzunehmen.“

Auch Verkehrsminister Dr. Althusmann begrüßt die erfolgreiche Bewerbung der Ostfalia: „Wir wollen den Radverkehr stärken. Dazu gehören auch eine starke Wissensbasis und eine gute Forschung. Daher habe ich die Bewerbung der Ostfalia schon frühzeitig unterstützt – dass sie jetzt erfolgreich gewesen ist, freut mich besonders.“

Insgesamt haben sich sieben deutsche Hochschulen erfolgreich um die vom BMVI geförderte Stiftungsprofessur beworben. Sie erhalten hierfür Unterstützung in Höhe von bis 400.000 Euro pro Professur. Die Ostfalia will die Professur unter dem Titel „Radverkehrsmanagement“ an der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am Standort Salzgitter einrichten.

MWK/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Sie haben ein Wildtier gesehen? Bitte mitteilen!

Wie viele wildlebende Säugetiere gibt es in Europa?

Ein internationales Forscherteam möchte mit Hilfe von Bürger*innen erfassen, welche und wie viele wildlebende Säugetiere es in Europa gibt.

Luchse, Rehe, Wildschweine, Iltisse, Biber oder Mufflons – in Europa leben etwa 250 verschiedene Säugetierarten. Welche und wie viele in welchen Regionen leben, ist oftmals unbekannt.

Mit dem Kooperationsprojekt MammalNet möchten acht europäische Forschungsinstitutionen diese Lücke gemeinsam mit Hilfe von Bürger*innen schließen.

Sie sind aufgerufen, die Tiere, die sie auf Wanderungen oder beim Spaziergang sehen, über eine mobile App oder über zwei Internetseiten mitzuteilen: Die App iMammalia läuft auf Android und iOS und kann in den jeweiligen Stores heruntergeladen werden – und dann ab mit der Meldung!

Für die beiden Internetseiten mammalweb und agouti ist es erforderlich, sich zu registrieren. Sie richten sich eher an fortgeschrittene Naturbeobachter. So laden Forscher*innen auf agouti beispielsweise auch Bilder aus Fotofallen hoch. Nutzen kann die Plattformen aber trotzdem jeder.

Das Projekt läuft über zwei Jahre und startet zunächst in Deutschland, Spanien, Kroatien und Polen. Ab Mai 2020 soll es auf die übrigen Regionen Europas ausgeweitet werden.

Auf deutscher Seite leitet Dr. Oliver Keuling aus dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) das Projekt.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord