TANZ - OPER - SCHAUSPIEL

 

Sie lassen es noch einmal so richtig krachen - die Macher vom Opernball

Das Motto 2019: „Roaring Twenties" bringt das Opernhaus in die „Roaring Twenties"

In den Zwanzigern ging es schon ganz schön wild her. Die Macher des Opernballs lassen es noch einmal so richtig krachen und krempeln das Opernhaus am 1. und 2. März in einen prächtigen Tanzpalast um.

Und Conchita ist zurück auf dem Opernball 2019. Nachdem der Musikstar bereits vor zwei Jahren das Opernball-Publikum der Staatsoper Hannover mit einem umjubelten Auftritt beim Opernball „Hallo, Wien!“ begeistern konnte, ist der österreichische Künstler jetzt zurück. 

Gemeinsam mit der Thilo Wolf Big Band wird Conchita mit einem neuen Programm auf der Bühne stehen. Im Rahmen des Opernballs „Roaring Twenties“  sind diese beiden Künstler erstmals zusammen zu erleben. „Meinen Auftritt beim Opernball Hannover 2017 habe ich in genauso guter Erinnerung behalten wie die gesamte Veranstaltung! Ich freue mich ganz besonders darüber, auch 2019 wieder Teil dieses stimmungsvollen Fests sein zu dürfen und darauf, dieses Jahr ein neues Format mit der Thilo Wolf Big Band auszuprobieren“, freut sich Conchita.

Opernintendant Michael Klügl beschwört „ein faszinierendes Jahrzehnt" herauf, natürlich auch künstlerisch. „Expressionismus - Jazz - Strawinsky" und vieles mehr. Von einem gigantischen Perlenvorhang wird das Orchester eingerahmt - alles ist ausgerichtet und inspiriert von der überaus prächtigen Zeit der Revuen. Ausgestattet in Gold und Silber - das sind „Lichter einer Großstadt" - und die werden das Ballgeschehen illuminieren.

Conchita © Maximilian Lottmann / TNRB

Stargast  beim Höhepunkt der Ballsaison ist auch das berühmte Pasadena Roof Orchestra. Da werden die Fetzen fliegen - Stimmung ist vorprogrammiert.

Die Frage steht im Raum - wird es auch 2020 noch einen Opernball geben? Michael Klügls Ära ist dann zu Ende: „Das muss die neue Intendantin letztendlich entscheiden."

Gefeiert wird am 1. und 2. März, jeweils ab 19 Uhr.

Jetzt kommt die bittere Pille: Für beide Tage ist der Ball ausverkauft!

Katerfrühstück exclusiv für Opernballgäste am 3. März

Wer Karten für den Opernball besitzt, sollte sich nach dem Ball den Sonntagmorgen ganz groß in seinen Kalender schreiben: Von 11 bis 14 Uhr hat die Kestner Gesellschaft allen Opernballbesuchern ein Katerfrühstück mit Sekt, Croissant, Rollmops und Führungen durch die Ausstellung an. Der Eintritt kostet bei Vorlage der Opernballkarte nichts! Die Geschichte der Kestner Gesellschaft passt zum diesjährigen Motto des Balles „Roaring Twenties“, denn die Kestner Gesellschaft hatte ihre kulturelle Blütezeit in den Zwanzigern. Damals war die Gesellschaft noch in der Königstraße. Und als eine der ersten Institutionen weltweit stellte sie Werke von Kurt Schwitters und Wassily Kandinsky aus und war damit eine Wegbereiterin moderner Kunst. Durch die Ausstellung von Walter Dahn führt die Direktorin Christina  Végh um 11.30 Uhr.
Käte Steinitz, Theo van Doesburg, Kurt Schwitters und Nelly van Doesburg in der Wohnung der Familie Steinitz in Hannover, um 1925. Kurt Schitters Archiv, Sprengel Museum Hannover, Copyright: (Repros) Foto: Michael Herling/Aline Gwose

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


„Einer von uns“ im Schauspiel mit Bühnenbild von Lars Ø Ramberg

Konzeptkünstler entwickelt Installation zur Inszenierung über die Attentate in Norwegen

Lars Ø. Ramberg, der international ausstellt und auf den Biennalen in Venedig und Saõ Paolo vertreten war, arbeitet zusammen mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Ditteke Waidelich an einer Installation, die gleichzeitig das Bühnenbild für das Stück „Einer von uns.Spurensuche nach dem 22. Juli 2011“. Das Stück, das sich mit den Folgen der Attentate in Oslo und auf der Ferieninsel Utøya, bei dem Anders Breivik insgesamt 77 Menschen tötete, im Schauspiel Hannover auseinandersetzt.

Ramberg ist in Deutschland u. a. durch „Palast des Zweifels“ (Foto r.) aus dem Jahr 2005 bekannt, als er den Palast der Republik in Berlin zur Installation machte und damit eine öffentliche Debatte anstieß.

Lars Ramberg. Foto (c) Tom A. Kolstad

Die Inszenierung „Einer von uns“ entsteht in Koproduktion mit dem Osloer Det Norske Teatret, Regie führt dessen Intendant Erik Ulfsby. Es ist die erste Koproduktion mit einem deutsch-norwegischen Ensemble und die zweite Regiearbeit von Erik Ulfsby am Schauspiel Hannover.

Ramberg beschäftigt sich kritisch mit Themen wie nationaler Identität, Symbolarchitektur und Sprache als kollektivem Referenzrahmen, indem er in seinen Arbeiten eine vorhandene Geschichte bearbeitet und manipuliert oder die vorherrschende Geschichtsschreibung hinterfragt.

Die Installation von Lars Ø Ramberg ist eine Stunde vor Beginn jeder Vorstellung auf der geöffneten Bühne in Cumberland zu besichtigen. „Einer von uns“  wird nur zehn Mal in Cumberland gezeigt: Uraufführung ist am Mittwoch, 20. März, am 15. März findet ein Preview statt. Weitere Vorstellungen 21. und 22. März, 6., 7. und 9. April, 8., 9. und 10. Mai, jeweils 20 Uhr, Karten 25 Euro.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Im März wieder hochkarätige Gäste im Schauspielhaus

Musiker Peter Licht, Devid Striesow und Corinna Harfouch mit Lesungen zu Gast

Der Musiker und Künstler Peter Licht stellt am 14. März sein neues Album "Wenn wir alle anders sind" vor. Schauspieler Devid Striesow, bis vor kurzem noch ARD-Tatort-Ermittler, liest am 15. März aus Prosawerken des Schriftstellers Robert Walser und Schauspielerin Corinna Harfouch liest am 27. März aus "Die Nachtigall des Zaren", begleitet von Countertenor Hubert Wild, der zurzeit auch in "Die verlorene Oper. Ruhrepos" singt. Alle Veranstaltungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Schauspielhaus statt.

Peter Licht veröffentlicht mit "Wenn wir alle anders sind" nach sieben Jahren wieder ein Musikalbum. In den letzten Jahren war Licht vor allem als Theaterautor beschäftigt.

Devid Striesow kennt man als saarländischen Tatort-Kommissar Stellbrink, als Hape Kerkeling aus dem Film "Ich bin dann mal weg" und als Wiedervereiniger der Elektroband Fraktus aus dem gleichnamigen Film. Jetzt will der Schauspieler sich wieder mehr aufs Theater konzentrieren, auf der Bühne des Schauspielhaus quer durch Robert Walsers Prosawerk.

Corinna Harfouch, die in "Der Auftrag" (Wiederaufnahme am 28.02.19) begeistert und bereits mehrfach mit Lesungen eher unbekannter Autorinnen und Autoren im Schauspielhaus gastierte, kommt im März mit "Die Nachtigall des Zaren", aus dem Lebensbericht des Kastraten Filippo Balatri, nach Hannover.

Konzert Peter Licht: Do., 14. März, Karten 27 €, Gastspiel Devid Striesow: Fr., 15. März, Karten 25 €, Gastspiel Corinna Harfouch: Mi., 27. März, Karten 27 €

Karten unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter www.schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater


Statistinnen und Statisten für "Hikikomori" gesucht

Landerer&Company suchen für Tanztheater bis zu 100 Statistinnen und Statisten

Für das Tanztheater-Stück "Hikikomori" suchen Landerer&Company 75 bis 100 Statistinnen und Statisten zwischen 16 und 40 Jahren. Tanzkenntnisse sind nicht notwendig, Interessierte sollten an folgenden Terminen verfügbar sein: Videoshooting am 18., 19. und ggf. 20. März; zur Haupt- und Generalprobe am 2. und 3. April und für die Aufführungen am 4., 6., 9., 17. und 19. Mai.

Anmeldungen und Fragen an den choreografischen Assistenten Simone Deriu unter mrsimonederiu@hotmail.com.

Nach dem Tanztheater "Lucky", das Landerer&Company und das Schauspiel Hannover in der vergangenen Spielzeit im Schauspielhaus herausbrachten, steht ab April 2019 mit "Hikikomori" wieder eine Koproduktion mit der gefragten Kompagnie von Choreograf Felix Landerer auf dem Spielplan des Schauspiel Hannover. Der Vorverkauf für die fünf Vorstellungen hat bereits begonnen.
Premiere am 4. April 2019, 19.30 Uhr, im Schauspielhaus, weitere Vorstellungen am 6. April, 9., 17. und 19. Mai.

Karten 21 bis 41 € unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter www.schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Pressedienst Nord


Präzision, Ästhetik und viel Poesie

Frei nach Edgar Allan Poe und dazu noch mörderisch gut

Ein Ballettabend mit Stücken von Jörg Mannes und Mauro Bigonzetti in der Staatsoper Hannover

Das neue Ballettstück des Staatsballetts kreist um Edgar Allan Poe, der die Zuschauer in seine dunklen Fantasien einbezieht. Brechen gruselige Zeiten im Opernhaus an? Zwei Uraufführungen werden dem hannoverschen Publikum geboten: Ballettdirektor Jörg Mannes hat seiner Choreografie „Grotesque & Arabesque“ die Erzählung von Poes „Die Maske des Roten Todes" zugrunde gelegt, in der eine Gesellschaft das Personal darstellt, und mit etlichen Motiven angereichert wird.

Eigentlich erwartet der Zuschauer nun eine abartige Szenerie. Doch bei Mannes wird es Gott sei dank nie so richtig gruselig. Doch waren einige gestörte Bewegungsfolgen zu erkennen und nicht zwingend erforderlich wie das damit verbundene Pas de deux, das nicht sehr zärtlich ausfiel. Denn hier spielt von Anfang an der Tod mit, der  seine Hand nach der jungen Frau (Chiara Pareo) ausgestreckt hat. Sie sucht mit letzter Kraft Rettung in den Armen ihres Geliebten (Denis Piza) aber der kann sie nicht beschützen vor dem Ende.

Chiara Pareo, Denis Piza © Gert Weigelt

Schließlich sinkt die jungen Frau zu Boden. Im selben Moment tut sich im Hintergrund ein gleißender Lichtstral in der Wand auf. Durch den Spalt drängt sich der Tod. Im schwarzsamtenen Catsuit bewegt sich Giada Zanotti spinnenhaft, aggressiv und bedrohlich. Denn ihr nächstes Opfer hat sie schon im Visier, gewährt ihm aber noch einen letzten Tanz.

Stefan Johannes Hanke hat in Absprache mit dem Ballettdirektor Mannes die Musik extra zu diesem Stück komponiert, imponierend und griffig und vom  Niedersächsischen Staatsorchester unter Valtteri Rauhalammi kunstvoll interpretiert.

Nach der Pause ging es mit Klängen von Mozart musikalisch etwas entspannter weiter. Tänzerisch einfach unbeschreiblich - hier hat Mauro Bigonzetti seine Choreografie „Nevermore“ in viele wundervolle und originelle Ideen verpackt. Es handelt - nach einem Gedicht von Poe - von einem Raben, der das Wort „Nimmermehr“ einmalig beherrscht - aber auch nur dieses Wort sonst nichts. Die Bewegungen sind dem Titel angepasst. Das Orchester sorgt für entsprechende Klänge,  die Compagnie, darf mal wieder herzhaft auf den Boden klopfen oder den eigenen Körper als Resonanzboden benutzen.

Lilit Hakobyan, Denis Piza © Gert Weigelt

Als Publikumsliebling wird dieses Mal Lilit Hakobyan das Rennen machen, während Denis Piza diesmal eine nicht so starke Rolle zugewiesen bekam. So durfte er doch nur streckenweise voll mitmachen und zeitweise darauf angewiesen, staunend das merkwürdige Treiben seiner Mitstreiter zu betrachten.

Sie alle bekamen rauschenden Applaus - nach einem interessanten Ballettabend mit magischen Momenten. Einfach toll!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Volles Haus – Ein experimentelles Programm zwischen Minimum und Maximum 1

Vorbereitung partizipatives Projekt im Stadtraum Hannover  

Das fensterzurstadt bereitet ein neues partizipatives Projekt im Stadtraum Hannover vor, das Ende Mai Premiere haben wird. Im Vorfeld füllt das Theater die Alte Tankstelle Striehlstrasse an sieben Abenden mit Beiträgen und Ideen zum Thema „LEERGUT! VOLLGUT!“. Über Fragen wie: Wovon habe ich zu viel? Wovon zu wenig? Womit möchte ich mein Leben füllen? Was ist voll? Was ist leer? Was ist notwendig? Was überflüssig? Ist LEER gut? Oder VOLL gut? Wird gesprochen und diskutiert.

Jeden Abend ist Treffen und Feier mit jeweils neuen Gästen und Formaten. Gemeinsam wollen sie Ideen und Impulse für ihr neues Projekt gewinnen und freuen sich auf Besucher und deren Beteiligung.

Die Termine (jeweils 19 Uhr): Premiere am12. März, weitere Termine: 19. und 26. März, 2., 23. und 30. April, der Abschluß ist am 7. Mai. Karten Tel. 0511/22021912 und karten@fensterzurstadt.de

Weitere Infos sind auf www.fensterzurstadt.de oder Kontakt unter: info@fensterzurstadt.de.


„Happy as Larry“ bei Oster-Tanz-Tagen

Oster-Tanz-Tage 2019 mit Gastspiel aus Australien

Einfach herrlich bunt, durch und durch dynamisch und natürlich sind wieder internationale Gäste bei den Oster-Tanz-Tagen vom 14. bis 22. April. Gastspiele aus drei Kontinenten stehen im Mittelpunkt der Oster-Tanz-Tage.

Mit dabei: Grupo Corpo aus Brasilien, im Gepäck die zwei Choreografien „Danca Sinfónica“ und „Gira“. Shaun Parker & Compagnie aus Australien kommen auch, und zum dritten Mal dabei ist Alterballetto aus Italien mit dem dreiteiligen Ballettabend „Golden Days“.

Der Beitrag des Gastgebers Ballett der Staatsoper Hannover ist eines der Erfolgsstücke aus den dreizehn Jahren der Ballettdirektion von Jörg Mannes: Inferno ist eine ebenso brillante wie bissige Satire auf Politik und Kirche - höchst virtuos  getanzt und voller praller Lebensfreude.

 

Freuen sich auf ein wunderbares Tanzereignis: Steven Markusfeld (Betriebsdirektor Ballett), Sylvia Hesse (Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover – Blantyre e.V.), Michael Klügl (Intendant der Staatsoper), Jörg Mannes (Ballettdirektor). Foto W. Feege 

Am 18. April feiern Shaun Parker & Compagnie mit „Happy as Larry“ Deutschlandpremiere in der Staatsoper Hannover. Zu „Happy as Larry“ ist zu sagen: Es wird eine farbenfrohe Tanzshow von Shaun Parker & Compagnie zu sehen sein, die die flüchtige Natur des  menschlichen Glücks versucht zu erforschen. Und die Tanzshow hat sich seit der Uraufführung 2009 zu einem internationalen Festivalhit etabliert. Das Stück besteht aus einem aufregenden Mix aus Ballett, Breakdance, Rollschuhkunst, Akrobatik und Modern Dance.  

Die Aufführungen werden von einem breit gefächerten Workshop-Programm der Staatsoper umrahmt, Gasttänzer Joshua Bhima aus Malawi, der Ausstellung „Tanzstadt Hannover XI“ mit Alltag- und Bühnenfotografien von Michèle Stéphanie Seydoux und Lilit  Hakobyan sowie Publikumsgesprächen mit Mitwirkenden.

Der Vorverkauf für die Oster-Tanz-Tage hat bereits begonnen! Karten für die Vorstellungen der Oster-Tanz-Tage sind an den Tageskassen der Staatstheater Hannover erhältlich, unter Telefon (0511) 9999 1111 und im Internet unter: oper-hannover.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Komponistin Elena Kats-Chernin zum Officer of the Order of Australia ernannt

Ihre Oper „Iphis“ als deutschsprachige Erstaufführung im Ballhof Eins

Die bei Sydney lebende Komponistin Elena Kats-Chernin wurde bei den diesjährigen Australia Day Honours zum Officer of the Order of Australia (AO) ernannt. Die Auszeichnung gilt ihrem „hervorragenden Dienst an der darstellenden Kunst, insbesondere an der Musik, als Orchester-, Opern- und Kammermusikkomponistin“.

An der Staatsoper Hannover steht ihre Oper „Iphis“ als deutschsprachige Erstaufführung auf dem Spielplan. Die Musiktheaterproduktion für junge Menschen ab 13 Jahren feiert am 29. März 2019 in der Regie von Claudia Isabel Martin Premiere im Ballhof Eins.

Presse Staatsoper


Beliebte Opern und Musiktheaterstücke noch auf dem Spielplan


Ein Sommernachtstraum ist zurück

Britten-Oper „Ein Sommernachtstraum“ steht wieder auf dem Opernhaus-Spielplan

Paare im Liebeswahn, in einer Nacht zwischen Traum und Realität, zwischen Begehren, großen Gefühlen und fantastischem Verwirrspiel: Nach vier Jahren ist die Erfolgsproduktion „Ein Sommernachtstraum“ von Benjamin Britten an der Staatsoper Hannover wieder aufgenommen.

Basierend auf Shakespeares gleichnamiger Komödie komponierte Britten 1960 dieses Musiktheater: Hermia und Lysander sind ein Liebespaar auf der Flucht und werden von Helena und Demetrius verfolgt, die eigentlich auch ein Paar sein könnten. Zumindest hätte Helena das gerne, obgleich Demetrius in Hermia verliebt ist. Zugleich probt eine Gruppe von Handwerkern im Wald ein herzzerreißendes Rührstück, das bei der Hochzeit des Herzogs von Athen aufgeführt werden soll. Und dann sind da noch Oberon und Titania, Elfenkönig und Elfenkönigin, auch ein zerstrittenes Paar.

 Bis sich alle in Eintracht zusammenfinden, durchleben sie eine Nacht zwischen Rausch, Traum und Wirklichkeit, in der Oberons Gehilfe Puck ihre Gefühle gehörig durcheinanderbringt.

 

Ein buntes Durcheinander, das sich zu Aller Zufriedenheit auflöst. Foto Jauck

Michiel Dijkema hat „Ein Sommernachtstraum“ für die Staatsoper inszeniert und gemeinsam mit Bühnenbildner Florian Parbs und Kostümbildnerin Claudia Damm eine fantastisch schrille Welt zwischen Illusion und Realität erschaffen. Am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover steht der 2. Kapellmeister Cameron Burns, der Absolvent des Britten-Pears-Jungkünstler-Programms war.

Karten sind an den Kassen der Staatstheater Hannover, per Telefon unter 0511 9999 1111 und online unter www.oper-hannover.de erhältlich

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, Ha Wo/Staatsoper Hannover


Eine Sängerin und neun Rollen

Oper Babbel im Ballhof Zwei für Alle ab acht Jahren

In der neuesten Musiktheaterproduktion der Jungen Oper - „Babbel“ - übernimmt die Mezzosopranistin Marlene Gaßner neun Partien und verkörpert neben einem größenwahnsinnigen König, einem Faulenzer, dem Lehmziegel Zacharias, dem zornigen Gott, der titelgebenden Figur Babbel noch drei heimatlose Tiere.

Musikalisch begleitet wird sie dabei von einem Posaunisten und einem Schlagzeuger des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover.

Seit Januar ist die Oper „Babbel“ von Paula Fünfeck für Menschen ab fünf Jahren im Ballhof Zwei zu erleben.

 

Die Sprachverwirrung, Bibelillustration von Gustave Doré (1865), Quelle Wikipedia

Frei nach der alttestamentarischen Erzählung vom Turmbau zu Babel ist das Werk eine zugleich witzige – man erinnert sich noch an die biblische Geschichte, in der Gott den anmaßenden König mit der Sprachverwirrung - eben dem Babbeln – bestraft und somit den Turm nicht in den Himmel wachsen läßt. Die Oper erzählt vom Verlust des (Sprach-)Paradieses und seiner Wiederentdeckung in Klängen und Tönen. Inszeniert wird „Babbel“ von Neil Barry Moss, der auch für das Kostümbild verantwortlich zeichnet. Das Bühnenbild, eine Art Pop-up-Buch, wurde von Veronika Kaleja entworfen.

Tickets sind an den Kassen der Staatstheater Hannover oder per Telefon unter 0511 99 99 11 11 erhältlich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Und hier singt das Gemüse - ein perfekter Opernspaß

König Karotte regiert in der Staatsoper Hannover

Aufwändig inszeniert und mit viel Spielwitz präsentierte die Staatsoper Hannover Jacque Offenbachs „König Karotte". Und sollten sie beim nächsten Mal den Kühlschrank öffnen, erwarten sie bitte nicht, daß die Karotten ihnen so einen Spaß bereitet wie Offenbachs komische Oper im Opernhaus.

Achtung ist geboten, es könnte vom Kühlschrank eine Revolte ausgehen! 

Und das sieht dann so aus: Karotten, Zwiebeln, Tomaten, Rote Beete, Radieschen und Lauch wollen, gesteuert von der Hexe Kalabasse, die Macht übernehmen und den eitlen, sebstsüchtigen, verschwenderischen Herrscher  Fridolin XXIV, der es mit seinen Regierungsgeschäften nicht so genau nimmt, verjagen.

Noch ist Fridolin von der weltgewandten Kunigunde begeistert...  

Und damit er sich wieder um die Sorgen seiner Untertanen kümmert, will der gute Geist Robin ihn läutern. Da trifft es sich doch so richtig gut, dass die böse Kalebasse das wunderbare Gemüse aufwiegelt und so mir nichts, dir nichts, einen veganen Aufstand-und Umsturz in Gang setzt.

Köstlich zu verfolgen, wie der eitle Hofstaat inklusive der Prinzessin Kunigunde dem Gemüse um König Karotte (Sung-Keun Park) verfällt - zu sehen in der vergnüglichen Neuproduktion mit dem Titel "König Karotte". Einfach schräg, mit schriller Story und rasanter Musik.  Ende des 19. Jahrhunderts war Paris von dem Opernspaß "Le Roi Carotte" total begeistert. Natürlich war Napoleon Bonaparte mit König Karotte gemeint. Die Uraufführung war pompös ausgestattet mit unendlich vielen Kostümen und Spielorten bis hin zu einem prächtigen Krönungspalast und dauerte sechs Stunden. In Hannover zeigt Regisseur Matthias Davids etliche Elemente, die Handlung ist gekürzt auf angenehme drei Stunden (mit einer Pause) und mit deutschen Texten versehen (Neuübersetzung Jean Abel).

Kunigunde und Hofstaat - der Tanz ums goldene Kalb, hier König Karotte, hat begonnen

Jedenfalls schien nichts zu fehlen - 20 Solisten standen auf der Bühne und ein wunderbarer Chor und Statisten vervollständigten das Geschehen.

Richtig gut machen es Prinz Fridolin (Eric Laporte), ein lebensbejahender Lebemann, mit seiner Kunigunde (Stella Motina). 

Mit der Hexe Kalebasse (köstlich gruselig Daniel Drewes) bekommt Jacques Offenbachs Gemüseeintopf was von „Ein Käfig voller Narren“. Ist aber gelungen und bereitet eine Menge gute Laune und Spaß und die geraffte Inszenierung bringt die durchgeknallte Story auf den Punkt.

Highlights sind zum Beispiel auch der Geschichtsunterricht für die Pompeianer, die nicht wissen, was eine Eisenbahn ist und die dann vom Prinzen und seinem Gefolge als Mitmachpolonäse zu laufen beginnt. Ja, das ist Offenbach, der Rhythmus und die Leichtigkeit, das wirkt noch, auch wenn man schon in Hut und Mantel ist. Extraapplaus für das Orchester unter der Musikalische Leitung vonValtterii Rauhalammi.

Noch hat die Hexe Kalabasse das Gemüse fest im Griff!

Das Bühnenbild (Mathias Fischer-Diskau) ist sehr gefüllt und lebt von der High-Tech und Farbenfülle, so wenn sich der Ameisenstaat in ein grün-neon-laser-gestütztes kleines Wunder verwandelt. Und es gibt unendlich viel zu sehen. Der Hofstaat und das Gemüse (Kostüme Susanne Hubrich) sind perfekt gestaltet, daß man den Machtverfall von König Karotte deutlich an seiner mehr und mehr schrumpelnden Möhre erkennen kann, und endlich das Happy-End, wenn sich der geläuterte Fridolin mit der Grafentochter Rosée (Amthanasia Zöhrer), die so viel für ihn getan und durchgestanden, vermählt (Foto links).

Ein unglaublich vergnüglicher Operettenabend, der noch lange nachhallt. Noch ein Tipp: Unbedingt das üppige Programmheft (3,50 Euro) erstehen!

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Fotos: Jörg Landberg


Die Näh- und Singegruppe

Das Kultduo Die Bösen Schwestern singen ihre liederlichen Chansons

Am 15. und 23. März sowie 26. April ist in der Marlene (Prinzen-/Ecke Alexanderstraße) wieder die Näh- und Singegruppe zu Gast.

Magda "Matitschku" Anderson ist ihrem Pastor Engel katholisch ergeben, Anita Palmerova kippt lieber ein paar Likörchen und singt liederliche Chansons. Wenn nur Bruder Benedick endlich käme, dessen frommen Vortrag die beiden Weiber von der Näh- und Singegruppe „Nähen für den Hunger" künstlerisch begleiten sollen. Aber der wartet am Flughafen auf sein Gepäck. 

Mit frommen Liedern, viel Eierlikör und Sahnekuchen, erbaulichen Gesprächen und fliegenden Teekannen warten Magda und Anita auf Pastor Engel, den falschen Bruder und das jüngste Gerücht....

Buch, Regie und die musikalischen Arrangements stammen aus der Feder des Hannoveraners Adrian Anders, der sich auf der Bühne in Magda verwandelt. Ihm zur Seite steht wie immer Chris Palmer, der in die Rolle der "Exil-Chansonette" Anita Palmerova schlüpft. Als Kult-Duo Die Bösen Schwestern ziehen Anders und Palmer einen Lacher nach dem anderen für das Publikum aus dem Hut.



Mit dem „Theater-O-Mat“ ins Schauspiel

Online-Entscheidungshilfe für den nächsten Besuch im Schauspiel Hannover

Das Schauspiel Hannover bietet auf seiner Homepage den „Theater-O-Mat“ an. Dieser soll bei der Auswahl eines Theaterstücks helfen, das man sehen möchte. Zuerst können Theaterstücke, die bereits gesehen wurden, aus der Auswahl entfernt werden und gleichzeitig kann eine Rückmeldung zu den bereits gesehenen Stücken gegeben werden.

Im zweiten Schritt können Nutzer*innen aus einer Vielzahl von Attributen wählen, denen das nächste Stück entsprechen soll – als Kriterien stehen unter anderem „lustig“, „politisch“, „Literaturklassiker“, „Hannover-Bezug“, „Live-Musik“ oder zum Beispiel auch „abgedreht“ und „blutig-brutal“ zur Verfügung. Die Attribute können frei kombiniert werden – mit jedem gewählten Attribut schränkt sich die Anzahl der Stücke ein. Am Ende steht für den Theaterinteressierten eine auf seinen Geschmack zugeschnitte, übersichtliche Auswahl einer oder mehrerer Produktionen des aktuell laufenden Repertoires, inklusive einer kurzen Beschreibung. Mit dem „Theater-O-Mat“ soll die Entscheidung für ein Stück leichter fallen und gerade auch für Besucher*innen, die seltener ins Theater gehen, eine inhaltliche Hürde abgebaut werden.

Das Tool wurde im Rahmen eines Masterkurses im Studiengang „Software Engineering“ an der Leibniz Universität programmiert, der von Prof. Dr. Kurt Schneider geleitet wird.

Zu finden ist der neue „Theater-O-Mat“ im Internet unter schauspielhannover.de/theateromat

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Partyreihe „Cumberland Bar x“

Die Bar in Cumberland hat wieder vor und nach den Vorstellungen geöffnet

Die Bar in der Cumberlandschen Galerie hat mit Christopher Faust einen neuen Betreiber und einen neuen Namen: Bar Cumberland. Die Partyreihe bietet noch ca. 40 Termine bis zum Spielzeitende Juni 2019.

Die Bar ist jeweils eine Stunde vor sowie mit „Open End“ nach den Vorstellungen im Schauspielhaus und in Cumberland geöffnet.

Die neue Partyreihe „Bar Cumberland x“ in Cumberland steht unter dem  Motto: „Soul, Funk, House und gute Drinks im schönsten Treppenhaus von Hannover“. Die Partys werden von Christopher Faust in Kooperation mit Demir Cesar, DJ und Inhaber der Kommunikationsagentur Push it!, veranstaltet. Demir Cesar ist unter anderem auch an den etablierten Partyreihen „ThisKO!“, „Blessings“, „Club Crémant“ und „WayBack“ beteiligt.

Faszinierend: Das Treppenhaus im Cumberland mit Bar

Karten gibt es immer an der Abendkasse (zu Preisen zwischen 5 und 10 Euro). Infos unter schauspielhannover.de und cmbrlnd.de/

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe