Robotation-Akademien

Deutsche Messe baut internationales 

Netz von Technik-Akademien aus.

Startschuss fiel in China und mit weiteren Ländern wird verhandelt.

Der Startschuss in China ist gelaufen – hier exportiert die Deutsche Messe ein internationales Netz von Technik-Akademien. In einem ersten Schritt wird ein chinesischer „Zwilling“ der hannoverschen Robotation Academy in der Industriemetropole Foshan aufgebaut. Die Einrichtung hatte im Oktober 2018 ihre Pforten für Schulungen und Konferenzen geöffnet.

Der Geschäftsführer der Deutschen Messe Technology Academy, Thomas Rilke (Foto ), sagte, man führe bereits mit zwei weiteren Ländern konkrete Verhandlungen. „Das Interesse an solchen Kompetenzzentren ist groß.“

Die Robotation Academy im Pavillion 36 auf dem hannoverschen Messegelände war 2009  als gemeinsame Initiative von Messe und Volkswagen an den Start gegangen.

Inzwischen werden auf jährlich gut 200 Veranstaltungen 3000 Teilnehmer über die neuesten Trends in Robotik, Automation und Industrie 4.0 geschult. Durch den Strukturwandel in der Branche gebe es weltweit und das ganze Jahr lang Bedarf an Beratung und Training, so Rilke. Davon wollen nun endlich die Messemanager profitieren. Es sollen weitere Akademien im Bereich virtueller Realität oder 3-D-Druck entstehen, gleichzeitig soll der internationale Ausbau des Konzepts vorangetrieben werden.

Foshan gibt den Startschuss für die Akademie. Die Stadt ist quasi Chinas Roboterhauptstadt. Hier allein sind elf Hersteller ansässig, darunter der neue Kuka Investor Midea. Die Stadt Foshan tritt als Investor auf, die Deutsche Messe AG wird die Akademie inhaltlich und geschäftlich mit Leben füllen und führen. Darüber habe man einen 20-Jahres-Vertrag geschlossen, so Thomas Rilke. Zunächst sollen jährlich rund 1000 Industrievertreter in Foshan geschult werden.                                    

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe