PERSONALIEN


Volkswagenstiftung bekommt neuen Generalsekretär

Ab 2020 folgt Georg Schütte auf Wilhelm Krull
Es ist amtlich: Die Volkswagenstiftung bekommt ab 2020 eine neue Leitung. Dann wird Dr. Georg Schütte neuer Generalsekretär. Das hat das Stiftungskuratorium beschlossen. Schütte folgt auf Wilhelm Krull, der seit 1996 an der Spitze der Volkswagenstiftung steht. Derzeit ist er Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Gabriele Heinen-Kljajic, Kuratoriumsvorsitzende sagte, sie freue sich, einen international ausgewiesenen Experten für Wissenschaftsmanagement und Innovationsförderung gewonnen zu haben.
Die Volkswagenstiftung ist unabhängig heutigen VW-Konzern. Sie hat sich vor allem der Förderung der Wissenschaft verschrieben. Von ihr werden auch öffentliche Veranstaltungen im Schloss Herrenhausen ausgerichtet, das sie 2013 wieder aufgebaut hat.

Dr. Wilhelm Krull (links) und Dr. Georg Schütte. Foto Volkswagenstiftung

Schütte ist seit 2009 Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Zuvor war er Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn, von 2001 bis 2003 arbeitete er als geschäftsführender Direktor der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission in Berlin und trug in dieser Position dazu bei, den akademischen Austausch und das Verständnis zwischen Deutschland und den USA zu fördern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.06.2019


Ministerpräsident Weil bekundet seine Trauer zum Tod von Salomon Finkelstein

Der Holocaust- Überlebende Salomon Finkelstein verstarb im Alter von 96 Jahren.
 
Stephan Weill: „Der Tod von Salomon Finkelstein macht mich sehr traurig und tief betroffen. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Freunden. Ich habe Salomon Finkelstein bei zahlreichen persönlichen Begegnungen als herausragende Persönlichkeit kennen und schätzen gelernt. Finkelstein musste schon in jungen Jahren schlimmste Gräueltaten und Verbrechen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und des Holocaust erleben und erleiden. Dennoch hat er sich ohne Verbitterung, sondern mit Zuversicht, großer Lebensfreude und unermüdlichem Engagement für Versöhnung und gegen das Vergessen eingesetzt. Vor allem durch unzählige Gespräche mit Schülerinnen und Schülern hielt Finkelstein die Erinnerung an die Opfer und die grausamen Verbrechen der Nazis wach. Gemeinsam mit seinem bereits im vergangenen Jahr verstorbenen Freund, Henry Korman, wurde Finkelstein im Juni 2017 mit dem Niedersächsischen Verdienstorden geehrt. Mit Salomon Finkelstein verliert Niedersachsen einen beeindruckenden Menschen und einen wichtigen Zeitzeugen.
Es ist nun an uns, die Erinnerung wach zu halten und gegen jegliche Form von Judenfeindlichkeit und Hass gegen Andere einzutreten. Gerade in diesen Zeiten, in denen durch Antisemitismus, Hassbotschaften und rechte Gewalt unsere freiheitliche und friedliche Gesellschaft angegriffen wird, müssen wir uns alle stärker und lauter für Menschenwürde, Toleranz und Zivilcourage engagieren. Ich trage gerne meinen Teil dazu bei, auch in Gedenken an Salomon Finkelstein.“

Salomon Finkelstein "bereit zur Versöhnung mit den Deutschen"

Auch Regionspräsident Jagau würdigt Verdienste von Salomon Finkelstein. 

„Ich bin tief bewegt vom Tod Salomon Finkelsteins“, sagte Hauke Jagau. „Trotz seiner Erfahrungen im Nationalsozialismus ist Deutschland seine Heimat geworden. Er war bereit zur Versöhnung mit den Deutschen und hat sich sein Leben lang für die Verständigung eingesetzt. Ich habe Salomon Finkelstein als sehr feinen und höflichen Menschen erlebt  und ihn stets für seine Bereitschaft bewundert, aus der schlimmsten Phase seines Lebens – auch über Demütigungen – zu erzählen. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.“  


Landesmedaille für Professor Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz

Ministerpräsident Stephan Weil würdigt einen herausragenden Juristen 
Am am 21. Juni  hat Ministerpräsident Weil Professor Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt – der Niedersächsischen Landesmedaille.
Dr. Mahrenholz wird für seine Verdienste als Verfassungsrichter, herausragender Rechtswissenschaftler und für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Der 1929 in Göttingen geborene Mahrenholz bekleidete im Laufe seiner Karriere eine beeindruckende Zahl an Ämtern und Ehrenämtern. Als Persönlicher Referent des damaligen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf, als Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, als Kultusminister und Mitglied des Landtages gestaltete er ein wichtiges Stück Nachkriegsgeschichte mit. In seiner Zeit als Direktor des Funkhauses Hannover sorgte er für eine größere Eigenständigkeit gegenüber der Hamburger Zentrale.1981 wurde er Mitglied des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts und1987 Vorsitzender des Zweiten Senates und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts.
Im Amt des Verfassungsrichters galt Mahrenholz als strenger Hüter der Verfassung, als Verteidiger ihrer demokratischen Prinzipien und als Garant des in ihr niedergelegten freiheitlichen Denkens. Er galt und gilt als ein kritischer, streitbarer Geist, der sich nicht scheut, seine Auffassung zu äußern.
Auch sein ehrenamtliches Engagement wird mit der Landesmedaille gewürdigt. So ist Mahrenholz seit 1989 Mitglied der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung (DIJV), davon mehr als sechs Jahre deren Präsident und seit 2010 Ehrenpräsident.

Niedersächsische Staatskanzlei/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 21.06.2019


Auszeichnung für Timm Ulrich

Timm Ulrichs erhält Käthe-Kollwitz-Preis

Den Käthe-Kollwitz-Preis 2020 der Berliner Akademie der Künste bekommt Timm Ulrichs. Der mit 12 009 Euro dotierte Preis wird dem 79-jährigen Künstler am 23. Januar im Akademiegebäude in Berlin überreicht. Das passt doch: Der in Berlin geborene Ulrichs wird im Jahr seines 80. Geburtstages für sein Lebenswerk geehrt. Das für nachfolgende Künstlergenerationen bis heute Fundgrube und Inspirationsquelle sei, erklärte die Jury. Denn mit der Preisvergabe erfahre Ulrichs Idennreichtum  „eine längst überfällige Würdigung ". Anlässlich der Preisvergabe zeigt die Akademie der Künste am Pariser Platz eine Ausstellung.

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1960 an bildende Künstler vergeben, zuletzt an die Experimentierfilmerin Hito Steyerl.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.06.2019


Magdalene Linz verabschiedet sich nach fast 20 Jahren an der Spitze der Kammer

Cathrin Burs ist neue Kammerpräsidentin

In ihrer konstituierenden Kammerversammlung haben die 68 Delegierten der Apothekerkammer Niedersachsen Cathrin Burs (Foto l.) am 26. Juni mit 35 von 68 Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt. Die 56-Jährige selbstständige Apothekerin aus Braunschweig tritt damit die Nachfolge von Magdalene Linz an.

Linz stand 19 Jahre an der Spitze der Kammer und hat nicht wieder für das Amt kandidiert. Zum Abschied hat die Kammerversammlung Linz als Anerkennung ihres besonderen Engagements für den Berufsstand die Ehrenpräsidentschaft verliehen. Burs ist seit 1992 Mitglied der Kammerversammlung und wurde im Jahr 2007 in den Vorstand gewählt. Die Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, die sich auch in den Bereichen Ernährungsberatung, Pharmazie in der Geriatrie, Naturheilverfahren und Homöopathie spezialisiert hat, engagiert sich besonders für die Weiterbildung. Im Jahr 2000 übernahm sie das Amt der Vorsitzenden des Ausschusses für Weiterbildung.

Die neue Präsidentin will gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen vom Vorstand alles tun, um die Interessen der niedersächsischen Apotheker*innen gegenüber der Politik, den Krankenkassen und den Medien engagiert und überzeugend vertreten. Das politische und wirtschaftliche Tauziehen um das deutsche Apothekensystem habe drastisch zugenommen. „Insbesondere junge Pharmazeuten brauchen eine Perspektive“, das Berufsbild und die Ausbildung des Apothekers müssen weiterentwickelt werden und Burs wolle sich weiterhin dafür stark machen, die Ausbildung zu modernisieren.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 27.06.2019