MEDIZIN - GESUNDHEIT - SOZIALES


Telemedizin wird von langsamen Netz ausgebremst

Grüne beklagen mangelhafte Breitbandversorgung

Telemedizin wird von langsamen Netz ausgebremst. Die Spitzenpolitiker der Grünen beklagen eine mangelhafte Breitbandversorgung insbesondere von Krankenhäusern und Arztpraxen auf dem Land. "Es fällt der Bundesregierung auf die Füße, daß sie keine Strategie für die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat. Sie verursacht damit ein politisches und ein ebenso technisches Schneckentempo und bremst damit die für die Versorgung ländlicher Räume wichtige Telemedizin aus", sagte Maria Klein-Schmeink, gesundheitlspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion. "Auch der Erfolg der elektronischen Patientenakte steht und fällt mit einer ausreichenden Breitbandversorgung."

Laut Bundesgesundheitsministerium lässt sich die Versorgung von Arztpraxen mit schnellerem Internet derzeit nicht im einzelnen aufschlüsseln. Im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern verfügt das Gros der Kliniken, die sich im laufenden Jahr an einer entsprechenden Umfrage beteiligt hatten, nach Ministeriumsangaben lediglich über Internet-Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von weniger als 50 Mbit pro Sekunde. Mit Blick auf den Anschluss von Arztpraxen an die neue Telematik-Infrastruktur im Gesundheitsswesen, die derzeit läuft,  gibt das Ministerium  Entwarnung. Es gebe "bisher keinen Fall, bei dem Probleme hinsichtlich der Bandbreite und Netzqualität einer Anbindung aufgetreten sind". Klein-Schmeink erklärte dazu, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) solle sich nicht nur um coole Startups kümmern, sondern sich dafür einsetzen, dass etwa Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser vor allem in ländlichen Räumen deutlich besser ans schnelle Internet angeschlossen werden.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Informationen zu Abtreibungen werden online gestellt

Region Hannover entscheidet als zuständige Gesundheitsbehörde

Die Region Hannover nimmt die Anregung  von Sozial- und Frauenverbänden auf und wird künftig auf der Internetseite hannover.de Adressen von gynäkologischen Arztpraxen auflisten, die Abtreibungen anbieten.

Als zuständige Gesundheitsbehörde verstehe die Region eine solche Liste zum einen als Hilfestellung für Frauen in Krisensituationen, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Zum anderen handele die Region  im Sinne einer größtmöglichen Transparenz. Das Internetportal hannover.de ist der gemeinsame Internetauftritt von Region und Stadt Hannover.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Zeitarbeitskräfte in städtischen Pflegeeinrichtungen

Überlastete Pflegeeinrichtungen setzen auf Zeitarbeitskräfte

Die Stadt Hannover setzt bei personellen Engpässen in ihren Pflegeheimen auch Zeitarbeitskräfte ein. Diese Auskunft erteilte die Stadt Hannover auf Anfrage der CDU im Verwaltungsausschuss. Etwa sechs bis sieben Prozent der Arbeit in allen Einrichtungen werde so geleistet. Der Grund seien "erhebliche Personalgewinnungsprobleme", so Sozialdezernentin Konstanza Beckedorf, obwohl man tariflich bezahle und für gute Arbeitsverhältnisse sorge.

Schon seit 2014 gab es acht Überlassungsanzeigen von insgesamt 60 festangestellten Mitarbeitern, die über zu viel Arbeit klagten. Allein fünf Anzeigen davon gab es 2017. "2018 war es bislang nu reine", so Beckedorf.

 Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Schutz vor krebserregender UV-Strahlung

Kampf dem Hautkrebs: Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Der Schutz vor Hautkrebs soll als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen werden.

Angesichts zunehmender klimatischer Veränderungen wird Sonnenschutz immer vordringlicher, um UV-Schäden insbesondere Hautkrebs vorzubeugen. "Der Schutz vor krebserregender UV-Strahlung ist längst eine Herausforderung, die gesamtgesellschaftlich gelöst werden muss und nicht allein der Verantwortung jedes Einzelnen überlassen werden darf", sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender  der Deutschen Krebshilfe.

Auf erste Anzeichen achten! Foto curezone.org 

Städteplaner und Architekten seien hierfür ebenso zu sensibilisieren wie u.a. Erzieher, Lehrer, Sporttrainer und Arbeitgeber von im Freien Beschäftigten.

Nach Angaben des Bundesumweltamtes wird die jährliche Durchschnittstemperatur hierzulande weiter ansteigen. UV-Schutzexperten sind alarmiert. Sollten sich die Menschen durch die zunehmend sonnenreicheren Tage öfter draußen aufhalten, so ist ihre Haut auch der UV-Strahlung länger ausgesetzt. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. fordern daher gemeinsam mit dem UV-Schutzbündnis die deutschlandweite Etablierung sogenannter verhältnispräventiver Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel Sonnensegel, schattenspendende Baumgruppen sowie klimafreundliche Arbeitszeiten und Pausenregelungen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Jahresbilanz gibt Aufschluss: Klinikum mit Millionen-Überschuss

Zum zweiten Mal hintereinander gutes Ergebnis des KRH

Das Klinikum Region Hannover (KRH) hat zum zweiten Mal hintereinander ein positives Jahresergebnis hingelegt. Im vergangenen Jahr erzielte das drittgrößte kommunale Krankenhausunternehmen Deutschlands einen Überschuss in Höhe von fast fünf Millionen Euro. Rechnet man die Sondereffekte aus Immobilienverkäufen mit ein, liegt der Gewinn bei satten 21,8 Millionen Euro!

"Wir konnten den harten Kurs der Konsolidierung verbessern", so Barbara Schulte KRH-Geschäftsführerin Finanzen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass das Geld aus den Immobilienverkäufen im Unternehmen verbleibt. Das kann nur gut für das Nordstadtkrankenhaus sein. Denn der Erlös aus dem Verkauf der alten Landesfrauenklinik (15 Millionen Euro) wird in das Nordstadtkrankenhaus investiert.  Und damit sehen die KRH-Chefs ihre Medizinstrategie 2020 aufgehen.

Die 15 Millionen Euro für die Landesfrauenklink - das passt! Foto KRH

Bei den somatischen Fällen ist die Zahl der Patienten leicht um 2 000 (2017 waren es 121 468) gesunken. Dafür stieg der Therapie-Aufwand, weil die Patienten schwerer erkrankt waren. "Das zeigt, dass unsere medizinische Spezialisierung greift", sagt Schulte.

Und der Wirtschaftsplan 2018 sieht ein ähnlich positives Ergebnis wie im Jahr 2017 vor. Wichtig ist auch, ob das Land den Neubau des Krankenhauses in Burgwedel und den Umbau in Lehrte zum Geriatrie-Zentrum fördert. "Bis Ende des Jahres haben wir ein Ergebnis", sagt Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin. Die Krankenkassen wollen das Haus in Lehrte am liebsten dichtmachen.

Zur Personalsituation: Der leichte Rückgang auf 5 446 Vollzeitstellen (ein Minus von 30) sei dem Fachkräftemangel geschuldet. Aus diesem Grund habe man im Herbst 2017 die KRH-Akademie gegründet, in der alle Ausbildungsgänge gebündelt worden seien.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe   


Rat der Stadt Lehrte fordert Erhalt des Klinikums

Krankenhaus Lehrte soll Schwerpunkt für Altersmedizin werden

Der Rat der Stadt Lehrte hat einmütig eine Resolution verabschiedet und fordert, das Krankenhaus an der Manskestraße (Foto krankenhausspiegel-hannover) zu erhalten und mit dem Schwerpunkt Altersmedizin zukunftssicher auszubauen. 

In der von der SPD, Linken und Grünen eingebrachten Resolution werden die Regionsversammlung und Regionspräsident Hauke Jagau aufgefordet,  an der Zwei-Standort-Lösung mit Lehrte und Burgwedel für das Klinikum im Nordosten festzuhalten. "Der Erhalt ist kein Selbstläufer, deshalb sollen wir ein klares Bekenntnis ablegen", betonte SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Neues Krebsregister in Kraft - Mehrarbeit für die Ärzteschaft

Mit der Datenbank soll sich die Behandlung verbessern und die Sterberate senken

Das neue Krebsregister ist an den Start gegangen - für die Ärzteschaft bedeutet das auch Mehrarbeit.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (Foto Tom Figiel) appelliert an die Ärzte: "Das Register wird die Krebstherapie nachhaltig verbessern." Schließlich hofft man, daß sich mit der neuen Datenbank die Behandlungen verbessern und die Sterberate gesenkt werden kann.

Denn im Laufe ihres Lebens müssen die Hälfte der Männer in Niedersachsen und 44 Prozent der Frauen damit rechnen, an einem bösartigen Tumor zu erkranken. Männer erkranken vor allem an Prostatakrebs, Frauen an Brustkrebs. Der Brustkrebs ist bei Frauen auch die häufigste Todesursache, die Männer sterben häufig an Lungenkrebs. Dies sagt der aktuelle Krebsbericht aus, den das Gesundheitsministerium vorlegte.

In diesem Bericht sind Zahlen enthalten, die für das Jahr 2015 aussagen, daß Krebs weiterhin die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.

Das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) soll helfen, die Zahl der Krebsbetroffenen zu senken. In der letzten Woche gab die Niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) den Startschuss für die öffentliche Anstalt, die am 1. Juli ihren Regelbetrieb aufgenommen hat.  Ab diesem Zeitpunkt werden Ärzte und Zahnärzte in Niedersachsen verpflichtet, bösartige Tumorerkrankungen ihrer Patienten an das KKN zu melden. Betroffen davon sind rund 5000 Ärzte, die in der Onkologie (Krebsmedizin) tätig sind, so wie zum Beispiel Kliniken, niedergelassene Ärzte und Tumorzentren. Im Gegenzug erhalten die Ärzte und Kliniken Rückmeldungen und Auswertungen aus dem KKN. Daraus erhofft man, Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten spezieller Therapiemethoden ziehen zu können. 

"Mit der klinischen Krebsregistrierung wollen wir die Behandlungsqualität und die Zahl der Behandlungserfolge in Niedersachsen erhöhen", sagte Reimann bei einem Symposium in Hannover. "Die Daten, die wir zu den laufenden Krebsbehandlungen  sammeln, werden es uns ermöglichen, die Krebstherapie nachhaltig zu  verbessern." Die Ministerin forderte die Ärzte auf, ihre Diagnosen an das KKN zu melden. Patienten ist es möglich, der Übermittlung von persönlichen Daten zu widersprechen.

Der Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes VdEK , Jörg Niemann sprach von einem „schwierigen Prozess", ein Klinisches Krebsregister in Niedersachsen einzurichten. Zunächst war der Plan für eine externe Datenbank gescheitert, dann stimmte der alte Landtag 2017 erst eine Minute vor Zwölf  dem Gesetz zu! Niemann nannte das Register einen „großen Fortschritt" in der Krebsbehandlung, weil man daraus etwa ablesen könne, welche Krankenhäuser geeigneter seien oder was eine Chemotherapie bringe.

Das KKN wird neben dem seit 2003 bestehenden Epidemilogischen Krebsregister (EKN) Daten zu Tumorerkrankungen sammeln. Es werde ein gemeinsames Meldeportal geben, sodass für die Ärzte keine doppelte Arbeit anfalle, versicherte der KKN-Geschäftsführer Tobias Hartz. Das EKN beobachtet das Auftreten von Krebserkrankungen in einer definierten Bevölkerungsgruppe und trifft Aussagen zu Neuerkrankungen sowie zeitlichen und regionalen Häufungen. Auch untersucht das Land zurzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen der Erdgasförderung und einer erhöhten Krebsrate in Bothel im Kreis Rothenburg gibt. Die KKN erfasst alle Angaben zu Diagnose, Behandlung, Verlauf, inklusive Nachsorge von Krebserkrankungen.

Das Land finanzierte mit rund 5,7 Millionen Euro den Aufbau der klinischen Krebsregistrierung. 90 Prozent der künftig anfallenden Kosten werden die Krankenkassen übernehmen.

 Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Berufstätige Frauen häufiger krank als Männer

Bei der Barmer versicherten Frauen sind mindestens einmal im Jahr wegen einer Krankheit arbeitsunfähig

Nach einer Statistik der Barmer Ersatzkasse in Niedersachsen und Bremen sind berufstätige Frauen häufiger krankgeschrieben als Männer. Ein aktueller Gesundheitsreport zeige, daß 57,2 Prozent der dort versicherten Frauen mindestens einmal im Jahr wegen einer Krankheit arbeitsunfähig waren. Bei den Männer waren es dagegen nur 52,8 Prozent. Berufstätige Frauen seien aber manchmal stärker belastet als Männer, weil sie oft auch die Last des Haushalts und der Kindererziehung trügen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Virusforschung stößt auf großes Interesse bei Bundesforschungsministerin

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) wollte wissen, auf welchem Stand sich die Infektionsforschung in Niedersachsen befindet

Gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Niedersachsen, Björn Thümler (CDU), war sie ins Helmholz-Zentrum für Infektionsforschung (HZ) und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gekommen, um sich über den Stand der Forschung zu informieren. Im Mittelpunkt des Interesses stand das Studienzentrum der Nako-Gesundheitsforschung Hannover, das vom HZI koordiniert wird und das Twincore – das Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung eine gemeinsame Institution des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig und der MHH.

„Infektionskrankheiten sind auch im 21. Jahrhundert eine globale Bedrohung für die menschliche Gesundheit und die Ursache für ein Fünftel aller Todesfälle weltweit. Deutschland stellt sich seiner Verantwortung, Infektionen zu erforschen und zu bekämpfen“, so die Bundesministerin. Das HZI in Braunschweig habe sich in den vergangenen Jahren dabei als herausragendes Zentrum für Infektionsforschung etabliert.

„Die grundlagen- und anwendungsorientierte Infektionsforschung wurde in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunktthema in Niedersachsen entwickelt. Das Land hat diese erfolgreiche Gründung wesentlich unterstützt und würdigt die wissenschaftlichen Fortschritte innerhalb dieses Verbundes“, sagte Thümler.

„Bakterien und Viren zu erforschen, die Antwort des menschlichen Immunsystems zu verstehen und neue Wirkstoffe zu suchen – das sind heute unsere Schwerpunkte“, machte Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI deutlich.

Die Räumlichkeiten des Studienzentrums der NAKO Gesundheitsstudie befinden sich im neu entstandenen Forschungszentrum CRC in der Feodor-Lynen-Straße 15 in Hannover. Drei starke Partner - HZI, Fraunhofer ITEM und MHH - haben sich zusammengetan und das Clinical Research Center (CRC) Hannover gegründet. Seit Mai 2014 werden dort Studienteilnehmer untersucht.

Presse Dienst Nord, Ute Micha /  Hannover Woche, Sigrid Lappe


SOZIALES - FÖRDERUNGEN


VGH-Stiftung fördert 40 Projekte

VGH-Stiftung stellt 400 000 Euro zur Förderung von 40 Projekten zur Verfügung

Das ist wieder eine große Summe, die die VGH-Stiftung zur Förderung von 40 Projekten zur Verfügung stellt – 400 000 Euro! Zu den förderungswürdigen Projekten gehört unter anderem auch das hannoversche Schreibwerkstätten-Projekt für Jugendliche „Autoren in der Schule“ des Friedrich-Bödecker-Kreises, teilte die Stiftung in dieser Woche mit.

Anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Landschaftlichen Brandkasse wurde 2000 die VGH-Stiftung gegründet. Sie konzentriert sich vornehmlich auf die Förderung von Wissenschaft, Denkmalpflege, Literatur, Bildender Kunst, Museumspädagogik sowie mildtätigen Maßnahmen.

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Volkswagen-Stiftung stellt 115 Millionen Euro für Forschung zur Verfügung

Neuer Förderungsschwerpunkt: Digitalisierung

Mit einer großen Finanzspritze von 115 Millionen Euro fördert die Volkswagen-Stiftung die Forschung in Niedersachsen. Das Kuratorium bewilligte die Zahlung aus dem sogenannten niedersächsischen Vorab, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen im ganzen Land fließen sollen. Auf Vorschlag des Wissenschaftsministeriums werden allein 63 Millionen Euro für neue Programme und  Ausschreibungen zur Verfügung gestellt - unter anderem für Digitalisierung in den Lebens- und Geisteswissenschaften. Durch diese Förderung verspricht man sich eine verbesserte Lebensqualität. "Wir machen Digitalisierung zum zentralen Element unserer Programme ", sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (Foto rechts).

„Wir freuen uns sehr, mit substanziellen Beträgen zur Weiterentwicklung der niedersächsischen Hochschul- und Forschungslandschaft beitragen zu können", erklärte der Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung, Wilhelm Krull (Foto lks.). 

Zu den neuen Ausschreibungen zählt auch die Förderung von Big Data in den Lebenswissenschaften der Zukunft.

"Ziel der Forschungsanträge sollte es sein, die Lebensqualität von Erkrankten zu verbessern", sagte Thümler (CDU). Neben besseren Diagnose-, Therapie- und Versorgungsmöglichkeiten könnten auch Anträge im Bereich assistierender Gesundheitstechnologien gestellt werden, etwa für altersgerechte Lebenswelten, damit Menschen länger in ihrer Wohnung leben können.

Bei "Geisteswissenschaften-Digital" gehe es darum, sich mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung auseinanderzusetzen, sagte der Minister. Die Geisteswissenschaftler könnten Projekte zur Aufklärung der Bevölkerung entwickeln und in Fragen des Datenschutzes und der künstlichen Intelligenz Ängste zu nehmen.

Auch ein Forschungsverbund unter Federführung der Universität Hildesheim wird gefördert. Er widmet sich der Migrationsforschung. 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Virenforscher erhalten für ihre Forschungsarbeiten 13 Millionen Euro

Auslöser von chronischen Infektionskrankheiten gesucht

Wissenschaftler suchen nach Auslösern für chronische Infektionskrankheiten. Und hier tauchen immer wieder die Fragen auf: Wieso siedeln sich manche Bakterien und Viren nach einer Infektion dauerhaft im Körper des Menschen an und lösen dann chronische Krankheiten wie Aids, Hepatitis oder Magenkrebs aus?

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Hannover sowie  des gemeinsam betriebenen Twincore-Zentrums für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung forschen seit 2010 daran. Nun hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft entschieden, den Sonderforschungsbereich für weitere vier Jahre mit insgesamt 13,6 Millionen Euro zu fördern.

"Die erfolgreiche Begutachtung des Sonderforschungsbereichs unterstreicht unsere produktive Zusammenarbeit", sagt Professor Thomas Schulz, Sprecher des Bereichs und Leiter des MHH-Instituts für Virologie (Foto links).

Auch MHH-Präsident Christopher Baum (Foto rechts) lobte die "hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen". Denn Baum hofft auf weitere Fördergelder. Die Partner haben sich mit dem Forschungsverbund Resist für die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern als Exzellenzcluster beworben und haben es bis in die Vorauswahl geschafft. In Kürze steht dann die zweite Begutachtung an.

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Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen ab 13. August 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch- pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Die Gruppe trifft sich an sieben Termine immer montags von 16 bis 17.30 Uhr in der Außenstelle der Familien und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Würzburger Straße 17, in Laatzen. Das erste Treffen ist für Montag, 13. August 2018, geplant. Anmeldungen: Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. (0511) 616-23630.

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort satt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch Frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugendberatung und Trennungsberatung angeboten.

Info: hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover...

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Frauennotruf feiert 30-jähriges Bestehen

Gefeiert wurde im Pavillon

Sein 30-jähriges Bestehen feierte der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V. Hannover mit einem nicht öffentlichen Festakt im Pavillon am Raschplatz. Ein Grußwort zum Geburtstag sprach die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann.

Das muss man sich vorstellen: In 2017 hat der Frauennotruf 942 Telefonberatungen und 223 Beratungen wurden in der Beratungsstelle Frauennotruf durchgeführt. Die meisten Frauen, die die Beratungsstelle aufsuchten, waren zwischen 31 und 40 Jahre alt (81 Fälle). Dahinter folgen Frauen zwischen 41 und 50 Jahren (61 Fälle), es folgen Frauen zwischen 22 und 30 (18 Fälle), 18 Frauen, die sich vor Ort beraten ließen, waren zwischen 18 und 21 Jahren, 13 über 57 Jahre. Weitere Hilfe suchten 41 Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund beim Frauennotruf. Sie kamen aus England, den USA, Russland, Polen, Vietnam, der Türkei und den Philippinen.

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Ein Projekt, das Sinn macht: Die Bio-Brotbox Hannover

Bio-Brotbox Hannover verteilt an über 200 Schulen rund 12 000 Bio-Brotboxen

Auch in diesem Jahr verteilt die Bio-Brotbox Hannover an über 200 Schulen in Hannover und in der Region wieder rund 12 000 Bio-Brotboxen. Dies geschieht schon seit mehr als zehn Jahren. Unterstützt wird das Projekt von der "Gemüsekiste-Hartmann & Rönicke OHG" und der "PRALLE Logistik
GmbH“. Die Initiative Bio-Brotbox Hannover e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, über diese wiederkehrende Aktion Kinder und Eltern für ein gesundes Frühstück und ein Pausenfrühstück zu sensibilisieren.
Weitere Informationen: 
biobrotboxhannover

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Städtische Pflegeeinrichtungen mit Zeitarbeitskräften

Die Stadt Hannover setzt bei personellen Engpässen auch Zeitarbeitskräfte ein

Diese Auskunft erteilte die Stadt Hannover auf Anfrage der CDU im Verwaltungsausschuss, der am Mittwoch tagte. Etwa sechs bis sieben Prozent der Arbeit in allen städtischen Einrichtungen werde so geleistet. Der Grund seien "erhebliche Personalgewinnungsprobleme", so Sozialdezernentin Konstanza Beckedorf, obwohl man tariflich bezahle und für gute Arbeitsverhältnisse sorge.

Schon seit 2014 gab es acht Überlassungsanzeigen von insgesamt 60 festangestellten Mitarbeitern, die über zu viel Arbeit klagten. Allein fünf Anzeigen davon gab es 2017. "2018 war es bislang nur eine", so Beckedorf.

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Samenbank – Auskunftspflicht

Kinder haben ein Recht darauf zu erfahren, wer ihr Erzeuger ist

Wird mithilfe einer anonymen Samenspende ein Kind gezeugt, darf es später darüber Auskunft verlangen, wer sein leiblicher Vater ist (Az.: 432 C  7640/15). Zu diesem Zweck wird ein zentrales Samenspenderregister eingerichtet, ein Gesetz hierzu ist bereits im Juli 2017 in Kraft getreten.

In dem vor dem Amtsgericht  verhandelten Fall hatte sich ein Ehepaar für eine künstliche Befruchtung entschieden. Es schloss einen Vertrag mit der Samenbank sowie eine notarielle Vereinbarung, in der es darauf verzichtet, die Identität des Spender zu erfahren. Doch Jahre nach der Geburt des Kindes klagten die Eltern sowohl in eigenem Namen als auch als gesetzliche Vertreter ihres Kindes. Sie forderten von der Samenbank, ihnen die Identität des Samenspenders zu nennen.

Das hatte auch Erfolg, wenigstens, was den Informationsanspruch des Kindes anbelangte. Denn zwischen Kind und Samenbank bestehe eine Sonderverbindung, argumentierte das Gericht. Der Behandlungsvertrag zwischen den potentiellen Eltern und einer Klinik für Reproduktionsmedizin beziehungsweise einer Samenbank habe eine Schutzwirkung für das zu zeugende Kind. Aus dieser Sonderverbindung leite  sich der Auskunftsanspruch ab. Es sei außerdem davon ausgegangen, dass das Kind ein konkretes Bedürfnis habe, Informationen über den Samenspender zu bekommen.

Das sei auch dem Samenspender zumutbar. Das verfassungsrechtlich geschützte Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung überwiege das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Spenders. Er habe bewusst an der Zeugung menschlichen Lebens mitgewirkt und trage dafür eine soziale und ethische Verantwortung.

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Einstieg in die Gesundheitsbranche

Nicht jeder, der sich für Gesundheitsberufe interessiert, muss ein Medizinstudium absolvieren.

Es gibt viele Beispiele wie z.B. von Präventions-, Gesundheitshandwerks-, Körperpflegeberufen bis hin zu Berufsbildern in der Gesundheitsverwaltung und des Gesundheitsmanagements.

Auch der technologische Fortschritt ist von großer Bedeutung: Vermehrter Technikeinsatz führt zu Verbesserungen der Behandlungs- und Versorgungsqualität.

Hier ein paar Beispiele für Berufe im Gesundheitsbereich:

Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik,

Zahnarzthelferin bei der Arbeit ©Pixabay Public Domain)  

Orthoptist: Dieser Berufszweig findet sich in Augenarztpraxen, Kliniken und Hochschulkliniken mit entsprechenden Fachbereichen. Veterinärmedizinisch-technischer Assistent: Hier präpariert man Proben und legt Bakterienkulturen an. Mit Laboruntersuchungen lassen sich etwa Tierkrankheiten und –seuchen diagnostizieren. Auch werden Lebensmittel überprüft, die vom Tier stammen, und Genanalysen gemacht.

Hörakustiker:. Der berät über Hörsysteme und Gehörschutz, macht Hörleistungstests und stellt Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her.

Alltagsbegleiter: In dieser Sparte werden hilfsbedürftige Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen betreut und assistiert. Study-Nurse und Studienassistent im Prüfzentrum: Study-Nurse unterstützen Prüfärzte und –ärztinnen bei klinischen Studien im Rahmen von Zulassungsverfahren für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Aufgabe des qualifizierten Studienassistenten im Prüfzentrum ist bislang nicht als gesetzlicher Ausbildungsberuf anerkannt, es gibt jedoch die Möglichkeit zur Weiterbildung.

Gesundheitsmanager: Hier dreht es sich um betriebswirtschaftliche Aufgaben und Controlling, Finanzverwaltung, Einkauf und Personalführung in Einrichtungen des Gesundheitswesens wie beispielsweise in Krankenhäusern, Versorgungszentren sowie Kranken- und Rentenversicherungen.

Einfach mal im Internet informieren, z.Bsp. bei Aubiplus.de

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