MEDIZIN - GESUNDHEIT - SOZIALES


Wegen Pflegepersonalproblemen muss MHH schwerkranke Kinder abweisen

Mangel herrscht auf der Intensivstation und die Politik will "kurzfristig" für Hilfe sorgen

Überall wird dringend Pflegepersonal gesucht, in der Altenpflege klingeln schon seit langem die Alarmglocken, nun schlägt auch die Kinderpflege Alarm. Und das in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) - dort gibt es eine der modernsten Kinderintensivstationen in Deutschland!

In der  MHH könnten 18 schwerkranke Kinder behandelt werden. Aktuell beträgt die Kapazität jedoch nur noch zwölf Kinder. "Mehr können wir einfach nicht leisten", sagt Michael Sasse, leitender  Oberarzt der Kinderintensivstation. Es fehlt einfach an Pflegepersonal.

Und die MHH ist kein Einzelfall. Das ist ein Problem, das weit verbreitet ist. Auch im Kinderkrankenhaus auf der Bult gibt es ständig Personalengpässe. Als einen der Hauptgründe hat Sasse (Foto MHH) die zugeringe Bezahlung der Pflegekräfte angemahnt. "Wir würden unseren Kräften ja gerne mehr zahlen, dürfen es aber nicht!" Da das Land Träger der Medizinischen Hochschule ist, müsse die Politik einfach mal schneller etwas unternehmen.

Und beim zuständigen Ministerium für Wissenschaft verweist man darauf, dass man sich Mitte September diesbezüglich bereits mit dem Finanzministerium zusammengesetzt habe. Das Problem sei bekannt und werde ernst genommen, so eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums. Wie man sieht, sind konkrete und schnelle Hilfen bisher nicht in Sicht! "Wir sind zuversichtlich, dass wir das Problem kurzfristig lösen können", so ein Sprecher des Finanzministeriums. Würden die Politiker auch so langsam handeln, wenn ihre eigenen Kinder oder Enkelkinder in dieser misslichen Lage wären?  Die Frage ist doch, wie genau soll das klappen, mit der Hilfe? Bisher gibt es dazu noch keine Antwort!

Pflegekräfte in der MHH werden aktuell mit 2 000 Euro netto inklusive aller Zulagen für Schicht- und Wochenenddienste bezahlt. Für MHH- Mediziner Sasse gibt es aber noch weitere Probleme abgesehen von der ungenügenden Bezahlung. "Vor allem die psychische Belastung  spielt für das Pflegepersonal eine große Rolle. Von uns aus machen wir ja schon präventive Anti-Burnout-Workshops. „Diese schützen aber auch nicht davor, daß Frauen auch aufgrund von Schwangerschaften ausfallen. Rund 90 Prozent des Pflegepersonals auf der MHH-Kinderintensivstation sind weiblich. "Von 54 Vollzeitangestellten sind drei schon mal in Mutterschaftsurlaub", so Sasse.

Für den engagierten Mediziner bedarf es neuer Lösungen. "Schichtdienste und Arbeit an jedem zweiten Wochenende - und das auch noch zu solchen Konditionen - da sind wir einfach nicht mehr attraktiv."

Hier muss die Politik sofort in die Strümpfe kommen und handeln! Das ist für ein so  reiches Land wie Deutschland, unwürdig! (Anmerkung der Redaktion).

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Ärztlichen Nachwuchs von Anfang an unterstützen

„Willkommen im Club" – AKN veröffentlicht Broschüre für frisch approbierte Ärztinnen und Ärzte

„Die Broschüre ‚Willkommen im Club‘ gibt Absolvent*Innen hilfreiche Informationen zum Start ins Berufsleben“, freut sich Marion Charlotte Renneberg (Foto ÄKN), Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). Das Konzept stammt aus dem Arbeitskreis des Ärztekammervorstands „Ärztlicher Nachwuchs“, dem Renneberg vorsitzt.

Das Ziel sei, notwendige Informationen zum Start in den ärztlichen Berufsalltag auf einen Blick verfügbar zu machen. Hoch engagierten jungen Ärztinnen und Ärzte des Arbeitskreises haben aus eigenen Erfahrung heraus viele gute Anregungen gegeben, die alle in die vorliegende Broschüre eingeflossen seien.

Die Broschüre „Willkommen im Club“ kommt als Printversion im DIN A6-Format daher und beinhaltet alle Informationen, die zum Start in das ärztliche Berufsleben nötig sind. AbsolventInnen finden auf fünf Seiten Erläuterungen zum Thema Approbation, Mitgliedschaft in der ÄKNr, Rente, Versicherung und Weiterbildung zum Facharzt/zur Fachärztin sowie die jeweiligen Ansprechpartner.

Die Broschüre gibt es auch online unter www.aekn.de, wo zusätzlich eine Checkliste zum Ausdrucken zur Verfügung steht.

ÄKN / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Laser-Zentrum Hannover bekommt Fördergeld von der Bundesstiftung

Weg von der Chemie - Unkraut auf Feldern wird von Laserstrahl vernichtet

Schon bald könnte das Unkraut auf den Feldern vollautomatisch von einem Laserstrahl vernichtet werden. Das klingt wie von einem anderen Stern:  Eine führerlose Maschine fährt über den Acker, erkennt zwischen den Nutzpflanzen das Unkraut - und da kommt der Laserstrahl,  Unkraut vernichtet!

Schon bald könnte so eine voll automatische Maschine die Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln sein.

 

Laserstrahlen gegen Löwenzahn  – den gefürchteten Feinden der Kulturpflanzen geht es an den Kragen. Quelle: dpa

Jetzt will das Laser-Zentrum Hannover (LZH) einen Prototypen bauen, gefördert wird das Projekt mit gut 315 000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. In den kommenden drei Jahren soll ein Demonstrator entwickelt werden, "der den robusten Bedingungen der Landwirtschaft standhält", erklärt Tammo Ripken, Abteilungsleiter der industriellen und biomedizinischen Optik beim Laser-Zentrum. 

Zu bedenken ist: Der holprige Untergrund und der Dreck auf den Feldern, sie können Probleme bereiten, mit denen ein selbstfahrendes Präzisionsgerät erst einmal fertig werden muss. "Diese Robustheit wollen wir auf's Feld bringen", sagt Ripken.

Wenn das gelingt, sei es durchaus möglich, eine parallel entwickelte Kameratechnik mit dem Vorführgerät zu verbinden, so daß der Laser automatisch das Unkraut erkennt und das Wachstumszentrum verschmort. Verfahren zur Pflanzenerkennung seien bereits verfügbar. Es bräuchte dann keinen Menschen mehr, der die Maschine bedient. 

So ganz neu ist die Idee des Unkraut-Lasers nicht: Den rein wissenschaftlichen Ansatz dazu gab es bereits vor ein paar Jahren. Die Schädigung von Pflanzengewebe durch Wärme wurde im Labor bereits nachgewiesen, jedoch fehlte es bislang an einer geeigneten, robusten Laserstrahlquelle.

Denn das besondere an dieser Art der Unkrautvernichtung ist: eine schnelle und präzise Strahlung, bei der andere Pflanzen und Tiere nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Zu sagen ist auch, daß viele Schädlinge bereits nicht mehr auf chemische Mittel reagieren!

Neben dem Laser-Zentrum Hannover sind auch Laser on demand aus Burgdorf und IPG Laser aus Burbach (Nordrhein-Westfalen) an dem Projekt beteiligt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Nutzung von Arznei-Cannabis nicht vor 2020

Der erste Einsatz von Cannabis für medizinische Zwecke für 2019 geplant

Die medizinische Nutzung von Cannabis aus Deutschland wird Medienberichten zufolge nicht vor 2020 zur Verfügung stehen. Die Planungen würden „von einem ersten Anbau und einer ersten Ernte im Jahr 2020 ausgehen", berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.

Foto: heilpraxis.net 

Ursprünglich war die erste Ernte von Cannabis für medizinische Zwecke für 2019 geplant. Hintergrund der Verzögerung seien die Probleme bei der Vergabe der Produktion. Den Blüten und Extrakten der lange als Kiffer-Droge verschrienen Pflanze wird nachgesagt, chronischen Schmerzen, Schlag- und Angststörungen zu lindern.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Das für Menschen gefährliche West-Nil-Virus ist auf dem Vormarsch

Infizierter Vogel im Nordosten Deutschlands entdeckt

Das West-Nil-Virus greift immer weiter in Deutschland um sich. In Halle an der Saale wurde zuerst ein Toter Vogel entdeckt und  kurze Zeit später ein weiterer Vogel in Mecklenburg-Vorpommern. Das Virus ist auch für Menschen gefährlich.

Tropenmediziner warnen schon jetzt vor einer flächendeckenden Ausbreitung der Tropenerkrankung im Bundesgebiet. Es heißt unter anderem: „Die Viren verschwinden nicht mehr“, sagte Jonas Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Bisher starben in Europa 110 Menschen am West-Nil-Fieber. Hunderte Neuerkrankungen wurden registriert. Vor allem Griechenland und Serbien sind betroffen. Experten schätzen das Ausmaß der tatsächlichen Erkrankungen noch weit höher ein. Laut Robert-Koch-Institut wurde in Deutschland das Virus mittlerweile bei insgesamt sieben Vögeln nachgewiesen. Auch wurde der Erreger kürzlich bei einem verendeten Pferd in Brandenburg festgestellt. Begünstigt worden sei die vermehrte Ausbreitung von dem lang anhaltenden Sommer, so die Robert-Koch-Experten.

Bekannt ist, daß das Virus von Mücken, die sich an wildlebenden Vögeln infiziert haben, auch auf Menschen übertragen werden. Die meisten Infektionen verlaufen allerdings unbemerkt, in einigen Fällen treten Kopf- und Gliederschmerzen oder Hautausschläge auf - deshalb werde es vielfach nicht erkannt. "Ärzte gehen sehr oft von einer Sommergrippe aus", sagt Schmidt-Chanasit.  „Erschwerend: Viele Hausärzte kennen diese neuen exotischen Viren noch gar nicht, obwohl wir viele Fortbildungen anbieten."

Und in einem von 100 Fällen kann das Virus schwerwiegende Gehirnverletzungen auslösen und zum Tod führen. Betroffen sind insbesondere Kinder und  alte Menschen sowie Abwehrgeschwächte.

Angesichts der Ausbreitung des West-Nil-Virus und verwandter Erreger in Deutschland raten Tropenmediziner jetzt dazu, Blutspenden besser zu überprüfen, denn bisher testen nur einige Dienste Blutkonserven standardmäßig auf West-Nil und das eng verwandte Usutu-Virus, sagt Schmidt-Chanasit. „Blutspendedienste müssen sich damit in Zukunft stärker auseinandersetzen", rät er.

Bereits 1999 erlangte die Krankheit internationale Aufmerksamkeit. Damals stellte eine Ärztin den Zusammenhang zwischen den vielen toten Vögeln im New Yorker Central Park und vielen erkrankten Menschen im Stadtgebiet her. Innerhalb kurzer Zeit breitete sich das West-Nil-Fieber über die gesamte USA aus. Als Überträger wurde damals eine mit dem Virus infizierte Mücke identifiziert - diese war in einem Flugzeug von Tel Aviv nach New York gereist.

   Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Vitaminpillen helfen nicht gegen Herzinfarkt

Gesunde Lebensweise ist besser!

Laut einer Studie senken Vitaminpillen nicht das Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu erkranken. Verbraucher sollten gezielt auf eine gesunde Ernährung achten und lieber Geld in einen Sportverein investieren, empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und  der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) in einer gemeinsam erstellten Mitteilung. Sie berufen sich auf eine Übersichtsstudie von US-Medizinern um den Kardiologen Dr. Joonseok Kim. Diese habe unter anderem  18 Studien mit  mehr als zwei Millionen Teilnehmern ausgewertet.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Freitags ist immer der höchste Krankheitsstand

15,7 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage entfallen auf den Freitag

Nach Zahlen der Barmer Ersatzkasse ist der Freitag in Deutschland der Wochentag mit dem höchsten Krankenstand. Und das ist erschreckend: 15,7 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage entfielen auf diesem Tag, teilte die Ersatzkasse mit. Der von Arbeitgebern gefürchtete "blaue Montag" sei dagegen ein Mythos. Montags sind 13,9 Prozent der erkrankten Erwerbstätigen arbeitsunfähig - so wenig wie an keinem anderen Tag.

Ute Micha, PreDiNord/ Sigrid Lappe, HaWo


Frauen haben ein Recht auf Information

Regionspräsident zieht Projekt an sich: Region schreibt Liste von Abtreibungsärzten

Jetzt passiert endlich was: Die Region Hannover wird auf der Internetseite hannover.de in absehbarer Zeit eine Liste mit gynäkologischen Arztpraxen veröffentlichen, die Abtreibungen vornehmen. Die Behörde ist bereit, nach eigenen Angaben eine Anregung von Frauen- und Sozialverbänden auf zu nehmen. 

Regionspräsident Hauke Jagau sagte: "Die Liste ist eine Hilfestellung für Frauen in Krisensituationen." Außerdem handele die Region "im Sinne einer größtmöglichen Transparenz". Das Portal hannover.de ist der gemeinsame Internetauftritt von Region und Stadt Hannover.

Zu sagen ist, die Landeshauptstadt Hannover hatte sich bis dato noch gesperrt, eine Liste von Ärzten zu veröffentlichen, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. In einer Antwort auf eine Anfrage der Fraktion „Die Fraktion" hieß es aus der Rathausverwaltung, die Bereitstellung solcher Adressen sei „weder zeitnah noch mit einem geringeren Aufwand leistbar" und überdies keine kommunale Aufgabe.

Denn solche Informationen müsse das Landesamt für Soziales bereitstellen. Ethische Gründe dagegen widersprächen einer solchen Auflistung nicht.

Der Regionspräsident, der von der ablehnenden Haltung der Stadt in der Hannoverschen Allgemeinen las, betrachtete die Bereitstellung einer Liste als Aufgabe  der Gesundheitsbehörde innerhalb der Region Hannover. Diese will nun bei entsprechenden Gynäkologen nachfragen, ob sie mit einer Veröffentlichung ihrer Namen und Adressen einverstanden sind.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Missbrauchsfälle in den Bistümern Hildesheim und Osnabrück

Justizministerin fordert Kirchenakten an

Bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche kam es wieder ans Licht: Im Bistum Hildesheim sollen in den letzten Jahrzehnten rund 153 Minderjährige, bevorzugt Jungen, sexuell belästigt worden sein. Bisher werden dieser Vergehen 46 Priester beschuldigt.

Niedersachsen Justizministerin Barbara Havliza fordert weitere Klärung. Die CDU-Politikerin will, daß die Bistümer den Staaatsanwaltschaften Einblicke in die Unterlagen gewähren. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur umfassenden Aufklärung der im Raum stehenden Vorwürfe, was selbstverständlich Aufgabe der Justiz und nicht der Kirche ist!"

Die Justizministerin hat die drei Generalstaatsanwaltschaften in Niedersachsen um einen Bericht gebeten, wie viele der von den Bistümern Hildesheim und Osnabrück  genannten Missbrauchsfälle Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind oder waren.

Aus der Missbrauchsstudie geht dem Ministerium zufolge hervor, daß offenbar nicht alle der untersuchten Fälle den Staatsanwaltschaften in Niedersachsen bekannt sind. Zum Teil hatten offenbar die Bistümer selbst die Prüfung vorgenommen. Nach der von der Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Studie sollen bundesweit zwischen 1946 und 2014 insgesamt 3 677 Minderjährige von 1 670 Geistlichen missbraucht worden sein.

Der Leiter der Untersuchung, Harald Dreßing (Foto rechts), hatte einen mangelnden Aufklärungswillen beklagt. Autoren sei zum Beispiel kein Zugang zu Originaldokumenten in Kirchenarchiven eingeräumt worden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Krankenkassen-Zusatzbeitragssteigerung infrage gestellt

2019 ohne Krankenkassen-Zusatzbeiträge? 

Nach einer neuen Schätzung wird es für 2019 keinen Krankenkassen-Zusatzbeitrag, zur Zeit ein Prozent, geben. „Wir rechnen damit, daß der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2019 stabil bleiben wird", sagt Doris Pfeiffer (Foto), Vorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherten, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Über die Höhe ihres Zusatzbeitrages entscheide letztlich jede Kasse selbst.

Dazu sagte Pfeiffer, im laufenden Jahr hätten bereits 15,3 Millionen Kassenmitglieder von niedrigen Zusatzbeiträgen profitiert. „Zum 1. Oktober hat eine weitere Kasse eine Entlastung um 0,2 Prozentpunkte eingeführt. Da geht es noch einmal um 1,3 Millionen Mitglieder", so die GKV-Chefin.

Überlegungen für einen verpflichtenden Abbau von übergroßen Reserven weist Pfeiffer allerdings zurück. "Ich rate dazu, die Kirche im Dorf zu lassen.  Es gibt Rücklagen, das stimmt. Aber im Moment liegen sie im Schnitt bei gut einer Monatsausgabe nicht höher", so Pfeiffer. "Viele unserer Versicherten sind im Zweifel der Meinung, daß das Geld nicht vorschnell für niedrigere Zusatzbeiträge benutzt werden soll. Wir werden die Mittel brauchen, sollte es konjunkturell einmal schlechter laufen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche  

Telemedizin wird von langsamen Netz ausgebremst

Grüne beklagen mangelhafte Breitbandversorgung

Telemedizin wird von langsamen Netz ausgebremst. Die Spitzenpolitiker der Grünen beklagen eine mangelhafte Breitbandversorgung insbesondere von Krankenhäusern und Arztpraxen auf dem Land. "Es fällt der Bundesregierung auf die Füße, daß sie keine Strategie für die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat. Sie verursacht damit ein politisches und ein ebenso technisches Schneckentempo und bremst damit die für die Versorgung ländlicher Räume wichtige Telemedizin aus", sagte Maria Klein-Schmeink, gesundheitlspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion. "Auch der Erfolg der elektronischen Patientenakte steht und fällt mit einer ausreichenden Breitbandversorgung."

Laut Bundesgesundheitsministerium lässt sich die Versorgung von Arztpraxen mit schnellerem Internet derzeit nicht im einzelnen aufschlüsseln. Im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern verfügt das Gros der Kliniken, die sich im laufenden Jahr an einer entsprechenden Umfrage beteiligt hatten, nach Ministeriumsangaben lediglich über Internet-Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von weniger als 50 Mbit pro Sekunde. Mit Blick auf den Anschluss von Arztpraxen an die neue Telematik-Infrastruktur im Gesundheitsswesen, die derzeit läuft,  gibt das Ministerium  Entwarnung. Es gebe "bisher keinen Fall, bei dem Probleme hinsichtlich der Bandbreite und Netzqualität einer Anbindung aufgetreten sind". Klein-Schmeink erklärte dazu, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) solle sich nicht nur um coole Startups kümmern, sondern sich dafür einsetzen, dass etwa Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser vor allem in ländlichen Räumen deutlich besser ans schnelle Internet angeschlossen werden.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Eine neue Roboterhand wird in der Medizinischen Hochschule Hannover getestet

Patienten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) testen die neue Roboterhand

Es ist der Prototyp einer neuartigen Roboter-prothese. Im Vergleich zu den bisher verfügbaren Prothesen-händen, besitze die in Italien entwickelte Hand eine "robotermechanische Greifintelligenz", erklärte der Direktor der  MHH-Klinik für Orthopädie, Prof. Henning Windhagen (Foto rechts). Die Armprothese, gesteuert von einem Motor, ermöglicht es armamputierten Patienten, alle Finger gleichzeitig und intuitiv zu bewegen.

 

Eine Roboterhand im Institut für Orthopädische Bewegungsdiagnostik der MHH 

Und wie feinmotorisch gut das Medizinprodukt funktioniert, demonstrierte eine Patientin: Sie nähte mit der Handprothese einen Knopf an ein Hemd an.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe  


Rat der Stadt Lehrte fordert Erhalt des Klinikums

Krankenhaus Lehrte soll Schwerpunkt für Altersmedizin werden

Der Rat der Stadt Lehrte hat einmütig eine Resolution verabschiedet und fordert, das Krankenhaus an der Manskestraße (Foto krankenhausspiegel-hannover) zu erhalten und mit dem Schwerpunkt Altersmedizin zukunftssicher auszubauen. 

In der von der SPD, Linken und Grünen eingebrachten Resolution werden die Regionsversammlung und Regionspräsident Hauke Jagau aufgefordet,  an der Zwei-Standort-Lösung mit Lehrte und Burgwedel für das Klinikum im Nordosten festzuhalten. "Der Erhalt ist kein Selbstläufer, deshalb sollen wir ein klares Bekenntnis ablegen", betonte SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Neues Krebsregister in Kraft - Mehrarbeit für die Ärzteschaft

Mit der Datenbank soll sich die Behandlung verbessern und die Sterberate senken

Das neue Krebsregister ist an den Start gegangen - für die Ärzteschaft bedeutet das auch Mehrarbeit.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (Foto Tom Figiel) appelliert an die Ärzte: "Das Register wird die Krebstherapie nachhaltig verbessern." Schließlich hofft man, daß sich mit der neuen Datenbank die Behandlungen verbessern und die Sterberate gesenkt werden kann.

Denn im Laufe ihres Lebens müssen die Hälfte der Männer in Niedersachsen und 44 Prozent der Frauen damit rechnen, an einem bösartigen Tumor zu erkranken. Männer erkranken vor allem an Prostatakrebs, Frauen an Brustkrebs. Der Brustkrebs ist bei Frauen auch die häufigste Todesursache, die Männer sterben häufig an Lungenkrebs. Dies sagt der aktuelle Krebsbericht aus, den das Gesundheitsministerium vorlegte.

In diesem Bericht sind Zahlen enthalten, die für das Jahr 2015 aussagen, daß Krebs weiterhin die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.

Das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) soll helfen, die Zahl der Krebsbetroffenen zu senken. In der letzten Woche gab die Niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) den Startschuss für die öffentliche Anstalt, die am 1. Juli ihren Regelbetrieb aufgenommen hat.  Ab diesem Zeitpunkt werden Ärzte und Zahnärzte in Niedersachsen verpflichtet, bösartige Tumorerkrankungen ihrer Patienten an das KKN zu melden. Betroffen davon sind rund 5000 Ärzte, die in der Onkologie (Krebsmedizin) tätig sind, so wie zum Beispiel Kliniken, niedergelassene Ärzte und Tumorzentren. Im Gegenzug erhalten die Ärzte und Kliniken Rückmeldungen und Auswertungen aus dem KKN. Daraus erhofft man, Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten spezieller Therapiemethoden ziehen zu können. 

"Mit der klinischen Krebsregistrierung wollen wir die Behandlungsqualität und die Zahl der Behandlungserfolge in Niedersachsen erhöhen", sagte Reimann bei einem Symposium in Hannover. "Die Daten, die wir zu den laufenden Krebsbehandlungen  sammeln, werden es uns ermöglichen, die Krebstherapie nachhaltig zu  verbessern." Die Ministerin forderte die Ärzte auf, ihre Diagnosen an das KKN zu melden. Patienten ist es möglich, der Übermittlung von persönlichen Daten zu widersprechen.

Der Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes VdEK , Jörg Niemann sprach von einem „schwierigen Prozess", ein Klinisches Krebsregister in Niedersachsen einzurichten. Zunächst war der Plan für eine externe Datenbank gescheitert, dann stimmte der alte Landtag 2017 erst eine Minute vor Zwölf  dem Gesetz zu! Niemann nannte das Register einen „großen Fortschritt" in der Krebsbehandlung, weil man daraus etwa ablesen könne, welche Krankenhäuser geeigneter seien oder was eine Chemotherapie bringe.

Das KKN wird neben dem seit 2003 bestehenden Epidemilogischen Krebsregister (EKN) Daten zu Tumorerkrankungen sammeln. Es werde ein gemeinsames Meldeportal geben, sodass für die Ärzte keine doppelte Arbeit anfalle, versicherte der KKN-Geschäftsführer Tobias Hartz. Das EKN beobachtet das Auftreten von Krebserkrankungen in einer definierten Bevölkerungsgruppe und trifft Aussagen zu Neuerkrankungen sowie zeitlichen und regionalen Häufungen. Auch untersucht das Land zurzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen der Erdgasförderung und einer erhöhten Krebsrate in Bothel im Kreis Rothenburg gibt. Die KKN erfasst alle Angaben zu Diagnose, Behandlung, Verlauf, inklusive Nachsorge von Krebserkrankungen.

Das Land finanzierte mit rund 5,7 Millionen Euro den Aufbau der klinischen Krebsregistrierung. 90 Prozent der künftig anfallenden Kosten werden die Krankenkassen übernehmen.

 Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



SOZIALES - FÖRDERUNGEN


BürgerInnenpreis Mitte ausgelobt

Vorschläge zur Vergabe bis zum 31. Oktober erbeten

Der Bezirksrat Mitte lobt jährlich einen „BürgerInnenpreis für besonderes ehrenamtliches Engagement“ aus. Dafür werden Vorschläge bis zum 31. Oktober erbeten.

Mit dem „BürgerInnenpreis“ werden Einzelpersonen oder Personengruppen aus dem Stadtbezirk geehrt, die sich für soziale oder kulturelle Belange eingesetzt haben oder sich in anderer Weise um den Stadtbezirk verdient gemacht haben. Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch (Foto) bittet EinwohnerInnen, Vereine und Institutionen aus der Calenberger Neustadt, Oststadt und Zooviertel sowie die im Bezirksrat vertretenen Parteien bis 31. Oktober Vorschläge einzureichen.

Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro, Vorschläge für den Preis sind mit ausführlicher Begründung schriftlich einzureichen bei: Landeshauptstadt Hannover, Rats- und Stadtbezirksratsangelegenheiten, Stadtbezirksrat Mitte, z.Hd. Anja Stricks, Trammplatz 2, 30159 Hannover.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Zuhause für Kinder in Not gesucht

Bereitschaftspflege für einen befristeten Zeitraum

Der Fachbereich Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover sucht für die Bereitschaftspflege dringend Familien aus dem Stadtgebiet oder dem Umland.

Die Familien sollten bereit sein, Kinder vom Säuglingsalter bis zum Alter von zehn Jahren aus Notsituationen für einen befristeten Zeitraum aufzunehmen.  Im Gegenzug bietet der Fachbereich Jugend und Familie Schulung, Beratung, Supervision und auch eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Informationen unter den Telefonnummern (0511) 168-40272 oder -48912.

Sigrid Lappe, HaWo / Ute Micha, PreDiNo


Niedersächsische Alzheimer-Gesellschaft fordert wirksame Hilfe

Immer mehr Demenzerkrankungen

Die Alzheimer-Gesellschaft fordert wegen der steigenden Zahl der unter Demenz leidenden Menschen eine wirksame Hilfe von der Landesregierung.

„Uns geht es vor allem um eine bessere Versorgung der Patienten in Krankenhäusern durch Ärzte und Pflegepersonal", sagte der Verbandsvorsitzende Jürgen Brommer (Foto). In einem Brief an Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) schlägt der Verband unter anderem vor, ein Fachforum vor, bei dem über den Bedarf und überentsprechende Strategien diskutiert werden soll.

Dem Verbandsvorsitzenden Brommer zufolge sind derzeit etwa 170 000 Menschen  an Demenz erkrankt, 2016 waren es rund 152 000 Betroffene. Rund 75 000 Patienten wurden nach Angaben des Verbandes  im Jahr 2016 mit einer Demenzdiagnose in niedersächsischen Krankenhäusern behandelt. Dem Vorsitzenden zufolge sind drei bis fünf Prozent der 65-Jährigen betroffen.

Und das Klinikpersonal müsse noch mehr über die Krankheit wissen, um adäquate Maßnahmen ergreifen zu können, lautet die Forderung der Alzheimer-Gesellschaft.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Männer in der Pflicht

In Niedersachsen betreuen zunehmend mehr Männer ihren kranken Nachwuchs
Immer mehr Männer in Niedersachsen betreuen ihren erkrankten Nachwuchs. In den vergangenen beiden Jahren waren es schon 21 Prozent berufstätige Väter, die sich tageweise unentgeltlich freinahmen, um ihren Nachwuchs zu betreuen, betonte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Bundesweiter Spitzenreiter waren die Väter in Thüringen mit 24 Prozent, auf dem letzten Platz rangieren mit je 17 Prozent die Väter aus Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


VGH-Stiftung fördert 40 Projekte

VGH-Stiftung stellt 400 000 Euro zur Förderung von 40 Projekten zur Verfügung

Das ist wieder eine große Summe, die die VGH-Stiftung zur Förderung von 40 Projekten zur Verfügung stellt – 400 000 Euro!

Zu den förderungswürdigen Projekten gehört unter anderem auch das hannoversche Schreibwerkstätten-Projekt für Jugendliche „Autoren in der Schule“ des Friedrich-Bödecker-Kreises, teilte die Stiftung mit.

Anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Landschaftlichen Brandkasse wurde 2000 die VGH-Stiftung gegründet. Sie konzentriert sich vornehmlich auf die Förderung von Wissenschaft, Denkmalpflege, Literatur, Bildender Kunst, Museumspädagogik sowie mildtätigen Maßnahmen.

Gedanken werden durch das Aufschreiben zu Texten

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Volkswagen-Stiftung stellt 115 Millionen Euro für Forschung zur Verfügung

Neuer Förderungsschwerpunkt: Digitalisierung

Mit einer großen Finanzspritze von 115 Millionen Euro fördert die Volkswagen-Stiftung die Forschung in Niedersachsen. Das Kuratorium bewilligte die Zahlung aus dem sogenannten niedersächsischen Vorab, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen im ganzen Land fließen sollen. Auf Vorschlag des Wissenschaftsministeriums werden allein 63 Millionen Euro für neue Programme und  Ausschreibungen zur Verfügung gestellt - unter anderem für Digitalisierung in den Lebens- und Geisteswissenschaften. Durch diese Förderung verspricht man sich eine verbesserte Lebensqualität. "Wir machen Digitalisierung zum zentralen Element unserer Programme ", sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (Foto rechts).

„Wir freuen uns sehr, mit substanziellen Beträgen zur Weiterentwicklung der niedersächsischen Hochschul- und Forschungslandschaft beitragen zu können", erklärte der Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung, Wilhelm Krull (Foto lks.). 

Zu den neuen Ausschreibungen zählt auch die Förderung von Big Data in den Lebenswissenschaften der Zukunft.

"Ziel der Forschungsanträge sollte es sein, die Lebensqualität von Erkrankten zu verbessern", sagte Thümler (CDU). Neben besseren Diagnose-, Therapie- und Versorgungsmöglichkeiten könnten auch Anträge im Bereich assistierender Gesundheitstechnologien gestellt werden, etwa für altersgerechte Lebenswelten, damit Menschen länger in ihrer Wohnung leben können.

Bei "Geisteswissenschaften-Digital" gehe es darum, sich mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung auseinanderzusetzen, sagte der Minister. Die Geisteswissenschaftler könnten Projekte zur Aufklärung der Bevölkerung entwickeln und in Fragen des Datenschutzes und der künstlichen Intelligenz Ängste zu nehmen.

Auch ein Forschungsverbund unter Federführung der Universität Hildesheim wird gefördert. Er widmet sich der Migrationsforschung. 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Virenforscher erhalten für ihre Forschungsarbeiten 13 Millionen Euro

Auslöser von chronischen Infektionskrankheiten gesucht

Wissenschaftler suchen nach Auslösern für chronische Infektionskrankheiten. Und hier tauchen immer wieder die Fragen auf: Wieso siedeln sich manche Bakterien und Viren nach einer Infektion dauerhaft im Körper des Menschen an und lösen dann chronische Krankheiten wie Aids, Hepatitis oder Magenkrebs aus?

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Hannover sowie  des gemeinsam betriebenen Twincore-Zentrums für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung forschen seit 2010 daran. Nun hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft entschieden, den Sonderforschungsbereich für weitere vier Jahre mit insgesamt 13,6 Millionen Euro zu fördern.

"Die erfolgreiche Begutachtung des Sonderforschungsbereichs unterstreicht unsere produktive Zusammenarbeit", sagt Professor Thomas Schulz, Sprecher des Bereichs und Leiter des MHH-Instituts für Virologie (Foto links).

Auch MHH-Präsident Christopher Baum (Foto rechts) lobte die "hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen". Denn Baum hofft auf weitere Fördergelder. Die Partner haben sich mit dem Forschungsverbund Resist für die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern als Exzellenzcluster beworben und haben es bis in die Vorauswahl geschafft. In Kürze steht dann die zweite Begutachtung an.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch- pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Die Gruppe trifft sich an sieben Termine immer montags von 16 bis 17.30 Uhr in der Außenstelle der Familien und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Würzburger Straße 17, in Laatzen. Anmeldungen: Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. (0511) 616-23630.

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort satt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch Frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugendberatung und Trennungsberatung angeboten.

Info: hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover...

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Ein Projekt, das Sinn macht: Die Bio-Brotbox Hannover

Bio-Brotbox Hannover verteilt an über 200 Schulen rund 12 000 Bio-Brotboxen

Auch in diesem Jahr verteilt die Bio-Brotbox Hannover an über 200 Schulen in Hannover und in der Region wieder rund 12 000 Bio-Brotboxen. Dies geschieht schon seit mehr als zehn Jahren. Unterstützt wird das Projekt von der "Gemüsekiste-Hartmann & Rönicke OHG" und der "PRALLE Logistik
GmbH“. Die Initiative Bio-Brotbox Hannover e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, über diese wiederkehrende Aktion Kinder und Eltern für ein gesundes Frühstück und ein Pausenfrühstück zu sensibilisieren.
Weitere Informationen: 
biobrotboxhannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Samenbank – Auskunftspflicht

Kinder haben ein Recht darauf zu erfahren, wer ihr Erzeuger ist

Wird mithilfe einer anonymen Samenspende ein Kind gezeugt, darf es später darüber Auskunft verlangen, wer sein leiblicher Vater ist (Az.: 432 C  7640/15). Zu diesem Zweck wird ein zentrales Samenspenderregister eingerichtet, ein Gesetz hierzu ist bereits im Juli 2017 in Kraft getreten.

In dem vor dem Amtsgericht  verhandelten Fall hatte sich ein Ehepaar für eine künstliche Befruchtung entschieden. Es schloss einen Vertrag mit der Samenbank sowie eine notarielle Vereinbarung, in der es darauf verzichtet, die Identität des Spender zu erfahren. Doch Jahre nach der Geburt des Kindes klagten die Eltern sowohl in eigenem Namen als auch als gesetzliche Vertreter ihres Kindes. Sie forderten von der Samenbank, ihnen die Identität des Samenspenders zu nennen.

Das hatte auch Erfolg, wenigstens, was den Informationsanspruch des Kindes anbelangte. Denn zwischen Kind und Samenbank bestehe eine Sonderverbindung, argumentierte das Gericht. Der Behandlungsvertrag zwischen den potentiellen Eltern und einer Klinik für Reproduktionsmedizin beziehungsweise einer Samenbank habe eine Schutzwirkung für das zu zeugende Kind. Aus dieser Sonderverbindung leite  sich der Auskunftsanspruch ab. Es sei außerdem davon ausgegangen, dass das Kind ein konkretes Bedürfnis habe, Informationen über den Samenspender zu bekommen.

Das sei auch dem Samenspender zumutbar. Das verfassungsrechtlich geschützte Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung überwiege das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Spenders. Er habe bewusst an der Zeugung menschlichen Lebens mitgewirkt und trage dafür eine soziale und ethische Verantwortung.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Einstieg in die Gesundheitsbranche

Nicht jeder, der sich für Gesundheitsberufe interessiert, muss ein Medizinstudium absolvieren.

Es gibt viele Beispiele wie z.B. von Präventions-, Gesundheitshandwerks-, Körperpflegeberufen bis hin zu Berufsbildern in der Gesundheitsverwaltung und des Gesundheitsmanagements.

Auch der technologische Fortschritt ist von großer Bedeutung: Vermehrter Technikeinsatz führt zu Verbesserungen der Behandlungs- und Versorgungsqualität.

Hier ein paar Beispiele für Berufe im Gesundheitsbereich:

Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik,

Zahnarzthelferin bei der Arbeit ©Pixabay Public Domain)  

Orthoptist: Dieser Berufszweig findet sich in Augenarztpraxen, Kliniken und Hochschulkliniken mit entsprechenden Fachbereichen. Veterinärmedizinisch-technischer Assistent: Hier präpariert man Proben und legt Bakterienkulturen an. Mit Laboruntersuchungen lassen sich etwa Tierkrankheiten und –seuchen diagnostizieren. Auch werden Lebensmittel überprüft, die vom Tier stammen, und Genanalysen gemacht.

Hörakustiker:. Der berät über Hörsysteme und Gehörschutz, macht Hörleistungstests und stellt Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her.

Alltagsbegleiter: In dieser Sparte werden hilfsbedürftige Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen betreut und assistiert. Study-Nurse und Studienassistent im Prüfzentrum: Study-Nurse unterstützen Prüfärzte und –ärztinnen bei klinischen Studien im Rahmen von Zulassungsverfahren für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Aufgabe des qualifizierten Studienassistenten im Prüfzentrum ist bislang nicht als gesetzlicher Ausbildungsberuf anerkannt, es gibt jedoch die Möglichkeit zur Weiterbildung.

Gesundheitsmanager: Hier dreht es sich um betriebswirtschaftliche Aufgaben und Controlling, Finanzverwaltung, Einkauf und Personalführung in Einrichtungen des Gesundheitswesens wie beispielsweise in Krankenhäusern, Versorgungszentren sowie Kranken- und Rentenversicherungen.

Einfach mal im Internet informieren, z.Bsp. bei Aubiplus.de

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe