MUSEUM AUGUST KESTNER


Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Di. bis So. 11 bis 18 Uhr, Mi. 11 bis 20 Uhr, Mo. geschlossen.

Eintrittspreise: Erw. 5, erm. 4 €, freitags freier Eintritt, Jahreskarte: 25 €


German Design Award für Museum August Kestner

Die Freude ist groß: Für die Ausstellung „O Isis und Osiris - Ägyptens Mysterien und die Freimaurer", die im letzten Jahr stattfand, erhält das Museum August Kestner (MAK) beim German Design Award 2019 einen „Special Mention"-Preis in der Kategorie „Fair ans Exhibition" (Messe und Ausstellung). Die Jury-Begründung: „Wie die Ausstellung visuell und inhaltlich die Zusammenhänge zwischen den drei Ausstellungsbereichen verständlich und nachvollziehbar macht, fasziniert.“
Am Sonntag, 10.2., ab 18 Uhr wird das im Museum mit einer Feierstunde zelebriert, die Preisverleihung ist öffentlich.

Die feierlichen Reden werden von Maxim Böckelmann am Klavierbegleitet und für das leibliche Wohl sorgen die Hannoverschen Freimaurerlogen und der Freundes- und Förderkreis MAK. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Von "Krösus bis Karl"

Wertvolle Münzausstellung im Museum August Kestner

Münzen können viel über geschichtliche Erkenntnisse erzählen und sind gleichzeitig eine wertvolle Orientierungsmöglichkeit und die Zeitungen der Frühzeit.

Die Sonderausstellung mit 100 000 Objekten ist ein kaum zu überblickender Schatz aus Münzen und Medaillen. Die Münzen erzählen von Ägyptern, Römern, Parthern sowie Byzantinern und vermitteln die Zeit der Pharaonen, Kaiser und Heiligen. Es lohnt sich sehr, diese Ausstellung zu besuchen!

Pfennig Karls des Großen (768814). Er gehört zu den ersten Münzen in unserer Welt- und Münzgeschichte, die kein Bildmotiv zeigen, sondern lediglich beschriftet sind. Die Vorderseite nennt den König CAROLVS und die Rückseite die Prägestätte LUGDUN[UM], also Lyon.

Ausstellung und Veranstaltungen verlängert bis 28. April.


Prachtstücke. Kunst und Kultur der Barockzeit

Die Sonderausstellung zeigt barockes Lebensgefühl und die Kultur dieser Zeit

In der Ausstellung im Museum August Kestner (MAK) trifft der Besucher auf Pretiosen der reichhaltigen Barocksammlung des Museums, darunter auch bislang kaum gezeigte Stücke. Aufgeteilt in Themenbereiche wird das barocke Lebensgefühl und die Kultur dieser Zeit dargestellt.

Die künstlerische Epoche des Barock prägte Europa zwischen 1600 bis gegen 1750. Ihr Formgefühl findet sich in der Architektur, Malerei oder Skulptur, sondern auch in Werken der angewandten Kunst. Das MAK besitzt neben Medaillen, Waffen, Fayencen, feiner Spitze und Gewebe auch kostbaren Schmuck und Goldschmiedearbeiten, die von der Prachtentfaltung an den Höfen und in den Städten zeugen.

Bildnis eines Mann mit weißer Halskrause © MAK

 

 

Die Zeit des Barock war von Gegensätzen geprägt: Die höfische Pracht des Landesherrn erreichte ein kaum gekanntes Ausmaß. Das Schloss als Gesamtkunstwerk war ein Abbild seiner Herrschaft. Klöster und Kirchen wurden im Zuge der Gegenreformation als Sinnbilder des Glaubens errichtet.

Daneben umspannte der Handel den Globus und veränderten die Sicht auf die Welt und den Menschen. Exotische Motive wurden begeistert von den Kaufleuten und Bürgern der Städte aufgenommen und in den Werkstätten und Manufakturen verarbeitet.

Auf der anderen Seite bestimmte der Konflikt innerhalb des europäischen Christentums die Epoche. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) verwüstete als großer europäischer Glaubenskrieg weite Teile Deutschlands.

Ausstellung bis 7. April 2019.

 

Kabinettschrank mit Porträtmedaillons, Weichholz, schwarz gefasst, zum Teil vergoldet mit Porträtsminiaturen: Emaille-Malerei, Grisaille, auf Kupfer, 1651-1700, Deutschland/Limoges © MAK


Spuren der NS-Verfolgung

Über Herkunft und Verbleib von Kulturgütern in den Sammlungen der Stadt Hannover

Die Ausstellung widmet sich Besitztümern von Opfern des NS-Regimes und erzählt zugleich deren Lebens- und Verfolgungsgeschichte. Das Kestner-Museum erwarb während des NS-Zeit Kunstgegenstände, die zuvor Verfolgten entzogen wurden.  Der Rokoko-Schrank der Hannoveraner Fabrikantentochter Klara Berliner und die Goldmünzen des Arztes Dr. med. Albert David aus Großburgwedel gehören zu diesen Erwerbungen. Sie bilden die beiden Schwerpunkte der Ausstellung.

Auch in der Stadtbibliothek und im Stadtarchiv der Stadt befinden sich Bücher, die 1933 bis 1945 aus dem Besitz von Verfolgten beschlagnahmt wurden. Die Schicksale dieser Personen und ihrer Bücher werden ebenfalls in den Blick genommen.

Anlass der Ausstellung ist der zwanzigste Jahrestag der „Washingtoner Erklärung“ vom Dezember 1998. Darin verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland, während der NS-Herrschaft beschlagnahmte Kulturgüter zu identifizieren, deren Vorkriegseigentümer und Erben ausfindig zu machen und mit ihnen „eine gerechte und faire Lösung zu finden“.

Seit 2008 erforscht die Stadt Hannover in diesem Sinne systematisch die Provenienzen des städtischen Kulturgutes. Erstmals werden die bisherigen Ergebnisse und aktuellen Probleme der Forschung im Museum August Kestner, im Historischen Museum, im Stadtarchiv und in der Stadtbibliothek der Öffentlichkeit präsentiert.

Es werden die komplizierten Wege geschildert, auf denen die Objekte in den  Besitz der Stadt gelangten, und die schwierigen Bemühungen der Provenienzforschung verdeutlicht, berechtigte und ungerechtfertigte Erbansprüche voneinander zu unterscheiden und die heute in aller Welt verstreuten Erben dieser Verfolgten des NS-Regimes ausfindig zu machen.

Ausstellung mit Begleitprogrammen bis 16. 06. 2019 


Kinderfest: Ein Fest – beinah wie bei Hofe

„Fast wie bei Hofe“: Das alljährliche Kinderfest im Museum August Kestner (MAK) wird am 24. Februar mit Kleidung, Kopfschmuck und Tänzen des Barock gefeiert. Vorbild ist die aktuelle Barock-Ausstellung.  

Beim diesjährigen Kinderfest ist die aktuelle Barock-Ausstellung Vorbild. „Fast wie bei Hofe" lautet das Motto und so dreht sich alles um prachtvolle passende Kleidung, Hüte, Kopfschmuck und höfische Tänze.

Das Puppentheater Marmelock zeigt „Des Königs neue Kleider" und bei einer Tanzstunde für die ganze Familie lernen alle tanzen „wie bei Hofe". In Mitmachaktionen werden Masken bemalt, Schmuck gebastelt und ausgefallene Kreationen für den Kopf gefertigt. 

© MAK (Quelle)

 Obendrein gibt es die Gelegenheit, für ein Selfie in allerhand tolle Kostüme zu schlüpfen oder sich dazu die passende Schminke verpassen lassen. In eigener Verkleidung kommen geht natürlich auch. Wer wissen möchte, wie zu anderen Zeiten prunkvolle und tolle Feste gefeiert wurden, kann bei den Kurzführungen mit Experten erfahren, wie es im Alten Ägypten bei den Pharaonen zuging und wie vor langer Zeit im Alten Griechenland mit Trinkspielen gefeiert wurde. Oder man entdeckt prunkvolle Schlösser auf Münzen und Medaillen.

Zwischen all den spannenden Abenteuern finden kleine und große Besucher*innen auch zahlreiche Möglichkeiten zum Essen, Trinken und Ausruhen.

Kestners Kinderakademie

Museum-August-Kestner/Bildung-Kommunikation/Kinder-Familien/Kestners-Kinderakademie

  Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe