MUSEUM AUGUST KESTNER


Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Di. bis So. 11 bis 18 Uhr, Mi. 11 bis 20 Uhr, Mo. geschlossen.

Eintrittspreise: Erw. 5, erm. 4 €, freitags freier Eintritt, Jahreskarte: 25 €

German Design Award für Museum August Kestner

Die Freude ist groß: Für die Ausstellung „O Isis und Osiris - Ägyptens Mysterien und die Freimaurer", die im letzten Jahr stattfand, erhält das Museum August Kestner (MAK) beim German Design Award 2019 einen „Special Mention"-Preis in der Kategorie „Fair ans Exhibition" (Messe und Ausstellung). Die Jury-Begründung: „Wie die Ausstellung visuell und inhaltlich die Zusammenhänge zwischen den drei Ausstellungsbereichen verständlich und nachvollziehbar macht, fasziniert.“


Spuren der NS-Verfolgung

Über Herkunft und Verbleib von Kulturgütern in den Sammlungen der Stadt Hannover

Die Ausstellung widmet sich Besitztümern von Opfern des NS-Regimes und erzählt zugleich deren Lebens- und Verfolgungsgeschichte. Das Kestner-Museum erwarb während des NS-Zeit Kunstgegenstände, die zuvor Verfolgten entzogen wurden.  Der Rokoko-Schrank der Hannoveraner Fabrikantentochter Klara Berliner und die Goldmünzen des Arztes Dr. med. Albert David aus Großburgwedel gehören zu diesen Erwerbungen. Sie bilden die beiden Schwerpunkte der Ausstellung.

Auch in der Stadtbibliothek und im Stadtarchiv der Stadt befinden sich Bücher, die 1933 bis 1945 aus dem Besitz von Verfolgten beschlagnahmt wurden. Die Schicksale dieser Personen und ihrer Bücher werden ebenfalls in den Blick genommen.

Ein Geschenk für Hermann Göring: Attisches Grabrelief, 4. Jh. v. Chr. (MAK) 

Anlass der Ausstellung ist der zwanzigste Jahrestag der „Washingtoner Erklärung“ vom Dezember 1998. Darin verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland, während der NS-Herrschaft beschlagnahmte Kulturgüter zu identifizieren, deren Vorkriegseigentümer und Erben ausfindig zu machen und mit ihnen „eine gerechte und faire Lösung zu finden“.

Seit 2008 erforscht die Stadt Hannover in diesem Sinne systematisch die Provenienzen des städtischen Kulturgutes. Erstmals werden die bisherigen Ergebnisse und aktuellen Probleme der Forschung im Museum August Kestner, im Historischen Museum, im Stadtarchiv und in der Stadtbibliothek der Öffentlichkeit präsentiert.

Es werden die komplizierten Wege geschildert, auf denen die Objekte in den  Besitz der Stadt gelangten, und die schwierigen Bemühungen der Provenienzforschung verdeutlicht, berechtigte und ungerechtfertigte Erbansprüche voneinander zu unterscheiden und die heute in aller Welt verstreuten Erben dieser Verfolgten des NS-Regimes ausfindig zu machen.

Ein Begleitheft erscheint im Juni.

Ausstellung mit Begleitprogrammen verlängert bis 29. September 2019 


23.05. bis 29.09.2019 Sonderausstellung zum Bauhausjubiläum

Ausdruckstanz und Bauhausbühne

Im Zentrum der Ausstellung stehen die am Bauhaus entwickelten, noch heute erstaunlich modern wirkenden Tänze die sich radikal unterschieden von anderen Tanzstilen der Zeit. Erstmals wird mit der Ausstellung und der begleitenden Publikation das Verhältnis zwischen dem Ausdruckstanz, der sich im Rahmen der Reformbewegungen nach 1900 entwickelte, und den Bauhaustänzen ausgelotet. Initiator der neuen Tänze am Bauhaus war in erster Linie Bauhausmeister Oskar Schlemmer (1888-1943), der seit 1923 die Bühnenaktivitäten leitete. Sein Anliegen war es, mit einfachen und elementaren Mitteln zu experimentieren. So galt es beispielsweise beim „Raumtanz“, „Formentanz“ und „Gestentanz“, den Bühnenraum auf verschiedene Weise auszuschreiten und mit wenigen Requisiten bzw. Gesten zu agieren.

Bühnenklasse Bauhaus Dessau

Hauptleihgeber ist das Bauhaus Dessau. Der Bezug zu Hannover ist über ausgewählten Ausdruckstänzerinnen und -tänzer gegeben: Mary Wigman, die wohl prominenteste Vertreterin des Ausdruckstanzes in Deutschland; Yvonne Georgi, die seit 1926 als Ballettmeisterin an den Städtischen Bühnen wirkte und Harald Kreutzberg, der ab 1927 als Solotänzer Anstellung fand. Ihre Erfolge feierten sie über Deutschlands Grenzen hinaus.

Eine Ausstellung aus Anlass des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus, zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Beiprogramm.

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Kestners Kinderakademie

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  Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe