LITERATUR - LESUNGEN

Siehe auch Hannover und der Norden und Tipps + Termine


Lesereise durch den Norden

LiteraTour Nord 2018/2019 vom Oktober 2018 bis Februar 2019

Autorinnen und Autoren der 27. LiteraTour Nord und ihre Lesungstermine stehen fest. Die Lesereise durch den Norden um den „Preis der LiteraTour Nord“ ist ein einmaliges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Universitäten, Hochschulen und der VGH-Stiftung.

Gemeinsam werden sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren eingeladen, ihre aktuellen Bücher vorzustellen, und zum Schluss wird der Preis an einen der Teilnehmer vergeben.

Begleitend zu den Lesungen bieten die Professorinnen und Professoren, die auch die Lesungen moderieren, reguläre Veranstaltungen an ihren Universitäten und Hochschulen an. Die VGH-Stiftung Hannover fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den mit 15.000 Euro dotierten Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

Die Touren starten jeweils in Oldenburg und Bremen und an den folgenden vier Tagen geht's nach Lübeck, Rostock, Lüneburg und schließlich Hannover. In dieser Saison lesen: Inger-Maria Mahlke („Archipel"), Thomas Klupp („Wie ich fälschte, log und Gutes tat"), Saskia Henning von Lange, Nino Haratischwil („Die Katze und der General") und Joachim Zelter („Im Feld").

Steven Uhly © Mathias Bothor   

Zum Abschluß las Steven Uhly vom 3. - 7. Februar 2019 aus „Den blinden Göttern", am 7. 2. in Hannover im Literaturhaus, nun warten wir darauf, die Entscheidung der Jury zu hören. wird der oder die Beste war!

Weitere Informationen zur Lesereise, den Autorinnen und Autoren unter literatournord.de.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Frauenschicksale. Literarisches und Biografisches im Sprengel Museum

Lesereihe mit Carolin Haupt vom Schauspiel Hannover am 10. Februar

Auf die Akademien durften sie nicht, malen traute man ihnen nicht zu, ausstellen durften sie kaum. Oft standen sie, zur Muse degradiert, im Schatten ihrer Männer oder Lehrer. Frauen hatten noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein einen stark begrenzten Zugang zur Kunst, mussten gegen Vorurteile und den Vorwurf des weiblichen Dilettantismus ankämpfen. 

Carolin Haupt (Foto lks., Schauspiel Hannover) stellt am 10. Februar, 11.15 Uhr, im Sprengel Museum  Texte aus Zeit- und Selbstzeugnissen Frauen vor, die Kraft, Mut, Einfallsreichtum und natürlich Talent aufbrachten, um ihre Kunst gegen diese billigen Vorurteile ins Licht zu rücken.

Dazu gibt es das Konzert „FE_MALE?“ mit dem Ensemble NEW BABYLON, Foto rechts. 

Die dreiteilige Lesereihe berichtet über Kunst und Leben von Gabriele Münter über die Dada-Mitgründerin Emmy Hennings bis zur Kunstmäzenin Peggy Guggenheim. Neben dem Kennenlernen selbstbewusster und kämpferischer Frauen ergibt sich aus dem Schicksal dieser Protagonistinnen der Moderne ein Panorama ihrer Zeit.

Die Lesereihe im Sprengel Museum nimmt Bezug auf das historische Ereignis der Einführung des Frauenwahlrechts: Erst nach dem Ersten Weltkrieg, im Zuge der Novemberrevolution, hatten Frauen die Möglichkeit, an politischen Abstimmungen aktiv und passiv, wie die Männer, teilzunehmen. Nach jahrzehntelangem Kampf um staatsbürgerliche Gleichstellung wurde am 12. November 1918 das Frauenwahlrecht in Deutschland gesetzlich verankert.

Wie gestalteten sich vor diesem Hintergrund die Biografie von Frauen in der Kunst? Dieser Frage möchte die Lesereihe „Frauenschicksale“ auf die Spur kommen.

Den Abschluss der Reihe am 10. Februar bildet das Thema "Protagonistinnen und Förderinnen der Moderne - Lou Ernst-Straus und Peggy Guggenheim".

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die letzten Geheimnisse der Herrenhäuser Gärten sind gelüftet

Neues Buch enthüllt letzte Geheimnisse der königlichen Anlage

Ohne Frage, der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den schönsten Parkanlagen der Welt.

Jetzt lüftet das Buch von Gartendirektor Ronald Clark und Fotograf Marc Theis (Hrsg.) „Großer Garten Herrenhausen“ die letzten Geheimnisse der königlichen Anlage: Verlorene Wappen, mystische Statuen und versteckte Gesichter. Das alles wird enträtselt.

Und was wir schon immer wissen wollten: Warum wurde das Areal schief angelegt, um 2,8 Grad ist die Ost-West-Achse verschoben. Gartenchef Clark: „Keiner weiß warum, aber es kann auch einfach Zufall sein."

Eine Gartenordnung gibt es auch: sie gilt seit 1777 und zählt zu den ältesten in Deutschland. Sie erlaubte schon zu damaliger Zeit Jedermann den Besuch der Anlage.

Großer Moment für den Garten: 1719 sollte die neu errichtete Fontäne im Beisein von König Georg I. in Betrieb genommen werden. Allerdings reichte der Druck damals nicht aus, sie katapultierte den Strahl nur peinliche fünf Meter in die Luft. „Eine Blamage", so Clark. Erst 1720 schoss das Wasser mit der Hilfe eines Harzer Bergwerksingenieurs 35 Meter in die Höhe - und war damit Europas höchste Fontäne – und Georg I. konnte ganz Europa zeigen, dass er es wert war, als hannoverscher Kurfürst das so viel größere und mächtigere britische Königreich in Personalunion zu regieren  Heute schafft sie eine Höhe von knapp 80 m.

Ein Buch, dass viele interessante Informationen in wunderbare Fotos verpackt. 

„Großer Garten Herrenhausen", 29,50 Euro, im Handel und im Museumsshop im Schloss erhältlich, ISBN 978-3-922805-16-8.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigird Lappe, Hannover Woche


Säure-Angriff-Opfer Vanessa Münstermann bringt erstes Buch im Februar heraus

Vanessa Münstermanns erstes Buch kommt im Februar auf dem Markt. Es ist 288 Seiten stark und erscheint unter dem Titel „Ich will mich nicht verstecken", drei Jahre nach dem Säure-Anschlag ihres Ex-Freundes, der ihr auflauert und ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet.

Vanessa überlebt nur knapp, sie liegt wochenlang im Koma. Ihre linke Gesichtshälfte ist vollkommen entstellt, sie verliert ein Auge und ein Ohr. Über 20 Operationen folgen. Der Weg ist schwer und noch nicht zu Ende, doch sie sagt: „Dieses Unglück ist das Beste, was mir passieren konnte, denn nur so habe ich entdeckt, wie stark ich wirklich bin."

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche