LITERATUR - Rund ums Lesen

Siehe auch Hannover und der Norden: Tipps + Termine


Shortlist für die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation steht fest

 Vergabe des Förderpreises Opus Primum rückt näher

Ob soziale und politische Ungleichheit, Kritik am Bankwesen oder Technikfolgenabschätzung des CRISPR/CAS-Systems – die Sachbuchtitel, die es auf die Shortlist um den Nachwuchsförderpreis Opus Primum geschafft haben, spiegeln die große Bandbreite der diesjährigen Einreichungen wider. Die zehnköpfige Jury muss nun unter den zehn Werken eines auswählen, damit die Autorin oder der Autor mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet wird.

Nicht das Fachgebiet ist ausschlaggebend bei der Auswahl für den Opus Primum Nachwuchsförderung, sondern dass die deutschsprachige Publikation gut lesbar geschrieben, einem breiten Publikum verständlich und von hoher wissenschaftlicher Qualität ist. Mit der Auslobung möchte die VolkswagenStiftung den wissenschaftlichen Nachwuchs darin bestärken, dass Wissenschaftsvermittlung für die Forschung eine zentrale Aufgabe ist.

Bis zum diesjährigen Stichtag am 15. August 2019 sind 90 Einreichungen eingegangen, von denen die zehn besten in die Shortlist aufgenommen wurden. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird von der Fachjury ausgewählt und am 21. Oktober 2019 bekanntgegeben.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für die Autorin bzw. den Autor ist zur eigenen Weiterbildung im Forschungsfeld, dem Besuch von wissenschaftlichen Konferenzen oder für weitere Forschungsvorhaben gedacht.

Am 20. November 2019 um 19 Uhr wird der Förderpreis Opus Primum zusammen mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis auf einer festlichen Abendgala in Schloss Herrenhausen verliehen.


Shortlist-Titel in alphabetischer Reihenfolge der Autorinnen und Autoren:

• Judith Blume (*1983): Wissen und Konsum. Eine Geschichte des Sammelbildalbums (Wallstein)

• Stephanie Born (*1988): "Die Weltgeschichte aus den Fugen". Paul Celans kritische Poetik und Martin Heideggers Seins-Philosophie nach den Schwarzen Heften. (Königshausen & Neumann)

• Benjamin Brendel (*1983): Konvergente Konstruktionen. Eine Globalgeschichte des Staudammbaus. (Campus)

• Natalie Dunkl (*1988): Das Kabarett. Eine integrative Theorie (Tectum)

• Lea Elsässer (*1986): Wessen Stimme zählt? Soziale und politische Ungleichheit in Deutschland. (Campus)

• Annika Hardt(*1986): Technikfolgenabschätzung des CRISPR/CAS-Systems. Über die Anwendung in der menschlichen Keimbahn. (De Gruyter)

• Alexander Kling (*1983): Unter Wölfen. Geschichten der Zivilisation und der Souveränität vom 30-jährigen Krieg bis zur Französischen Revolution. (Rombach)

• Sarah Lenz (*1984): Ethische Geldinstitute. Normative Orientierungen und Kritik im Bankenwesen. (Springer VS)

• Nadja Nafe (*1984): Zeit-Raum-Bilder. Über Bewegung und Entschleunigung in den Arbeiten von Olafur Eliasson und Katharina Grosse. (Athena)

• Sarah Schulz (*1985): Die freiheitliche demokratische Grundordnung. Ergebnis und Folgen eines historisch-politischen Prozesses. (Velbrück Wissenschaft).

Weitere Informationen: volkswagenstiftung_opus-primum

Die bisherigen Gewinnerinnen und Gewinner des Förderpreises Opus Primum: Opus-Primum–die-bisherigen-Preisträger

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 08.10.2019

Longlist für NDR-Sachbuchpreis

16 Titel werden vorgestellt

 Die Longlist für den NDR-Sachbuchpreis steht fest: Damit gehen 16 Titel ins Rennen um die Auszeichnung als bestes in deutscher Sprache erschienenes Sachbuch 2018. Und die Auswahl ist breit gefächert, sie reicht von der Vergegenwärtigung europäischer Geschichte über die Gesellschaftsanalyse 30 Jahre nach dem Mauerfall bis zur Debatte über unsere Wirtschaftsordnung. Die Shortlist gibt die Jury Anfang November bekannt, zwei Wochen später steht dann der Sieger fest.

 Am 20. November wird der NDR-Sachbuchpreis bei einer Gala in Herrenhausen zusammen mit dem Opus-Primum der Volkswagen-Stiftung überreicht.

Die Longlist des NDR Kultur Sachbuchpreis 2019:

 „Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann“ von Frank Bösch (C.H.Beck)

 „Fontane. Ein Jahrhundert in Bewegung“ von Iwan-Michelangelo D’Aprile (Rowohlt)

„Eine kurze Geschichte des Tanzes“ von Dagmar Ellen Fischer (Henschel Verlag)

„Kapitalismus, Märkte und Moral“ von Ute Frevert (Residenz Verlag)

„Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen. Warum es kein Wunder ist, dass wir reich geworden sind“ von Ulrike Herrmann (Westend Verlag)

„Achterbahn. Europa 1950 bis heute“ von Ian Kershaw (DVA)

„Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter“ von Cornelia Koppetsch (transcript Verlag)

„Blau. Wie die Schönheit in die Welt kommt“ von Kai Kupferschmidt (Hoffmann und Campe)

 „Im Unterland. Eine Entdeckungsreise in die Welt unter der Erde“ von Robert Macfarlane (Penguin Verlag)

 „Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft“ von Steffen Mau (Suhrkamp)

 „Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft“ von Armin Nassehi (C.H.Beck)

„Wütendes Wetter. Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme“ von Friederike Otto (Ullstein Verlag)

 „Ethik der Wertschätzung. Tugenden für eine ungewisse Welt“ von Corine Pelluchon (wbg Academic)

 „Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute“ von Mark Terkessidis (Hoffmann und Campe)

 „Die unbewohnbare Erde. Leben nach der Erderwärmung“ von David Wallace-Wells (Ludwig Verlag)

 „Schnelles Lesen, langsames Lesen. Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen“ von Maryanne Wolf (Penguin Verlag)

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 10.10.2019


Mit Mut ins Finale

Erfreuliche Abschlussbilanz des 14. Literaturfestes Niedersachsen

Vom 5. bis 22. September 2019 widmete sich das Literaturfest Niedersachsen in 27 literarischen Veranstaltungen an 20 Orten dem Thema „Mut“. Die Besucherauslastung des Festivals lag bei 80 Prozent (2018: 83 Prozent).
Das 14. Literaturfest Niedersachsen unter der Intendanz von Susanne Mamzed präsentierte ein abwechslungsreiches Programm: Der renommierte Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Raoul Schrott hielt in Hannover eine inspirierende Ermutigungsrede, in Bremen und auf Norderney widmete sich der Schauspieler Boris Aljinovic der Geschichte des wagemutigen Weltumseglers Ferdinand Magellan.

Mit Boris Aljinovic auf Magellans Spuren. Foto Boris Aljinovic

In Konau und Teistungen stellten Annett Renneberg und Florian Lukas mutige Literaten der DDR vor und das Projekt „Unsere Stadt liest ein Buch“ in Melle, Meppen, Worpswede und Einbeck stellte mutige Frauen ins Zentrum, den Abschluss bildete Feridun Zaimoglus mit seinem Roman „Die Geschichte der Frau“.
„Das Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung setzt immer im September einen starken Akzent. Mit hochwertigen und außergewöhnlichen Veranstaltungen steht das Festival für eine zeitgemäße Literaturvermittlung und trägt auch an kleineren Orten zur kulturellen Belebung bei. Zudem vernetzen wir lokale Kulturinstitutionen im Land und schaffen Angebote, die in dieser Form ansonsten oft nicht zu realisieren wären.“, erläutert Dr. Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der VGH-Stiftung, das Engagement der Stiftung.
Beim Festivalfinale „Von Pionieren und Entdeckern“ in der beeindruckenden Kulisse des Hangars im Marinefliegerstützpunkt Nordholz lasen Iffland-Ring-Träger Jens Harzer und Sprecherin Birgitta Assheuer von packenden Reiseberichten ins Ungewisse. Begleitet wurden sie von Bardo Henning am Schifferklavier und Cornelia Ottinger am Saxofon.

 Das Literaturfest  Niedersachsen wird von der VGH-Stiftung in Zusammenarbeit mit den VGH Regionaldirektionen, den Historischen Landschaften und Mitveranstaltern vor Ort veranstaltet. NDR Kultur begleitet das Literaturfest als Kulturpartner.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.09.2019

Intendantin Mamzed reiste für das Literaturfest kreuz und quer durch Niedersachsen. © Helge Krückeberg  


Literatur-Preisträger im Oktober im Literaturhaus

Mit Deniz Utlu kommt ein Literaturpreisträger ins Literaturhaus

Am 10. Oktober kommt Deniz Utlu zu der Vorstellung seines Romans „Gegen Morgen“ für den ihm der  Literaturpreis Hannover verliehen wird. Das Buch erscheint im September, Karten für die Lesung am 10. Oktober im Literaturhaus sollte man sich jetzt im Vorverkauf sichern (12 €/ erm. 6 €)!

Utlu erzählt in seinem zweiten Roman von einer tiefen Erschütterung und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt: Gewitter. Im Angesicht des drohenden Absturzes scheint plötzlich Ramón wenige Reihen vor ihm zu sitzen. Ramón, der nie eingeladen war und trotzdem immer kam, der bei Kara und Karas bestem Freund Vince auf dem Sofa in der Küche übernachtete, bis er von einem Tag auf den anderen verschwand. Nach der Notlandung kehrt Kara ruhelos nach Berlin zurück, wo er sich auf die Suche nach Ramón begibt und damit auf die Spuren seiner eigenen Vergangenheit.

Deniz Utlu © Heike Steinweg

Er findet den Verloren geglaubten in einer Plattenbausiedlung und bietet ihm an, in Vince’ ehemaliges Zimmer zu ziehen. Dort bekommt Ramón eines Nachts Besuch von Fremden. Wenig später ist er wieder verschwunden. Dass es diesmal ein Abschied für immer sein könnte, wird Kara bewusst, als er ihm bis nach Paris folgt, dort aber nur mehr eine Stadt in Aufruhr findet.

Deniz Utlu, *1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Sein Debütroman „Die Ungehaltenen“ erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater aufgeführt. 

Er verfasste  Kolumnen, Theaterstücke und Essays, er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe „Prosa der Verhältnisse“.

Die Moderation übernimmt die Literaturwissenschaftlerin Martina Sulner, *1961, ist Literaturwissenschaftlerin, Herausgeberin und hat als Journalistin in Hamburg, Rostock, Schwerin sowie für den Spiegel Spezial und die Frankfurter Rundschau gearbeitet. Seit 2000 ist sie Literaturredakteurin bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Der Preis wird am 20. November im Literarischen Salon verliehen, für die musikalische Begleitung sorgt die elektronische Band L.ME.RA. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter info(at)literarischer-salon.de oder Tel. 762-8232.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 23.08.2019  


LiteraTour Nord startet am 20. Oktober 2019

Sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren stellen ihre aktuellen Bücher vor.

Die Lesereise um den Preis der LiteraTour Nord ist ein einmaliges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Hochschulen und der VGH-Stiftung. Eingeladen werden sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren, ihre aktuellen Bücher vorzustellen. Zum Schluß wird an eine*n der Teilnehmer*innen der mit 15.000 Euro dotierte Literaturpreis verliehen.

 

Begleitend zu den Lesungen bieten die Professorinnen und Professoren, die auch die Lesungen moderieren, Veranstaltungen an ihren Hochschulen an.

Die VGH-Stiftung fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

Die Tour startet wie immer am Sonntagvormittag in Oldenburg, führt am selben Abend nach Bremen und an den folgenden vier Tagen nach Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover im Literaturhaus/Künstlerhaus. In dieser Saison lesen:

Norbert Scheuer (20. bis 24. Oktober 2019), Isabel Fargo Cole (10. bis 14. November 2019), Albrecht Selge (24. bis 28. November 2019), Karen Köhler (08. bis 12. Dezember 2019), Daniela Krien (05. bis 09. Januar 2020) und Ulrike Draesner (19. bis 23. Januar 2020).

Fotos in der Reihenfolge der Auftritte.

Mit der Saison 2019/2020 übernimmt Prof. Wilfried Köpke den Juryvorsitz der LiteraTour Nord von Prof. Dr. Sabine Doering, die dem Gremium zuvor fünf Jahre vorsaß.

Weitere Informationen zur Lesereise, den Autorinnen und Autoren unter literatournord


Herbstlese im Calenberger Land

Große Stars zu Gast in Wennigsen

Der November wird bunt: die Herbstlese im Calenberger Land zieht gleich drei große deutsche Schauspieler in die wunderschöne Stadt Wennigsen am Deister: werden über älter werdende Männer, Lieblingsbücher und Lieblingsrollen und die Rückkehr der Wölfe in heimische Wälder erzählen und aus ihren (Lieblings)büchern lesen.

Da ist Kai Wiesinger mit „Der Lack ist ab“ am 7. November 2019 im Klostersaal des Klosters Wennigsen. Ihm folgt Tom Wlaschiha im Gespräch über seine Rollen und seine Lieblingsbücher am 26. November im Saal Pinkenburg, Hauptstraße 6. Am 28. November dann Andreas Hoppe mit „Die Hoffnung und der Wolf. Wollen wir mit unseren neuen Nachbarn leben?“, ebenfalls im Saal Pinkenburg.

Die Karten für die Veranstaltungen sind im Lufthansa City Center Reisebüro Cruising, Hauptstraße 23 in Wennigsen, Tel. 05103 – 700560 oder online unter: lcc-cruining. (Siehe auch neues24-tipps-termine)

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.10.2019


13. JULIUS-CLUB erfolgreich beendet

Nahezu 6.000 Jugendliche leihen rund 28.000 Bücher aus

Der JULIUS-CLUB, das Lese-Sommerferienprogramm der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen, fand vom 21. Juni bis 21. August 2019 statt. Die 13. Ausgabe konnte erneut erfolgreich abgeschlossen werden: Nahezu 6.000 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren beteiligten sich am Programm, das in 49 Bibliotheken durchgeführt wurde. Insgesamt konnten damit in den vergangenen 13 Jahren über 68.000  junge Menschen für das Lesen und Schreiben begeistert werden.
„Die hohen Teilnehmerzahlen des 13. JULIUS-CLUBS und das große Engagement der Bibliotheken bestätigen, dass das Projekt der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen seine Ziele erreicht. Uns geht es zum einen um die Förderung der Lese- und Schreibkompetenz junger Menschen, zum anderen wollen wir Bibliotheken stärken und als wichtige Orte der Begegnung sichtbar machen“, sagt Dr. Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der VGH-Stiftung.
„Wir freuen uns in diesem Jahr besonders über den höchsten Anteil an Jungen, den wir mit unserem JULIUS-CLUB jemals erreichen konnten. Er lag bei 39 Prozent, was sicherlich an der guten Buchauswahl der Jury für diese Zielgruppe liegt, aber auch an den vielen attraktiven Aktionen, die den Club begleiten. So macht Lesen Spaß“, ergänzt Angelika Brauns, Geschäftsführerin der Büchereizentrale Niedersachsen.
Die 49 teilnehmenden Bibliotheken stellten in den Sommerferien 100 aktuelle und von einer Jury ausgewählte Kinder- und Jugendbücher bereit. Die Club-Mitglieder konnten diese kostenlos ausleihen. Insgesamt wurden die Bücher rund 27.000 Mal ausgeliehen; über 20.000 Bücherbewertungen wurden von den Teilnehmer*innen verfasst.
Leser*innen, die zwei Bücher lasen und bewerteten, erhielten dafür das JULIUS-Diplom, und das waren in diesem Jahr 3.528.
Die Bibliotheken boten ihren Mitgliedern über 500 abwechslungsreiche Treffen an, unter anderem gab es: lange Spielabende, Dot-Painting, Fahrradtouren, Treffen mit einer Hundetrainerin, Bücherjagden, Escape-Rooms, Badminton-Turniere und vieles mehr. Eine Übersicht aller beteiligten Bibliotheken:
julius-club_bibliotheken

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 25.09.2019


Auszeichnungen für Literatur zum Rattenfänger / Bewerbung einreichen!

Rattenfänger-Literaturpreis wird von der Stadt Hameln zum 18. Mal verliehen

Die Stadt Hameln verleiht 2020 zum 18. Mal den mit 5 000 Euro dotierten Rattenfänger-Literaturpreis. Gewürdigt werden mit dieser Auszeichnung Märchen- oder Sagenbücher, fantastische Erzählungen, moderne Kunstmärchen oder Erzählungen aus dem Mittelalter für Kinder und Jugendliche.

Nach Angaben der Hamelner Kulturverwaltung können sich Autorinnen und Autoren mit Büchern bewerben, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2019 veröffentlicht wurden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.07.2019 


Niedersächsische Literaturstipendien 2019 vergeben

Björn Thümler: Förderung ermöglicht kreative Weiterentwicklung

Von phantastischen Wesen, dem Weg in ein besseres Leben, Forellen und Maschinen: Kulturminister Björn Thümler hat die Literaturstipendien sowie das Übersetzerstipendium 2019 vergeben. In diesem Jahr fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fünf Autorinnen und Autoren mit insgesamt rund 45.000 Euro.

„Mit den Niedersächsischen Literaturstipendien möchten wir vielversprechende Autorinnen und Autoren ermutigen, ihr literarisches Schaffen weiter zu entwickeln“, sagt Björn Thümler. „Mit den Stipendien tragen wir dazu bei, dass sich Schriftsteller*innen entfalten können und erhöhen ihre Sichtbarkeit.“

Das Jahresstipendium erhält in diesem Jahr Nataly Savina (Foto l.), *1978, für ihr Projekt „Katinkas Spiele“. Das mit 14.000 Euro dotierte Jahresstipendium soll der Autorin ermöglichen, ihr literarisches Projekt voranzubringen. „Katinkas Spiele“ erzählt aus der Perspektive einer Jugendlichen vom Elend Osteuropas und dem Weg in ein besseres Leben im reichen Westen.

Das Stipendium für Kinder- und Jugendbuchautoren geht an Annika Scheffel (Foto r.) *1983, für das Projekt „Vilja, der Fee und die Rettung der Welt“. Die Autorin überzeugte die Literaturkommission insbesondere durch die große Leichtigkeit, mit der sie eine Geschichte erzählt, die von Not und Elend handelt. Für die Fortführung des literarischen Werkes erhält Scheffel das mit 8.000 Euro dotierte Stipendium.

Iannis Kalifatidis (Foto l.), *1964, bekommt das diesjährige Übersetzerstipendium für die Übersetzung des Romans „Der schwarze Obelisk“ von Erich Maria Remarque ins Griechische. Das Übersetzerstipendium ist mit 7.800 Euro dotiert.

Ein Arbeitsstipendium mit einer Dotierung von jeweils 7.500 Euro erhalten in diesem Jahr Alexander Rudolfi (*1987) für „Willkommen im Bauch der Maschine“ und Leander Fischer, (Foto r,) *1992 für „Die Forelle“. Alexander Rudolfis Text setzt sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Leander Fischer setzt in seinem Romanvorhaben literarische Mittel so ein, dass sich unterschiedliche Stimmen zu einer Geschichte fügen.

Die Stipendien werden auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission vergeben.

Weitere Informationen zu den Literaturstipendien sowie eine Übersicht der bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten seit 2005 unter: literatur/stipendien

MWK / Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 15.05.2019


Hölty-Literatur-Preis wird im Dezember im Literarischen Salon verliehen

Hier bekommt Deniz Utlu seinen Preis

Am 4. Dezember kommt Deniz Utlu in den Literarischen Salon zu der Vorstellung seines Romans „Gegen Morgen“ für den ihm der  Hölty-Literaturpreis Hannover verliehen wird. Utlu erzählt in seinem zweiten Roman von einer tiefen Erschütterung und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt. In flirrenden Bildern spürt er den Versäumnissen und Potentialen eines Lebens nach sowie der Menschlichkeit, die da beginnt, wo wir nicht auf uns selbst, sondern auf andere achten.

Deniz Utlu, *1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Sein Debütroman „Die Ungehaltenen“ erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater aufgeführt. 

Deniz Utlu © Heike Steinweg

Er verfasste  Kolumnen, Theaterstücke und Essays, er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe „Prosa der Verhältnisse“.

Das Buch erscheint im September, und am 10. Oktober findet eine Utlu-Lesung im Literaturhaus statt. 

Der Eintritt im Salon ist kostenlos, Anmeldung erwünscht.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 23.06.2019  


Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi begeistert mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Daphne Vloumidi stellte bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer)

Hier kann man das Buch kaufen und bestellen:

Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile und über Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!


Büro für Popkultur holt die Criminale in die niedersächsische Landeshauptstadt

Das Krimi-Event des Jahres gastiert vom 14. bis 18. April 2020 in Hannover
Der Staffelstab für die 35. CRIMINALE 2020 wurde an Hannover übergeben. Jörg Smotlacha und Volker Petri von der hannoverschen Agentur Büro für Popkultur übernahmen den Auftrag vom Syndikat, die CRIMINALE 2020 in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu organisieren. 

Vom 14. bis zum 18. April 2020 wird es in Hannover nun so richtig kriminell. Der Autoren-Kongress und das facettenreiche Krimi-Festival CRIMINALE sind der Krimi-Treff des Jahres für Autor*innen und Fachbesucher*innen aus Verlagen und Buchhandlungen, Agent*innen, Kritiker*innen, Blogger*innen und natürlich für das interessierte Krimi-Publikum.

Neben zahlreichen Lesungen wird auch der Friedrich-Glauser-Preis, ein wichtiger Krimi-Preise im deutschsprachigen Raum, verliehen. Über 200 Autorinnen und Autoren werden im Jahr 2020 Hannover unsicher machen und kriminell bereichern. Obendrein gibt es eine Auswahl krimineller Geschichten rund um Hannover.

„Wir freuen uns, dass nach neun Jahren Krimifest nun die CRIMINALE nach Hannover kommt“ so Volker Petri. Jörg Smotlacha betonte, dass die CRIMINALE 2020 ein weiterer Meilenstein Hannovers auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 sein kann.

Büro für Popkultur: oben Volker Petri, Henning Chadde, Jörg Smotlacha / unten: Ninia Binias, Jan Egge Sedelies. Foto: Ralf Rohde)

tatworte-Hannover 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.04.2019


Die letzten Geheimnisse der Herrenhäuser Gärten sind gelüftet

Neues Buch enthüllt letzte Geheimnisse der königlichen Anlage

Ohne Frage, der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den schönsten Parkanlagen der Welt.

Jetzt lüftet das Buch von Gartendirektor Ronald Clark und Fotograf Marc Theis (Hrsg.) „Großer Garten Herrenhausen“ die letzten Geheimnisse der königlichen Anlage: Verlorene Wappen, mystische Statuen und versteckte Gesichter. Das alles wird enträtselt.

Und was wir schon immer wissen wollten: Warum wurde das Areal schief angelegt, um 2,8 Grad ist die Ost-West-Achse verschoben. Gartenchef Clark: „Keiner weiß warum, aber es kann auch einfach Zufall sein."

Eine Gartenordnung gibt es auch: sie gilt seit 1777 und zählt zu den ältesten in Deutschland. Sie erlaubte schon zu damaliger Zeit Jedermann den Besuch der Anlage.

Großer Moment für den Garten: 1719 sollte die neu errichtete Fontäne im Beisein von König Georg I. in Betrieb genommen werden. Allerdings reichte der Druck damals nicht aus, sie katapultierte den Strahl nur peinliche fünf Meter in die Luft. „Eine Blamage", so Clark. Erst 1720 schoss das Wasser mit der Hilfe eines Harzer Bergwerksingenieurs 35 Meter in die Höhe - und war damit Europas höchste Fontäne – und Georg I. konnte ganz Europa zeigen, dass er es wert war, als hannoverscher Kurfürst das so viel größere und mächtigere britische Königreich in Personalunion zu regieren  Heute schafft sie eine Höhe von knapp 80 m.

Ein Buch, dass viele interessante Informationen in wunderbare Fotos verpackt. 

„Großer Garten Herrenhausen", 29,50 Euro, im Handel und im Museumsshop im Schloss erhältlich, ISBN 978-3-922805-16-8.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigird Lappe, Hannover Woche


Säure-Angriff-Opfer Vanessa Münstermann hat ein Buch geschrieben

Vanessa Münstermann „Ich will mich nicht verstecken" 

Es ist 288 Seiten stark und erscheint unter dem Titel „Ich will mich nicht verstecken", drei Jahre nach dem Säure-Anschlag ihres Ex-Freundes, der ihr auflauert und ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet.

Vanessa überlebt nur knapp, sie liegt wochenlang im Koma. Ihre linke Gesichtshälfte ist vollkommen entstellt, sie verliert ein Auge und ein Ohr. Über 20 Operationen folgen. Der Weg ist schwer und noch nicht zu Ende, doch sie sagt: „Dieses Unglück ist das Beste, was mir passieren konnte, denn nur so habe ich entdeckt, wie stark ich wirklich bin."

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche