AUSSTELLUNGEN und AKTIONEN


Hereinspaziert: Ausstellung im Niedersächsischen Landtag

Akteure niedersächsischer Kulturförderung stellen eine Ausstellung zusammen

Ab 14. November 2019 wird die vom Residenzmuseum im Celler Schloss in Zusammenarbeit mit den Historischen Landschaften und den niedersächsischen Landschaftsverbänden konzipierte Wanderausstellung „Den Niedersächsischen Regionen verbunden – Historische Landschaften und moderne Landschaftsverbände“ in der Portikushalle des Landtages gezeigt.

Sie thematisiert im Vorfeld zur neuen Dauerausstellung, die ab Herbst 2020 im Residenzmuseum zu sehen sein wird, zwei bedeutende Akteure niedersächsischer Kulturförderung.

Dieses sind zum einen die Historischen Landschaften, deren Ursprünge bis in das Mittelalter zurückreichen und heute bundesweit nur noch in Niedersachsen existieren.

Zum anderen sind es die  Landschaftsverbände, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als regionale Organisationen der Kultur- und Identitätspflege bestehen und heute in der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) überregional organisiert sind.

 

Grafik mit den 15 ALLviN-Mitgliedern.

Anhand informativ gestalteter Schautafeln und eines interaktiven Medientisches werden die Geschichte und heutige Bedeutung dieser Akteure veranschaulicht. Insbesondere der Medientisch enthält vielfältige Informationen zu jeder Landschaft und jedem Landschaftsverband in ganz Niedersachsen. Neben historischen Fakten sowie Angaben zu Mitgliedsstrukturen und Förderschwerpunkten werden ausgewählte Beispiele unterschiedlichster Förderprojekte der vergangenen Jahre gezeigt.

Damit wird nicht nur deutlich, dass die Landschaften und Landschaftsverbände als Kulturförderer aktiv sind, sondern zudem über ihr vielfältiges Engagement in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Soziales wesentlich zur heutigen soziokulturellen Gestalt Niedersachsens beitragen.

 Ziel ist es, über die Wanderausstellung niedersachsenweit ein Bewusstsein für diese tragende Rolle der Landschaften und Landschaftsverbände im gesellschafts- und kulturpolitischen sowie im regionalen Bereich zu schaffen. Nicht zuletzt sollen so Anregungen gegeben werden, sich mit der jeweiligen Institution in der eigenen Region zu beschäftigen.

Die Ausstellung im Landtag ist vom 14. bis 18. November und vom 22. bis 28. November 2019 (außer an Wochenenden) jeweils von 9 Uhr bis 18 Uhr  der Öffentlichkeit zugänglich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.11.2019


Japanische Künstlerin beleuchtet Sprache und Missverständnisse

Ausstellung im Schloss Landestrost: „Beyond“ von Fumiko Kikuchi

Ein Beo, dem die Künstlerin einen japanischen Zungenbrecher beizubringen versucht, oder die Erzählerstimme ihres an Alzheimer erkrankten Großvaters, der immer wieder von seinen Besuchen im Himmel berichtet – die in Japan geborene und aufgewachsene Künstlerin Fumiko Kikuchi beleuchtet in ihren Filmen und Video-Arbeiten die Auswirkungen von Sprache auf unser Denken, Erinnern und Agieren. Vorstellungswelten, die durch mündliche Erzählungen entstehen, spielen dabei ebenso eine Rolle wie Missverständnisse, die durch Hören, Sprechen oder den Transfer von einer zur anderen Sprache verursacht werden können.

 „There are chickens in garden". Foto: Fumiko Kikuchi

Im Schloss Landestrost präsentiert Fumiko Kikuchi mit „Beyond“ vom 29. November bis zum 21. Dezember verschiedene Aspekte für diese wechselvollen Erlebnisse und Erfahrungen. „There are chickens in garden“ thematisiert die Nachahmung von Lauten ohne deren Sinn zu verstehen, „I know where you are right now“ konzentriert sich auf die Erzählungen ihres Großvaters.

Mit „Glück auf“ dokumentiert die Künstlerin die Rolle der japanischen Gastarbeiter im Ruhrgebiet der 1960er Jahre: Sie wurden vor allem für den Bergbau angeworben. Die allzu wörtliche Übersetzung des Wortes „Gast“ brachte viel Verwirrung, einige der Arbeiter erwarteten eine bevorzugte Behandlung in einer höheren Stellung und keine harte Arbeit im Grubenschacht.

Fumiko Kikuchi wurde 1986 in Hokkaido, Japan, geboren und studierte an der Nihon Universität Malerei und Druckgrafik. Nach ihrem Umzug nach Deutschland studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Brauschweig in der Klasse der Videokünstlerin Candice Breitz. Sie erhielt verschiedene Preise und Stipendien, zuletzt vom Künstlerhaus Lauenburg.

Die Ausstellung wird am 28. November, 19 Uhr eröffnet und ist ab 29. November bis 21. Dezember jeweils donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr und zu den Konzerten und beim Lichterfest am 6. Dezember von 14 bis 21 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 14.11.2019


Gabriele Wicke feiert mit TURM2 ihr 20-jähriges Jubiläum

Eine Künstlerin mit ganz viel Herz

Der Ort der Kunst lädt auf dem Gelände des Gewerbeparks Alter Schlachthof in ihren TURM2 ein.

TURM2 und Gabriele Wicke - oder Gabriele Wicke und TURM2 - alleine unvorstellbar!

Hier wird seit 20 Jahren eine künstlerische Spitzenleistung gezeigt und gelebt. Und das ist mehr als nur ein Grund, diese Symbiose zu feiern.  Seit 1999 bewohnt, belebt und liebt Gabriele Wicke ihren TURM2. Hier ist sie in ihrem Atelier und ihrer Galerie zu Hause. Die künstlerische Laufbahn von Gabriele Wicke begann viele Jahre zuvor. In der nationalen wie internationalen Kunstszene war sie stets zu Hause und hat ihren Fußabdruck hinterlassen. Nicht ohne Grund wird sie die „Grand Dame“ der hannoverschen Kunstszene  genannt.

Seit den siebziger Jahren ist sie als Künstlerin in Hannover tätig. Natürlich ist sie in einigen wichtigen und bekannten Künstlergruppen gelistet, wie zum Beispiel in der Künstlergruppe von Frédéric Davis, einem engen Freund von dem unvergessenen Pablo Picasso.

Auch bietet sie in ihren Räumlichkeiten Kunstseminare an, seit 1980 betreibt sie auch eine Malschule, in der Nachwuchskünstler und angehende Designer ihre Bewerbungsmappen professionell gestalten und daher perfekt für ihr Studium vorbereiten können. Und wer bei der Diplom-Designerin Gabriele Wicke seine Kunstmappe fertigt, hat gute Chancen angenommen zu werden: die Erfolgsquote für die Aufnahmeprüfung liegt bei 99 Prozent! Und die Künstlerin veranstaltet in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule auch Kunstseminare.

Und Kinder liegen der Künstlerin sehr am Herzen, auch In diesem Bereich engagiert sie sich ohne wenn und aber künstlerisch.

gabriele-wicke

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 19.10.2019


Jan Richard Heinicke erhält VGH-Fotopreis

Für seine Arbeit „Melting Point“ erhält der Studierende den VGH Fotopreis

Der VGH-Fotopreis 2019 geht an den hannoverschen Fotografiestudenten Jan Richard Heinicke. Der 28 Jährige Heinicke bekommt die Auszeichnung für seine Arbeit  "Melting Point", mit der er die Folgen des Klimawandels dokumentiert.

Heinicke hat für seine Fotos ein Team von Meeresforschern auf ihrer Expedition entlang der Ostküste Grönlands begleitet. Der junge Preisträger wird am 4. Dezember in GAF (Seilerstraße 15d) geehrt und gleichzeitig die Ausstellung mit der Fotoserie "Melting Point" eröffnet, die dort bis zum 12. Januar 2020 zu sehen ist.

Jan Richard Heinicke. Foto: Viola Maiwald

Die Maria S. Merian aus der Luft. Nach fünf Jahren auf See lief sie im September in Emden ein, um überholt zu werden.

Der VGH Fotopreis ist mit 10.000 Euro bundesweit eine der höchstdotierten Auszeichnungen im Bereich Fotografie. Seit 2008 wird er ausschließlich unter den Studierenden des Studiengangs "Fotojournalismus und Dokumentarfotografie" der Hochschule Hannover (HsH) vergeben.

„Das Niveau der diesjährigen Einreichungen zum VGH Fotopreis war erfreulich hoch. Es  galt, aus noch sechs nahezu perfekten Arbeiten den Gewinner zu ermitteln – keine leichte Aufgabe“, so Mitglied der hochkarätigen Lars Lindemann, Fotochef von GEO.


Punk-Lady Nina Hagen im Theatermuseum zu bewundern

Am 3. Oktober kommt die Punk-Lady für ein Konzert in Schauspielhaus Hannover

Sie ist und bleibt die Punk-Lady der ersten Stunde: Nina Hagen, eine Kämpferin und überzeugte Christin. Deutschlands schrillste Künstlerin hat es in das Theatermuseum in Hannover geschafft.

Dr. Carsten Neumann (57) vom Theatermuseum Hannover hat nach Pop-Punker Falco die nächste coole Künstlerpersöhnlichkeit ins Museum geholt.

Und ab dem 3. Okrober gibt es jede Menge Nina Hagen – zu verdanken ist es dem Sammler Optikermeister Arne Buhrdorf aus Berlin. Es gibt Shirts, Sticker, Käppis und sogar ein Nina-Hagen-Kissen zu bewundern. Dazu Museums-Chef Neumann: „Wir wollen anhand der Exponate ihre Geschichte erzählen. Die Zeit in der DDR, das erste Album, ihr Glaube, ihr politisches Engagement."

Rund 300 Exponate, Schallplatten und Fotos zeigen den Kosmos Nina Hagen. Die Punk-Lady hat für den TV-Spot zur Expo 2000 Lehárs „Die Welt ist schön“ gesungen. Erinnern Sie sich noch daran? Und dass sie schon lange vor Madonna irre Gaultier-Outfits trug? Den Titel der „Vogue“ zierte und Werbung für Ahoi Brause machte? Und 1980 war Nina Hagen auch auf dem Satiremagazin Mad. Gewusst?

Die Leidenschaft von Arne Buhrdof (52) begann 1980. Denn zur Konfirmation bekam er die Platte „Unbehagen“ geschenkt. Seitdem sammelt er, was er über Nina Hagen in die Finger bekommt, inzwischen sind es über 1000 Exponate. Der Sammler aus Leidenschaft: „Sie ist emotional, laut, aber immer authentisch. Ihre Musik macht Spaß und inspiriert. Ich weiß nicht, ob ich Brecht gehört hätte ohne sie.“

Mit Brecht-Liedern ist Nina Hagen am 3. Oktober auch im bereits ausverkauften Schauspielhaus zu Gast. Neben Brecht gibt es auch Selbstvertontes mit Texten von Else Lasker-Schüler und Goethe, Originale von Dylan, Cohen, Cash, Biermann und Jim Morrison, aber auch von Nina Hagen ins Deutsche übertragene Gospel, Blues und Friedensfetzer. Kurz: ein knallbunter Friedensliebeslieder-Abend mit Nina Hagen und Band.

Die Schau im Theatermuseum ist bis zum 12. Januar 2020 zu sehen. Geöffnet: Dienstag bis Freitag und Sonntag von 14  bis 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt 3 Euro.

 (www.einfach-nina.de).

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.09.2019


Kinder, wie die Zeit vergeht!

Das Kindermuseum Zinnober feiert fünften Geburtstag

Eine neue Mitmach-Ausstellung widmet sich unter anderem Fragen wie: Was ist echt und was ist eine Fälschung? Wieso sagen wir manchmal nicht die Wahrheit? Wie täuschen Pflanzen und Tiere andere Lebewesen? Welche Tricks wenden Zauberer an? Wann ist schummeln erlaubt? Was sind eigentlich Fake-News?

Die Besucher*innen gehen auf eine eher vergnügliche denn moralische Reise durch die Welt der Illusionen und Fiktionen. Zu erleben sind 14 Mitmach-Stationen, darunter ein Ames-Raum, der von Studierenden der Architekturfakultät Hannover unter Leitung von Prof. Dr. Schmid-Kirsch gebaut wurde und eine faszinierende optische Täuschung hervorruft. Außerdem gibt es Illusionsbilder, verschiedene Spiegeleffekte, einen Pinocchio-Briefkasten für Lügengeschichten und ein virtuelles Labyrinth, das mit einer VR-Brille durchlaufen wird.

Mittlerweile wurden im Lindener Museum zehn verschiedene Mitmach-Ausstellungen präsentiert. Das thematische Spektrum reichte von Kommunikation über mathematische Phänomene bis hin zu traditionellen Handwerksformen. Der Umgang mit allen Themen ist experimentell, spielerisch und kreativ. Mitmachstationen laden zum Ausprobieren ein. Die Kinder begreifen Inhalte mit allen Sinnen.

In den vergangenen fünf Jahren besuchten rund 70.000 Kinder und Erwachsene das Kindermuseum Zinnober, samstags werden in den Räumen private Kindergeburtstage gefeiert. Erfreulich zudem: Die Einrichtung steht auf einem soliden finanziellen Fundament, die Stadt und die Region Hannover haben langfristige Förderungen bewilligt. Ein Zeichen dafür, dass das Kindermuseum Zinnober einen festen Platz in der Kulturlandschaft Hannovers gefunden hat.

Weitere Infos unter kindermuseum und telefonisch unter 0511/89 73 34 66.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 18.06.2019


„The Big 5“

Dinopark Münchehagen zeigt größte Raubsaurier-Funde Europas

Das ist eine Sensation: Unter dem Ausstellungstitel „The Big 5“ stellt der Dinopark Münchehagen fünf spektakuläre Raubsaurierfunde aus Deutschland, Portugal und England  vor. Unter anderem wurde erstmals ein Modell des Wiehenvenator albati gebaut, dessen Knochen 1998 in der Nähe von Minden gefunden wurden. „Es ist einer der vollständigsten Dinosaurierfunde in  Deutschland", sagte der wissenschaftliche  Leiter des Parks, Nils Knötschke. Die Schau wird bis Ende September präsentiert.

 

Das Modell eines Spinoraurus wird im Dinosaurier-Park aufgebaut: Bis Ende September ist die Ausstellung in Münchehagen, danach tourt sie durch Europa. (Archivbild) (Quelle: H. Hollemann/dpa)

Siehe auch: neues24-hannover-region-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht am 08.07.2019


Weimar freut sich über neues Bauhaus-Museum

Das neue Bauhaus-Museum ist in Weimar eröffnet worden.

100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar, hat die Stadt ein neues Museum über die berühmte Design- und Architekturschule die Türen aufgemacht.

Der Neubau - ein riesiger Glas-Betonkubus - wurde nach Plänen der Berliner Architektin Heike Hanada am Wochenende zum Leben erweckt. Auf 2 000 Quadratmetern sind 1 000 Sammlungsobjekte der Klassik Stiftung zu betrachten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

 Veröffentlicht 04.07.2019