INFORMATION + HILFE


Wer möchte einsame Senioren besuchen?

Bürgerstiftung sucht Interessierte für ehrenamtlichen Besuchsdienst

Die Bürgerstiftung Hannover bietet ab April wieder eine kostenlose Schulung für Ehrenamtliche an, die regelmäßig einen einsamen älteren Menschen in einer Wohn­­einrich­tung besuchen möchten. Eine Informationsveran­staltung für Interessierte findet am 3. März um 14 Uhr statt (Bürger­stiftung Hannover, Warm­büchen­­str. 19). Um Anmeldung wird gebeten: Telefon 0511-45000777 oder per Mail an info(at)buergerstiftung-hannover.de.

Gesucht werden insbesondere ältere Menschen, die einen wöchent­lichen Besuch von 1-2 Stunden zuverlässig in ihren Alltag integrieren können. Gute Deutschkenntnisse und ein selbstverständlicher Umgang mit Beein­träch­tigungen sind not­wendig, ein längerfristiges Engagement ist erwünscht.

Die Schulung findet ab dem 21. April an fünf Dienstagnachmittagen statt. Erfahrene Mitarbeiter aus dem Bereich Senioren­arbeit bereiten die zukünftigen Besuchspatenauf ihre Aufgabe vor.

Die Bürgerstiftung vermittelt den Kontakt zu Heimen für einen möglichst wohnortnahen Ein­satz der Ehrenamtlichen. Sie bietet außer­dem Beratung und Begleitung sowie regel­mäßige Treffen an. Aufwände werden im Rahmen der Ehrenamtspauschale erstattet.

Das Projekt „ZwischenMensch­lich – Paten für Senioren“ der Bürgerstiftung gibt es seit 2017. Rund 40 Senioren haben inzwischen regelmäßig Paten­besuch und damit mehr Abwechslung und Lebensfreude in ihrem Alltag. Und es könnten noch viel mehr sein, denn der Bedarf ist groß für diese verantwortungsvolle und sinnstiftende Aufgabe. Informationen unter buergerstiftung-hannover.


Ambulanter Hospizdienst sucht Ehrenamtliche

Hospizdienst Luise lädt Interessessierte zu einem Befähigungskursus ein

Der Ambulante Hospizdienst Luise sucht ehrenamtliche Mitarbeiter und lädt Interessenten zu zehn wöchentlichen Kursabenden ein, die jeweils mittwochs von 18 bis 21.15 Uhr stattfinden. Veranstaltungsort ist der Seminarraum im Hospiz Luise, Brakestraße in Hannover-Kirchrode. Weitere Informationen gibt Anja Bohlen-Bruchmann, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes, unter Telefon 0511/52487630. 

Eine Aufgabe: Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Foto Hospizdienst Luise 

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

22.02.2020


Niedersachsen startet Pilotprojekt bei älteren Menschen

Hausbesuche sollen helfen

Für ältere Menschen startet Niedersachsen ein Pilotprojekt, das sich mit präventiven Hausbesuchen beschäftigt, und bei dem Menschen die Hilfe brauchen, geholfen wird, damit sie länger in den eigenen vier Wänden leben können.

So sollen Stadtmitarbeiter Senioren bei den Besuchen Tipps zur altersgerechten Ausstattung der Wohnung sowie Hinweise auf Hilfsangebote wie zum Beispiel Mittagstische, Einkaufshilfen und Nachbarschaftsaktivitäten geben, teilte das Sozialministerium mit.

Sozialministerin Carola Reimann. Foto SPD 

Noch in diesem Jahr sollen drei Modellkommunen gefunden werden, die das Hilfsmodell zunächst erproben. Und bis 2022 sind dafür jährlich Zuschüsse in Höhe von 500 000 Euro vorgesehen. Erst danach soll entschieden werden, ob das Präventionsprojekt flächendeckend eingeführt wird. "In vielen Kommunen gibt es gute Angebote, die nicht alle kennen", sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) der "Bild" Zeitung.
Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

13.01.2020


Wohngeldreform 2020: Höherer Zuschuss, mehr Berechtigte

Der SoVD rät: Jetzt Anspruch prüfen lassen

Wenn das Einkommen für die Miete nicht reicht, kann man Wohngeld beantragen. Seit dem 1. Januar 2020 ist der Wohngeldzuschuss erstmals seit 2016 erhöht worden. Auch die Einkommensgrenzen wurden angehoben.

Der SoVD in Hannover gibt Tipps zum neuen Wohngeld: Rund 660.000 Haushalte können deutschlandweit von dem neuen Wohngeld profitieren – davon 180.000, die ohne die Neuregelung keinen Anspruch auf die staatliche Unterstützung hätten. Der Zuschuss soll verhindern, dass Berufstätige oder Rentner, die sonst keine Sozialleistungen erhalten, ihre Wohnung nicht aufgeben müssen. Allerdings bekommt nur Wohngeld, wer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung hat, aber über ein geringes Einkommen verfügt, erklärt Matthias Muik, Regionalleiter beim SoVD in Hannover.

Entlastung bei der Miete oder den Kosten fürs Eigenheim: Haushalte mit geringem Einkommen erhalten seit Jahresbeginn im Schnitt 30 Prozent mehr Wohngeld. Foto: Stefanie Jäkel

Auch Wohnungseigentümer können Anspruch auf Wohngeld in Form des sogenannten Lastenzuschusses haben. „Die Berechnung, ob und in welcher Höhe einem Haushalt der Zuschuss zusteht, kann im Detail schwierig sein“, sagt Muik. Mit der Rechtsänderung zum neuen Jahr könne durchaus erstmals ein Anspruch auf Wohngeld begründet sein. „Wer sich unsicher ist, sollte seine Berechtigung überprüfen lassen – zum Beispiel bei uns im SoVD-Beratungszentrum“, rät der Sozialberater.

Die erforderlichen Neu- oder Weiterbewilligungsanträge sind beim zuständigen Wohngeldamt der Stadt oder Gemeinde zu stellen. „Auch das übernehmen wir gerne für unsere Mitglieder“, sagt Muik.

Der SoVD in Niedersachsen steht seinen Mitgliedern in rund 60 Beratungszentren bei Fragen rund um das Sozialrecht zur Seite. Eine Übersicht gibt es unter www.sovd-nds.de. Das SoVD-Beratungszentrum in Hannover ist unter Tel. (0511) 70148-21 oder per E-Mail info@sovd-hannover.de zu erreichen.

SoVD/Ute Micha, Predino/Sigrid Lappe, HaWo

20.02.2020


Kurs: „Job Crafting – Aktive Arbeitsplatzgestaltung“

Angebot der Koordinierungsstelle Frau und Beruf am 28. Februar und 6. März

Dieses Problem kennen viele: Der Arbeitsalltag hat sich nach und nach eingeschlichen, doch so richtig zufrieden ist man nicht mehr. Doch wie kann man selbst aktiv werden? Diplom-Pädagogin und Autorin Christine Jung sowie Organisationsentwicklerin Nina Kaienburg stellen in einem zweitägigen Seminar Strategien vor, wie man mittels „Job Crafting“ seinen Arbeitsplatz selbst gestalten kann.

Leben in der Region Hannover. 

Das Seminar findet am Freitag, 28. Februar und 6. März 2020, jeweils von 13 bis 18 Uhr im Haus der Wirtschaft, Vahrenwalder Straße 7 in Hannover statt. Es richtet sich an Frauen, die mit ihrem aktuellen Arbeitsumfeld unzufrieden sind. Die Teilnehmerinnen arbeiten zunächst ihre eigenen Stärken und Werte heraus, um anschließend konkrete Handlungsschritte abzuleiten.

 Die Teilnahme kostet 30, ermäßigt 15 Euro.  Anmeldungen über E-Mail frauundberuf@region-hannover.de. Informationen zum Programm der Koordinierungsstelle Frau und Beruf unter www.frau-und-beruf-hannover.de.

Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf Region Hannover ist ein Projekt, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Mitteln des Landes Niedersachsen, in der Trägerschaft der Region Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

20.02.2020


Demenz - Informationen und Tipps für den Alltag

Ein Kurs für Angehörige

Der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) bietet den Kurs „Demenz - Informationen und Tipps für den Alltag” an. Er richtet sich an Angehörige und findet an sechs Nachmittagen vom 3. März bis 7. April 2020 statt.
In dem Kurs geht es um Fragen: Was genau bedeutet Demenz? Wie kann ein Versorgungsnetz rund um den betroffenen Angehörigen aussehen? Welche Hilfen gibt es? Was können Angehörige tun, um die Beziehung stressarm zu gestalten? Information und Austausch stehen dabei an erster Stelle.
Der Kurs wird an sechs Nachmittagen jeweils von 15 Uhr bis 17 Uhr im Margot-Engelke-Zentrum, Geibelstraße 90, stattfinden und kostet 60 Euro.

Anmeldung und Information bei Gabriele Schmidt-Kowalke telefonisch unter 16830876.

Neue offizielle Liste mit Ärztinnen und Ärzten die Abtreibungen durchführen

Über 300 Ärzte und Einrichtungen haben sich eintragen lassen

Allmählich wächst die offizielle Liste mit Ärzten, die Abtreibungen durchführen. Ein halbes Jahr nach dem Start haben sich mittlerweile 301 Ärzte und andere Einrichtungen aus allen Bundesländern eintragen lassen.

Es werden aber noch weitere Anträge überprüft und sollen in den nächsten Aktualisierungsrunden ergänzt werden. Selbstverständlich können sich die Ärzte freiwillig melden.

Liste der Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen jetzt auch online. aerzteblatt.de   

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

29.01.2020


Familienhebammen-Sprechstunde in Barsinghausen

Offene Beratung für werdende und junge Eltern jetzt alle zwei Wochen

Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft – ein Kind verändert das Leben junger Mütter und Väter von Grund auf. Viele fühlen sich aufgrund der neuen Situation verunsichert: Wie verhalte ich mich, wenn mein Baby nur schwer zu beruhigen ist? Gehe ich richtig mit meinem Kind um? Was tun, wenn ich andere Bedürfnisse habe als mein Baby? Werdende und junge Eltern können sich zweimal im Monat unkompliziert rund um die Entwicklung, Versorgung und Pflege des Kindes, zu Anträgen oder bei Unsicherheiten und Sorgen beraten lassen: Jeden ersten und dritten Mittwoch von 15 bis 16 Uhr bietet die Familienhebamme Sindy Safarik der Region Hannover eine offene Sprechstunde in der Kinder- und Jugendarztpraxis von Dr. Karin und Ralf Heiming in der Marktstraße 11 in Barsinghausen an – unkompliziert und kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, auf Wunsch können sich Eltern auch anonym beraten lassen. 
Seit 2017 bietet die Region Hannover die Familienhebammen-Sprechstunde in Barsinghausen an. Neu seit 2020 ist der 14-tägige Rhythmus, um der starken Nachfrage nach diesem Beratungsangebot nachzukommen.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Pflegeeltern gesucht / nächster Termin 13. März

Informationsabend Zukunft braucht Familie – Leben mit Pflegekindern

Die Pflegekinderdienste der Region Hannover, der Stadt Laatzen und Langenhagen suchen regelmäßig gemeinsam Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Derzeit leben im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträgerin über 350 Kinder in Pflegefamilien – auf Dauer oder vorübergehend.

Alle Interessierten sind am Freitag, 13. März, 18 Uhr, in die Hildesheimer Straße 267 in Hannover-Döhren, (1. OG) eingeladen, um sich über die Voraussetzungen und Aufgaben einer Pflegefamilie zu informieren.
Aktuell suchen die Pflegekinderdienste insbesondere Familien mit pflegerischen bzw. pädagogischen Kenntnissen für Kinder mit besonderen Bedarfen sowie Familien, die bereit sind, ältere Kinder oder Geschwisterkinder bei sich aufzunehmen.
Der Pflegekinderdienst der Region Hannover stellt vor, aus welchen Gründen Kinder in eine Pflegefamilie kommen, welche Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben und wie sie vom Jugendamt unterstützt werden. Außerdem wird besprochen, wie sich das Leben mit Pflegekindern verändert, wie Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern geregelt sind und für welche Kinder Pflegeeltern gesucht werden.

Weitere Infoabende im Jahr 2020:
Dienstag, 28. April, 18 Uhr, Haus der Jugend, Langenfortherplatz 1, Langenhagen
Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr, Hildesheimer Str. 267, Hannover
Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Stadthaus, Marktplatz 2, Laatzen

Die Teilnahme ist jeweils unverbindlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Region Hannover unter Telefon (0511) 616-22129, E-Mail: Pflegekinder@Region-Hannover.de.


Johanniter suchen Jugendbetreuer

Betreuer vermitteln Grundlagen der Ersten Hilfe an Kindern und Jugendlichen

Die Johanniter Jugend des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm sucht Betreuer für ihre Jugendgruppen. Interessierte sollten volljährig und im besten Fall im Besitz einer Jugendleitercard (Juleica) sein. Diese kann auch über die Johanniter-Unfall-Hilfe erworben werden ebenso wie die Ausbildung in erweiterter Erster Hilfe (Qualifikation zum Sanitätshelfer).
In den beiden Jugendgruppen vermitteln die Betreuer Grundlagen der Ersten Hilfe an Kindern und Jugendlichen. Auf dem Programm stehen ebenso Bewegungs- und Gruppenspiele, Basteln oder Malen. Außerdem unternehmen die Gruppen Ausflüge. Die Gruppenstunden inklusive Vor- und Nachbereitung finden immer dienstags zwischen 16.30 Uhr und 19.30 Uhr statt. Es gibt eine Gruppe für die Fünf- bis Zwölfjährigen sowie eine für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren.

Möglich sind Treffen zum Kennenlernen. Ansprechpartnerinnen sind Sarah und Melanie Wike. Interessierte wenden sich per Mail an melanie.wike(at)johanniter.de, Info: Johanniter-Medienservice, Bettina Martin, Tel. 0511/67896795, Mail: medien.niedersachsenmitte(at)johanniter.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Vertragsunterzeichnung: Hilfe für Frauen in Not ohne weite Wege

16 Kommunen beteiligen sich am Ausbau der Frauenberatungsstellen

Weg mit den weißen Flecken: Künftig sollen Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, in der ganzen Region Hannover möglichst wohnortnah Hilfe finden. Regionspräsident Hauke Jagau hatte entsprechende Verträge mit 16 Kommunen und 16 Beratungsstellen unterzeichnet.

Für Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, ein starkes Signal in der Arbeit gegen Gewalt gegen Frauen: „Eine flächendeckende Versorgung mit Frauenberatungsstellen in der Region Hannover ist mir ein jahrelanges Anliegen. Die Fallzahlen über Gewalt an Frauen sind weiterhin alarmierend hoch. Es geht nicht an, dass Frauen, nur weil sie am falschen Ort wohnen, keine Hilfe in Anspruch nehmen können.“

Das Beratungsangebot wird erhöht, insbesondere im Umland wird es zusätzliche Sprechzeiten vor Ort geben. Im Südwesten der Region entstehen in Barsinghausen und Springe neue Angebote. Auch Präventionsangebote werden ausgeweitet, beispielsweise in Schulen und Jugendzentren. 

Diese neuen Angebote hat Petra Mundt in einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit den Frauenberatungsstellen und den 21 Städten und Gemeinden abgestimmt – mit Erfolg: Die Kommunen stocken im Ergebnis ihre Förderungen auf.

Die Einwohnerzahlen Grundlage für die Berechnung der Zuschüsse. Somit erhalten 16 Beratungsstellen über neue Zuwendungsverträge mit der Region Hannover für die nächsten Jahre Sicherheit für ihre wichtige Arbeit für die nächsten Jahre, und die Region fördert das Angebot mit knapp einer Million Euro pro Jahr.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht der ÄKN bieten Hilfestellung

Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. med. Martina Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, dass Ehe- oder Lebenspartner oder Eltern eines volljährigen Kindes im Falle einer Erkrankung oder Behinderung ohne zuvor erteilte Vollmacht nicht ohne weiteres die Betreuung des Erkrankten übernehmen können.

„Die ÄKN begrüßt ausdrücklich die Initiative des Niedersächsischen Justizministeriums, auf diesen wichtigen Sachverhalt aufmerksam zu machen“, erklärt Wenker.

Die ÄKN bietet als Unterstützung eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht an, die auf dem aktuellsten Stand der Rechtsprechung sind. „Wir empfehlen, über die eigenen Wünsche und Einstellungen zu medizinischen Maßnahmen sowohl mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens als auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten zu sprechen“, betont ÄKN-Präsidentin Wenker. Neben dem Abfassen einer Patientenverfügung sollte mithilfe der sogenannten Vorsorgevollmacht auch gleich eine Vertrauensperson festgelegt werden. Diese Person kann dann im Fall der Fälle unmittelbar die Vertretung des Erkrankten übernehmen und dem in der Patientenverfügung festgelegten Willen Geltung verschaffen.

Ein PDF-Dokument von Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht steht als kostenloser Download auf aekn zur Verfügung. Auf dem Postweg ist die Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro unter folgender Adresse zu bestellen: Hannoversche Ärzte-Verlags-Union GmbH, Karl-Wiechert-Allee 18-22, 30625 Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Region Hannover


Pflanzliche und aromatisierte Milch sind nichts für Kinder

Milchalternativen fehlen oft Nährstoffe

Pflanzliche- und aromatisierte Milch sowie andere gesüßte Getränke sollten für Kinder unter fünf Jahren einfach tabu sein. Denn der Zuckerzusatz fördert bekannterweise Karies und trägt zu vielen Extrakalorien bei, ohne zu sättigen, warnt der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Pflanzlichen Milchalternativen fehlten oft Nährstoffe, die die Kuhmilch besitzt. Eltern sollten höchstens dazu greifen, wenn ein Kind auf Milchprodukte allergisch reagiert, laktoseintolerant ist oder die Familie unbedingt auf tierische Produkte verzichten will.

Sojamilch, Hafermilch und andere Initiativen. 

Doch zuvor sollten sie sich vom Kinderarzt beraten lassen, rät Hans-Jürgen Nentwich, Mitglied des BVKJ. Es komme auch darauf an, welcher Milchersatz ausreichend Eiweiß, Kalzium und Vitamin D enthält.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bei Burn-out-Signalen rechtzeitig Hilfe suchen

Berufsgenossenschaft gibt Tipps

Wer Burn-out-Signale wie Schlaflosigkeit und innere Unruhe bei sich erkennt, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Erster Ansprechpartner ist zum Beispiel der Hausarzt. Auch Gespräche mit dem Vorgesetzten und Kollegen können helfen, die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern.

Darauf weist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik hin. Eine klare Verteilung von Aufgaben, weniger Zeitdruck oder mehr Freiräume am Arbeitsplatz können Lösungen sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort statt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugend- und Trennungsberatung angeboten.

Info: Hannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148

An allen Tagen ist im Rahmen der üblichen Beratungsgespräche auch ein kostenloser HIV-Test sowie ein kostenpflichtiger HIV-Schnelltest möglich. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Alle Sprech- und Untersuchungszeiten gibt’s auch online unter aidsberatung-hannover