Information - Beratung - Hilfe


Neues Programm zur Gesundheitsförderung

Landesweit starten erste Projekte an Schulen in Hannover

Thema Sucht: Kommunen zur Nutzung der Fördermöglichkeiten aufgerufen
Unter dem Dach „GKV-Bündnis für Gesundheit“ haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr ein neues Förderprogramm für Kommunen aufgelegt: Landkreise und kreisfreie Städte können hierbei Unterstützung für die Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen beantragen. Die ersten zwei dieser Projekte starten in Hannover.

Beide Maßnahmen drehen sich um das Thema Sucht und richten sich an Schüler*innen an weiterführenden Schulen in der Stadt Hannover. Träger der Projekte ist die Landeshauptstadt Hannover. Die Laufzeit beträgt jeweils drei Jahre, die Fördersumme jeweils 90.000 Euro. Die Krankenkassen rufen auch andere Kommunen in Niedersachsen auf, von den Fördermöglichkeiten Gebrauch zu machen.

„Aktuell sind Cannabis und Alkohol die beliebtesten Drogen bei Jugendlichen. Die Fachstellen Sucht und Suchtprävention leisten einen wichtigen Beitrag für die Prävention zu diesen Stoffen. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass die Präventionsarbeit in Hannover finanziell durch das GKV-Bündnis für Gesundheit unterstützt wird“, sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Stadt Hannover.

Jede Kommune in Niedersachsen kann für ein Projekt eine finanzielle Förderung von bis zu 110.000 Euro über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren erhalten. Für das besondere Thema der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus sucht- und/oder psychisch belasteten Familien stehen zusätzliche Mittel zur Verfügung:

Kontakt für Antragstellende: Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Niedersachsen. c/o Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Landesvertretung Niedersachsen, Schillerstr. 32, 30159 Hannover, Tel.: 05 11 / 3 03 97 – 52, Fax: 05 11 / 3 03 97 – 99, hanna.holst@vdek.com

Weitere Informationen: gkv-buendnis/programmbuero

gkv-buendnis/buendnisaktivitaeten/wir-in-den-laendern/niedersachsen/projektfoerderung/


Präventionsprojekt von Ersatzkassen und Landeshauptstadt Hannover startet

Theaterpädagogik soll psychosoziale Gesundheit in Pflegeheimen fördern

Unter dem Titel „Demenz bewegt (Theater) bewegt Demenz“ startet ein gemeinsames Präventionsprojekt von Ersatzkassen und Landeshauptstadt Hannover. Mit Hilfe von Theaterpädagogik soll dabei die psychosoziale Gesundheit der Bewohner*innen von Pflegeheimen gestärkt werden. Die Kooperationsvereinbarung ist von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und dem Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen, Jörg Niemann, unterzeichnet worden. Bei dem Ansatz sollen Pflege-und Betreuungskräfte auch mit Unterstützung von Theaterprofis in die Lage versetzt werden, Aktivität und Lebensfreude vor allem von Demenzerkrankten spielerisch zu fördern. Die Laufzeit des Projekts beträgt 43 Monate, die Ersatzkassen tragen Kosten in Höhe von 600.000 Euro.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (links) und vdek-Landeschef Jörg Niemann unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung im Neuen Rathaus. FOTO: vdek

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Evaluationsergebnis eines früheren Theaterprojektes beim Deutschen Verein e.V. den Verband der Ersatzkassen (vdek) davon überzeugen konnten, ein so großzügig finanziertes und unterstütztes Präventionsprojekt für Menschen mit Demenz und Pflegekräfte in Alten- und Pflegeeinrichtungen zu entwickeln und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagte der Oberbürgermeister.

„Die Ersatzkassen wollen dazu beitragen, dass Menschen auch in der späten Lebensphase Freude an Aktivität und am sozialen Miteinander haben. Eine größere Zufriedenheit der Bewohner*innen wird auch den Arbeitsalltag der Pflegekräfte erleichtern und positiver gestalten“, sagte vdek-Landeschef Jörg Niemann.

Die Projektleitung ist beim Fachbereich Senioren der Stadt Hannover angesiedelt.

Vdek/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Mediziner beklagen Inkompetenz von Callcenter-Mitarbeitern

Notrufnummer  116 117 bereitet Bereitschaftsärzten Schwierigkeiten

Sieben Ärzte aus dem Bereitschaftsdienst der Stadt Hannover hatten der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) mehrfach ihre Probleme mit der Notrufnummer 116 117 gemeldet. Die KVN bittet alle Bereitschaftsärzte konkret Datum und Uhrzeit an die KVN zu melden. Diese werde die Beschwerden sammeln und dann mit dem Betreiber des zuständigen Callcenters, der Firma Sanvartis in Duisburg, überlegen, wie man Fehler abstellen könne, sagte KVN-Sprecher Detlef Haffke.

Diese sieben Ärzte aus dem Bereitschaftsdienst der Stadt Hannover hatten zuvor der KVN ihre Probleme per Videokonferenz geschildert. Ihre Vorwürfe wiegen schwer. Mediziner, die regelmäßig für den notärztlichen Bereitschaftsdienst der KVN unterwegs sind, beklagen wegen der neuen bundeseinheitlichen Notrufnummer

116 117 vor allem die Organisation der Einsätze. Von inkompetenten Callcenter-Mitarbeitern, einer schlechten Einordnung der ärztlichen Notfälle nach Priorität und gefährlich langen Wartezeiten ist die Rede.

Und das ist so, seit Anfang des Jahres das System des Bereitschaftsdienstes geändert wurde. Denn wer außerhalb der Sprechstunde seines Hausarztes oder Facharztes Beschwerden hat, ruft seitdem nicht mehr den örtlichen Bereitschaftsdienst an, der in Hannover an die Taxizentrale 3811 angegliedert und vorwiegend mit Rettungssanitätern oder Medizinischen Fachangestellten besetzt war, sondern wählt die bundesweit gültige  Notrufnummer 116 117. Wer dann aus dem Zuständigkeitsbereich der KVN anruft, landet automatisch bei Callcenter- Mitarbeitern der Firma Sanvartis.

Doch sei es auch nicht möglich, zu der alten Möglichkeit des Bereitschaftsdienstes mit der Leitzentrale in der hannoverschen Taxizentrale zurückzukehren, sagte Haffke. Denn gesetzliche Vorgaben im Zusammenhang mit dem neuen Terminvergabe-Service und Versorgungsgesetz hätten diese Umstellung bewirkt. Die betroffenen Ärzte  hätten kritische Fälle bisher in der Regel anonymisiert mitgeteilt, sodass man sie nicht habe nachvollziehen können, sagte Haffke.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Wo können Alleinerziehende staatliche Hilfen beantragen?

Beratungsstelle für Alleinerziehende gefordert   

Wo können und sollen Alleinerziehende staatliche Hilfen beantragen? Und wer hilft, wenn Scheidungskinder nicht mehr wissen, was sie machen sollen? Genau diese und andere Fragen sollen künftig Mitarbeiter der Stadt Hannover klären. Das Mehrheitsbündnis im Rat von (SPD, Grüne und FDP) fordert auf Initiative der Grünen eine entsprechende Beratungsstelle für Alleinerziehende einzurichten. "Auch Kinder von getrennt Lebenden können die Beratung in Anspruch nehmen", betont Grünen-Jugendpolitiker Norbert Gast.

Der gemeinsame Antrag der Ratsmehrheit wird nach der Sommerpause den Gremien vorgelegt. Denn Trennungen seien meist eine Belastung für Eltern und Kinder, nicht nur finanziell, sondern auch seelisch, sagt Gast. Geschulte Mitarbeiter könnten in dieser Situation mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Der Bedarf ist da, besonders in Corona-Zeiten", so Gast. Die Schließung von Schulen und Kitas, das Verlegen des Büros in die heimische Wohnung - all das habe Familien erheblich belastet. Hilfe findet man schon unter: vamv-hannover/beratungsangebote. 

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Erweiterte Hilfe zur Erziehung in der Region Hannover

Jugendhilfeausschuss gibt grünes Licht für neues Versorgungskonzept

Rund 4,3  Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren eingeplant

Schnelle Hilfe bei Problemen und Konflikten:Seit 2016 hat die Region Hannover gemeinsam mit den freien Trägern die Beratungsangebote für junge Menschen und ihre Familien flächendeckend in der Region ausgebaut. Die Familien- und Erziehungsberatungsstellen (FEB) sind hierbei zentraler Bestandteil der  Grundversorgung. 

Das bisherige Versorgungskonzept läuft zum Jahresende 2020 aus, aber der Jugendhilfeausschuss der Region hat grünes Licht für ein erweitertes Versorgungkonzept gegeben, das die Hilfen künftig in allen Kommunen der Region noch stärker bündelt und vernetzt. Für die nächsten fünf Jahre sollen dafür zusätzlich rund 850.000 Euro jährlich im Haushalt der Region Hannover bereitgestellt werden.

„Mit dem neuen und erweiterten Konzept reagieren wir auf die Entwicklung der Bedarfe der Kinder, Jugendlichen und ihren Familien in den Kommunen. Die freien Träger beteiligen sich künftig noch stärker, sodass wir ein umfassendes und vor allem vernetztes Angebot der lokalen Beratungsleistungen sichern können“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region.

Das neue Versorgungskonzept sieht auch vor, Fachberatungsstellen mit einem spezialisierten Angebot einzubinden und damit die FEB-Grundversorgung zu ergänzen.

Sofern nicht die Region die Hilfeversorgung übernimmt, werden dafür Förderverträge mit den freien Trägern geschlossen. Burgdorf, Laatzen und Lehrte haben eigene Jugendämter, die Organisation und Steuerung der Beratungsleistungen der Region Hannover übertragen haben. Die Kommunen Hannover und Langenhagen übernehmen diese Aufgabe selbst und erhalten dafür die finanzielle Förderung. 

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Antworten auf Fragen zu Rente, Pflege & Co.

SoVD Hannover berät jetzt auch per Chat

Fragen rund um Rente, Pflege, Gesundheit, Behinderung, Hartz IV und Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht beantwortet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in persönlichen Gesprächen über WhatsApp oder per Telefon und E-Mail. Dieses Angebot wird jetzt um eine Chat-Beratung ergänzt. Dort beantworten Berater*innen schnell und unkompliziert Fragen rund um das Sozialrecht. Das geht ganz einfach: Klicken Sie auf der SoVDInternetseite www.sovd-nds.de auf das Icon mit den Sprechblasen und stellen Sie Ihre Frage. „Mit unserer Chat-Beratung wollen wir einen zusätzlichen Service schaffen, damit Ratsuchende schnell und unkompliziert mit uns in Kontakt treten können, ohne einen persönlichen Termin in einem unserer Beratungszentren machen zu müssen“, erläutert SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke.

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. steht er seinen Mitgliedern bei Themen wie Rente, Pflege, Hartz IV, Behinderung, Gesundheit und Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht zur Seite, vertritt sie gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten.

Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo



Alles für den Ernstfall regeln

Vorträge über Malteser Patientenverfügung im ka:punkt Hannover

Wichtige Themen – nicht nur in der Corona-Krise: Unter dem Titel „Malteser Patientenverfügungen“ spricht Antje Doß (Foto) am 8. September, 16. November und  4. Dezember, jeweils um 18.30 Uhr im ka:punkt, Grupenstraße 8, Hannover.

Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder auch im Alter vor der Situation stehen, seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Daher haben die Malteser schon lange entsprechende Broschüren zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung erstellt.

Darüber wird die Referentin, Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser, sprechen und auch die Broschüren mitbringen.

mhd


Engagement bei Bewältigung der Corona-Krise

SoV- Aktion „Helfende Hände“ in Niedersachsen

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen startet die Aktion „Helfende Hände“ und engagiert sich so bei der Bewältigung der Corona-Krise. Egal ob Einkaufhilfe, „Wohlfühlanrufe“ oder Unterstützung im Alltag – zahlreiche SoVD-Ehrenamtliche zeigen, dass Niedersachsens größter Sozialverband sich auch in schwierigen Zeiten um diejenigen kümmert, die Hilfe benötigen und sich so für andere stark macht.

„Da die derzeitige Situation dafür sorgt, dass wir weitestgehend auf persönliche Kontakte verzichten müssen, wird auch unsere Arbeit vor Ort auf den Kopf gestellt“, sagt SoVD-Landesvorsitzender Bernhard Sackarendt (Foto). „Mit unserer niedersachsenweiten Aktion ‚Helfende Hände‘ zeigen wir aber, dass uns auch das Corona-Virus nicht davon abhält, für andere da zu sein und sie zu unterstützen.“

In ganz Niedersachsen sind die „Helfenden Hände“ des SoVD unterwegs. Foto: Martin Bargiel

Deshalb hat der SoVD eine Aktionsfibel entwickelt, die allen Ehrenamtlichen und Interessierten Tipps und Anregungen für ihr Engagement gibt. In ganz Niedersachsen haben sich bereits Initiativen gegründet, die zum Beispiel für Seniorinnen und Senioren Einkäufe erledigen, Atemschutzmasken nähen und diese an Arztpraxen spenden oder auch mit „Wohlfühlanrufen“ gegen die Einsamkeit kämpfen.

Mehr Informationen zu den „Helfenden Händen“ unter sovd-helfendehaende.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord 


Antworten auf Fragen rund um das Thema Pflege

Notruf-Telefon des SoVD bietet Hilfe rund um das Thema Pflege

Gerade während der Corona-Krise gibt es zahlreiche Fragen rund um das Thema Pflege. Deshalb steht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen nicht nur in seinen rund 60 Beratungszentren im Land, sondern auch über das PflegeNotruftelefon unter der Servicenummer 0180 2000872 bei Fragen zur Seite und gibt nützliche Tipps und Hilfestellungen. Birgit Vahldiek vom SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. beantwortet am PflegeNotruftelefon montags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr alle Fragen zum Thema Pflege.

Darüber hinaus ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Betroffene werden zeitnah zurückgerufen. Der Anruf kostet sechs Cent. Nicht nur Pflegebedürftige, sondern auch Angehörige und Pflegekräfte nutzen das Angebot des SoVD. Sie erfahren von Vahldiek, welche Hilfen ihnen zustehen und welche Lösungswege es bei Konflikten geben kann. „Die Möglichkeit, Probleme erst mit einer dritten Person besprechen zu können, entlastet viele Betroffene“, sagt Vahldiek, die außerdem Leiterin der Abteilung Sozialpolitik ist. Das sei besonders in der derzeitigen Situation besonders wichtig, da es viele offene Fragen und auch Unsicherheiten gebe. Das Pflege-Notruftelefon ist schon seit 1999 eine neutrale und von Behörden unabhängige Anlaufstelle für Hilfesuchende. Alle Anrufe werden vertraulich und anonym behandelt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Wohnen Sie Zuhause!

Telefonberatung zu Pflege und barrierefreiem Wohnen
Region bietet Unterstützung für ältere Menschen und ihre Angehörigen an

Wie beantrage ich einen Pflegegrad, und wann gibt es Unterstützung zur Finanzierung der Pflege? Auch in der Corona-Krise gibt es bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen viele offene Fragen. Die drei Senioren- und Pflegestützpunkte der Region Hannover bieten montags bis freitags von 8.15 bis 12 Uhr, montags von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr telefonische Beratungen an.
Auch der Wohnberater der Region Hannover, Theo Piltz, ist telefonisch erreichbar. Der Experte beantwortet Seniorinnen und Senioren, pflegenden Angehörigen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen alle Fragen zum Thema sicheres und selbstständiges Wohnen zu Hause und gibt Tipps zur Planung, Umsetzung und Finanzierung von Umbaumaßnahmen.
Senioren- und Pflegestützpunkt Burgdorfer Land, Tel. (0511) 700 201-16
E-Mail : SPN.BurgdorferLand@region-hannover.de
Senioren- und Pflegestützpunkt Unteres Leinetal, Tel. (0511) 700 201-14
E-Mail: SPN.UnteresLeinetal@region-hannover.de
Senioren- und Pflegestützpunkt Calenberger Land, Tel. (0511) 700 201-18
E-Mail: SPN.CalenbergerLand@region-hannover.de

Wohnberatung der Region Hannover, Theo Piltz, Tel.: (0511) 616 22 507
E-Mail: 
wohnberatung@region-hannover.de

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Hotlines geschaltet: Ersatzkassen bieten Rat zum Coronavirus

vdek-Landesvertretung ruft Versicherte auf, Informationsmöglichkeiten zu nutzen

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen, wer wird getestet und darf man mit einer Erkältung überhaupt noch zum Arzt gehen? Im Zuge der besonderen Gefährdungssituation durch das Coronavirus SARS-CoV-2 sind viele Menschen verständlicherweise verunsichert und suchen Rat. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) weist deshalb darauf hin, dass seine Mitgliedskassen Informationen und Beratung durch spezielle Hotlines anbieten:

Techniker Krankenkasse (TK): 040 - 46 06 61 91 60 (für TK-Versicherte), DAK : 040 - 325 325 800 (für DAK-Gesundheit-Versicherte), Kaufmännische Krankenkasse - KKH: 089 - 95 00 84 188 (für KKH-Versicherte) und BARMER: 0800 - 84 84 111 (für alle Ratsuchenden).

Die vdek-Landesvertretung ruft die Versicherten auf, Informationsmöglichkeiten zu nutzen und die laufenden Veröffentlichungen und Empfehlungen der Behörden unbedingt zu beachten.

Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, HaWo


Sorgentelefon jetzt auch mehrsprachig

SPD-Sorgentelefon zur Corona-Pandemie in zehn Sprachen

Neu ist: Als erstes Sorgentelefon landesweit ist der Service der hannoverschen SPD mehrsprachig verfügbar. Es bietet Hilfe in über zehn Sprachen an, u. a. Türkisch, Serbokroatisch, Russisch und Farsi.  „Derzeit gibt es sehr viele Informationen, die oft nicht einfach zu verstehen sind. Wir wollen dabei unterstützen, Barrieren abzubauen, die das Verständnis erschweren“, sagt Ulrike Strauch (Foto SPD), die mit Adis Ahmetovic die hannoversche SPD führt. 

Das Sorgentelefon der hannoverschen SPD ist seit dem 20. März 2020 täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr unter 0511/1674 243 und 0511/1674 245 erreichbar.

SPD/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst nur in dringenden Fällen anrufen

Sie brauchen ärztliche Hilfe außerhalb der Praxisöffnungszeiten?

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) weist ausdrücklich darauf hin, dass die Mitarbeiter*innen am Telefon des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der Telefonnummer 116117 nicht für allgemeine Fragen zum Corona-Virus zuständig sind und diese auch nicht beantworten können.

Die Telefonleitungen werden zurzeit von Anrufern blockiert, die Fragen rund um das Thema „Corona“ haben. So hängen Bürger*innen, die tatsächlich ärztliche Hilfe suchen, in langen Warteschlangen in der Telefonschleife.

Wann rufen Sie die Tel.116117 an? Bei einer Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden und wenn die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Die KVN bittet die Bevölkerung deshalb dringend, vor dem Anruf der 116117 zu überlegen, ob eine ärztliche Behandlung unbedingt am Wochenende oder abends und in der Nacht erfolgen muss oder vielleicht doch bis zur Öffnung der Praxen am kommenden Tag Zeit hat. Allgemeine Fragen zum Corona-Virus können grundsätzlich nicht beantwortet werden.


Telefonberatung für Eltern, Kinder und Jugendliche

Krise und Co.: Region bietet Unterstützung für Familien an

Wie lässt sich jetzt der familiäre Alltag meistern? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen, Spannungen abbauen und Konflikte lösen? Wie können wir kindgerecht über die Coronakrise reden? Auch in diesen angespannten Zeiten gibt es Beratungsbedarf zum Zusammenleben in der Familie, zu Erziehungsfragen, zu Konflikten oder emotionalen Problemen.  

Die Familien- und Erziehungsberatungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region Hannover bieten montags bis donnerstags von 9 bis 16.30 Uhr und freitags von 9 bis 12.30 Uhr telefonische Beratungen an. Sollten die Berater*innen im Gespräch sein, kann man einen Telefontermin vereinbaren. Persönliche Beratungsgespräche werden aufgrund der aktuellen Situation derzeit nicht angeboten.

Familien- und Erziehungsberatungsstelle Neustadt, Tel: 0511-6162 6300, E-Mail: FEB.Neustadt@region-hannover.de; Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. 0511-6162 3630,  E-Mail: FEB.Ronnenberg@region-hannover.de; Familien- und Erziehungsberatungsstelle Burgdorf, Tel.  0511-6162 1590, E-Mail: FEB.Burgdorf.@region-hannover.de

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Wie erkläre ich meinen Kindern die Corona-Krise?

Das Netzwerk Familienberatung unterstützt beim Umgang mit der Situation

Enges Zusammenleben, emotionaler Stress, wirtschaftliche Sorgen: Die Corona-Krise ist auch für das familiäre Miteinander eine besondere Belastung. Die Beratungsstellen im Netzwerk Familienberatung geben Tipps, wie der Alltag zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung trotzdem konfliktfrei gelingen kann.

Kinder stellen sich in der aktuellen Situation viele Fragen: Was ist da los mit den Erwachsenen? Warum verhalten sich alle so seltsam? Habe ich etwas falsch gemacht? „Schon Kleinkinder haben ein sehr feines Gespür für Veränderungen und Anspannung innerhalb der Familie“, erklärt Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Sebastian Uhlig. Der Experte rät: „Eltern sollten über das Virus und die daraus folgenden Einschränkungen des Alltags unbedingt mit ihren Kindern sprechen. Entlastung geschieht oftmals durch Aufklärung.“
Den Nachwuchs teilhaben lassen ohne zu überfordern oder Angst zu machen – eine echte Herausforderung. Als Hilfestellung hat das Netzwerk Familienberatung unter 
hannover/netzwerkfamilienberatung eine kurze Vorlesegeschichte von Prof. Dr. Björn Enno Hermans bereitgestellt. Sie eignet sich gut, um Kindern im Kita- und Kindergartenalter die Lage zu erklären. Für Kinder im Grundschulalter empfehlen die Beratungsstellen einen Trickfilm der Stadt Wien. Dieser lässt sich auf YouTube über die Suche „Das Coronavirus Kindern einfach erklärt“ aufrufen.
Betroffene Eltern können sich mit ihren Fragen per Mail an netzwerkfamilienberatung@region-hannover.de wenden. Zum Netzwerk Familienberatung gehören neben den Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region Hannover auch die Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt sowie Beratungsstellen freier Träger. Die Kontaktdaten aller Einrichtungen für eine telefonische Beratung sind ebenfalls unter hannover/netzwerkfamilienberatung
 gelistet.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

25.03.2020


Offizielle Liste mit Ärztinnen und Ärzten die Abtreibungen durchführen

Über 300 Ärzte und Einrichtungen haben sich eintragen lassen

Allmählich wächst die offizielle Liste mit Ärzten, die Abtreibungen durchführen. Ein halbes Jahr nach dem Start haben sich mittlerweile 301 Ärzte und andere Einrichtungen aus allen Bundesländern eintragen lassen.

Es werden aber noch weitere Anträge überprüft und sollen in den nächsten Aktualisierungsrunden ergänzt werden. Selbstverständlich können sich die Ärzte freiwillig melden.

Liste der Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen jetzt auch online. aerzteblatt.de   

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Familienhebammen-Sprechstunde in Barsinghausen

Offene Beratung für werdende und junge Eltern jetzt alle zwei Wochen

Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft – ein Kind verändert das Leben junger Mütter und Väter von Grund auf. Viele fühlen sich aufgrund der neuen Situation verunsichert: Wie verhalte ich mich, wenn mein Baby nur schwer zu beruhigen ist? Gehe ich richtig mit meinem Kind um? Was tun, wenn ich andere Bedürfnisse habe als mein Baby? Werdende und junge Eltern können sich zweimal im Monat unkompliziert rund um die Entwicklung, Versorgung und Pflege des Kindes, zu Anträgen oder bei Unsicherheiten und Sorgen beraten lassen: Jeden ersten und dritten Mittwoch von 15 bis 16 Uhr bietet die Familienhebamme Sindy Safarik der Region Hannover eine offene Sprechstunde in der Kinder- und Jugendarztpraxis von Dr. Karin und Ralf Heiming in der Marktstraße 11 in Barsinghausen an – unkompliziert und kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, auf Wunsch können sich Eltern auch anonym beraten lassen. 
Seit 2017 bietet die Region Hannover die Familienhebammen-Sprechstunde in Barsinghausen an. Neu seit 2020 ist der 14-tägige Rhythmus, um der starken Nachfrage nach diesem Beratungsangebot nachzukommen.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Johanniter suchen Jugendbetreuer

Betreuer vermitteln Grundlagen der Ersten Hilfe an Kindern und Jugendlichen

Die Johanniter Jugend des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm sucht Betreuer für ihre Jugendgruppen. Interessierte sollten volljährig und im besten Fall im Besitz einer Jugendleitercard (Juleica) sein. Diese kann auch über die Johanniter-Unfall-Hilfe erworben werden ebenso wie die Ausbildung in erweiterter Erster Hilfe (Qualifikation zum Sanitätshelfer).
In den beiden Jugendgruppen vermitteln die Betreuer Grundlagen der Ersten Hilfe an Kindern und Jugendlichen. Auf dem Programm stehen ebenso Bewegungs- und Gruppenspiele, Basteln oder Malen. Außerdem unternehmen die Gruppen Ausflüge. Die Gruppenstunden inklusive Vor- und Nachbereitung finden immer dienstags zwischen 16.30 Uhr und 19.30 Uhr statt. Es gibt eine Gruppe für die Fünf- bis Zwölfjährigen sowie eine für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren.

Möglich sind Treffen zum Kennenlernen. Ansprechpartnerinnen sind Sarah und Melanie Wike. Interessierte wenden sich per Mail an melanie.wike(at)johanniter.de, Info: Johanniter-Medienservice, Bettina Martin, Tel. 0511/67896795, Mail: medien.niedersachsenmitte(at)johanniter.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht der ÄKN bieten Hilfestellung

Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. med. Martina Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, dass Ehe- oder Lebenspartner oder Eltern eines volljährigen Kindes im Falle einer Erkrankung oder Behinderung ohne zuvor erteilte Vollmacht nicht ohne weiteres die Betreuung des Erkrankten übernehmen können.

„Die ÄKN begrüßt ausdrücklich die Initiative des Niedersächsischen Justizministeriums, auf diesen wichtigen Sachverhalt aufmerksam zu machen“, erklärt Wenker.

Die ÄKN bietet als Unterstützung eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht an, die auf dem aktuellsten Stand der Rechtsprechung sind. „Wir empfehlen, über die eigenen Wünsche und Einstellungen zu medizinischen Maßnahmen sowohl mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens als auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten zu sprechen“, betont ÄKN-Präsidentin Wenker. Neben dem Abfassen einer Patientenverfügung sollte mithilfe der sogenannten Vorsorgevollmacht auch gleich eine Vertrauensperson festgelegt werden. Diese Person kann dann im Fall der Fälle unmittelbar die Vertretung des Erkrankten übernehmen und dem in der Patientenverfügung festgelegten Willen Geltung verschaffen.

Ein PDF-Dokument von Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht steht als kostenloser Download auf aekn zur Verfügung. Auf dem Postweg ist die Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro unter folgender Adresse zu bestellen: Hannoversche Ärzte-Verlags-Union GmbH, Karl-Wiechert-Allee 18-22, 30625 Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Region Hannover


Bei Burn-out-Signalen rechtzeitig Hilfe suchen

Berufsgenossenschaft gibt Tipps

Wer Burn-out-Signale wie Schlaflosigkeit und innere Unruhe bei sich erkennt, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Erster Ansprechpartner ist zum Beispiel der Hausarzt. Auch Gespräche mit dem Vorgesetzten und Kollegen können helfen, die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern.

Darauf weist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik hin. Eine klare Verteilung von Aufgaben, weniger Zeitdruck oder mehr Freiräume am Arbeitsplatz können Lösungen sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hilfe wenn Eltern sich trennen - Zur Zeit nur telefonisch

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort statt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugend- und Trennungsberatung angeboten.

Info: Hannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“ - z.Zt. nur telefonisch

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148.