INFORMATION + HILFE


Zukunft braucht Familie – Leben mit Pflegekindern / 19. November

Informationsabend in Laatzen am 19. November

Die Pflegekinderdienste der Region Hannover, der Stadt Laatzen und Langenhagen suchen regelmäßig gemeinsam Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Derzeit leben im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträgerin über 350 Kinder in Pflegefamilien – auf Dauer oder vorübergehend.

Alle Interessierten sind für Dienstag, 19. November, 18 Uhr, in die Räume der Region, Hildesheimer Straße 267 (Erdgeschoss) in Hannover, eingeladen, um sich über die Voraussetzungen und Aufgaben einer Pflegefamilie zu informieren. 

Aktuell suchen die Pflegekinderdienste insbesondere Familien mit pflegerischen bzw. pädagogischen Kenntnissen für Kinder mit besonderen Bedarfen sowie Familien, die bereit sind, ältere Kinder oder Geschwisterkinder bei sich aufzunehmen.

Der Pflegekinderdienst informiert über die Gründe, warum Kinder in eine Pflegefamilie kommen, welche Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben und wie sie vom Jugendamt unterstützt werden. Außerdem wird besprochen, wie sich das Leben mit Pflegekindern verändert, wie Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern geregelt sind und für welche Kinder Pflegeeltern gesucht werden.

Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Region Hannover unter der Telefonnummer 0511 / 616 -22129 oder per E-Mail an Pflegekinder(at)Region-Hannover.de.

Region/U. Micha, PreDiNo/S.Lappe, HaWo

Veröffentlicht 09.11.2019


Telefonseelsorge jetzt auch für russischsprachige Menschen

Acht ehrenamtliche Betreuer*innen nehmen am Vertrauenstelefon Anrufe entgegen 

Am 1. November startete in Niedersachsen das Projekt „Vertrauenstelefon“, das sich an russischsprachige Menschen richtet, die Unterstützung bei persönlichen Problemen suchen. Pastor Christian Voigtmann von der evangelischen Telefonseelsorge und Frau Fejgin von der Jüdischen Gemeinde haben das Projekt entwickelt und die einjährige Schulung der acht ehrenamtlichen Betreuer*innen durchgeführt, die am Vertrauenstelefon Anrufe entgegennehmen werden. Neben der Beratung am Telefon geht es auch um die Vermittlung der Hilfesuchenden an professionelle Stellen, die sich gezielt um das vorhandene Problem kümmern. 

In Niedersachsen leben circa 270.000 Menschen mit russischsprachigem Hintergrund. Dazu gehören unter anderem jüdischen Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler mit ihren Familien. Die Beratung erfolgt ehrenamtlich, ist kostenfrei, geschlechts-, alters- und religionsneutral.

Vorerst ist das „Vertrauenstelefon“ mittwochs von 16 bis 22 Uhr unter der Rufnummer 0511/12358897 zu erreichen. Die Zeiten der Erreichbarkeit sollen weiter ausgebaut werden.

Region Hannover/Ute Micha, Presse Dienst Nord, Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 30.10.2019


Johanniter suchen Jugendbetreuer

Betreuer vermitteln Grundlagen der Ersten Hilfe an Kindern und Jugendlichen

Die Johanniter Jugend des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm sucht Betreuer für ihre Jugendgruppen. Interessierte sollten volljährig und im besten Fall im Besitz einer Jugendleitercard (Juleica) sein. Diese kann auch über die Johanniter-Unfall-Hilfe erworben werden ebenso wie die Ausbildung in erweiterter Erster Hilfe (Qualifikation zum Sanitätshelfer).
In den beiden Jugendgruppen vermitteln die Betreuer Grundlagen der Ersten Hilfe an Kindern und Jugendlichen. Auf dem Programm stehen ebenso Bewegungs- und Gruppenspiele, Basteln oder Malen. Außerdem unternehmen die Gruppen Ausflüge. Die Gruppenstunden inklusive Vor- und Nachbereitung finden immer dienstags zwischen 16.30 Uhr und 19.30 Uhr statt. Es gibt eine Gruppe für die Fünf- bis Zwölfjährigen sowie eine für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren.

Möglich sind Treffen zum Kennenlernen. Ansprechpartnerinnen sind Sarah und Melanie Wike. Interessierte wenden sich per Mail an melanie.wike(at)johanniter.de, Info: Johanniter-Medienservice, Bettina Martin, Tel. 0511/67896795, Mail: medien.niedersachsenmitte(at)johanniter.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.10.2019 


Zukunft gestalten / Jeden 1. Freitag im Monat

Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung
Offene Sprechstunde der Betreuungsstelle der Region Hannover in Hannover

Ein Unfall, eine Krankheit oder eine seelische Krise: Jeder kann plötzlich in die Situation geraten, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wer hat in diesem Fall die rechtliche Befugnis, in Vertretung Dokumente zu unterschreiben oder Rechnungen zu begleichen? Wer trifft wichtige Entscheidungen? Viele Menschen wissen nicht, dass auch Eheleute oder die eigenen Kinder nur mit Vollmachten für sie eintreten können.
Am ersten Freitag im Monat informiert die Betreuungsstelle der Region Hannover in ihrer offenen Sprechstunde über Möglichkeiten der privatrechtlichen Vorsorge durch Vollmachtserteilung und zur Betreuungsverfügung. Von 9 bis 12 Uhr steht das Beraterteam in der Marktstraße 45 in Hannover für Fragen zur Verfügung. Die offene Sprechstunde ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Da es sich um Einzelgespräche handelt, können Wartezeiten entstehen. Weitere Informationen unter Telefon (0511) 616-23540.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


„Gesund und aktiv leben“ mit chronischer Krankheit

Region Hannover unterstützt den Selbstmanagement-Kurs INSEA aktiv

Chronisch krank – ob psychisch oder physisch: Diese Diagnose kann alles auf den Kopf stellen. Aus alltäglichen Kleinigkeiten werden große Hürden, soziale Kontakte rücken in den Hintergrund, Betroffene, Freunde und Familien sehen mit neuen Problemen konfrontiert. Wie sie dem Alltag wieder Struktur geben und die Oberhand behalten, lernen direkt und indirekt Betroffene in den Selbstmanagementkursen „Gesund und aktiv leben“. Die Kurse helfen dabei, mit Krankheit und Schmerzen umzugehen, sich zu motivieren und Probleme sowie Bedürfnisse zu erkennen. Entspannungsübungen, ausgewogene Ernährung und individuelle Handlungspläne sind nur einige der Maßnahmen, die die Lebensqualität der Erkrankten wieder steigern können.

Kooperationspartner haben die Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben (INSEA) gegründet. Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover unterstützen dieses Konzept bereits zum vierten Mal. Anmelden können sich alle chronisch Erkrankten und Angehörigen, die sich in der Lage sehen und Lust haben, einmal pro Woche zweieinhalb Stunden mit anderen Menschen zu verbringen, über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Kursteilnahme ist kostenlos, pro Kurs stehen bis zu 18 Plätze zur Verfügung. Die  INSEA-Kurse 2019 finden  wieder von Oktober bis Dezember statt.

Mittwochstermine November/Dezember: 13.11., 20.11., 27.11., 04.12., jeweils 15 bis 17.30 Uhr, Veranstaltungsort: Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Str. 101, Hannover. Anmeldung: Nanette Klieber, Tel. 0163 458 11 55, per Mail: n.klieber@gmx.net

Das INSEA-Programm ist die deutsche Version der erfolgreichen amerikanischen Kurse im „Chronic Disease Self-Management Program“ (CDSMP), die an der Stanford University entwickelt und wissenschaftlich geprüft wurden. Diese Kurse verbessern nachweislich die Lebensqualität der Teilnehmenden. Darüber hinaus steigern sie die Energie sowie das psychische Wohlbefinden, Erschöpfung und soziale Isolation werden so reduziert.

Mehr Infos zum Projekt unter insea-aktiv

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Region Hannover

Veröffentlicht 03.11.2019


Mit einer Patientenverfügung vorsorgen

Von Musterformularen ist abzuraten

Menschen hegen den Wunsch, selbst zu entscheiden, welche medizinischen Behandlungen sie wünschen. Mit einer Patientenverfügung kann für den Fall, daß man den eigenen Willen zu Behandlungen und Therapien gegenüber behandelnden Ärzten nicht mehr selbst äußern zu können, vorgesorgt werden. Viele greifen dabei auf Musterformulare zum Ausdrucken und Ankreuzen beispielsweise aus dem Internet, zurück. Diese helfen in vielen Fällen in der Praxis aber nicht weiter.

Die Formulierung, nicht lebensverlängernd behandelt werden zu wollen, reicht in den meisten Fällen nicht aus. Die Rechtsprechung des BGH sieht vor, dass Patientenverfügungen für ihre Anwendung konkret formuliert sein müssen. Der Patient sollte möglichst genau beschreiben, für welche Situationen die Verfügung gelten soll. Wer bereits erkrankt ist, kann die Verfügung zu bestimmten Behandlungsformen dieser Krankheit konkretisieren. Es ist empfehlenswert, sich beim Arzt, Notar oder Rechtsanwalt fachkundig beraten zu lassen und den Inhalt der Patientenverfügung genau zu durchdenken. Musterformulare, wie sie im Internet zur Verfügung stehen und in denen nur Häkchen angekreuzt werden müssen, sehen zwar vielversprechend einfach aus, sind aber oft nicht konkret genug.

Obwohl eine Patientenverfügung nicht verjährt, sollte der Inhalt von Zeit zu Zeit überprüft werden. Ist in der Zwischenzeit eine schwere Krankheit aufgetreten oder steht eine größere Operation bevor, sollte die Verfügung an den neuen gesundheitlichen Zustand angepasst werden. Eine Patientenverfügung kann auch handschriftlich verfasst werden, aber eine notarielle Beurkundung der Patientenverfügung ist in jedem Fall anzuraten. Sofern in der notariellen Urkunde eine Vollmacht enthalten ist, besteht ein weiterer Vorteil darin, dass bei Bevollmächtigung mehrerer Personen nur eine Vollmacht errichtet werden muss, von der dann entsprechende Ausfertigungen für jeden Bevollmächtigten erteilt werden können.

Wer sich im Vorfeld von einem Notar zu diesem Thema beraten lassen möchte, findet im Internet unter notar den richtigen Ansprechpartner. 

Auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht der ÄKN bieten Hilfestellung

Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. med. Martina Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Wenker: „Es ist wichtig, auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten über die eigenen Wünsche zu sprechen.“ Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, dass Ehe- oder Lebenspartner oder Eltern eines volljährigen Kindes im Falle einer Erkrankung oder Behinderung ohne zuvor erteilte Vollmacht nicht ohne weiteres die Betreuung des Erkrankten übernehmen können.

„Die ÄKN begrüßt ausdrücklich die Initiative des Niedersächsischen Justizministeriums, auf diesen wichtigen Sachverhalt aufmerksam zu machen“, erklärt Wenker.

Die ÄKN bietet als Unterstützung eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht an, die auf dem aktuellsten Stand der Rechtsprechung sind. „Wir empfehlen, über die eigenen Wünsche und Einstellungen zu medizinischen Maßnahmen sowohl mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens als auch mit Angehörigen und anderen Vertrauten zu sprechen“, betont ÄKN-Präsidentin Wenker. Neben dem Abfassen einer Patientenverfügung sollte mithilfe der sogenannten Vorsorgevollmacht auch gleich eine Vertrauensperson festgelegt werden. Diese Person kann dann im Fall der Fälle unmittelbar die Vertretung des Erkrankten übernehmen und dem in der Patientenverfügung festgelegten Willen Geltung verschaffen.

Ein PDF-Dokument von Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht steht als kostenloser Download auf aekn zur Verfügung. Auf dem Postweg ist die Patientenverfügung inklusive Vorsorgevollmacht gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro unter folgender Adresse zu bestellen: Hannoversche Ärzte-Verlags-Union GmbH, Karl-Wiechert-Allee 18-22, 30625 Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Region Hannover

Veröffentlicht 12.10.2019


Pflanzliche- und aromatisierte Milch sind nichts für Kinder

Milchalternativen fehlen oft Nährstoffe

Pflanzliche- und aromatisierte Milch sowie andere gesüßte Getränke sollten für Kinder unter fünf Jahren einfach tabu sein. Denn der Zuckerzusatz fördert bekannterweise Karies und trägt zu vielen Extrakalorien bei, ohne zu sättigen, warnt der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Pflanzlichen Milchalternativen fehlten oft Nährstoffe, die die Kuhmilch besitzt. Eltern sollten höchstens dazu greifen, wenn ein Kind auf Milchprodukte allergisch reagiert, laktoseintolerant ist oder die Familie unbedingt auf tierische Produkte verzichten will.

Sojamilch, Hafermilch und andere Initiativen. 

Doch zuvor sollten sie sich vom Kinderarzt beraten lassen, rät Hans-Jürgen Nentwich, Mitglied des BVKJ. Es komme auch darauf an, welcher Milchersatz ausreichend Eiweiß, Kalzium und Vitamin D enthält.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.10.2019


Das ist Wahnsinn – Schulkinder lieben Energydrinks

Übergewicht, Schlafstörungen und Hyperaktivität ist häufig die Folge

Fast jedes fünfte Schulkind trinkt der Krankenkasse DAK zufolge regelmäßig Energydrinks. Bei den Zehn- bis 17-Jährigen, die eben solche Drinks konsumieren, seien Übergewicht, Schlafstörungen und Hyperaktivität häufig die Folge, wie die Krankenkasse berichtete.

Für die Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung wurden rund 14 000 Mädchen und Jungen in 13 Bundesländern befragt. Davon waren 19 Prozent der Schüler in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn, sie trinken demnach mindestens einmal  pro Monat Energiedrinks. Sechs Prozent trinken diese wöchentlich und drei Prozent sogar täglich. Die Jungen greifen der Studie zufolge, häufiger dazu als Mädchen. Zwei Drittel der täglichen Konsumenten sind männlich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.10.2019


Bei Burn-out-Signalen rechtzeitig Hilfe suchen

Berufsgenossenschaft gibt Tipps

Wer Burn-out-Signale wie Schlaflosigkeit und innere Unruhe bei sich erkennt, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Erster Ansprechpartner ist zum Beispiel der Hausarzt. Auch Gespräche mit dem Vorgesetzten und Kollegen können helfen, die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern.

Darauf weist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik hin. Eine klare Verteilung von Aufgaben, weniger Zeitdruck oder mehr Freiräume am Arbeitsplatz können Lösungen sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 18.10.2019


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort statt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugend- und Trennungsberatung angeboten.

Info: Hannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.07.2019 


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148

An allen Tagen ist im Rahmen der üblichen Beratungsgespräche auch ein kostenloser HIV-Test sowie ein kostenpflichtiger HIV-Schnelltest möglich. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Alle Sprech- und Untersuchungszeiten gibt’s auch online unter aidsberatung-hannover