CONTINENTAL AG


Conti-Studie: Autofahrer sind konservativ

Autofahrer bleiben ihrem Motorentyp treu

Das hat die aktuelle Continental-Mobilitätstudie 2018 ergeben. Danach zeigen Autofahrer „ein hohes Beharrungsvermögen“ bei der Wahl der Antriebstechnik ihrer Fahrzeuge. Laut Studie würde sich eine überwältigende Mehrheit der befragten stets für denselben Motorentyp entscheiden, so wie er im aktuellen Auto eingesetzt ist. In Deutschland und China sind das 80 Prozent, in den USA sogar mehr als 90 Prozent. Allein in Japan hat die Studie eine gewissen Wechselbereitschaft ausgemacht, dort kann sich zumindest ein Viertel der Befragten vorstellen, einen anderen Motorentyp zu nutzen.

Die Studie ergab auch, dass die wenig ausgeprägte Veränderungs-bereitschaft unabhängig ist von der Art des Antriebssystems. Nach Ansicht von Andreas Wolf (Foto Continental), Präsident der Continental Division Powertrain, machen die Ergebnisse deutlich, dass Autofahrer in Sachen Wahl des Antriebs heute noch eher konservativ sind und auf Bewährtes setzen. Dieses gelte es im Kontext Umstieg auf Elektromobilität zusätzlich zu den bekannten Reichweiten-Ängsten zu berücksichtigen. Wolf geht allerdings davon aus, dass eine deutlich höhere Akzeptanz für alternative Antriebskonzepte geben werde „wenn sich das Fahrzeugangebot verbreitert hat und die Rahmenbedingungen attraktiver werden.“

Im Rahmen der Studie wurde in Deutschland auch die Dieselkrise thematisiert. Dabei kam eine gemischte Verursacher-Sicht bei den Befragten heraus: 26 Prozent halten die Politik für verantwortlich, elf Prozent einen Mix aus verschiedenen Verursachern und sechs Prozent die Umweltschutzverbände. Angesichts der abnehmenden Nachfrage nach Dieselautos in Deutschland betonte Wolf, es sei schade, dass die Dieseltechnologie so negativ gesehen werde, trotz dervielen Vorteile. Man sollte bei der hitzigen Dieseldebatte nicht übersehen, dass der Euro 6d-Diesel mit seiner modernen Abgasnachbehandlungstechnologie nicht nur sparsam und klimaschonend sei, sondern auch sauber.                                                   

Volker Benke