Über 500 Mal „Vorhang auf!“ für den Weihnachtsklassiker „Hänsel und Gretel“

Ein Festlicher Opernabend  zur 500. Aufführung von Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ in der Staatsoper.

Seit dem 2. Dezember wird die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ im Opernhaus Hannover aufgeführt. Das berühmte Märchen der Gebrüder Grimm verbindet Generationen.

Und was für ein Duft von Lebkuchen, Zimt, Nelke, Piment und Honig strömt  einem aus der Richtung Opernbühne entgegen. Alles klar: Weihnachten steht vor der Tür – und Engelbert  Humperdincks so geliebte Märchenoper „Hänsel und Gretel“ zieht wieder Tausende kleine und große Fans in die Staatsoper Hannover.

Seit 1964 steht Stefan Tiggelers  Inszenierung auf dem Spielplan: Und die heutigen Großeltern haben vor gut 50 Jahren mit ihren Großeltern über Engelstreppen, fliegenden Hexen, Märchenwald und explodierenden Öfen Bauklötze gestaunt.

Die Kultmärchenoper zieht seit über 50 Jahren Jung und Alt in ihren Bann. Foto Thomas Jauck

Auch Generationen von Mitarbeitern haben „Hänsel und Gretel“ inzwischen begleitet: viele sprechen von „unserem Stück“, das alle verbindet.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Im neuen Glanz - Das Opernhaus-Foyer

Kassen und Abonnement-Büros im Opernhaus total transparent gestaltet

Jetzt sind die Tages- und Abendkassen im Opernhaus nach einer kompletten Umgestaltung wieder zugänglich. Völlig neu und transparent wurde der Kassenbereich gestaltet. Ein offener, durchgehender Tresen ermöglicht einen direkten Kundenkontakt. Zudem wurde auch die Akustik des Raumes deutlich verbessert. Somit ist eine noch eingehendere Kundenberatung in einem äußerst angenehmen Ambiente möglich.

Und wer hat das vollbracht? Das Architekturbüro paxbrüningarchitekten aus Hannover hat die Umgestaltung in die Hände genommen.

Das Abonnement-Büro, war bislang nur über einen separaten Eingang zu erreichen. Nun ist ebenfalls im Eingangsbereich des Opernhauses zu finden und damit zentral zugänglich und sind ab sofort über eine gemeinsame Telefonnummer erreichbar: 0511 / 99 99 11 11.

Auch ist das Opernhaus wieder über die Tiefgarage am Opernplatz erreichbar.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


„Ein richtig dicker Erfolg“ – die Museumscard

In der nunmehr zweiten Runde gehören neun Ausstellungshäuser dazu

Ab jetzt gehört das Museum für Energiegeschichte(n)in Hannover zum Verbund: Ab dem 1. Dezember kann dann auch dieses Museum mit der Museumscard besucht werden. Und wer sich auch noch auskennt, wird sich fragen: Das Museum für Energiegeschichte(n) hat doch für den Eintritt bisher kein Geld verlangt und ändert sich das jetzt? Nein, lautet die Antwort. Das Haus ist in der neuen Runde dem Verbund beigetreten, um mehr Besucher anzulocken. „Wir erhoffen uns eine erhöhte Aufmerksamkeit und ein neues Publikum“, erklärt Tim S. Müller, Leiter des Museums.

Als „dicken Erfolg“ bezeichnet Thomas Schwark, Fachbereichsleiter Kultur und Direktor der Museen für Kulturgeschichte, die Museumscard. Der Andrang auf die Museumscard bei ihrer Einführunge vor einem Jahr war so groß, dass sie Anfang des Jahres kurzzeitig vergriffen war. „Es gibt eine Webseite sowie einen Flyer für alle Häuser – zusammen sind wir in der Kommunikation stärker“, fügt er hinzu und hofft, dass der Verbund noch erweitert wird, eventuell auch auf Häuser in die Region und Niedersachsen.

Bisher wurden 2000 Museumscards verkauft, knapp 7 500mal kamen die Karten zum Einsatz – den größten  Besucherzuwachs durch die Card hat das Wilhelm-Busch-Museum  verzeichnet. Neben den Museen Busch und Energiegeschichte(n) zählen zum Verbund das Sprengel Museum, das Landesmuseum, das Historische Museum, das Museum August Kestner, das Schlossmuseum Herrenhausen, die Kestnergesellschaft und der Kunstverein.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Beethoven-Ring für Igor Levit

Seine Beethoven-Interpretationen sind legendär

Der mittlerweile in Berlin lebende hannoversche Pianist Igor Levit erhält den Beethoven-Ring 2017 der Stadt Bonn.

Der Ring wird vom Verein Bürger für Beethoven verliehen. „Levit sei ein atemberauben der Pianist, der seine Zuhörer immer wieder in den Bann schlägt und verblüfft“, heißt es in einer Mitteilung zur Begründung der Jury-Entscheidung. Die Auszeichnung wird Levit im Frühjahr 2018 bei einem Konzert im Bonner Beethovenhaus verliehen.

Igor Lewit © Fotograf Gregor Hohenberg

In Hannover hat er schon am 23. November mit seiner Interpretation von Beethovens Klavierkonzert Nr. 3, der Ouvertüre zu Goethes „Egmont“, zusammen mit der NDR Radiophilharmonie unter Andrew Manze, das Publikum begeistert.

Und der Erfolg hatte sich am 3. Dezember wieder eingestellt, als dieses Konzert in der Reihe Klassik Extra um 11.30 und um 18 Uhr, diesmal mit Moderation von Andrew Manze und Friederike Westerhaus und einem Glas Sekt in den NDR-Sendesaal zurück kam.   Eingespieltes Team: Andrew Manze und Friederike Westerhaus. Foto NDR

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


NDR-Kultur und Volkswagenstiftung vergeben Sachbuchpreis

NDR-Sachbuchpreis für Albert Speer-Biografie

Der gleichzeitig verliehene Förderpreis Opus Primum geht an Andreas Cassee für sein Buch „Globale Bewegungsfreiheit - ein philosophisches Plädoyer für offene Grenzen“.

Nach dem Votum der Jury ist als bestes Sachbuch des Jahres die Biografie „Albert Speer – Eine deutsche Karriere“ (Siedler, 912 Seiten, 40 Euro), des Autors Magnus Brechtkern, ausgezeichnet.  Der NDR-Kultur-Sachbuchpreis ist mit 15 000 Euro dotiert.

Magnus Brechtkern ist Stellvertretender Direktor am Institut für Zeitgeschichte sowie Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des Nationalsozialismus, die Bedeutung politischer Memoiren für die Geschichtsschreibung und der internationale Diskurs zur Verarbeitung der nationalsozialistischen Herrschaft seit 1945 in „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“. Hier zeichnet er den Werdegang von Hitlers Rüstungsminister auf und beschreibt u.a. wie dessen Nachkriegsstilisierung als angeblich unpolitischer Mensch den historischen Tatsachen widerspricht. Und knallhart wird Joachim Fest („Hitler“) kritisiert, der als Ghostwriter für Albert Speer fungierte.

                                                                                                                      Magnus Brechtkern © Privat

NDR-Programmdirektor Hörfunk und Jury-Vorsitzender, Joachim Knuth, sieht in Magnus Brechtkerns Buch die Dekonstruktion eines Legendengeflechts um Albert Speer, den „guten Nazi“, an dessen Aufbau viele beteiligt waren, auch Journalisten und Verlage. Dies wurde vom Autor beeindruckend geschildert, dass wir gesagt haben: Ja, dieses Werk ist auszeichnungswürdig.“

Gleichzeitig wurde der mit 10 000 Euro dotierten Förderpreis Opus Primum der Volkswagen-Stiftung  für die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation verliehen. Er geht an Andreas Cassee für sein Erstlingswerk „Globale Bewegungsfreiheit  - ein philosophisches Plädoyer für offene Grenzen“ (Suhrkamp, 2016, 282 Seiten, 17 Euro).

Aus der Begründung der Jury: „Andreas Cassee hat mit „Globale Bewegungsfreiheit" ein rechtsphilosophisch überzeugendes Plädoyer für offene Grenzen verfasst. Das Buch bringt die migrationsethische Debatte und die Frage "Was ist Globalität?" in neuer Weise auf die Tagesordnung. In einer klaren, eingängigen Sprache weicht der Autor keinem Gegenargument aus und zeigt nicht nur auf, was Philosophie als Disziplin leisten kann, sondern bezieht schließlich mit seiner auf die praktische Politik zielenden Schlussfolgerung klar und begründet Stellung. Ein intellektuell höchst gelungenes und lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt."

                                                                                                  Andreas Cassee © Suhrkamp 

Cassee, * 1982 in Zürich, ist promovierter Philosoph, seine Arbeitsschwerpunkte sind Migrationsethik, Steuergerechtigkeit sowie Komplizenschaft und Marktbeziehungen. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Bern in dem Projekt "Complicity in the Global Marketplace".

Die Auszeichnungen nahmen die Autoren im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 22. November im Schloss Herrenhausen entgegen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


„American Dream“ in der Kunsthalle Emden und in Assen zu bewundern

Grand Central Terminal: An early December Noon in the Main Concourse, 2009 -2012, Öl auf Leinwand, 188 x 193 cm © Stone Roberts, Courtesy of The William Louis-Dreyfus Foundation Inc., Louis-Dreyfus Family Collection 

Werke großer amerikanischer Künstler wie Andy Warhol, Diane Arbus oder Chuck Close sind bis zum 27. Mai 2018 in der Kunsthalle Emden zu bewundern.

Gemeinsam mit dem Drents Museum im niederländischen Assen widmet sich das Haus in der Doppelausstellung dem Thema  „The American Dream“.

Das Thema ist der US-Realismus von 1945 bis 2017. Dem Betrachter soll ein Einblick in den “American Way of Life“ gezeigt werden, dabei stehen die Themen Mensch, Stadtleben, Landschaft, Alltags- und Stillleben im Mittelpunkt.

In Emden sind 140 Gemälde, Skulpturen und Fotoarbeiten zu betrachten, die vor allem US-amerikanische Museen und Sammlungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt haben.

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 10 – 17 Uhr, Sa, So, Feiertage 11 – 17 Uhr
Mo geschlossen.

An jedem ersten Dienstag im Monat: Langer Kunstabend bis 21 Uhr von 17 bis 21 Uhr Eintritt auf 5 € ermäßigt, Zusatzveranstaltungen inklusive Eintritt.

Friday Night: Zusatzöffnung für “The American Dream“: an jedem dritten Freitag im Monat 10 – 22 Uhr (15.12.2017, 19.01., 16.02., 16.03., 20.04. und 18.05.2018 (regulrärer Eintrittspreis).

Eintrittspreise: Erwachsene € 9, ermäßigt € 7
Kunstabend jeden ersten Dienstag im Monat ab 17 Uhr: € 5
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre Eintritt frei

Kombikarte Kunsthalle Emden/ Ostfriesisches Landesmuseum Emden 14 €
(nach Kauf 7 Tage gültig)

Im rund 120 Kilometer von Emden entfernten Assen werden 60 Werke präsentiert. Während sich das niederländische Drents Museum der Kunst bis 1965 widmet, setzt die Kunsthalle Emden ihren Fokus auf die Zeit danach bis heute.

The American Dream-Kombikarte Kunsthalle Emden/Drents Museum Assen 19 €

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Nordmedia fördert spannende Zeitreisen

Für Spielfilme, Dokus sowie interaktive 360-Grad Projekte gibt es 2,6 Mio. Euro

Der Vergabeausschuss der nordmedia hat in der zweiten Förderrunde des Jahres 2017 Fördermittel von ca. 2.6 Millionen Euro für 51 Projekte vergeben.

Unterstützt wurden insgesamt drei Drehbuch- und Stoffentwicklungen, zwei Projektentwicklungen, 29 Film- und Fernsehproduktionen, sechs Maßnahmen im Bereich Verleih/Vertrieb/Verbreitung, drei Abspiel- und Präsentationsmaßnahmen, fünf Investitionen, zwei Qualifizierungsmaßnahmen.

In dem Spielfilm „Nahschuss“ der hannoverschen Regisseurin Franziska Stünkel, steht das Leben des Stasi-Mitarbeiters Werner Teske im Vordergrund. Der mit 240.000 Euro geförderte Film wird von der C-Film GmbH produziert. In den Hauptrollen werden u.a. Lars Eidinger, Rosalie Thomass und Devid Striesow zu sehen sein.

Den höchsten Förderbetrag mit bis zu 250.000 Euro erhielt „Die Affäre Borgward“ von Regisseur Marcus O. Rosenmüller. In dem aufwändigen Dokudrama wird der Aufstieg und Fall des Bremer Autopioniers Carl F. W. Borgward thematisiert.

Borgward hat eine große Fangemeinde - man trifft sich deutschland- und sogar europaweit, organisiert Treffen und Ausfahrten. Also wird der Film auch sein Publikum finden!

Zum Förderaufkommen der nordmedia tragen die Länder Niedersachsen und Bremen sowie der NDR, das ZDF und Radio Bremen bei. Darüber hinaus wurden zur Sicherung von Fernsehnutzungsrechten insgesamt rund 384.081 Euro, als sogenannte Aufstockungsmittel des NDR, über die nordmedia an sechs von ihr geförderte Fernsehproduktionen vergeben.

Der nächste Einreichtermin für Förderungsanträge ist der 11. Januar 2018.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Haarmann rührt dann schon mal die Suppe um

Die Stadtgeschichte von Hannover als riesiger Bilderbogen im Künstlerhaus

Die äußerst schaurige Miniatur, die Fritz Haarmann zeigt, stammt von der britischen Künstlerin Sophie von Hellermann. Sie ist Teil eines bombastischen Bilderbogens zur Stadtgeschichte Hannovers. Diese Treppenhausgeschichte sollte man sich näher anschauen: Da entdeckt man in einem Suppentopf ein paar schwimmende Lippen. Nicht gerade lecker!

Dem Betrachter zeigt sich ein Gemälde, das 17 Meter hoch und 350 Quadratmeter Fläche aufweist. Es ziert das das Treppenhaus im Ostflügel des Künstlerhauses. Das Kunstwerk ist ein Jahr lang zu sehen und der Betrachter kann es Stockwerk für Stockwerk erleben, enträtseln oder einfach nur auf sich wirken lassen. Das Werk der Künstlerin wurde für die  Projektreihe „Stufen zur Kunst“ entwickelt und ist ein weiteres Werk der Stiftung Niedersachsen und des Kunstvereins.

Im Keller des Kunstvereins beginnt es mit einem mystischen Mädchen, das aus der Leine steigt, vorbei am Löwen und dem Wald der Eilenriede. Kurfürstin Sophie taucht einfach so auf, Herrenhausen und Händel ist mit ein paar Pinselschwüngen auch da.

Die Geschichte von Hannover sollte man schon gut kennen, um bestimmte Ereignisse und Personen ahnen zu können. Die Künstlerin lebt nicht in Hannover sondern in London und doch schafft sie es mit prägnanten Pinselstrichen die Orte und Personen auferstehen zu lassen. Und noch dabei: Emil Berliners Schallplatte, die Lancester-Bomber und Timm Ulrichs sitzt in einem Café. Am Ende springt so leicht und locker das Niedersachsen-Ross in die Zukunft – aufgefangen vom Engel der Geschichte. Und dann geht es wieder hinunter und der Besucher erlebt die Geschichte dann rückwärts.

Di.-Fr. von 9 bis 19 Uhr, Sa. und So. 12-19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos

Presse Dienst Nord, Ute Micha, Hannover Woche, Sigrid Lappe


Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei

Mit „O Isis und Osiris" widmet sich das Museum August Kestner der in Hannover sehr präsenten Freimaurerei

Die Ausstellung im MAK heißt „O Isis und Osiris“, hört sich wie ein Stoßseufzer an, und der Besucher ahnt, wie multidimensional diese Schau ist.

Der Titel schmückt sich mit einem Zitat aus Mozarts „Zauberflöte“ und Mozart war bekennender Freimaurer. Die „Zauberflöte“ ist von Symbolen und Ritualen gekennzeichnet, wovon in der Ausstellung auch historische Bühnenbilder zeugen. Das Museum arbeitet auch eng mit der Staatsoper kooperieren, deren Neuinszenierung der Zauberflöte am 13 Januar 2018 Premiere haben wird.

Mit ägyptischen Motiven versehenes Titelblatt eines Klavierauszugs von
Wolfgang Amadeus Mozart „Die Zauberflöte“ (Uraufführung Wien 1791),
gedruckt in Mannheim, um 1830, Leihgabe: Reinhard Bautz, Hannover
(Foto: Christian Rose, Museum August Kestner)
 

Was die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich lenken wird, sind die Kleinigkeiten, wie ein Senklot, kaum mehr als daumenbreit und satte 2500 Jahre alt. Oder ein kleiner, gleichfalls altägyptischer Obelisk, eine Sphinx-Statue. Genau solche Exponate werden im Museum August Kestner gezeigt.

An der Wand prangt ein sehr bedeutsames Bild, des reich geschmückten Freimaurer-Tempels von Brüssel, dessen Interieur diese und viele andere altägyptische Motive aufnimmt.

„Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei“ wurde von Kestner-Kurator Christian Loeben mit dem Heidelberger Ägyptologen Florian Ebeling als Untertitel genannt.

Ebeling nennt die Freimaurer „hochgradig rational“ und nimmt sie so besonders vor Okkultismus-Vorwürfen in Schutz. Und besonders ist auch der Anlass der Schau: Vor 300 Jahren ist in London die erste Großloge gegründet worden, das Jubiläum wird nun in Hannover gefeiert. 

„Und dafür gibt es Gründe“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. „Nirgends in Deutschland ist die Pro-Kopf-Dichte der Freimaurer höher.“ Einer der es wissen muss kann  das belegen: Siegfried Schildmacher, de man den Vorsitzenden einer hannoverschen Freimaurerloge nennen könnte, dessen korrekter Titel aber „Meister vom Stuhl der Loge, Friedrich vom Weißen Pferde“ lautet . Zwölf Logen und 600 Freimaurer gibt es in Hannover.

Die Ausstellung wird fast komplett aus der reichhaltigen Sammlung des Museums bestritten. Als Leihgaben sind nur Schriften hinzugekommen sowie ein Artefakt und eine Panflöte aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert.

Zu der außergewöhnlichen Schau ist auch ein umfangreicher Katalog (VML, 517 Seiten, 34,80 Euro) erschienen. Ein attraktiver Flyer (kostenlos) informiert über die Thematik.„O Isis und Osiris“ ist bis zum 25. Februar 2018 im Museum August Kestner zu sehen. Die Ausstellung wird von Führungen und einem umfangreichen Begleitprogramm begleitet. Dazu gehören zwei Donnerstage "Kultur erleben am Vormittag" (7. und 14.12. ).  .

Thronende Isis, Bronze, Frühe Ptolemäer-Zeit (um 300 v. Chr., Museum August Kestner, Inv.-Nr. 1935.200.724 (Foto: Christian Tepper, Museum August Kestner)

Auch finden Im MAK  regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen statt (www.museum-august-kestner.de)

In der Sonderausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation" werden Kommunikationsmedien, die über Jahrtausende in den unterschiedlichen Zivilisationen verwendet wurden gezeigt. Objekte vom alten Ägypten, der klassischen Antike bis zur Moderne zeugen von Botschaften und dem Austausch mit den Mitmenschen. (26. Oktober 2017 bis 19. August 2018)

Auch zu dieser Ausstellung wird es wunderbare Begleitveranstaltungen geben.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Villa Seligmann: Herbsttage jüdischer Musik

Die Herbsttage im Zeichen der Gemeinschaft

Das Buch „Der beste Sessel im Paradies – Villa Seligmann 100 + 10“ wurde am 26. Oktober von Andor Isaák vorgestellt. Vor 110 Jahren zog der Conti-Gründer Siegmund Seligmann zusammen mit seiner Familie in die Villa Seligmann, einem Meisterwerk des hannoverschen Architekten Hermann Schaedtler. In dem Jahr des 100-jährigen Bestehens des Hauses wurde die Siegmund Seligmann Stiftung 2006 ins Leben gerufen und damit auf Initiative von Professor Andor Izsák eine Institution gegründet, welche die Villa Seligmann zu einer prägenden Einrichtung in der Kulturlandschaft Niedersachsens machte. So ist die Villa heute ein einzigartiges Juwel, das ein außergewöhnliches Zeugnis des aufstrebenden großbürgerlichen Judentums in Hannover darstellt und zugleich in hochkarätigen Konzertveranstaltungen auf unvergleichliche Weise die Schönheit und den Reichtum des großen Schatzes deutsch-jüdischer Kultur vermittelt. Foto: Marcus Prell 

Das Buch erscheint zu Ehren des Jubiläums 100 + 10 und feiert die Villa Seligmann als eine Heimat für synagogale Musik (39 Euro)                                                                                     

Das Lichterfest am 17. Dezember im Schloss Herrenhausen ist der krönende Abschluß der Herbsttage.

Karten ab 15 Euro unter: www.villa-seligmann.de oder bei eventim 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


„Tiefschlaf“ wird munter

Die Ausstellung „Tiefschlaf“ macht das Rathaus Linden zum Kulturort

Sie füllt das Foyer und Flure des Rathauses mit Gemälden, Grafiken, Plastiken und Objekten aus dem Kunstbesitz der Stadt Hannover aus. MitarbeiterInnen des Rathauses hatten die Bestände durchforstet und die dann ausgewählten Werke mit ihren eigenen Gedanken ergänzt.

Mit Führungen beginnt das Vermittlungsprogramm zur Ausstellung:

Eine inszenierte Taschenlampenführung für Kinder und Erwachsene mit Katja Krause findet am Sonnabend (16. Dezember) um 17.30 Uhr statt. (Ausstellung bis 28. Januar 2018)

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha 


Kulturpreis für Lumix-Festival

Der dritte Platz für Lumix aus der Hochschule Hannover

Sie wurden geehrt: Der dritte Platz ging jetzt in Hamburg an das Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover.

„Wir haben uns  alle wahnsinnig gefreut und nach der offiziellen Gala in Hamburg auch noch ein klein bisschen gefeiert“, sagte Isabel Winarsch , die das Festival mit Rolf Nobel organisiert. Ihr war bekannt, das die Nominierung nach Hannover geht, durfte aber nichts sagen: „Für die Verleihung haben wir dann ein paar Studierende mitgenommen, deren Fotos wir ausgestellt haben. Die tragen ja schließlich die Veranstaltung“.

Der dritte Platz ist mit 3 000 Euro dotiert. Was damit passieren soll, können die Organisatoren allerdings noch nicht so genau sagen. Winarsch: „Vielleicht stecken wird das einfach in das nächste Festival. Wir hatten aber auch schon überlegt, vielleicht eine App für das Lumix einzurichten. Bei uns geht es ja um Kommunikation, und das wäre schon cool. Aber ist alles noch in der Planung.“

Bereits jetzt in der Planungsphase ist die nächste Ausgabe, die im Juni 2018 an den Start gehen soll. Alle zwei Jahre findet das Lumix statt, verteilt über das Expogelände. Fotos sind wichtig aber darüber hinaus gibt es Vorträge und dann die Preise für die besten Werke.

Bei der Arbeit: Rolf Nobel und Isabel Winarsch

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Kooperation zwischen Schulen und Kulturpartnern

Kontaktstelle soll Kulturschaffende und Schulen in nachhaltigen Kooperationen zusammenbringen.

Das Wissenschaftsministerium hat mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen und dem Kultusministerium eine neue Kontaktstelle eingerichtet, die Kulturschaffende und Schulen in nachhaltigen Kooperationen zusammenbringen soll.

Für dieses Projekt stellt das Land jährlich 400 000 Euro zur Verfügung.

So bekommen Schüler die Chance, unabhängig ihrer Herkunft  Kultur zu erleben, sagte Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). Außerdem soll die Stelle sicherstellen, dass die freien Künstler korrekte Verträge bekommen, die unter Anderem von der Renten- und Krankenversicherung vorher unter die Lupe genommen werden sollen. Denn zuletzt waren mehrere langjährige Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartnern aufgrund arbeitsrechtlicher Probleme gescheitert.

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„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Ein Film als Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden. Der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Co-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und mit Dokumentarszenen in ihren Film integriert haben.

Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte wagemutiger Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Überlebenswillen, Widerstandes und vor allem der Hilfsbereitschaft vieler Berliner.

Basierend auf Zeitzeugen-Interviews verbindet das Drama vier unabhängige Schicksale zu einem eindringlichen, hochaktuellen Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Es spielen Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee und Aaron Altaras in den Hauptrollen.

Seit dem 26.Oktober 2017 läuft der Film des Tobis Film-Verleihs in Lichtspielhäusern.


Wegen Umbau: Das Jüdische Museum schließt ab Dezember

Das Jüdisches Museum in Berlin erfährt eine Rundumerneuerung

Anfang Dezember schließt das Jüdische Museum in Berlin seine Dauerausstellung. Für einen Umbau wird das Haus bis auf den Altbau mehr als ein Jahr geschlossen sein.

Zwischen dem 11. Dezember und 30. April 2019  wird stattdessen in dem Altbau des Museums ein Panorama der Stadt Jerusalem als Zentrum der  christlichen, muslimischen und jüdischen Konfessionen gezeigt.

Für den Umbau stellt der Bund 22 Millionen Euro zur Verfügung. Die bisherige Dauerausstellung ist seit 16 Jahren zu sehen. Im Mittelpunkt der „Welcome to Jerusalem“ Ausstellung soll die Verflechtung von Alltag, Religion und Politik stehen. Geplant sind Installationen und Videos wie das Filmprojekt „24 Stunden Jerusalem“ des Fernsehsenders Arte.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Kinospass verpasst? LA BOUM ist immer noch zu sehen!

Der Kultfilm  LA BOUM – Die Fete (1980) wurde in Hannover im Apollo (deutsch) und im Kino am Raschplatz (franz. OmU) im Rahmen des Ciné Club Francais gezeigt.

Jetzt ist er erstmal nur im Fernsehen auf sky zu sehen oder als DVD zu erwerben.

Auch "La Boum II - Die Fete geht weiter" ist auf DVD und auf sky präsent (alle Infos: www.La Boum)   

Der LA BÄMI-Filmverleih wurde dafür eigens von Wiebke Thomsen (Hannover) und Anne Lakeberg (Berlin) gegründet.

Thomsen und Lakeberg betreiben seit 2014 gemeinsam das City Kino Wedding in Berlin. Vor einem halben Jahr haben sie LA BOUM in ihrem Kino zeigen wollen und festgestellt, dass es keinen deutschen Verleih für diesen Film gibt.  Gespielt wurde der Film in Berlin trotzdem, natürlich verbunden mit einigen organisatorischen Hürden durch den Direktbezug aus Frankreich und auch mit einigen Kosten.

Als der 220 Plätze-Saal des City Kino Wedding komplett ausverkauft war, wussten sie, dass sie einen Nerv getroffen hatten: Die Zuschauer haben sich so über den Film gefreut, dass es spontan Applaus gab, als der Vorspann begann.

Nach diesem Erfolg gründeten Thomsen und Lakeberg den LA BÄM! Filmverleih, um den Film als Wiederaufführung zurück in die Kinos zu bringen. Am 20. Juli war Filmstart – der Film wurde schon in 50 Vorstellungen gebucht, vor allem für Events sowie Open-Air Kino, Ladies Night, französische Filmabende oder sonstige Vorstellungen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe