Schattentheaterfestival startete vor zehn Jahren

6. Hannoversche Schattentheaterfestival vom 26. bis 29. Oktober 2017

Vor zehn Jahren fand zum 20jährigen Jubiläum der Vagantei Erhardt das erste Schattentheaterfestival statt, jetzt kommt zum 30jährigen Jubiläum der Vagantei das 6. Festival auf die Bühne.

Die meisten Inszenierungen werden im "Alten Magazin" stattfinden, die Inszenierungen "Dunkel" und "Bremer Stadtmusikanten" werden im Theatermuseum de Schauspielhauses gezeigt.

Erzählungen und Geschichten aus Klassik und Moderne werden von sechs Ensembles in 13 Inszenierungen ins Licht gesetzt. Sechs der acht Inszenierungen und auch die "Schattenimprovisation" werden mit Live-Musik gezeigt. Neben dem 20köpfigen Gamelan-Orchester begleiten Irina Shilina, das Trio Größenwahn, die Band Bawawa und Dietmar Staskowiak das jeweilie Schattentheater.

Für die ganz kleinen Zuschauer ist "Dunkel", die Vormittags- und Nachmittagsvorstellungen sind für alle Altersstufen konzipiert und die Abendveranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene.

Zwei Workshops, eine Schattenimprovisation durch Teilnehmer sowie ein Vortrag begleiten das Festival.

Für einen Gedankenaustausch und ein gemütliches Beisammensein laden die Räume des "Alten Magazins" sowie die Kantine des Schauspielhauses ein.

Das Festival hat viele Unterstützer gefunden, so ist es gelungen ein Programm zusammenzustellen, das – hoffentlich - viele Freunde finden wird.


Bald heißt es: Wort ab beim Poetry-Slam

Die Zeit läuft, denn Ende Oktober wird Hannover zur Bühne für die besten Live-Poetinnen und Poeten des deutschsprachigen Raumes.

Bei den 21. Poetry-Slam-Meisterschaften ringen die Super-Stars der Slamszene aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg um den Titel im Einzel- und Team-Wettbewerb.

Insgesamt knapp 200 Bühnenkünstler nehmen teil und rund 10 000 Besucher werden zu diesem Event erwartet. Mittelpunkt des fünftägigen Spektakels ist das Kulturzentrum Faust, das als Festivalzentrum zehn Vorrunden, zwei Team-Halbfinals und das Rahmenprogramm beherbergt.

Hier ein Tipp für Kurzentschlossene: Da die Halbfinals und Finals bereits ausverkauft sind, noch schnell Karten für die gerade ausgeloste Vorrunde oder die hochkarätige Eröffnungsgala buchen. Da heißt es schnell sein!

Seit Jahren rocken die Poetry-Slammer mit größtem Erfolg das Opernhaus

24. bis 28.Oktober: Kulturzentrum Faust, Galerie und Orangerie Herrenhausen, Staatsoper Hannover und Theater am Aegi.

Fotoausstellung zur Poetry-Slam-Meisterschaft

Selbst seit vielen Jahren aktiver Slam Poet, begleitet Marvin Ruppert (Foto) die Szene auch als Fotograf. Im Lauf der Jahre hat er eine bestimmt fast vierstellige Anzahl an Poetry-Slam-Auftritten absolviert, ist ein paarmal Hessenmeister geworden und hat immer seine Kamera dabei, ob zum Spaß oder als offizieller Slam-Festival-Fotograf. Im Rahmen des SLAM 2017 zeigen seine ausgestellten Bilder die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene der letzten Jahre vor und hinter den Kulissen – von runtergerockten Stadtrand-Backstages über die großen Best-of-Poetry-Slam-Bühnen bis zu Landes- und den deutschsprachigen Meisterschaften. Auch beim SLAM2017 ist Marvin Ruppert wieder als Fotograf unterwegs. SLAM – Die Foto-Ausstellung in der Kunsthalle  bis 29. Oktober 2017,  Do und Fr 18-21 Uhr, Sa und So 15-19 Uhr (vom 24. bis 28. geschlossen), Eintritt: 3, erm. 2 Euro,

(Siehe auch "Herrenhäuser Gärten")

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


20. Festival der Erzählkunst in der Markuskirche

Erzählen, berühren, bewegen und begeistern

Seit zwanzig Jahren öffnet die Markuskirche am Lister Platz dem Festival der Erzählkunst die Türen für den Reichtum von Märchen und Geschichten aus aller Welt.

Die Künstler/innen des Festivals, das vom 27. Oktober bis 5. November zahlreiche Veranstaltungen bietet, haben sich ganz der mündlichen Erzähltradition verpflichtet. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen sie europäische Erzählkunst, zaubern Bilder in die Köpfe ihrer Zuhörer/innen, verleihen der Fantasie Flügel und machen die Geschichten auf unterschiedlichste Art und Weise lebendig. Allein durch Stimme, Mimik und Gestik führen sie das Publikum in eigene innere Welten und halten mit ihren Geschichten einen Spiegel vor. Auf der Suche nach Frieden, im Einklang mit sich und der Welt, dem Motto des diesjährigen Festivals, zeigen die Held/innen erstaunlichen Erfindungsreichtum, vor allem aber bleiben sie sich selbst treu.

Jana Raile © Anne Hufnagel

Vielfältig sind die unterschiedlichen Veranstaltungen: schmackhafte Geschichten bietet das HÖR MA(h)L am 28. Oktober, die Ausstellung Uniformen zu Crazy Quilts von Alma Fokken sucht mit Geschichten und erzählten Erlebnissen am 31. Oktober nach innerem Frieden und das Musikmärchen am 5. November lädt die ganze Familie zum Lachen und Mitmachen ein.

Zur Erzählnacht am 4. November um 19.30 Uhr zeigen die vier Erzähler/innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz pointiert und ausdrucksstark, dass Frieden nicht von selbst kommt, innere Ruhe seine Zeit braucht und dass Glück erkannt werden will. Die Gruppe Stompany aus Hannover groovt ganz eigene Geschichten und verbindet Elemente von Stomp, brasilianische Rhythmen, Tanz und Theater zu einem lebendigen Ganzen.  

Ein Novum in diesem Jahr ist der Fachtag Heilsames Erzählen am 3. November für pädagogische, pflegende und heilende Berufe.

Neben den öffentlichen Veranstaltungen in der Markuskirche reisen die Festivalerzähler/innen in Schulen und Kindergärten und präsentieren dort ihre Kunst, um Worten Flügel zu verleihen, die Lust an Sprache wieder zu erwecken.

 Informationen www.erzaehlfest.de oder Tel. 0511/66 59 38,

Vorverkauf Buchhandlung Bücherwurm, Kollenrodtstr. 55, Tel. 0511/62 01 71


Haarmann rührt dann schon mal die Suppe um

Die Stadtgeschichte von Hannover als riesiger Bilderbogen im Künstlerhaus

Die äußerst schaurige Miniatur, die Fritz Haarmann zeigt, stammt von der britischen Künstlerin Sophie von Hellermann. Sie ist Teil eines bombastischen Bilderbogens zur Stadtgeschichte Hannovers. Diese Treppenhausgeschichte sollte man sich näher anschauen: Da entdeckt man in einem Suppentopf ein paar schwimmende Lippen. Nicht gerade lecker!

Dem Betrachter zeigt sich ein Gemälde, das 17 Meter hoch und 350 Quadratmeter Fläche aufweist. Es ziert das das Treppenhaus im Ostflügel des Künstlerhauses. Das Kunstwerk ist ein Jahr lang zu sehen und der Betrachter kann es Stockwerk für Stockwerk erleben, enträtseln oder einfach nur auf sich wirken lassen. Das Werk der Künstlerin wurde für die  Projektreihe „Stufen zur Kunst“ entwickelt und ist ein weiteres Werk der Stiftung Niedersachsen und des Kunstvereins.

Im Keller des Kunstvereins beginnt es mit einem mystischen Mädchen, das aus der Leine steigt, vorbei am Löwen und dem Wald der Eilenriede. Kurfürstin Sophie taucht einfach so auf, Herrenhausen und Händel ist mit ein paar Pinselschwüngen auch da.

Die Geschichte von Hannover sollte man schon gut kennen, um bestimmte Ereignisse und Personen ahnen zu können. Die Künstlerin lebt nicht in Hannover sondern in London und doch schafft sie es mit prägnanten Pinselstrichen die Orte und Personen auferstehen zu lassen. Und noch dabei: Emil Berliners Schallplatte, die Lancester-Bomber und Timm Ulrichs sitzt in einem Café. Am Ende springt so leicht und locker das Niedersachsen-Ross in die Zukunft – aufgefangen vom Engel der Geschichte. Und dann geht es wieder hinunter und der Besucher erlebt die Geschichte dann rückwärts.

Di.-Fr. von 9 bis 19 Uhr, Sa. und So. 12-19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos

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Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei

Mit „O Isis und Osiris" widmet sich das Museum August Kestner der in Hannover sehr präsenten Freimaurerei

Die Ausstellung im MAK heißt „O Isis und Osiris“, hört sich wie ein Stoßseufzer an, und der Besucher ahnt, wie multidimensional diese Schau ist.

Der Titel schmückt sich mit einem Zitat aus Mozarts „Zauberflöte“ und Mozart war bekennender Freimaurer. Die „Zauberflöte“ ist von Symbolen und Ritualen gekennzeichnet, wovon in der Ausstellung auch historische Bühnenbilder zeugen. Das Museum arbeitet auch eng mit der Staatsoper kooperieren, deren Neuinszenierung der Zauberflöte am 13 Januar 2018 Premiere haben wird.

Mit ägyptischen Motiven versehenes Titelblatt eines Klavierauszugs von
Wolfgang Amadeus Mozart „Die Zauberflöte“ (Uraufführung Wien 1791),
gedruckt in Mannheim, um 1830, Leihgabe: Reinhard Bautz, Hannover
(Foto: Christian Rose, Museum August Kestner)
 

Was die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich lenken wird, sind die Kleinigkeiten, wie ein Senklot, kaum mehr als daumenbreit und satte 2500 Jahre alt. Oder ein kleiner, gleichfalls altägyptischer Obelisk, eine Sphinx-Statue. Genau solche Exponate werden im Museum August Kestner gezeigt.

An der Wand prangt ein sehr bedeutsames Bild, des reich geschmückten Freimaurer-Tempels von Brüssel, dessen Interieur diese und viele andere altägyptische Motive aufnimmt.

„Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei“ wurde von Kestner-Kurator Christian Loeben mit dem Heidelberger Ägyptologen Florian Ebeling als Untertitel genannt.

Ebeling nennt die Freimaurer „hochgradig rational“ und nimmt sie so besonders vor Okkultismus-Vorwürfen in Schutz. Und besonders ist auch der Anlass der Schau: Vor 300 Jahren ist in London die erste Großloge gegründet worden, das Jubiläum wird nun in Hannover gefeiert. 

„Und dafür gibt es Gründe“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. „Nirgends in Deutschland ist die Pro-Kopf-Dichte der Freimaurer höher.“ Einer der es wissen muss kann  das belegen: Siegfried Schildmacher, de man den Vorsitzenden einer hannoverschen Freimaurerloge nennen könnte, dessen korrekter Titel aber „Meister vom Stuhl der Loge, Friedrich vom Weißen Pferde“ lautet . Zwölf Logen und 600 Freimaurer gibt es in Hannover.

Die Ausstellung wird fast komplett aus der reichhaltigen Sammlung des Museums bestritten. Als Leihgaben sind nur Schriften hinzugekommen sowie ein Artefakt und eine Panflöte aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert.

Zu der außergewöhnlichen Schau ist auch ein umfangreicher Katalog (VML, 517 Seiten, 34,80 Euro) erschienen. Ein attraktiver Flyer (kostenlos) informiert über die Thematik.„O Isis und Osiris“ ist bis zum 25. Februar 2018 im Museum August Kestner zu sehen. Die Ausstellung wird von Führungen und einem umfangreichen Begleitprogramm begleitet. Dazu gehören zwei Donnerstage "Kultur erleben am Vormittag" (7. und 14.12. ).  .

Thronende Isis
Bronz, Frühe Ptolemäer-Zeit (um 300 v. Chr., Museum August Kestner,
Inv.-Nr. 1935.200.724 (Foto: Christian Tepper, Museum August Kestner
)

Auch finden Im MAK  regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen statt

Am 25. Oktober, 18.30 Uhr, wird die Ausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation". Gezeigt werden Kommunikationsmedien, die über Jahrtausende in den unterschiedlichen Zivilisationen verwendet wurden. Objekte vom alten Ägypten, der klassischen Antike bis zur Moderne zeugen von Botschaften und dem Austausch mit den Mitmenschen. (26. Oktober 2017 bis 19. August 2018)

Auch zu dieser Ausstellung wird es wunderbare Begleitveranstaltungen geben.

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Villa Seligmann: Herbsttage jüdischer Musik

Sehnsüchtig erwartet: Die Herbsttage im Zeichen der Gemeinschaft

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe machte zum jüdischen Neujahr, dem Schana Nova ein Konzert mit der Pianistin Erika Lux, es moderierte Andor Isaák.

Der nächste Abend der Reihe ist am 24. Oktober unter dem Titel „Die Welt ist eine Scheibe“ der Familie Berliner gewidmet, die das Schallplattenimperium in Hannover erschaffen hat.

Das Buch „Der beste Sessel im Paradies – Villa Seligmann100 + 10“ wird am 26. Oktober von Andor Isaák vorgestellt. Foto © Marcus Prell

Der Schauspieler Rainer Frank liest aus dem Buch zum 110-jährigen Jubiläum der einzigartigen Heimat für synagogale Musik.  

Man kennt ihn aus dem „Tatort“, aus "Soko Leipzig" oder von seinen zahlreichen Bühnenauftritten: der Berliner Schauspieler Frank war schon in einigen Filmen und Theaterstücken zu sehen. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover.

Weitere Konzerte wird es am 5., 11. (in der Marktkirche), am 21. und 23. November geben.

Das Lichterfest am 17. Dezember im Schloss Herrenhausen ist der krönende Abschluß der Herbsttage. 

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„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Ein Film als Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden. Der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben.

Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.

Basierend auf Zeitzeugen-Interviews verbindet das Drama vier unabhängige Schicksale zu einem eindringlichen, hochaktuellen Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Es spielen Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee und Aaron Altaras in den Hauptrollen.

Am 26.Oktober 2017 kommt der Film des Tobis Film-Verleihs in die Kinos.


Lindener Rathaus wird zum Kulturort

Ausstellung „Tiefschlaf“ wird am 27. Oktober eröffnet

Mit „Tiefschlaf“ startet der erste von zwei Ausstellungszyklen der Stadtteilkultur der Landeshauptstadt Hannover, die das Lindener Rathaus am Lindener Marktplatz  zum Kulturort machen.

Malerei, Grafiken, Plastiken und Objekte aus dem städtischen Kunstbesitz der Stadt Hannover werden bis zum 28. Januar 2018 in großen Teilen des Rathauses vom Foyer bis zur Stadtbibliothek ausgestellt.

 Zur Eröffnung der ersten Ausstellung zum Thema „Tiefschlaf“ am 27. Oktober spricht um 19.30 Uhr Kulturdezernent Harald Härke.

Bei diesem partizipativen Projekt „kuratieren“ beispielsweise MitarbeiterInnen des Rathauses eine Ausstellungsfläche und ergänzen ihre ausgewählten Werke mit einem eigenen Gedanken zu der jeweiligen Arbeit.

Begleitend zur Ausstellung finden diverse Vermittlungsaktionen statt: Künstlergespräche mit Lindener KünstlerInnen thematisieren den Stadtteil; es gibt inszenierte Taschenlampenführungen, in der Bibliothek macht ein Kindertheaterstück zum Thema „Dunkel“ halt; eine Führung durch die Ausstellung mit einer Performancekünstlerin und einer Psychotherapeutin/Schlafforscherin gibt ungewohnte Einblicke und auch die Kreativzone im Lindener Rathaus widmet sich der Thematik mit der Aktion „Schlaftrunk und Schlafmaske für zauberhafte Träume “.


„Beste Freunde - Geschichten von Tier und mir“

Jugendbuchwoche unter dem Motto „Beste Freunde - Geschichten von Tier und mir“

Das zentrale Ereignis der Jugendbuchwoche 2017 ist die Ausstellung der neuesten Kinder- und Jugendbücher im Künstlerhaus, die im Anschluss auf die Reise durch Hannovers Schulen geht. Darum herum wird vom 6. bis 10. November  ein vielfältiges Programm angeboten mit Lesungen, Workshops, einem Poetry Slam und der Ausstellung "Das Schreibende Klassenzimmer", das durch Mitmachen und Erleben zum Lesen und Schreiben motivieren soll.

Die Veranstaltungen sind allerdings nahezu ausgebucht.

Die Jugendbuchwoche ist eine gemeinsame Veranstaltung der Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Kultur - und des Friedrich-Bödecker-Kreises, Hauptsponsor ist die Hannoversche Volksbank.


„Deutschland 8“ in China

Die größte deutsche Kunstschau in China eröffnet

Mit „Made in Germany“ oder auch „Deutschland 8“ wird die bislang größte Ausstellung zeitgenössischer deutscher Kunst in Peking eröffnet. Zu sehen ist die Kunst in sieben Museen und einem Dialogforum.

Die Kunstschau zeigt bis zum 31. Oktober insgesamt 320 Werke von 55 Künstlern der Nachkriegszeit. Die Schau ist die Antwort auf die Darstellung „China 8“ vor gut zwei Jahren, die seinerzeit 500 Werke chinesischer Künstler zeigte.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stiftung für Kunst und Kultur mit der Pekinger Central Academy of Fine Arts.

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NDR Kultur Sachbuchpreis 2017: 16 Bücher nominiert für die Longlist

Zum  „NDR Kultur Sachbuchpreis“ und zum Förderpreis „Opus Primum“ treten ein eindrucksvolles Spektrum an Buchtiteln an

263 Bücher sind eingereicht worden – 16 Titel haben es auf die Longlist des „NDR Kultur Sachbuchpreises“ geschafft.

Das Spektrum ist eindrucksvoll: Es geht um Europas Selbstbewusstsein, um Macht und Spiel an Königshöfen, den Umbruch Afrikas und Lösungen in der Flüchtlingspolitik. Und es werden spannende Fragen verhandelt: Wie weit ist die Emanzipation, was bedrängt den Islam – und warum ist schlechte Laune besser als ihr Ruf?

Bis Anfang November wird die Jury eine Shortlist zusammenstellen und auf deren Basis das beste Sachbuch des Jahres küren.

Der NDR Kultur Sachbuchpreis wird am 22. November mit dem Förderpreis „Opus Primum“ der VolkswagenStiftung im Schloss Herrenhausen zu Hannover überreicht. NDR Kultur überträgt live ab 19.00 Uhr.

Neben dem Jury-Vorsitzenden und NDR Programmdirektor Hörfunk, Joachim Knuth, gehören der Jury an: Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Dr. Franziska Augstein, Journalistin der „Süddeutschen Zeitung“, Hendrik Brandt, Chefredakteur der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Hilal Sezgin, Publizistin, Dr. Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland.

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Kulturpreis für Lumix-Festival

Der dritte Platz für Lumix aus der Hochschule Hannover

Sie wurden geehrt: Der dritte Platz ging jetzt in Hamburg an das Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover.

„Wir haben uns  alle wahnsinnig gefreut und nach der offiziellen Gala in Hamburg auch noch ein klein bisschen gefeiert“, sagte Isabel Winarsch , die das Festival mit Rolf Nobel organisiert. Ihr war bekannt, das die Nominierung nach Hannover geht, durfte aber nichts sagen: „Für die Verleihung haben wir dann ein paar Studierende mitgenommen, deren Fotos wir ausgestellt haben. Die tragen ja schließlich die Veranstaltung“.

Der dritte Platz ist mit 3 000 Euro dotiert. Was damit passieren soll, können die Organisatoren allerdings noch nicht so genau sagen. Winarsch: „Vielleicht stecken wird das einfach in das nächste Festival. Wir hatten aber auch schon überlegt, vielleicht eine App für das Lumix einzurichten. Bei uns geht es ja um Kommunikation, und das wäre schon cool. Aber ist alles noch in der Planung.“

Bereits jetzt in der Planungsphase ist die nächste Ausgabe, die im Juni 2018 an den Start gehen soll. Alle zwei Jahre findet das Lumix statt, verteilt über das Expogelände. Fotos sind wichtig aber darüber hinaus gibt es Vorträge und dann die Preise für die besten Werke.

Bei der Arbeit: Rolf Nobel und Isabel Winarsch

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Kooperation zwischen Schulen und Kulturpartnern

Kontaktstelle soll Kulturschaffende und Schulen in nachhaltigen Kooperationen zusammenbringen.

Das Wissenschaftsministerium hat mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen und dem Kultusministerium eine neue Kontaktstelle eingerichtet, die Kulturschaffende und Schulen in nachhaltigen Kooperationen zusammenbringen soll.

Für dieses Projekt stellt das Land jährlich 400 000 Euro zur Verfügung.

So bekommen Schüler die Chance, unabhängig ihrer Herkunft  Kultur zu erleben, sagte Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). Außerdem soll die Stelle sicherstellen, dass die freien Künstler korrekte Verträge bekommen, die unter Anderem von der Renten- und Krankenversicherung vorher unter die Lupe genommen werden sollen. Denn zuletzt waren mehrere langjährige Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartnern aufgrund arbeitsrechtlicher Probleme gescheitert.

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Wegen Umbau: Das Jüdische Museum schließt ab Dezember

Das Jüdisches Museum in Berlin erfährt eine Rundumerneuerung

Anfang Dezember schließt das Jüdische Museum in Berlin seine Dauerausstellung. Für einen Umbau wird das Haus bis auf den Altbau mehr als ein Jahr geschlossen sein.

Zwischen dem 11. Dezember und 30. April 2019  wird stattdessen in dem Altbau des Museums ein Panorama der Stadt Jerusalem als Zentrum der  christlichen, muslimischen und jüdischen Konfessionen gezeigt.

Für den Umbau stellt der Bund 22 Millionen Euro zur Verfügung. Die bisherige Dauerausstellung ist seit 16 Jahren zu sehen. Im Mittelpunkt der „Welcome to Jerusalem“ Ausstellung soll die Verflechtung von Alltag, Religion und Politik stehen. Geplant sind Installationen und Videos wie das Filmprojekt „24 Stunden Jerusalem“ des Fernsehsenders Arte.

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Kinospass verpasst? LA BOUM ist immer noch zu sehen!

Der Kultfilm  LA BOUM – Die Fete (1980) wurde in Hannover im Apollo (deutsch) und im Kino am Raschplatz (franz. OmU) im Rahmen des Ciné Club Francais gezeigt.

Jetzt ist er erstmal nur im Fernsehen auf sky zu sehen oder als DVD zu erwerben.

Auch "La Boum II - Die Fete geht weiter" ist auf DVD und auf sky präsent (alle Infos: www.La Boum)   

Der LA BÄMI-Filmverleih wurde dafür eigens von Wiebke Thomsen (Hannover) und Anne Lakeberg (Berlin) gegründet.

Thomsen und Lakeberg betreiben seit 2014 gemeinsam das City Kino Wedding in Berlin. Vor einem halben Jahr haben sie LA BOUM in ihrem Kino zeigen wollen und festgestellt, dass es keinen deutschen Verleih für diesen Film gibt.  Gespielt wurde der Film in Berlin trotzdem, natürlich verbunden mit einigen organisatorischen Hürden durch den Direktbezug aus Frankreich und auch mit einigen Kosten.

Als der 220 Plätze-Saal des City Kino Wedding komplett ausverkauft war, wussten sie, dass sie einen Nerv getroffen hatten: Die Zuschauer haben sich so über den Film gefreut, dass es spontan Applaus gab, als der Vorspann begann.

Nach diesem Erfolg gründeten Thomsen und Lakeberg den LA BÄM! Filmverleih, um den Film als Wiederaufführung zurück in die Kinos zu bringen. Am 20. Juli war Filmstart – der Film wurde schon in 50 Vorstellungen gebucht, vor allem für Events sowie Open-Air Kino, Ladies Night, französische Filmabende oder sonstige Vorstellungen.

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