Alice Musiol in der VGH Galerie

Minimalistisches Lebenskonzept - die Kunst von Alice MusiolVGH Galerie zeigt „Gone for Good“,  also auf Nimmerwiedersehen

 

Die Künstlerin bescheinigt sich selbst ein jahrzehntelanges Nomadenleben und überträgt das damit verbundene „minimalistische Lebens-konzept“ auf ihre Kunst. So vereint die Kölnerin unter dem Ausstellungstitel „Gone for Good“, also „Auf Nimmerwiedersehen“, außer-gewöhnliche Objekte, die nach der Ausstellung leicht verschwinden oder abgebaut und platzsparend verstaut werden können.

Da sind fragile Skulpturen aus Gymnastikreifen oder Wände, an denen sich Musiols Fingerabdrücke tausendfach wiederfinden.

Kurator Reinhard Spieler: „Obgleich sich Alice Musiol in hohem Maße auf Situationen, Räume, auf ein Repertoire von Vorhandenem einlässt, steht der Bezug zu ihrer eigenen Identität, zu ihrer Biografie und Körpererfahrung und den damit verbundenen Möglichkeiten immer im Mittelpunkt ihres Schaffens.“

Musiol lässt kaum ein Medium aus: Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken, Wandarbeiten, Objekte, Skulpturen, Installationen und Projektionen vermitteln den unmittelbaren Kontakt zum Material als ein zentrales Element ihrer Arbeitsweise. So kommt der Besucher der kleinen aber feinen VGH galerie in den Genuß einer Vielfalt von künstlerischen Ausdrucksformen.

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog (Schutzpreis zwei Euro)

Alice Musiol wurde 1971 im polnischen Kattowitz geboren, 1981 siedelte sie in die Bundesrepublik über. Sie studierte von 1993 bis 1996 an der Academie Beeldende Kunsten in Maastricht und bis 1999 an der Kunstakademie in Düsseldorf als Meisterschülerin bei Prof. A. R. Penck.

Stipendien führten die Kunstpreisträgerin der Stadt Bonn unter anderem nach Italien, Spanien, Kanada und Österreich.

Nach einer Gastdozentur an der Freien Kunstakademie Mannheim (2012) lehrte Musiol von 2013 bis 2015 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie hatte seit 1998 zahlreiche Einzelausstellungen und war an bedeutenden Gruppenausstellungen beteiligt.

Die mit Preisen und Stipendien überhäufte Künstlerin lebt und arbeitet heute überwiegend in Köln.

Bis 31. Oktober, VGH galerie, Schiffgraben 4 (Eingang Warmbüchenkamp), täglich 11 bis 17 Uhr.

                                                                              Hannover Woche, Sigrid Lappe / Pressedienst Nord, Ute Micha